Soundtrack meines Lebens

  • 1. Lou Reed - Satellite Of Love

    Mein absoluter Jugend-Knüller. Weil ich den Text nie so wirklich verstanden habe, habe ich in stillen Momenten meine pubertären Sag-Mir-Hat-Er-Mich-Lieb-Gebete an den Satelliten der Liebe gerichtet und gehofft, mein Liebesleben möge ebenso vielschichtig und spaßig werden, wie das Finale dieses Songs...

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  • 2. Moloko - Familiar Feeling

    Frühjahr 2003: Ich sitze vor dem Fernseher und fühle mich ziemlich furchtbar, denn seit Stunden zappe ich sinnfrei von einer überflüssigen Sendung zur nächsten. In MTV begegnet mir das neue Video von Moloko – Mir wird klar: Wenn es solche elektrisierenden Lieder und Videos gibt, die soviel bedingungsloses Tanzfieber transportieren, dann muss diese Welt einfach gut sein – und ich schalte sofort den Fernseher aus, um eine Weile länger dieses zappelige, rastlose Weltverbesserer-Gefühl in mir zu behalten.

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  • 3. The Chemical Brothers - Let Forever Be

    Der Song begegnete mir irgendwann im August - alle waren in Urlaub - nur ich mußte arbeiten und wohnte dabei zur Untermiete in einer doofen, spießig möblierten Wohnung - Da kam mir dieser rastlose steh-auf-und-geh-raus-Song mit seinem verwirrend schönen Video gerade recht. Da war sie wieder, die Hoffnung, mein Leben könne verlaufen wie eine gute Broadway-Show.

  • 4. Dusty Springfield - Spooky

    Dieses Lied transportierte mich durch die langen Tage und Nächte der Diplomarbeit - und war der erste Song meines Lebens, den ich auf repeat eine Stunde Non-Stop hören konnte. Das ist aber auch so was von groovy! dusty –thevoice- springfield beschreibt hier genau das, was wir doch eigentlich immer suchen: jemanden, der irgendwie seltsam ist, besser: ein sehr gewisses etwas besitzt, und der mit uns –und nur mit uns, obwohl es auch andere interessante leute gibt- genau die art von abend verbringen will, nach der man schon immer gesucht hat.

  • 5. Swing Out Sister - You On My Mind

    Das erste Mal, dass mir Musik das Gefühl vermittelte, fliegen zu können. Plötzlich konnte ich es überhaupt nicht erwarten, den Führerschein zu bekommen, denn mir war sofort klar: so fühlt es sich an, hinter dem Steuer eine Landstraße entlangzudüsen – leider musste ich noch ein paar Jahre warten, und mit 18 fand ich das Lied natürlich erst mal total uncool weil alt und viel zu poppig – jetzt mag ich’s wieder und hab kein Auto mehr. Auch blöd.

  • 6. Fischer-Z - Acrobats

    als wir anfingen, unsere köpfe zur musik herumzuschleudern, war ich süchtig nach diesem lied und der stimme von john watts. das ging directement in die beine. und es war das erste mal, dass ich musik hörte, die meine ältere schwester erst zwei jahre später entdeckte - was für ein triumph! leider fand der typ, der mir damals so wichtig war, die musik anstrengend - was seinen stellenwert dann etwas herabsetzte...

  • 7. Ace of Base - All that she wants

    Abischerz – wir haben die Nacht durchgemacht und sehen aus wie eingeweichte Milchbrötchen. Die Abiband reißt etwas unmotiviert das LedZeppelinStonesDeepPurple-Repertoire runter. Dann geht Corinna ans Mikrophon und fängt an zu singen ‚She leads a lonely life...’ Und alle -von der fünften Klasse bis ins Lehrerkollegium- singen mit. Und fangen an zu tanzen. Und plötzlich ist alles gut. Und die Schulzeit ist vorbei.

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  • 8. r.e.m. - losing my religion

    Wir übernachten zum ersten Mal am Baggersee. Irgendjemand hat ein Tape mit genau zwei Liedern von dieser neuen Band, die so heißt wie das Augenrollen beim Träumen in der Nacht. Am nächsten Morgen leider strömender Regen. Sonntagmorgens um sieben mit dem Fahrrad durch dampfenden-triefenden Auenwald fahren und dabei aus vollem Halse „I thought that I heard you laughing....“ singen – ich fühlte mich danach so cool und abgebrüht wie überhaupt nur möglich.

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  • 9. Fischerspooner - Emerge

    Wir haben das Diplom hinter uns und veranstalten die ultimative Arbeitsraum-Auszugsparty. Es kommen sageundschreibe zwölf Gäste, es regnet in Strömen und Nina hat sperrige Musik aus London dabei. Wir haben (und brauchen) also viel Bier. Und irgendwann ist’s plötzlich gar nicht mehr so schwer bei elektronischer Frickelmusik mitzusingen, man kann sogar einen Heidenspaß dabei haben.

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  • 10. Rage against the machine - Killing in the name

    Sommerurlaub mit 20 anderen, die ich noch kaum kenne. Ich nehme vorsichtshalber mal ein Mixtape auf – wer weiß, was die für Musik hören. Und dann immer dieser Moment, wenn man das Tape ins Autoradio schiebt und nicht weiß, ob es ankommt... aber hallo! Die reden in Ajaccio heute noch von diesem dröhnenden deutschen Kleinbus „Fuck you, I won’t do what you tell me!“ Und ich habe immer noch Sonnencremeduft in der Nase, wenn ich das Lied höre.

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