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selfish
[Artikel] [Religion]

"Wie, du glaubst nicht an Gott?"

13.10.2005 13:34 Uhr

"Und was machst du, wenn du mal stirbst?“ Das Leben eines Atheisten unter streng Gläubigen ist leider alles andere als einfach.

von selfish

Aus diesem Grund versuche ich nach Möglichkeit inkognito zu bleiben. Sie sind in der Überzahl.

Meine Abneigung gegen streng gläubige Jugendliche kam schleichend. Begonnen hat es wohl in der 5. Klasse, als eine Klassenkameradin mich auf mein Armband mit Holzperlen ansprach. Es war eines der damals ungemein coolen Buddhabänder, die jeder, der etwas auf sich hielt, gleich zu mehreren in verschiedenen Farben, Materialien und Preisklassen besaß.
„Wieso trägst du eigentlich so ein Armband? Das ist ein Buddhaband, das hat überhaupt nichts mit Gott zu tun. Und du bist doch Christ!“
Ein leichtes Unmutsgefühl keimte in mir auf. Ich konnte nicht von mir behaupten, bei der Wahl meines Schmuckes zuerst an Religion zu denken. Falsch? Unmoralisch? Kleingeistig?


Mit der Zeit dämmerte mir, aus welcher Gesellschaft ein großer Teil meines Freundeskreises kam. "Freie Evangelische Gemeinde."
Ich bin mir nicht sicher, wie viele ihrer Anhänger Mitglieder sich an meiner Schule tummeln, aber für eine absolute Mehrheit würde es sicher reichen, um es politisch auszudrücken. Und meine Fraktion käme sicher nicht über die 5% Hürde. Als ich das bemerkte, war es schon zu spät.
FeG Mitglieder haben die Angewohnheit, von jedem zuerst nur das Beste zu denken, also in jedem einen sehr gläubigen Menschen zu sehen. Oder wenigstens das Potenzial, einer zu werden.
Also habe ich mir zum Geburtstag „Alles Gute und Gottes Segen!“ wünschen lassen. Habe mir „Jesus is my homeboy“ und „Jesus liebt mich“ Aufkleber schenken und mich zum Gebetskreis einladen lassen, und ständig neue Ausreden produziert, um nicht hingehen zu müssen. Habe Diskussionen über Evolution geführt, aber ab dem Argument „Die Erde ist erst 10.000 Jahre alt, wegen der Arche Noah.“ geschwiegen. Bei abendlichen Gesprächen in der Jugendherberge auf Klassenfahrt habe ich Berichten über den letzen Gottesdienst gelauscht, ob man denn auch durch die Tür gegangen sei? Zu Jesus? Und auf dem Heimflug habe ich mich fragen lassen, ob ich beim Anblick der Sonne über den Wolken auch immer an die eine Bibelstelle denke, und ob ich bei dem und dem Vers auch immer weinen muss vor Rührung.


Irgendwann ist der Knoten geplatzt. Bin ich ein schlechter Mensch, wenn ich nicht religiös bin? Wenn ich mit der propagierten Gottesdemut nichts anfangen kann? Stimmt etwas nicht mit mir, weil mich das Ganze eher verstört als berührt? Muss ich etwas gut finden, weil fast alle es gut finden? Nein.
"Wie, du glaubst nicht an Gott?" Große Augen, gerunzelte Stirn, Schweigen. Dieser überraschte und entsetzte Gesichtsausdruck weicht in der Regel innerhalb von 5 Sekunden einem mitleidigen Blick. Und was machst du, wenn du mal stirbst? Dann kommst du doch nicht in den Himmel?
Wie gesagt: FeG Mitglieder haben die Angewohnheit, von jedem zuerst nur das Beste zu denken, also in jedem einen sehr gläubigen Menschen zu sehen. Und wenn nicht, macht auch nichts! Was nicht ist, kann ja noch werden! Potenzial ist ja da.

Jetzt bin ich auch offiziell Atheist unter Gläubigen, doch ich lasse mir noch immer „Alles Gute und Gottes Segen!“ wünschen, mich zum Gebetskreis (Deckname: Jugendclub) einladen, und ich lausche auch noch immer Geschichten über die Missionsfreizeit in den letzten Sommerferien, als sie so vielen Leuten Gott näher gebracht haben.

Leider Gottes (...) muss ich jeden Tag wieder die Erfahrung machen, dass viele der gläubigen Christen, die ich kenne, kaum Verständnis für Nichtgläubige zeigen. Ich spreche keinem Gläubigen den Verstand ab, versuche ihn nicht zum Atheismus zu bekehren und würde sie, sofern es so etwas gäbe, auch nicht wiederholt zu Atheistentreffs einladen.
Ich erlebe das Christentum, welches Toleranz groß auf seine Plakate schreibt, oft ganz anders.
Vielleicht bin ich auch nur aus Trotz Atheist geworden, ertrunken in der Flut von subtilen Bekehrungsversuchen. Warum, liebe FeG Leute, können wir uns nicht in Akzeptanz üben?
Ich kann dazu zwar keinen Bibelvers zitieren, aber Friedrich den II.: Jeder soll nach seiner eigenen Façon selig werden.

von selfish


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Kommentare

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Rossi

RE:

atheistentreffs.. jeah, das wär mal was neues :))

05.10.2005 14:18 Uhr

Sirius

RE: an Gott glauben

Wo bist du denn groß geworden?

Ich uwsste gar nicht, dass in Deutschland noch so stark akquiriert wird.

05.10.2005 14:27 Uhr

fredi

RE:

das ist ja krass. und das sage ich als gläubige christin.
aber mit freikirchlern hab ich mich auch schon öfter angelegt, weil ich homosexuelle nicht unnormal finde und keinen heiligen krieg führen möchte und an darwin glaube.
für die bin ich jetzt aber leider ungläubig.
mistikacki ;)

05.10.2005 22:56 Uhr

cheekybastard

RE:

Schade das du an darwin glaubst :)

06.10.2005 12:21 Uhr

Annemie

RE:

Ich verstehe nicht, wieso du mit streng Gläubigen so häufig zusammen bist, obwohl du doch so eine starke Abneigung gegen sie hast?!

Ich glaube, man darf sich nicht wundern, wenn Gläubige sich derart äußern, wie du es erlebt hast. Immerhin sind Religionen an sich dogmatisch, weil sie andere "Wahrheiten" als die ihrigen nicht akzeptieren können. Jede Religion erhebt für sich DEN Absolutheitsanspruch , woraus sich verständlicherweise von Unverständnis bis zu Intoleranz alle möglichen ablehnende Haltungen entwickeln können.

Das ist aber glücklicherweise nicht immer der Fall. Eine meiner besten Freundinnen zum Beispiel hat Theologie studiert und und wir reden dann und wann über Religion. Klar. Ich persönlich bin nicht-gläubig und trotzdem führen wir erhellende Gespräche, die sich durch gegenseitiges Zuhören, Respekt, ernst nehmen und auch Toleranz auszeichnen. Übrigens auch von meiner Seite. ich fühle mich gegenüber Gläubigen unheimlich tolerant.

06.10.2005 00:23 Uhr

Lageorhynchus

RE:


Tja, so sind sie, die Freikirchler.
Ein früherer Bekannter von mir zählte auch dazu.

Er mochte zwar die Gemeinschaft, war auch Christ durch und durch, aber es gab Dinge, die er nicht vertreten konnte.

So hießen ihn seine Schriften nicht nur glauben, daß seine Gemeinde als einzig Rechtgläubige in den Himmel kämen, wo sie denn auf herabschauen würden auf die Sünder, die tief unten auf ewig in der Hölle leiden würden.
Das wäre ja noch gegangen.

Aber es stand auch noch geschrieben, daß die rechtgläubgen Himmelsbewohner sich auch noch an diesem Anblick ewig Höllenqualen leidender Sünder ergötzen würden.

Und das konnte er beim besten Willen nicht akzeptieren.


06.10.2005 00:23 Uhr

cheekybastard

RE:

Reden wir bei diesen Menschen von wirklich Glaeubigen und sollten wir uns deswegen wundern? Ein Christ der luegt ist nun mal kein Christ, ausser er besinnt sich danach eines besseren ohne sich wieder davon zu loesen, wenn er mal wieder luegen muss. Ich bin auch kein Christ, wuerde mich, wenn, zu den Bhuddisten zaehlen. Doch religion an sich lenkt ab, obwohl in den 10 Geboten die loesung unserer probleme stecken. Doch wenn man in der Bibel dann noch liest das man Hexen toeten sollte, bekommt man denn beweis das ganze nochmals zu ueberarbeiten und alles was aus nicht nachvollziehbaren Interessen irgendwelcher dort hineingeschrieben und manifestiert wurden. Also so vele Christen gibt es nicht. nur viele die sich so nennen, doch das zaehlt bei weitem nichts

06.10.2005 12:27 Uhr

veit

RE:

Sers Bastard, wo in der Bibel steht denn das mit dem Hexen töten?
Ich glaub, ich hab 'ne andere Ausgabe.
Bei mir steht auch nichts von nicht lügen dürfen drin, nur was von "falsches Zeugnis wider Deinen Nächsten ablegen". (Das ist etwas anderes.)

Gruß,
veit

06.10.2005 18:58 Uhr

cheekybastard

RE:

dann wuerde mich der Unterschied von beiden zueinander interessieren.

07.10.2005 16:32 Uhr

Cyrion

RE:

Ich möchte Dir hiermit mein ehrliches, tiefempfundenes Mitleid aussprechen.

Wenn ich von solchen Gläubigen höre kommt mir immer sofort die Galle hoch. Selbst meine katholischen Freunde und Bekannten hier bei uns sind nicht derart penetrant und widerlich.

Ich würde Dir raten, diese Leute zu meiden, bzw. Stellung zu beziehen und Ihnen Deine Position zu erklären. Wenn die dann trotzdem noch mit Ihrem "Kirchengelaber" weitermachen wird es natürlich schwer - Ist es sowieso, weil man sich wenn man jünger ist gegen eine Gruppe nur sehr schwer bis garnicht durchsetzen kann, besonders wenn das Leute sind, die einen großen Anteil des Umfeldes ausmachen (wie bei Dir).

