
Generation Krise
13.08.2009 10:00 Uhr
Die große NEON-Umfrage zur Wirtschaftskrise und ihren Auswirkungen: Hier kann jeder daran teilnehmen.
D
ie jungen Erwachsenen gehören zu den größten Opfern der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Denn die Rezession trifft natürlich vor allem die, die noch keine unbefristeten Verträge haben oder gerade von der Universität kommen. Außerdem müssen die Jungen in Zukunft den gigantischen Schuldenberg abtragen, den der Staat gerade anhäuft.
Gemeinsam mit dem stern und dem Meinungsforschungsinstitut mindline media hat NEON deshalb eine große Umfrage gemacht: 1000 Deutsche zwischen 18 und 35 Jahren haben uns ausführlich Auskunft gegeben über ihre momentane Situation, ihre politischen Ansichten, ihre Sorgen und ihre Wünsche für die Zukunft.
In der neuen NEON-Ausgabe haben wir die Ergebnisse analysiert. Eine von vielen Überraschungen: Die Befragten schätzen die derzeitige Situation zwar als sehr gefährlich ein, sie rechnen mit finanziellen Einbußen, wissen um die schlechten Prognosen auf dem Arbeitsmarkt und sie trauen der Politik und der Wirtschaft längst nicht mehr – aber sie machen sich um ihre persönliche Zukunft deshalb nicht übermäßig Sorgen. Vielleicht haben sie es gar nicht mehr anders gewartet, weil sie ohnehin in viel unsichereren Zeiten sozialisiert worden sind als ihre Eltern. Von einer „Generation Angst“ kann man gar nicht sprechen, eher von einer „Generation Weitermachen“.
Wir haben alle Fragen (und die Ergebnisse) online gestellt – auch die, die im Heft keinen Platz hatten.
Frage 1a: Haben Sie Angst vor echter materieller Not im Falle eines Jobverlustes?
Ja : 64%
Nein : 30%
Weiß nicht : 6%
Frage 1b: Haben Sie selbst reale Angst davor, durch die Krise Ihren Job zu verlieren?
Ja : 33%
Nein : 63%
Weiß nicht : 4%
Frage 1c: Haben Sie Angst davor, im Alter zu wenig Geld zu haben?
Ja : 80%
Nein : 17%
Weiß nicht : 3%
Hinweis zu 1a und 1b: Gefragt wurden nur Berufstätige
Frage 2: Welchen der folgenden Aussagen zum politischen System der Bundesrepublik Deutschland stimmen Sie zu?
Unsere Demokratie funktioniert im Großen und Ganzen gut : 36%
Wir leben gar nicht wirklich in einer Demokratie, in der das Volk zu bestimmen hat. : 33%
Unser politisches System müsste reformiert werden. : 26%
Unsere Demokratie ist das beste politische System, das es gibt. : 7%
Der Sozialismus ist im Vergleich zur Demokratie das bessere System, er hätte eine neue Chance verdient. : 3%
Stimme keiner der Aussagen zu. : 5%
weiß nicht : 33%
Hinweis zu 2: Mehrfachnennungen möglich
Frage 3: Im Folgenden sehen Sie einige Aussagen, die andere Personen über das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland gemacht haben. Geben Sie bitte an, inwiefern Sie diesen Aussagen zustimmen.
Es hat schon immer Unterschiede gegeben zwischen arm und reich. : 86%
Unser Wirtschaftssystem ist in großen Teilen ungerecht. : 64%
Kapitalismus und Kommunismus haben beide versagt. Wir brauchen einen anderen Weg. : 54%
Ich kenne kein besseres Wirtschaftssystem. Es funktioniert einigermaßen. : 44%
Hinweis zu 3: Ergebnis entspricht der Summe aus „stimme voll und ganz“ und “eher zu“ - Nennungen
Frage 4: Mit welchem dieser Politiker würden Sie am liebsten einen Kaffee trinken?
Angela Merkel : 18%
Guido Westerwelle : 12%
Karl Theodor zu Guttenberg : 8%
Oskar Lafontaine : 6%
Frank-Walter Steinmeier : 4%
Jürgen Trittin : 2%
mit keinem dieser Politiker : 43%
weiß nicht : 7%
Frage 5: Wären Sie lieber zu einem früheren Zeitpunkt geboren?
