Gesellschaft

Britneys Männer
16.05.2008 10:00 Uhr
Die private Misere von Britney Spears ist für Hollywoods PAPARAZZI das größte Glück. Und die sind ihr Tag und Nacht auf den Fersen.
Britney Spears hat auf mein Auto eingeprügelt, mit Glatze und allem«, erzählt mir Dano. Wir liegen am Mulholland Drive auf der Lauer – in jenem silbernen Ford Explorer, der berühmt wurde, als ein außer Kontrolle geratener Popstar ihn mit einem Regenschirm attackierte. Die Nacht ist dunkler als sonst, über ein Dutzend Brände wüten unweit von hier in Malibu und am Lake Arrowhead. Die Luft ist so schlecht, dass viele Paparazzi wegen Übelkeit nach Hause gegangen sind. Das Objekt, auf das wir warten, ist ein weißer Zweisitzer- Mercedes SL 65. Oder der schwarze Audi, den Britneys Freund Sam Lufti fährt. Zwischen dreißig und 45 Paparazzi bearbeiten Britney in jeder beliebigen Nacht. Die teuren Autos, die sie fahren, zeugen von der Tatsache, dass Britney Spears – mit ihren Ehen, Sorgerechtsstreits, Familienkrächen, neuen Partnern, Starbucks-Ausflügen, und Krankenhauseinlieferungen – eine größere und lukrativere Geschichte ist, als es einst Elizabeth Taylor und Richard Burton oder John Lennon und Yoko Ono waren.
Der bestpublizierte Star-Zusammenbruch aller Zeiten hat dazu beigetragen, Dutzende von Fernsehshows, Magazine und Webseiten am Leben zu halten, deren britneybezogene Produkte zusammengerechnet jährlich locker über 100 Millionen Dollar wert sind – nebenbei hat all das geholfen, »Britney Spears« 2007 wieder einmal zum beliebtesten Suchbegriff auf Yahoo zu machen, genau wie in sechs der vergangenen sieben Jahre zuvor. Dano, ein zynischer, mexikanischstämmiger Angeleno mit Unschuldsgesicht, macht schon seit drei Jahren bei der Britney-Show mit. Sein Auftraggeber X17 ist die größte Agentur in Hollywoods Paparazzigeschäft. Fast jedes berühmte Bild des bekanntesten implodierenden Popstars der Welt – Britney, die mit ihrem Sohn auf dem Schoß Auto fährt, Britney in der Entzugsklinik, Britney ohne Unterwäsche, Britney, die ihren Kopf rasiert – wurde von X17- »Schützen« oder »Paps« aufgenommen, die als Teams unter der Leitung des X17-Besitzers François Navarre arbeiten. Navarre, ein Absolvent der angesehenen École normale supérieure in Paris, kam 1992 nach Los Angeles, um über die Rodney-King-Krawalle zu berichten – dann machte er sich als Promifotograf selbst ständig. Von den traditionelleren Hollywoodpaparazzi wird Navarre, der im Business unter seinem zweiten Vornamen Régis bekannt ist, verachtet. Sie nehmen ihm übel, ihr individualisiertes Metier zerstört zu haben, indem er Banden von Immigrantenkindern mit auf Pump gekauften Digitalkameras anheuerte.
Sie machen jetzt die Arbeit der heroischen Einzelgänger, die einst Jackie O. mit Teleobjektiven verfolgten. Die meisten der X17-Paps – es sind sechzig bis siebzig, abhängig davon, wer gerade gekündigt hat oder gefeuert wurde, bekommen ein Gehalt zwischen 800 und 3000 Dollar pro Woche, zuzüglich eines gelegentlichen vier oder knapp fünfstelligen Bonus im Austausch für die globalen Rechte an ihren Bildern, die komplett an Régis gehen. X17 zahlt zudem wöchentliche Gehälter an ein Dutzend Informanten und versorgt 500 bis 600 Parkplatzwächter, Club-Kids und Verkäuferinnen in und um L.A. mit kleinen Honoraren. Die Abnehmer der Fotos sind amerikanische Celebrity- Zeitschriften wie »Us Weekly« und »People «, die großen US-Fernsehsender, sie gehen auch an Zeitungen und Magazine in Deutschland, England, Australien, Hongkong, China, Israel, Dubai – und jeden anderen im Mediengeschäft, der Bilder und Videos von Paris Hiltons Verhaftung, Brad und Angelinas Kindern oder Britneys letztem Gerichtsdrama braucht – also eigentlich: an jeden im Mediengeschäft dieses Planeten. »Wir sehen sie normalerweise, wenn sie hinunter in Richtung Beverly Hills fährt, am Haus von Jessica Simpson vorbei«, erklärt Dano und reibt seine Handflächen an seinem navyblauen Adidas-Trainingsanzug.
»Das ist heute wirklich Old School.« Das X17-Team, das dieser Tage hauptsächlich auf Britney angesetzt ist, heißt »MBF« – eine verschwiegene Gruppe von acht Brasilianern plus Aushilfen wie Dano. In dieser Nacht hat Teamleiter Felix Filho beschlossen, seine Leute von den üblichen Plätzen am Straßenrand ab - zuziehen, um Britney nach draußen zu locken. Sie wohnt im Summit, einer abgeschotteten Reichensiedlung am höchsten Punkt des Mulholland Drive, normalerweise lauern die Fotografen über und unter dem Summit. Die Praxis, genau an der Tür eines Stars zu warten, ist als »Hausieren« bekannt und fordert von den Paparazzi genauso ihren Tribut wie von den Stars. Wer die zwölf bis vierzehn Stunden Warte zeit an sechs oder sieben Wochentagen in Kauf nimmt, hat andererseits die Chance, dabei zu sein, wenn Britney einmal ihr Auto in den Straßengraben setzt oder auf einer Bahre weggetragen wird. »Man erzählt eine kleine Geschichte in einem 15- oder 20-Se kunden- Clip«, sagt Dano, die rechte Hand auf seiner Panasonic-Videokamera, die Bilder in Fernsehqualität liefert. »Du brauchst einen Schauplatz. Du brauchst Action und dann brauchst du eine Auflösung.«
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kampfelfe
RE: Britneys Männerabartig was diese paparazzi handeln
17.05.2008 17:51 Uhr
Jenelin
RE: Britneys MännerGuter Artikel.