Trotzdem wünsche ich Dir alles Gute und nimm Dir das Gequatsche nicht zu Herzen - Es ist auch nicht schlimm, wenn man diese Typen um Ruhe zu haben belügt.

07.10.2005 17:10 Uhr

Composer

RE:

ts ts ts ... Lügen ... ganz böse .... steht in der Bibel !!!

07.10.2005 17:24 Uhr

Cyrion

RE:

Psst, ich bin doch Heide und Atheist da darf man das doch...

Wäre ja auch wenn eine Notlüge, damit einen die "Kirchlichen" nicht weiter zuscheppern, ausserdem immer noch besser als Amok zu laufen, oder?

10.10.2005 14:17 Uhr

cheekybastard

RE:

Da wir alle auch Du dafuer verantwortlich sind ist beides schei...!

11.10.2005 10:54 Uhr

Cyrion

RE:

Wofür soll ich verantwortlich sein?

11.10.2005 12:00 Uhr

uschi_fisch

RE:

Mach den Unterschied, bitte unterscheide. Sei so wie Du es für richtig hältst. Mehr wird nicht verlangt und mehr muss Mensch auch nicht sein um in den "Himmel" zu kommen. Das mal als Erstes.
Dann würde ich mir nie die Bibel erklären lassen. Schon gar nicht von Jemandem der sich als besonders Verständiger ausweist. Etwas eher ist die Lehre dann schon von Jemandem, der diverse Weihen empfangen hat. Also Priester ist im weitesten Sinne.
Was die Toleranz betrifft gibt es da bestimmt Bibelstellen, aber wie gesagt, auch ich bin kein Priester, also darf es Dir nicht erklären. Und dann ist da noch etwas ganz Wichtiges!
Die Christen rufen GOTT an in dem sie ihm ihre Mitmenschen empfehlen und dabei wird ein ganz wichtiger Wortlaut verwendet, den ich für sehr, sehr wichtig halte. Da heißt es: "... um dessen Glaube nur DU allein weißt."
Das man wahrhaftig ist, dass ist doch das Wichtigste überhaupt, ob man nun glaubt oder nicht.

07.10.2005 21:46 Uhr

Cyrion

RE:

Bin auch Deiner Meinung, nur ist es für eine 17jährige sicherlich etwas anderes als für uns "Über-Mittdreißiger" sich bei so einer Thematik durchzusetzen.

10.10.2005 14:19 Uhr

Caaamn

RE:

Kennst Du Dan Brown - Sakrileg?
Ich finde, dieses Buch muss man gelesen haben...
was dort steht ist wirklich einleuchtend!
Zeig mir einen Christen, der die 10 Gebote einhält!
Sowas nennt man "Scheinheiligkeit".< br />

07.10.2005 23:42 Uhr

veit

RE:

Blöde Pauschalbehauptungen .
Ich kenne viele Christen, die sich nach besten Wissen und Gewissen um die Einhaltung der 10 Gebote bemühen und darunter sind sicher einige, denen das gelingt.
Und nein, dieses Buch muss man nicht gelesen haben. Ich zum Beispiel lebe auch ohne prima.
;-P

08.10.2005 03:19 Uhr

Cyrion

RE:

Na, ich kenne auch viele Christen, dennoch hab ich bei keinem das Gefühl, dass sie sich auch nur annähernd an die vielgelobten 10 Gebote halten.

Also wohl doch keine so blöde Pauschalbehauptung.. .

10.10.2005 14:23 Uhr

sailor

RE:

Manmanman...

Und ich bin kein 'Christ' und suche trotzdem danach zu leben.
Und nu...?

Man könnte, so nebenbei die 10 Gebote auch nicht so sehr als Handlungsanweisung sehen, sondern als Ausdruck einer Lebenseinstellung...

11.10.2005 11:07 Uhr

cheekybastard

RE:

Nun stelle Dir aber auch vor Du wuerdest sehen das sich das Verhalten die Einstellung der anderen dem entgegenwirken bei Dir was Du mit Deiner Einstellung Dir erarbeitest. Das Du siehst das sich Dein Leben trotzdem einschraenkt, ergo noch schoener sein koennte. Und dann noch der Spruch, Was ein Mensch schafft koennen viele, ich sage, die meisten schaffen

11.10.2005 11:15 Uhr

Cyrion

RE:

Ehrlich? Du lebst nach den 10 Geboten der Kirche, obwohl Du kein ´Christ´ bist? Ich hätte jetzt gedacht nach den normalen Regeln unserer Gesellschaft (gut, die basieren ja zum Teil
auf dem christlichen Glaubensmodell).

Nein, die 10 Gebote sind natürlich von der Grundauslegung her richtig - Auch wenn sich heutzutage keiner mehr dran hält.

---

Ich geb aber zu, dass man das nicht pauschalieren kann, sondern differenziert betrachten sollte (bin ich etwas über das Ziel hinausgeschossen - schonwieder...).

11.10.2005 12:37 Uhr

sailor

RE:

Zum Teil?
Ist ein ziemlich großes Teil, hier im christlichen Abendland, denke ich...

Ich versuche danach zu leben.
Nicht zu begehren meines nächsten Weib ;), kein falsches Zeugnis zu geben wider meinem nächsten, mir kein Bildnis noch Gleichnis zu machen (zumindest keines, was ich nicht wieder korrigieren könnnte)... etc.

11.10.2005 18:37 Uhr

veit

RE:

Keinen anderen Gott neben Jhw?
Den Sonntag heiligen?

11.10.2005 19:28 Uhr

uschi_fisch

RE:

... die Eltern ehren und nicht stehlen. Keinen töten und nicht die Ehe brechen. Und auch wichtig: Du sollst den Namen GOTTES nicht verunehren.
.
;o) Entspannt Euch, ist nur den Vollständigkeit halber.

11.10.2005 21:08 Uhr

sailor

RE:

Heilig ist mir der Samstag, da arbeite ich grundsätzlich nicht.
Ausnahmen sind möglich, aber sehr selten...

Das mit dem Gott kann ich gerade schlecht ins Alltagsleben übersetzen...
Abgesehen davon halte ich einen Gott für zum dran glauben für ausreichend (freibleibend ob ich nun dran glaube oder nicht)...

11.10.2005 21:15 Uhr

uschi_fisch

RE:

trooper hats unten geschrieben: ganz genau, also eher nicht zum Einhalten verdammt ;o)
Das mit dem GOTT im Alltagsleben, naja. Ich arbeite jeden 2. Sonntag, mindestens und auch gern. Dann bin ich "hungrig" auf eine Stunde Sonntagsmesse und fast ärgerlich, wenns keine neuen Impulse gab, soll ja vorkommen ;o)
Alltagsleben ist alles. Feste sind schön, doch ohne mein Zutun auch leer, wie Alltagsleben eben.
.
Kann sein, dass ich etwas unkonzentriert bin heute, bin grad von Arbeit zurück und höre "in C", sehr einnehmend! Muss es aber, brauchs für morgen fürs Praktikum,
entschuldige bitte

11.10.2005 21:24 Uhr

trooper

RE:

Also Dan Brown muss man nicht gelesen haben.

Die zehn Gebote sind eine Richtschnur, kein Gott würde eine wortgetreue Einhaltung verlangen. Sie versinnbildlichen den Weg, danach zu streben. Doch der Mensch ist von Natur aus schwach und es gibt keinen ohne Schuld.

Wenn ein Mensch sich bemüht und danach strebt, dann noch an Euren christlichen Gott glaubt, dann ist er eben ein Christ.

Und zu behaupten man glaube nicht an Gott oder sonst was, mag vielleicht in Mode sein, oder cool klingen ... allein ich habe noch niemals einen Menschen getroffen, der nicht glaubte......

11.10.2005 13:33 Uhr

Cyrion

??

Zitat: "Noch nie einen Menschen getroffen der nicht glaubte..."

Mag sein. Ich für meinen Teil kenne Dutzende. Glaub mir wenn ich es Dir sage: Ich glaube nicht an Gott (egal ob jetzt der christliche, moslemische oder was auch immer Gott...).

Hat nichts mit Cool wirken wollen oderso zu tun, ganz bestimmt nicht...

11.10.2005 16:51 Uhr

trooper

@cyrion

...glaub ich Dir, daß Du an keinen Gott glaubst. Aber wir würden hierbei wahrscheinlich zu der Diskussion kommen wer Gott ist und wie jeder Glauben definiert ...

Ich sagte ja auch, daß ich noch nie jemanden getroffen habe, der nicht glaubte ...

11.10.2005 17:16 Uhr

veit

@cyrion

"nicht glauben", na toll, das kann man natürlich gaanz allgemein interpretieren.
Daher: Entweder war das keine Aussage oder ich glaube den Inhalt nicht. (Wobei ich unterstelle, dass Du einfach nicht jede Person, die Du getroffen hast, auf ihren Glauben hin ausgequetscht hast.)

11.10.2005 18:26 Uhr

Cyrion

@cyrion

Me? (oder Trooper?)

Ich meinte die Leute in meinem Bekannten/Freundeskr eis. Und da sind schon ein paar ziemlich krasse Atheisten dabei.

Mit "nicht gläubig sein" meine ich keinerlei Form von Religiösität zu haben, hmm, so in der Art wie nicht an Astrologie zu glauben...

Ist aber ja nicht so schlimm, schließt ja Moral und Ethik nicht parallel aus, oder?

11.10.2005 18:36 Uhr

trooper

@cyrion

...wie äußert sich das "krasser Atheist"? Ich habe tatsächlich keine FVorstellung was jemand tun oder sagen muss damit er Atheist ist?

