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Gesellschaft

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herr_krawalli

Die Emanzipation des Mannes

11.03.2009 12:10 Uhr

Männer, befreit euch!

von herr_krawalli

Seit ich denken kann, ist offiziell im Grunde immer nur die Rede von der Emanzipation der Frau. Emanzipation wird und wurde häufig als Synonym für die Gleichbehandlung und daraus resultierend für die Selbstverwirklichung verwendet. Dabei dachte ich immer, es gehe dabei um die Eigenständigkeit.

Betrachte ich Emanzipation als eine Frage des Geschlechts, muss ich zu dem Schluss kommen, dass die Frauen uns Männern mal wieder einen Schritt voraus sind. Mag sein, dass es einen deutlichen Unterschied in Gehaltsfragen gibt oder die ein oder andere Firma noch immer keine Frauen in ihrer Chefetagen sehen möchte. Aber betrachte ich diese Situation in meinem Umfeld, möchte ich behaupten, dieses Problem nicht zu kennen. Unsere Gehälter fallen recht gleich aus, und entweder die Frauen in meiner Umgebung haben kein gesteigertes Interesse am Aufstieg in die Chefetage oder sie sind auf dem besten Weg dahin.
Sehe ich von dieser Problemstellung ab, muss ich doch feststellen, dass Frauen es schon sehr weit weg geschafft haben von ihren Klischeebildern und zugewiesenen Rollen.
Ich kenne ernsthaft niemanden in meinem Umfeld, der sich noch pikiert fühlt, wenn eine Frau über Verhütung redet, im Minirock stolz spazieren geht oder lieber keine Kinder möchte, sondern den Weg in die Chefetagen anpeilt oder zumindest sich selbst verwirklichen möchte, sei es durch Reisen oder sonstigem. Niemand zeigt mit dem Finger auf eine junge Frau, die während ihrer Ausbildung auszieht, eigenständig lebt und gerne Heavy Metall hört. Trägt sie Jeans, kann sie so weiblich sein wie eh und je. Ist sie ungeschminkt, entspricht es ihrer Natur. Hat sie Cellulite, ist das Bindegewebe, also Mutter Natur, Schuld.

Nehmen wir an, eine Frau möchte nun keine Kinder. Sicher wird der ein oder andere fragen, warum dies denn so ist. Doch ich mag behaupten, dass es nicht unbedingt nur Männer oder nur Frauen sind, die diese Entscheidung in Frage stellen. Schuld daran ist in diesem Fall wirklich nur Mutter Natur, denn ohne Frau - kein Kind. Da können wir Männer so emanzipiert sein, wie wir wollen.

Schlimmer hingegen sieht es nach meinem subjektiven Empfinden für die Männer aus. Kaum ein Mann hat es geschafft, sich aus seinem gesellschaftlich anerkannten Geschlechtsbild zu lösen.
Wir werden zwar als Helden gefeiert, wenn wir unseren Vaterschaftsurlaub in Anspruch nehmen, doch geschieht dies meist nur offiziell. Inoffiziell sind wir "Hausmänner" und es kann gesellschaftlich anscheinend nur sein, dass die Frau in der Beziehung die Hosen anhat. Sonst würde der Mann doch wirklich weiter arbeiten gehen, um seine Familie zu ernähren und Kind und Mutter in Ruhe zu Hause lassen.
Anders sieht es auch beim Thema Scheidung aus. Lassen sich Frauen scheiden, haben sie einen großen Schritt gewagt, stehen zu sich, sind stark und eigenverantwortlich. Lässt sich der Mann scheiden, hat er Kind und Familie vermeintlich im Stich lassen, nur um sich selbst zu verwirklichen, während er angeblich tatenlos zusieht, wie Mutter und Kind von Hartz IV leben.
Welcher Mann wird denn heute freudig empfangen, wenn er mit seinen Kumpels ins Kino geht und im Rock erscheint? "Ah, schwul ist er!" Der einzige gesellschaftlich für den Mann halbwegs anerkannte Rock ist der Schottenrock. Von seiner modischen Erscheinung abgesehen, wird dich sicher jeder Fünfte fragen, ob er mal unter den Rock sehen darf. Schon mal erlebt, was passiert, wenn man eine Frau fragt, ob man ihr mal unter den Rock schauen darf?
Ein Mann, der Shania Twain hört, muss definitiv eine Macke haben. John Mayer geht noch durch, bei Keith Urban ist dann wirklich Schluss mit lustig. Männer hören Rock, Metall oder Hip Hop. Keine Diskussion!
Und erzähle nicht einmal deinem besten Freund nicht, dass du Dirty Dancing zitieren kannst! Er will es nicht hören!

Ein Mann, der keine Kinder möchte, ist entweder der Verantwortung nicht gewachsen oder hat Angst vor einer ernsthaften, tiefen Bindung. Kommt es ganz schlimm, hasst er kleine Kinder abgrundtief. Mit der Selbstverwirklichung des Mannes hat das von vorne herein nichts zu tun.
Verdient er weniger als die Frau, ist er eine Lusche.
Geht er seinen Weg, ist er egoistisch.
Besteht er beim Einzug der Freundin auf getrennte Konten, kann er keine Verantwortung übernehmen.
Und wehe, du, Mann, kannst keine Lampe anschließen. Wofür bist du dann zu gebrauchen?
Ja, ich denke, die Frauen sind sehr viel emanzipierter als wir Männer. Haben sie Ängste, stehen sie dazu. Kommen ihnen die Tränen, heulen sie und täuschen keinen Hustenanfall vor. Die Liste ist unendlich vorsetzbar.

Ich bin für die Selbstverwirklichung des Mannes. Bist du Papa, sei stolz. Kannst du den Kühlschrank nicht alleine in die neue Dachgeschoßwohnung tragen, gehe nicht ins Fitneßstudio und nimm Anabolika, sondern frag das nächste Umzugsunternehmen. Weine, wenn du traurig bist. Verzichte auf den Karrieresprung, wenn du keine Lust auf den Job hast. Trenne dich von deiner Freundin, wenn sie nicht in dein Lebenskonzept passt. Habe ruhig einen Lebensplan. Wenn auch nur grob.
Frauen, macht den Männern Mut dem Rollenklischee zu entspringen. Schreibt in das Buch "Ein Mann - Ein Buch" das Kapitel "So wird ein Baby gewickelt!", lacht ihn nicht aus, wenn er dich fragt, wie die Waschmaschine funktioniert, tröstet ihn, wie ihr eure beste Freundin trösten würdet.

Letztlich wäre damit auch euch geholfen - selbst mit Blick auf die Chefetage

von herr_krawalli


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Kommentare

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oceaneyes

RE: Die Emanzipation des Mannes

Hm, wär ja schön, wenn du recht hättest, aber meine Realität sieht anders aus. Ganz abgesehen von der Statistik, die belegt, dass Frauen in Dtl. 20% oder so weniger verdienen als Männer und dass es tatsächlich kaum Frauen in Führungspositionen gibt, finde ich, dass man sich als Frau sehr wohl ständig mit Unverständnis und offener Ablehnung konfrontiert sieht, wenn man z.B. sagt, dass man keine Kinder haben möchte.

Mag sein, dass es den Männern ähnlich geht und dass Männer noch stark von Rollenbildern gelenkt werden, aber die Frauen sind da in keiner Weise freier, soweit ich das beurteilen kann. Kommt vielleicht ein bisschen auf das Umfeld an, in dem man lebt, aber in meinem Umfeld sind die Rollenklischees für beide Seiten durchaus vorhanden...

10.03.2009 11:44 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

ich stelle nicht in frage, dass dein erster und zweiter punkt ist, wie er ist. in keiner art und weise.

aber beim verwirklichungstrip ausserhalb dessen seid ihr weiter und auch freier- meiner meinung nach.

10.03.2009 12:16 Uhr

oceaneyes

RE: Die Emanzipation des Mannes

Naja, finde ich nicht. Bzw. weiß ich nicht so richtig, was du mit Verwirklichungstrip meinst? Dass Frauen Männersachen mögen dürfen, z.B. Männerberufe, aber dass es für Männer nicht erwünscht ist, dass sie Frauendinge mögen? Das hat glaube ich viel mit dem gesellschaftlich höheren Status dieser Männerdinge zu tun. Sieht man daran, dass Mädchen überall ermutigt werden, doch Männerberufe anzupeilen, aber umgekehrt keiner sagt, es sollten doch mehr Männer Frauenberufe ergreifen.

10.03.2009 12:20 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

"Männerberufe, aber dass es für Männer nicht erwünscht ist, dass sie Frauendinge mögen? Das hat glaube ich viel mit dem gesellschaftlich höheren Status dieser Männerdinge zu tun."

Gutes beispiel, ja. und genau diesen gesellschaftlich höheren status stelle ich in frage....

10.03.2009 17:03 Uhr

oceaneyes

RE: Die Emanzipation des Mannes

Dass du das in Frage stellst, widerspricht so ein bisschen deiner Antwort auf "Worüber lachst du?" - "Männliche Cheerleader"...

;-)

11.03.2009 12:10 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

*lol*
nein, ich stelle nicht deren hobby in frage - die sehen nur wirklich witzig aus :D

12.03.2009 09:58 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


"Verwirklichungstr ip" ist Kinderkacke.

10.03.2009 14:30 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das ist alles meiner Ansicht nach falsch.

Ich empfinde den Aufruf zur Emanzipation des Mannes an sich unsinnig, da er unmännlich ist und gleichzeitig die Kernprobleme der weiblichen Emanzipation übergeht. Das Frauen bei gleicher Eignung oft benachteiligt werden.

So. Es geht nicht darum, was wir wann anziehen. Wenn du das Gefühl hast, du musst nen Rock tragen, trag nen Rock. Wenn die Kinder lachen, lass sie lachen, spätestens nach einer Weile wird sich da keiner mehr darüber echauffieren, der halbwegs normal im Kopf ist, dass du deinen Standpunkt hast.
Wenn du auf etwas Lust hast, mach es, wenn du es sein lassen will, lass es. Solange du keine strukturellen Einschränkungen erfährst oder die Grundrechte von jemand anderen verletzt.

Die meisten Männer stehen sich selbst im Weg und schieben die Schuld dann auf die Frauen. Im Grunde haben sie aber bloß so eine Gefallsucht, dass sie sich selbst untreu werden.

10.03.2009 12:36 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

"Die meisten Männer stehen sich selbst im Weg und schieben die Schuld dann auf die Frauen. Im Grunde haben sie aber bloß so eine Gefallsucht, dass sie sich selbst untreu werden."

Der Satz funktioniert auch wunderbar, wenn man Mann und Frau tauscht.

Aber wieso ist Emanzipation unmännlich?

10.03.2009 13:17 Uhr

Tanea

RE: Die Emanzipation des Mannes

"Der Satz funktioniert auch wunderbar, wenn man Mann und Frau tauscht."

Genau dass wollte ich auch sagen.

10.03.2009 13:47 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

Weil ich mit Männlichkeit eine gewisse Souveränität für das eigene Wesen und den Sinn, für sein Handeln selbst Verantwortung zu übernehmen, verbinde.

Wenn Männer da jetzt nach Emanzipation schreien, wirkt das für mich wie gesagt, als wollen sie die Verantwortung, die sie für ihr Leben haben, wegschieben und wie bereits erwähnt den Frauen zustecken.

Es geht ja nicht um die Durchsetzung gleicher Löhne oder die Benachteiligung, weil der Mann "schwanger werden und dadurch ausfallen" könnte.

10.03.2009 13:50 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

Aber diesen Vorwurf kann man doch all den Frauen, die nach weiblichen Wortendungen, Frauenbeautragten und Frauenquoten schreien genauso machen.

Und Souveränität für das eigene Wesen, mein Lieber, Verantwortung für das eigene Handeln... Das ist nichts rein männliches. Sprich mir nicht meine Brüste ab!

10.03.2009 14:07 Uhr

oceaneyes

RE: Die Emanzipation des Mannes

"eine gewisse Souveränität für das eigene Wesen und den Sinn, für sein Handeln selbst Verantwortung zu übernehmen" bedeutet Männlichkeit?
Okay, dann muss ich mir wohl doch schnell einen Mann suchen, der mir diese ganzen grausigen Entscheidungen abnimmt....

10.03.2009 14:33 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

was ist denn für dich unmännlich?

10.03.2009 14:37 Uhr

oceaneyes

RE: Die Emanzipation des Mannes

Also, unmännlich ist weiblich. Und unweiblich ist männlich. Biologisch gesehen. Ansonsten finde ich solche Kategorien unsinnig, jeder Mensch ist anders.

10.03.2009 15:17 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

Und was ist mit Hermaphroditen?

10.03.2009 15:23 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Wer teilweise weiblich und teilweise männlich ist, ist dementsprechend auch teilweise unweiblich und unmännlich.
SAch ich ma so...

10.03.2009 15:57 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Es geht nicht um Entscheidungen, sondern um die Verantwortung dafür.

Daß Du nicht diese Unterscheidung triffst, stützt interessanterweise des Gambits Aussage. ;-)

10.03.2009 14:46 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

Wenn wir hier schon anfangen uns mit Krümeln zu bewerfen...

Gegenfrage: Ist eine unsouveräne Frau unmännlich?

10.03.2009 14:51 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

meine meinung dazu kennst du schon. müssen wir jetzt hier waldorf und stadler für oceaneyes spielen?

10.03.2009 14:55 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

Rumzicken ist zum Beispiel unmännlich ;-)

10.03.2009 15:03 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

sich mit zwischenwürfen in den vordergrund spielen, während ich einer anderen frau eine frage stelle, das ist hingegen sehr weibisch :)

10.03.2009 15:10 Uhr

oceaneyes

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ach so, die Frage nach dem "unmännlich" ging an mich?

10.03.2009 15:11 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes

@ocean

Räumliche Orientierung im Kommentarraum naja... Du bist bestimmt ne tolle Frau. ;-)

Nicht nur Gambits Frage ging an Dich, sondern auch meine Replik um 14.46 Uhr.

10.03.2009 15:52 Uhr

oceaneyes

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ja gut, dann treffe ich also meine Entscheidungen selber, schiebe aber meinem Freund oder anderen Männern die Verantwortung dafür zu? Man kann sich´s auch zu leicht machen...

10.03.2009 17:06 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Soweit die latente Unterstellung.

Wobei das Zuschieben nicht andere Männer treffen muß, gibt ja schließlich noch das Schicksal... ;-)

Wollte sowieso aber nur Rumnerven. Meine wirklichen Aussagen stehen in der Antwort auf Gambit bzw. den Autoren.

Ich hab meinen Weg gefunden, von Archetypen zu reden. Ich hebe damit nicht einen, von vielen Menschen als bedeutend empfundenen, Unterschied nicht auf, brauche aber auch nicht auf dünnem Eis wie "evolutionär", "mehrheitlich" oder "determiniert" zu bewegen.

Zumal ich der Meinung s.u. bin, daß eine emanzipierte Person beide Anteile in sich tragen sollte - und einem Mann der Überhang an archetypisch weiblichen Eigenschaften nicht abträglich ist z.B.

10.03.2009 17:30 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

dieses irrationale rumgestocher versteht ja kein mensch

10.03.2009 17:44 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

Püh!

Ich bin souverän. Ich muss darauf gar nicht eingehen.

:)

10.03.2009 15:15 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Weibisch ist sie allemal.

Ich finde, manche historische Werte sind aufgrund der Geschlechteruntersch iede vorrangig von Männern geprägt worden und dürften als "historisch männlich" oder auch (s.u.) "archetypisch männlich" als Prädikat auch für Frauen dienen.

