Sex
Das erste Mal im Puff
22.08.2006 11:23 Uhr
Ich biege auf den Anlagenring ein und laufe in Richtung Innenstadt. Ich werde heute in einen Puff gehen.
Diese Geschichte hat sich vor einigen Jahren ereignet.
Ich biege auf den Anlagenring ein und laufe in Richtung Innenstadt. Ich werde heute in einen Puff gehen.
Vor ungefähr sechs Monaten haben meine Freundin und ich uns nach einer mehr als dreijährigen Beziehung getrennt. Es ist endgültig. Keine Chance mehr auf ein neues Zusammenkommen. Dennoch empfinde ich noch sehr viel für sie. Ich liebe sie irgendwie immer noch. Vor kurzem habe ich erfahren, daß sie einen neuen Freund hat. Diese Neuigkeit hat mich wie ein Schlag getroffen und stachelt meine Eifersucht an. Ich bin nämlich solo und habe nichts in Aussicht. Das schlimmste ist aber, daß ich mir vorstelle, wie sie mit ihrem neuen Freund Sex hat. Mit ihrem neuen Freund wird sie wohl nicht nur Händchenhalten. Soviel ist mal klar. Wenn ich mir vorstelle, wie er auf ihr liegt, steigt eine nur mühsam kontrollierte Wut in mir auf. Diese Vorstellung macht mich ganz krank.
Im Grunde ist es das, was mich so eifersüchtig macht: jetzt hat sie öfter Sex als ich. Mit einem anderen Typen. Wenn ich sie schon nicht mehr besitzen kann, soll sie auch keinen Sex haben. Zumindest nicht mehr als ich. Ich komme nicht umhin, mir einzugestehen, daß es dieser dumme, kleine, selbstsüchtige Gedanke ist, der die Triebfeder für mein Vorhaben ist.
Natürlich, ich könnte mir auch selbst eine neue Freundin suchen. Aber so einfach ist das nicht. Ich knapse noch an der Trennung. Ich bin dafür noch nicht bereit. Ich kann jetzt nicht einfach alles beiseitewischen und auf Normal-Modus umstellen. Ich kann mich jetzt nicht, noch nicht, auf ein neues Mädchen einstellen.
Bliebe auch noch ein One-Night-Stand. Würde ich gerne, aber ich kann es nicht. Ein ONS ist eine sehr schwierige und komplizierte Angelegenheit. Ich bin nie hinter das Geheimnis gekommen, wie man das anstellt. Ein ONS setzt ein differenziertes Repertoire von Techniken voraus, über die ich nicht verfüge. Man muß selbstsicher auftreten und ein Mädchen ansprechen. Man muß Konversation machen können und das Mädchen zum Lachen bringen. Dann muß man die Situation unmerklich in eine sexuelle Richtung dirigieren und den Spannungsbogen halten. Ganz zum Schluß muß man die Sache klarmachen und mit dem Mädchen nach Hause gehen, wobei man auch hier nicht die Nerven verlieren darf, sondern cool und souverän sein muß. Unter Umständen bis zum nächsten Tag.
Das sind Voraussetzungen, die mich in meiner gegenwärtigen Lage heillos überfordern würden. Außerdem bin ich auch kein Quatscher und Possenreißer. Ich bin eher ruhig und rede nicht gern. Dabei sehe ich aber gar nicht mal schlecht aus. Ich bin muskulös und gut gebaut. Der liebe Gott hat mich, was mein Aussehen betrifft, nicht schlecht behandelt. Aber es ist so, wie es ist.