14.10.2005 08:02 Uhr

trooper

@cyrion

ich geh mal davon aus, daß veit sich auf meine Aussage bezogen hat. ALlgemein gehalten ist es natürlich, weil auch der, die das "Glauben" etwas perönliches ist, was ein individuum für sich definiert. "Nicht glauben" ist die etwas hilflose Umschreibung, daß ich bisher noch keinen Atheisten getroffen habe, bzw noch niemand der mir erklären konnte warum er sich für einen Atheisten hält ....

14.10.2005 08:09 Uhr

Cyrion

@trooper

Moin! Naja, dann will ich es anders formulieren: Es ist nicht notwendig zu erklären, warum man sich für einen Atheisten hält. Ich bin nicht der, der in Erklärungszwang ist, sondern der, der gläubig ist. Immerhin ist ja der Gläubige Mensch derjenige, der ein Denkmodell propagiert, ohne jeden faktischen Beweis dafür bringen zu können...

Krasse Atheisten: Leute die zu Ihrem Unglauben auch noch ein verächtliches/abwert endes Verhältnis zu "gläubigen" Menschen haben.

14.10.2005 10:37 Uhr

LudwigMartin

@trooper


Also das mit dem Erklärungszwang versteh ich nicht so ganz. Möglicherweise meinst Du missionarische Gläubige.

Ansonsten wüßte ich nicht, warum ein Gläubiger sein Mit-Gott-Weltbild eher erklären müßte als ein Nichtgläubiger sein Ohne-Gott-Weltbild.< br />Auch wer nicht glaubt, hat irgendeine erklärungswürdige Vorstellung von der Welt. Welches sogar durchaus erforschungswürdig ist: "Woran glaubt, wer nicht glaubt?" ist ein veröffentlichter Briefwechsel zwischen Umberto Eco und Kardinal Martini.
Aus christlicher Sicht ist Atheismus beispielsweise ziemlich unvorstellbar und extrem erklärungswürdig.

15.10.2005 11:47 Uhr

Cyrion

@LudwigMartin

War auf Trooper bezogen, ich meinte das nicht als generelle Aussage. Natürlich "muß" sich ein Gläubiger Mensch nicht erklären. Mir ging es um eine faktische Beweisführung, nicht um eine philosophische Auseinandersetzung mit der Materie.

17.10.2005 10:24 Uhr

Cyrion

@LudwigMartin

Um es auf die Spitze zu treiben: Was unterscheidet einen gläubigen Menschen von einem mit Wahnvorstellungen? Eben, nichts.

17.10.2005 10:26 Uhr

LudwigMartin

@LudwigMartin


Du reduzierst den Glauben auf Verzückungssituation en und realitätsferne Visionen.

Faktische Beweisführungen sind nichts wert, wenn sie nicht auf einer philosophischen Grundhaltung fußen. Der Glauben setzt eben bei der Grundlage an und nicht bei der Oberfläche.

Also es gibt nicht die (naturwissenschaftli ch erklärbare) Welt und dazu noch einen Glauben, sondern der Glaube beschreibt eine andere WElt als der Nichtglaube.

Ich bleib dabei, daß es für den Atheismus genau so wenig stichhaltige Argumente gibt wie für einen Theismus.
Allenfalls eine agnostische Haltung ist aus Indizien heraus begründbar - nämlich genau aus dieser Beweisschwäche der anderen beiden Modelle heraus.

17.10.2005 10:36 Uhr

Cyrion

@LudwigMartin

Tja, was soll ich dazu sagen - Da hast Du mich wohl... Ok, bin ich halt Agnostiker und kein Atheist... (Verdammt immer diese Studierten, können einem auch alles kaputtreden ;)
Gruß

17.10.2005 10:42 Uhr

Cyrion

@LudwigMartin

Schön argumentiert übrigens...

17.10.2005 10:44 Uhr

trooper

@LudwigMartin

@LudwigMartin
...gebe ich Dir recht und stimme Dir zu. Salomonsich ausgedrückt und beanstandungslos argumentiert.
@cyrion
...akzeptiere natürlich Deine Meinung und verstehe Deine Argumente.
Wie nennt man dies... eine Verlassen des argumentativen Schlachtgetümmels mit einem beidseitig gutem Gefühl ....

Dank an LudwigMartin und Cyrion

17.10.2005 10:56 Uhr

LudwigMartin

@Cyrion und trooper


Ich danke auch.
Für die Vorlage und die Anerkennung.
Hat mir Freude bereitet, besonders, daß ich auf das agnostische Schlupfloch hinweisen konnte ;-)

17.10.2005 10:58 Uhr

Cyrion

@Cyrion und trooper

Ich sag ebenfalls danke, hat mir Spaß gemacht mit Euch beiden...

17.10.2005 12:06 Uhr

veit

@cyrion

Ja, ich habe mich auf Deine Aussage bezogen. Diesbezüglich ist das NEON-System gut:
Ein Beitrag, der hinter Deine steht und genau einen Pfeil mehr hat, ist als Antwort auf Deinen gegeben worden. (Außer natürlich, dazwischen stünde ein anderer Beitrag, der so viele Pfeile hat, wie Deiner.)

14.10.2005 19:49 Uhr

veit

@cyrion

Ähh, ach ja: Cyrions Antwort kann ich mich anschließen.

14.10.2005 19:49 Uhr

LudwigMartin

Scheinheiligkeit


Den Tatbestand der Scheinheiligkeit sehe ich als erfüllt, wenn Christen (oder andere Leute) Menschen für Taten verurteilen, die sie selber tun.
Da wir Christen eigentlich dazu angehalten sind, Menschen eben NICHT zu verurteilen ("Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!", uschifisch hat Ähnliches oben gut formuliert), würde in diesem Fall eine Scheinheiligkeit nicht gegeben sein, auch wenn man als Christ an dem einen oder anderen Gebot scheitert.

Daher kann man Scheinheiligkeit nicht nur am Befolgen der Gebote festmachen. Bekennende Christen gehen v.a. gnädig mit ihren Mitmenschen um, aber das ist eine Weltsicht, die sich eben viele Atheisten UND Religionsfanatiker nicht vorzustellen vermögen.

"Zeige mir einen Christen..." ist sehr wohl eine Pauschalbehauptung, sagt sie doch aus, daß KEIN Christ die zehn Gebote befolgt mit dem danach folgenden Fehlschluß, daß allen diesen gleich Scheinheiligkeit zu unterstellen wäre.

Also war der Kommentar von Caamn erstens pauschal und zweitens unlogisch.
Unsachlich sowieso, denn was hat irgendein Buch damit zu tun, wie sich die meisten Christen in der Welt verhalten?

Im kritisch-wohlwollend em Beobachten von Menschen steckt mehr Wahrheit als in einem Phantasie-Roman.

11.10.2005 10:46 Uhr

cheekybastard

RE:

@uschifish
wenn wir tiere waeren wuerde ich dir rechtgeben. Da sieht man das man sich von generation zu generation verbessert. Doch der mensch gibt ein anderes resultat aus. Und da kann man das nicht mehr sagen, weil es schon so gesagt und die menschen es falsch interpretiert haben bzw. verstanden. Wer nur nach seinem Ego lebt...

11.10.2005 10:59 Uhr

uschi_fisch

RE:

Schade, ich versteh so schlecht Deinen Einwand. Und warum soll ich den Tieren meine Meinung aufschwatzen? Die sind in sich schon göttlich. Wenn Dir wirklich was dran liegt, dann konkretisiere "resultat" und "interpretation" bitte, wenn auch nur für mich ;o)
Übrigens schreibt man beides gross weils Substantive sein sollen oder nicht, klär mich auf, ja?

11.10.2005 21:13 Uhr

cheekybastard

RE:

Du sagtest jeder der das macht was er fuer richtig haelt kommt in den "Himmel". Nunja ich gehe einerseits einher mit deiner These, doch verhaelt sich jeder wie er es fuer richtig haelt. Schon mal eine andere Antwort bekommen. Dadurch kommt auch jeder in den Himmel, stimmt das? Bei den Tieren, die ja wirklich von Generation zu Generation sich verbesern und lernen, stimmt dies. Doch beim Menschen nicht.
Natuerlich sind das Substantive, doch schreibt man diese gross? ;) Bin etwas im Stress wegen meiner Pruefung und schreibe hier deswegen falsch und im Akkord. ;)

12.10.2005 12:28 Uhr

uschi_fisch

RE:

Drück Dir die Daumen für die Prüfungen.
Jeder kommt in den "Himmel", nur nicht jeder kann erkennen, dass es dies ist.
.
Es ist so wie mit viel zulangen Löffen essen zu müssen. Die Arme sind zu kurz um zum Mund zu gelangen. Bietet Jeder dem Gegenüber am Tisch die Speisen auf dem Löffel an, wird der zufrieden annehmen und seinerseits das Selbe tun. Wer dem Anderen aber nicht vertraut wird vor den üppigsten Speisen verhungern.
Das hab ich mir nicht ausgedacht, ist eine Gutenachtgeschichte für Kinder.

12.10.2005 21:26 Uhr

Sirius

Missionare vor der Mensa

Da will man in Ruhe essen gehen und da tauchen sie gleich im Dutzend auf und wollen mir ihr kleines Büchlein (Neues Testament) in die Hand drücken. Dürfen die sowas?

13.10.2005 13:45 Uhr

uschi_fisch

Missionare vor der Mensa

... ja sie dürfen, aber erst mal schauen wer das Büchlein gedruckt hat. Findet sich ein Absatz, eine Zeile die Dich anspricht - Zeile merken - Einheitsübersetzung rausholen und noch einmal lesen - nicht vergleichen!
Diese Bücher sind geschrieben, damit es Menschen berührt und kann daher auch so vielmal ausgelegt werden wie es Menschen auf der Erde gibt.
Fazit: Geschenkt bekommen - ja
Lesen - ja
anderer Menschen Erklärung sich anhören - nein
anderer Menschen Auslegung annehmen - nein
.
;o) Allerdings waren unter allen, die sich mit der Heiligen Schrift beschäftigen auch einige darunter, die es wirklich verstehen uns durch ihr Studium und Glaubenszeugnis manche Schriftstelle zu "übersetzen", sie in die heutige Zeit zu "aktualisieren". Denen zuzuhören kann sehr aufschlussreich sein.