Hingegen "einen Blick für alles" haben, für Ästhetik und seelische Befindlichkeiten, als "archetypische Weiblichkeit" auch den Männern nicht fehlen sollte.

10.03.2009 14:58 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

@gambit:
"Weil ich mit Männlichkeit eine gewisse Souveränität für das eigene Wesen und den Sinn, für sein Handeln selbst Verantwortung zu übernehmen, verbinde."

mit weiblichkeit setzt du das nicht gleich?

10.03.2009 17:04 Uhr

sailor

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das hab ich mich auch gefragt...

11.03.2009 12:28 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

dann müsst ihr euch auch meine anderen kommentare ansehen, dann habt ihr auch die antwort :)

11.03.2009 12:50 Uhr

cell44

RE: Die Emanzipation des Mannes

 
Weil ich mit Männlichkeit eine gewisse Souveränität für das eigene Wesen und den Sinn, für sein Handeln selbst Verantwortung zu übernehmen, verbinde.
 



Es ist dieses spießige Machogeschiss, dass das Problem ist. Glückwunsch.

12.03.2009 09:31 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes

Auf den Punkt gebracht.

Habe den Text nach zwei Absätzen fallen gelassen.

Emanzipation ist ein gesamtgesellschaftli ches Voranschreiten im freiheitlichen und verantwortungsvollem Umgang miteinander. Das betrifft alle: Schon in dem Moment, wo ein Schnösel nicht mehr von Mutti weg an den Herd der Gattin kommt, muß er lernen, sich selbständig zu ernähren oder sich bei Knäcke mit Cervelatwurst über Wasser zu halten.

Gleichberechtigung und gleiochberechtigte Behandlung hingegen sind Anliegen, die für die feminine Seite noch nicht 100%ig eingelöst sind, wobei die gefühlten %-Unterschiede zwischen - aber auch innerhalb der Geschlechter stark divergieren.

Solche Texte schaden diesem Anliegen, weil sie Unselbständigkeit zur Geschlechterfrage erheben und echte Anliegen verwässern.

10.03.2009 14:24 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


das "auf den Punkt" galt Gambit - jedoch nicht allen Details seiner Aussage.

Ich erlebe zwar eine gewisse Souveränität vorzugsweise bei Männern - würde sie mir aber für beide Geschlechter gleich wünschen.

Darum geht's aber, wie gesagt, eigentlich gar nicht.

10.03.2009 14:28 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

das ist eigentliche so eine grundbedingung, die ich an gute freunde und freundinnen stelle.

ich habe in diesem zusammenhang nur bemerkt, was ich mit dem begriff männlichkeit verbinde bzw. was mir fehlt, wenn ich jemanden unmännlich finde. jedoch ist das eher die verlegenheit, da ich dafür keinen anderen ausdruck weiß. unmenschlich wäre ja nicht das passende wort ;)

10.03.2009 14:33 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Eine archetypisch 'männliche' Eigenschaft, die allen Menschen gut steht. :-)

Ich find den Artikel auch recht lamoryant.

10.03.2009 14:42 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

Dein Wunsch sei uns Befehl, lieber Ludwig ;-)
Denn wer souverän ist, braucht keine Emanzipationsdebatte n und wer nicht den ganzen Tag auf Podiumsdiskussionen über Frauenquoten debattiert, schafft es auch mit ein bisschen Willenskraft in die Chefetagen der Unternehmen. Ist ja auch nicht so, dass jeder Mann die Karriereleiter hoch getragen wird.

10.03.2009 14:46 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Was mir angesichts meiner eigenen Karriere durchaus etwas leidtut.

10.03.2009 14:52 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

Kannst Dich ja immerhin noch hochschlafen. So emanzipiert bist Du doch, oder? ;-)

10.03.2009 14:57 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Du hast gut reden: Find mal in Führungspositionen ne Frau, bei der die Potenz nicht streikt!

Deshalb: Pro Quote!
Damit ich mich bei einer großen Auswahl von attraktiven Chefinnen erfolgreich einschleimen kann.

10.03.2009 15:02 Uhr

T-A

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ganz dünnes Eis, mein Freund! Ganz dünn!

Außerdem: Einschleimen, das kann ich Dir aus Erfahrung sagen, reicht nicht! Nur Leistung wird belohnt ;-)

10.03.2009 15:17 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Trotzdem schwierig das Ganze.
So.

10.03.2009 15:55 Uhr

finalfrontier

RE: Die Emanzipation des Mannes

 
Die meisten Männer stehen sich selbst im Weg und schieben die Schuld dann auf die Frauen. Im Grunde haben sie aber bloß so eine Gefallsucht, dass sie sich selbst untreu werden.
 



Auch ich kann diesen Satz nur mit einem "Amen" unterstreichen. Gerade selbst aus einer an diesem Grund gescheiterten Beziehung kommend, trau ich mich behaupten, genau zu wissen, wovon du in deiner Antwort sprichst.

Ist die Authentizität nicht genau das, was die Menschen von einander erwarten? Einschätzbarkeit hand-in-hand-gehend. Egal, welchen Eindruck du bei deinem Gegenüber hinterlässt, steh dazu! Du wirst dadurch dem einen oder anderen nicht gefallen. Genau das sind dann die Situationen in denen es aber erst recht darauf ankommt, sich selbst treu zu bleiben. Probierts mal. Hat oft ein unbeschreiblich befreiendes Gefühl zur Folge! Letztendlich wollen wir ja auch nur mit jenen Leuten zu tun haben, die einen aufgrund der nicht-vorgetäuschten Persönlichkeit mögen - jedenfalls auf längere Sicht gesehen.

Ich finde den Artikel sprachlich sehr gut gelungen. Auch, dass die Thematik gerade in meiner jetzigen Situation aufgegriffen wurde freut mich, wenn auch die dargelegten Standpunkte von den meinigen grundlegend abweichen.

17.03.2009 01:28 Uhr

derHerrMitDemPixel

RE: Die Emanzipation des Mannes

Hö ?
Wer sich die Schuhe anzieht, die ihm vermeintlich hingestellt werden, soll halt nicht heulen, wenn´s drückt.

10.03.2009 14:46 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

moment....

ging es bei der emanzipation nicht um gleichstellung? doch, ich denke schon.

was also ist denn das problem, wenn man(n) nun sagt, dass es ebenfalls eine gleichstellung des mannes in bezug auf weibliche "eigenschaften" geben sollte? sei dies nun im kleinen auf den freundeskreis bezogen oder im großen auf die gesellschaft a la "hausmann"?

10.03.2009 17:01 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


1. Emanzipation bedeutet grundsätzlich eine Zunahme an äußeren und inneren Freiheiten

2. Voraussetzung für eine Gesellschaft, in welcher beide Geschlechter gleichmäßig emanzipiert sind, bedeutet rechtliche Gleichstellung - damit nicht ein Geschlecht das andere unterdrückt

3. Diese Voraussetzung ist seit einiger Zeit relativ unanfechtbar gegeben. Seitdem sollte man die Begriffe Emanzipation und Gleichberechtigung wieder trennen.

4. Gleichstellung hört sich nach Gleichmacherei an, besser wäre Gleichstellung der Zugangsvoraussetzung en an gesellschaftlicher Teilhabe

5. Emanzipation, die weiter geht als rechtliche Schranken zu überwinden, wurzelt in der Persönlichkeit und den Fähigkeiten des Einzelnen - hier sollte es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern mehr geben

6. & Fazit:

Gleichberechtigung ist ein nicht abgeschlossener Prozeß der Gesellschaft. Ich sehe da hier und da kleinere Probleme, manche Frauen sehen größere.

Emanzipation ist ein persönlicher Prozeß und mein Ideal einer emanzipierten Person kann sich nicht auf archetypisch männliche oder weibliche Eigenschaften beschränken, denn die damit verbundene Unselbständigkeit würde ein Bedürfnis nach Unterdrückung anderer führen.

10.03.2009 17:19 Uhr

Steifschulz

RE: Die Emanzipation des Mannes

So hab´ ich den Text auch verstanden und daran ist doch nichts verkehrt.

11.03.2009 21:28 Uhr

Steifschulz

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das ging an den Krawallmacher. :)

11.03.2009 21:29 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


P.S. man sollte sich nicht vom Begriff "Emanze" ablenken lassen.

10.03.2009 17:20 Uhr

Dietmar_Wischmeyer

RE: Die Emanzipation des Mannes

Die Frau an sich ist nicht auf den Kopf gefallen. Entgegen selbstverfaßter Propaganda wird nicht sie vom Mann unterdrückt sondern natürlich er von ihr.
Das ist eine Binsenweisheit und bedürfe keiner weiteren Erwähnung, hätte die Frau es nicht geschafft, durch ein gut funktionierendes Deklassierungssystem ihre Herrschaft zu stabilisieren.

Im Frauenstaat gibt es drei Kategorien Mann, unterschieden lediglich in ihrer Bedeutung für das beherrschende Weib nicht in ihrer Machtstellung, denn zu sagen haben alle drei nichts. Nummer eins ist der Arbeiter, seine Aufgabe ist die Versorgung des Weibes mit Nahrung und Schuhwerk. Dafür darf er bei ihr wohnen, ihr zuweilen aufreiten und den Nachwuchs fett füttern. Seit einigen Jahren sind die Vergünstigungen etwas zusammengestrichen worden. In der Regel darf er heute nur noch blechen und von ferne dem Treiben zuschauen.

Nummer zwei ist die Drohne oder der Stecher, ein Typus Mann, der der Frau in jungen Jahren oder als Nebenstecher parallel zum Arbeiter Lust zu bereiten hat. Ist der Versorger genetisch allzu desolat geraten, dann darf die Drohne auch leiblicher Vater des Nachwuchses werden ohne allerdings für dessen Futter aufkommen zu müssen.

Typ Nummer drei ist die interessanteste Kategorie und ihr gilt unser Hauptaugenmerk: Der Mann mit der Bohrmaschine. Jede halbwegs attraktive Frau hält in ihrem Freundeskreis einen schüchternen, dicklichen oder einfach nur zu netten Mann in Reserve, der sie von ferne anhimmelt. Stets gibt sie ihm das Gefühl, ihr besonderer Vertrauter zu sein und eigentlich auch viel toller als der durchtrainierte Schönling mit dem Wahnsinnsriemen. Höchstens zwei Wochen noch ließe sie sich von ihm das Hirn aus der Rübe vögeln, dann sei aber wirklich Schluß. Der Mann mit der Bohrmaschine hört ihr brav zu und tröstet sie, wenn Kollege Megastecher schon nach drei Tagen Schluß gemacht hat, ja und freut sich sogar mit ihr, wenn der nächste Hengst auf die Lichtung trabt. Unerschütterlich hält ihn die Hoffnung, wenn er ihr nur stets sein Ohr leihe und immer da sei, dann werde sie irgendwann mal seine Qualitäten erkennen und ihn ranlassen. Pustekuchen! Seine Qualitäten hat sie längst erkannt: er ist
der Doofe mit der Bohrmaschine, der ihr die Vorhänge andübelt, ihren Umzug organisiert und den Ficus berieselt, wenn sich Madame auf den Malediven von ihrem haarigen Wüstling durchorgeln läßt.

Der stets verfügbare Kumpel mit der Bohrmaschine ist eine Schande für das männliche Geschlecht. Wie kann man sich nur so weit erniedrigen lassen. Wie kann man nur so unendlich blöd sein, zu glauben, mit der Metabo im Anschlag öffne man das Herz einer Frau oder wenigstens den Schritt.

Den Frauen muß man allerdings Respekt zollen: keinem Mann wird es je gelingen, eine Frau derart zu versklaven, ohne nicht in irgendeiner Weise dafür zu zahlen: in Geld, Gesundheit oder Lebenserwartung. Nur die Frauen haben den vollkommenen, nichts fordernden, geschlechtslosen Heloten aus dem wilden Manne herausgezähmt. Allen noch freilaufenden Exemplaren kann man nur raten, für eine Frau nie der Mann mit der Bohrmaschine zu sein.

10.03.2009 18:25 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Ich hab zwei linke Hände. :-)

11.03.2009 11:20 Uhr

Paradigmenwechsel

RE: Die Emanzipation des Mannes

;) Sehr nett, hab mir beim Lesen doch glatt vor Lachen Bier über mein ei-beflecktes feinripp-Unterhemd gekippt...

11.03.2009 13:19 Uhr

sohalt

Das ist ein Spiel für zwei, ...

Natürlich, unsere Gesellschaft ist das reinste Paradies für die Frau.

Der "Arbeiter" schaut dem Treiben ab einem gewissen Zeitpunkt aus der Ferne zu, weil er es vorgezogen, sie bei Gelegenheit durch ein jüngeres Model zu ersetzen und lebt jetzt all seine plötzlich entdeckten väterlichen Instinkte mit der neuen Familie aus. ("Bei meinen ersten Kindern habe ich ja soviel versäumt, weil ich so auf meine Karriere fixiert war, aber das werde ich jetzt alles nachholen...")

Die "Drohne" sieht sie nur als bequem verfügbares Stück Vagina und prahlt bei seinen Freunden damit, wie leicht sie zu haben war.

Und der stets verfügbare Kumpel mit der Bohrmaschine? Der ist der Schlimmste von allen. War immer nur nett zu ihr, um sich bei ihr einzuschleimen, nie wirklich an ihrer interessiert sondern nur an ihrer Vagina und ist jetzt furchtbar passiv-aggressiv, weil er sich um die sexuelle Gegenleistung, die ihm - zweifellos! - für seine Freundlichkeit zusteht, betrogen sieht und verachtet sie von allen Dreien am allermeisten. (All die kleinen Dinge, die sie für vielleicht für ihn tut - ihm zuhören, wenn er jammert, über seine Witze lachen, ihn in seinem Zielen bestärken , usw., Dinge, die Freunde füreinander tun - sind natürlich nix wert, so lange sie nicht die Beine für ihn breit macht.)

Es gibt nur eine Möglichkeit, wir lassen das mit der Heterosexualität und regeln das mit der Reproduktion lieber übers Labor.


11.03.2009 13:44 Uhr

Eve_LaMell

Das ist ein Spiel für zwei, ...

Danke, gleich hätte ich losgeschrien.

11.03.2009 19:39 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich kann diese Gedanken nachvollziehen, kann mich aber trotzdem null damit identifizieren.

Ich verstehe nicht, was der Appell des "lebe das Leben" mit Geschlechter-Rollen zu tun hat. Bzw. warum man im 21. Jahrhundert immer noch darauf herumreiten muss.

Ich kenne übrigens einige Frauen, die die Klischee-Kiste gesprengt haben und bei den Kerlen durchweg auf Ablehnung stoßen, weil die Männer sich neben denen wie sinnlose Würstchen vorkommen. Das nur nebenbei...

Wo willst du denn die Grenze zwischen "Selbstverwirklichun g" und "Egoismus" ziehen? Die Frage ist doch die, wie kann man sein Leben leben, ohne auf dem Rücken von anderen herumzutrampeln? Es gilt, rücksichts- und respektvoll einen gemeinsamen Nenner mit anderen Menschen zu finden.