Ja : 31%
Nein : 59%
Weiß nicht : 10%
Frage 6: Und in welchem der folgenden drei Jahre wären Sie lieber geboren?
1900 : 10%
1950 : 39%
1970 : 38%
in keinem dieser drei Jahre : 12%
weiß nicht : 1%
Hinweis zu 6: Gefragt wurden nur, die laut 5 zu einem früheren Zeitpunkt geboren werden wollten
Frage 7: Was halten Sie von Demonstrationen als Protestform?
finde ich gut : 61%
finde ich nicht mehr zeitgemäß : 19%
fand ich immer schon sinnlos : 14%
weiß nicht : 6%
Frage 8: Halten Sie sich für...?
Links : 3%
eher links : 12%
in der Mitte : 20%
eher rechts : 10%
rechts : 3%
unpolitisch : 22%
ganz unterschiedlich, je nach Thema : 24%
weiß nicht : 6%
Frage 9: Welchen der folgenden Politiker würden Sie sich am ehesten als Bundeskanzler wünschen?
Angela Merkel : 28%
Guido Westerwelle : 7%
Frank-Walter Steinmeier : 7%
Oskar Lafontaine : 5%
Karl Theodor zu Guttenberg : 4%
Jürgen Trittin : 1%
keinen dieser Politiker : 29%
weiß nicht : 19%
Frage 10: Wer ist Ihrer Meinung nach Schuld an der Krise?
die Banker und Topmanager : 74%
die Politiker, die sich nicht genug eingemischt haben : 40%
das kapitalistische System : 35%
die Globalisierung : 26%
auch ich selbst, weil ich Schulden gemacht habe : 5%
auch ich selbst, weil ich gerne spekuliert habe : 2%
keiner der Genannten : 3%
weiß nicht : 11%
Hinweis zu 10: Mehrfachnennungen möglich
Frage 11: Was wären Sie persönlich bereit zu tun, um die gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland zu verbessern?
bestimmte Waren/Firmen boykottieren : 37%
ein Ehrenamt übernehmen : 36%
mich in einer Partei engagieren : 21%
mich in einer Nichtregierungsorganisation wie z.B. Greenpeace oder den Wohlfahrtsverbänden engagieren : 19%
eine Protest-Initiative gründen : 15%
Geld spenden : 13%
nichts davon : 17%
weiß nicht : 10%
Hinweis zu 11: Mehrfachnennungen möglich
Frage 12: Und inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen zum Thema Globalisierung zu?
Die Globalisierung ist unvermeidlich, aber wir haben noch nicht die richtige Antwort darauf. : 66%
Die Globalisierung bietet große Chancen für unsere Wirtschaft. Sie ist für unseren Lebensstil positiv. : 52%
Die Globalisierung ist für uns eher eine Gefahr. Wir sollten uns mehr auf Deutschland konzentrieren. : 41%
Ich weiß eigentlich nicht, was Globalisierung ist. : 10%
Hinweis zu 12: Ergebnis entspricht der Summe aus „stimme voll und ganz“ und “eher zu“ - Nennungen
Frage 13: Nun sehen Sie nochmals einige Aussagen anderer Personen zu aktuellen politischen Fragestellungen - inwiefern stimmen Sie diesen Aussagen zu?
Wir sollten unseren Konsum einschränken, wenn das zur Rettung des Klimas nötig ist : 59%
Wir sollten bescheidener leben und uns mehr auf nicht materielle Werte konzentrieren. : 57%
Alle sollten statt Hartz IV oder anderer Sozialleistungen ein Grundeinkommen von einigen hundert Euro bekommen. : 43%
Wir haben zu viele staatliche Leistungen. Der Staat sollte sich mehr zurückziehen. : 30%
Wir sollten weniger arbeiten und dafür auf manches verzichten. : 17%
Hinweis zu 13: Ergebnis entspricht der Summe aus „stimme voll und ganz“ und “eher zu“ - Nennungen
Frage 14: Ist es für Sie erstrebenswert, später viel Geld zu besitzen?