13.10.2005 16:48 Uhr

Lageorhynchus

RE:


Ich habe nie begriffen, wie geistig halbwegs gesunde Menschen religiöse Büchlein über ihre Überzeugung verteilen können.
Ist ja peinlich, sowas.

Unter Buddhisten würde so etwas nicht nur sofort und völlig zu Recht Ärger geben, sondern auch schlicht nicht funktionieren. Im Gegenteil.
Wer zu begeistert von seinen eigenen Überzeugungen erzählt, wird meiner Erfahrung nach kritische, selbstständig denkende Menschen erst mal auf ein paar Jahre vergraulen.

Mittlerweile kommen etwa 50% der Erstbesucher zu uns, weil sie uns im Internet ergoogelt haben.
Und bei denen, die nicht hierher passen, überlegen wir meistens noch, was für andere humanistische Richtungen wir ihnen empfehlen könnten.

Und so soll das sein.

13.10.2005 18:17 Uhr

uschi_fisch

RE:

Na was kannst Du mir denn empfehlen?
Meine Texte werden einfach nicht veröffentlich. Gut, von ca. 20 sind 14 mit moralischen und ethischen Fragen thematisiert gewesen und obendrein noch mit meiner eigenen Meinung gespickt gewesen. Das nicht weil ich Missionar bin, sondern weil mir manches aus christlicher Sicht das Leben erleichtert hat.
Vielleicht komme ich ja deswegen nicht ran?
Es sind aber nunmal meine Themen, pech gehabt, hier wird nur seichtes durchgelassen oder was?
Und wenns nicht passt, na und wir können ja was empfehlen.
Bisschen einfach oder?

13.10.2005 20:00 Uhr

veit

RE:

Einfach ist es auch, die Ablehnung Deiner Texte darauf zu schieben, es würden nur seichte - die von anderen - durchgelassen werden.

13.10.2005 21:24 Uhr

uschi_fisch

RE:

Einer mit sehr christlichem Text ist gerade eben rausgeflogen. Ich habs satt!

14.10.2005 12:22 Uhr

uschi_fisch

RE:

... und muss erstmal ein bisschen heulen, der war nämlich wirklich wichtig!
Immer mehr zieht man sich hier aus um was wirklich gutes zu bringen und es kommt einfach nicht ran. So eine Sch...

14.10.2005 12:24 Uhr

Lageorhynchus

RE:

>Na was kannst Du mir denn empfehlen?

Ich kenne nun Deine Texte nicht, aber die wesentliche Frage ist, was Du mit Ihnen erreichen willst.

Wenn Dir Deine christliche Weltsicht hilft, ist das gut und sinnvoll so. Aber was sollen andere damit anfangen?

Ich würde einen Teufel tun, hier etwas über Buddhismus und wie er mir oder wem auch immer aus welcher Patsche auch immer geholfen hat, zu schreiben. Das will keiner hören und es geht eigentlich auch keinen etwas an.

Wer sich für religiöse Richtungen interessiert, wird - suchet, so werdet ihr finden - keine Probleme haben, sich eine Fülle an Optionen zu ergoogeln oder ein paar gute Bücher zu lesen.

Klar kann man in einem NEON-Artikel mal über bestimmte religiöse Themen informieren, mit Vorurteilen aufräumen - am besten noch in Form einer Glosse.
Aber das wars dann auch schon.
Religiöse Moral ist ein kritisches Thema - wo ich den erhobenen Zeigefinger oder ein "Überzeugenwollen" bei einem Text wittere, würde ich sofort den Daumen senken.

Übrigens wissen die Superleser nicht, wessen Texte sie ablehnen (siehe mein Artikel zum Thema), die Liste der Textvorschläge ist ebenso lang wie anonym.

Wenn Dein Artikel also weder unterhält, noch zur Debatte fordert, sollte er sehr informativ sein.
Wenn er aber sehr informativ ist, sollte er dabei gut lesbar, also unterhaltsam sein...

14.10.2005 19:32 Uhr

LudwigMartin

RE:

"Wenn Dein Artikel also weder unterhält, noch zur Debatte fordert, sollte er sehr informativ sein.
Wenn er aber sehr informativ ist, sollte er dabei gut lesbar, also unterhaltsam sein..."

wenn nicht unterhaltend, dann informativ!
wenn informativ, dann unterhaltend!

schicke Wendung, die schön demonstriert, daß man um den Entertainment-Anspru ch bei neon nicht drumherum kommt ;-)

15.10.2005 11:41 Uhr

Lageorhynchus

RE:

Gut vermittelte Information ist immer unterhaltend, im Sinne von "anregend".
Das hat zur Abwechslung mal nichts mit Neon zu tun sondern mit den Grundsätzen von Didaktik und Schreiberei.

15.10.2005 16:37 Uhr

LudwigMartin

RE:


Hey, okay, das mit neon ist geschenkt.
Ich fand es nur lustig.

Letztlich hättest Du doch auch kürzer schreiben können: "Wenn Dein Artikel nicht unterhält, kannst Du es vergessen."

Ich stimme Dir ja inhaltlich zu, aber Deine Argumentation war ... hm... sehr unterhaltsam.

15.10.2005 18:51 Uhr

veit

Ignoriert mich einfach, ich will's mir nicht verkneifen...

Ich persönlich führe diesen tatsächlich amüsanten Lapsus (Wo ist Dein Augenzwinkern, Weisrückenflossenmee ressäugerd ingsda? ;-) ) auf die zu intensive Auseinandersetzung mit Hegelscher Dialektik zurück. Treffer?

15.10.2005 23:24 Uhr

uschi_fisch

Ignoriert mich einfach, ich will's mir nicht verkneifen...

Was soll ich da nur noch druntersetzen???
Erstmal: Den Hegel müßt ich nachlesen, leider.
Zweitens: Hab ich mich mal zu dieser Meckerei hinreißen lassen, sorry, kommt nicht wieder vor.
Drittens: Ganz sicher will ich hier meine Texte einfach ausprobieren. Einmal vom Inhalt her, weil mich zur Zeit vieles beschäftigt, das keine Zeit hat zum Warten auf Resonanz. Dann weil ich meine, dass hier durch das Portal keine direkten Gruppen angesprochen werden. Es ist für mich also ein "gesundes Publikum".
Klar ist mir auch, dass aktuelle Ereignisse eher von Interesse sind, aber journalistisches Schreiben ist nicht so mein Ding. Jedenfalls weniger interessant als Kurzgeschichte oder Essays.
.
Und ehrlich, kannst Dir wohl vorstellen, dass es keine kryptische Dissertation über insurgente Israeliten zur Submission von Grabbeigaben aus Jerusalems Katakomben war.

16.10.2005 09:30 Uhr

uschi_fisch

Ignoriert mich einfach, ich will's mir nicht verkneifen...

s.o.
Mit Resonanz meine ich, nach dem üblichen Weg der Veröffentlichung und deren Rückmeldung vom Leser. Es dauert mir zu lange. Es ist Zeit die ich nicht habe.

16.10.2005 11:36 Uhr

LudwigMartin

Ignoriert mich einfach, ich will's mir nicht verkneifen...


Mach doch mal einen Freifahrt-Thread mit einem Deiner Texte!

Ansonsten: das mit Hegel war an den Weißseitendelfin gerichtet (neuer Wissenszuwachs meinerseits, nachdem ich den entsprechenden Usernamen mal gegoogelt hab. Da muß erst ein veit ne Anspielung machen, bevor ich auf die Idee komme, den lange bekannten Namen zu suchen ;-)), es ging nur um seine Rhetorik.

16.10.2005 14:08 Uhr

ana_maria

RE:

Also ich bin ja eigentlich katholisch. Ich betone eigentlich.
Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie konnte ich der Religion noch nie etwas abgewinnen. Aber das durfte natülich besonders vor den Großeltern nicht erwähnt werden. Sonst...
Auf jeden Fall bin ich Atheist und das ist auch gut so. Um es zu zu sagen. Sobald die Kirche von mir Steuern will, werde ich austreten.
Ich denke, dass es mit der Zeit immer weniger Gläubige geben wird, da heute nicht mehr nur die Kirche Kontingenzbewältigun gspraxis leistet.
Mir macht es nicht viel aus, dass nach dem Tod wahrscheinlich nichts kommt. Ich lebe jetzt und auch das ist auch gut so. So ist das.

13.10.2005 21:01 Uhr

Stacheligel

RE:

na da hat ja endlich mal einer ein machtwort gesprochen...*lol*

16.10.2005 17:08 Uhr

veit

RE:

Sorry für die dumme Frage, aber was ist denn Kontingenzbewältigun g(spraxis) ?

16.10.2005 23:47 Uhr

himbeergruen

RE:

Ein paar meiner besten Freunde sind katholisch.
Sie glauben auch an Gott. Oder eine gottaehnliche Macht. Sie stellen sich aber nicht gegen die Wissenschaft und behaupten, die Erde waere in 7 Tagen durch Gott geschaffen wurden.

Sie wollen mich nicht bekehren. Gut. Ich sie auch nicht.

Man kann - solange beidseitige Akzeptanz fuer die andere seite herrscht - auch Wunderbar diskutieren. Gott, Tod usw. Denn so eng sieht es unsere Generation ja eh meist nicht mehr. Wenn doch, ist es wohl auch auf familiaere gehirnwaesche' zurueckzufuehren.... .
Denn auch ich bin mitunter -als absolut ueberzeute atheistin - mit dbei den Jugendstunden.
Die nun gar nicht zum gebet verwendet werden.


Ich weiß nicht, inwieweit dein Urteil ueber die Mitschueler gerechtfertigt war, aber auch das klingt verallgemeinernd und - entschuldige - abwertend, was ich nicht ok finde, da du ja auch selbst geschrieben hast : 'jeder, so wie er will'

17.10.2005 00:12 Uhr

LudwigMartin

RE:


Die Welt braucht solche Leute wie himbeergrün und dessen beste Freunde.

