Liebe

Gebrannte Kinder
14.03.2008 12:01 Uhr
Aus früheren Beziehungen schleppt fast jeder Altlasten mit sich herum. Doch wer in seinem LIEBESGEDÄCHTNIS zu lesen lernt, kann Katastrophen vermeiden.
Alles neu macht der Kai, denkst du und genießt das große Gefühl der unbeschwerten ersten Wochen mit ihm. Egal, was draußen vor dem Fenster los ist, ab jetzt ist Frühling. Tagelang liegt ihr im Bett herum, schreibt zärtliche Dinge auf zärtliche Postkarten, immerzu schwankend zwischen emotionalem Aneinander heran tasten und sexuellem Übereinanderherfallen. Großartiges, perfektes Verliebtsein. Gerade wart ihr spazieren, habt euch Dinge von früher anvertraut, jetzt ist da auf einmal dieses Unbehagen. Kais Bemerkung, einfach so da hin gesagt: In allen Beziehungen seiner Vergangenheit sei ja immer er derjenige gewesen, der nach einer Weile das Weite gesucht habe. Er lachte kurz auf, wollte eigentlich sagen, dass jetzt mit dir alles anders ist, aber dir stockte der Atem. Da liegt es mal wieder. Wie ein alter Lappen, zusammengeknüllt, vor sich hin miefend: das Beziehungsgedächtnis. Über Jahre hat es alles aufgesogen, all die anfänglichen Hoffnungen und verkorksten Geschichten, jedes Verlassenwerden, die Traurigkeit danach, die Verachtung und Wut. Es liegt da, nervt und stinkt das nigelnagelneue Beziehungshaus voll, das doch gerade erst frisch hochgezogen wurde. In dem Freude herrschen soll und Liebe und Vertrau en – verdammt noch mal! – und nicht die Vergangenheit mit ihrem Muff. Was ist, wenn er geht, wie seine Vorgänger? ist der Angstgeruch, stechend wie Ammoniak. Warum will er mich heute abend nicht treffen? der Mief des Misstrauens. Oder die schwere Luft der Verallgemeinerung: Wieso kapiert keiner von meinen Freunden, dass ich sie einfach so viel wie möglich sehen möchte, wenn ich verliebt bin? Ein altes Trauma, hineingetragen in eine neue Beziehung. Mit Mitte zwanzig, Anfang dreißig trifft man kaum noch jemanden, der nicht von einer Verletzung berichten kann – und ihren jeweiligen Folgen: Der Exfreund hatte ein Suchtproblem – schon fängt man an, den neuen Partner argwöhnisch zu kontrollieren. Die Exfreundin hat einen schlimm betrogen – schon engt man die Neue ein, klettet und ist eifersüchtig. Mit dem Exfreund hat es im Bett nicht so richtig geklappt – schon ist da die Angst, dass die Lust auch mit dem neuen Freund bald wieder abflaut.
All das dünstet er aus, dieser Lappen, den wir alle ab einem bestimmten Alter und Erfahrungsschatz mit uns herumtragen. Er ist das Speichermedium vergangener Liebschaften, von denen jeder, bis er dreißig ist, laut Statistik vier durchlebt hat. Wohin damit? Entsorgen lässt er sich nicht: Er hängt wie ein Schatten an einem. Kann man ihn waschen? Den tiefen Schmutz lösen, bei hoher Drehzahl in der Bewusstseinswaschmaschine schleudern? Und das Beziehungsgedächtnis dann aus der Maschine nehmen: fleckenlos, unschuldig, strahlend weiß? Wie wäre es, wenn wir in jede neue Liebe so hineingingen, als wären wir unbeschriebene Blätter, unverkorkst und ungebrochen? Im Film »Vergiß mein nicht – Eternal Sunshine Of The Spotless Mind« wird genau dieses Gedankenexperiment durchgespielt: Jim Carrey und Kate Winslet lassen mit Medikamenten und einer Apparatur die schmerzhaften Erinnerungen an ihre gescheiterte Liebe löschen. Bar jeder Erinnerung an den jeweils anderen treffen sie sich wieder – und verlieben sich noch einmal ineinander. Es ist hoffnungslos. Keine Apparatur der Welt kann einen davor schützen, wieder und wieder in das (Un-)Glück zu rennen, das sich Liebe nennt. Zum Glück, kann man sagen. Im besten Fall sind wir so unvernünftig, es erneut zu versuchen. Und im schlechten Fall hat der letzte Liebeskummer Spuren hinterlassen: »Indem sich negative Erinnerungen eingraben, will uns unser emotionales Gedächtnis davor schützen, wieder in dieselbe Falle zu tappen«, sagt Professor Wolfgang Maier, Neurobiologe und Psychiater an der Universität Bonn. Er beschäftigt sich tagtäglich mit der Frage, welche Folgen es hätte, wenn man verhindern würde, dass sich schlimme seelische Verletzungen im Gedächtnis festsetzen. Möglich (und ethisch nicht unumstritten) ist das heute schon, etwa bei Traumapatienten nach schweren Unfällen.
