Soundtrack meines Lebens

  • 1. Elliott Smith - Needle In The Hay

    Zu dieser zeit hatte ich durch meine damalige Freundin Sarah kennengelernt, ein mädchen dass kurz davor stand ihr Abi zu machen. Es war auch seit langem das erste Mal dass ich mich mit jemandem so gut verstand,und das in wirklich fast allen Dingen. Zu dieser zeit hing ich also fast täglich bei Sarah ab und wir depressierten so vor uns hin, was eine tolle sache sein kann mit den richtigen menschen um einen herum. Wir diskutierten gerade auch wegen der anhaltenden Winterzeit über Filme, die uns berührt haben und so kam es dann, dass wir auf "The Royal Tenenbaums" zu sprechen kamen, wo in der Selbstmordszene des Tennisprofisohnes der familie Tenenbaum eben Needle in the hay gespielt wurde. Und kein scheiß, wir hatten einen sampler laufen auf dem sich wirklich auch nur zufällig das lied befand, und als ichs dann nochmal hörte, fing ich sofort an zu heulen und es war gut. es war die richtige zeit und ich konnte einfach hemmungslos heulen, weil der moment so gedrückt und doch sooo toll war und weil der song einfach sooo geil war (bzw. ist). immer wenn ich das lied höre, denke ich halt an vor 2 jahren, weil sich auch inzwischen schon so viel verändert hat, aber trotzdem bleibt needle in the Hay das beste Lied um sich selbst zu bemitleiden, oder auch ganz einfach so zu heulen, einfach weils grad so toll ist.

  • 2. At the Drive-In - Arcarsanal

    Gute alte Zeiten, Stimmungsschwankungen von hocheuphorisch bis zu emotionalem Totalabsturz. Doch egal in welchen stimmungen auch immer ich mich 2003 und später befand, ob endlich wieder großartige Parties oder nur Heulen im eigenen Zimmer, dieses lied hat mich begleitet. Zu dieser Zeit hatte sich mein Freundeskreis gerade so konstelliert wie er zum Großteil heute noch besteht und das emotionale netz was sich dadurch spannte war für mich damals eine sehr gute sache, aber trotzdem gab es da noch Momente, in denen ich wirklich sehr krass abstürzte. In diesen momenten half mir dann dieses lied, was alle Emotionen enthielt, die ich fühlte. So wurde alle Wut einfach rausgeschrien und danach ein zerbrechjliches netz aus fast weinerlichem Gesang gebildet. Bis heute für mich das hochemotionalste Lied überhaupt.

  • 3. Wizo - Kein Gerede

    Wizo-Kein Gerede.Das war ein Wendepunkt. Mit diesem lied im Ohr den ersten Iro schneiden lassen, das erste Paar Docs. Mit 14 die erste Demo und damit viele neue Freunde. Die ersten Erfahrungen mit Kiffe und Alk. Mit 15 der erste wirklich große Herzschmerz. Stockbesoffen an den Reinwiesen mit meinen damaligen besten Freunden auf die Skulpturen gestellt und „Strommast sägen, Bomben legen!“ gegröhlt. Meine beste Freundin und damalige große Liebe zieht weg. Saufen und gröhlen. Stumpf , radikal, provokant. Durch all das hat mich dieses Lied begleitet, und auch wenn ich heute sehr selten nur noch Deutschpunk höre bleibt das gute Gefühl von damals als man im Kollektiv auf alle Andern geschissen hat!

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  • 4. Bloc Party - Banquet

    Es war Sommer und ich hatte wegen einer Nachprüfung zu lernen. Aber an einem der wenigen freien Tage, wo ich machen konnte was ich wollte, traf ich mich mit ein paar Freunden bei ihr im Garten. Nachts, als alle wegwaren beschloss ich bei ihr zu pennen. Ich rechnete damit das Gästezimmer benutzen zu müssen, aber sie hatte anscheinend damit gerechnet dass ich bei ihr im Zimmer penne. Alles klar! Es war dann die Situation, dass ich interessiert war und sie anscheinend auch, aber keiner den ersten Schritt tat. Also redeten wir nur bis sieben Uhr morgens in ihrem Bett über wirklich alles. Dabei liessen wir Bloc Party's Banquet auf Repeat laufen, und dieses Lied war die schönste Untermalung, die es zum Reden über ALLE Themen gibt. Im Endeffekt ist es gut, dass zwischen uns nichts war, aber das Lied is mir bis heute ein Lieblingslied geblieben.

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  • 5. Rancid - Old Friend

    Jahre her. Na ja, ich entdecke den Punkrock langsam für mich, bin aber noch zaghaft. Die melancholische Note ist mir im allgeminen Punk (ich war sehr unwissend)nicht genug vertreten, bis ich dieses Lied höre. Großartige Sache. ich bin total fertig. Energiegeladen, aggressiv und rotzig grölt Tim Armstrong über Herzschmerz. Das ist meins, beschließe ich für mich und gebe mich der Musik hin. Ein Jahr später hänge ich mit Iro, Docs und Domplattenpunks ab. So ist es heute nicht mehr (obwohl ich mir manchmal schon wünsche ich wäre wieder am Anfang, und würde alle Faszination nochmal von vorne erleben), aber Rancid ist nachwievor meine Lieblingspunkband (wenn nich überhaupt Lieblingsband) und eine der größten Einflüße in meinem Leben.

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