NEON #07 2013

Die Blattkritik der Juli-Ausgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

ohne unsere Freunde wären wir nicht die Menschen, die wir sind. Es war ein Freund, der uns auf die Party schleppte, auf der wir den ersten wichtigen Kuss erlebten. Es war eine Freundin, mit der wir auf Reisen die Liebe für den Bauhausstil entdeckten – und deswegen Architektur studierten. Und es war kürzlich eine Freundin, die uns drängte, das neue Album von Daft Punk noch ein zweites Mal zu hören – und so stellten wir fest, wie unfassbar großartig es ist. Freunde prägen uns fürs Leben, im Großen wie im Kleinen.

In der Titelgeschichte (ab Seite 48) berichtet der NEON-Autor Christoph Koch von einer Studie, bei der herauskam, dass sich Freunde sogar auf eine Entfernung von tausenden Kilometern gegenseitig beeinflussen. Dass wir den besten Kumpel nur noch im Facebook-Chat treffen, kann die Vertrautheit also nicht zerstören.

Koch stellt in seinem Artikel aber auch fest: Je älter wir werden, desto sturer umgeben wir uns mit Freunden, die uns ähnlich sind. Die identische Interessen, Geschmäcker, Meinungen und Berufe haben. Und das ist schade. Weil wir uns die Chance nehmen, etwas Neues kennenzulernen, inspiriert zu werden – und weil echte Freundschaft doch auch bedeutet, Gegensätze zu überwinden.

Liebe Grüße, die NEON-Redaktion

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23 Antworten

Kommentare

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    Tragen die Bewohner in Allendale nicht vielleicht Whiskyfässer, statt Whiskeyfässer (Unnützes Wissen 122)? Es mag pedantisch klingen, ist aber geschmacklich ein gewaltiger Unterschied.

    27.06.2013, 10:43 von tibor2013
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    Dieses Heft fand ich schon ein bißchen besser wie die letzten mal wieder. Jedoch fand ich bei den Tipps für eine Fernbeziehung waren zwar ein paar interessante Standpunkte dabei, allerdings war es so seicht gehalten, dass immer das sowohl als auch genannt wurde, so dass ich glaub jeder, egal was für ein Typ Mensch er/sie ist, sich angesprochen fühlen konnte und sich die Dinge passend drehen konnte, so dass es im Endeffekt keine wirklichen Tipps waren.

    Zu den Kolumnen kann ich nur sagen, die von der Lina finde ich wirklich langweilig (das war jetzt die erste, die ich von ihr las, wird das immer über ihre ach so interessante offene Beziehung gehen? kommt die so generell eher gut oder eher nicht so gut an?)- da lob ich mir doch den Tilman und finde, nix geht über den.

    18.06.2013, 09:58 von topfbluemchen
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    Das Interview mit Katharina Nocun fand ich schon ein bisschen brüderlehaft...

    15.06.2013, 22:34 von Dalek
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    Entgegen eurer Angabe im Beiheft Unnützes Wissen (Punkt 14) lief Doctor Who nicht von 1963 bis 2005, sondern läuft immer noch und feiert diese Jahr 50 Jahre Jubiläum. 2005 wurde die zwischendurch abgesetzte Serie wieder neu aufgelegt. Da habt ihr wohl was falsch verstanden und schlecht recherchiert. 

    11.06.2013, 18:42 von MetalSandra
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      klug geschissen ist halb verdaut.

      12.06.2013, 17:35 von Fincher
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      Naja, aber wenn man schon von unnützem Wissen schreibt, sollte auch stimmen, was in dem Heft steht. Und dass Doctor Who nicht 2005 abgesetzt wurde sondern immer noch läuft, ist ja nun nicht so schwer herauszufinden.

      13.06.2013, 23:03 von MetalSandra
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      Fuck ja, verdammt!

      15.06.2013, 22:22 von Dalek
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      Hallo zusammen,


      ja, ihr habt recht, irgendwie ist uns da ein Fehler untergekommen. Tut uns sehr leid.