Ja : 72%
Nein : 20%
Weiß nicht : 8%
Frage 15: Worauf würden Sie verzichten, wenn Sie weniger Geld zur Verfügung haben?
teure (Bio-)Lebensmittel : 71%
Reisen/Ausflüge : 69%
Ausgehen, Kino, Essengehen : 60%
Anschaffungen wie neue Jeans oder iPod : 56%
Einrichtungen / Möbel : 56%
Auto / Benzin : 36%
Öffentlicher Nahverkehr : 20%
verzichte an anderer Stelle : 17%
verzichte gar nicht : 1%
weiß nicht : 2%
Hinweis zu 15: Mehrfachnennungen möglich
Frage 16: Welcher der folgenden Sätze trifft am ehesten auf Sie zu?
Trotz der aktuellen Krise kaufe ich, was ich brauche und will. Ich habe (noch) nicht angefangen zu sparen. : 34%
Ich habe bereits begonnen zu sparen - und zwar überall, wo es geht. : 20%
Ich spare in bestimmten Bereichen. : 39%
Ich will bald anfangen zu sparen, weiß aber noch nicht genau, wo. : 5%
weiß nicht : 1%
Frage 17: Geht das, voll berufstätig und ein guter Vater zu sein?
Ja : 73%
Nein : 16%
Weiß nicht : 11%
Frage 18: Geht das, voll berufstätig und eine gute Mutter zu sein?
Ja : 58%
Nein : 27%
Weiß nicht : 15%
Frage 19: Haben Sie eine private Rentenvorsorge getroffen?
Ja : 47%
nein, noch nicht, habe ich aber vor : 25%
nein, noch nicht, kann ich mir momentan nicht leisten : 21%
nein, darüber denke ich nicht nach : 5%
weiß nicht : 2%
Frage 20: Inwiefern stimmen Sie den folgenden Aussagen zur Krise zu?
Ich bin der Meinung, dass die Krise auch ihr Gutes haben kann - zum Beispiel, weil Werte wie Bescheidenheit oder Ehrlichkeit wieder wichtiger werden. : 61%
Die Krise tut der Welt mal ganz gut, damit sie kapiert, dass der Raubtierkapitalismus als System entlarvt wird. : 58%
Ich kann das negative Gerede von der Krise nicht mehr hören. Die Krise wäre halb so schlimm, wenn nicht die Medien andauernd derartigen Pessimismus verbreiten würden. : 53%
Hinweis zu 20: Ergebnis entspricht der Summe aus „stimme voll und ganz“ und “eher zu“ - Nennungen
Frage 21: Was meinen Sie: Inwiefern hat die Krise Ihre politischen Einstellungen beeinflusst? Welche der folgenden Aussagen treffen auf Sie zu?
Die Krise hat mich misstrauischer gemacht gegenüber der Wirtschaftspolitik und ihren 'Experten'. : 58%
Ich interessiere mich jetzt stärker für soziale Themen wie Arbeitslosigkeit oder die wachsende soziale Schere in Deutschland. : 22%
Die Krise hat meine politischen Einstellungen nicht verändert : 22%
Die Krise hat mein Vertrauen in die politischen Institutionen und ihre Handlungsfähigkeit gestärkt. : 6%
keine der Aussagen trifft auf mich zu : 6%
weiß nicht : 6%
Hinweis zu 21: Mehrfachnennungen möglich
Frage 22: Welchem Satz zur aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise stimmen Sie zu?
Das Schlimmste steht uns noch bevor. : 54%
Das Schlimmste haben wir hinter uns. : 15%
weder noch : 22%
weiß nicht : 10%
Frage 23a: Mit welchem Wort würden Sie die derzeitige Stimmung in Deutschland am ehesten umschreiben?
Hoffnungsvoll : 5%
Optimistisch : 9%
Zupackend : 4%
Ängstlich : 29%
Pessimistisch : 28%
Resigniert : 17%
keines davon : 5%
weiß nicht : 2%
Frage 23b: Und mit welcher Stimmung blicken Sie selbst am ehesten in die Zukunft?