Ich komme an der Konstablerwache an. Es nieselt leicht. Die Leute laufen schnell und mit geduckten Köpfen. Niemand beachtet mich. Beste Voraussetzungen. Jetzt werde ich die Zeil in Richtung Osten gehen und dann in die Breite Gasse einbiegen. Ich mag diese Gegend dort oben, wo die Zeil schon nicht mehr Einkaufsstraße ist. Ins Bahnhofsviertel wollte ich nicht gehen. Zu viele Junkies, zu viele Bullen, zu viel Betrieb, zu viel Hektik. Und zu viele Gelegenheiten, bei denen mir jemand über den Weg laufen könnte, der mich kennt. Die Ausrede, daß ich zum Islam übergetreten bin und auf dem Weg zu einer Hinterhofmoschee bin, wird mir sicherlich niemand abnehmen. Die obere Zeil hingegen ist angenehm und ruhig. Hier sind keine teuren Geschäfte nur Chinarestaurants, türkische Kebab-Imbisse und Ramschläden. Außerdem ist am Ende der Straße noch die Stadtbibliothek. Das ist die beste Tarnung, obwohl ich schon bestimmt zehn Jahre nichts mehr dort ausgeliehen habe. Die Bibliothek grenzt sogar direkt an die Bordelle an. Das hat mich früher schon so fasziniert, daß man sich ein Buch aus dem Regal nimmt und kaum einen halben Meter hinter der Wand wird geblasen, gefickt und abgespritzt.
Ich stehe also auf der Konstablerwache, als mich mein Mut verlässt und mich Skrupel befallen. Was ist, wenn ich ihn nicht hochkriege oder schlappmache? Ich bin schon nahe am Aufgeben. Ich laufe zu Hugendubel und blättere in einem erotischen Comic von Milo Manara, um mich auf Touren zu bringen. Ich beruhige mich selbst. Verdammt, du hast in deinem ganzen Leben noch nicht schlappgemacht, also wird das heute auch nicht passieren. Was ist wenn ich jemandem begegne, den ich kenne? Mein größte Hemmung ist das Bild, das diese Person von mir haben könnte. Das Bild des einsamen und frustrierten Typen, der es mit den Mädels nicht gebacken bekommt. Der verbitterte, ekelhafte Puffgänger. Werde ich jemandem begegnen, den ich kenne? Junge, sage ich zu mir, das hier ist die Zeil! Hier geht das gesamte beschissene Rhein-Main-Gebiet einkaufen! Wenn es also einen Ort gibt, an dem dir jemand über den Weg laufen könnte, dann hier. Aber du hast das verdammte Recht auf dieser Straße zu laufen. Wir sind ein freies Land, und wenn du jemanden im Puff begegnest, brauchst du dich nicht zu rechtfertigen.
Irgendwo hinten nagt aber auch das schlechte Gewissen. Als Mann bekommt man ständig eingebleut, daß Puffgänger Frauen ausbeuten und somit der schlimmste Abschaum sind. Nein, denke ich. Ich gebe ihnen Geld für das was sie tun. Sie erbringen eine Dienstleistung und ich gebe Geld. Und die Gelegenheit, einen gutgebauten Neunzehnjährigen auf die Matratze zu bekommen, haben sie wahrscheinlich nur selten.
Verdammt, das stimmt! Sage ich zu mir selbst. Heute muß es passieren. Ich mache mich auf den Weg, wische alle Gedanken beiseite. Die Menschen laufen im Nieselregen. Ich überquere die Kreuzung. Links kommt das Gerichtsgebäude. Gleich kommt die Stadtbibliothek. Jetzt bin ich an der Stadtbibliothek vorbei. Jetzt gibt es auch keine Ausrede mehr. Meine Beine laufen automatisch. Noch ein paar Meter bis zur Ecke. Ich biege scharf nach rechts in die Breite Gasse ein. Mein Herz schlägt schnell und dumpf. Adrenalin pumpt durch meinen Körper. Vor meinem Auge läuft eine Uhr rückwärts. Jetzt gibt es kein Zurück mehr. Ich bin ein vollgetankter Stealth-Bomber im Anflug auf das Zielgebiet.
Jetzt bin ich da. Rechts ein großes Neonschild mit der Aufschrift: Pension Herzlich. Die Fenster des Hauses sind von innen mit Vorhängen zugezogen. Außen leuchten rote Neonröhren. Ich gehe rein. Im Eingang ist ein Metallschild angebracht, auf dem auf deutsch und spanisch steht, daß das Fotografieren und das Mitbringen von Drogen verboten ist. Außerdem ist der Zutritt Frauen, die nicht hier arbeiten, untersagt. Ich gehe durch einen Vorhang aus dicken, bodenlangen Plastiklamellen, wie es sie in Großmarkthallen oder Schlachthöfen gibt. Sie dienen dazu die Wärme im Gebäude zu halten.