Was aber passiert nach einer schlimmen Beziehungserfahrung? Das emotionale Gedächtnis lernt für die Zukunft. Es baut Schutzmechanismen ein, damit negative Liebeserfahrungen sich nicht wiederholen. »Menschen, die viele Verletzungen erlebt haben und etliche Liebeskummer durchlitten haben, sind tatsächlich vorsichtiger bei ihrer Partnerwahl,« sagt Wolfgang Maier. Und selbst als gebrannte Kinder müssen wir doch eingestehen, dass die Glückshormone der Verliebtheit einer neuen Beziehung uns aufs Beste entschädigen für den Mist, den man in der Vergangenheit durchleiden musste. Sie vernebeln das Hirn so, dass man den Lappen eine Zeit lang erfolgreich aus dem Gesichtsfeld verbannen kann. Doch dann: eine dahingesagte Bemerkung (»Zusammenziehen? Da hab ich schlechte Erfahrungen gemacht, nie wieder!«) oder beobachtetes Verhalten (»Schreib mir doch eine SMS, wenn du zu Hause angekommen bist …«), und über kurz oder lang stolpert man dann wieder über die alten Probleme: Bindungsangst, Eifersucht, Kontrollwahn. Schwierig ist das vor allem für den Partner: Der kann schließlich für die alten Traumata des anderen nichts. Erzählt man ihm nicht davon, wird er sie vielleicht nicht einmal bemerken. Er wird sich nur wundern, im schlimmsten Fall ärgern, über die Empfindlichkeit, mit der die neue Freundin auf vermeintliche Kleinigkeiten reagiert: das harmlose Treffen mit einer alten Freundin zum Beispiel. Woher soll er wissen, dass sie ihren vorigen Partner an dessen beste Freundin verloren hat und wochenlang nicht merkte, wie sich die beiden nicht nur zum Kaffee trinken trafen? Er kann nicht wissen, dass sie vor nichts mehr Angst hat, als noch einmal auf dieselbe Weise verraten zu werden.
Jeder fürchtet sich davor, eine erlebte Verletzung ein zweites Mal durchleiden zu müssen. Und tatsächlich: Wer immer wieder die gleichen negativen Erfahrungen macht, sollte sich einen Ruck geben, sich bücken und den Lappen aufheben, ihn gut durchlüften und sich die Flecken darin einmal genauer ansehen. Die haben nämlich einen Sinn: Wir können sie benutzen, um unsere eingespielten Verhaltensweisen verstehen zu lernen, um »Muster zu entdecken und neue Enttäuschungen zu vermeiden«, wie der Familienpsychologe Wolfgang Hantel-Quitmann sagt. Das ist not- wendig, denn: »Können die Reifungskonflikte nicht gelöst werden, weil alte Ängste im Weg stehen, bleibt der Mensch auf einer Entwicklungsstufe stehen.« Er hängt in einer Spurrille fest wie die Nadel auf einer Schallplatte, die einen Kratzer hat. Sieht man genauer hin, lässt sich in dem Muster des Beziehungsgedächtnisses lesen wie in einem Buch. Es handelt immer von einem selbst. Oft reicht die Geschichte sehr weit zurück. Sie fängt mit einem kleinen Kind an. Es hat vielleicht irgendwann einen Mangel erfahren, an Liebe oder Aufmerksamkeit. Oder bekam Zuneigung nur, wenn es Leistung brachte. Oder das Kind wurde geschlagen. Oder zu sehr bemuttert. Oder bevormundet. Oder war so frei, dass es diese Freiheit für Desinteresse der Eltern an sich interpretierte. Unzähligen Erschütterungen ist ein Kind bei seiner Entwicklung ausgesetzt. Manche verkraften diese gut, gehen unbeschadet aus der Jugend heraus und führen bald gute, gesunde Beziehungen. Andere verarbeiten Erschütterungen weniger gut oder gar nicht, verstauen sie in tiefen Schichten ihres Unterbewusstseins, wo sie leise vor sich hin grummeln – und fortan jede Beziehung beeinflussen.
