Soundtrack meines Lebens

  • 1. Foo Fighters - Everlong

    Ihr kennt es bestimmt, man hört einen Song, und schlagartig ist es wie in diesem einem Moment vor langer Zeit. Mir geht es zumindest so. Jedes Mal beim hören dieses Liedes denke ich an diese Situation. Es war ein Sommertag wie man es sich vorstellt, warm und keine Wolke am Himmel. Aber nicht so warm, dass die Hitze dich zum schwitzen bringt. Also Walkman auf, Rucksack umgeschnallt, und ab geht’s. Ich fuhr mit meinen Fahrrad an den Strand, bzw. ich wollte es. Die Musik war gut und nur noch ein Berg um den Rest zum Strand runterzurollen. Also raus aus dem Sattel, wie einst Ullrich, kräftig treten, zum Takt der Musik, und bald ist es geschafft, dachte ich. Auf den letzten Metern drückte ich noch mal alles in die Pedale im Takt vom Lied, und dann knallte es. Die Kette riss. Wie beim ersten Werner Film sah ich die Einzelteile in Zeitlupe an mir vorbeiziehen. Aber meine Beine haben es leider nicht mitbekommen. Ich trat also wie ein Berserker auf die Pedale und da ja kein widerstand vorhanden war, rutschte ich mit meinem Fuß ab. Bevor ich das jedoch registrierte meldete sich mein anderer Fuß auch ab. Er trampelte noch mal, und schlidderte von der Pedale in Richtung Beton. Den Rest musste ich mir im Krankenhaus erzählen lassen. Da beide Beine das Fahrrad verlassen haben, und ich stehend das Rad über den Berg prügeln wollte, kam die Schwerkraft ins Spiel. Meinen senkrechten Sturz fing die Fahrradstange ab. Gut, dafür könnte ich dankbar sein, wenn nicht, ja, wenn nicht mein Hoden den Sturz abgefangen hätte. Der PKW Fahrer hinter mir holte sofort einen Krankenwagen, da ich, nachdem ich noch 1 Meter gerollt bin, sofort gebrochen habe und das Bewusstsein verlor. Da lag ich also, mit einer Hodenprellung im Krankenhaus. An einem schönen Sommertag.

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  • 2. Oasis - Champagne Supernova

    Habt Ihr noch Freunde aus eurer Grundschule? Mein aktueller Freundeskreis besteht zu 70 % noch aus meinen Freunden aus der Schulzeit. Und da kommt dieses Lied ins Spiel. 16. Juni 1999. Das Flintbeker Freibad hatte für ausgesuchte Menschen die Tore geöffnet. Nee, so ist es nicht, wir haben die Tore geöffnet, es war Nacht und kurz vor zwölf. CD Player mit, Oasis rein, und dann Champagne Supernova. Wir waren alle dabei. Haben das Lied gesungen, in das 18 Lebensjahr eines Freundes gefeiert, und Sekt getrunken. Was für eine Nacht, und viel wichtiger, was für eine Erinnerung.

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  • 3. Eric Clapton - Tears in Heaven

    Der Grund diesen Song zu schreiben war für Eric Clapton ein ziemlich trauriger, aber ironscher Weise, bleibt dieser Song mir deshalb in Erinnerung, weil ich dieses Lied mit unglaublich schönen Dinge verbinde. Ich hatte grade meinen Wehrdienst bei der Luftwaffe hinter mich gebracht, da hat mein Vater mich auf einen Segeltörn mitgenommen. Ziel der Reise war Schwedens Süd- und Ostküste. Mein Vater schlief und ich habe die Außenlautsprecher angemacht. Da segelt man durch die Schären und steilen Klippen der Schwedischen Küste und ist benommen von dem unglaublichen Kontrast und der atemberaubendem schönheit der Natur. Und man hört dann dieses Lied. Man ist allein und hat diesen Moment nur für sich. Und doch werde ich diesen Augenblick nie vergessen, und das Lied hilft mir dabei.

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  • 4. Kid Rock - Only God Knows Why

    Es war im Sommer, als ein paar Freunde und ich nach Blavand zum surfen gefahren sind. Ab auf den Familiencampingplatz, den Mercedesbus klar gemacht und die 40 meter zum Meer gegangen. Kein Wind, kein Surfen. Also ein paar Meter weiter gegangen, um die am Strand ansässigen Familien nicht zu stören und diverse alkoholische Getränke gemütlich konsumiert. Den Sonnenuntergang bewundert und diesen Song gehört.

  • 5. Ganz schön feist - Gänseblümchen

    Der Tag begann schon scheiße. Ich war mit Freunden im Kieler Tucholsky unterwegs, und habe mir kräftig einen gegönnt. Das Handballspiel am nächsten Tag hatte ich schon längst verdrängt, meine Synapsen waren auf Alkohol und wunderliche Kneipendiskussionen eingestellt. Viel zu spät verließ ich den Laden und verpasste volltrunken meinen Bus nach Hause. Es war 02:00 Uhr, und ich kam jetzt nicht mehr in mein heimisches Bett. Zeitsprung. Ich öffnete halb erfroren meine Augen, bombiger Weise habe ich geschlafen, nur nicht zu Hause und schon gar nicht in irgendeinem Bett. Das wäre zu schön und einfach. Nein, ich hatte mich entschieden, bei 3° Außentemperatur in der Bushaltestelle zu schlafen. Eine eher medium-clevere Idee. Es war mittlerweile 04:00 Uhr. Aber der Schlaf hatte wohl etwas Gutes. Wenn kein Bus fährt, dann nimmt man halt ein Taxi. Die 20 Mark hatte ich noch. Also ab nach Hause. Nächster Zeitsprung. 11:30 Uhr. Mein Trainer stand vor der Tür, und wollte mich zum Spiel abholen. Gut gemacht Stefan, toller Typ. Voll wie 40 Russen, stieg ich sein Auto und ließ mich die 30 km nach Neumünster fahren. Aufwärmen war nicht drin. Meine komplette Konzentration war damit beschäftigt, mich vom brechen abzuhalten. Dementsprechend lief auch das Spiel. Einziges Highlight war mein Wurf aufs eigene Tor. Man kann sagen, alles war scheiße. Bedient stieg ich wieder in das Auto meines Trainers. Und dann kam dieses Lied. Es ging mir schon ein wenig besser, da der Alkohol rausgeschwitz wurde, und dieses Lied brachte mich auch geistig wieder ins Gleichgewicht. Mit welcher Leichtigkeit er seinen bescheidenen Tag besang, belehrte mich, und sorgt seit dem dafür, dass mich nichts aus der Ruhe bringen kann.

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