Soundtrack meines Lebens

  • 1. rio reiser - Junimond

    Vor etwa einem Monat kam ich zurück von einem spontanen Kurzurlaub in Dublin, bei dem ich Freunde besucht habe und auch IHN wiedergesehen habe. IHN, der die Hauptrolle in meinem traumhaften Sommer 2004 gespielt hat und mich mein gebrochenes Herz hat vergessen lassen. Ein paar Monate später war genau ER es, der es wieder gebrochen hat. Trotz großer Wiedersehensangst haben wir es in dieser Woche im Juli geschafft, mit dem was war umzugehen und wieder auf den Level der Freundschaft zurückzufinden. Zurück in Deutschland habe ich in meinen alten CD's gestöbert und bin dabei auf Rio Reiser gestoßen. Die nächsten zwei Tage ist Junimond in Endlosschleife gelaufen. Der Song hat einfach genau ausgesagt, was ich in dem Moment gefühlt habe. Die Verliebtheit ist weg, hat sich verkrümelt ohne sich zu verabschieden und Platz gemacht für Neues.

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  • 2. R.E.M. - Everybody Hurts

    Mein damaliger Mitbewohner Gareth brannte darauf Deutsch zu lernen. Gareth war Klavier- und Gitarrenlehrer und wir vereinbarten einen Deal: Ich bringe ihm Deutsch bei und im Gegenzug gibt er mir Gitarrenstunden. "Everybody hurts" war das erste Lied, das ich komplett spielen konnte und es blieb lange Zeit auch das einzige. Ich bin davon überzeugt, dass unsere übrigen drei Mitbewohner Gareth für diese Tat verflucht haben und das Haus am liebsten zur R.E.M.-freien Zone erklärt hätten. Der Song wird mich immer an unsere lustigen Unterrichtsstunden mit R.E.M. und Sätzen wie "Bier ist das Getränk der Könige" erinnern.

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  • 3. Michael Jackson - Black Or White

    Zu Schulzeiten habe ich viele Dinge ausprobiert, unter anderem Steptanz. Ich war stolzes Mitglied der Tanzgruppe "Dancing Devils" an meiner Schule. Bis auf das Mädel aus unserem Jahrgang das mit uns die Tänze einstudierte, waren wir alle neu im Geschäft und standen zum ersten Mal in unserem Leben in Stepschuhen. Auf dem Schulkonzert hatten wir unseren ersten öffentlichen Auftritt (der auch unser letzter werden sollte) und tanzten eine einstudierte Choreografie zu "Black or white". Ich war schrecklich aufgeregt und habe während meinem Solopart angestrengt einen Punkt auf dem Turnhallenboden fixiert. Wenn ich heute "Black or White" im Radio höre, shuffle ich mit den Füßen mit und bemühe mich immer noch, meinen Solopart nicht zu verpassen...

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  • 4. Take That - Back for good

    Als Teenie war ich Hardcore Take That Fan und in Jason Orange verliebt (der, worauf mich vor kurzem meine Freundin Anna aufmerksam gemacht hat, bei den Umfragen in der Bravo immer ganz hinten lag). Nach langem Gequengel fuhr mein Papa schließlich mit mir und meiner Schwester (zu seiner seelischen Unterstützung) zum Konzert nach München. Wir mußten sitzen, was ich extrem uncool fand. Irgendwie fand ich viele Dinge an dem Konzert nicht so toll - die Jungs waren so weit weg und Zugabe haben sie auch keine gespielt. Auch die vielen kreischenden Mädels waren mir peinlich. Aber glücklich war ich danach trotzdem. Heute denke ich ganz anders über Take That und bin auch nicht mehr in Jason Orange verliebt, aber Back for Good höre ich in der richtigen Stimmung immer noch total gern.

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  • 5. Mundy - July

    Letzten Juli war dieser Song mein absolutes Lieblingslied. Ich habe Mundy über meine Mitbewohner in Dublin kennen- und lieben gelernt. July war mein Lieblingssong auf dem Album und ist im letzten Juli - passend zum Monat - rauf und runter gelaufen. Dann die Riesenneuigkeit. Mundy sollte bei einem Festival in Westirland spielen und mein Mitbewohner hatte sogar schon bei seinem Bruder eine Schlafmöglichkeit für uns organisiert. Lange hat die Freude leider nicht angehalten. Zu dem Zeitpunkt habe ich in Dublin in einem Callcenter gearbeitet und wurde prompt am Konzertsamstag zum Arbeiten eingeteilt. Katastrophe - niemand wollte mit mir die Schicht tauschen und ich war einfach nur traurig. Mein Mitbewohner ist trotzdem gefahren und hat versprochen, mir nach seiner Rückkehr genauestens zu berichten. Schwerer Trost... Ich war so schlecht gelaunt, dass ich mich an diesem Samstag schon sehr früh ins Bett gelegt habe. Dann um 1 hat mein Handy geklingelt und ich bin total überrascht rangegangen. Es waren mein Mitbewohner und Mundy mit "July". Mein Mitbewohner hat mich meinen Lieblingssong komplett mithören lassen und ich war einfach nur glücklich. Ich habe in diesem Moment gleichzeitig gelacht und Rotz und Wasser geweint. Und angefangen zu erkennen, was für ein besonderer Mensch mein Mitbewohner ist...

  • 6. Van Morrison - Brown Eyed Girl

    Ich musste Dublin verlassen, um Van Morrison lieben zu lernen. Eines Tages kam mein Mitbewohner mit einer Van Morrison CD in mein Zimmer und wir haben die CD zusammen angehört. In meinem Kopf gabs nur Begeisterung! Der Song erinnert mich außerdem an eine traumhaft-schöne WG Party im September beim besten Freund meines Mitbewohners. Ein halbes Jahr zuvor kannte ich diese Menschen noch gar nicht und jetzt sind sie nicht mehr wegzudenken. Es ist ein so tolles Gefühl festzustellen, dass es nie zu spät für einen Neuanfang ist.

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