»Jede innere Angst, jede Abwehrhaltung – mag sie auch noch so tief in der eigenen Seele verborgen sein – wird sich in der Partnerschaft manifestieren«, schreibt die Paartherapeutin Eva-Maria Zurhorst in ihrem lesenswerten Buch mit dem nicht ganz so lesenswerten Titel »Liebe dich selbst, und es ist egal, wen du heiratest«. Das erwachsene Kind sucht sich oft einen Partner, der genau das verkörpert, was dem Kind gefehlt hat. Oder es wählt den Partner immer so, dass ihm genau das fehlt, was auch dem Kind gefehlt hat. Auf jeden Fall spiegeln sich Prägungen in späteren Beziehungen. Aber es müssen nicht nur Schatten der bis in die Kindheit zurückreichenden Vergangenheit sein, die einem das Leben schwer machen. Meistens sind es die Wunden aus der vorherigen Beziehung, die noch schmerzen: Da war die Exfreundin, die einen für ein paar Stufen auf der Karriereleiter zurückließ. Da war die so groß geglaubte Liebe, die in Routine und Abgeklärtheit versank. Und da war der Freund, bei dem die Scherben seiner früheren Beziehung so unaufgeräumt im Weg lagen, dass die neue Liebe auf zu wackligem Terrain stand. Egal, woher die Altlasten kommen, entscheidend ist, sich bei der Auflösung der Muster weniger den Fehlern des Partners zu widmen, sondern sich auf die eigenen zu konzentrieren. Denn: »Der andere ist immer nur die Lein- wand, auf der man die eigenen unerfüllten Bedürfnisse, die eigene Fähigkeit zu lieben, die eigene Lebendigkeit, vor allem aber die eigene tiefe innere Spaltung zwischen Sehnsüchten und Ängsten betrachten kann,« sagt Eva-Maria Zurhorst.
Und es stimmt: Kein Partner wird einem zur Glückseligkeit verhelfen und keiner kann die eigene Selbstachtung gewährleisten. Egal, wen man trifft – man begegnet am Ende sich selbst. »Gerade da, wo sich etwas besonders festgefahren, kalt, wutgeladen, hasserfüllt oder abstoßend anfühlt, gibt es eine Menge zu tun«, sagt Zurhorst. »Und zwar im eigenen Selbst.« Wer bei genauerer Untersuchung des alten Lappens entdeckt, dass er immer derjenige war, der eine Beziehung beendet hat, sollte überlegen, warum. Weil er Angst vor einer zu tiefen Bindung hat? Weil die Sehnsucht nach einer ganz tiefen Beziehung – und sei es die zur Mutter oder zum Vater – einmal tief enttäuscht worden ist? Bei Daniel war das so: Er ist das jüngste von drei Kindern; als seine Mutter wieder voll anfängt zu arbeiten, ist er erst zwei. Und kann sich noch daran erinnern, wie verzweifelt er seiner Mutter hinterhergeweint hat, wenn sie ihn in den Kindergarten brachte. Wie verängstigt und fremd er sich dort gefühlt hat, wie sehr er in den ersten Monaten die anderen Kinder auf Abstand hielt. Er hat schon die vierte Beziehung beendet, ohne einen Grund da für nennen zu können. Bei allen vieren war aber immer die Frage nach dem Zusammenziehen aufgekommen – die Daniel verneinte. Oder Simone, die alle Männer, die sie liebevoll behandeln, schnellstens an die Luft setzt. Und sich mit traumwandlerischer Sicherheit in Katastrophenbeziehungen manövriert, in denen sie Opfer ist.
