NEON #02 2006
Die Blattkritik zur Februar-Ausgabe.
Liebe Leserinnen und Leser,
manchmal merkt man es bei einem Klassentreffen, oder wenn man alte Freunde nach langer Zeit mal wieder sieht: Irgendwie sind sie anders geworden. Ernster vielleicht. Oder steifer. Dann unterhält man sich eine Weile mit ihnen, und weil irgendwann der Gesprächsstoff auszugehen droht, fragt man schließlich so was wie: »Und … was machst du jetzt so?« Dann erzählen sie. Und plötzlich fügt sich alles zusammen: Der schüchterne Junge aus der zweiten Bankreihe ist inzwischen Lehrer geworden und hört sich verdammt gern beim Reden zu. Der Betriebswirtschaftler zählt die Münzen für sein 2,80-Euro-Bier passend ab und denkt nicht daran, Trinkgeld zu geben. Die junge Fotografin analysiert ständig die »Lichtverhältnisse« in der Kneipe. Die Polizistin ermahnt auf dem Heimweg noch mal alle, ein Taxi zu nehmen, falls sie was getrunken haben sollten. Nicht die Zeit hat die Bekannten von früher verändert – sondern ihr Job. Und dann fängst du an, über dich selbst nachzudenken …
Wir können es wahrscheinlich nicht verhindern, dass unsere Arbeit, schon unsere Ausbildung oder die Gepflogenheiten an der Uni Spuren in unserem Charakter hinterlassen. Unsere Titelgeschichte (ab Seite 80) erklärt aber, wie wir damit umgehen können. Und wie wir uns davor schützen, dass unser Beruf unser Leben zu sehr bestimmt.
Und dann gibt es noch gute Nachrichten von NEON: Künftig wird unser Magazin monatlich erscheinen – statt wie bisher mit nur elf Ausgaben im Jahr, die Sommerpause entfällt. Das bedeutet auch, dass sich die Redaktion vergrößern wird. Zurzeit suchen wir noch eine/n Bildredakteur/in – wer eine entsprechende Ausbildung abgeschlossen und bereits Berufserfahrung gesammelt hat, kann sich gerne über bewerbung@neon-magazin.de bei uns melden. Wir sind gespannt und freuen uns, von euch zu hören!
Viel Spaß nun mit diesem Heft!
Liebe Grüße, die NEON-Redaktion
Wie hat euch die Ausgabe gefallen? Sagt es uns hier in der Blattkritik!
Kommentare