Soundtrack meines Lebens

  • 1. Rumplestitchkin - Wake Up Call

    Es war frühmorgens in einer dieser illegalen Kellerbars, wo sich die Gestrandeten der Nacht trafen. Da hatte es eine junge Südamerikanerin auf E, die immer allen um den Hals gefallen ist. Zwei sturzbetrunkene Polen mit einer Harmonika. Die Bookerin eines stadtbekannten Clubs. Ein schwarzer Homosexueller in knappen Jeans-Shorts. Ein DJ mit Hosenträgern und Holzfällerbart. Und Rumplestitchkin. Die Jungs schnappten sich spontan die auf einer kleinen Bühne herumstehenden Instrumente und legten los. Und es stimmt, was Thomas singt: "I could go out every night, it makes me feel alright."

  • 2. Paul Weller - Kosmos (Lynch Mob Bonus Beats Remix)

    Es ist ein kleines Ritual: Immer wenn ich zum ersten Mal in einem neuen Club auflege, teste ich die Anlage mit diesem Remix von Kosmos. Warum? Weil er auf einem guten Soundsystem dermassen derbe Niederfrequenz-Bässe hat, dass sie den Club förmlich in seinen Grundfesten erzittern lassen. Es sind keine dieser billig pumpenden Bässe, die man in der elektronischen Tanzmusik findet, sondern tiefe, rollende Erschütterungen, die den Körper wellenartig durchfluten. Ich erinnere mich an einen Club, wo sich ein Mädel vom Barteam rittlings auf einen riesigen Tieftöner gesetzt hatte. Ich spielte wie üblich als erstes diesen Song, der Bass setzte ein und sie begann plötzlich zu grinsen. Diesen zufriedenen Ausdruck auf ihrem Gesicht wird ich nie mehr vergessen.

  • 3. ARCHIVE - Fuck U

    Wenn ich vom Auflegen nach Hause komme, dann dauert es jeweils einen Moment, bis ich zur Ruhe komme. Ich esse eine Kleinigkeit , schenk mir noch ein Glas Wein ein, zappe gelangweilt durchs frühmorgendliche TV-Programm und starre auf die noch menschenleeren Strassen dieser Stadt. Es ist die Blaue Stunde und Archive ist der perfekte Soundtrack dazu.

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Jesus_of_Lubecks Freunde

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