Wer feststellt, dass er wiederholt vom Freund oder der Freundin schlecht behandelt wird, muss genau hinsehen und sich fragen, warum dies geschehen kann. Ist da, tief im Inneren, zu wenig Selbstrespekt? Zu wenig Bewusstsein für den eigenen Wert? Zu wenig Liebe für das eigene Ich, sodass man den Partner fast dazu einlädt, sich missbräuchlich zu verhalten? »Alles ist eine Widerspiegelung unserer inneren Seelenlandschaft. Die Menschen um uns herum agieren genau die Persönlichkeitsteile aus, die wir in uns tragen«, sagt Zurhorst. Und: »Niemand tut uns etwas zuleide, das wir uns nicht selbst antun.« Wir tragen fast alles in uns – deswegen ist bei krisenhaften Beziehungsmustern das Verhalten des Partners nicht Ursache, sondern Spiegel eines ungelösten Konflikts. Die Ursache selbst liegt in uns. Das sind gute Neuigkeiten, denn damit hat man es auch in der Hand, Veränderung herbeizuführen. Ändern kann man ja meistens nur sich selbst. Dem anderen sollte man aber zumindest von den eigenen Altlasten erzählen, »taktvoll, ohne ihn zu über fordern «, rät auch Paarpsychologe Wolfgang Schmidbauer (siehe Interview Seite 68). Nur wenn der Partner weiß, worauf der andere empfindlich reagiert, kann er helfen, die Wunden zu heilen. Ein Partner, der es ernst meint, wird das tun und die wunden Punkte nicht erneut reizen. Schonungslos, intensiv und ehrlich sollten wir aber vor allem bei uns selbst auf die Suche nach den Altlasten gehen – um aus der Spurrille herauszuhüpfen, die uns immer wieder auf dieselben Fehler zusteuern lässt. Uns mit Geduld und Verständnis über den alten Lappen beugen, ihn als Karte lesen für unsere innere Landschaft. Ihn glatt streichen, mit den Fingern die Ränder der Flecken nachzeichnen. Die jetzt gar nicht mehr wie Flecken wirken. Sondern wie ein besonderes, einzigartiges Ornament.




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barcafan
RE: Gebrannte Kinderojeh, ojeh, ich fühl mich so angesprochen. ätzend. :(
14.03.2008 23:42 Uhr
sudoku
RE: Gebrannte Kindererwischt! ;-)
20.03.2008 11:51 Uhr
frokie
RE: Gebrannte KinderWer kennt das nicht?und natürlich ist man in neuen beziehungen vorsichtiger!
aber alles löschen?das wäre eine "never ending story" aus erleben und löschen,da die wenigsten ihre grosse liebe sofort finden.
bin durch diese enttäuschungen stärker geworden,sage was mich belastet,zweifeln lässt.auch wenn der andere beleidigt ist verglichen zu werden,man merkt sich was dem anderen angst macht und kann dann z.B wenn man sich nicht treffen konnte,anrufen erklären wieso und sagen das man sich so auf das nächste treffen freut.
15.03.2008 02:43 Uhr
Robsi1986
(an)Gebrannte Kinder@frokie
manche finden glaub ich nie ihre große liebe,durch ihre schlechten erfahrungen....
generell würde ich diese ganze sache aus zoologischer sicht, als klassische konditionierung betrachten.
wie eine laborratte,die beim fresschen suchen schlechte erfahrungen macht und denn nicht mehr dahin geht wo sie die schlechte erfahrung gemacht hat.
es ist schon komisch,dass man sich ausgerechnet in der liebe an die meisten schlechten dinge erinnert,als in anderen situationen...oder sachen....
da entsteht wieder mein gedankengang 'das prinzip der "schwachen seele" ' viele menschen können damit umgehen und lassen sich nichts anmerken,aber andere die bewegt es so sehr,dass sie im freitod den letzten ausweg sehen
kann so eine sache einen menschen zerstören?ich denke schon...kann sie ihn stärken?ich denke schon....
jeder wird seinen weg in der hinsicht finden...
ist bloß blöde das der mensch das bewusst besitzt sich darüber gedanken zu machen.....
15.03.2008 11:10 Uhr
Verhext
RE: Gebrannte KinderJa angesprochen kann man sich auch allemal fühlen^^ glaub es gibt niemanden der sowas nicht mal durchmacht
Aber man sollte seine schwächen daraus lernen und sie zu stärken machen können. darüber reden was dieses beziehungsgedächtini ss mit einem gemacht hat, vor was man sich fürchtet. auch wenns schwer ist aber in dem thema is kommunikation alles... das sagt mir meine Erfahrung... so kann der partner auch wissen was einen beschäftigt und macht sich selber net ein rieeeßen kopf darum:)
15.03.2008 14:19 Uhr
Angelheart
RE: Gebrannte Kinderja... auch ich bin geprägt von meinen letzten beziehungen... ich bin sehr glücklich mit meinem derzeitigen freund - aber ich habe bei jeder kleinsten schlechten laune von ihm die angst, dass ich verlassen werde :( das macht mich fertig und nervt meinen freund...ich hoffe nur, dass uns das nicht irgendwann zum verhängnis wird...