Hoffnungsvoll : 18%
Optimistisch : 27%
Zupackend : 11%
Ängstlich : 19%
Pessimistisch : 15%
Resigniert : 5%
keines davon : 3%
weiß nicht : 1%
Frage 24; Was glauben Sie: wie lange wird diese Krise unser Leben direkt beeinflussen?
noch dieses Jahr : 7%
noch 2 Jahre : 36%
noch 5 Jahre : 24%
noch 10 Jahre : 6%
länger : 10%
Krise beeinflusst unser Leben nicht : 4%
weiß nicht : 12%
Frage 25: Wie nehmen Sie die aktuelle Wirtschafts -und Finanzkrise vor allem wahr?
über die Medien, die dauernd darüber berichten : 74%
über die Sorgen der Menschen, mit denen ich spreche : 43%
vor allem im Job, wo alle Angst haben vor Stellenstreichungen : 31%
bin selbst von der Krise betroffen : 18%
ich nehme die Krise nicht wahr : 4%
weiß nicht : 2%
Hinweis zu 25: Mehrfachnennungen möglich
Frage 26:
Haben Sie den Eindruck, Sie haben verstanden, wie genau es zur Krise gekommen ist?
Ja : 36%
Nein : 15%
Teils-teils : 47%
Ist mir egal : 1%
Frage 27: Was glauben Sie, wird es in Deutschland zu sozialen Unruhen kommen, wenn die Krise dauerhaft bleibt und die Arbeitslosenzahl auf über fünf Millionen steigt?
Ja : 62%
Nein : 27%
Weiß nicht : 11%
Frage 28: Haben Sie persönlich momentan Schulden?
Ja : 48%
Nein : 51%
Weiß nicht : 1%
Frage 29: Welcher der folgenden beiden Aussagen zum Thema Umweltschutz stimmen Sie eher zu?
In Krisenzeiten sollte der Umweltschutz zur Lösung der dringenderen Probleme zurückstehen : 19%
Den Umweltschutz jetzt zu vernachlässigen, ist viel zu kurzfristig gedacht : 70%
weiß nicht : 11%
Frage 30: Sollten sich Arbeitnehmer Ihrer Meinung nach wieder mehr in Betriebsräten und Gewerkschaften engagieren?
ja, sie sind wichtiger denn je : 59%
nein, das ist Zeitverschwendung; diese Institutionen haben ihren Einfluss weit vor der Krise verloren : 12%
nein, Betriebsräte und Gewerkschaften bleiben die großen Blockierer, die auch noch in Zeiten der Krise Lohnerhöhungen fordern : 13%
weiß nicht : 16%
Frage 31: Was halten Sie davon, dass sich der Staat verschuldet, zum Beispiel um Traditionsunternehmen zu retten?
Finde ich in Ordnung, Politiker sollten alles tun, um Arbeitsplätze zu retten : 29%
Finde ich in Ordnung, die Staatsverschuldung wird als Problem sowieso überschätzt : 8%
Finde ich nicht in Ordnung, solche Maßnahmen sind unverantwortlich - zumal meine Generation dafür bezahlen muss : 52%
weiß nicht : 13%
Frage 32: Ist die Krise, zum Beispiel durch Kurzarbeit im Job oder angekündigte Stellenstreichungen, schon bei Ihnen angekommen?
ja, aber nicht bei mir konkret : 25%
ja, ich arbeite weniger/kürzer : 9%
ja, ich habe meinen Job verloren : 6%
nein, ist noch nicht angekommen bei mir : 55%
weiß nicht : 5%
Frage 33: Ist der Leistungsdruck in Ihrem Job gerade höher als vor der Krise?
Ja : 31%
Nein : 65%
Weiß nicht : 4%
Hinweis zu 33: Befragt wurden nur Berufstätige
Frage 34: Kursiert an Ihrem Arbeitsplatz die Angst vor Entlassungen?
Ja : 36%
Nein : 59%
Weiß nicht : 5%
Hinweis zu 34: Befragt wurden nur Berufstätige
Frage 35: Würden Sie sich trotz Krise trauen zu kündigen, wenn es Ihnen in Ihrem Job nicht mehr gefällt?
Ja : 38%
Nein : 49%
Weiß nicht : 12%
Hinweis zu 35: Befragt wurden nur Berufstätige
Frage 36: Falls Sie Ihren Job verlieren würden und nicht so schnell einen anderen finden: welchen 'Krisenüberbrückungsplan' könnten Sie sich vorstellen?
