NEON #05 2010
Die Blattkritik der Mai-Ausgabe.
Liebe Leserinnen und Leser,
in der Ausgabe 01/2010 veröffentlichte NEON ein Interview des Mitarbeiters Ingo Mocek mit der Sängerin Beyonce Knowles. Durch die Hinweise des Managements der Künstlerin sind Zweifel an der Echtheit des Interviews entstanden. Die NEON-Chefredaktion hat den Autor mit dem Vorwurf konfrontiert, dass er die Antworten der Sängerin erfunden habe. Ingo Mocek konnte diesen Vorwurf nicht ausräumen und bestätigte schließlich, dass er die Prüfinstanz der NEON-Dokumentation getäuscht und das Gespräch nicht wie von ihm vorgelegt stattgefunden hat. Recherchen einer internen Arbeitsgruppe ergaben, dass an der Echtheit sieben weiterer in NEON veröffentlichter Interviews des Autors Zweifel bestanden. Ingo Mocek gibt zu, dass auch folgende Gespräche nicht wie von ihm vorgelegt stattgefunden haben: »Soundtrack meines Lebens« von Slash (06/2004) und »Soundtrack meines Lebens« von Christina Aguiliera (12/2006), sowie Kurzinterviews mit Snoop Dogg (12/2006) und Jay-Z (02/2010), Madonna (01/2006), Bloc Party (02/2007) und Max Cavalera / Wendy Putranto / Faisal (04/2009). In zehn weiteren Fällen hat der Autor von ihm geführte Interviews mit Zitaten aus Archiven angereichert. NEON distanziert sich vom Inhalt der Interviews und hat die Zusammenarbeit mit Ingo Mocek mit sofortiger Wirkung beendet. Die Vorgänge sind in keiner Weise vereinbar mit den journalistischen und ethischen Maßstäben, nach denen die NEON-Redaktion arbeitet. Wir entschuldigen uns bei den betroffenen Künstlern und deren Management sowie bei unseren Leserinnen und Lesern.
die NEON-Chefredaktion






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