17.10.2005 08:46 Uhr

cheekybastard

RE:

Alles in Ordnung was Du sagst finde ich. Die andere Seite z.B. waere diese, wie Sie hier auch schon diskutiert wurde. Was mache ich mit einer Seite der ich wie mir die Freiheit alles zu tun zuspreche, Sie aber mit Ihrer Freiheit die sie sich nimmt andere Freiheiten von anderen, auch fremden Menschen, einschreankt und nur gesagt wird, wenn man sie darauf aufmerksam macht ihr waere das ganz egal? Zum Beispiel beim hier diskutierten FleischesserBeitrag. schoenes gruesses der Steve

17.10.2005 08:54 Uhr

uschi_fisch

RE:

Also, dass mit dem "wäre mir ganz egal" will ich mal beiseite lassen, denn gläubigen Menschen kann ein anderer Mensch nie egal sein, auch wenns schwer fällt (was es meistens tut, angesichts von Hunger und Gewalt).
.
Im Bezug auf die Freiheit, die mir der Glaube (Kirche, GOTT, Lehre) nimmt, würde ich nicht ganz so schwarz sehen. Zum Beispiel eine Frau die, weil sie für ihre Beziehung zu einem Mann keine Zukunft sieht und sich von ihm genötigt sieht abzutreiben (ja, ich weiß, ist ein irres Thema. Aber als Beispiel gehts) tut dies aus der wissenschaftlichen Erkenntnis heraus, dass in dem Stadium der Schwangerschaft dieses Kind ja noch nicht entwickelt ist und daher solch eine Handlung zu verantworten ist. Sie wird darunter leiden, dass sie es getan hat, aber sie kommt aus dieser Sichtweise heraus darüber hinweg. So wie man über den Tod eines engen Angehörigen hinweg kommt. Sie erinnert sich, trauert, weint und lebt weiter ohne daran psychisch zugrunde zu gehen.
Eine Frau, die GOTT in ihrem Leben erfahren hat und zuläßt, wird sich nur in äußerster Bedrängnis (eigener Tod, Gewalt des Partners, Sorge um das Leben des Kindes) für den Schwangerschaftsabbr uch entscheiden. Und selbst dann, ist die Lehre zwar eindeutig (du sollst nicht töten), aber nicht endgültig und unmenschlich!
Es gibt die Möglichkeit der Vergebung.
Das nenne ich Freiheit.
Diese Freiheit bindet eben auch das Ungeborene Kind mit ein. Der Schwächste wird gleichberechtigt.

17.10.2005 11:15 Uhr

cheekybastard

RE:

Hmm nunja die Cdu kuemmert sich ruehrend um sich selbst, jedoch nicht um menschen. Dein beispiel ist gut und auch diskutabel. Diese Frau hat sich ueber Gott gesetzt indem Sie den Sex nicht nur zur Fortpflanzung praktiziert hat, und mit der Verantwortung die dadurch entsteht nicht leben wollte/konnte. was sagt uns das fuer die anderen lebensbereiche und das sie damit leben kann ist reine Spekulation.

19.10.2005 10:04 Uhr

uschi_fisch

RE:?

Danke für die virtuellen Blumen, aber was hat das bitteschön mit der cdu zu tun? In erster und überbehaupeter Linie hat Politik mit Menschen zu tun. Wer hat schon den Ehrgeiz die Demokratie im Hühnerstall einzuführen? ;o)
Natürlich hinkt das Beispiel, wie alle Beispiele es tun.
Es ging mir um die Aussage! Ganz klar hält der christliche Glaube eine Tür offen. Für jeden, auch für diejenigen die vermeintlich keine Chance haben. Wie eben im Beispiel dieses Ungeborene.
.
Diese Frau hat leben im Sinne von Ausleben praktiziert. Sie hat sich über ihr Selbst gesetzt. Aber das ist ein Thema, da will selbst ich nicht gern dran rühren. Meiner Meinung nach wird Sex viel zu viel Bedeutung beigemessen. Verantwortungsvollen Umgang sucht man da vergebens, leider. Ich kanns auch nicht ;o)

25.10.2005 17:28 Uhr

Massai

RE:

Ich verstehe deine FeGler, wenn sie dich regelmäßig zu Gebetskreisen einladen, denn wenn sie ihrem Glauben wirklich treu sind, müssen sie überzeugt davon sein dass du und ich als Atheisten verloren sind, und ihre Beweggründe sind, wenn sie von ihrem Glauben wirklich überzeugt sind nur positiv, sie wollen uns retten. Insofern haben sie eigentlich die Verpflichtung uns zum Glauben zu motivieren. Wir als Atheisten können dies vielleicht nicht verstehen, denn wir sind nicht der Überzeugung, dass die Menschen die wir nicht vom Atheismus überzeugen nach ihrem Tod verloren sind.

10.11.2005 07:45 Uhr

veit

RE:

Zumindest nicht mehr, als alle anderen auch.
:-D

13.11.2005 17:41 Uhr

Keksmaus

RE:

Ist denn die genaue Definition eines Atheisten jemand, der an gar nichts glaubt, oder jemand, der nicht an den Gott (aus der Bibel) glaubt?
Ich glaube nicht an Jesus und die Bibel. Ich weiß nicht, woran ich glauben soll, aber etwas in mir sträubt sich, wenn ich das glauben soll, was darin steht. Ich glaube es einfach nicht und besonders diejenigen (Gläubigen), die felsenfest davon überzeugt sind, dass es keine Evolution gibt, stärken meine Zweifel.
Allerdings kann es meiner Meinung nach durchaus etwas geben, das man mit "Gott" umschreiben könnte. Vielleicht ist es einfach "nur" der Geist bzw. das Leben, das auf dieser Erde ist. Oder das Gewissen, die Liebe und andere Gefühle...
Und ich distanziere mich von Meinungen wie "wenn man nicht an Gott glaubt (obwohl es ihn gibt), kommt man nicht in den Himmel", da Gott (WENN er existiert), für diejenigen Verständnis haben muss, die ihr Leben lang unglücklich waren, weil sie nicht an ihn glauben konnten...darüber könnte ich seitenweise schreiben, aber für dieses Forum ist es mir zu viel...wer mehr wissen möchte, kontaktiert mich am besten per PM oder ICQ ;-)

14.11.2005 19:39 Uhr

Keksmaus

RE:

Trotzdem leben die Gläubigen meiner Meinung nach ein schöneres Leben als wir. Manche Atheisten halten Gläubige für "dumm" und verstehen nicht, wie sie an Gott glauben können- halten beten und in die Kirche gehen für verschwendete Zeit.
Aber: Sie haben immer Halt und können bei allen Erfahrungen sagen: Gott hat es so gewollt.
Auch sind die meisten sehr sozial (-> Nächstenliebe) und versuchen, "ehrlich" zu leben.

14.11.2005 21:06 Uhr

LudwigMartin

RE:


Schöne Relativierung im zweiten Kommentar. :-)

Atheisten glauben nicht, daß es einen Gott, der eine Person ist, gibt.
Theisten (das Gegenteil sozusagen) sind nicht nur Christen, sondern auch Anhänger anderer theistischer Religionen (Judentum, Islam).
Theoretische gibt es dann noch Polytheisten (mehrere Götter) und Pantheisten (Gott=Natur).

Zwischen Theisten und Atheisten stehen die Agnostiker, welche weder vom einen noch vom anderen überzeugt sind, nach dem Motto: "Möglicherweise gibt es Gott, aber wissen (beweisen) kann ich es nicht."

Ganz klare Atheisten sind im Prinzip selten. Ziemlich oft haben sie einen "Gott" gegen irgendein hohes Ideal eingetauscht:
Die Revolution (Kommunisten)
Das Glück (Hedonisten)
Weltliche Güter
Gesundheit
Wissenschaft
...
Also vom Mittel zum Zweck gemacht.

Viele denken, es geht nur um ein "für wahr halten", aber dem Gläubigen geht es darum, die "höchste Instanz" zu besetzen, um gegenüber anderen Göttern und Gütern freier gegenüberzustehen.

Nicht jeder Christ leitet aus seinem Glauben die Nichtigkeit wissenschaftlicher Theorien (ich sage nicht Erkenntnisse) ab. Die Bibel muß interpretiert werden. Liest man sie wortwörtlich, dann widerspricht sie sich - gerade bei den Schöpfungsberichten - selbst.

Theorien kann man trotzdem anzweifeln. Die Wissenschaft ist kein Heiligtum - aber ich würde nicht mit der Bibel gegen Forschung argumentieren.

15.11.2005 15:29 Uhr

de_henne

RE:

Tja, sehr schade, dass weder Du noch Keksmaus meinen Beitrag lesen werden - was vor allem schade für Keksmaus ist, der den Murks, lieber LudwigMartin, den Du da fabriziert hast, wahrscheinlich glaubt. Da kümmer ich mich gleichmal selber drum.
Ersteinmal ist Deine Definition typisch für einen Anhänger eines monotheistischen Glauben. Atheisten glauben zuerst einmal GAR NICHT. Weder glauben sie an die Nichtexistenz eines Gottes, noch an Surrogate. Völliger Humbug. Atheisten setzen auf Rationalität, Logik und Pragmatismus - da braucht es keinen Glauben, sei er mono-, oligo-, poly- oder pantheistischer Natur. Ich möchte nicht wissen, was für andere Dummheiten und Halbwahrheiten Du hier noch zum Thema "Religion und ähnlicher Unsinn" in die Welt gesetzt hast, aber mir schwant Böses. Woher nimmst Du eigentlich die Selbstverständlichke it Deines haarsträubenden Halbwissens? "Wissenschaft ist kein Heiligtum"? Pah! Natürlich nicht! Das macht sie doch zur Wissenschaft! Falls Du mal aus Deiner Traumwelt zu uns Gottlosen herunterschaust, werde ich Dir zurufen, dass (ernsthafte) Wissenschaft falsifizierbar sein MUSS, um als solche durchzugehen. Etwas, was ich bei der Theologie schmerzlichst vermisse. Du sagst nicht Erkenntnisse? Sondern Theorien? Oha. O-ha! Ohaue haue hau, wie wir hier in Noddeutschland zu sagen pflegen. Und so ein Typ läuft in Deutschland herum, 180 Jahre nach Kant, im Jahre 2005. DU bist Papst, Alter, Du bist Papst.