Paparazzi und Stars - eine Symbiose die man so leicht nicht trennen kann. Aber wer har nicht schon mal eine Klatschzeitung gekauft ? Die Arbeitsmethoden mögen diskutabel sein, aber jede gekaufte Klatschzeitung zeigt doch auch, dass sich die Leute entweder nicht bewusst sind mit welch extremen Methoden die Fotos teilweise entstehen oder es Ihnen vollkommen egal ist. So sponsoren die Käufer die Paparazzis fleißig weiter.
18.05.2008 20:06 Uhr
weiblich
RE: Britneys MännerMan sollte Britney Spears endlich in Ruhe lassen und ihr die Möglichkeit geben ihr Leben wieder in Griff zu bekommen.
Sie bräuchte Menschen, den sie vertraut und auch vertrauen kann, die es ehrlich mit ihr meinen, die sie unterstützen, die richtigen Ratschläge geben, ... aber als aller Letztes - denke ich - braucht Britneys Spears zur Zeit Paparazzi ... ob sie das jedoch selbst weiß ich fraglich
18.05.2008 20:42 Uhr
Libby
RE: Britneys MännerJa ja die bösen Paparazzi! Machen das ja auch nur weil sich die ekligen Zeitschriften anscheinend sehr gut verkaufen.. nachdem es InTouch endlich (Achtung Ironie) auch in deutscher Sprache gibt kommen so nach und nach immer neue dazu.. herrlich wenn man sich über die Laster der Stars und den Cellulite Arsch von irgendwem aufregen kann.. da muss man sich nicht mit sich selbst und seinem Elend befassen..
20.05.2008 10:15 Uhr
estopa
RE: Britneys Männerecht schlimm was mit der kleinen passiert.
20.05.2008 11:43 Uhr
Odarepzed
RE: Britneys Männerwenn ich über sone bescheuerte psychotante die wahrscheinlich schon zu zeiten als sie noch im mickey mouse club war von ihrer mutter völlig verhunzt wurde und jetzt vor lauter geld und nicht-wissen-wie-man -ein-kondo m-benutzt immer weiter abstürzt lesen will, dann kauf ich mir verdammt nochmal die gala oder die bunte aber nicht die neon. hört auf uns mit so einem scheiss zu langweilen. BITTE!
21.05.2008 02:08 Uhr
Odarepzed
RE: Britneys Männerihr habt doch letztens sehr gut gezeigt was wirklich spaß macht und vielleicht sogar auch informativ ist ---> das Treffen mit George Clooney war sehr gut. was daran lag das er kein trash-star ist wie spears sondern ein guter intelligenter und humorvoller schauspieler.
21.05.2008 02:11 Uhr
estopa
RE: Britneys Männerja das war toll.
21.05.2008 10:49 Uhr
ejana
RE: Britneys Männeroh ne.. der artikel hat mich wirklich enttäuscht. ich hätte wirklich mehr von einem neon-artikel erwartet.. etwas mehr niveau, und nicht wie britney von paparazzi verfolgt wird.
21.05.2008 20:39 Uhr
palettentreter
RE: Britneys Männer>> dann machte er sich als Promifotograf selbst ständig<<
selbst ständig? Seid ihr noch zu retten? Gibts überhaupt noch sowas wie ein Gefühl die Bedeutung solcher aus Drücke??
22.05.2008 23:14 Uhr
urbangirl
RE: Britneys Männerpaparazzi sind schlimm....arme britney.... ohne paparazzi wäre sie nicht da wo sie ist und hätte nicht so ein luxusleben! Die ist doch selber schuld an ihrer misere...Hat sie´s sich doch selber ausgesucht! ich kanns auf jeden fall nicht mehr hören und das war auch mein letzter artikel zu diesem thema....
25.05.2008 20:10 Uhr
tamaster
RE: Britneys Männerendlich!
dieser artikel vertritt voll und ganz meine meinung, dass paparazzi wirklich auch, man kann sagen, stalken können.
in einem punkt denke ich jedoch, dass acuh britney einen fatalen fehler macht, den sie vielleicht gar nicht bemerkt.
warum stellt sie sich trotz allen trubels immer wieder ins rampenlicht?
paparazzi und angehörige helft britney!
26.05.2008 14:27 Uhr
disgrace
RE: Britneys Männermal was ganz anderes.
ich kann auf eonline.com weit und breitnicht diese show pop fiction finden.
10.06.2008 22:51 Uhr
tussi
RE: Britneys MännerBeim Lesen des Artikels bekam man den Eindruck, dass man eine Zeitschrift von vor 3-4 Monaten liest - das waren ja alles alte Kamellen. Seitdem hat sich viel bei Britney getan (Entmündigung, keine nächtlichen, orientierungslosen Fahrten durch die Stadt, wesentlich weniger Paparazzi-Verfolgung usw.).
Der Artikel hat kaum noch etwas mit Britneys derzeitigem Leben zu tun.
Britneys Freund, der sich Britney schon seit Monaten nicht mehr auf x Meter nährern darft, heißt übrigens Sam Lu T fi, nicht Lu F ti.
11.06.2008 16:50 Uhr