      Beste Grüße,

      Max

      17.06.2013, 08:58 von Max-Jacob_Ost
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    Daumen hoch für die 3d-Drucker-Geschichte.
    Ich hab beruflich schon mehrere Male mit den Dingern zu tun gehabt. Wobei bei uns immer danach der Zwischenschritt kommt, in dem das gedruckte Wachsmodell mit Edelmetall abgegossen wird. Aber ne kleine (ganz kleine) Revolution ist es schon.

    11.06.2013, 00:39 von -jk-
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  • 1

    "unfassbar großartig" ist in Bezug auf die neue Daft Punk übertrieben. Es ist ein gutes Album mit der Halbwertszeit eines Sommers, auf dem sich allerdings auch Sounds befinden, für die wir das Plattenregal unserer Eltern verschmäht haben.
    Am gelobten "Giorgio by Moroder" zeigt sich doch bestens, dass es Easy Listening-House ist: Im Labertrack wird lieber erklärt, statt die Musik für sich sprechen zu lassen.

    10.06.2013, 10:02 von suspension
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      Ansichtssache.

      10.06.2013, 12:24 von FrauKopf
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      find ich auch. gerade das mehrfach anhören ist sehr wichtig bei diesem Album.

      10.06.2013, 12:46 von Schmalzstulle
    • 0

      Ich finds immer seltsam, dass man sagt "nee, so ist das nicht!"

      Die ist schön...nee isse gar nicht!
      Die Musik ist grandios...nee voll scheiße!

      Versteh ich nicht.

      10.06.2013, 12:48 von FrauKopf
    • 1

      insofern sind plattenkritiken obsolet - der findet das super und ich könt reihern oder umgekehrt. ist aber ja immer ein großer unterschied, ob das ein kenner (irgendein redaktionswurstl vom musikexpress) oder jemand, der gerne und viel musik hört.
      man kanns noch toppen: "die 100 wichtigsten platten der letzten dekade". für meinen geschmack ist da oft irrsinnig viel kacke bei. und andere sagen, "super kanon, kauf ich alles."
      zu daft punk: interessiert mich nicht. da kommt dann sicher bald jemand und sagt, "neeneenee, ohne diese platte kann ich nicht leben." gut. dann kauft der die und freut sich. ich lass das dann bleiben und freu mich über 'portugal. the man'.

      10.06.2013, 12:56 von lavish
    • 0

      Grad bei Musik spalten sich ja die Geister (und viele wissen ganz genau bescheid). Ich empfand das Album als recht "poppig" als ich es nur einmal gehört hatte. Inzwischen gefällt es mir sehr gut. Es wurde aber auch gehyped wie blöde, da ist dann schnell die Enttäuschung groß.

      10.06.2013, 12:57 von Schmalzstulle
    • 0

      Lavish, wie meinst du das nun mit dem "Kenner" und dem "Vielhörer"?

      10.06.2013, 13:02 von suspension
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      gemeinhin nimmt man dem kenner eher ab, dass er sich darauf versteht, eine platte zu bewerten - also redakteur/in x der musikgazette y schreibt monatlich plattenkritiken, nachdem sie sich einen ganzen monat durch einen stapel schund und einen kleinen prozentsatz fantastischer musik durchgehört hat. selbstverständlich hat redakteur/in x eigene vorlieben und wird als bob dylan-fan (beim rolling stone, harhar) auch gute worte für bruce springsteen finden, wohingegen redakteur/in x beim musikexpress sagen würde, dass sie/er bei dem album göbeln müsse (z B).
      in der spex hingegen schriebe dann diedrich diedrichsen ein 10seiten starkes essay über bruce springsteen (mit einem vorwort von rainald goetz und illustrationen von albert oehlen). dieses wird in zukunft von vielen menschen in der literaturliste ihrer diplomarbeiten aufgeführt werden.
      kurz: redaktion = ahnung. und natürlich läuft das album dann wie geschnitten brot, wenn es positiv rezensiert wurde.
      der vielhörer firmiert - genauso wie redakteur/in x - unter fachidiot. er hat nahezu alles von seiner lieblingsband und wird sie sich auch nevernever madig machen lassen. warum auch? redakteur/in x vermag die ganze begeisterung über das werk (nun ja...) in verkaufsfördernd bessere formulierungen zu verpacken, wohingegen der vielhörer einfach exstatisch zur download-rampe rennt, zum cd-höker oder gar mit wichtiger miene stilbewusst mit der vinyl-scheibe umherwedelt.
      wohl ist den redakteur/innen x ein weitaus größeres spektrum zugänglich als dem vielhörer, wobei man sich manchmal wundert - aber wenn redakteur/in x und der vielhörer einen aus unserer sicht beschissenen musikgeschmack haben, dann sind ihre urteile nicht wichtig.
      es wäre interessant, was diedrich diedrichsen dazu sagen würde ;-)