Ich gehe die enge Treppe hoch. Es ist bullenheiß. Die Heizung ist auf volle Pulle gedreht worden. Es sind immer sechs oder sieben Zimmer auf einer Etage. Die Nutten, die gerade nichts zu tun haben, lehnen im Türrahmen ihres Zimmers und schnattern auf spanisch. Jedesmal, wenn ich auf einem Stockwerk ankomme, erstirbt die Unterhaltung. Die Nutten machen Kussmünder und rufen: Ay, que baby chulito! Und: Komm, Satzi, nua fitzis Maak!
Ich laufe bis nach oben ins letzte Stockwerk. Ich bin verwirrt. Keine Ahnung, welche von denen ich nehmen soll. Ich stapfe die Stufen wieder herunter. Ich bin unentschlossen. Soll ich gehen oder soll ich einfach wahllos eine nehmen.
Als ich wieder im ersten Stockwerk bin, knutscht eine Nutte einen Kuß in meine Richtung: Baby, komm! Ich denke gar nicht nach. Ich gehe einfach hin. Wie ein Schuljunge folge ich ihr in ihr Zimmer. Wieviel? frage ich. Dreißig Mark, sagt sie. In dem Zimmer steht links ein Bett mit einem großen Spiegel. Vor mir ein kleiner niedriger Tisch mit einer Glasschüssel voller Kondome und dahinter ein kleines Bad. An der Wand hängt ein Poster von Cindy Crawford. Die Nutte ist so Mitte bis Ende 30. Woher sie wohl kommen mag? Wahrscheinlich Dominikanische Republik oder so was in dem Dreh. Wo ist denn dieser berühmte Alarmknopf, mit dem man den Zuhälter mit dem Baseballschläger holen kann, wenn ein Kunde mal Streß macht? Ich komme nicht dazu, mir alles genau einzuprägen. In meinem Kopf geht gerade alles durcheinander: Du bist jetzt im Puff! Du hast es wirklich getan! Du wirst gleich eine Nutte vögeln!
Mit fahrigen Händen knöpfe ich mein Hemd auf. Ich glaube, sie merkt, daß ich zum ersten Mal im Puff bin. Als wir ins Zimmer kamen hat sie das Licht gelöscht und stattdessen eine rote Lichtekette angeknipst, die über dem Spiegel hängt, ansonsten dringt nur gedämpftes Licht von draußen durch die Vorhänge. Sie zieht sich auch aus. Oh Mann, wie ich es liebe zuzusehen, wie sich eine Frau auszieht. Wie lange ist das schon her, seit ich das zum letzten Mal gesehen habe. Sie sieht nicht wirklich wie ein Topmodel aus, aber das ist im Augenblick egal. Ich habe einen Tunnelblick wie ein Kampfpilot bei Mach 3. Im Augenblick sehe ich nur diese prächtigen Bazongas und diese schön behaarte Muschi. Sie kommt auf mich zu, ich bin auch nackt. Sie fasst meinen halbsteifen Schwanz. Dann drückt sie sich an mich und streichelt meine Brust. Ihre Haut ist trocken und dabei gleichzeitig sehr weich. Sie zieht mich aufs Bett und fragt: Blasen? Ficken? Alles? Alles, antworte ich. Sie rollt ein Kondom auf meinem Schwanz ab, dann reißt sie ein Stück von einer Küchenrolle ab und reibt damit die Gleitflüssigkeit vom Kondom. Dann nimmt sie meine Schwanz in dem Mund. Ah, wie gut das tut. Sie fragt mich nach meinem Namen. Ich sage ihn ihr, und sie steigt auf. Sie fickt mich schnell und hastig. Ich löse Matheaufgaben im Kopf, damit es mir nicht gleich kommt. Dann legt sie sich auf den Rücken und ich lege mich auf sie Es tut so gut, diese Haut an meiner spüren. Mein erster Reflex ist, ihre Schulter und ihren Hals zu küssen, so wie ich es bei meiner Freundin gemacht habe. Ich muß mich aus meiner Benebeltheit reißen, um mir klarzumachen, daß das eine Nutte ist, die da unter mir liegt, und nicht meine Freundin. Dann kommt es mir. Sie stöhnt auch ein bisschen. Sie tut wahrscheinlich nur so. Ich liege auf ihr, sie streichelt meinen Rücken, schubst mich nicht gleich von sich. Sie zieht ihre Fotzenmuskeln ein paar Mal stark zusammen. Das tut weh. Ich stöhne leicht, und sie kichert. Ich hatte nicht gewusst, daß Frauen ihre Scheidenmuskeln so stark zusammenziehen können. Ich richte mich langsam auf, sie gibt mir ein Stück von der Küchenrolle, damit ich meinen Schwanz abwischen kann. Ich ziehe mich an. Ich gebe ihr das Geld. Zum Abschied gibt sie mir ein Karamellbonbon und gibt mir einen Kuß auf die Wange. Ich sage: Tschüß! Sie sagt: Ciao, mi amor!