18.02.2006 13:29 Uhr

veit

RE:

Wow, da haben wir es scheinbar mit einem areligiösen Eiferer zu tun.
Reg Dich mal ab und lern einen angemessenen Diskussionsstil, das ist ja schier nicht auszuhalten.
Da umgeb ich mich lieber mit Hardcore-Christen.

19.02.2006 18:57 Uhr

de_henne

RE:

Mein Gott, ich könnte mich immer noch aufregen? Hedonisten? Glück? Das sind Eudämonisten, Du §$%&!?)€@! Hedonisten = Genuss!!!!
Ach und die Franzosen haben vor dem Sturm auf die Bastille noch schnell das (noch ungeschrieben) "Kommunistische manifest" gelesen, ja?
Kein Wunder! Jetzt erst verstehe ich, warum Du so einen undifferenzierten Schwachsinn von Dir gibst: Du bist einfach ungebildet! Mauern im Kopf, bloß nichts von den bequemen Denkstrukturen aufgeben! Ha! Entlarvt!

18.02.2006 13:56 Uhr

veit

RE:

"Ha! Entlarvt!"
Gratuliere. Ich wüsste nicht, dass das zuvor schon ein 26jähriger, der meint, Deutschland brauche keine Mietverträge, geschafft hat.
"Hedonisten = Genuss!" stimmt übrigens nicht, aber so kleinlich will ich jetzt mal nicht sein.

mit bestem Gruß
veit
(der bessere Klugscheißer)

19.02.2006 18:59 Uhr

de_henne

RE:

Deinem unzusammenhängenden Geschwaller kann ich zwar nicht entnehmen, was genau "ein 26jähriger, der meint, Deutschland brauche keine Mietverträge" zuvor nicht geschafft hätte, klar ist jedoch, dass Du mehr glaubst als dass Du weißt.
Interessiert hätte mich, was Hedonismus Deiner Meinung nach ist. Nee, eigentlich doch nicht, Halbwissen gibt es ja schon genug hier. Ich mag nicht richtig glauben, dass es noch so einen bornierten Menschen gibt, aber: muss ich annehmen, Du meinst "Hedonisten" bedeute nicht "Genuss" im wörtlichen Sinne? Ja super, da haste recht! *applaudier* Dann trete ich das für den Herrn Korinthenkacker mal breit:
Hedonismus: altgriechische Lehre, nach der der Genuss Sinn und Ziel des menschlichen Handelns sei; aus griech. "hedone", "Vergnügen, Lust, Begierde, Sinnenlust", zu "hedys", "angenehm, süß, erquickend, behaglich", zur indogermanischen Wurzel "swad" "gut schmecken, gefallen".

Ach übrigens:
"Sers Bastard, wo in der Bibel steht denn das mit dem Hexen töten?" veit, 06.10.2005, Thread "Wie, Du glaubst nicht an Gott?"
Hier:
"Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen." 2. Buch Mose, Kap. 22, Vers 17.
In manchen Ausgaben wird auch das Wort "Hexe" benutzt (falls Du was an "Zauberinnen" auszusetzen hast).

"Blöde Pauschalbehauptungen " veit, 08.10.2005, Thread "Wie, Du glaubst nicht an Gott?"

"Reg Dich mal ab und lern einen angemessenen Diskussionsstil, das ist ja schier nicht auszuhalten." veit, 19.02.2006, im selben Thread

"Und nein, dieses Buch ['Sakrileg'] muss man nicht gelesen haben. Ich zum Beispiel lebe auch ohne prima." veit, 08.10.2005, im selben Thread

Joa, das erklärt einiges. Das Du Dich lieber mit "Hardcore-Christen" (Porno-Christen?) umgibst, hat wohl weniger mit mir zu tun als damit, dass Du selbst einer bist. Merkt man auch hier:

"'nicht glauben', na toll, das kann man natürlich gaanz allgemein interpretieren.
Daher: Entweder war das keine Aussage oder ich glaube den Inhalt nicht." veit, 11.10.2005, im selben Thread
Joa, DAS ist mal respektvoll einem Andersdenkenden gegenüber - was Du mir erzählst, stimmt nicht, solange Du nicht meiner Meinung bist.

Wenn ich mir diesen Thread so ansehe, kann ich mir gut vorstellen, dass Leuten wie LM und Dir einer dabei abgeht, mit sinnfreien und ausgelutschten "Argumenten" unsichere Teenager zu missionieren. Der Grund, warum ich LM so rabiat angegangen bin, hat seine Wurzeln in einem anderen Thread - dass Du jetzt neunmalklug daherkommst, lässt nur auf die (ziemlich hohen und dicken) Mauern in Deinem Kopf schließen. Aus der Tatsache, das LM weder hier (verständlich, da schon älterer Thread) noch auf dem anderen Diskussionsschauplat z (unverständlich, da aktuell), wo ich fast das gleiche Statement abgegeben habe, in keinster Weise reagiert hat, schließe ich, dass er keinerlei Gegenargumente aufzuweisen hat - und nicht, wie Du vielleicht einwenden möchtest, weil "der Klügere nachgibt". In diesem Falle halte ich es dann gerne mit den Römern, die da sagten: "Qui tacet consentire veditur". Genau wie später die Folterer der Inquisition, nachdem sie ihren Opfern die Zunge heraus geschnitten hatten.

Amen


19.02.2006 21:21 Uhr

akmsu74

RE:

Autsch!
Laß doch den Kleinen!
Guck Dir seine Seite an. Wenn er angesichts der erkannten Gefahr von lungenkrebs immer noch unentschlossen ist, wird er sein GANZES Gottvertrauen brauchen - ist nämlich eine elendigliche Quälerei und ein widerlicher Tod.
Da darfst Du ihm doch jetzt nicht sein Weltbild kaputt machen! Gemeinling!

20.02.2006 08:19 Uhr

LudwigMartin

RE:


Du schließt eindeutig zu kurz.

Beispiele:

Du reißt Zitate aus dem Zusammenhang - egal, ob Bibel oder Forenbeiträge. Du hast einfach keinen Sinn für den Background einer Aussage.

Du schließt aus einer Nicht-Antwort sofort, daß Du recht hast. Schön. Ich schlag Dir vor, in den Wald hineinzurufen - da gibt's nicht mal Echo.

Du schließt aus einem winzigen Statement von veit auf Mauern im Kopf. Man, was kennst Du Dich aus mit Menschen! Wahnsinn!!

Kühl Dir mal Dein Mütchen.
In diesem Artikel war von fanatischen Eiferern die Rede. Und die gibt es auf allen Seiten.
Du scheinst einer zu sein.

p.s. Du brauchst eine große Erklärung, um Genuss- und Glücksbegriff hinsichtlich der Hedonisten zu erklären, weil: was ist für wen Glück? Was ist für wen Genuss?

Sorry, wenn ich das Thema oberflächlicherweise nicht vertieft hab, ich wollte keinem Hedonisten auf die Füße treten. Es waren lediglich oberflächliche "BEISPIELE, " - aber das Detail interessiert Dich ja sowieso viel mehr als die jeweilige Grundaussage.

21.02.2006 19:13 Uhr

de_henne

RE:

"Du reißt Zitate aus dem Zusammenhang - egal, ob Bibel oder Forenbeiträge. Du hast einfach keinen Sinn für den Background einer Aussage"
Immerhin versuche ich, meine Argumente mit sachdienlichen Zitaten zu untermauern - die ich dann kenntlich mache, damit andere sich ein Bild machen können (und eventuell einen "größeren" Zusammenhang entdecken). Zum Zitieren gehört nunmal auch, dass man kürzen muss - und glaube mir, ich versuche das so schonend wie möglich. Geht das nicht, muss eine Quelle halt sinngemäß wiedergegeben werden. Das geht aber schon auf die interpretatorische Ebene - und da kann man geteilter Meinung sein, ohne Zweifel. Allerdings sehe ich keinen Grund, warum jemand, der sich nicht bemüht, seine Aussagen auf Richtigkeit zu überprüfen, mich wegen meiner Art zu zitieren kritisiert. De facto geht es Dir um die Art, wie ich die Bibel zitiert habe. Und nur das habe ich getan - zitiert, nichts weiter. Und lakonisch kommentiert, aber das kann man beim besten Willen nicht als Exegese bezeichnen. Wie man dabei den Dekalog "aus dem Zusammenhang reißen" können soll, ist mir schleierhaft. Es steht nun mal da drinnen, genau wie all die anderen Sachen. Und ich habe niemanden davon abgehalten, selbst nachzulesen, im Gegenteil, ich habe die Leute angehalten, selbst nachzulesen. Wo also ist das Problem?

"Du schließt aus einer Nicht-Antwort sofort, daß Du recht hast. Schön. Ich schlag Dir vor, in den Wald hineinzurufen - da gibt's nicht mal Echo."
Hab ich wohl zu schnell geschossen. Allerdings ging ich nicht davon aus, dass ich "recht" habe, sondern nur, dass Du keine Gegenargumente hast. Wie Du gerade wieder bewiesen hast.

"Du schließt aus einem winzigen Statement von veit auf Mauern im Kopf. Man, was kennst Du Dich aus mit Menschen! Wahnsinn!!"
Ja, sogar noch höher als Deine ;). Er schließt doch auch aufgrund EINES Statements von mir, ich sei ein "areligiöser (??) Eiferer". Abgesehen davon habe ich den ganzen Thread gelesen (und auch daraus zitiert, wie Du bemerkt haben wirst), in dessen Verlauf er in meinen Augen halt ziemlich altklug und borniert daherkommt. Und wenn jemand etwas ablehnt (siehe Zitate), das er nicht kennt, dann hat er Mauern im Kopf. Oder? Dafür braucht es keine Menschenkenntnis.