Nehmen wir mal dein Beispiel der Scheidung: Eine Frau, die sich scheiden lässt, kann eine Schlampe sein, weil sie ihren Mann betrogen hat und jetzt die Konsequenzen zieht. Sie kann leichtsinnig sein, weil sie keinen "Beschützer" mehr an ihrer Seite haben will. Sie kann eine Heldin sein, weil der Typ sie nicht anständig behandelt hat. Sie kann eine Versagerin sein, weil sie es nicht geschafft hat, anständig an der Ehe zu arbeiten... Das sind doch Millarden Sichtweisen, die gleichermaßen auf Männer und Frauen anwendbar sind.

Es geht nicht um Mann und Frau. Es geht um ein Miteinander. Das niemals funktionieren wird, wenn ständig Leute darauf herumreiten, was wie und warum beim anderen Geschlecht so oder anders oder richtig oder sonst wie sein muss.

11.03.2009 11:41 Uhr

oceaneyes

RE: Die Emanzipation des Mannes

das ist doch mal ein Kommentar, den ich glatt unterschreiben würde.

11.03.2009 12:12 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

hehe, danke ^^

11.03.2009 12:14 Uhr

misspringle

RE: Die Emanzipation des Mannes

du kannst aus "dirty dancing" zitieren???
heirate mich!

11.03.2009 12:20 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

ich kann aus love actually zitieren "nobodies gonna shag you if you weep like a girl"

11.03.2009 12:26 Uhr

misspringle

RE: Die Emanzipation des Mannes

ok, nichts überstürzen. mistergambit, heute schon was vor? :)

11.03.2009 12:35 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

um 18 uhr is feierabend ;D

11.03.2009 12:42 Uhr

Kocmonabt

RE: Die Emanzipation des Mannes

"Männer hören Rock, Metall oder Hip Hop. Keine Diskussion!"

quatsch. metall hören tu ich nur beim nageln. und dazu meistens techno mit ch wie in einzichrichtigallean derensindd oof.

11.03.2009 12:35 Uhr

gianas_sister

RE: Die Emanzipation des Mannes

Interessante Gedanken, die du dir hier machst! Abr irgendwie mag ich aber deinen Stil nicht, ich weiß nicht wieso. Aber Rechtschreibfehler müssen nicht sein, besonders "Heavy Metall" tut ordentlich weh :-(

11.03.2009 12:38 Uhr

nelMa

RE: Die Emanzipation des Mannes

In der Frauenbewegung gibt es verschiedene Theorien, Gleichberechtigung durchsetzen zu wollen:
1. Die Theorie der Gleichheit
2. die Theorie der Dekonstruktion und
3. die Theorie der Rekonstruktion.
Alle laufen jedoch auf eine Tatsache hinaus: das Differenz-Dilemma! Während wir versuchen, uns zu emanzipieren und gleichzeitig das Ziel haben, Gleichberechtigung durchzusetzen, entsteht ein Paradox. Wir müssen demnach ersteinmal herauszufinden, welche Stereotypen wir bedienen, sie analysieren, um sie verändern zu können.
Aus diesem Grund finde ich es gut, dass Männer die Unterschiede feststellen- für wen auch immer eine Ungleichheit bestehen mag. Aber wir sollten nicht außer Augen lassen, dass wir in Deutschland mit dem GDI (Gender Development Index) weit oben stehen, es jedoch gerade auch in Europa noch viel Ungleichheit/ Ungerechtigkeit gibt. Die ganze Welt betrachtet, sieht es sogar noch irreführender aus.
Zudem hat die Gleichberechtigung noch einen anderen Schwerpunkt, der hier wohl ganz außer Acht gelassen wurde: Die Gleichbrechtigung zwischen Menschen und nicht nur bezüglich der geschlechtsspeziefis chen Auseinandersetzungen .

11.03.2009 12:42 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Also.....
Zunächst einmal möchte ich kurz auf den Text eingehen, über den bisher noch nicht gesprochen wurde und der es immerhin auf die Startseite geschafft hat und das wahrscheinlich, weil das Thema ein sehr kritisches Thema ist und schon seit Jahrzehnten von sämtlichen Personen, die entweder etwas zu sagen haben/hatten oder die meinten, etwas zu sagen zu haben, diskutiert wurde, auseinandergepflückt und bis auf den Grund durchbohrt wurde.
Mir persönlich gefällt dein Schreibstil. Er ist flüssig, einfach zu lesende Sätze und man kann sich bis zum Schluss durchkämpfen. Bei anderen Texten fällt das zuweilen manchmal schwer. Du hast natürlich ein brisantes Thema gewählt :) Aber ich finde deinen Text erstmal gut.

So.
Und nun noch meinen Senf:
Um es mal von vorne aufzurollen - Emanzipation kommt aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt "einen Sklaven oder erwachsenen Sohn aus der feierlichen Eigentumserwerbung durch Handauflegen, also die Eigenständigkeit, entlassen".
Den Sohn.
Haben wir Frauen uns das Wort also geklaut? :)

Nun ja. Im 17./18. Jahrhundert erfolgte eine Bedeutungsverschiebu ng. Demnach wurde aus dem Akt des Gewährens von Selbständigkeit eine Aktion gesellschaftlicher und insbesondere politischer Selbstbefreiung. Ziel: ein Zugewinn an Freiheit oder Gleichheit, meist durch Kritik an Diskriminierung oder paternalistischen Strukturen, oder auch die Verringerung von z. B. seelischer, ökonomischer Abhängigkeit, etwa von den Eltern. Häufig stet dieser Begriff aber synonym für die Frauenemanzipation.< br />
Dennoch gilt:
Oft bezeichnet die Emanzipation eine Befreiung von Gruppen, die aufgrund ihrer Rasse, Ethnizität, Geschlecht, Klassenzugehörigkeit usw. diskriminiert und von politischen Entscheidungsprozess en ausgeschlossen waren. Und für alle Pädagogen, die bisher bis hierhin gelesen haben :)
Daraus ergab sich im englischen das Wort "Empowerment" = Ermächtigung.

Die eigentliche Emanzipation also heißt nichts anderes als Minderheiten kämpfen um ihr Recht. Dass wir Frauen dies bis heute mit uns rumtragen, finde ich persönlich affig, denn als Minderheit sehe ich persönlich mich nicht unbedingt, nur weil ich eine Frau bin. Früher war das aber leider so. Ob im 12./13. Jahrhundert, in der Französischen Revolution oder Mitte der 40er Jahre - aber bei diesen Kämpfen waren wir Frauen eine Minderheit und kämpften für mehr Bürgerrechte, z.B. Wahlrecht, Recht auf Bildung usw., oder ob gegen die Kirche revolutioniert wurde. Zu diesem Zeitpunkt war der Begriff Emanzipation also völlig gerechtfertigt.

Heute, im 21. Jahrhundert, sieht das natürlich ganz anders aus und es geht letztlich nicht mehr unbedingt um politische Diskriminierung oder ähnliches (siehe Angela Merkel, ich glaube, die ist auch eine Frau :)).
Vielmehr finde ich, wird das Wort Emanzipation seiner eigentlichen Bedeutung beraubt und missbraucht. Ich finde, an dessen Stelle sollte das Wort Verwirklichung stehen oder ähnliches.
Und für seine Verwirklichung ist jeder selbst verantwortlich, egal ob Frau oder Mann. Wie sagt man so schön: Jeder ist seines Glückes Schmied.

Natürlich sind viele Menschen noch zu sehr befangen von den irrtümlichen Vorgaben der Gesellschaft - "Du sollst als Mann arbeiten gehen" - "Du sollst als Frau die Kinder hüten" usw usw - aber meiner Meinung nach haben diese Menschen den Sinn des Lebens noch nicht verstanden und brauchen dann halt noch ein bisschen dafür.

Letztendlich sind wir in unserer Gesellschaft aber schon sehr weit gekommen, wenn man sich mal überlegt, was man mittlerweile schon alles darf, was früher nicht möglich war.

(Alles auch nachzulesen unter WIKI).

Liebe Grüße
dat schneggschen

11.03.2009 12:47 Uhr

Surecamp

RE: Die Emanzipation des Mannes

hat keiner gelesen..ich auch nicht.

11.03.2009 14:14 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich habs gelesen - das ist einer der sinnvollsten Beiträge hier und würde als Artikel von mir empfohlen werden.

11.03.2009 15:30 Uhr

sohalt

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich glaube, dass du Situation der Frauen etwas zu rosig siehst und bin mir auch nicht ganz sicher, ob der Begriff "Emanzipation" hier wirklich so glücklich gewählt ist (andere vor mir haben das schon eloquenter diskutiert), aber ich finde es trotzdem sehr begrüßenswert, dass man auch mal als männlicher Sicht restriktive Geschlechterrollen hinterfragt.

Natürlich kann man immer argumentieren, dass man als mündiger - souveräner - Erwachsener in der Lage sein sollte, einfach über solch einengenden Zuschreibungen zu stehen, aber ich weiß, wie schwer mir das als Frau mitunter fällt und ich kann es deshalb auch keinem Mann verübeln, wenn er sich darüber beklagt.

11.03.2009 12:57 Uhr

Kaddinsky

RE: Die Emanzipation des Mannes

guter Ansatz. An ein paar Stellen habe ich geschluckt ("in meinem Umfeld..." usw... diese Stelle kamen mir ein bisschen 'geschönt' und/oder unrepräsentativ vor).
Aber im Großen und Ganzen machst du den richtigen Punkt, wie man auch am Schluss sieht. Ich empfehle dir bei weiterem Interesse an dieser Thematik Walter Hollstein.
Insbesondere der Punkt mit dem Rock hat mich laut: "Oh ja!" sagen lassen. Ich finde es wirklich schade, dass ich meinem Sohn keinen Rock anziehen "kann" (natürlich kann ich, ABER...) - ich finde Röcke klasse und würde ihm wünschen, dass er auch selbst entscheiden kann, ob er das klasse findet.
Ich wünsche noch weiterhin viele gute Nerven für die weitere Diskussion. Ich kann mir aus eigener Erfahrung gut vorstellen, wie das hier die nächsten paar Tage zugehen wird.

11.03.2009 12:59 Uhr

Saharaa

RE: Die Emanzipation des Mannes

cooler Text! Ist schon was wahres dran...Militär hast du übrigens noch vergessen.
ohjeh, ihr armen Männer ;-) !
du könntest ja der erste Masculnist werden und dich politisch sowie gesellschaftlich für Männerrechte einsetzen;-) ?!

11.03.2009 13:01 Uhr

Kaddinsky

RE: Die Emanzipation des Mannes

es heißt Maskulist und es gibt sie schon zu Hauf!
Und NEIN: Bitte lieber Autor, werde keiner! Denn sie sind automatisch auch misogyn.

11.03.2009 13:08 Uhr

Nrob

RE: Die Emanzipation des Mannes

ähm ja ... sehr guter text ...
was wahres dran ! (:

11.03.2009 13:06 Uhr

Kaddinsky

RE: Die Emanzipation des Mannes

!Achtung, schamlose Eigenwerbung!:
aber falls jemand WIRKLICH an weiterführender Literatur zur Frage "Emanzipation des Mannes" - oder wie auch immer man das nennen mag - interessiert ist: Hier gibt es eine Buchrezension von mir über Walter Hollsteins "Was vom Manne übrig blieb"
http://maedchenman nschaft.ne t/ein-♥-fur-manner /

11.03.2009 13:12 Uhr

Kaddinsky

RE: Die Emanzipation des Mannes

wah! dieser Link ist ja völlig zerrupft! also: hier gehts auch: http://short.to/23vl

11.03.2009 13:14 Uhr

Paradigmenwechsel

RE: Die Emanzipation des Mannes

Hmm, ich finde den text auch nicht schlecht...wenn ich auch eher nen bischen weg von der Emanzipation schaue, auf Rollenbilder und Erziehung...

Ich denke das Männern einfach schwer fällt, mit dem heutigen Rollenbildern in der Gesellschaft klarzukommen, weil es irgendwie kein schlüssiges gesellschaftliches Bild für Männer gibt.

Auch finde ich es irgendwie blöd, daß in Kindergärten keine männlichen Erzieher/Kindergärtn er arbeiten und so die Prägung fast nur durch Frauen erfolgt. Das bedeutet dann das Jungs nach maßstäben von Mädchen beurteilt und erzogen werden und das finde ich unpassend.

(Zur Erklärung: Nein, Männer sollen nicht im Kindergarten zu Chauvis/Machos erzogen werden, sondern halt nur "jungsentsprechend") .

11.03.2009 13:17 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Und schon nimmt die Diskussion einen anderen Lauf :)

Kindergärtner anstatt rinnen gerne.
Ich arbeite selber in einem pädagogischen Beruf, allerdings nicht mit Kindern, sondern mit behinderten Erwachsenen, und manchmal wünschte ich mir auch mehr männliche Kollegen, denn oft ist es rein körperlich nicht unbedingt einfach zu händeln.

Und Kinder sind da auch nicht ganz ohne, vor allem, weil Jungs oft auch eher zu männlichen Vorbildern aufsehen, als zu weiblichen und dann kommt da noch die Problematik der Gleichsetzung mit der Mutter usw......
Alles nicht einfach.
Genauso cool würde ich es finden, würde eine Gruppe Frauen zu mir nach Hause kommen in Form eines Maler- und Lakiererunternehmens oder eines Installationsbetrieb es. Geile Idee.
Dann gibt es auch nicht mehr das Klischee: Du hast das Kind doch vom Handwerker. ^^

11.03.2009 13:28 Uhr

Paradigmenwechsel

RE: Die Emanzipation des Mannes

Danke! Genau das meinte ich!

Sehe ich ganz genauso!

11.03.2009 13:36 Uhr

threesixtyone

RE: Die Emanzipation des Mannes

ja ja ja!
genau so ist es.

ich glaube, keiner hier will in frage stellen, dass frauen gesamtgesellschaftli ch gerade in gehaltsfragen noch immer nicht gleichwertig behandelt werden.
und dennoch können sie sich innerhalb ihrer rolle als frau sehr viel freier bewegen als der mann in seiner.
wie tragisch!

frau kann hören, anziehen, glauben was sie will. sich schminken, nicht schminken, röcke tragen, hosen tragen, whatever.
männer aber, die müssen SO sein! SO und SO! nicht anders, denn sie sind ja MÄNNER.
alles andere ist Schwuchtel oder Memme. aber definitiv kein mann.
und das ist ganz klar fehlende emanzipation. quasi innere emanzipation oder so.

11.03.2009 13:30 Uhr

MisterGambit

RE: Die Emanzipation des Mannes

Glaubst du nicht, dass diese Freiheit bei beiden besteht?

Eine Frau hat auch immer Konsequenzen daraus zu tragen, wie sie sich schminkt und anzieht, auch wenn die Vordergründig subtiler sind.

Wenn sie morgens aufgebrezelt und geschminkt in ein Büro kommt kann man sich ja Fragen, wie einige Kollegen dann denken und sie folglich behandeln. Und Stutenbissigkeit unter Frauen kenn ich eben so arg [guck mal, wie die rumläuft, das flittchen] wie das schwuchtel-gejaule unter männern.

Wenn sie darüber steht, dann, weil sie tough genug ist, sich da durchzusetzen. Das gleiche gilt auch für Männer. Gerhard Schröder hat sich die Haare gefärbt.

11.03.2009 13:45 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das stimmt so hinten und vorne nicht. Eine Frau, die sich kaum oder nicht schminkt, lieber Bier statt Sekt trinkt und Turnschuh statt Stiefel trägt ist schnell als "unweiblich" verschrien.

11.03.2009 13:58 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

Äh, das war für 361, nicht für dich, gambit. sorry

11.03.2009 13:59 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Also ich trinke viel lieber Bier als Sekt, bin wenig geschminkt, trage auf der Arbeit öfter Turnschuhe und bin alles andere als unweiblich. :)
Zumindest sagen das mir meine Kollegen.

