Soundtrack meines Lebens

  • 1. Coldplay - Clocks

    dieses jahr (2004). es wurde gerade sommer und ich hatte die beiden hängematten aufgehängt, in denen sie und ich kurze zeit später liegen sollten. ich schmiss die vorlesung an diesem tag, fuhr nach hause und sie saß vor meiner tür. es war von anfang an ein wunderbares gefühl, in ihrer nähe sein zu dürfen. halt! nein, ich durfte es nicht. der rest hatte zumindest was mit relativ teurem rotwein, blauen zähnen, einem spiegel und der ersten stufe meiner treppe zu tun. und dem kuss zwischen uns beiden. es war ein sehr kurzer kuss, aber das gefühl, das ich dabei verpürte, war das pure glück. aus meinem zimmer lief zufälligerweise genau in dem moment clocks von coldplay, einer der großartigsten songs aller zeiten, in einem der großartigsten momente aller zeiten.

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  • 2. Black Rebel Motorcycle Club - Stop

    als ich mit meinem studium in marburg begann, fuhr ich noch jedes wochenende nach hause, da ich - wie wahrscheinlich fast jeder - noch sehr an meinem zuhause hing. allerdings hieß es sonntags nachmittags immer 'rückfahrt antreten' und das viel mir oftmals sehr schwer. ich setzte mich in mein auto, meine eltern winkten mir auf den ersten hundert metern meiner rückreise zum studienort hinterher und dieser moment war jedes mal am härtesten. es geht einem dann recht beschissen, und für mich gab es spätestens auf der autobahn immer nur eins: black rebel motorcycle club reingeschoben, an das ding. es erklangen die ersten töne von "stop" und ab hier ging es mir besser. dieses lied macht es einem einfacher, über die autobahn zu düsen mit zielen, die weit entfernt sind und zu allem Überfluss auch gar nicht unebdingt gewollt. "we don't like you, we just wanna try you..." das passte irgendwie in meine situation. radio lauter, vollgas und an nichts mehr denken!

  • 3. The Verve - Bitter Sweet Symphony

    Diese Geschichte ähnelt der von BRMC - Stop ein wenig, sie ist nur in ihrer Art und Weise genau "andersherum". Mit der Zeit gewöhnt man sich an den neuen Lebensabschnitt des Studiums, und man lernt, die Stadt, in der man studiert, zu lieben. Gut, bei mir kam zu der Stadt noch jemand anderes hinzu, der dieses positive Gefühl maßgeblich beeinflusste. Dieses Mal fiel es mir dann nicht mehr schwer, von meinem Heimatort nach Marburg zu fahren, sondern genau umgekehrt! Aber hey, gibt es nicht für jede Situation einen Song, der den Moment entweder ins Perfekte hinein verschönert oder - wie in diesem Fall - erleichtert? Jetzt hieß es: Angekommen auf der Autobahn? Da gibt's nur eins: The Verve rein, an das Ding. Und schon sagt einem Richard Ashcroft die reine Wahrheit, dass dieses Leben eine bitter-süße Symphonie ist. Man fühlt sich bestätigt, merkt, dass man nicht alleine ist und im besten Fall geht's einem besser. Der Song ist übrigens auch phantastisch bei schlechter Laune in größeren Städten anwendbar. Man fängt an, ihn zu pfeifen, kümmert sich von jetzt an einen Scheiß um die eh wieder viel zu langen Haare, denkt sich "Leckt mich doch!", macht die Jacke auf und läuft schnurstracks mit erhobenem Haupte mitten durch die Fußgängerzone. Dabei nur nicht vergessen zu pfeifen! Und wenn man jemanden dabei umhaut? Egal. Man hat schon selbst Probleme genug, auch wenn man vielleicht gerade dabei ist, allmählich über sie hinwegblicken zu können...

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  • 4. The White Stripes - Seven Nation Army

    diesen song kann man mal wirklich guten gewissens zum 'soundtrack meines lebens' hinzufügen, da ich ihm sozusagen ein zwanzigstel meines lebens gewidmet habe. hört sich jetzt großartig an, ist es aber nicht. ich hatte nämlich schlicht und einfach ein geschlagenes jahr lang einen unglaublichen ohrwurm von diesem lied, womit ich dann auch so manchem menschen auf den geist gegangen bin. so, jetzt noch zwei storys dazu: 1. in meiner heimatstadt spielte ich mit meiner band eines unserer ersten live-konzerte. das konzert verlief ziemlich gut, bis wir seven nation army zum schluss spielten. ich glaube, der typ dem der laden gehörte, bekam etwas angst um seine einrichtung, und mir wurde hinterher auch von allen bestätigt, "wenn etwas der 'burner' war, dann verdammt noch mal 'seven nation army'!" =) okay, gut. 2. Über dieses lied habe ich einen meiner beiden besten kumpels am neuen studienort kennengelernt. mit mo, so heißt der typ, hatte ich eigentlich bis dato fast nix zu tun, bis ich neben ihm an einer bushaltestelle wieder einmal meinem oben bereits erwähnten ohrwurm frönte. er bekam das mit, stieg sofort mit ein, und ab da verstanden wir uns bestens... =)

