Soundtrack meines Lebens

  • 1. Wham! - Wake Me Up Before You Go-Go

    Wake me up before you Go-Go ist für mich der Inbegriff für 80er-Jahre-Musik. Ich bin ein Kind dieser Zeit, war damals 12 und nichts war für mich wichtiger als die aktuellen Chart-Hits. Obwohl ich seinerzeit andere Lieder besser fand, hat dieses mich seit zwanzig Jahren nicht losgelassen. Ich höre es immer wieder gerne, egal ob zufällig im Radio, eher erwartungsgemäß auf einer Nostalgie-Party oder völlig überraschend in einer polnischen Techno-Disko. Der Song verbreitet einfach gute Laune, macht Spaß und erinnert mich an eine tolle Zeit mit toller Musik.

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  • 2. Neil Young - Heart of Gold

    Ich bin schon seit vier Monaten unterwegs durch Down Under und strande eines Tages in Mount Gambier, einem todlangweiligen Provinz-Kaff an der Südküste Australiens. Nach langer Fahrt bin ich hundemüde, außerdem fängt mein VW-Bus an herumzuzicken, und ich kann mir in dieser einsamen Gegend keine Panne leisten. Ich lande in einem unpersönlichen und häßlichen Motel, habe Heimweh und fühle mich einsam und unwohl. Draußen läßt die brütende Hitze des Tages langsam nach, es ist mucksmäuschenstill, und die Sonne geht orange-rot über der brettflachen Landschaft unter. Ganz leise läuft irgendwo im Radio "Heart of Gold" von Neil Young. Ein unglaublich schöner melancholischer Augenblick, und auf einmal ist die Abenteuerlust wieder da und das Gefühl, daß Reisen das beste ist, was man machen kann.

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  • 3. Don McLean - American Pie

    Dieses Lied ist für mich einer der größten Songs aller Zeiten! Mit so viel Gefühl und Überzeugung gesungen, dazu ein echter Ohrwurm ohne dabei kitschig zu wirken. Mein alter Kumpel Don singt von dem Tag, als die Lieblingsbar seiner Kumpels geschlossen wurde, in der sie immer herum hingen und die Musik ihrer Zeit hörten, den guten alten Rock'n'Roll der 50er Jahre. Für ihn der schlimmste Tag seines Lebens, "the day music died". Jedoch, er wußte nicht, was noch kommen sollte, denn der Tag, an dem die Musik wirklich starb, kam erst gut 30 Jahre später, als diese amerikanische Schlagersängerin seinen Song so lieblos dahin trällerte, daß es schon fast an Kulturschändung grenzt. Dieses Lied steht für mich daher sowohl für grandiose Musik als auch für die modische Unsitte, gute Songs schlecht zu covern.

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  • 4. Deep Blue Something - Breakfast At Tiffany's

    ... war gerade ein Hit, als meine Ex-Freundin und ich uns kennenlernten. Ich schenkte ihr die CD, denn wir mochten beide das Lied wegen des Rhytmthus' und der Melodie, ohne uns jedoch Gedanken darum zu machen, worum es darin überhaupt ging. In dem folgenden Jahr hatten wir beide eine schwierige persönliche Zeit, so daß wir uns einerseits sehr aneinander klammerten, uns aber andererseits dauernd zofften, weil wir von der Lebenseinstellung, den Plänen und Zielen und auch vom Humor her überhaupt nicht zueinander paßten. Später, als wir schon lange nicht mehr zusammen waren, habe ich mir mal die Mühe gemacht, über den Text von "Breakfast at Tiffany's" nachzudenken, und siehe da, es geht um ein Paar, daß irgendwann ernüchtert feststellt, daß es eigentlich gar keine Gemeinsamkeiten hat, außer daß beide den gleichnamigen Film mögen. Ironie des Schicksals, aber heute können wir beide darüber lachen.

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  • 5. Bryan Adams - Summer Of '69

    Seit 20 Jahren eins meiner Lieblingslieder. Ich hatte damals schon das Gefühl, daß dieser Song etwas besonderes ausdrückt, ohne jedoch zu wissen, was und warum. Heute weiß ich es, denn Bryan denkt in dem Lied zurück an seine Jugendzeit, die erste Band, an die Träume, die Ideale und die unsterbliche Liebe, und wie er dachte, daß es immer so weiter gehen würde. Es kam natürlich alles ganz anders, und wenn er heute wieder einmal auf seiner ersten Klampfe aus dem Supermarkt spielt, erinnert er sich gerne daran zurück und weiß einfach, daß es die beste Zeit seines Lebens war und daß er heute trotzdem glücklich ist. Genau so geht es mir auch manchmal. Auch wenn der Song mittlerweile leider ziemlich abgedroschen wirkt, ich habe ihn mir immer noch nicht überhört.

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  • 6. The Rolling Stones - The last Time

    Dieses Lied lief an einem Morgen im Jahr 1991 im Radio, als ich mich gerade aus dem Bett quälte. Die Stones, heute eine meiner Lieblingsbands, interessierten mich damals nur am Rande. Es ist ein tolles Lied, trifft genau meinen Musikgeschmack, aber was wirklich zählt, ist die Symbolik des Titels, denn dieser Tag war mein allerletzter Schultag!