11.03.2009 14:37 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ja, so SOLLTE es ja auch sein!
EIGENTLICH...

11.03.2009 14:45 Uhr

tie.he

RE: Die Emanzipation des Mannes

emanzipiert= betont selbstständig und vorurteilsfrei (lt. Duden)
Frauen mussten sich ihre Selbstständigkeit und damit verbundene Gleichberechtigung in jeder Beziehung hart erkämpfen.
Ein Mann, der sich in die sogenannte Männlichkeitsrolle steckt, hat noch nicht verstanden, dass Frau mit eigener Selbstständigkeit auch vorturteilsfrei handelt/ handeln kann.
Und da jeder Mensch anders gestrickt ist, sollte er doch einfach nach seinem Muster leben.
Möglich ist alles!!

11.03.2009 13:31 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Ich weiß, das Gemaule nervt, aber finde nicht, daß die Startseite hier gerechtfertigt ist. Höchstens der Diskussion wegen...

Begründung in Kurzform:
Die Situation der Frauen ist geschönt dargestellt, das Problem der Männer überstrapaziert und der Begriff "Emanzipation" weich gewaschen. Wieder einmal Startseite nur des Themas wegen.

11.03.2009 13:43 Uhr

Paradigmenwechsel

RE: Die Emanzipation des Mannes

...ja, aber ist das nicht immer so (und Sinn und Zweck der Startseite?)

11.03.2009 13:49 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Ja natürlich.
Ich hab nur einen gewissen Anspruch an die Beißknochen, die den Hunden hingeworfen werden.

Eigentlich will ich das Gemaule ja sein lassen. Aber hier war es mir zu schematisch nur der Diskussion wegen.

11.03.2009 14:08 Uhr

sophie_servaes

RE: Die Emanzipation des Mannes

 
Wieder einmal Startseite nur des Themas wegen.
 


Hallo LudwigMartin,
das kann ich so nicht unterschreiben - ich meine schon, dass Texte, die ein diskussionswürdiges Thema behandeln, seltener auf der Startseite stehen als Texte, die "einfach nur" schön geschrieben sind. Und ich denke nicht, dass das Thema - wie man auch an den Kommentaren sieht - überstrapaziert/weic hgewaschen ist.
Gruß, Sophie

11.03.2009 14:06 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


Hab mich blöd ausgedrückt.
Mit "wieder nur" meinte ich, daß bei einem Diskurs-Text die Qualität des Textes (Argumentation) kaum eine Rolle spielt.
s.meine Antwort an Para.

Aber das ist nur meine Sicht der Dinge... andere finden den Text ja toll.

11.03.2009 14:13 Uhr

sohalt

Einspruch

Situation der Frau geschönt dargestellt? - Ja.
Begriff der "Emanzipation" weich gewaschen? - Ja.
Problem der Männer überstrapaziert? - Hmm.

Manche Männer scheinen tatsächlich Frauen den Opfer-Status neidig zu sein. (Siehe Dietmar_Wischmeyer oder die "Maskulinisten"). Und das geht mir gewöhnlich auch wahnsinnig auf den Wecker. Das sind die Typen, die bei jedem Artikel über Gewalt gegen Frauen sofort aufheulen, ja aber manchmal gibts auch weibliche Gewalt gegen Männer! (Ja, das gibts. Und ja, darüber muss man auch mal reden. Schreib deinen eigenen Artikel drüber. Aber hier ist das grade nicht relevant. Also ob gelegentliche weibliche Gewalt gegen Männer (statistisch wohl eher im Bereich "tragischer Einzelfall", auch wenn's da sicher eine hohe Dunkelziffer gibt, wegen männlicher Scham sowas zu melden) die allgegenwärtige Gewalt von Männern gegen Frauen (die auf subtile Art unsere ganze Kultur durchzieht; siehe Vergewaltigung als sexy Sujet für Mode-Kampagnen) irgendwie "rechtfertigen" oder "ausgleichen würde"! Also wirklich.) Ich bin die erste, die denen auf die Zehen steigt.

Aber ich fände es unfair, den Autor dieses Artikels mit solchen Typen in den gleichen Topf zu werfen. Anders als Herr Wischmeyr sieht er sich ja nicht als Opfer "der Frauen" oder "des Feminismus", sondern als Opfer des System (genauer: restriktiver Geschlechterrollen). Und ich finde es sehr, sehr gut, wenn Männer auch langsam einsehen, dass sie etwas zu gewinnen hätten, wenn wir diese restriktiven Geschlechterrollen aufweichen.

Außerdem wurde dem Autor hier unter anderem "mangelnde Souveränität" vorgeworfen. Genau das gefällt mir! Dass endlich mal auch ein Mann mangelnde Souveräntit eingesteht im Angesicht gesellschaftlicher Vorgaben. Wenn ich mich darüber beklage, was du als Frau so täglich für Scheiße vorgesetzt bekommst von den Medien und deinem Umfeld, dann muss ich mir oft anhören: Selber schuld, wenn du das alles schluckst. Da muss man halt einfach drüber stehen.

Und ja, da ist was Wahres dran, man muss sich tatsächlich auch selbst bemühen, da drüber zu stehen. Aber es ist sehr viel schwerer, sich diesen Sachen zu entziehen, als manche Leute das gern hätten, weil sie eben unterschwellig wirken. Und ich glaube, Leute, die behaupten, sie wären gegen unsinnige gesellschaftliche Zuschreibungen völlig immun, sind ein bisschen naiv. Ich habe noch keinen getroffen, dem ich das komplett abkaufe.

Mein Verstand sagt mir vielleicht: Das ist doch alles Schwachsinn - aber der Bauch hat diese Sachen oft schon zu sehr internalisiert um sich so mir nichts, dir nichts davon zu lösen.

11.03.2009 14:46 Uhr

LudwigMartin

Einspruch


Ich bin davon entfernt, den Autoren in irgendeinen Sack zu stecken, an "Gewalt gegen Männer" habe ich gar nicht gedacht.

Wie ich oben schon geschrieben habe, gingen im Verlaufe der Emanzipation der Frauen sehr viele bis dato selbstverständliche Dienstleistungen der Frau für den Mann und die Familie den Bach hinunter, was zwangsläufig die Weiterentwicklung der Männer herausforderte.

Ich fühle mich als ein wesentlich emanzipierterer, freierer und selbständiger Mann, wenn ich mir mein Essen selber kochen, meine Wohnung gestalten und sauberhalten, mit Kindern umgehen kann.

DAS ist Emanzipation und nicht, daß ich mich traue, nen Rock anzuziehen oder öffentlich Pur zu hören.

Dieses zweitere Problem ist eines, das alle haben könnten, da es immer Dinge gibt, die angesagt sind oder nicht.

11.03.2009 16:05 Uhr

LudwigMartin

Einspruch


Mag sein, daß meine Beispiele nicht für alle Männer zutreffen. Fakt ist aber, daß es die Gesellschaft nicht mehr trägt, daß ein Mann von der Frau in allen Lebenslagen bedient wird.

11.03.2009 16:08 Uhr

sohalt

Amen.

ja, das sehe ich ja alles auch so. Über den Ausdruck "Emanzipation" in diesem Zusammenhang war ich ja auch nicht ganz glücklich, und das mit dem Rock ist vielleicht wirklich ein schlecht gewähltes Beispiel, weil es nur ein vergleichsweise banales Problem betrifft. Aber das Stigma zum Beispiel, mit dem der Hausmann noch immer zu kämpfen hat und ähnliches - findest du nicht, dass das durchaus der Rede wert ist?

Mir ist es schon klar, dass es immer irgendwelche gesellschaftlichen Rollen geben wird, weil es ohne nicht geht, und dass eine Anpassung an diese Rollen immer auch Kompromisse erfordert bzw, dass eine eventuelle Verweigerung eine Anpassung an eine solche Rolle eine unentbehrliche persönliche Kompetenz ist, die zu entwickeln niemand erspart bleiben wird - auch nicht in der gerechtest-möglichen aller Gesellschaften. Aber ich möchte mehr Rollen zur Auswahl haben, und ich kann eben auch verstehen, dass Männer sich in ihrer Rollenwahl eingeschränkt fühlen. Und das ist ja das Problem, um das es hier geht, oder?

Der Autor will, scheint mir, eher keine Gesellschaft zurück, in der ein Mann von dr Frau in allen Lebenslagen bedient wird.

11.03.2009 20:13 Uhr

LudwigMartin

Amen.


"Der Autor will, scheint mir, eher keine Gesellschaft zurück, in der ein Mann von dr Frau in allen Lebenslagen bedient wird."

Nee, sicher nicht. Das mit dem Bedienen sollte nur erklären, daß mit der Emanzipation der Frau in Richtung weniger Unterordnung die Emanzipation des Mannes in Richtung weniger Abhängigkeit im privaten Bereich einherging. Zwangsläufig.

Kann sein, daß manch einer sich als Hausmann blöd vorkommt. Ich persönlich hätte damit nur ein Problem des fehlenden Einkommens, sonst nichts. Denn ich wüßte, daß ich die Aufgabe auf meine Art und Weise ausfüllen würde - und meine Hobbys wichtiger werden würden, um mal rauszukommen.

Seit Einführung der Vätermonate ist auch eine gestiegene Bereitschaft zur Hausmannschaft ;-) zu verzeichnen.

Will sagen: es rüttelt sich von allein zurecht, wenn die Rechte aller geachtet werden. Und ich brauch keinen Aufruf an alle Männer in dieser militärisch-testoste rongetränk ten Manier. ;-)

Hier hast Du recht: Möglicherweise fehlen dem Autoren Vorbilder.

12.03.2009 09:21 Uhr

herr_krawalli

Amen.

spannend.
erstens: nein, ich möchte sicher keine gesellschaft, in der der mann wieder von der frau bedient wird. wie kommst du darauf?wo steht das denn? will ich bedient werden, wenn ich dazu auffordere, mein baby zu wickeln oder meine wäsche zu waschen?
zweitens: nein, irrtum. mir fehlt es gewiss auch nicht an vorbildern. sonst wäre ich nicht in der lage, an mehr männer zu appellieren, die sich aus ihren klischees lösen sollen/können/müssen .

12.03.2009 09:28 Uhr

LudwigMartin

Amen.


Au Mann!

Mein Anhängsel war nur ne Egänzung zu meinem Kommentar und bezog sich NICHT auf den Text. Das wär ja sehr unlogisch.

Es ging mir darum, zu zeigen, WANN wirkliche männliche Emanzipation stattgefunden hat: nämlich im Zuge der weiblichen Emanzipation: wenn der Mann nicht mehr bedient wird, muß er sich um einiges selbst kümmern.

Schön, daß Du Vorbilder hast. Dann versteh ich die Motivation hinter dem Text nicht - welche Memme willst Du denn damit erreichen?

Das geht smarter. Lies Dir mal die Väter-Texte von hib und Tim123 durch. Wenn Du die den Machos in Deinem Umfeld zum Lesen gibst, erreichst Du mehr. ;-)

PS. Ich war Zivi und bin allergisch, wenn jemand (in übertragenem Sinne) zu den Waffen ruft.

12.03.2009 09:51 Uhr

herr_krawalli

Amen.

mein "erstens" bezog sich auch nicht auf dich, ludwigmartin. das wurde in deinem kommentar auch klar.

texte über das vater sein, können nur väter schreiben. ich bin keiner.

die motivation hinter diesem text ist diese diskussion, die hier stattfindet. ob sie nun auf der startseite ist, da kann ich nichts für, aber entschuldige mich auch nicht dafür. ich hab ihn schließlich für meine seite geschrieben.

ich mag die diskussion. mag ich im allgemeinen. ich mag es nur nicht, wenn auf mich persönlich geschossen wird. so viel zu den waffen, die ich nicht trage, weil ich sie nicht ausstehen kann.

12.03.2009 09:56 Uhr

LudwigMartin

Amen.


Das mit der Startseite hat mit Dir nichts zu tun, klaro.

Die genannten Texte sagen etwas über's Mannsein aus, auch wenn die Vaterschaft dahinter steht. Ein Vater ist schließlich auch ein Mann.

Ich hoffe, Du fühltest Dich nicht von mir persönlich angegriffen. Das mit den Vorbildern war mit extra einem "möglicherweise" versehen.

Texte hingegen greife ich gern scharf an - v.a., wenn die Beachtung und Zustimmung m.E. zu hoch angesetzt ist. Daß ich damit zumindest die Beachtung noch steigere... geschenkt.

12.03.2009 10:07 Uhr

herr_krawalli

Amen.

ich bin nicht aus zucker. :-) aber das musste ich kurz klarstellen, weil ich nicht verstehe, wie man darauf kommt. aber das ging auch nicht an dich und spielt hier jetzt auch keine rolle mehr. mein statement dazu steht bereits.

aber das geschenk wiederum nehme ich gerne - denn dafür war und ist der text gedacht. scharfe kritik / lob oder sonstiges ist immer gerne willkommen.

das mal im allgemeinen.

12.03.2009 10:14 Uhr

LudwigMartin

Amen.

Schön.
Ist ja nicht selbstverständlich.

12.03.2009 12:53 Uhr

herr_krawalli

Amen.

äh...fehler in der matrix....
ich muss mal eingestehen, dass ich in dem kommentar von user sohalt statt "keine gesellschaft" "eine gesellschaft" gelesen habe....wir streichen also mein "erstens" wieder....
nix passiert - lalelu.....

12.03.2009 19:20 Uhr

Milchpirat

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich habe einen Text nur überflogen, da er mir wie eine Auflistung verschiedener Situationen erscheint in denen das eine so scheint, das andere so ist....

Hier ein weiteres Gegenbeispiel, ich hoffe, ein solches wurde noch nicht gebracht: Ich habe eine Freundin, die an einer Hochschule unterrichtet, ja sie ist Dozentin... und ihr fällt es schwer neue Menschen kennen zu lernen, manchmal verschweigt sie sogar, was sie macht, da die meisten es abschreckend finden, wenn Frauen eine höhere Position im Job einnehmen als sie selbst - wer kennt nicht das Gerücht, dass ein Dozent es mit ner Studentin treibt, aber eine Dozentin? Nein, kaum Erfolg auf dem Flirtmarkt... aber ich schweife ab...

Hier noch ein interessanter Zusatz (sozusagen ein Pro für dich): Emanzipation kommt von dem lateinischen Wort -emancipare- was soviel heißt wie "gleichmachen" - fragt sich nur, wer hier wen gleich macht? Ob die Frauen den Männern gleich gestellt werden oder aber ob sie die Männer sich gleich machen? sozusagen "nach unten ziehen" --- aber das wäre dann ja ein ganz anderer Text ;)

11.03.2009 14:01 Uhr

Milchpirat

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ach und bevor ich es vergesse:

Nietzsche sagte einmal: Emancipation ist die Rache der Schwachen (ecce homo)...hm... was er damit wohl gemeint hat?

11.03.2009 14:03 Uhr

Mephy

RE: Die Emanzipation des Mannes


Das ist nicht richtig Emanzipation kommt von lateinisch "e-" (hinaus), "manus" (Hand) und "cipare" (fassen, umklammern".