Weiterbildung / Zusatzqualifikation machen : 66%
selbständig machen : 25%
Kind bekommen : 12%
Weltreise : 6%
Sabbat-Jahr einlegen : 4%
nichts von alledem : 14%
weiß nicht : 7%
Hinweis zu 36: Befragt wurden nur Berufstätige / Mehrfachnennungen möglich
Generation Krise-Kommentare:
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Generation Krise kommentieren
schauby
RE: Generation Kriseexplosionsartiger Anstieg wird vorallem verzeichnet in der: "Generation pfeift drauf was sich Massen und Studentenrevolvermag azine heute wieder für tuffige Neogolismen und BlablaGenerationen herbeischreibseln."
14.08.2009 16:54 Uhr
gravenation
RE: Generation Krisegenau meine meinung. wer mich zur "generation neon" machen will, ist schneller "generation kieferbruch" als er "bin @ redaktionskonferenz" twittern kann!!
17.08.2009 00:10 Uhr
farbenkind
RE: Generation KriseDie Umfrage ist seltsam. Offensichtlich wurden bei der repräsentativen Stichprobe andere Methoden verwendet. Während in einigen Fragen Mehrfachantworten offensichtlich sind, kann man hier nur eine Antwort angeben. Ausserdem passt das Antwortschema oft nicht mit den Fragen zusammen. Also mit Vorsicht zu geniessen das Ganze.
14.08.2009 20:17 Uhr
Lag
RE: Generation KriseOch nö, bitte.
"Generation Krise"?
Das Ding mit Generation Blafasel (Generation Neon, Generation Krise) ist doch sowas von überstrapaziert, dass ich mich darüber mal ausgetobt habe - und der Text prompt eifrig empfohlen wurde.
Wirklich, gibt es noch irgendein Unwort XYZ, das nicht schon x-mal durch "Generation XYZ" noch gesteigert worden wäre?
Durch diese Überschrift fiel gerade meine Entscheidung, die Neon in diesem Monat garantiert nicht zu kaufen.
14.08.2009 22:52 Uhr
Lag
RE: Generation Krise„Generation Angst“
„Generation Weitermachen“.
Merkst selbst, ne?
14.08.2009 22:53 Uhr
phil.from.cool.md
RE: Generation Krisewarum wurde zwischen "hauptschule/ohne abschluss" und "abitur" unterschieden. finde ich sinnlos und völlig unpassend!
16.08.2009 16:02 Uhr
oceaneyes
RE: Generation KriseAlso, ich fand die Fragen sehr suggestiv. Bei den meisten Fragen hätte man sehr schön ein "keins von allen" hinzufügen müssen, z.B. hab ich bei der Frage nach der privaten Altersvorsorge oder nach den Sätzen zur vorigen Generation überhaupt keine passende Antwort gefunden. Und die meisten Fragen gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass man sich kriselnd fühlt, z.B. die nach dem Sparen - da ist die Antwort, die am nächsten am Nein ist "ich spare (noch) nicht", aber man kann gar nicht auswählen, dass man seine Finanzen genauso führt wie vorher.
17.08.2009 15:25 Uhr
saraj
RE: Generation Krise"generation neon"
:Q
das eigentlich schlimme daran ist ja, dass der spiegel diesen unsäglichen begriff geprägt hat
19.08.2009 14:51 Uhr
Kocmonabt
RE: Generation Kriseschon die erste frage macht unlust auf den rest:
- suggestive fragestellung
- zwei hochkorrelierte items vs. ein leichtkorreliertes.
- keine skala.
- keine ausweichmöglichkeit trotz viel zu engem spektrum
mein tipp: sucht euch einen neuen partner für umfragen (ja, ich weiß, das ist im konzern so vorgegeben und ihr habe eigentlich auch keinen bock auf die hochnäsigen hansel) - das Meinungsforschungs"i nstitut" mindline media hat es schon bei der ersten frage nicht drauf und erzeugt reaktanz en masse.
21.08.2009 11:41 Uhr
MelodieScandaleuse
RE: Generation Krisewieso muss ich frage 6 beantworten, wenn ich frage 5 verneint habe???