"Kühl Dir mal Dein Mütchen.
In diesem Artikel war von fanatischen Eiferern die Rede. Und die gibt es auf allen Seiten.
Du scheinst einer zu sein."
Ich bin nicht fanatisch, sondern radikal. In der ersten Bedeutung.

"p.s. Du brauchst eine große Erklärung, um Genuss- und Glücksbegriff hinsichtlich der Hedonisten zu erklären, weil: was ist für wen Glück? Was ist für wen Genuss?"
Hast Du nicht mir vorgeworfen, ich würde festehende Definitionen nicht kennen? Hindusimus (wo Du übrigens falsch lagst) und so? Erinnerst Du Dich? Nun, hier kommt es nicht darauf an, was für wen Genuss ist und was Glück, sondern nur, das "Hedonist" ein festehender Begriff ist - genau wie "Eudämonist". Abgesehen davon, dass Hedonisten per Definition Agnostiker sind und nicht Atheisten, hast Du ein Argument auf faktisch falsche Tatsachen aufgebaut, um überhaupt ein Argument zu haben. Du kannst die Bibel auslegen und Dir zurechtbiegen, wie Du lustig bist - bei Fakten wird's ärgerlich. Gaaanz davon abgesehen, dass Deine Definition von "Atheist" - wie schon gesagt - typisch für den Anhänger einer monotheistischen Religion ist. Nämlich schlichtweg falsch.

"Es waren lediglich oberflächliche "BEISPIELE, " - aber das Detail interessiert Dich ja sowieso viel mehr als die jeweilige Grundaussage."
Nur wenn die Details verfälscht werden, um der Grundaussage mehr Gewicht zu verleihen. Wie in Deinem Fall, Oberflächlichkeit hin oder her.

"Wo hab ich Franzosen mit Kommunisten in den Zusammenhang gebracht?"
Nirgendwo. Das habe ich getan, um die Absurdität Deiner Aussage zu verdeutlichen. Revolution allerdings hast Du ins Spiel gebracht. Welche Auswüchse eine Revolution auch immer haben kann, im Laufe der Geschichte erforderten die Umstände Revolutionen und keine Gottsurrogate ("Opium fürs Volk", schonmal gehört?). Im Falle des Kommunismus ist auch nicht die Revolution das Ideal, sondern eine bestimmte Gesellschaftsform.

"Ich rede von dem großen Gedanken der "Kommunistischen Revolution" - für die Menschen gelitten haben und sterben mußten - und nicht allgemein von Revolution und auch nicht von der bekannten Französischen."
Menschen leiden und sterben seit Anbeginn der Menschheit - woran bekannterweise auch die Religion... ach, lassen wir das. Wenn Du nur eine Revolution meinst, dann mach das doch eindeutig. Trotzdem sehe ich den Unterschied zwischer der Französischen Revolution und allen anderen, nachfolgenden nicht wirklich.

"Es geht mir auch nicht absolut gegen die von mir aufgeführten Begriffe: ich hab nichts gegen Wissenschaft."
Das freut mich.

"Es geht mir um das grenzenlose Vertrauen und die ungefragte Unterwerfung unter bestimmte Prinzipien, nenne man sie Revolution (wie es die Kommunisten getan haben), wissenschaftliche Theorien (nicht Wissenschaft im allgemeinen, aber die bestehenden "Erkenntnisse" sind im Eigentlichen NICHT bewiesen, sondern lediglich NICHT widerlegt - allerdings ist die Indizienlast oft erdrückend, das räum ich ein), Genuss, Glück, Körperkult..."
Was für ominöse "wissenschaftliche Theorien" meinst Du denn? Eine Theorie, die zwar nicht beweisbar ist, aber auch nicht widerlegt werden kann - sprich: sie ist anwendbar (und deshalb vernünftig) - nennt man "Postulat". Eine nicht bewiesene Theorie (Annahme) nennt man "Hypothese". Ansonsten gelten wissenschaftliche Erkenntnisse so lange als "wahr", bis sie falsifiziert werden können. Ernsthafte Wissenschaft hat nicht das geringste mit Unterwerfung oder Glauben zu tun, sonst schüfe man eine neue Religion. Was Du jetzt mit "die bestehenden 'Erkenntnisse' sind im Eigentlichen NICHT bewiesen" meinst, ist für mich nicht nachvollziehbar. Gibt es spezielle Postulate oder Hypothesen, die Du meinst? Oder denkst Du das im Allgemeinen?

"Du willst ja überhaupt nicht verstehen, was ich meine,"
Nein. Ich kann es nur nicht. Wenn Du die von Dir verwendeten Fakten bereinigt hast, kannst Du es noch mal versuchen. Sonst macht es keinen Sinn.

"sondern mich lediglich für dumm verkaufen."
Wenn Du es so sehen wilst, bitte. Angefangen auf Definitionen und Korrektheit herumzureiten (und das auch noch völlig grundlos) hast aber Du, und für dumm verkaufen wolltest Du mich. Estó es.








22.02.2006 01:44 Uhr

LudwigMartin

RE:


Antwort im Gästebuch.

22.02.2006 12:43 Uhr

de_henne

RE:

*gähn*

22.02.2006 14:47 Uhr

veit

RE:

Willst Du darauf noch eine Antwort oder genügt Dir Dein Erguss? Für ersteren Fall: Erinnere mich in fünf Tagen mal dran, dann kriegst Du sie.

25.02.2006 00:45 Uhr

LudwigMartin

RE:


Bevor Du Dich hier - nur, weil wir in einem anderen Forum Streitpunkte hatten, hier schräg reinhängst, wär es doch schön, wenn Du wenigstens nachvollziehen würdest, was ich geschrieben hab.

Wo hab ich Franzosen mit Kommunisten in den Zusammenhang gebracht?
Ich rede von dem großen Gedanken der "Kommunistischen Revolution" - für die Menschen gelitten haben und sterben mußten - und nicht allgemein von Revolution und auch nicht von der bekannten Französischen.

Es geht mir auch nicht absolut gegen die von mir aufgeführten Begriffe: ich hab nichts gegen Wissenschaft.

Es geht mir um das grenzenlose Vertrauen und die ungefragte Unterwerfung unter bestimmte Prinzipien, nenne man sie Revolution (wie es die Kommunisten getan haben), wissenschaftliche Theorien (nicht Wissenschaft im allgemeinen, aber die bestehenden "Erkenntnisse" sind im Eigentlichen NICHT bewiesen, sondern lediglich NICHT widerlegt - allerdings ist die Indizienlast oft erdrückend, das räum ich ein), Genuss, Glück, Körperkult...

Aber was solls...

Du willst ja überhaupt nicht verstehen, was ich meine, sondern mich lediglich für dumm verkaufen.

21.02.2006 19:02 Uhr

uschi_fisch

RE:

Ja, traurig solche Leute, die anderen nicht die Luft in den Hals gönnen, geschweige denn von ihnen eine gut argumentierte Meinung stehen lassen können ohne gleich fuchsteufelswild zu werden.

Aber was solls...

Ich bin selber reingefallen auf diese Masche und habe mich erstmal in einem neuen Thread mit ihnen getroffen. Aber die Lektion saß nach kurzer Zeit. Eine Lektion in Demut.

Zumindestens wissen einige wie die Kontaktformel endet. Genau da werde ich anknüpfen. Ich werde um Gelassenheit bitten. Mehr können wir eben nicht tun.

Ach, das ist doch was: In 20 Jahren habe ich mirs auch schon prophezeit. Früh übt sich, das ist der Hit ;o)

21.02.2006 23:52 Uhr

de_henne

RE:

Jetzt hast Du es geschafft:

*sprachlos sei*

Und noch ein

*kopfschüttel*

und

*augeroll*

bekommst Du gratis dazu!

























Herr, vergib ihr usw.

22.02.2006 01:50 Uhr

uschi_fisch

RE:

Danke für Deinen Beistand.

22.02.2006 14:15 Uhr

moje

RE:

ohman, das kommt mir alles nur zu gut bekannt vor ;)
in meinem Jahrgang sind auch ein paar FeG Mitglieder.. und zu diesen tollen "Jugendtreffs" wurde ich auch schon fast mitgeschleppt, konnte mich aber-Gott sei dank-noch rausreden..
ansich bin ich zwar nicht ungläubig, ich geh auch ab und zu in die Kirche etc., aber das geht mir echt zu weit.
Vorallem, wie ja schon erwähnt wurde, ihre Einstellung gegenüber Homosexuellen und auch Alkohol (ich fang nie wieder eine Diskussion mit so nem FeG Freak an!! -furchtbar!).
Also, kurz gesagt, finde ich, dass es schön ist, dass es heutzutagen noch so viele gläubige MEnschen (vorallem Jugendliche) gibt, aber man sollte es nicht übertreiben..

15.11.2005 15:52 Uhr

akmsu74

RE:

Oh geiel!!! Wat 'ne Party - und ich war nicht dabei! Mistverdammter!!!!!< br />
Es gibt nichts - ich wiederhole NICHTS!!!! - geileres, als sich mit verbohrten Christen zu streiten!
Spätestens, wenn man an den Punkt kommt, an dem man sagen kann: "Wenn ich an Gott glauben würde, ich würde nicht für ihn arbeiten!", geht die Party richtig los.
Das witzige ist, das hinterher alle beleidigt sind, weil man "ihren Glauben nicht respektiert" - dabei würde es reichen, wenn sie das Thema nicht immer weiter treiben würden!

