Soundtrack meines Lebens

  • 1. Spillsbury - Jona

    Mein guter Kumpel Dan hatte angerufen: Er habe Karten für das vorletzte WIZO- Konzert. Ob ich mitkommen wolle. Welche Frage. Also aus dem Klausurenstress raus. für 48 Stunden ins Ländle; Vorglühen bei Dan;Dazu das Lied "Jona" der grandiosen Spillsbury (und den Rest des Albums); Zum Konzert; 3 Stunden totalen Spaß und Wahnsinn, danach zu Fuß zum Bahnhof um dluft zu tanken. Es kam wie es kommen musste: Wir verpassten den letzten Zug nach Tübingen. Bei Eiseskälte zogen wir durch Untertürkheim un dendeten schließlich in einer Postbankfilliale, wo wir bis morgens um fünf auf und ab liefen, hemmungslosen Unsinn brabbelten und gelegentlich aufeinander einboxten, um nicht einzuschlafen. In meinem Kopf: "Jona", in Dauerrotation. Irgendwann nach sechs mit dem ersten Zug zurück in Tübingen. Und um 11 wieder mit der Bahn zurück nach Hause. Fertig, aber glücklich: Ein legendäres Wochenende.

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  • 2. Dimmu Borgir - Perfection Or Vanity

    Abiturabschlussfeier. Wir hatten das Ganze als Stufe sauber organisiert und es war vorgesehen, dass der Direktor nach seiner Rede an den Jahrgang jeden einzelnen Schüler auf die Bühne holen würde, um ihm dort sein Zeugnis auszuhändigen. Wir hatten beschlossen, dass sich jeder hierzu eine "Einmarschmusik" aussuchen sollte, also einen Liedausschnitt von ca. 15 Sekunden Länge. Nach langem Hin und Her entschied ich mich, auch wegen des zur Situation passenden Titels, für das Instrumental dieser norwegischen Band, das sehr langsam, getragen und bombastisch ist, da es schwere Gitarren und ein Sinfonieorchester mischt. Aufgrund meines Namens war ich der erste, der aufgerufen werden würde. Die Rede des Rektors lief schon länger, die Spannung stieg, der Typ am Mischpult wollte nochmal die Einstellungen testen- und schon donnerte "mein" Song in ohrenbetäubender Lautstärke durch den Saal. Publikum, Schülerschaft und Rektor guckten etwas verwirrt. Immerhin kam letzterer nun schneller zum Ende, so dass der korrekte Einsatz erfolgen konnte. Der Song erinnert mich immer noch an einen wahnsinnig schönen, perfekten Partyabend und eine überragende Schulzeit.

  • 3. Alanis Morissette - You Oughta Know

    Wie konnte ich ohne Alanis Morissette je irgendwelche Herzeskapaden überstehen? Doch zum Glück gibt es meinen Kumpel JJ. Beharrlich spielte er mir allerhand von ihr vor, bis es irgendann klick machte- und ich in den letzten Wochen Akustik- und Originalversion von "Jagged Little Pill" erwarb. Die grandiose Wut vor allem dieses Songs pustete mir die Seele durch und gab mir Freude und Spaß buchstäblich zurück. Bei Tempo 200 auf der Autobahn ist man dem Himmel so oder so nahe- mit diesem Song in den Ohren eher auf positive Weise.

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  • 4. Thomas D & Nina Hagen - Solo

    Eine schöne Tradition: Immer wenn eine Beziehung für mich endet, höre ich dieses Lied für ein paar Wochen rauf und runter, egal, wer die Sache beendet hat, ich oder sie. Seltsam tröstend, ein wunderbares Geigensample und Nina Hagens seltsame Stimme. Also: auf die nächsten paar Wiederholungen dieses Liedes in meiner Playlist!

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  • 5. Zyklon - Hammer Revelation

    Ich habe als Teenager eigentlich nur gemäßigte Rockmusik gehört, bis ich irgendwann für eine Freundin ein CD bei eBay ersteigerte (Cannibal Corpse - Bloodthirst). CC waren Mist, aber bei der Sendung war eine Promo- CD dabei, auf der als erster Song das über sechsminütige Stück "Hammer Revelation" der Gruppe Zyklon enthalten war. "Welcome to the World of Worms" heißt es im Intro des Liedes, und nachdem ich das Geprügel das erste Mal überstanden hatte, hatte mich die Welt der Extremmusik für sich gewonnen. Mit Zyklon begann meine Vorliebe für Wut, Zorn und extreme Emotionen in Musik. Meine Vorliebe für Blast Beats. Und diese sind heute ein nicht wegzudenkender Teil meines Lebens. Man kann ja vieles hören. Aber meistens muss es Musik auf Hochgeschwindigkeit sein.

