Soundtrack meines Lebens

  • 1. R.E.M. - At My Most Beautiful

    2001 - Mein Ex-Freund war der Erste, mit dem ich bestimmte Lieder verbinde. Vielleicht auch deshalb, weil Musik uns beiden so wichtig ist. Dieser Song von R.E.M. erinnert mich an meinen Umzug von WG Nr. 2 in Nr. 3. Ich hatte bereits alles in Kartons gepackt, weil Max gleich vorbeikommen wollte, um mit mir die Sachen in die neue Wohnung zu fahren. Das Telefon klingelte, er war dran, völlig außer Atem und sagte, ich solle sofort das Radio anmachen. Etws unwillig packte ich die Anlage wieder aus und schloß einen Lautsprecher an. Kaum hatte ich das Radio an, kam auch schon die Ansage des Moderators mit einigen sehr schönen Worten und danach dieses Lied. Es hat mich sehr berührt, auch wenn ich es Max nicht sehr deutlich gezeigt hatte, weil ich zu dem Zeitpunkt immer noch der Meinung war, ich müsse unbedingt anders als andere Frauen sein und behauptete steif und fest, ich würde nicht auf solchen Romantik-Kram stehen. War natürlich gelogen.

  • 2. Pearl Jam - Even Flow

    Ich war 14 und hatte mich gerade mit meinem Brieffreund getroffen. Der ließ mir 2 Platten da, eine von Pearl Jam (Ten) und eine von Nirvana (Nevermind). "Even Flow" steht stellvertretend für beide Scheiben und die Zeit, als ich anfing, mich von meinen Eltern zu lösen, rebellisch wurde und am liebsten für immer von zu Hause abgehauen wäre.

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  • 3. Keimzeit - Kling Klang

    Wir waren 17, tanzten in der einzigen Disko im Umkreis von 20 Kilometern und wünschten uns jeden Samstag dieses Lied. Und träumten davon, mit DEM einen Mann bis ans Ende der Welt zu gehen. "Steck Dir die halbe Tüte Erdnußchips in Deinen zuckersüßen Mund - find Dich in einem Comicheft wieder, fotografier Dich bunt"

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  • 4. Minikamoo - Garage

    2004 - Wunderschöner letzter Song auf dem Konzert im Molotow. Großartige Stimmung, die ganze Zeit. es wurde getanzt, mit Tina gelacht. Sie hat eine wahnsinnig tolle Ausstrahlung auf der Bühne. Als letztes kam dieser Song... schon bei den ersten Takten Gänsehaut am ganzen Körper. Das hab ich nicht bei vielen Liedern...

  • 5. Kettcar - Landungsbrücken Raus

    1999 - Das Jahr, in dem ich nach Hamburg kam. Ich kannte niemanden, die Stadt war sehr groß und fremd, ich hatte Heimweh. Trotz allem wollte ich diesen Schritt, ich wollte weg aus dem Mief der Kleinstadt und raus in die Welt, was verändern, bewegen, Erfahrungen sammeln. Wahrscheinlich hat mich meine eigene Courage überrollt. Bereut habe ich es nie - nach Hamburg gekommen zu sein. "Als man ankam, wollte man werden, die Geschichte schreiben, die Doofen soll sterben, der Plan, als man damals nach Hamburg kam..." 2002 - Das Album bekam ich von Philipp, schon immer mein persönlicher Experte für gute Musik. Wußte es am Anfang nicht wirklich zu schätzen, dieses gute Stück. Doch mit der Zeit freundeten wir uns an... Mittlerweile untrennbar mit Hamburg und mir. 2005 - Da stehen wir nun, er und ich, es wird dunkel. Wir sehen auf die Landungsbrücken hinunter. Es stürmt. Wir stehen einfach nur da, Arm in Arm. Es ist ein schöner Moment. Vollkommen. Es macht mich glücklich, daß er hier ist, wegen mir, diesem Moment, diesem Lied. Es macht mich sprachlos, vor Glück.

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  • 6. Blur - Song2

    St. Pauli - Millerntor. Ein Tor fällt - für uns. Papierfetzenregen. Die ersten Takte von Blur. Fast alle singen mit, manche schreien. Querchen und Chrissie liegen sich in den Armen. Ich grinse. Fußball kann so schön sein.

