Soundtrack meines Lebens

  • 1. Feeder - Polythene girl

    Einer meiner ersten Indiesongs, wenn man so will. Heute kann ich die kaum noch hören ... Bei meiner ersten Indienight im Mauclub (2003/04) hab ich den DJ wohl dermaßen belagert, dass er irgendwann Feeder spielte. Im Endeffekt tanzte ich allein. Mein bester Freund zieht mich heut noch damit auf.

  • 2. Technical Itch - Roswell.

    Damals hatte ich eine Playstation und Rollcage Stage 2. Dessen Drum`n`Bass-Soundtrack brachte mich schnell auf die Fährte von Technical Itch, dem Urvater des "bösen" DnB, an der ich mich heute noch etwas orientiere, auch wenn sich mein Geschmack mit dem immer härter werdenden anfreundete. So hat sich denn mein Musikgeschmack zwischen Gitarren- und Elektromusik etwas zwiegespalten.

  • 3. Death Cab For Cutie - I Will Follow You Into The Dark

    Einer der ausschlaggebenden Gründe dieses Festival zu besuchen waren Death Cab For Cutie, dessen "The New Year" einige Jahre zuvor im Musikfernsehen - man mag es kaum glauben - zu finden war. Ich glaube es war Samstag, als sie auftraten. Es hatte seit Tagen schon nicht mehr geregnet (obwohl angekündigt), die Luft war trocken und staubig. Am späten Nachmittag saß ich mit Freunden in heller Vorfreude in dieser Art Arena und wartete ab. Kurze Zeit später begaben wir uns dann vor den ersten Wellenbrecher und dann ging`s auch schon los. Warum mir dieser Song speziell hängengeblieben ist? Der Himmel war die ganze Zeit relativ bedeckt, das Gelände dementsprechend verdunkelt, staubig und trist. Dann begann Benjamin Gibbard mit den ersten Noten dieses großartigen Songs, während die Herren Walla, Harmer & McGerr auf der Bühne Platz nahmen und sich das Publikum ansahen. Ben, geschätzte 10-15.000 Leute vor ihm und schließlich kam die Sonne sogar noch raus und tauchte die Bühne in einen Orange-Ton, der perfekter nicht hätte sein und pünktlicher nicht hätte kommen können, um diese einzigartige Atmosphäre zu vervollständigen. Perfekt!

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  • 4. Minus The Bear - Pachuca Sunrise

    In Kiel begann ich bereits in der ersten Woche nach dem Abitur meinen Zivildienst in einem Altenpflegeheim. Relativ schnell musste ich feststellen, dass die Stadt mir nicht mehr so sehr, wie bei meinem ersten Besuch dort, gefiel. Mal abgesehen von der City hatte sie für mich nicht viel interessantes. Meine Anlaufstelle Nr.1 neben dem großartigen Exlex (Cafè) war der Blitz, der beste Plattenladen, den ich bisher gefunden habe. Auf den Namen Minus the Bear stieß ich vorher gelegentlich in der Visions oder Spex und dann sah ich damals "Menos el Oso" mit diesem großartigen Cover im Regal stehen. Beim ersten Anhören blieben mir "Drilling" und vor allem "Pachuca Sunrise" im Ohr. Die CD war gekauft. Die Band wurde in kürzester Zeit meine Lieblingsband. Und sie ist es noch heute.

  • 5. Spinto Band - Oh Mandy

    Erstaunlich fröhliche Musik, die mir beim ersten Mal Hören sofort im Gehör stecken blieb. Zuerst bei dem einzig guten Radiosender - SomaFM - gehört und einige Tage später bei den großartigen Daytrotter-Sessions gefunden, unterstreicht diese Band mal wieder den Ruf in meinem Freundeskreis. Raik? Ach, der der Musik hört, die keiner kennt. Einer meiner Sommersongs 2008.

  • 6. Just Jack - Writer's Block

    Ich war bereits häufiger in Leipzig, nicht zuletzt wegen meiner Ex-Freundin. Die letzten Male allerdings mit der Intention dorthin zu ziehen. Das letzte Mal, zur Games Convention, aufgrunddessen noch einige Leute mehr mitkamen, avancierte der Song zum Leipzigkracher schlechthin. Gerade bei den Autofahrten nach, in und aus Leipzig lief der Song praktisch 24/7 und die Meute war kaum zu halten. Einfach nur großartig!