  • 6. Sportfreunde Stiller - Ein Kompliment

    Noch ne verschenkte Single, wieder an eine Frau. Hab mich seitdem häufig gefragt, wie man einen Text schreiben kann, der derart kitschig und doch schön und gelungen ist. Habe mir aber gleichfalls vorgenommen, dieses Lied nie wieder mitzusingen. Und auch nie wieder zu verschenken. Aber man kann ja summen. Und meine Version gemeinsam anhören :-)

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  • 7. Moby - Why Does My Heart Feel So Bad?

    Damals habe ich das erste Mal eienr Frau eine CD geschenkt- eben jene Single von Moby. das Video war sehr nett, aber warum der Song so ein Erfolg war, weiß ich heute nicht mehr so genau. CDs an Frauen zu verschenken ist seitdem eine exklusive Sache für mich geblieben, ich habe das seitdem vielleicht nur noch dreimal gemacht... behalte die Tonträger in der Regel lieber selbst ;-)

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  • 8. Sportfreunde Stiller - Ein Kompliment

    Ein weiterer Song, den ich als Maxi an eine Frau verschenkt habe. Im Nachhinein sicher ein wenig billig. Ich frage mich allerdings immer noch, wie man einen so anbiedernden und kitschigen Text schreiben kann, der trotzdem irgendwie gut ist. Seitdem ist viel Zeit vergangen und ich habe beschlossen, den Song nie wieder mitzusingen, weil die Person, an die man dabei denkt, es langfristig meistens nicht wert ist. Aber man kann ja mitsummen. Und ihn gemeinsam anhören :-)

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  • 9. Katatonia - Right Into The Bliss

    Spätsommer. Melancholie. Wieder ein Semester 'rum. Das erste persönliche Tief des Studiums dauert an. Zweifel an Allem nagen. Someday we'll go further from this right into the bliss. Eines Tages wird sowieso alles Besser sein. Some night we'll try to leave this place for another. Und so schlimm ist das Jetzt dann ja doch nicht. Der Song ist finster. Die Botschaft in de ich schön: Someday oder irgendwann ist ein tröstendes Wort. Wenn man nicht den Fehler macht, im Irgendwann anzukommen, ohne irgend etwas bewegt zu haben.

  • 10. Nocte Obducta - Tage, Die Welkten

    Ein Bett hatte ich noch nicht. Mein PC war noch nicht aufgebaut. Der Kühlschrank war mir zu laut, der Weg zur Bushaltestelle zu weit, aber ich war glücklich und motiviert. Neustart. Komplett. Auch im Bezug zu der Person, die mir damals nahe war. Eine Entscheidung zwischen Tür und Angel, zwischen Einkaufen gehen und den neuen Duschvorhang montieren. Dazu dieses Lied: Wir wachten eines Morgens auf, im Bett das Herbstlaub, rau und kalt. (...). Ich sah dich an und fragte mich, weshalb es nicht wie früher war. Heute kenne ich die Antwort: Weil sich immer alles weiterdreht. Weil wir nicht anders können, als fortzugehen. Weil nichts, absolut nichts, von Dauer ist. Im Rückblick weiß ich, dass meine Entscheidung richtig war. Ein gutes Gefühl.

  • 11. Red hot chili peppers - Parallel Universe

    Die Peppers... die nervigste Band meiner Oberstufenzeit weil sie jeder gut fand und mir ihr Funksound schon immer nur auf die Geige ging. Der Gig in Nürnberg war dann auch grottenlangweilig und handwerklich schlecht, zumal auf dem sowieso stinkig kommerziellen MTV- Festival. Aber dann... nach einer der vielen völlig bekifften Pausen zwischen den Songs, in denen man sich erst mal am Drumkit einigen musste, was man denn als nächstes spielen sollte, wurde eine genuschelte Anmoderation "In Memory of Joey Ramone" verkündet- und "Parallel Universe" brach los. Und sprengte mir den Schädel. Die Sonne ging auf, Feuer explodierten, die Rezeptoren sprangen an. Ich erfasste den Begriff Rock 'n Roll mit allen Fasern meines Körpers. Vergaß meine Umwelt. Es gab nur noch den Refrain. Die Basslinie. Den Gitarristen, der sich die Finger blutig spielte. Mental Orgasm. Viel zu kurz. Danach konnte ich bei "Under the bridge" (oder einem X- beliebigen anderen Bandmachwerk)angenehm wieder runterkommen und feststellen, dass auch eine schlechte Band mal einen Übersong schreibt. Aber den haben sie.

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