NEON #11 2008

Die Blattkritik zur November-Ausgabe.

Liebe Leserinnen und Leser,

so gut wie nie sind Menschen mit ihrem Alter zufrieden: Als 5-Jährige können sie’s kaum abwarten, endlich sechs und eingeschult zu werden, als 16-Jährige wollen sie achtzehn werden, ab vierzig sehnen sie sich nach dem rückenschmerzenfreien Leben mit 25. Diese Sehnsucht nach dem immer anderen Alter führt zu Verwirrungen, manchmal zu Erkrankungen: Teenager kleiden sich wie ihre Großeltern, 24-Jährige stürzen viel zu früh in eine »Quarter Life«-Krise, Frührentner verlassen ihre Familie für jüngere Partner. Andere wiederum haben so große Furcht davor, sich nicht »ihrem Alter entsprechend« zu verhalten, dass sie sich jede Albernheit verkneifen. Wir nehmen die Zahl, die als Geburtstag in unserem Pass steht, ziemlich wichtig.
Wahrscheinlich zu wichtig. Bei seinen Recherchen zur Titelgeschichte »Die beste Zeit des Lebens« (ab S. 54), hat NEON-Redakteur Tobias Zick mit vielen Wissenschaftlern gesprochen, die alle etwa dasselbe sagen: »Vergessen Sie die Zahl, die ihr Alter definiert!« Etwas Ähnliches sagt Farin Urlaub. Der bald 45-jährige Sänger der ewig jungen »Ärzte« erzählte uns (ab S. 64) von seinen Reiseerlebnissen: »Ich habe viele Gesellschaftsformen kennen ge - lernt, in denen es kein falsches Alter gibt. An den meisten Orten der Welt ist Älterwerden ja ein Geschenk.« So kann man’s doch auch sehen.

Liebe Grüße, die NEON-Redaktion

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