Ich gehe die Treppen runter und trete ins Freie. Jetzt kommt nochmal so eine kritische Situation. Nach dem Reingehen das Rausgehen. Ich biege gleich um die Ecke. In dem Straßengewirr hinter den Kaufhäusern mit den afghanischen Kulturvereinen und türkischen Friseuren werde ich nicht auffallen. Auf diese Idee hätte ich ja schon mal auf dem Hinweg kommen können. Je weiter ich die Puffs hinter mir lasse, desto sicherer fühle ich mich. Ich laufe im Nieselregen nach Hause. Ich wickele das Karamellbonbon aus und stecke es in den Mund. Ich fühle zwar noch immer den Trennungsschmerz, aber es geht mir schon besser. Es hat gut getan.




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Milki
RE: Das erste Mal im PuffDein Artikel gefällt mir am meisten von Allen ,die ich bisher gelesen habe.Krass,sehr interessant.
23.03.2007 14:50 Uhr
freddie
RE: Das erste Mal im PuffDieser TEXT MUSS AUF DIE ERSTE SEITE. BRÜLL!!!!!
Tja, "wer rein kommt muss auch rauskommen".
Ich habe mich köstlichst amüsiert. LACHMICHNOCHIMMERSCH LAPP!!!!!< br />.....sicher hast du dir nun all deinen Trennungsschmerz von der Seele geschrieben????????? ?
LOS ERSTE SEITE
23.03.2007 15:13 Uhr
RedSonja
RE: Das erste Mal im Puff*smile*
na du bist aber ein lieber. oder besser: warst.
schön geschrieben!
23.03.2007 15:26 Uhr
zzebra
Das erste Mal mit MuffDafür sind Freudenhäuser da: Sie sollen Freude schaffen, denn dafür brauchen wir keinerlei Waffen, unsere Waffe ist unser Notstand.
zz.
PS:
Sehr gut gefiel mir das NEON-Schild "Penison herzlich"...
Muhahahaha
23.03.2007 15:53 Uhr
zzebra
Das erste Mal mit Muff"PENSION Herzlich" meinte ich.
:D
zz.
23.03.2007 16:12 Uhr
Talisman
RE: Das erste Mal im PuffJawohl! Respekt mit 19 schon dahin zu gehen so ganz allein!
23.03.2007 16:31 Uhr
LudwigMartin
RE: Das erste Mal im PuffSehr beeindruckend.
Man mußte einfach weiterlesen. :-)
Und die ganzen reflektierten Gedanken plus ein wenig Witz. Hat mir gefallen.
@zz
Jaja, Verschreiberle...
23.03.2007 16:49 Uhr
Cyrion
RE: Das erste Mal im Puff;)
Guter Text!!
26.03.2007 13:22 Uhr
Mary05
RE: Das erste Mal im PuffOBERHAMMER GEIL
26.03.2007 23:37 Uhr
affensohn
RE: Das erste Mal im PuffEs freut mich, daß Euch die Geschichte gefallen hat.
Vor allem freut es mich, daß ich auch von weiblicher Seite Verständnis und nicht nur Ablehnung erhalten habe.
