NEON #06 2009
Liebe Leserinnen und Leser,
Freunde - das sind die Menschen, von denen immer behauptet wird, dass man sie mitten in der Nacht wach klingeln könnte, und zehn Minuten später wären sie da. Was aber, wenn diese Nacht irgendwann kommt - und man keinen von ihnen anrufen möchte? Hat sich die Idee »Freundschaft« erledigt, wenn man mit frischem Liebeskummer dreimal durchs Telefonbuch scrollt und trotzdem niemanden findet, mit dem man sprechen will?
NEON-Redakteur Jakob Schrenk hat sich in der Titelgeschichte dieser Ausgabe mit der Frage beschäftigt, wie und wodurch sich Freundschaften im Lauf der Jahre verändern. Das Problem: Während sich unser Leben ständig bewegt - neuer Job, neue Beziehung, neue Stadt, neue Bekannte - bleiben die Erwartungen an die Freundschaften oft gleich.
Manchmal merkt man erst viel zu spät, dass man schon lange nicht mehr miteinander schweigen kann - sondern sich einfach nichts mehr zu sagen hat. Um zu verhindern, dass man eines Nachts alleine dasitzt und trotz 400 Facebook-Freunden niemanden hat, bei dem man sich ausheulen will, rät Schrenk: Wachsam bleiben! Und für Freundschaften, die einem wichtig sind, genauso kämpfen, wie man es für die Liebe tut. In diesem Sinn: einen kämpferischen Sommer!
Liebe Grüße,
die NEON-Redaktion







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