Es geht also darum, sich aus der Hand bisher gültiger Zwänge zu befreien, was sicher nicht nur eine Aufgabe für Frauen ist, sondern für jeden Menschen - habe ich mal so gehört. ;)

11.03.2009 14:16 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Da kann ich nur auf meinen etwas längeren Text von vorhin verweisen, den keiner lesen will, denn da ist die Übersetzung des Wortes enthalten, am Anfang :)

11.03.2009 14:36 Uhr

Mephy

RE: Die Emanzipation des Mannes


Joah, du hast den antiken Brqauch angeführt, ich hab's halt wörtlich übersetzt. ;)

Du brauchst nicht zu glauben, dass den Komm. niemand gelesen habe, nur weil Surecamp das schreibt; was der hier vor sich hin brabbelt, wenn er seine Antidepressiva überdosiert hat, interessiert nun wirklich niemanden - außer mir, ich mag's als abschreckendes Beispiel. xD

11.03.2009 14:46 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

*lach*
Da ich ihn nun gar nicht kenne, kann ich das nun auch nicht beurteilen.
Wie heißt es so schön:
"Das Leben ist zum Lachen da, drum schluck ich Psychopharmaka."
Übler Spruch, ich weiß, aber als völlig beruflich integrierte Person in dieses Thema, darf ich ihn bringen. :)

11.03.2009 14:56 Uhr

Mephy

RE: Die Emanzipation des Mannes


;D

11.03.2009 15:09 Uhr

Surecamp

RE: Die Emanzipation des Mannes

aber Mephy, das stimmt doch gar nicht.
Die paar Tavor machen den Bock nicht fett.

11.03.2009 16:16 Uhr

mezzanine

RE: Die Emanzipation des Mannes


Benzos liefern dir aber flott ne nette Sucht, dann mal: guten Appetit!

11.03.2009 16:27 Uhr

Milchpirat

RE: Die Emanzipation des Mannes

Okay, dann war das vielleicht nur die gut gemeinte Interpretation eines ganzen Nietzschekommentars, der auf dieser Möglichkeit der Übersetzung aufbaut ;) Ich habs auch noch mal nachgeschlagen und der Stowasser gibt da auch nicht mehr her ;) - Jedoch, unabhängig desse.., wird die Emanzipation heutzutage vielleicht längst im Sinne des Gleichmachens verstanden, oder etwa nicht? Und sei es drum, sich aus der "selbstverschuldeten Unmündigkeit" zu befreien ist, um damit den Bogen zu schließen, wenigstens seit Kant der Anspruch dem alle Menschen nachgehen sollte ... nur gibt es da jene Zweifler, die dahingehend ein ganz anderes Denke an den Tag legten, aber ich schweife schon wieder ab ;) Danke für die Klärung...

12.03.2009 09:31 Uhr

Milchpirat

RE: Die Emanzipation des Mannes

...und um eine erneute Diskussion auszuschließen, ich weiß, dass Kant nicht von der Emanzipation gesprochen hat, wie sie ganz im vom Schneckschen angesprochenen Sinne verwendet wird... aber das ist schon wieder ein ganz anderer Text ;)

12.03.2009 09:38 Uhr

frl_smilla

RE: Die Emanzipation des Mannes

Männer sollen sich emanzipieren, weil Frauen jetzt ihr eigenes Leben leben und Männer jetzt auf einmal nach 21 Jahrhunderten nicht mehr????

Diese Geschlechter-Rollen- Diskussion ist hinten und vorne nicht mehr angebracht. Egal in welchen Belangen.

11.03.2009 14:06 Uhr

Surecamp

RE: Die Emanzipation des Mannes

Puh, das Frauenumfeld scheint bei Dir zu stimmen aber ansonsten hast du eher ein machismen geprägtes "Dummbatz-harter Typ" Umfeld, hm?
Tipp: such dir mal andere (Männer)Freunde, dann kannst du auch mal die Musik hören, die dir gefällt.
Und vor allen Dingen die Frau und die Kinder verlassen!

11.03.2009 14:07 Uhr

nightangel2000

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich sehe es ähnlich, ich denke auch dass die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau immer noch stark auseinander driften und man nicht davon sprechen kann, dass sich diese Geschlechter "auf Augenhöhe" miteinander befinden. Es gibt viel zu tun...auch für die Emanzipation des Mannes.

11.03.2009 14:52 Uhr

misspringle

RE: Die Emanzipation des Mannes

BITTE...
könnten wir uns darauf einigen, dass es diese diskussionen durchaus noch braucht? auch und vor allem hier auf neon, ungeachtet derer, die ach so abgeklärt über diesen dingen stehen.
DANKE...

11.03.2009 14:53 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

Aber der hier oben stehende Text des Autors ist in meinen Augen keine geeignete Basis dafür.

Und die Diskussion braucht es vielleicht wirklich nicht, wenn man von all diesen "Geschlechter-Rollen "-Gedanken mal weg geht. Es geht einfach um Toleranz beim Miteinander und wenn das funktionert, muss ich auch nicht mehr über Mann-Frau diskutieren.


11.03.2009 15:00 Uhr

misspringle

RE: Die Emanzipation des Mannes

es geht nicht um dich, mich oder andere tolerante menschen (oder solche, die sich zumindest dafür halten). es geht um die gesellschaft. zu der wir auch gehören. nur weil hier alle emanzipiert sind, heißt dass noch lange nicht, dass man sich nicht gezwungen sieht, sich irgendwelchen bescheuerten gesellschaftlichen regeln zu unterwerfen, um nicht unangenehm aufzufallen. der autor hat eine beobachtung gemacht, mehr nicht. über die umsetzung lässt sich streiten, aber in dem moment, in dem sich ein mensch mit der ihm zugedachten rolle in der gesellschaft nicht wohl fühlt, ist ein bisschen nachdenken (seitens der leser) durchaus angebracht. bis zum nächsten belanglosen startseitentext... :)

11.03.2009 15:10 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

Nun, ich gebe dir prinzipiell recht. Ich habe nur den Eindruck, dass der Autor sich an der "Emanzipation" irgendwie nur aufhängt und eigentlich was anderes meint.

Und ich muss leider die ungleiche Sichtweise auf Frauen und Männer kritisieren, weil diese Darstellung, auch wenn es nur eine Beobachtung sein soll, einfach nicht funktioniert.

11.03.2009 15:52 Uhr

Haribo

RE: Die Emanzipation des Mannes

Du hast völlig Recht!
Wenn mir ein Mann von nem dreier erzählt, ist es völlig normal, dass er den mit zwei Frauen hatte, die auch miteinander rummachen (ergo: Bisexuelle Frauen). Wenn ich denen dann sage: ich hätte gerne nen dreier mit zwei Bisexuellen Männern, fangen die an sich vor mir zu ekeln.
In der Hinsicht verweigern Männer jegliche Emanzipation. Scheiß auf die Geschlechterrollen!

11.03.2009 14:59 Uhr

Romeo_Flausch79

RE: Die Emanzipation des Mannes

Dann wundere ich mich über die ganzen DP Pornos. Die müssen doch auch für jemanden gemacht werden.

11.03.2009 15:07 Uhr

Morgensonne

RE: Die Emanzipation des Mannes

so sehr und so gern hier auch über den Text gemotzt wird, im Grunde deckt er sich mit meinen Beobachtungen.
Ja, klar, natürlich, auch ein Mann kann sich schminken und Röcke tragen und bei Dirty Dancing heulen, da kann ihn niemand dran hindern, wenn er es ernstlich will, weiß ich alles. Natürlich kann auch ein Mann theoretisch aus der (immer noch recht klar definirten) Männerrolle fallen oder springen. Nur hat er dann mit wesentlich mehr Widerstand zu rechnen als eine Frau, die selbiges tut. Die Frauen haben einen Teil dieser Kämpfe schon hinter sich, das Frauenbild ist inzwischen wesentlich diversifizierter als das Männerbild (wie einige der Kommentare hier unfreiwillig und wunderbar beweisen). Da sind die Frauen in Sachen Emanzipation den Männern schon einiges voraus. Eine Frau hat eine wesentlich größere Freiheit, sich zu verhalten, ohne extrem aufzufallen, weil es eben nicht mehr ein Frauenbild gibt, sondern hunderte, irgendwo da wird das eigene Leben schon rein passen. Männer haben da bisher wesentlich weniger Auswahl, es gibt noch einen wesentlich klareren Standard, Abweichungen davon sind immer noch wesentlich seltener und werden dementsprechend noch wesentlich mehr zur Kenntnis genommen und das meist nicht gerade positiv.

Insofern: ja, doch, ich kann dem Autor da definitiv zustimmen. Und eine Gesellschaft, die unabhängig(er) von Geschlechterrollenbi ldern wäre, ist zumindest für mich etwas verdammt erstrebenswertes. Da wäre es doch mal ganz nett, wenn man den Männern, die ihre verlassen wollen, vielleicht nicht ganz so viele Steine in den Weg schmeißt.

11.03.2009 15:08 Uhr

Romeo_Flausch79

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das mit dem "Rock tragen" kann ich nicht bestätigen. Da ich Kontakte zur Heavy Metal und Rollenspielerszene habe, kenne ich genügend rocktragende Männer, die problemlos durchs Leben kommen. Man kann nur nicht erwarten 100% der Zeit 100% der Leute zu gefallen.

11.03.2009 15:14 Uhr

Morgensonne

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das habe ich einfach mal unter den Tisch fallen lassen. Ich kenn da auch einige, die das tun, aber das sind immer noch recht kleine "Randgruppen", in denen das okay ist

11.03.2009 15:22 Uhr

Romeo_Flausch79

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ist es nicht unrealistisch zu erwarten, daß jedes Verhalten in jeder Gruppe gleichermaßen akzeptiert sein wird? Gruppen definieren sich durch unterschiedliche Regeln und Erwartungshaltungen und Gepflogenheiten. Die Lösung liegt m.E. darin, sich in den Gruppen auszuleben, die das unterstützen.

11.03.2009 15:38 Uhr

Guelle

RE: Die Emanzipation des Mannes


Romeo...Metaller.. .ach is das herrlich.

11.03.2009 17:48 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das ist doch aber wieder das typische Ding: ab wann ist es denn unproblematisch, normal und hinnehmbar, daß Männer* Röcke tragen*?
Wenn's alle tun oder was?

*man kann hier beliebig austauschen

Es gibt immer Sonderrollen und aus dem Rahmen Gefallene/Gesprungen e.

11.03.2009 15:39 Uhr

nokiland

Wieso sieht Du dich im Wettstreit mitt Frauen?

 
Betrachte ich Emanzipation als eine Frage des Geschlechts, muss ich zu dem Schluss kommen, dass die Frauen uns Männern mal wieder einen Schritt voraus sind.
 



Ganz ehrlich gesagt - alles Mumpitz was Du thematisierst *g*. Die Probleme verursachen nicht andere, die Dich schief angucken oder angeblich abwerten, sondern Du selber machst ein Problem aus der Haltung anderer. Ein "Problem", das es so ohne Dich garnicht erst gäbe. Das ist wie mit Schrödingers Katze, verschränkten Teilchen.... erst im Auge des Betrachters (des Geistes) entsteht ein Zustand, den man dann auswerten kann... der aber nicht grundsätzlich existiert.

Und so existiert Dein Emanzipationsproblem auch nicht wirklich. Ich habe z.B. keines. Ich HÄTTE aber eines, wenn ich mich nicht getraue das zu tun was ich will und die Schuld für meine Zurückhaltung dann bei der Gesellschaft suche. Du allein machst einen für Dich ungelegenen Zustand publik und zementierst mit "Das ist ein Problem!". Quatsch mit Soße *g*. Es ist immer nur für den einzelnen ein "problematischer Zustand", der durchaus massentauchglich wird ... aber nur weil plötzlich viele Leute in den Medien sich der Meinung anderer anschließen, statt selber zu denken. Und schon, wie aus dem Hut gezaubert, redet alle Welt von der "Problematischen Emanzipation des Mannes".
Nee, so sollte das nicht funktionieren, das ist genau das, was einige Verantwortliche wollen - dem Volk Blödsinn ins Gehirn legen und ein Heilmittel anbieten ("Lest unsere Zeitschrift, HIER lösen wir Dein Problem!") *ggg*

Also, sei ein Mann, Kind oder sonstewas und mache einfach los mit dem was Du tun willst. Oder weine Dich die nächsten 10 Jahre noch aus, weil andere Schuld sind, das DU dich nicht verwirklichst.

11.03.2009 15:49 Uhr

nokiland

RE: Die Emanzipation des Mannes

Hallo Krawalli,

Ich glaube, Du lebst eventuell im verkehrten Umfeld. Nicht bös gemeint, stelle ich nur fest. Viele Punkte, die Du ansprichst, sind in meinem Umfeld z.B. absolut kein Thema. Im Gegenteil. Okay, ich komme aus einem sehr "volksverbundenem" Umfeld, mehr Arbeiter als Akademiker. Hier wird gearbeitet statt diskutiert (das oft nur mit 1.xx Promille, aber dann richtig *g*), man ist "bodenständiger".

Die von Dir geschilderten Umstände sind unmöglich pauschalisiert auf eine breite Masse abzubilden. Wer das versucht, begeht entweder mutwilig diesen kleinen Fehler oder ist zuwenig in der Welt herum gekommen.

11.03.2009 16:01 Uhr

Morgensonne

RE: Die Emanzipation des Mannes

also zumindest ich habe einen sehr expliziten Bezug eben auf das Umfeld des Autors gelesen und keinerlei Anspruch irgendetwas "pauschalisiert auf die breite Masse abzubilden". Das ist einer der Gründe, aus denen ich den Text mag

11.03.2009 18:57 Uhr

nokiland

RE: Die Emanzipation des Mannes

Da muß ich mich eventuell entschuldigen *g* Ich habe den Artikel eher überflogen, weil es einfach nichts neues ist was geschrieben wird. Das liest man immer und überall irgendwann. Der "Männer, befreit Euch" Aufruf wirkt nicht, als seien nur seine Arbeitskollegen gemeint *g*
Und klar frage ich mich da: "Was will der Autor mir sagen? Kennt er mich besser als meine Frau, obwohl er mich nie gesehen hat? Ich soll was? Mich frei machen und emanzipieren? Darf ich selbst entscheiden ob ich ein Problem habe? Oder muß ich mir sagen lassen, daß ich als Mann ein grundsätzliches Problem in unserer Gesellschaft mit der Gleichstellung zu Frauen habe? "

Der Artikel redet dem (unaufmerksamen?) Leser ein, daß er ein Problem hat. Typisch Meinungsmache. Es können sich garantiert viele Leser über den Text identifizieren, aber das heißt nicht, das die Mehrheit glaubt ein Problem mit "Emanzipation" zu haben. Wenn man den Text liest, kann man aber vermuten, daß wir alle eines haben sollten .... wenn es nach dem Autor geht *g*. Er nutzt einfach zu oft die Wörter "euch, wir ..." ... ne, diesen Floh will ich nicht haben *g*

11.03.2009 19:30 Uhr

galapagos

RE: Die Emanzipation des Mannes

@nokiland
Hallo,
als "kritischem" Leser des Textes sollte dein Problem aber nicht auftreten....
Und ich denke, dass sich JEDER mit so einem Thema kritisch auseinander setzt, da es jeden betrifft (auf Grund allg. Disskussionen, Medien, Umfeld, usw.) bzw. jeder sich darüber auf Grund eigener Erfahrungen (siehe eben da) eine Meinung bilden kann.

14.03.2009 15:00 Uhr

zebrasocke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Der Text ist echt gut. Und das Thema auch. Da hab ich neulich ebenfalls drüber nachgedacht ... Ich glaube es ist wirklich wichtig, dass es auch eine eMANNzipation gibt.
(Wahrscheinlich stehe ich mit dieser Ansicht eher allein auf weiter Flur, zumal noch als Frau ...)