  • 7. Massive Attack - Teardrop

    Dieser Song verfolgte mich ... im Radio, im Fernsehen, überall! Allerdings versäumte ich es dennoch mich mal nach dem Interpreten zu erkundigen, so schrieb ich diesen grandiosen Song zuerst Björk zu. Wenn ich mich dann an Freunde mit Aussagen wie "Sag mal, kennst du dieses Björk-Video, wo man da die ganze Zeit dieses Kind sieht?" oder "Verdammt, dieser geile Elektrosong, schonmal gehört?" wandte, hatten die natürlich keine Ahnung, wovon ich da redete. Jahre später bekam ich dann die wirklichen Interpreten heraus. Was davon blieb? Eine kleine Leidenschaft für Trip Hop / Elektro gemischt mit Frauenstimmen (siehe Portishead`s "It could be sweet").

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  • 8. Say Anything - Alive with the Glory of Love

    Ich geb`s zu: Ich bin kein großer Fernsehfreund. Diese ganzen Shows, Sendungen und leider auch zum Großteil Reportagen kann man vergessen. Ich muss jedoch einen gewissen Hang zu Serien gestehen. Grey`s Anatomy, Stromberg, Simpsons, Futurama ... und Scrubs. Am Ende der 6. Staffel liegen JD und Elliot auf einem Bett im Stationszimmer und sind einem Kuss nahe. Er hat seit kurzem ein Kind, sie ist kurz davor zu heiraten. In Sachen Altlasten kann ich mich mit Zach Braff in seiner Paraderolle absolut identifizieren. Insofern saß ich, wie so einige andere wahrscheinlich auch, gebannt und zwiegespalten vor der Flimmerkiste und hörte mich irgendwas zwischen "Ja!!! Nun macht doch schon!" und "Nein! Um Gottes Willen! Das hat doch in den zig Versuchen vorher schon nicht funktioniert!" brabbeln. Serienjunkie! Vom Feinsten!

  • 9. tool - Schism

    Das erste Mal, als ich eines dieser schrägen Tool-Videos im TV sah, war ich noch auf der übelsten Technophase. Paul van Dyk, Tunnel Trance Force, der ganze Kram. Als ich jedoch das erste Mal auf "Schism" stieß, war meine Faszination für Prog Rock geweckt (oder wie auch immer diese Schublade definieren möchte). Erst kamen Feeder, die mich aus diesem, heute betrachtet, relativ monotonen Milieu herausholten. Tool machten den Deckel zu und blieben lange Zeit ein All-Time-Fave. Allerdings musste ich feststellen, dass ich in äußerst depressiven Phasen besser nicht auf diese Musik zurückgreife. Heute ist davon nicht mehr so viel zu spüren. Ich hör gelegentlich noch rein, allerdings haben mich Indie & DnB voll in ihren Fängen.

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  • 10. Metric - Wet Blanket

    Einer der besten Songs überhaupt. Auf ihn stieß ich in einer relativ depressiven Phase meiner Zivi-Zeit, als ich merkte, dass der Job zwar nicht so schlecht war, mich aber auch in keinster Weise ausfüllte. Dazu kamen Stress mit Stationsschwestern (fast täglich), Freunden, etc.. So kam es, dass ich mit meinem Kumpel, der ebenfalls dort arbeitete, eine Ausbildung dort machte und auf dem Zivigeschoss wohnte mal wieder zum Blitz ging und diese CD dort fand. Danach ging`s ins Exlex, der Location mit den besten Sojashakes, die ich je probieren durfte. Wir kamen an und eine der Arbeitskräfte erkannte meine Tüte mit dem Metric-Release und einigen anderen Second-Hand-Platten. Er fragte nach der CD, ich genehmigte ihm irgendwas, in erster Linie war ich recht irritiert, er schnappte sich die CD und ließ diese über ne ganze Weile im Cafè laufen, während ich auf meinen Shakes langsam vom Tag entspannte. "Wet Blanket" hat ein unheimliches Potential, einen in den miserabelsten Verfassungen wieder aufzumuntern.

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