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  • 5. DJ Bobo - Everybody

    Im kindlichen Alter von 10 Jahren hörte ich zum ersten Mal ein Lied im Radio, das nicht nur ständig und immer und überall gespielt wurde, sondern das mir (ja doch, heute ist mir das schon ein bißchen peinlich) auch überaus gut gefiel. Meiner Mutter gefiel es genau so gut und wir haben uns dann immer dementsprechend wahnsinnig gefreut, als es mal wieder im Radio kam. Aber wirklich wichtig wurde Everybody eigentlich dadurch, dass es der Grund zum Kauf meiner ERSTEN CD (!) wurde. Jaha! Und zwar (das ist jetzt noch schlimmer) Just The Best Vol.3. Ein echtes Meisterstück von einem Sampler. DJ Bobo war mit Everybody natürlich auch drauf vertreten. Das war ja sozusagen der Beweggrund. Heute wird mir Angst und Bange, wenn ich auch nur über die Trackliste gucke, aber mit 10: Supi geile Mucke! =)

  • 6. The Beatles - Lucy In The Sky With Diamonds

    lucy in the sky i.v.m. with a little help from my friends ist sozusagen die background - melodie zu den vier wochen ferien, die ich diesen sommer (2004) in meiner heimatstadt verbracht habe. diese vier wochen waren geprägt von exzessiven badesee-besuchen,stark alkoholbeeinflussten gummikanu-fahrten, legendären fahrradtouren nach holland und und und. meine kollegen und ich haben nämlich im frühjahr unsere eigene beatlemania zelebriert, und von da an begleiteten uns rotes und blaues album eigentlich überall hin. im endeffekt war ich zwar immer derjenige, der 'nen 18 jahre alten 50 cm langen kasi aus dem rucksack hängen hatte, verbunden mit einer recht abenteuerlichen cinch-bzw.-adapterkasseten-cd-md-oder-ipod-konstrukte, aber die mühen haben sich jedes mal wieder auf's neue gelohnt. kurz und gut steht dieser song zwar für eine verhältnismäßig kurze, aber dafür auf jeden fall richtig gute zeit.

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  • 7. Kula Shaker - Govinda

    Die Story zu diesem Lied ist eigentlich mit der zu 'Lucy In The Sky' vergleichbar, nur dass 'Govinda' nicht die Hintergrundmelodie zu einem Sommer war, der eigentlich nur vier Wochen dauerte, sondern gleich zu drei Sommern hintereinander. Ich meine, was gibt es auch für ein passenderes Lied als dieses, um an 'nem Badesee literweise Bier und andere Betäubungsmittel in sich hineinzuschütten etc.? =) Zur Aktion kam dabei auch jedes Mal unser heiliges und natürlich eiskaltes 'Kali' (in manchen Regionen dieses Landes wird es auch 'Kasi' genannt), das den Grundpfeiler für jede Menge Spaß und Kopfschmerzen bildete. Entstanden ist der Govinda-Kult durch eine extra für diese Zwecke (Kali etc.) angefertigte – und jedes Jahr in neuer Auflage erschienene - CD, die neben diesem grandiosen Stück, das natürlich den ersten Platz auf der Trackliste belegte, auch Sachen wie Becks 'Looser', New Orders 'Chrystal' und später auch 'Bohemian Like You', sowie teilweise auch recht seltsame Sachen wie 'Auf der Reise' von Subway To Sally (dieses Lied hat – zu meiner Rechtfertigung – auf jeden Fall einen gewissen eigenen Charme!) enthielt. Aber solche Songs waren im Laufe des Tages dann sowieso egal. Für mich steht 'Govinda' alles in allem also für Sommer, Badesee, Kali und die leicht irritierten Blicke von tonnenweise Mainstream-Pommeskindern, die mit psychodelischem, indisch-sprachigem Rock nicht klarkamen. He, he, richtig so.