11.03.2009 16:12 Uhr

Fireblade

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich find den Text auch gut. Und ich find es ziemlich amüsant, dass darüber wissenschaftliche Abhandlungen als Kommentare geschrieben werden. Das Problem der Emanzipation ist meiner Meinung nach, das Sich-viel-zu-Ernst-n ehmen! Und das spiegelt sich hier in jedem verbissenen Kommentar wieder. Und das du als Frau (Zebrasocke) es genauso siehst, freut mich vor allem. Das ist glaub ich wirkliche Emanzipation. Alles andere ist ja irgendwie doch nur Geschwätz!

11.03.2009 17:38 Uhr

Teatime

RE: Die Emanzipation des Mannes

Also ich hab jetzt keine Nerven, mir alle Kommentare durchzulesen. Deshalb entschuldigt bitte etwaige Wiederholungen.
Das ganze Problem an der Emanzipation in ihrem Geschehen ist nicht, dass Frauen die Rechte von Männern wollen (das ist ja auch völlig in Ordnung).
Das Problem ist, dass zu viele Frauen ihre Weiblichkeit verlieren mit der Einstellung wenn ein Mann furzt, dann darf ich das auch überall. Alleine durch das Geschrei nach Gleichberechtigung wird die Gleichberechtigung zerstört, weil jedes Recht wirkt wie eine Hingeworfene Mildtätigkeit.
Und wo bleibt die Gleichberechtigung? Wir müssen zum Bund, Frauen nicht. Ein ziemlich intressanter Teil der Emanzipation. Entweder alles gleich oder eben nicht. Aber sich nur die besten Teile rauspicken und den Rest den Männern lassen ist Schwachsinn.

11.03.2009 16:13 Uhr

miedsegadse

RE: Die Emanzipation des Mannes

männer => bund
frauen => schwanger
beide können verweigern. oder so. ;O)

11.03.2009 16:49 Uhr

finaude

RE: Die Emanzipation des Mannes

schläft gleich ein: finaude

11.03.2009 16:49 Uhr

Pipifatz

RE: Die Emanzipation des Mannes

Amen, Bruder!!!

Sehr schöner Text. Ging runter wie Öl! Musste mal gesagt werden! Dass da die Frauen rummäkeln ist klar! Aber so was gehört sich auch mal vor Augen gehalten!!

Danke!

11.03.2009 17:20 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich mäkelte auch.

Ach, ich muss mich ja als Mann so oder so emanzipieren...

11.03.2009 17:22 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das mit den Frauen ist pauschal UND falsch.
In meiner Wahrnehmung mäkeln mehr Männer, aber "klar" ist das nicht.

12.03.2009 09:25 Uhr

teasysfire

RE: Die Emanzipation des Mannes

Du hast wirklich und echt keine Ahnung, Mann! Aber es ist amüsant zu lesen, wie verklärt manch ein Mann doch die Welt sehen kann und so gar nicht dem Bild des Pragmatismus und Realismus entspricht. Und ehrlich, genau das schätze ich sehr an euch Kerlen. Viel Glück beim nächsten Mal.

11.03.2009 17:41 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich schrieb weiter oben einen Kommentar darüber, dass ich in dieser Art der Diskussion einfach keinen Sinn sehe, weil mir es mehr auf ein Miteinander im Sinne von gegenseitigem Respekt geht.
Ich verstehe jetzt nicht, was daran verklärt sein soll.

11.03.2009 17:44 Uhr

the_eye

RE: Die Emanzipation des Mannes

Dankeschön, vielen Dank für diesen Text. Ich sehe viele Dinge genauso, was sollen Frauen können/dürfen was Männer nicht dürfen und umgekehrt. Mich stören diese vorgeformte Rolle des Mann seins ebenso. Man muss laut sein, Fussball mögen und sich alle 10min an den Eiern kratzen sonst wird man Gesellschaftlich nicht anerkannt. Es ist nicht gestattet Gefühle zu zeigen und sobald man einen ausgeprägten Sinn für äußerliches hat, Kleidung und Styling sind die Abgrenzungen und Klischees nicht weit!

11.03.2009 17:45 Uhr

Tim123

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das ist das Schöne an diesem Portal - man wird immer wieder daran erinnert, dass es doch völlig verschiedene Lebenswelten gibt, in denen man sich auch in der bereits begrenzten und selektierten Gruppe der Neonleser bewegt.

Den einen oder anderen Neonschreiber möchte ich manchmal persönlich kennenlernen, allein um festzustellen, dass es ihn wirklich gibt. Zum Beispiel diesen hier, der mich allen Ernstes (?) dazu auffordert,

- stolz Papa zu sein,
- nicht zu Anabolika zu greifen, wenn ich meinen Kühlschrank nicht tragen kann,
- einen Job nicht weiter zu machen, wenn ich keine Lust auf ihn habe,
- mich von der Freundin zu trennen, wenn sie nicht passt.

Ein kurzer Blick in ein Wörterbuch bringt hier aber Aufklärung: "Emanzipation" steht im Wortsinne für "erwachsen werden". Und so passt der Text dann auch und macht dann sogar (begrenzt) Sinn.

11.03.2009 17:50 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

*lol*
gott sei dank ist nicht alles ernst gemeint.
ich muss sehr lachen! schlimm wäre das!

11.03.2009 18:22 Uhr

fuel2water

RE: Die Emanzipation des Mannes

Endlich mal eine andere Sichtweise!

Anderseits bin ich aber auch dafür, das die Männer Dinge wie Babies wickeln und Waschmaschinen auch mal von sich aus lernen könnten, damit sie nicht gar so hilflos da stehen. Traut euch nur, ist nicht so schwer.

 
Ein Mann, der keine Kinder möchte, ist entweder der Verantwortung nicht gewachsen oder hat Angst vor einer ernsthaften, tiefen Bindung
 



Oder er WILL einfach keine...

11.03.2009 18:16 Uhr

Lag

Viva la Latzhose - Randgruppe Mensch?


Authentizität erübrigt Emanzipation.

11.03.2009 18:21 Uhr

Guelle

RE: Die Emanzipation des Mannes


Ich will meine Rippe wieder.

So.

11.03.2009 18:32 Uhr

derHerrMitDemPixel

!

Und ich will wieder zurück in meinen Garten.
Ich mein...hätte damals diese Prototyp-Uschi mal gemacht, was man ihr gesagt hätte...oder wenigstens gekocht...oder so. Dann wäre das alles nicht so wie's ist. Ne. Aber sie musste ja unbedingt den Apfel...
die doofe Kuh.

11.03.2009 18:36 Uhr

Guelle

!


Ja und seit der Geschichte mit dem Apfel ham die Männer jetzt in Jugendzeiten auch drunter zu leiden.
Berentzen macht da nämlich ein Aufhebens drum, das is nich mehr feierlich...

11.03.2009 20:20 Uhr

Matsschek

RE: Die Emanzipation des Mannes

Du magst schon in bestimmten Bereichen Recht haben was die "Emanzipation" des Mannes betrifft.
Viele amüsieren sich darüber das ich als au pair in die USA möchte, was eher eine Frauendomäne ist und so garnicht zu einen Mann oder in die Männerwelt passt.


11.03.2009 18:47 Uhr

SerienJunkie

RE: Die Emanzipation des Mannes

ich finds richtig gut das du das mal ansprichst... ich finde du hast total recht ! raus aus dem klischeebild! =)

11.03.2009 18:51 Uhr

Freydis

RE: Die Emanzipation des Mannes

Guter Text, der längst überfällig war. Ich hoffe, viele Männer denken ähnlich und fallen aus der Rolle. ;o)

11.03.2009 18:54 Uhr

via_gustate

RE: Die Emanzipation des Mannes

der text ist wirklich putzig.. und an einer emanzipation des mannes hatte ich mir noch nie gedanken gemacht..
trotzdem.. "emanzipation mann" hin "emanzipation frau" her.. jeder soll sein leben so gestalten ohne von irgendwelchen klischees beeinflusst zu werden..
wenn wir dann von gleichberechtigung zwischen mann und frau in der gesellschaft und auf arbeit und in der gehaltspolitik reden..dann denke ich gleich an die ideologie marxs und engels.. was theoretisch nicht schlecht ist..

11.03.2009 19:54 Uhr

saxodendron

RE: Die Emanzipation des Mannes

super text, und ich stimm dir in den meisten punkten auch zu. vor allem was interessen angeht, dürfen mädchen/frauen mehr als jungs/männer. in der grundschule beispielsweise darf einem mädchen barbie, ein teddybär oder aber auch mighty max gefallen. ein junge ist da viel festgelegter, darf nicht in "femininen" kleidern kommen, ballett machen oder pink mögen.

und oft ist der männliche part der buhmann, bei dingen die bei frauen wuasi bewundert werden.

was die emanzipation der frau angeht, bin ich noch ein wenig unschlüssig. klar gibt es viele aspekte. aber was zum beispiel den schönheitswahn, die diktion von intimrasur angeht, wird es doch etwas komplexer... machen alle frauen das freiwillig? wenn man sie befragt, sagen sie ja und das ist das vertrackte. frauen meinen jetzt freiwillig immerzu sexy sein zu wollen, aber ist das nicht auch im grunde der druck von außen?
da gabs einen interessanten artikel in der taz zu, vor 2 tagen, glaub ich.

liebe grüße

11.03.2009 19:22 Uhr

Pirkko

RE: Die Emanzipation des Mannes

Na, was den Schönheitswahn angeht, der betrifft doch Männer genau so wie Frauen. Vielleicht noch nicht so extrem, aber schau Dir nur mal an, wie viel Männerpflege es gibt..das hat schon stark zugenommen in den letzten Jahren. Diktion der Intimrasur? Wer diktiert? Das sind doch allgemein Modeerscheinungen, wie es sie schon immer gab. Vor 20 Jahren war der Held in Filmen gerne mal mit ausuferndern Brustbehaarung zu sehen oder mit Bart, heutzutage ist v.a. ersteres doch völlig von der Bildfläche verschwunden. Sind Männer deswegen jetzt mehr oder weniger emanzipiert? Das ist doch eine allgemeine Richtung hin zu dem perfekten, makellosen Körper, imprägniert gegen Umwelt, Alter, Leben. Aber das ist eine andere - meiner Meinung nach sehr ungesunde -Tendenz, die aber nichts mit der Emanzipation an sich zu tun hat.

13.03.2009 15:02 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes

Aber ein lohnenswertes Thema darstellt.
Die Ersetzung von"Ausstrahlung" durch das Hygiene-Idol. Wirkliche Emanzipation (innere) würde sich dagegen lehnen.

13.03.2009 22:12 Uhr

Pirkko

RE: Die Emanzipation des Mannes

Sicher. Aber eben sowohl auf Männer- wie Frauenseite.

14.03.2009 14:43 Uhr

Talisman

RE: Die Emanzipation des Mannes

Jawohl und Amen. Du sprichst mir aus der Seele, Bruder!

Lg, Moha*

11.03.2009 19:27 Uhr

LifeInANick

RE: Die Emanzipation des Mannes

Hah! Unfassbar. Ich hatte dieses Thema vor ein paar Tagen mit einer Freundin am Telefon bequatscht. Hauptproblem: Männlichkeitsklische es. Und wie du so schön schreibst: erfüllst du sie nicht, bist du eine Tucke oder Lusche. Ultra bescheuert.

Und der Frage nach, was denn so brav männlich sei, kam mir nur eine (fassungslose) Assoziation: eine Mutter, die für ihre Kinder da ist. Die ist männlich. Kommt da wer dahergestiefelt, der dem Nachwuchs was will, geht sie auf die Barrikaden, koste es, was es wolle. Immer für sie da. Irre männlich, finde ich. Immer da, stark, unverwüstlich, cool, nicht zu verweichlicht (wie bescheuert), sexy blah blubb schlag mich tot haste nicht gehört.

Männer dürfen nicht dazu stehen, gerne kindisch zu sein (kichern oder sonstwas), zu lästern wie (mit Verlaub) Frauen und GANZ SCHLIMM, empatisch zu ihren Gefühlen zu stehen. Gott behüte, wie grausig. (es sei denn, in den eigenen vier Wänden, da gehts grad noch)

Allerdings muss man keinen, weder Mann noch Frau, wie nen Weichei behandeln. Wenn man nich weiß, wie ne Waschmaschine funktioniert, lies die Gebrauchsanleitung. Wer bitte kann alleine einen Kühlschrank durch die Gegend tragen? Otto sicher nich.

Aber zu sein, wie man ist, ist als Mann in dieser Gesellschaft mit SICHERHEIT schwerer, wenn er denn noch als männlicher Mann durchgehen möchte, als für eine Frau. Da isses emanzipiert oder total weiblich. Sonst isses eben ne Tussi :P

11.03.2009 19:28 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Also ich kenn da einen, der alleine einen Kühlschrank durch die Gegend getragen hat, der hat sogar ein Buch darüber geschrieben *g*
Wie hieß das noch gleich......

11.03.2009 20:13 Uhr

Guelle

RE: Die Emanzipation des Mannes


Apropos Frauen- und Männerrollen:

http://tinyurl.com /bmvzez

11.03.2009 20:32 Uhr

semilla

RE: Die Emanzipation des Mannes

JA JA JA JA JA!
endlich!

11.03.2009 21:16 Uhr

Matsumoto

RE: Die Emanzipation des Mannes

Selbstverwirklichung sgeseier ging mir schon immer tierisch auf die Nüsse.

11.03.2009 21:23 Uhr

eskimomuc

RE: Die Emanzipation des Mannes

Männer sind immer das, was ihre Mütter aus ihnen gemacht haben.
Mütter: Ihr seid es, die die Jungs zu eigenständigen Persönlichkeiten erziehen müsst. Die Waschmaschine gehört ebenso dazu wie das Kochen einfachster Gerichte. Solange Ihr Euch daran labt, dass Eure Jungs von Euch abhängig sind, wird das nix mit Gleichberechtigung.

Ich kenne nur Männer jenseits der 40, die kochen, waschen und nicht jedes 2. Wochenende zu Muddi müssen. Schade eigentlich. Und die Guten sind auch schon weg.

11.03.2009 22:16 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Gottseidank ist nicht jeder so negativ und ignorant wie Du.

Also das mit Emanzipation mach ich immer so: Wenn mir ne Frau was davon erzählt dann sag ich "Du willst gleichberechtigung? Ok, dann trägst Du heute den Kasten Limo in den 4. Stock".

Bam.

11.03.2009 23:45 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

*lach*
Dann sag ich: "Schatz, dann hol doch schon mal die Schlüssel aus der Tasche und starte den Motor, damit wir schnell ins Krankenhaus kommen wegen meinem erneuten Bandscheibenvorfall. Die Rechnung bezahlst du ja dann, ne?"

;-)

12.03.2009 00:49 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Dann sag ich "Schatz, ich bin wirklich sehr froh dass es doch nicht immer Gleichberechtigung gibt und man doch manchmal die Rollen aufteilen sollte weil Du sonst jeden Tag mit deinem Bandscheibenvorfall zu kämpfen hättest."