11.04.2007 12:38 Uhr
Streicherin
RE: Das erste Mal im Puffhuhuhuhuuuuu
ein richtiger toller text
man manchmal wünscht sich frau sie wäre ein mann;=)
der richtig klasse geschrieben
;=)
lg streicherin
11.03.2008 14:15 Uhr
affensohn
RE: Das erste Mal im PuffTja.
Vielleicht gibt es eines Tages ja auch einen Puff für Frauen.
Aber da müssen noch eine Menge gesellschaftlicher Tabus fallen.
11.03.2008 15:14 Uhr
chessige
RE: Das erste Mal im PuffEs gab Zeiten, da haben die Gemeinden Bordelle betrieben. In Mesopotamien, Griechenland, Rom waren (u.a.) Tempelpriesterinnen für den sexuellen Ausgleich zuständig. Als Gegenleistung wurden Opfer gebracht (Geld, Nahrungsmittel usw.), mit denen sich der Tempel finanzierte und von denen er an der Hintertür den Ärmsten abgab. Junge Männer erhielten (zeitweise in einigen Regionen) gar ihre sexuelle Aufklärung traditionell mittels Bordell. Erst im Mittelalter gings so richtig los mit der Verdrängung der sexuellen "Dienstleistung" ins unmoralische Abseits, was zur Folge hatte, daß sich dies Gewerbe im rötlichen Zwielicht unkontrolliert entwickelte und kriminalisierte, von der dadurch vermehrt auftretenden (emotionalen und gesellschaftlichen) Verwahrlosung und Übertragung von Geschlechtskrankheit en ganz zu schweigen.
Eigentlich könnten wir unsere Moralvorstellung mittlerweile wieder ein wenig korrigieren, wird ja auch schon gemacht von staatlicher Seite, indem die Erbringung sexueller Dienstleistung mittlerweile als Beruf angesehen wird (wenn auch immer noch mit Zähneknirschen und ganz vorsichtig). Muß nur noch in den Köpfen der Menschen ankommen. Seit Reich und Freud wissen wir, daß das Nichtausleben der Sexualität zu psychischen Merkwürdigkeiten führen kann. Darüber hinaus heißt es nicht umsonst: Wer die Sexualität der Menschen kontrolliert, kontrolliert die Menschen. Sexuell befriedigte Menschen sind gesünder, entspannter, zufriedener, inspirierter, kreativer, produktiver - und machen weniger Ärger. .
Nutten sind sehr oft Trösterinnen, Seelenpflaster und Balsam auf angeschlagenen Egos. Wieso auch nicht? Ich find auch, wenn sich keine andere Möglichkeit bietet, einem der Trieb aber zu Kopfe steigt, ist gekaufter Sex nicht unbedingt die schlechteste Alternative. (Und wie mit allen Dingen macht auch hier die Dosis die Medizin oder das Gift.) Immer noch besser einmal einen Puff zu besuchen, als sich von aufgestauter Triebenergie getrieben in aggressiven Aktivitäten abreagieren.
Schwierig mögen die Umstände sein, in denen manche der Frauen (und auch der Männer) stecken und die sie zum Verkauf ihres Körpers zwingen. Die Preisgabe des "Allerheiligsten" sollte aus freien Stücken erfolgen, dazu müssen die Betroffenen die Wahl haben, auch anderweitig ihren Lebensunterhalt verdienen zu können. Der Zwang zum Beischlaf ist in keinem Fall gut, auch nicht, wenn die Frau/der Mann am Ende dafür entlohnt wird. Wenn man in Sachen Mädchen- und Frauenhandel, Zwangs- und Notprostitution etwas ändern, sie am besten weitgehend abschaffen könnte... Bordelle, die von den Geinden überprüft werden, soziale Absicherung für die Betroffenen, Aufklärung der Bevölkerung und auch ganz insbesondere der Migranten (und illegalen Einwanderer), Anerkennung der gesellschaftlichen Notwendigkeit von sexueller Dienstleistung, die sich durch die dann doch recht rege Nachfrage ausdrückt. Und es gibt in der Tat Menschen, die ihren Körper gern feilbieten und dabei auch noch einen emotionalen Gewinn haben. Brauchen halt ein dickes Fell oder eine gesunde Einstellung zu ihrem Tun.
