NEON #04 2008
Die Blattkritik zur April-Ausgabe.
Liebe Leserinnen und Leser,
nehmen wir den unspektakulärsten Satz, der uns gerade einfällt. Nehmen wir: »Ich treff nachher noch die Maria auf ein Bier.« Niemand konnte damit rechnen, dass nach diesem harmlosen Satz ein Sturm der Entrüstung losbricht. Und dass Nadine, die diesen Satz zu ihrem Freund Sven gesagt hat, im Anschluss noch eine Debatte über den Umgang von Frauen mit Alkohol führen muss. Und dass sie, schon mit dem Mantel in der Hand, noch tausend Eide schwören muss, dass sie ihn nicht betrügen wird (als gäbe es Anlass zur Sorge!). Und als Nadine endlich bei ihrer Freundin Maria sitzt, das blöde Bier in der Hand, um das so viel Wind gemacht wurde, sagt sie natürlich: »Der Sven, der spinnt.« Und wahrscheinlich hat sie Recht. Der Sven, der spinnt.
Interessant ist die Frage: Warum spinnt er? NEON-Autorin Verena Lugert hat sich in unserer Titelgeschichte (ab Seite 62) der »Gebrannten Kinder« angenommen – zu denen wir wohl alle gehören. Wer dreißig Jahre alt ist, hat im Schnitt vier ernsthafte Liebesbeziehungen hinter sich – kaum jemand wird diese Beziehungen überstanden haben, ohne irgendwelche Prägungen, seltsame Marotten oder Ängste mit sich rumzuschleppen. Genau diese Altlasten machen uns und unseren Liebsten heute das Leben schwer. Verena Lugert erklärt, wie man mit dem ganzen alten Kram im Kopf umgehen kann.
Großen Spaß hat uns diesmal wieder die Produktion des NEON-Modeextras gemacht, das dieser Ausgabe als Wendeheft angefügt ist. Neben toller Kleidung ist es nämlich auch vollgepackt mit ganz schön kniffligen Rätseln. Viel Spaß mit dieser Ausgabe!
Liebe Grüße, die NEON-Redaktion
Wie hat euch die Ausgabe gefallen? Sagt es uns hier in der Blattkritik!





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