:)

12.03.2009 15:14 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Und dann sag ich:
"Schatz, wie schön, dass ich so einen Mann, wie dich gefunden habe, der meine leiden erkennt, und sich für mich einsetzt. So muss keiner jemals einen Bandscheibenvorfall haben. "

:)

12.03.2009 23:39 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

ihr beide solltet keine beziehung eingehen. das tut sicher weh!
:)

12.03.2009 23:43 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Wenn dann nur platonisch zum Bierkasten Tragen und Krankenhäuser abklappern :))

13.03.2009 00:22 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Oh Danke.

Das sieht man wieder dass alles aufm Mann sitzen bleibt..von wegen Benachteiligung und so, die suchen sichs immer grad so aus wie es passt.

Es ist wie Chris Rock gesagt hat: wenn Du verheiratet bist, morgens aufwachst und ins Bad gehst, schaust Du in den Spiegel und sagst:

"fick dich, dein Leben, deine Träume, deine Wünsche, alles was Du dachtest dass Dir dieses Leben geben wird, also geh jetzt raus und schau dass Du die Alte glücklich machst."

:)

13.03.2009 13:47 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Autsch, wenn du das in deiner Ehe denken solltest, dann tust du mir echt leid und ich werde persönlich dafür sorgen, dass dann später auf deinem Grabstein steht:

"Aber er hat es ja versucht."

Und den schlepp ich sogar für dich zum Grab.
:)

13.03.2009 17:31 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

kannste dann auch. bis dahin ist die bandscheibe eh im arsch.

:D

13.03.2009 18:26 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ein bisschen Spaß muss sein, finde ich gut:)

13.03.2009 21:12 Uhr

nokiland

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ein Mann muß sich nicht emanzipieren. Das ist die Rolle der Frauen, die sich einbilden einen Schwanz an ihrem Körper zu vermissen.

Stellt euch mal vor: Die Frau hat sich emanzipiert. Der Man hat sich auch emanzipiert. Ähm ... ja? Genau. Wer emanzipiert sich nun heute? Was ist, wenn alle Geschlechter sich emanzipiert haben? Dann ist das Wort "Emanzipation" nur ein leeres Wort. *gggggg*

Kommt mal wieder runter mit eurem Scheiß. Oder sagt mal klipp und klar, was ihr mit Emanzipation meint. Angleichung? Und danach? Diese 3. Semester Diskussion ist einfach nur peinlich.

12.03.2009 02:57 Uhr

Flocke84

RE: Die Emanzipation des Mannes

Im Bezug auf die männliche Emanzipation denke ich wie du...

12.03.2009 09:23 Uhr

heffan

RE: Die Emanzipation des Mannes

Oh man, ich muss gleich spucken... was ist das denn für ein Text? Ich weiß nicht, in was für einer Welt du lebst, aber in meiner spielt Selbstverwirklichung eine ganz große Rolle. Da wird sehr offen mit allen Dingen des täglichen Lebens umgegangen, da werden große Ziele genauso zum Thema gemacht wie große Schwächen, da werden Entscheidungen mit großer Verantwortung getragen und ggf. (also das bezieht sich jetzt auf unwillkommene Entscheidungen) auch mit viel Verständnis quitiert, und wenn sich mein Vater von meiner Mutter scheiden lässt, dann heißt es nicht, dass er nur die eigenen Kinder im Stich lässt, um sich Selbst zu verwirklichen. Da steckt immer eine ganze Menge mehr dahinter.
Naja, das ist jetzt natürlich auch doll pauschalisiert, genauso wie dein Text, aber zumindest in meinem Freundes- und Bekanntenkreis herrscht diese sehr offene, verständnisvolle Atmosphäre, und genau das versuche ich auch nach Außen zu tragen.
Also das mit dem Spucken ist nicht persönlich gemeint, ich kann diese Verallgemeinerungen, besonders in dieser Art, einfach nicht mehr hören.

12.03.2009 09:44 Uhr

herr_krawalli

RE: Die Emanzipation des Mannes

es gibt nur eine welt.

wäre mein umfeld so stupide, hätte dieser text nicht entstehen können.

dass dir die verallgemeinerungen nicht passen, kann ich aber nachvollziehen. gleiches mit gleichem.

12.03.2009 10:17 Uhr

heffan

RE: Die Emanzipation des Mannes

inwiefern?
"so stupide" wie was?
worauf beziehst du "gleiches mit gleichem"?
Dass es nur eine Welt gibt, sehe ich zumindest im philosophischem Sinne nicht so. Da spielt die subjektive Wahrnehmung eine viel zu große Rolle...

12.03.2009 12:29 Uhr

rogerM

RE: Die Emanzipation des Mannes

Word! der artikel ist ja mal komplett aus vorurteilen zusammengeschustert, frag mich echt wie man so unreflektiert sein kann.
lohnt sich eigentlich garnicht über den artikel zu diskutieren.

12.03.2009 16:56 Uhr

Frostfinger

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ein gutes Stück von dem Text dreht sich darum, wie über einen Mann gedacht wird wenn er sich auf bestimmte Weise verhält. Das ist insgesamt übertrieben, in Teilen vielleicht auch richtig. Aber wie auch immer - das muss einem einfach scheissegal sein. Wenn jemand was an deinem Lebensstil auszusetzen hat musst du es ignorieren oder voll dagegenhalten. Du kannst es nie allen rechtmachen, das ist als Frau sicher nicht anders.

12.03.2009 10:14 Uhr

Dunnagh

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich bin übrigens so ein unmännlicher Mann: Ich finde Fußball zum gähnen, trinke lieber Rotwein als Bier, lasse mein Auto versiffen und hab noch nie ne Lampe angeschlossen, weil ich Angst vor dem Strom habe. Darüber hinaus kann ich "Ich habe eine Wassermelone getragen!" sagen ohne mich panisch umzugucken und ziehe Frauen als Gesprächspartner Männern deutlich vor, weil mir dieses "harr harr... männlich männlich" (siehe Tooltime) tierisch auf den Sack geht.
Ok, dafür wirste denn auch in der Gesellschaft sehr befremdlich angeguckt und Frauen sind enttäuscht und sagen dinge wie "ich hatte mir so gewünscht, mein Mann sei ein Heimwerker". In der Schule wurdste gemobbt, weil du nicht mit zum trinken-kotzen-weite rtrinken gegangen bist und außerdem - potzblitz- in der straßenbahn noch ein Buch liest. Vielleicht sogar ein romantisches! Wenn bei "Oh captain mein captain" damals im Kino tränen geflossen sind, dann bei mir.

Ich lebe frei. Sehr frei. Und stoße mich täglich wieder und wieder an anderen Ecken anderer Leute. Aber wer hat gesagt, dass es den damen damals leicht gefallen ist, ihre BHs zu verbrennen?

12.03.2009 10:27 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich möchte hier etwas unmissverständlich klären:

Die deutsche Frau hats wirklich sehr schwer. Wenns um das Leid der deutschen Frau geht, da wird die afrikanerin die beschnitten wird ganz still und sagt kein Wort mehr weil ihr grad bewußt wurde welch Luxus das wohl ist beschnitten zu werden oder die Muslimin die ein LEBENLANG diverse Demütigungen ertragen muss, die kapiert dann wie gut sie es doch hat denn die alle wissen dass die deutsche Frau es am schwersten hat.

Es ist bestimmt nicht immer alles so wie es sein sollte ABER schlecht gehts euch nicht, noch lange nicht.

Hauptsache meckern und beschweren..lächerli ch..

12.03.2009 15:28 Uhr

Tanea

RE: Die Emanzipation des Mannes

Nur weil es anderen noch schlechter geht, ist es einem noch nie besser gegangen.

Super Beitrag. Belassen wir es einfach bei Status quo. Dann hat keiner was davon.

12.03.2009 17:03 Uhr

Dunnagh

RE: Die Emanzipation des Mannes

Oh - darf ich jetzt nicht mehr traurig sein, wenn meine Freundin schluss macht, weil woanders kleine Kinder auf Tretminen laufen?
Verzeih!

12.03.2009 17:25 Uhr

Morgensonne

RE: Die Emanzipation des Mannes

stimmt, logisch. Ich vergaß. Nur, weil es jemand anderem schlechter geht als einem selbst, darf man für sich selbst nichts verändern. Grandiose Logik. Find ich toll.

Und abgesehen davon habe ich hier noch nicht halb so viele Beschwerden über die Situation der deutschen Frauen (oder Männer) gelesen, wie Beschwerden über diese (angeblichen) Beschwerden. Seltsame Sache, das.

12.03.2009 21:28 Uhr

RedSonja

RE: Die Emanzipation des Mannes

er möchte hier mal unmissvertändlich klären. aha.

sendungsbewußtsein ist was schönes.

doch.

echt jetzt mal

^^

13.03.2009 12:56 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Unfassbar..das is genau das was ich meine..

Wach auf, werd erwachsen, selbständiger, unabhängiger, hör auf zu heulen und kämpfe verdammtnochmal.

KEINER von uns kriegt all diese Dinge, Du musst sie Dir erkämpfen aber ihr meckert schon BEVOR der Kampf losgeht.

Wer sich angesprochen fühlt ist schuldig.

13.03.2009 13:29 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes


"Wer sich angesprochen fühlt ist schuldig."

Oha... der Floskel-Admiral ist wieder on Tour.
*g*

13.03.2009 13:40 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Mach nur weiter so, ignorier all das..damit machst Du es nur besser..außerdem wurdest Du grad nicht nur passiv-agressiv sondern auch persönlich.

Fail.

Dabei bin ich doch so sehr für Gleichberechtigung, würde alles dafür geben damit dieses geheule aufhört damit die Frauen dann sehen dass deshalb leider NICHTS besser wird und dafür kann ich nichts.

Es wäre dadurch wirklich nichts besser.

13.03.2009 13:52 Uhr

RedSonja

RE: Die Emanzipation des Mannes

lou??
was will der böse onkel denn nur von mir?




und mal ernsthaft an den angry young man.
ich bin nicht dein problem.
den pauschalanwurf an alle frauen kannst du dir auch sparen.
oder willst du nur ein bisschen rumpampen nach dem motto: jetzt hab ich es ihnen aber gegeben den blöden jammerweibern, musste aber auch mal sein.

mein vorschlag: gründe doch ein forum mit dem thema "pöbeln ist ein schönes wort"

ich für meinen teil fühle mich nicht angesprochen von deinem post da oben. und irgendwie war das thema des textes doch ein anderes, oder?

ein schönes leben, mein lieber!


13.03.2009 15:19 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Hahaha..wenn Di dich nicht angesprochen fühlst, warum kommentierst Du dann? Es frisst Dich auf, gibs zu.

Wie dem auch sei, die Wahrheit schmerzt und man kann sich auch nicht immer alles schönreden, das ist DEIN Problem, nicht meins und dafür kann ich nix.

13.03.2009 21:07 Uhr

HerrKules

RE: Die Emanzipation des Mannes

noch ein paar jährchen und männer werden höchstens noch ein unterbelichtetes anhängsel der frau sein.

in den kindergärten und grundschulen nur erzieherINNEN, den jungs fehlen bezugspersonen,
auf den gymnasium immer werden jungs...

vor "ballerspielen" und stundenlang täglich vorm computer...nur die jungs

ich weiß nicht, wie das noch weitergehen soll...

auch wenn ich dem problem mit der chefetage ohne frauen zustimme, bin ich der meinung, dass die frauenwelt uns schon längst überflügelt hat...

12.03.2009 16:37 Uhr

Pirkko

RE: Die Emanzipation des Mannes

Da gibt's nur eins: selber Kindererzieher werden...

13.03.2009 15:09 Uhr

bbennie

RE: Die Emanzipation des Mannes

Entspricht zwar nicht genau der Wahrheit zB. mit dem Gehalt von Frauen und Männern, und wird bestimmt auf Kritik besonders vom weiblichen Geschlecht stoßen, aber eine sehr amüsante und interessante Perspektive auf das Thema Emanzipation heute.

12.03.2009 18:40 Uhr

Batida72

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ist ja krass, ihr täuscht nen Hustenanfall vor um nicht weinen zu müssen bzw. dabei erwischt zu werden? Hab ich auch noch nicht gehört. Ansonsten stimmt das meiste schon. Nunja, Männer sind nun mal ein Synonym für Härte, Stärke, Schutz und Unabhängigkeit. Und wenn du wirklich keine Lampe anschließen könntest, wäre ich einigermaßen sprachlos... Wenn nicht du, wer dann???

12.03.2009 20:46 Uhr

pounzer

RE: Die Emanzipation des Mannes

Es gibt durchaus so etwas wie eine Benachteiligung des männlichen Geschlechts. Schaut euch mal in einer Grundschule um: Typisch weibliche Verhaltensweisen und Eigenschaften (alles bunt unterstreichen, Sinn für Ordnung und Sauberkeit) werden unterstützt während für das Alter typische männliche Eigenarten (Raufen als "Rangkämpfe", Tagträumerei) als schlecht abgestempelt werden.
Dazu kommt, dass Mädchen gerade in den unteren Klassen grundsätzlich bevorzugt werden (von männlichen Lehrern aus sexuellen Gründen, von Lehrerinnen, weil es die Mädchen ja so schwer haben).
Diese Vorgehensweise muss viele Jungs ja geradezu zwangsweise in eine Identitätskrise stürzen, aus der sie sich dadurch zu befreien versuchen, dass sie sich die von ihrer Umwelt und auch den bösen Medien verbreiteten Rollenklischees aneignen.

Ich glaube, dass eine Emanzipation des Mannes durchaus ihren Sinn hat. Denn Gleichberechtigung ist eine Sache, die ihr Natur entsprechend auf Gegenseitigkeit beruhen sollte.

12.03.2009 22:49 Uhr

17

RE: Die Emanzipation des Mannes

inhaltlich schwach!

12.03.2009 22:54 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Das unterzeichne ich.

13.03.2009 13:33 Uhr

karuna

RE: Die Emanzipation des Mannes

Also, ich muss mich z.B. rechtfertigen, wenn ich aeussere Kinder haben zu wollen, sowohl vor meinen Kollegen, Freunden, als auch meiner Familie. Ich habe eine Ausbildung, ein abgeschlossenes Studium, demnaechst (hoffentlich) einen Doktortitel, d.h. mir ist es gesellschaftlich nicht erlaubt, "nur" eine Familie haben zu wollen. Das haett' ich mir wohl vorher ueberlegen sollen. Jetzt _muss_ ich mich "selbst verwirklichen" ...

13.03.2009 09:22 Uhr

Ben_Chof

RE: Die Emanzipation des Mannes

"Frauen, die die gleichen Rechte wie Männer fordern, sind auf jeden Fall bemerkenswert genügsam."


13.03.2009 09:47 Uhr

galapagos

RE: Die Emanzipation des Mannes

@Ben_Chof
da stimme ich zu. schön gesagt!
;-)

14.03.2009 15:23 Uhr

Honigmond

RE: Die Emanzipation des Mannes

...
"Warum redest du nur pausenlos über Frauen, Stan?"
"Weil ich eine sein möchte..."
"Was?"
"Ich möchte eine Frau sein. Ich möchte, dass ihr ... dass ihr mich von jetzt an Loretta nennt."
"Was?"
"Das ist mein Recht als Mann."
"Ja, aber warum möchtest du Loretta sein, Stan?"
"Weil ich Babys haben möchte."
"Was möchtest du haben? Babys?"
"Jeder Mann hat das Recht, Babys zu haben, wenn er sie haben will."
"Aber, du kannst keine Babys haben."
"Unterdrücke mich bitte nicht."
"Ich unterdrücke dich überhaupt nicht, Stan. Aber du hast keine Mumu. Eine Gebährmutter hast du auch nicht. Wie soll denn das funktionieren? Willst du's in 'ner Zigarrenkiste aufheben?"
...

