Mode
Die Geschichte vom Brusthalter
02.08.2004 16:37 Uhr
Busen sind verschieden.Brustwarzen auch.Eine echte Herausforderung für BH-Macher in aller Welt.
Sie sind kürbisförmig groß oder apfelförmig klein. Manche erinnern an schlaffe Birnen oder straffe Trauben. Die geübte Verführerin weiß: Die Grenzen schwinden, sobald man sie einpackt. Man kann sie größer, kleiner oder höher wirken lassen. Möglich macht dies eine Erfindung, die uns seit vielen Jahren begleitet. Trotz seiner ausgeklügelten Formen kann er aber nicht allen Frauen gerecht werden. Jede Busenform ist einfach nicht drin im Halter.
Büstenhalter zwicken und zwacken immer dann, wenn sie es nicht sollen. Sie knirschen leise beim ersten Date, wollen sich eben dann nicht öffnen, wenn sie es sollen, oder drücken alles platt, was vorhanden ist.
Das Bekleidungsphysiologische Institut Hohenstein hat endlich (nach unzähligen Meldungen aus amerikanischen Statistiken) eine eigene Untersuchung gemacht, wie es bei deutschen Damen unterm Pulli aussieht. Nicht sehr rosig, wie die Befragung der 1500 Frauen ergab. Über 52 Prozent gaben an, Probleme damit zu haben, die richtige Größe zu finden. Fast die gleiche Zahl beschwerte sich, sie sei unzufrieden mit der Passform.
Vielleicht sind die Damenwelt selbst, die Ernährung oder die Östrogene schuld, schließlich haben sich die Körperproportionen im Laufe der letzten Jahre stark verändert. Betrug vor 20 Jahren der Anteil von Körbchengrößen unter CUP A noch über 50 Prozent, so verkauft der Handel heute am zahlreichsten CUP C. Abzüglich derer, die mittels Taschentucheinlage zwei Nummern größer stopfen, immer noch ein Sprung. An europäischem Volumen haben England und Holland die Nippel vorn: 27 Prozent der Damen tragen CUP D. Silikon sei an dieser Entwicklung übrigens nicht schuld, sagen die Forscher.
Am Ende sollen die BHs eines: entweder stützen, praktisch sein oder verführerisch verhüllen. Weltweit forschen Menschen daran, das im Prinzip simple Konstrukt aus über 50 Einzelteilen zu verfeinern. Alle sechs Monate kommen neue Kollektionen auf den Markt. Angesichts von knapp 100 Modellen für nur eine Kollektion sieht man, dass sich das Verständnis der BH-Trägerin gewandelt hat. Früher ging es allein darum, Brüste wackelsicher einzupacken. Heute gehen Vielfalt und Erotik Hand in Hand: Für die Unterbrustumfänge 65 bis 125 cm sind die CUP-Größen A bis G verfügbar, summa summarum sind über 273 Einzelgrößen erhältlich.
Für die internationalen Busen zählt aber nicht nur, was drin ist, sondern auch was drauf steckt. Marktforscher fanden heraus, dass Engländerinnen BHs in grün, orange oder rot bevorzugen. Spanierinnen und Portugiesinnen tragen am liebsten Haut-Töne. In Osteuropa und der arabischen Welt dominieren verführerische BH-Modelle in schwarz. Die Französinnen schätzen kurioserweise spitze Modelle, wie sie schon Brigitte Bardot in den 60ern trug.
Mit anderen Problemen als ausgerechnet der Farbe schlagen sich asiatische Frauen herum. Sie haben im Schnitt etwas längere Brustwarzen als Europäerinnen. Zeigen wollen sie diese erst recht nicht, da diese bis heute als unschicklich gelten. Auch für diese Busen haben die Hersteller eine Lösung gefunden: Büstenhalter mit steifer Schaumstoffkappe, wie in den Badeanzügen älterer Damen.




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Kubikmeta
RE: Die Geschichte vom BrusthalterIch habs ja immer gewusst: Andere Länder - Andere Titten!
In diesem Sinne:
meta³
02.08.2004 16:48 Uhr
ChromeBitch
RE: Die Geschichte vom BrusthalterAha, aha. Hab echt gestaunt, als ich den Artikel gelesen habe... und die Story der asiatischen Brustwarzen hatte ich auch noch nie gehört.
02.08.2004 17:21 Uhr
CiaoCharly
RE: Die Geschichte vom Brusthalterda haben wir ja wieder etwas dazu gelernt :)
ich denke es gilt auch hier; wenn man seine Marken kennt, dann findet man immer was.
07.08.2004 18:04 Uhr
.eva.
RE: Die Geschichte vom Brusthalterinteressanter artikel, dass muss ich schon sagen.
ein möglicher grund für den enormen cup-wachstum in den letzten jahren: die steigende anzahl übergewichtiger menschen. denn: je mehr mc donalds, desto dicker und je dicker, desto größere brüste. mc donalds scheint also schuld an den schlecht sitzenden bhs zu sein. da gibts gar keine andere möglichkeit...
13.08.2004 21:08 Uhr
Totekadan
RE: Die Geschichte vom BrusthalterLiegt wohl auch am steigenden Östrogengehalt der Nahrung und des (hihi) Trinkwassers, was ja auch für die grandios steigende Unfruchtbarkeit von Männeren verantwortlich gemacht wird.
