Soundtrack meines Lebens

  • 1. Wunder - Schatten und Licht

    Das Ende unseres ersten gemeinsamen Sommers war zugleich die Schwelle zu einem neuen Leben. Die Distanz zwischen unseren Betten würde sich von mehr als 500km auf gerade mal ein Virtel davon verringern. An unserem letzten Abend spielten Wunder dieses Konzert – und zum ersten Mal nur für uns diesen Song. Die nicht vorhandene Atmosphäre und die vielen betrunkenen Menschen konnten nicht zerstören, was wir an diesem Abend fühlten. Noch heute, fast ein Jahr danach, ist es unser Lied und wir glauben nach verdammt vielen Tiefs mehr denn je an diese Zeilen. „Dass wir zusammen gehören, kann niemand zerstören.“

  • 2. Rosenstolz - Das verkaufte Lachen

    Das zweite Outing ist am schlimmsten. Während das erste noch eher testweise stattfindet, geschieht das zweite schon auf bedeutungsvollerem Boden, in diesem Fall bei meiner besten Freundin. Mehr als drei Stunden habe ich mir in einer endlosen Mail die Worte aus den Fingern gesaugt, und dabei ungefähr eintausendmal dieses Lied gehört. Es hat geholfen, sie war ziemlich glücklich dass ich mich ihr endlich anvertraute (weil sie es natürlich sowieso schon wusste) – und ich verdammt erleichtert.

  • 3. Diane - Seltsam

    Wie gesteht man einem Menschen seine Liebe, ohne ihm zu sagen, dass man ihn liebt? Es sollte einfach nicht kitschig sein, ich suchte lange - und irgendwann stachen mir diese Zeilen von Diane in die Augen. Ich erkannte mich sofort wieder - und dieser Song wurde zur Liebeserklärung.

  • 4. DJ Bobo - Celebrate

    Vor fast zehn Jahren, ich war jung, naiv und klein und auf dem Weg zu meinem ersten Konzert. Trotz des kollektiven Spottes meiner Klassenkameraden wurde meine Vorfreude eher größer als kleiner – und letztendlich feierte ich einen geilen Abend auf den Schultern meines Onkels inmitten von zehntausenden und war glücklich. Dieser Song wurde der (sich ewig dahinziehenden) Hinfahrt zum ersten Mal im Radio gespielt – und es erinnert mich noch heute an den Abend, das Konzert, die übermächtige Müdigkeit auf der Heimfahrt und die Euphorie, die auch Wochen danach noch nicht abklingen wollte.

  • 5. Placebo - Every You Every Me

    Das erste Mal frei sein, das erste mal Schwulendisko. Mit bester Freundin im Schlepptau, dem schwulen Kumpel und einer gehörigen Portion Angst. Dieses Gefühl, das erste Mal auf der Tanzfläche abzugehen bei diesen Zeilen, das Verschmelzen mit der Masse, die Glücksgefühle, das Abschalten jeglichen Nachdenkens – unvergesslich, und mit diesem Lied perfekt konserviert.

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