13.03.2009 11:29 Uhr

karuna

RE: Die Emanzipation des Mannes

Good one! :)

13.03.2009 12:31 Uhr

galapagos

RE: Die Emanzipation des Mannes

dran musste ich auch schon denken.
das zitat passt hier super.
du hättest nur den rest noch posten sollen bis zu der einigung, bzw. dem kompromiss der noch gefällt wird. Ich glaube das würde die ganze Diskussin hier noch bereichern!

14.03.2009 15:26 Uhr

galapagos

RE: Die Emanzipation des Mannes

hab noch schnell des rest aufgetrieben....

 
"Warum redest du nur pausenlos über Frauen, Stan?" "Weil ich eine sein möchte..." "Was?""Ich möchte eine Frau sein. Ich möchte, dass ihr ... dass ihr mich von jetzt an Loretta nennt.""Was?""Das ist mein Recht als Mann.""Ja, aber warum möchtest du Loretta sein, Stan?""Weil ich Babys haben möchte.""Was möchtest du haben? Babys?""Jeder Mann hat das Recht, Babys zu haben, wenn er sie haben will.""Aber, du kannst keine Babys haben.""Unterdrücke mich bitte nicht.""Ich unterdrücke dich überhaupt nicht, Stan. Aber du hast keine Mumu. Eine Gebährmutter hast du auch nicht. Wie soll denn das funktionieren? Willst du's in 'ner Zigarrenkiste aufheben?"
 



..."-Warte. Ich habe eine Idee: Nehmen wir an, dass ihr euch darauf
einigt, dass er keine Babys bekommen kann, weil er keine
Gebaehrmutter hat, woran niemand schuld ist [...]
aber dass er
das absolute Recht hat Babys zu bekommen.
-Gute Idee, Judith. Wir kaempfen gegen die Unterdruecker, fuerdein Recht Babys zu haben, Bruder.
-hh. Verzeihung. Schwester.
-Das ist doch aber sinnlos.
-Was?
-Es ist vollkommener Bloedsinn, fuer sein Recht, Babys zu bekommen
zu kaempfen wenn er keine Babys bekommen kann.
-Es ist aehm, symbolisch. Fuer unsere Ringen gegen die
Unterdrueckung.
-Symbolisch fuer sein Ringen gegen die Realitaet.Raus mit dir!
Raus mit dir!"

14.03.2009 15:34 Uhr

TheJoern

RE: Die Emanzipation des Mannes

Hey... ICH kann Dirty Dancing zitieren...!!!

"...du bist doch wie ein Tintenfisch, hast deine Finger überall..."

"...und weil die Kleine so schön mitgemacht hat, bekommt sie diese fette Henne!!!"

öhm.... *rülps!*

13.03.2009 12:04 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

ok, du gewinnst. WEIT vor allen anderen!

13.03.2009 12:14 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich kann Dirty Dancing nicht zitieren und ich bin froh darüber. :)

Ich zitiere lieber From Dusk till Dawn ^^

13.03.2009 13:09 Uhr

Schaden

RE: Die Emanzipation des Mannes

ja. DU gewinnst auch ^^ auf der anderen Seite.

13.03.2009 13:13 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Du bist ja auch eine kämpferin die deshalb auch gewinnt und nicht eine dieser Heulsusen die sich schon vorher beschweren.

Das sieht man daran dass Du den Kasten Limo in den 4. Stock getragen hast und Dich die Bandscheiben ficken, nur um es deinem Schatzi zu zeigen:)

13.03.2009 13:35 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Tja, so bin ich.
Überaus aufgeschlossen, offen, ehrlich, leidtragend, stehe meinen Mann und spaßig bin ich auch noch. ^^
Wahnsinn.
Und ich bin Biertrinkerin, Kumpel und mir ist alles scheiß egal. :))
*lach*

13.03.2009 17:33 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

VIelleicht kannst Du mit sowas nicht umgehen aber wären doch nur alle Frauen so cool wie Du..es gibt hier nämlich ein Paar die sich ne gute Scheibe von Dir abschneiden könnten..

13.03.2009 21:09 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes

Wenn ich mal nen Psychogram über ein paar Neon-Frauen haben will, meld ich mich bei Dir, ja?

Echt: Relativier mal Deine Wahrnehmung!
Ich bin nicht persönlich geworden, ich hab Dich und Deine Weisheit gerade mal ein wenig auf den Arm genommen, Du Faxenclown. Fahr mal nen Gang runter.

"mein" Problem ist, daß jemand dazwischenscheißt und arme Afrika-Kinder (o.ä.) vorführt, um andere Anliegen kleinzureden, und dann das Argument der "getroffenen Hunde" anführt. Scheiße, Mann. Es gibt Probleme, die gibt es - OBWOHL es auch andere Probleme gibt.

Ende der Durchsage. Punkt. Amen.

13.03.2009 22:25 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Aaaah..jetzt weiß ich woher der Wind weht, LudwigMartin will bei den Damen hier Punkten..hättest Du vorher sagen sollen, dann hätte ich Dich besser aussehen lassen können..

Schlimm genug dass wir Männer von Frauen unterdrückt werden und unsere Emanzipation nicht ausleben dürfen, jetzt muss ich mich auch noch von nem Kerl hier von der Seite schief anquatschen lassen..

13.03.2009 22:30 Uhr

LudwigMartin

RE: Die Emanzipation des Mannes

Böses Leben.

"dann hätte ich Dich besser aussehen lassen können.." Hui. Der Allmächtige hat gesprochen.
*g*

14.03.2009 02:48 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Jo, gleich gibts Psychogram vom Allmächtigen.

lolsn.

14.03.2009 03:08 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Und ob ich mit sowas umgehen kann.
Vielen Dank für das Kompliment an dieser Stelle.
Und manchmal stehe ich vorm Spiegel und denke: "Hach, ich würde mir so gerne mal eine Scheibe von mir abschneiden."
:-)

16.03.2009 17:41 Uhr

Pametnjakovic

RE: Die Emanzipation des Mannes

Sag ich doch..tolle Frau.

Solltest unbedingt mal Seminare für andere Frauen geben, quasi Knigge in allen Lebenslagen oder so:)

18.03.2009 19:52 Uhr

Salatschnecke

RE: Die Emanzipation des Mannes

Neee.......
Frauen sind nichts für mich. Irgendwie finde ich da immer ganz schwer die passende Wellenlänge, bei Männern klappt das immer ausgezeichnet....
:-)))

19.03.2009 00:29 Uhr

Mienigkeit

RE: Die Emanzipation des Mannes

Emanzipation des Mannes im Sinne von "Steh zu dem, was du bist". Find ich gut - vorallem das von einem Mann zu hören (o:
Könnte ich so in leicht veränderter Form aber auch jeder Frau vorlegen.
Steh zu dem was du bist.
Emanzipation des Selbst.
Guter Gedanke...

14.03.2009 00:32 Uhr

anmor

RE: Die Emanzipation des Mannes

hey,

Irgendwie hast du schon recht. Eine Frau muss emanzipieren- das ist doch total normal! Aber ein Mann? Der hatte doch schon immer alle Möglichkeiten, was will der denn noch?
Ob Frauen immer noch weniger Gehalt bekommen, finde ich, ist ein ganz anderes Thema und eine Schande für die Gesellschaft.
Aber die Toleranz gegenüber Männern ist meist kleiner als jeder behauptet. Jedoch liegt viel an der Einstellung des einzelnen Mannes und Frau. Wenn er/sie selbst es nicht als selbstverständlich ansehen kann, wie soll es dann sein/ihr Umfeld machen?
Zum Text: Schön mal die andere Perspektive zu sehen.

14.03.2009 12:56 Uhr

Steppenwoelfin79

RE: Die Emanzipation des Mannes

puh...anstrenged....

kann nicht jeder einfach sein Ding machen???

15.03.2009 12:04 Uhr

Taurina

Kinder ODER Karriere als Emanzipation?

 
wenn eine Frau über Verhütung redet, im Minirock stolz spazieren geht oder lieber keine Kinder möchte, sondern den Weg in die Chefetagen anpeilt oder zumindest sich selbst verwirklichen möchte
 



Ich habe jetzt nicht alle Kommentare hier gelesen, aber einen guten Teil, und es erstaunt mich, dass niemand darauf eingegangen ist, dass es zur Emanzipation der Frau gehören soll, dass sie sich ENTSCHEIDEN kann, ob sie lieber Kinder oder Karriere will.

Ich gebe zu, dass es noch eher ungewöhnlich ist, wenn umgekehrt ein Mann lieber keine Karriere möchte, sondern sein Leben mit der Betreuung seiner Kinder verbringen will.

Aber beide Varianten sind möglich (plus die althergebrachten natürlich, in denen der Mann die Karriere und die Frau die Kinderbetreuung hat). Dennoch ist es für Männer selbstverständlich, dass sie Karriere UND Kinder haben können. Für Frauen dagegen noch lange nicht.

Und so lange wie das so ist, brauchen sich die Männer meiner Meinung nach nicht über mangelnde Emanzipation zu beklagen.

15.03.2009 22:08 Uhr

Tschoern

RE: Die Emanzipation des Mannes

Männer, befreit euch! Und ihr Frauen - bitte, ihr müsst ihnen dabei helfen!!

Dieser Artikel ist eine unfreiwillige Parodie auf das, was er eigentlich sein will.

17.03.2009 23:09 Uhr

Benedikt1802

RE: Die Emanzipation des Mannes

Fand den Artikel einen guten Aufruf. Der Anspruch auf Gleichheit ist bei den Geschlechtern einfach nicht gegeben. Wir sind nun mal unterschiedlich und könnten uns daran erfreuen. Ich kenne viele Männer, die eher in einer weiblichen Energie stehen und viele Frauen, die eher in einer männlichen Energie stehen. Da wird dann das Programm gefahren, dass Frauen es eigentlich besser können als Männer und Männer denken, dass sie die besseren Frauen sind siehe Frauenversteher.

Ich fahre gut damit, zu meinem Ursprung zurück zu finden. Ich bin auch eher weiblich geprägt worden und bin froh darüber, weibliche Contexte/Programme nach und nach loszulassen. Lieber habe ich Unrecht und bin glücklich als dass ich auf mein Recht beharre und unglücklich bin, auch wenn mir das nicht immer gelingt.

Als Mann wie als Frau hast du die Wahl: Entweder du erfüllst den gesellschaftlichen Anspruch oder du gehst deinen eigenen Weg und wirst glücklich. Dabei ist es gut möglich, dass du in einen ziemlichen Konflikt gerätst zwischen deinem freien Willen und deiner Lebensaufgabe.

"Das größte Problem der Männer ist es, dass sie denken, klüger als die Frauen zu sein. Das größte Geheimnis über Männer ist für Frauen, wie Männer nur so dumm sein können." (Ron Smothermon, Das Mann/Frau Buch)


18.03.2009 13:45 Uhr

random485

RE: Die Emanzipation des Mannes

gefällt mir super, dein Artikel - phänomenal :>

20.03.2009 08:34 Uhr

not_so_kute

RE: Die Emanzipation des Mannes

Endlich sprichts mal jemand aus.
Wenn ich in meinem Umfeld erwähne, dass sich die Männer mal n bisschen mehr emanzipieren sollten, ernte ich komische Blicke.Mittlerweile müssen sich Männer ganz schön unterbuttern lassen. Am besten sollen sie aber Macho und Gentleman zugleich sein. Wobei die Emanzipation der Frau in den letzten Jahren eigentlich nur noch ins Lächerliche gezogen wurde. Ich denke da vor allem an Anreden wie liebe Leserinnen und Leser. Naja....
Die Sache mit der Bezahlung allerdings ist wirklich ärgerlich und sollte endlich mal angeglichen werden. Danke für diesen Artikel.

22.03.2009 14:02 Uhr

JonnyChiron

RE: Die Emanzipation des Mannes

*Frauen, macht den Männern Mut dem Rollenklischee zu entspringen* ...und nicht zu entsprechen!

Sehr schön quer durchdacht! Gut geschrieben und auch plausibel begründet.

Es ist höchste Zeit, dass Männer aufbegehren und sich ebenfalls emanzipieren, bevor ihnen die Frauen die Butter vom Brot nehmen und das Geschlechter-Spiel nur umdrehen. Das ist falsch verstandene Emanzipation! Frau und Mann sollten ein Miteinader und nicht ein Gegeneinander zelebrieren. Wir können nicht ohne einander. Ich habe einmal einen schönen Satz gehört: Mann und Frau sollten erkennen, dass sie die beiden Hälften EINER Nuss sind. (Anmerkung: Trifft nicht auf alle Nüsse zu, Macadamia und Haselnüsse haben keine 2 Hälften...). Nur zusammen sind wir vollkommen und in dieser harten Schale geborgen. Und dann auch ein unschlagbares Team in dieser schwierigen, komplexen Welt. Wir müssen unterschiedlich sein und auch bleiben, denn nur das ist die perfekte Ergänzung! Wie das jeder mit sich, seinem Partner oder in der Gesellschaft ausbalanciert, muss er selbst herausfinden, und das ist mühsam und anstrengend. Emanzipation wird dann falsch verstanden, wenn Frauen zu Männern werden und es ihnen gleichtun wollen und Männer zu Frauen mutieren sollen. Das Reizvolle des Gegensätzlichen, das sich aber trotz aller Gegensätzlichkeit perfekt ergänzt, muss auf jeden Fall erhalten bleiben. Das ist auch für die Erotik und erfüllende Sexualität absolut notwendig. Frauen agieren beim Sex fast nur noch von oben, in fast allen Filmen! Ganz besonders in Hollywood. Das sehe ich als unheilvolles Symbol, auch wenn es scheinbar als überaus sexy und emanzipiert gilt. Es ist an der Zeit, als Mann mal wieder Stellung zu beziehen und Frauen zu erobern. Frauen sind heute oftmals so "emanzipiert" und fordernd, dass Männer davon beunruhigt und verunsichert sind. Frauen müssen nicht stolz darauf sein, wenn sie sich damit brüsten: Girls kick asses!!!
Männer sind sehr viel sensibler, nachdenklicher, verantwortungsvoller als allgemein angenommen wird.

Die

27.04.2009 11:32 Uhr

martina85

RE: Die Emanzipation des Mannes

Ich finde Teile deines Artikels ganz gut ,jedoch sind nicht alle der Wahrheit entsprechend wie z.b. der Punkt mit den Gehältern.Außerdem sind einige Sachen übertrieben dargestellt....

27.09.2009 17:53 Uhr

Fuexa

RE: Die Emanzipation des Mannes

Genau diese Gedanken hatte ich zum Teil auch schon und freue mich, sie hier zu lesen. Deutschland ist hier im europäischen Vergleich vor allem in Sachen Erziehung /Kinder sehr konservativ. In NL z.b. haben oft Frauen und Männer beide 4-Tage Wochen und können sich so besser gemeinsam um ihre Kinder kümmern. Da herrscht dann nicht so ein blödes 'Hausmann' 'die Frau hat die Hosen an' Klischee vor - zumindest nicht bei den Holländern die ich kenne...Aber in der Tat - das Thema müssen die Männer schon selber bearbeiten- diese Klischees zu bekämpfen...

01.01.2010 13:22 Uhr

hubwood

RE: Die Emanzipation des Mannes

Schöner Artikel :)

Dezente Übertreibungen, aber dem meisten kann ich zustimmen ;)

15.01.2010 11:28 Uhr



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