15.03.2008 18:58 Uhr
U-nique
RE: Gebrannte Kindergenauso ging es mir auch bei meinem letzten freund, angelheart. diese angst verlassen zu werden hat mich manchmal fast verrückt gemacht.
irgendwann hat er dann wirklich schluss gemacht...diese angst macht einen kaputt, das ist nicht gut.man muss lockerer an die sache rangehen, das hab ich daraus gelernt. und wenn er schluss macht...naja dann hat es nicht sein sollen.aber man überlebt es und kann auch wieder glücklich werden ;)
17.03.2008 06:15 Uhr
Hawaiianlupo
RE: Gebrannte Kinder*mpf* Ich steck grad mittendrin in so einer Gedächtnis-Krise!
Aber die zu überwinden ist sooooooooooooo schwer!
17.03.2008 10:39 Uhr
siegesgoettin
RE: Gebrannte Kinderes ist echt der totale wahnsinn, man fühlt sich so angesprochen....ich erlebe oft, dass die neon-schlagzeilen mein leben dokumentieren...ersc hreckend, aber auch hilfreich.....habe mir gleich mal das buch "liebe dich selbst" bestellt. bin sehr gespannt, ob das neue türen für einen selbst öffnet!
17.03.2008 16:31 Uhr
Lin.X
RE: Gebrannte Kinderich finde man sollte das gar nicht alles so negativ sehen. denn nur aus fehlern wird doch gelernt und so scheint es mirr hier auch zu sein.
17.03.2008 17:52 Uhr
Samco
RE: Gebrannte KinderBlöd wird es nur wenn man wegen "Vorgängern" in der momentanen Beziehung Probleme bekommt. Dagegen dann anzuschwimmen ist ein Ding der Unmöglichkeit.
18.03.2008 14:26 Uhr
ViperTwingo
RE: Gebrannte KinderIch denke, aus gescheiteren Beziehungen lernt man und kennt dann die Dinge die man besser nur im stillen macht, weil sie beim Partner nicht ankommen.
Manche Sachen bzw. Erfahrunge und Gedanken wird man allerdings nicht mehr los und schleppt sie von der gescheiterten Beziehung in die neue hinein und manchmal fürchtet man(n/frau), dass es in der neuen Beziehung wieder so wird/werden kann und man wird sehr sehr vorsichtig und manchmal auch misstrauisch, bis dahin, dass man sich auf jemand neues nur schwer oder auch garnicht einlassen kann.
18.03.2008 20:26 Uhr
Flower86
RE: Gebrannte KinderIch kenns auch :-( Es ist schwer übers Verlassenwerden und alte Beziehungen hinwegzukommen. Bei der letzten wars besonders schwer- vielleicht wars die große Liebe- und dann wird fast filmreif aus heiterem Himmel per sms Schluss gemacht... aber das Leben muss danach auch weitergehen. Ich frag mich immer wieder: was wäre, wenn ... und wieso? Man wird vorsichtiger, ganz klar. Aber man weiß auch genauer, was man will und worauf man Wert legt.
19.03.2008 09:57 Uhr
Hedi
RE: Gebrannte KinderWas ist daran jetzt neu? Jeder Einfluss von außen prägt uns. Und Beziehungen ganz besonders. Schmerzliche Erfahrungen möchte man eben "nur einmal" machen. Was mich an dem Artikel aufgeregt hat: Da ist von einem Jungen die Rede, dessen Mutter ihn mit zwei Jahren in die Betreuung gegeben hat, weil sie egoistischerweise voll arbeiten wollte. Der arme Junge ist jetzt total beziehungsgestört... (Ich weine später!)
Hallo? Wir sind im Jahr 2008. Arbeitende Mütter sind die Realität! Und außerdem: dann wären wir im Osten ja alle beziehungsunfähig!