  • 7. Chumbawamba - Tubthumping

    Im Alter von 25 Jahren habe ich noch einmal angefangen zu studieren, war vorher lange krank und mutlos gewesen und wußte nicht so recht, was ich überhaupt wollte. Im Studentenwohnheim habe ich mich dann aber sofort pudelwohl gefühlt, und im ersten Semester lief dieses Lied auf jeder Party rauf und runter. Die Zeile "I get knocked out but I get up again - You never ever gonna keep me down" paßte genau zu meiner Situation, denn es ging wirklich wieder bergauf. Mal abgesehen davon, daß bei dem Lied sowieso jede schlechte Laune sofort verfliegt.

  • 8. Monty Python - Always look on the bright side of life

    Bewundernswert, wie der am Kreuz hängende Brian und seine Mitgekreuzigten selbst dieser ausweglosen Situation ein Lachen abgewinnen können und singend und pfeifend dem Schicksal entgegnen: "Na und???" Egal ob Liebeskummer, Spiel verloren oder Prüfung versaut: Monty Python hilft garantiert! Einfach CD einlegen, mitpfeifen, und schon ist alles nur noch halb so schlimm.

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  • 9. Lynyrd Skynyrd - Sweet Home Alabama

    Der Song fasziniert mich, seit ich ihn vor vielen Jahren in einem kleinen dunklen verräucherten Rockschuppen auf dem Dorf das erste mal gehört habe. Handelt von Reisen, blauem Himmel und der Vorfreude, in die geliebte Heimat zurückzukehren. Hat eine prima Melodie und einen Rhythmus, der sofort in die Beine geht. Schnörkelloser Südstaaten-Rock eben. Und einige meiner Freunde müssen bei dem Lied immer an mich denken, so sehr habe ich sie damit infiziert. Läßt sich bei Bedarf und gehobenem Promille-Pegel übrigens auch prima in "Sweet Home Niedersachsen" umtexten... :-)

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  • 10. Status Quo - Rockin' All Over The World

    Mein allererstes Konzert war das von Status Quo 1988 in meiner Heimatstadt Hameln. Während zu dieser Zeit die aktuellen Chart-Hits und mein Musikgeschmack langsam nicht mehr zusammenzupassen begannen, gingen zwei Kumpels und ich demonstrativ zu diesen Rock-Opas und trafen dort ausgerechnet unseren Englisch-Lehrer (wie peinlich...) Als dieses Lied als erste Zugabe lief, Francis und Rick im Gleichschritt mit den Gitarren wippten und das Publikum ausflippte, hatte ich eine neue Liebe für's Leben gefunden. Wie andere Lieder in diesem Soundtrack auch, bis heute eins meiner Lieblingslieder.

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  • 11. Petula Clark - My Love

    Sie: Aus Warschau. Die Schwester der Braut. Ich: Aus Hannover. Ein Kumpel des Bräutigams. Wir trafen uns auf der standesamtlichen Hochzeitsfeier in Deutschland, wir tanzten und lachten und waren uns mehr als sympathisch. Am nächsten Tag beim Abschied fragte sie mich, ob ich auch zur kirchlichen Hochzeit im nächsten Sommer nach Polen kommen würde. Dann wäre sie "very happy". Ich versprach ihr "I will make you happy". Ein dreiviertel Jahr lang hörten wir nichts voneinander. Wenige Tage vor dem Abflug zur Feier nach Polen sagte die Braut auf einmal, ihre Schwester hätte seit kurzem einen neuen Freund. Naja, Pech gehabt, dachte ich, aber auch egal. Es folgte ein rauschendes Fest über mehrere Tage, und anschließend fuhren wir mit zehn Leuten noch zum ausspannen an die Ostseeküste - mit ihr, aber ohne ihren Freund! Es kam, wie es kommen mußte: ein paar zufällige Berührungen, eine harmlose Umarmung, ein Gute-Nacht-Kuß, der auf einmal nicht enden wollte. Die Zeit schien still zu stehen, und alles um uns herum war nur Kulisse in unserem Film. Als es nach wenigen Tagen zurück ging, versicherten wir uns gegenseitig, wie wunderbar diese kurze Zeit war, und wie schade es wäre, daß wir so weit voneinander entfernt wohnten. Am Flughafen morgens um acht ein letzter Kuß und das Versprechen, daß wir uns bald wiedersehen würden. Ich war immer noch wie berauscht, und auf dem Rückflug hörte ich eine alte CD, als auf einmal Petula Clark diese Zeilen sang: My love is warmer than the warmest sunshine, softer than the sand. My love is deeper than the deepest ocean, wider than the sky. My Love is brighter than the brightest star that shines every night above and there is nothing in this world that can ever change my love. Mir kamen die Tränen, und ich wollte sofort zurück zu ihr. Da alle meine Freunde um mich herum schliefen, merkte gottseidank niemand, wie aufgewühlt ich war. Aber wie das mit einem Rausch so ist, nach einiger Zeit war er verflogen, und etwas später war auch der Kopf wieder klar. Nach ein paar SMS und einem kurzen Telefonat hat bei uns beiden die Erkenntnis gesiegt, daß es ein toller Urlaub war, und daß es allein deshalb die Sache schon wert war. Ob sie ihrem Freund davon erzählt hat, weiß ich nicht, und es ist mir auch egal, aber an diese Tage im Sommer an der Ostsee werde ich noch lange zurück denken.

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Der-boese-Wolfs Freunde

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