NEON #10 2007

Die Blattkritik zur Oktober-Ausgabe.

Liebe Leserinnen und Leser,

von Gammelfleisch liest man leider immer wieder, von Gammelhosen hingegen so gut wie nie. Warum eigentlich nicht? Schließlich ist bequeme Hauskleidung oft Ausdruck einer erkaltenden Liebesbeziehung, Sinnbild des Sich-gehen-Lassens, Beweis von Desinteresse an der eigenen Attraktivität. Ist das nicht genauso schrecklich wie eine Lebensmittelvergiftung? Oder ist das Schlabberding doch eher zu deuten als Vertrauensbeweis, Alltagsglück und angenehmer Ausdruck des Sich-nichtmehr-verstellen-Müssens? Viele, die sich vorstellen können, dass aus ihrer neuen Liebe was Ernstes wird, fragen sich im Stillen: Wie geht es in den kommenden Monaten oder Jahren mit uns weiter? Steigt unser Vertrauen, der Zusammenhalt? Oder wächst sich das Zusammensein zu leidenschaftsloser Routine aus?

Die NEON-Redakteure Kathrin Hartmann und Patrick Bauer sind sich in unserer Titelgeschichte (ab Seite 54) nicht einig, wofür die Gammelhose letztlich steht: für den Anfang des größten Glücks zu zweit oder den Anfang vom Ende einer Liebe. Vielleicht sind ihre Lebenssituationen zu unterschiedlich: eine glückliche Langzeitbeziehung mit gemeinsamer Wohnung auf der einen, eine frische Verliebtheit auf der anderen Seite. Der vehement und per E-Mail geführte Streit birgt aber auf jeden Fall eines: sehr viel Wahrheit. Viel Spaß mit diesem Heft!

Liebe Grüße, die NEON-Redaktion

Wie hat euch die neue Ausgabe gefallen? Sagt es uns hier in der Blattkritik!

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