21.08.2009 11:47 Uhr
hannabell
RE: Generation KriseGenau das hab ich mich auch gefragt! Auch ansonsten hätte ich bei vielen "Nichts von alledem" ankreuzen müssen... Also, nicht sehr repräsentativ das Ganze!
21.08.2009 12:31 Uhr
Anne_Draeger
RE: Generation KriseHi liebe User,
danke für den Hinweis. Großes Sorry. Wir werden die Bearbeitung in Angriff nehmen. Geht aber leider nicht sofort.
Aber interessant, dass ihr Euch nicht wünscht eher geboren worden zu sein, so nach dem Motto "früher gabs Vollbeschäftigung, Eltern konnte man noch mit gefärbten Haaren schocken und Helmut Schmidt weiß eh alles besser".
21.08.2009 13:27 Uhr
Kocmonabt
RE: Generation Kriseliebe anne,
da kannste auch gleich nochmal an der java(?)logik schrauben:
- ich habe zumindest auch bei frage 1 nur die möglichkeit, auf eine option zu antworten (bedeutete exakt 100% antwortensumme), bekomme aber in den vergleichsbalken insgesamt 180% antworten angezeigt, was auf mehrfachauswahl rückschließen lässt.
--> entweder ist da komplett der wurm drin oder die "interaktive" online-auswertung lässt keine mehrfachklicks zu - und vergleicht so äpfel mit birnen...
21.08.2009 15:56 Uhr
hannabell
RE: Generation KriseLiebe Anne,
von wegen früher geboren werden: Meine Mama durfte nicht aufs Gymnasium gehen, weil das damals auf dem Land für Mädchen nicht üblich war. Deswegen konnte sie auch nicht studieren. Und schon gar kein Auslandssemester in Brasilien, Russland, China oder Australien machen. Geschweige denn dort arbeiten.
Heute kann man als Frau machen, was man will. Man kann Sex haben mit wem man will und muss nicht den erstbesten Kerl heiraten. Man kann allein verreisen, man kann studieren, man kann jeden Job machen, den man möchte - man kann sein Leben selbst in die Hand nehmen.
Und generell: was in Deutschland vor sich geht, das ist doch Jammern auf hohem Niveau! Klar, vielleicht ist vieles nicht mehr so sicher wie früher, aber wem geht es denn bitteschön bei uns richtig schlecht, vor allem in der "NEON-Zielgruppe"?
Klar, vielleicht ist vieles nicht mehr so sicher wie früher. Aber dafür haben wir - und damit mein ich jetzt nicht nur die Frauen - auch völlig neue Möglichkeiten, um die uns unsere Eltern beneiden.
Wäre ich 1950 in meiner Heimatregion geboren, dann wär ich jetzt wahrscheinlich Hausfrau und Mutter von drei Kindern. Nicht, dass ich Hausfrau-und-Mutter sein irgendwie schlecht machen will - aber NEIN, danke.
22.08.2009 10:27 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Generation Kriseja, genau. und man durfte sich fragen, ob eventuell morgen amerikaner und russen einen krieg vom zaun brechen, den sie dann vorzugsweise erstmal in deutschland ausfechten. wundervolle zeit. 1950 trug der deutsche michel noch so´n lustiges bändchen in schwarz-weiss-rot mit so´m hakenkreuz drauf im sauber pomadierten köpfchen...oder hing gerade irgendwo in kriegsgefangenschaft . 1970 haben sich die supermächte immer noch...und immer intensiver angegiftet. aber immerhin gab´s aus vietnam coole musik. wenn man die cool fand und so´n bischen gegen krieg war, konnte man sich in deutschland auch wenigstens zünftig mit der polizei prügeln. wem das nicht reichte konnte sich auch flaggen mit stern und waffe basteln und sich vollends radikalisieren.
ja klar...das war alles eine total schöne zeit.
mit angst vor dem ende der welt, ölkristen, RAF und Rasterfahndung, diversen Kriegen, heftigen Auseinandersetzungen und unterschiedlichen stadien von piefigem mief.
und gerade den frauen ging´s ja auch total gut. in den 70´ern haben sie immerhin schonmal ihre bh´s ausgezogen und ggf. verbrannt...in den 50´ern allenfalls mal heimlich in die suppe gespuckt oder ´nen knick ins hemd gebügelt.