07.11.2004 21:53 Uhr
moep
RE: Die Geschichte vom BrusthalterLOL ...
>>>
Mit anderen Problemen als ausgerechnet der Farbe schlagen sich asiatische Frauen herum. Sie haben im Schnitt etwas längere Brustwarzen als Europäerinnen.
<<<
Da sollte man aufpassen, dass man in der U-Bahn nicht von so nem Monsternippel aufgespießt wird ... so ne Speerspitzen eitern schlecht raus ...
17.12.2004 17:02 Uhr
Emericalady
RE: Die Geschichte vom BrusthalterAlso ich gehöre nicht zu den 52% die unzufrieden sind :)
06.03.2005 19:17 Uhr
Kopfkind
RE: Die Geschichte vom BrusthalterEin schön umfassender Artikel... bis auf einen Aspekt: was ist bitte schön mit dem Verschluß? Denn hier kommt mein Geschlecht ins Spiel: spätestens ab 20 erwartet die Damenwelt von uns dass wir, wenn schon nicht mit einer Hand, dann doch wenigstens in unter 10 Sekunden jedes Model fachmännisch geöffnet haben.
Und das unter erheblichem Erfolgsdruck, müssen wir uns doch fragen was sie sich denkt wenn es zu lange dauert! Was sicher irgendwo zwischen "macht der das zum ersten Mal!?!" und "was kommt auf da noch auf mich zu wenn der sich jetzt schon so ungeschickt anstellt??" rangiert.
Auch rein technisch betrachte ist das Ganze alles andere als unproblematisch: von der Seite aus betrachtet auf der wir uns dann doch meistens befinden sieht man nicht was einen erwartet! Die ganz Gewieften streicheln vorher schon mal zufällig unterm Pulli oder Top über den Rücken um die Lage zu sondieren.
Und hier entscheidet sich nun unser Schicksal: finden wir eine dieser wunderbaren Plastikhackenverbind ungen die selbst der größte Feinmotoriker lässig mit Könnermine und einer Hand in Sekundenbruchteilen öffnen kann? Oder die fiese vierfach Metallhaken-Ösenverb indung in doppelter Reihe an die sich selbst die gestandenen Profis nur mit zwei Händen, wenn überhaupt herantrauen?
Und das alles besonders bei Premieren unter dem Einfluss sämtlicher Hormone die unser Körper so zu bieten hat... schließlich ist das Auspacken mitunter spannender als Weihnachten und Geburtstag zusammen ;-)
03.12.2005 16:14 Uhr
gruenlilie
RE: Die Geschichte vom Brusthalter*schmunzelschmunzel*
01.07.2007 00:52 Uhr
mimisikou
RE: Die Geschichte vom Brusthalter" die Nippel vorn..." muhahaha ich lach mich tot! Sehr schön!
31.07.2006 14:04 Uhr
Connyi
RE: Die Geschichte vom Brusthalterdas mit den angeblich immer mehr verkauften C-Cups hat einen einfachen Grund: 75A=70B, 75B=70C, 80A=75C. Das steht auf den Tabellen zu lesen, die bei H&M in der Unterwäscheabteilung zu sehen sind.
Also ich würde auch eher 70C kaufen, das klingt irgendwie schlanker und knackiger ;-)
19.09.2006 11:32 Uhr
wellenschlag
RE: Die Geschichte vom BrusthalterDas heißt lediglich, dass jemand mit 80A genauso viel im Körbchen hat wie jemand mit 75C. Du kannst aber nicht einfach einen 70er-BH kaufen, wenn deine Unterbrustweite 80 beträgt, Körbchen-Buchstabe hin oder her. Ist man dünn, hat man 70, ist man etwas mollig hat man 90.
13.09.2007 20:30 Uhr
melanieunicorn
RE: Die Geschichte vom Brusthaltermich nervt vor allem der preis. es ist nicht einfach, einen schönen BH mit einem schönen Preis zu finden. aber wenn man den C Cup hinter sich gelassen hat und trotzdem nen kleinen geldbeutel hat, hängen da plötzlich nur noch oma-modelle in den regalen ( weiß, mit häckelspitze, form wie ein Atomsprengkopf, obligatorische schleifchen/ rösschen und ähnliche perversionen zwischen den Brüsten) ja sogar bei H&M.
Für schöne BHs, die kein Verhütungsmittel sein sollen, muss man mindestens 30 € blechen, und der Preis steigt mit dem Cup...
:o(
14.10.2006 13:12 Uhr
asyram
RE: Die Geschichte vom Brusthaltertraumhafte Story, mit traumhaften Infos........
*asyram
03.05.2007 17:56 Uhr
crashdown
RE: Die Geschichte vom Brusthalterohja, die verschiedenen bh größen... ich frag mich immer noch nur eines: wie kommen die hersteller auf die Idee, bei Cup-Größen größer als c noch super dehnbare träger und stoffe für die cups zu verwenden? ich kenne nicht wirklich viele Frauen mit dieser Cupgröße, die einen Busen haben der von selbst hält...
06.07.2007 01:20 Uhr