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  • 8. Oasis - Live Forever

    Dieser Song. Dieser Song ist mehr als ein Lied. Es ist ein Gefühl, eine euphorisierende Droge, ein Zustand ohne jeden Vergleich. Es ist vollkommen egal, wo Du bist. Es ist auch egal wann Du wo bist oder was gerade passiert ist bzw. in der nächsten Zeit passieren wird. Nimm Dir einen Moment Zeit, nichts zu tun. Dann die Augen zu. Den Lautstärkeregler hoch. Nein, nein, höher. Kurzes Pfeifen, dann Drums. Drums mit Hall, mit Echo. Schwer klingende Drums. Du weißt, da kommt etwas. Du kennst es, aber es ist immer wieder wie beim allerersten Mal. Du wartest kurz, vielleicht einen Takt, auf das, was Dich loslösen wird. Von allem. Und dann: "MAYYBEEEE......." Schon dieses erste gesungene Wort und Du denkst an blauen Himmel, denkst an Unerreichbares, aber in diesem Moment doch so Nahes, Du breitest die Arme aus und lässt Dich von Liams Stimme tragen, egal wohin Du willst. Wenn Du die Augen geschlossen hältst, siehst Du Ausblicke, Landschaften, die Euophorie wächst in Dir, und Du merkst, wie sich ein Lächeln entwickelt, das schnell zum Lachen wird. Du lachst allem entgegen, was kommen wird, allem was hinter Dir liegt. Positives wird verstärkt und Negatives in absoluter Gleichgültigkeit und einem definitiven Überlegenheitsgefühl allem gegenüber ertränkt. Denn, was interessiert Dich das alles in diesem Moment? "...cause I just wanna fly..." Wenn Du die Augen wieder aufmachst und merkst, dass Du über das ganze Gesicht strahlst, kann es passieren, dass Du nur noch eins willst: Losrennen und mit Sicherheit nicht wieder stehen bleiben. Einfach an allem vorbei, durch alles durch, denn hey! Was kann Dich in dem Moment schon aufhalten? Und selbst wenn Du angetrunken in einer Bar stehst und Du plötzlich diese Drums hörst. Frage den nächsten nach einer Zigarette, nimm einen Zug, atme aus und lauf los! Renn! 'Live Forever'. Das Gefühl, das man haben könnte, sollte sich genau dies irgendwann erfüllen, kannst Du immer und überall in Dir erwecken: Nimm Dir einen Moment Zeit, nichts zu tun. Dann die Augen zu. Den Lautstärkeregler hoch. Nein, nein, höher. Kurzes Pfeifen, dann Drums...

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  • 9. The Decemberists - The Engine Driver

    Allmählich habe ich das Gefühl, dass der Soundtrack meines Lebens sich größtenteils aus Songs zusammenstellt, die wir im jeweiligen Jahr regelmäßig bzw. einmalig an unserem besagten gronauer Bade- und sonstwas-See, dem Drilandsee, gehört haben. Aber egal! So: Kurze Vorgeschichte für das eigentliche Drama: Der folgende Text, der in dieser Form der Niederschrift doch starken Gedichts-Charakter aufweist, ist bei einem AIM-Gespräch mit einem Kumpel von mir entstanden, der an jenem Abend leider nicht dabei war. Lediglich der Titel ist nachträglich angefügt worden, der Rest sind einzelne Sätze, die ich jedoch genau in dieser Reihenfolge getippt habe, um von den Geschehnissen der vorigen Nacht zu berichten. Das 'Gedicht' fasst diesen Abend zusammen, der wohl der einprägendste dieses Sommers war, und es strotzt selbstverständlich nur so von Weltschmerz, Jugend, Sex und Rebellion! Wir waren unsererseits zwar zunächst nur zu dritt, hörten schon die ganze Zeit diesen besagten unglaublichen Song, und uns fehlte eigentlich nur noch eines: Mädels! Am besten so ungefähr drei! Naja, die Dunkelheit kündigte sich an, der Kasi (auch er wurde bereits im Rahmen eines anderen Songs erwähnt) dudelte fortwährend 'The Engine Driver' und plötzlich, ja plötzlich wurde unser Wunsch erfüllt! Nun also das Gedicht: 'Abend am See' die hatten zigaretten! ich kannte sie nicht. sie tranken unser bier. sie fuhren dann auch wieder... aber?!!! um neues bier zu holen und sekt! sie kamen wieder... es war lustig. sie waren 15. ----------------------------------------------- Tja. So war das... An diesem Abend.... Das ist unglaublich, oder? The Decemberists - The Engine Driver

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