19.03.2008 16:22 Uhr
ViperTwingo
RE: Gebrannte KinderDann muss ich mir wohl ernsthaft Sorgen machen, mein Sohn geht jetzt mit seinen zweineinhalb Jahren auch voll in den KiGa, weil ich wieder arbeiten gehe (fast voll) ;).
Eigentlich kann er aber nur davon provitieren so früh in die Selbständigkeit geschickt zu werden, wovon er sicherlich auch später in der Partnerschaft etwas haben wird :-)
19.03.2008 17:01 Uhr
elle79
RE: Gebrannte Kinderhab nur ein klitzekleinen schreibfehler gefunden ;-) bei der frage "und wie verkorkst bist du?" ist bei der Auflösung beim "unbeschrieben Blatt" der Fehler. Das muss heißen beste Freundinnen und nicht bpeste Freundinnen. Ansonsten hat mir der Artikel gut gefallen!
20.03.2008 18:51 Uhr
poet_named_life
RE: Gebrannte Kinderhm ....! Das wird schon :)
22.03.2008 15:44 Uhr
Saboteurin
RE: Gebrannte KinderIst es nicht in allen Bereichen des Lebens so, dass man verschiedene Erfahrungen macht, daraus lernt und manchmal Schäden davonträgt? Berufsleben, familiäre Situationen, Beziehungen - kann man nicht überall verbrannt werden, um sich danach die Wunde mit irgendeiner Salbe einzuschmieren oder zumindest zu wissen, dass man an diese heisse Stelle vielleicht nicht mehr hinfassen sollte?
Und bestimmt gibt es Leute, die genau diese Erfahrungen verwenden würden, um den Begriff "Leben" zu umschreiben, zu definieren.
Wieso also die Vergangenheit und ihre Spuren löschen und bei jeder Beziehung von Neuem anfangen?
22.03.2008 16:12 Uhr
nocturnal_amsterdam
RE: Gebrannte Kinderaus überzeugtem herzen schliesse ich mich meiner vorrednerin an.
die wissenschaft nutzt den begriff der dialektik wenn sie von dem redet, was die saboteurin hier beschrieb.
jeder grund eine beziehung zu beenden bzw erinnerungen die von überzeugenden schlussmachgründen berichten, sollten niemals vergessen werden. wie sollte man sich sonst auch weiterentwickeln ohne den fehlern früheren zeiten zu gedenken. zumindest hab ich auf diese art und weise keine grossen punkte in der schule erreicht, wäre mir nicht die erinnerung an meinen tobenden mathelehrer geblieben als ich ihm 5 3=2 vorlegte.
23.03.2008 17:05 Uhr
nocturnal_amsterdam
RE: Gebrannte Kinderdas sollte 5 plus 3 heissen
23.03.2008 17:07 Uhr
cambria0912
RE: Gebrannte KinderWie wahr....erschreckend , es ist mir wie aus der Seele geschrieben.
25.03.2008 17:15 Uhr
B2kfrost
RE: Gebrannte KinderIch frag mich echt woher die soviele details über mein Leben her haben, ist ja unwahrscheinlich das sowas auch jemand anderen passiert ;-)
27.03.2008 14:37 Uhr
mercy28
RE: Gebrannte Kinderfind ich total klasse, natürlich auch, weil ich das zur genüge kenne:-) zum glück habe ich keine macken deswegen entwickelt..... aber wie krieg ich nun den artikel komplett zum verschicken als mail??? ich kenn da jemanden,der sollte ihn unbedingt mal lesen.....
lg mercy
06.04.2008 23:29 Uhr
Rather_be
RE: Gebrannte Kinderauch wenn ich grad in der 1. Beziehung stecke und mich damit nicht so angesprochen fühlte, fande ich ihn sehr gut... man wird ja von so vielem geprägt und mir fällt kein anderer Bereich ein, wo seine Verhaltensmuster so starke Konflikte auslösen können wie in einer Beziehung...
08.04.2008 20:32 Uhr
Schleusenwart
RE: Gebrannte KinderUnd was, wenn das Beziehungsgedächtnis dazu führt, daß man es sich nicht traut, sich auf eine neue Beziehung einzulassen? Nicht nur wegen der Angst, selbst enttäuscht zu werden, sondern noch unendlich viel mehr, weil man nie wieder jemandem weh tun möchte, davor aber nie sicher sein kann? Und was, wenn man so das schönste und größte unterdrückt, das man je gefühlt hat?
Es ist alles so schwierig...
08.04.2008 20:45 Uhr