      11.06.2013, 10:20 von lavish
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      Vielhörer heißt ja nicht per se viel von einer Band zu hören. Natürlich verstehe ich, dass ein Fan, um den Redakteur, Kenner und Vielhörer auf ein Quartett zu erweitern, einem neuen Album seiner Band unkritischer gegenüber steht als die anderen drei. Aber er feiert es nicht zwangsläufig ab. Und so verwischen die Grenzen zwischen allen dann doch irgendwie.

      Interessant finde ich, dass FrauKopf es seltsam findet, eine Meinung zu haben.

      11.06.2013, 12:09 von suspension
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      der vielhörer muss auch nicht zwangsläufig nur einer bestimmten band zugetan sein, sondern eher einem genre (z b "quartette in reingelpullis, die von frauen bejubelt werden, die sich ihren pony selber schneiden" oder "quartette mit fiesen frisuren, die von herren bejubelt werden, die ebenfalls diese frisuren tragen und täglich grillen" oder "sänger, deren texte zum nachdenken anregen sollen").
      und die redakteureInnen x sitzen vielleicht auch oft mal in der redaktion und hören die x-te cd an und denken, "ich finde meinen beruf sinnlos", weil man von ihnen eine riesige lobhudelei auf das neue album von depeche mode erwartet.
      insofern ist man als vielhörer gut dran: ich kauf das zeug, das mir gefällt und wenn ich richtig straight bin, dann kratzt mich das nicht die bohne, ob ich mich damit zum horst mache ("hahahaa, cocteau twins, das is doch total eighties!" - sagen ausgerechnet leute, die mit ihren kinderhosen in eighties-farben durch die sog. szeneviertel bummeln und ihr kleinbürgerliches leben zur schau tragen).
      redakteurIn x ist evtl gearscht, wenn sie/er sagt, "hömma, das album is kacke, beim 2. track hab ich mirn kaffee geholt, beim 3. musstich rauchen gehn, beim 5. mal ne wurst machen und dann war's ja fast schon um zum glück, ödeöde, da kann ich beim besten willen nix zu schreiben, hier, mach du!"
      aber da hat das label schon einen haufen merchandising-killefitz rausgetan fürs gewinnspiel und da kommt das natürlch nicht so gut, wenn vorher geschrieben wurde, "das album ist dermaßen kacke, hört euch das bloß nich an!"

      der geschmack ist eben doch entscheidend. und wenn ich n album, n buch oder ne ausstellung super finde, dann ist es mir primär auch wurscht, wenn andere das blöd finden. 

      12.06.2013, 09:59 von lavish
    • 1

      Du hast "Quartette in Röhrenjeans mit Wuschelfrisuren und zu kleinen Lederjacken" vergessen, die sich total Indie finden, aber eigentlich das selbe machen wie 100 andere "Quartette in Röhrenjeans...".
      Du hast ja so recht. Ich kenne das aus dem eigenen Arbeitsalltag. Da geht's zwar nicht primär um neue Musik, aber andere musikalische Produkte. Man muss sich daran aufziehen, dass nach der Ebbe auch wieder die Flut kommt (Hallo, Phrasenschwein!) und es im nächsten Artikel vielleicht wieder um einen Burner geht. Schade, dass sich Zeitschriften irgendwann haben kaufen lassen, aber das ist ja nun wieder ein anderes Thema.

      So ist es...

      12.06.2013, 11:09 von suspension
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