24.08.2009 12:14 Uhr
RedSonja
RE: Generation Krisehallo neonredax.
das kann ja wohl nicht euer ernst sein.
48 fragen????? _48_!!!
nein danke. :Q
und dann noch die frage: "Macht mit bei der großen NEON-Umfrage und seht, ob ihr die Einschätzungen eurer Generation teilt – wie durchschnittlich bist du? ".. klasse.
hat marktschreierqualitä ten der aufruf.
durchschnitt oder nicht ist doch nur die frage, welche gruppe als referenz dient.
irgendwo werde ich schon auch durchschnitt sein. und wenn es bei der körbchengröße von 160 cm hohen frauen meines alters ist.
so f***ing what?
21.08.2009 15:02 Uhr
Kocmonabt
RE: Generation Krise"körbchengröße von 160 cm"? wow!
stören die dinger deine füße beim laufen? oder haste da stützräder vorne dran?
21.08.2009 15:50 Uhr
RedSonja
RE: Generation Krise.. kosmonaut:
gehalten von gedanken- und willenskraft allein.
sozusagen selbständig.
(blödmann!! *grins*)
21.08.2009 17:41 Uhr
saraj
RE: Generation Krisedamit verpasst du aber die lustige auflösung am ende sonja, "du stimmst zu 40% mit deinen mitabstimmern überein"
wie zur hölle wurde das jetzt bitte gerechnet?
und warum ist die summe der prozentbalken so enorm häufig größer als 100?
mehrfachnennung mit strg halten?
müchteriöch
21.08.2009 15:52 Uhr
RedSonja
RE: Generation Krisetscha
alles über 5 % würde mich in eine identitätskrise stürzen.
frankly...
21.08.2009 17:43 Uhr
Cecile_Nowak
RE: Generation KriseGeneration Nichtwähler
Wenn fünfhunderttausend Menschen, alleine für sich denken, sie können nichts bewirken, geht eine unglaublich wichtige Macht verloren:
Die Macht unserer Stimme.
21.08.2009 15:18 Uhr
mGueckel
RE: Generation KriseIch hab 42 %, will das jemand diskutieren?
Überrascht es mich? Manche Mehrheits-Antworten auf jeden Fall.
21.08.2009 16:38 Uhr
frl_smilla
RE: Generation Krise"Denn die Rezession trifft natürlich vor allem die, die noch keine unbefristeten Verträge haben oder gerade von der Universität kommen."
– Prima. Ich bin selbstständig. Ich bin raus.
Oder doch nicht, weil ich auch keine unbefristeten Verträge habe?
Schon allein Frage 1 ist total daneben.
Wo ist die Option "Weder noch"?!?!?!?!
Und – ich nix verstehen:
"Vielleicht haben sie es gar nicht mehr anders gewartet, weil sie ohnehin in viel unsichereren Zeiten sozialisiert worden sind als ihre Eltern. "
Ich warte gar nix. Schiffe werden gewartet. In der Werft.
22.08.2009 18:25 Uhr
stereoG
gnr. stfuSehr dünne Umfrage; Art & Weise der Fragestellung und inhaltlich zudem 1,2 Einheitsbrei. Alleine für Frage 48 hab ich meinen Monitor vom Tisch geboxt aus Selbsthass wegen der verschwendeten Zeit, die ich bis dahin für Überfliegen und brainafkklicks verbraucht habe, um dann "Tada" die dümmste aller Fragen präsentiert zu bekommen.
23.08.2009 01:10 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Generation KriseFormal unglaublich schlecht. Wenn man sowas im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit einreichen würde, bekäme man das Ding aber ganz ordentlich um die Ohren gehauen.
Fragestellung, Auswertung...
Möglicherweise bin ich ja zu verakademisiert, dass ich auf derlei formale Dinge großen Wert lege...aber ich finde das irgendwie gar nicht gut, wenn "Umfrage" und "repräsentativ" bei etwas auftauchen, was dann doch ziemlich mangelbehaftet daherkommt.
Wenn, denn schon.
Mir egal, dass das "Neon" und nicht "Nature" ist.
23.08.2009 22:19 Uhr
Maximi
RE: Generation KriseNeon Täglich wieder mal in Bestform..
24.08.2009 11:13 Uhr