@selfish:
Take it easy! Hast es bald überstanden! Nach der Schule kannst Du dahin gehen, wo DIE Dir nicht folgen werden. Im Zweifelsfall komm zu mir und laß uns Missionare jagen! :-))))

18.02.2006 15:42 Uhr

kaffehamm

RE:

ich bin auch nich gläubig und kam ma in den genuss, mich mit eina baptistin zu untahalten... die gute ist 19 und in meinem jahrgang.. nachdem ein paar mal das wort "unsittlich" fiel, beim thema rauchen, trinken und auch sex vor der ehe hab ich mir noch nich so großtartig was dabei gedacht.... als dann das thema mit dem sex vo der ehe vertieft wurde und sie ihren standpunkt klar gemacht hatte, man müsse den mann, mit dem man den ersten sex hatte heiraten, dachte ich mir auch noch "gut... das is halt so der glauben... anscheinend..." plötzlich fiel die frage "und was ist, wenn dein erster sex eine vergewaltigung war?" als mir die gute baptistin dann aber erklärte, dass sie dann auch ihren vergewaltiger heiraten müsse, weil er sie ja nun entjungfert hätte... da is mir leicht übel geworden und ich hab ausschau nach nem eimer gehalten...

19.02.2006 19:59 Uhr

akmsu74

RE:

DAS nenn ich doch mal eine ausgefallene Strafe!
DER ARME KERL!!!

Sorry @ all, aber dazu fällt selbst mir nicht mehr ein und das will bekanntlich was heißen.

20.02.2006 08:21 Uhr

veit

RE:

Da staune ich auch nur.
Ich habe mal mit einer sog. Hardcore-Christin über selbiges Thema (also Sex vor der Ehe) diskutiert und sie vertrat (für sich, da aber entschieden) die Meinung, dass das nichts sei.
Weniger als zwei Jahre später war ich auf ihrer Hochzeit und sie im fünften Monat.
Freue mich noch heute darüber. :-)

25.02.2006 00:43 Uhr

akmsu74

RE:

Ja ja, die Wege des Herrn...

Man sollte Tugendhaftigkeit eben nicht mit Mangel an Gelegenheit verwechseln. ;-)

25.02.2006 23:20 Uhr

rachelle

RE:

ehrlich gesgt ich bin in einer FeG. aber ich hasse das mich so zu nennen,weil eben das alles mit supervielen vorurteilen behaftet is.
an der stell muss ich mich fuer alle "radikalen" holzhammer missionare entschuldigen.
radikal ja,aber nicht zaehne zusammen und durch.
wir sind eben auch nur menschen,keinen deut besser,als atheisten oder sonstwer.
egal jedefalls,werd selig mit deiner facon,aber werde es auch!

25.02.2006 03:54 Uhr

donnie_brazco

RE:

Es leben die Atheisten!!!!!!!!!!! !!!

tja und wenn sich Christen und Muslimen in etwas einig sind, dann ist es die Abneigung gegenüber Atheisten!

26.02.2006 19:51 Uhr

akmsu74

RE:

...welche wiederum wenig Unterschiede zwischen Allah und Jehova machen. ;-)

26.02.2006 21:16 Uhr

9amir9

RE:

Ich hätte das ganze gerne mit eine scharfe sösse bitte ;-)

26.02.2006 22:10 Uhr

fraujung

RE: toleranz!!

ach ach. da bekomm ich gleich beklemmungen, wenn ich das lese. religion ist in jeder form, in der sie fanatisch und/ oder missionarisch agiert für mich inakzeptabel. natürlich basiert unsere kultur auf dem christentum und der ethik der bibel, da kann sich keiner entziehen und ich bin froh, trotzdem ich ungetauft bin, den religionsunterricht besucht zu haben, da die bibelgeschichten auch eine wichtige grundlage zum verständnis unserer kultur und kunstgeschichte sind. aber es schüttelt mich wenn mir jemand sagt, dass er die bibel wortwörtlich nimmt. brrrr. da fang ich garnicht erst an zu diskutieren. macht keinen sinn. aber bitte. soll jeder glauben, was er will.

26.02.2006 23:14 Uhr

akmsu74

RE: toleranz!!

Pfui! Eine Ketzerin, noch schlimmer, eine Heidin!!!
Ungetauft!!! Da könnte man das Himmelstor ja gleich zuschweißen!!!

:-)))))))))))))))) )))))))))< br />
Hast recht, dikutieren bringt nix. Abgesehen davon, daß man seine Feinde (zumindest die ganz verbohrten seh ich so) besser kennen lernt. Und - wenn man / frau das mag - Spaß.
Hab oben schon geschrieben, das es durchaus amüsant sein kann, sie predigen zu lassen. Hat was von Realsatire - solange man den nötigen Abstand hat. ;-)
Aber unabhängig von der Meinung - manche Dinge einfach zu kennen ist gelegentlich von Vorteil. Das gilt m.E. auch für die Bibel, egal wie man sie letztlich bewertet.

27.02.2006 15:02 Uhr

fraujung

RE: toleranz!!

jaa, so hab ich das auch lange gesehen, dass diese disskussionen spass machen - haben sie m ir auch immer - bis ich durch den vater meines kindes in ein extrem katholisches umfeld geraten bin (ich sag nur: bayrisches dorf...) inclusive evolutionstheoriever achtung, papstverehrung und - eben - heidenverachtung. bzw: das geht ja grade noch, besser als ich wäre z.b. evangelisch oder orthodox - weil so bin ich ja noch quasi "zu haben". das ging so weit, dass mein kind nun gegen meinen willen getauft wurde. jaja. und ich hab mich auf alles eingelassen damals, disskussionen mit pfarrern ("ich weiss nicht ob sie das mit ihrem gewissen vereinbaren können als mutter, dass sie ihrem kind den zugang zum paradies verwehren") nein, ab einem gewissen punkt und eben: dem nicht gegebenen abstand - meinem kind - geht diskutieren nicht mehr. meine größte angst besteht inzwischen darin, dass mein kleiner eines tages zu mir kommt und sagt: mama, die oma sagt, du kommst nicht in den himmel weil du nicht getauft bist! oder so. wie das einem kind erklären?? naja. aber klar, mit abstand kann es sehr sehr amüsant sein. ich freu mich auf den tag, an dem ich das auch wieder mit abstand machen kann. weil auskennen tu ich mich inzwischen gut genug. die gedanken sind frei!

27.02.2006 21:28 Uhr

akmsu74

RE: toleranz!!

Möglichkeit 1:
Geh auf volle Konfrontation - lieber aussätzig und alleine als gegen die eigene Überzeugung angepasst und in schlechter Gesellschaft.

Möglichkeit 2:
Laß Dich scheiden, schnapp Dir Deinen Filius und zieh in eine Gegend, in der du einigermaßen Ruhe hast vor dem Pfaffengesindel. (Damit sind - ausdrücklich nur - die gemeint, die die Freiheit des Anders- / Nichtgläubigen nicht achten)
Wo der respekt für die werte des anderen nicht da ist, kann es mit der Liebe nicht weit her sein und die negative Religionsfreiheit gilt auch intern!

27.02.2006 22:57 Uhr

akmsu74

RE: toleranz!!

Nachtrag.
Bis dahin kannste Dich ja hier auskotzen!
Wir haben immer ein offenes Ohr und selbst die anwesenden Christen sind von der demokratiefähigen Sorte!

27.02.2006 22:58 Uhr

LudwigMartin

RE: toleranz!!


Das ist nun wirklich zum Heulen.
Auch aus anderer Sicht: "gegen den eigenen Willen taufen" ist ja das absurdeste überhaupt.
Und die Eltern sind immer noch die Stellvertreter des Kindes.

Ich schließ mich akmsu74 an:
"lieber aussätzig und alleine als gegen die eigene Überzeugung angepasst und in schlechter Gesellschaft."

Taufe beruht auf einer tiefgeifenden Willensentscheidung, wer das nicht ernst nimmt, hat es nicht verstanden. Und wer das nicht verstanden hat, den würde ich auch (trotz meines eigenen Glaubens) als schlechte Gesellschaft bezeichnen.

Allerdings kann ich mir das auch nicht so richtig vorstellen. Wie ist es denn dazu gekommen?

01.03.2006 10:10 Uhr

9amir9

RE:

Na , falls die frage kommt, fragst du erstmal zuruck, Kind ist die Mama denn etwa nicht lieb und gut? Antwort wird wohl JA lauten. Lieb und gut=kommt ins paradies, wenn nicht musste den pfarrer fragen er's der spezialist.

27.02.2006 21:43 Uhr

ms.saigon

RE:

gibt es wirklich noch viele ernsthaft gläubige? ist mir nur einmal aufgefallen, als eine person, die mitbekam,dass ich "oh gott ist das scheisse hier" sagte, meinte ich hätte gegen eins der 10 gebote verstossen. ich meinte,dass die für mich nicht gelten, weil ich atheist bin. da war sie geschockt und wollte meine seele retten...zum glück war der urlaub bald vorbei...war aber teliweise n bisschen amüsant...

07.03.2006 21:53 Uhr

keksbaerli

RE:

kann mir irgendjemand sagen, wie die freikirche sich in england vertritt? ich bin hier naemlich gerae af einem schueleraufenthalt und meine freundin hat ansichten von ihrer religion, die mich ziemlich an die deutsche freikirche erinnern. sie versucht mich auch immer von ihrem glauben zu ueberzeugen, hat aber zum glueck noch nicht geklappt. mich wuerde es interessieren, wo ich da hingeraten bin. sag jetzt schon danke!

16.03.2006 12:51 Uhr

jeune_fille

RE:

Ich erinnere mich an ein Treffen. Ich unter zehn Christen. Wir spielten Tabu. Urknall sollte erklärt werden. Der Erklärer der gegnerischen Mannschaft (nur Christen) fragte: "An was glauben wir nicht?" Ich guckte blöd. "Hä?" Ich fühlte mich verarscht.
Und dann diese "Nächstenliebe" untereinander. Ich musste gegen diese Arroganz ankämpfen, gegen dieses Herabsetzen.

08.04.2006 22:24 Uhr



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