Soundtrack meines Lebens

  • 1. Bill Withers - Ain't No Sunshine

    Meine Feundin und ich waren gerade wenige Wochen zusammen, als sie für ein verlängertes Wochenende zu ihrem besten Freund nach München fuhr. Sie war gerade einen Tag weg und, wie es bei frisch Verliebten so ist, ich vermisst sie gar fürchterlich. Also griff ich erst zu meiner Gitarre, dann zu meinem Telefon, rief sie an und spielte ihr dieses Lied. Nach meiner etwas zittrigen Darbietung, war erst einmal Stille und dann sagte sie, wußtest du, dass dies mein Lieblingslied ist? Ich wußte es nicht. In solchen Momenten fühlt man sich, als würde man für immer und allezeit verbunden sein. Inzwischen brüllen wir uns natürlich auch an, streiten, maulen, heulen (gekniffen, gespuckt und gekratzt wurde noch nicht), aber trotzdem: ain't no sunshine when she's gone...

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  • 2. Frank Sinatra - My Way

    hach, was dachten wir damals geleistet zu haben...! Franky-Boys melodramatisch beginnendes und bombastisch endendes Stück "My Way" drückte nach dem bestandenen Abitur eben genau das aus, was unsere Eltern in den ganzen 13 Jahren nie verstehen wollten: ich habs so gemacht wie ich dachte - klar?! und werde weiter so machen wie ich mein...! und wenn man daran etwas später dann zurück denkt... heute hat man das gefühl, dass der weg damals noch gar nicht angefangen hat - der wirkliche weg durch das harte harte leben ...

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  • 3. Robbie Williams - Feel

    Cabrio fahrend, die Liebste an der Seite, durch eine sternenklare laue Sommernacht... und unglaublich verliebt sein...

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  • 4. Paul McCartney & Stevie Wonder - Ebony & Ivory

    die geschichte ist kurz: dies war der erste song, den ich meinte auswendig mitsingen zu können. ich glaube, ich war sechs und fand dieses syntie-intro einfach den kracher...

  • 5. Pearl Jam - Alive

    Es war mein erstes Mal. Silvester 2000. Das scheidende Jahr war ein schlechtes Jahr. Seit einer längeren Weile bereits lief ich als Single durch die Welt. Mein Studium verlief alles andere als erfolgreich und zu allem Überfluss merkte ich, dass alte Freundschaften zu ehemaligen mutierten. Zum ende des Jahres fühlte ich mich sehr müde und wollte eigentlich nur noch schlafen. Ich beschloss mein Einsamkeitsgefühl auf die Spitze zu treiben und entschied den Jahreswechsel alleine zu begehen. Weiß ich heute, dass ein Datum immer nur so viel Bedeutung hat, wie man ihm selbst zuschreibt, so dachte ich damals, dass Silvester "Party-Zwang" bedeutet und wer alleine Silvester zu Hause sitzt, ein ziemlich armes ausgeschlossens Würstchen sein muss. Silvester 2000 war ich dann selber solch ein Würstchen und wusste ehrlich gesagt nicht, ob ich es überleben würde. Ich begann meine erste "home-alone-sylvester-night" mit einem Selbstmitleidsheulanfall. Nach wenigen Minuten allerdings begann mich meine Heulerei zu langweilen und ich zappte mich durch "Silvester mit Karl Moik", "Melodien für das Neue Jahr" und "Best of Milleniumspots". Glücklicherweise wurde dann die erste "Ally McBeal-Nacht" gesendet. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich trotz des Hypes nicht sonderlich für diese Serie interessiert. Dies sollte sich nun ändern. Je länger ich mir eine Folge nach der anderen ansah, desto mehr vergaß ich meinen eigentlichen Plan in Selbstmitleid zu versinken. Als es dann Mitternacht wurde, was ja üblicherweise der Zeitpunkt ist, wo man dann im Kreise seiner Lieben oder gerne auch im Kreise von Fremden noch hektisch darüber diskutiert, wer denn nun den Sekt öffnet und ob man ihn bereits drinnen öffnet oder doch erst draußen auf der Straße, während man sich nicht einigen kann, wessen Uhr denn nun die richtige Zeit anzeigt...("also bei mir isses schon zwölf"), öffnete ich mein kleines Gaubenfenster und begrüßte das Neue Jahr mit "Alive" von Pearl Jam.

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