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  • 7. Ton Steine Scherben - Halt dich an deiner Liebe fest

    Mit den Scherben konnte ich nichts anfangen. Zu sehr erinnerten sie mich an Claudia, meine Ex-Mitbewohnerin. Die Scherben waren ihre Lieblingsband. Sie studierte Soziologie auf Lehramt, war 30 und meinte, ihre Erziehungsversuche als Erstes an mir probieren zu müssen. Der Versuch schlug fehl und sie wollte, daß ich ausziehe. Aus Rache nahm ich sie mit, die CD "Keine Macht für Niemand". Ein Jahr später beim Sortieren der CD´s fiel sie mir wieder in die Hand. Ich hörte sie nochmal, diesmal ohne an Claudia zu denken. Rios Stimme haute mich um. Das, was ich vorher als unmusikalisches Gekrächze empfanden hatte, war für mich jetzt das Großartigste, was ich je gehört hatte. Aus dieser einen CD wurden viele... Die Lieder von den Scherben erinnern mich an durchgequatschte Abende in zigarettendunstblauen Küchen, leeren Rotweinflaschen unter dem Tisch und Wencke, eine der tollsten Frauen der Welt. Danke, Claudia.

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  • 8. Queen & David Bowie - Under pressure

    Mein Vater steht total auf Queen - ich auch. Ich bin quasi mit dieser Band aufgewachsen, nahm jedes Konzert auf Kassette auf. Freddie Mercury und David Bowie in einem Lied, absoluter Wahnsinn. Die ersten Takte, die später Vanilla Ice in "Ice Ice Baby" coverte, kennt jeder. Es steht für meine Kindheit, Autofahrten mit meinem Dad, das Queenkonzert im Wembleystadion lief jedesmal, als Dauerschleife. Ich sang lauthals mit, meinem Vater war das peinlich. mir wars egal. Und dann letztes Jahr auf dem "Hurricane" in Scheessel. Ich weiß nicht mehr, welche Band es war. Aber sie spielten "Under Pressure". Wieder sang ich mit, diesmal nicht allein. Ein vollkommener Moment.

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  • 9. The Beatles - Lucy In The Sky With Diamonds

    Neben den Scherben meine erklärte Lieblingsband. Es gibt unzählige Songs, die ich von den Beatles liebe, aber gerade mit Diesem verbinde ich sehr schöne Abende und muß jedesmal lachen, wenn ich es höre. Es erinnert mich an Maren, die völlig ausgelassen dazu tanzt und sich nen Keks freut. Deshalb wird es auf jeder Party auch mehrmals gespielt, nicht nur Ihr zuliebe.

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  • 10. AC/DC - TNT

    Einfach mal ein saugeiles Lied. Muß garantiert immer mitsingen, wenn ich das höre. Ob nun angebracht oder nicht. Oft zum Leidwesen meiner Mitmenschen, aber egal. Ich muß um die 15 gewesen sein, als meine Tante ihre Kassette gegen schlechte Laune (auf der hauptsächlich AC/DC-Songs vertreten waren) bei einem Besuch bei uns vergaß. Seitdem hörte ich sie rauf und runter. Zeitgleich lief in der Kinderdisko jeden Sonntag "Thunderstruck". Das legte den Grundstein für die Begeisterung, die bis heute nicht abgebrochen ist.

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  • 11. Ryan Adams - Wonderwall

    There are many things that I would like to say to you, but I don't know how. Er. Ich habe ihn nicht gesucht - und doch gefunden. Zusammen mit ihm das Gefühl einer Einheit, eines WIR. Er ist der Herzmensch. Der Eine. Alles ist möglich. Neuland, diese Gefühle, in dieser Stärke, dermaßen kompensiert, nach der kurzen Zeit. Mich nicht mehr erklären müssen - er "weiss´ bescheid". Schwer zu erklären. Und doch alles ganz einfach. Maybe, you're gonna be the one that saves me. Ein Danke zurück - an Dich. Danke für alles. Danke, daß Du da bist. Dafür, daß Du mich so nimmst, wie ich bin. Danke. I don't believe that anybody feels the way I do about you now.

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