NEON #01 2006

Die Blattkritik zur Januar-Ausgabe.

Liebe Leserinnen und Leser,

Geschwisterbeziehungen sind kompliziert. Und je näher sich Brüder und Schwestern vom Alter sind, je enger sie zu Hause beieinander hocken, desto mehr Schwierigkeiten haben sie oft miteinander. Aber trennen sie sich – vielleicht weil der eine in Bochum studiert und die andere in Passau arbeitet – wachsen Zuneigung und Innigkeit zwischen Geschwistern nicht selten mit jedem Kilometer zwischen ihnen und mit jedem Tag, den sie älter werden. An Weihnachten sehen sich zu Hause bei den Eltern oft alle wieder. Und selbst die große Schwester, die immer zu lang im Bad gebraucht hat, und der kleine Bruder, der immer so gefühlskalt war, haben sich auf ganz magische Art wieder lieb. Wir schieben das dann gerne auf »Das Fest der Liebe« – aber eigentlich ist es nur ganz normale Sehnsucht. Wenn keine Katastrophen passieren, haben wir mit niemandem sonst eine so lange Beziehung wie mit unseren Geschwistern. Unsere Titelgeschichte (ab S. 44) ist auch ein Aufruf: Vertragt euch! Ihr braucht euch! Wer das nicht glauben mag, soll den schönen Text des Einzelkindes Heike Makatsch lesen (S. 50). Sie hat aufgeschrieben, wie sehr man sich Geschwister wünscht, wenn man keine hat.
 
Wie war euer Jahr? Wir haben uns entschieden, 2005 ganz hart zu bewerten: in Top-5-Listen haben wir die aufregendsten, peinlichsten und schrecklichsten Ereignisse aus zwölf Monaten voller Päpste, Kanzler und Klingeltönen zusammengefasst (S. 70). Auf www.neon-magazin. de stellen wir zudem die NEON-Cover und unsere Titelgeschichten zur Wahl. Welcher Text und welches Cover haben euch 2005 am besten gefallen? Wir sind gespannt auf eure Meinung. Ganz toll finden wir schließlich das Buchprojekt »Texttourismus«, das seinen Ursprung auf www.neon-magazin.de hat und von den Online- Usern Lutz Becker, Ina Simone Mautz und Jana Schroeter gegründet wurde. Das Buch dient einem guten Zweck und hat nicht nur deshalb alle Aufmerksamkeit verdient.
 
Jetzt aber erst mal: Viel Spaß mit diesem Heft! Liebe Grüße, die NEON-Redaktion

Wie hat euch die Ausgabe gefallen? Sagt es uns hier in der Blattkritik!

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  • Wilde Welt
    • Nur eine Frage»Was musst du unbedingt noch erleben?«
    • So war dasMit dem »Heimlich-Griff« ein Leben retten, nachts nackt im Hotelflur stehen, der wiedergefundene Zwilling sein
    • Der Soundtrack meines LebensHaruki Murakami über Beach Sound und Bar Jazz
    • Wie macht man eigentlich ...... Bauchreden?
    • Deutsche GeschichtenAus Hamburg, Titisee-Neustadt und Jena
    • TagesprotokollDie heilige Zeit ist turbulent. Doch einer weiß immer am besten, was zu tun ist: dieEdmund-Stoiber-Agenda für den 24. Dezember
    • Unnützes Wissen20 Fakten, die man nicht braucht, aber nie mehr vergisst
    • Mythos und Wahrheit»Bellende Hunde beißen nicht.« – Stimmt das?
  • Sehen
    • Das Einzig gute am TsunamiNirgendwo hat der Tsunami so viele Leben gekostet wie in Aceh. Und nirgendwo sonst hat er etwas Gutes gebracht
    • In was für einem Land leben wir eigentlich?Gehörlose sind schulisch benachteiligt, Pommes werden kürzer, Wehrdienstverweigerer werden selten ausgemustert
    • In was für einer Welt leben wir eigentlich?Bikinizensur in Rio, Klunkerverbot in der NBA und millionenschwere Botschafter in Europa
    • Wie solidarisch bist du?Wie viel Einzelkämpfertum verträgt das Land? Finde heraus, auf welcher Seite du stehst
    • Mein Marsch durch die InstitutionenMarc Deckert muss der Familienministerin helfen: Die Verträge ihrer sieben Kinderdarsteller laufen aus
    • Bitte nicht helfen!Stoppt die Entwicklungshilfe. Ein Essay des kenianischen Ökonomen James Shikwati
  • Fühlen
    • Die Hassliebe deines LebensDie Beziehung zu unseren Geschwistern beschäftigt uns ein Leben lang. NEON-Redakteur Oliver Stolle schreibt über neue Erkenntnisse der Forschung – und über seine zwei Brüder
    • Ehrliche Kontaktanzeigen: Nur die Wahrheit (13)Neon-Singles erzählen, wie sie wirklich sind
    • Bitte nicht berührenEinem Freund die Freundin zu rauben, ist das Letzte. Drei Menschen erzählen, wie es ist, wenn das trotzdem passiert
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