Und von der Warte aus, daß ein sexuell frustrierter Mann mit Notstand so schnell keine Frau findet, war der Gang in den Puff in der Tat eine kluge Sache. Eventuell wäre eine Alternative gewesen, auf eine Pornoparty oder in einen Swingerclub zu gehen. Aber das ist Geschmackssache und Situationsabhängig. :D
Kurz: Fein gemacht.
30.03.2008 16:22 Uhr
HisDudeness
RE: Das erste Mal im PuffAlte Fresse!!!
Da hasse aber ma ein rausgehaun'.
Also bei der Kopfkirmes hätt ich glaubich keine Nutte vögeln können.
Wie würre Mario Barth jetzt sagen?! "RESPEKT"
Nee echt ma... Super Text. Hat mich stellenweise sehr amüsiert, doch auch geschockt, auf Grund des Realitätsaspektes der sicherlich in der ein oder anderen Zeile zu finden ist.
grüsse
31.03.2008 13:57 Uhr
miralii
RE: Das erste Mal im Pufftoller text. sehr eindrucksvoll.
08.04.2008 21:49 Uhr
affensohn
RE: Das erste Mal im PuffDanke ;-)
09.04.2008 20:39 Uhr
touchthesky
RE: Das erste Mal im PuffEin kapitaler Fehler der Neon-Redaktion, dass dieser Text an der 1 vorbeigeschrammt ist;)...
Ehrlich, lustig und toll erzählt.
15.04.2008 21:10 Uhr
JanMaas
RE: Das erste Mal im Puffein verschmerzbarer^^
18.04.2008 16:25 Uhr
Der_Muenzer
RE: Das erste Mal im PuffIch mag den Artikel! Schön geschrieben.
06.07.2008 22:41 Uhr
Lenulitschka
RE: Das erste Mal im PuffSehr schöner Artikel. Wieso hab ich den jetzt erst gefunden?
Mein ehemaliger Mitbewohner war übrigens auch öfter im Puff. Da haben sich die Nutten immer in ihn verliebt, sagt er. Weil er sie so gut geleckt hat und so nett zu ihnen war, wie sonst keiner, sagt er. Natürlich.
27.07.2008 00:31 Uhr
Gelare
RE: Das erste Mal im Puffhaha...genauso wie man's sich vorstellt und 30 mark ist günstig. du pfooojel.
30.07.2008 10:54 Uhr
Alexander13
RE: Das erste Mal im PuffPfiffiger Artikel !!! Jessas, aber war die Lady eine "Nutte" oder eine Hure !?? Das interessiert mich am meisten. Vorsicht: Fangfrage !!! AR.
01.08.2008 20:09 Uhr
MadameMassaker
RE: Das erste Mal im PuffDein Artikel ist klasse.Ich finde mich in Situation,nur konnte ich mich mit ONS heilen.Aber es ist schwierig.
Trotzdem,Hut ab,das ist ne echte "Seelen-Befreiungs-A ktion" von der harten Sorte.
08.08.2008 18:42 Uhr
FloB.3000
RE: Das erste Mal im PuffMusste jetzt sehr otf grinsen als ich das gelesen habe aber nicht weil ich dich auslache sondern weil ich an meine erstes mal im Puff gedacht habe. Ich war 19 oder so und es war Weihnachten. Waren zu dritt und wollten eigentlich nur ein Bier trinken und bisschen schauen. Ende vom Lied war das ich total zitternd und nackt auf einem Bett lag und eine 40Kilo schwere Spaniarien auf mir saß...
Toller Artikel!!
05.09.2008 13:16 Uhr
affensohn
RE: Das erste Mal im PuffDanke.
06.09.2008 23:40 Uhr
kleinepiratin
RE: Das erste Mal im PuffUnd dieser hier ist nicht langweilig, weil er lang ist. Man kann ihn sehr gut lesen!
24.11.2008 22:25 Uhr
Olliemax
RE: Das erste Mal im PuffSuper, realistischer Puff-Text! Hab's genossen ihn zu lesen.
24.07.2009 18:13 Uhr