Freundschaft

Allein unter Freunden
28.05.2009 16:30 Uhr
Man kann sich VON ALLER WELT VERLASSEN fühlen, auch wenn man viele Bekannte hat. Jeder dritte Deutsche fühlt sich manchmal einsam. Erwachsen werden heißt eben auch: Freunde verlieren. Umso wichtiger wird es, für eine Freundschaft zu kämpfen.
Nie wäre Oliver auf den Gedanken gekommen, einsam zu sein. Er macht leicht Bekanntschaften, kommt gut mit Menschen klar, so war das schon immer. Während der Schulzeit amtierte Oliver, der seinen Nachnamen nicht verraten will, fünf Jahre lang als Klassensprecher. Nicht weil er es als seine Bestimmung ansah, für die Raucherecke oder ein neues SMV-Sofa zu kämpfen, sondern weil er die Wahl als einen Beliebtheitswettbewerb verstand, den er unbedingt gewinnen wollte. Als er vor einigen Monaten seinen dreißigsten Geburtstag feierte, kamen achtzig Leute. Und im Telefonbuch seines Handys sind sechs verschiedene Annas gespeichert und vier Florians.
Allerdings hat ihm dieses hochverdichtete Kontaktverzeichnis nichts genützt, als vor einem Jahr seine Schwester anrief und sagte, dass Papa gestorben sei. Als die Schwester auflegte, hätte Oliver noch gerne weitergeredet. Also klickte er sich durchs Telefonbuch. »Benni mobil anrufen?«, fragte das Handy. Oliver zögerte: Mit Benjamin konnte er früher alles besprechen, aber er hatte sich schon eine Ewigkeit nicht mehr bei ihm gemeldet; jetzt kam es ihm unverschämt vor, ihn mit einer Katastrophennachricht zu überfallen. Caro? Mit der konnte man sich unter den Tisch saufen, als Amateurseelsorgerin war sie eine Fehlbesetzung. Und Marcus kannte er gerade einmal seit sechs Monaten. Oliver drückte weiter die Pfeiltaste, die alphabetisch geordneten Resultate von zehn Jahren Socializing zogen an ihm vorbei: Jana, Ludwig, Sebastian, am Ende auch noch Wolfi. »Niemand von diesen Leuten kannte ich gut genug, um ihm meine Gefühle zuzumuten«, sagt Oliver. »Das hat mich wahnsinnig erschreckt.«
Einsam ist nicht nur die Alkoholikerin, die im Mülleimer nach Pfandflaschen wühlt, oder der alte Mann, der drei Wochen tot in seiner Wohnung liegt, bis er entdeckt wird. Fünfzehn Prozent der Deutschen erklären in Umfragen, keinen guten Freund zu haben. Sechs Prozent bekennen, sich häufig einsam zu fühlen, 24 Prozent haben manchmal dieses Gefühl. Möglich, dass diese Zahlen geschönt sind, wer gibt schon gerne zu, unbeliebt zu sein? Ohnehin scheint das Raster, das die Sozialforscher über die Gesellschaft legen, um glückliche Herdentiere von unfreiwilligen Eremiten zu trennen, zu grob zu sein. Einsamkeit ist ein diffuses Gefühl, es reicht von der sozialen Isolation bis zur gelegentlichen Ahnung, fremd zu sein inmitten einer Gruppe Bekannter. Wieso fühlen sich gut vernetzte Connecter plötzlich von der ganzen Welt verlassen? Warum bedeutet erwachsen werden auch: Freunde verlieren? Verwahrlosen wir emotional - oder haben wir ein paar Unterrichtsstunden geschwänzt in der Schule der Freundschaft?
Solange der Mensch noch perfekt integriert war in die Familie, Berufszunft und Dorfgemeinschaft, konnte er sich kaum allein fühlen. Als Objekt permanenter Sozialkontrolle durfte er allerdings auch nicht selbst über sein Leben entscheiden. Sprüche wie »Das gehört sich nicht« und »Schuster, bleib bei deinen Leisten« bildeten den Soundtrack der fremdbestimmten Biografie bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein. Erst heute versteht sich das Individuum als Drehbuchautor des eigenen Lebens, möchte nicht nur über die Storyline eigenständig entscheiden, sondern auch Locations sowie Haupt- und Nebenrollen selbst besetzen. Wir wollen frei sein, frei auch von jedem, der nervt (Eltern, Expartner, Stammtischbrüder), möchten unsere Hobbys und Kleidermoden selbst bestimmen, allein entscheiden, wo wir leben und mit wem. »Das Konzept der selbst gewählten Freundschaft passt perfekt in die Zeit«, sagt die Soziologin Ursula Nötzoldt. Aber wie stabil sind diese Wahlverwandtschaften? Könnte es sein, dass wir sogar für die Freundschaft zu frei und egozentriert geworden sind? Einige Umfrageergebnisse deuten in diese Richtung: In den 80er Jahren hatte jeder Amerikaner drei enge Freunde, denen er alles erzählen konnte, heute sind es nur noch zwei. Im selben Zeitraum stieg der Anteil der Menschen, die niemanden haben, um wichtige Dinge zu besprechen, von zehn auf 24,6 Prozent.
»Was ist eigentlich los mit dir?« Martina Kix erschrak, als sie diese Frage hörte. Und zwar noch mehr, als sie sah, wer sie gestellt hatte: der Mann nämlich, der sie vor zwei Stunden in den Club gelassen hatte und jetzt plötzlich im Getümmel neben ihr stand. Wer das Mitleid eines qua Berufsbeschreibung hartherzigen Türstehers erregt, muss wirklich arm dran sein, dachte Martina. Der Typ ließ auch gar nicht locker: »Guck dich doch an«, sagte er, »wie unzufrieden du bist.« Martina versuchte nicht loszuheulen, als sie auf die Tanzfläche starrte, wo Jungs mit schweißglänzenden Gesichtern und Mädchen mit alkoholinduziertem Silberblick ihre Hüften bewegten, sich an den Händen fassten und umarmten und sich in die Ohren schrien. Eine geschlossene Gesellschaft, zu der sie keinen Zutritt hatte - da konnte ihr auch kein besorgter Türsteher helfen. Plötzlich fielen ihr keine Worte mehr ein, die sie mit ihren Bekannten oder gar einem Fremden hätte wechseln können. Schlimmer als Einsamkeit ist nur: Einsamkeit inmitten hysterisch fröhlicher Menschen.
Martina war für ein Volontariat von Bielefeld nach Köln gezogen, es fiel ihr schwer, die Bindung zu den alten Freunden zu halten, »die konnten sich nicht vorstellen, was ich hier erlebe.« Und um in Köln Menschen gut kennen zu lernen, fehlte ihr die Zeit: »Wenn ich nach zwölf Stunden aus der Arbeit kam, hatte ich keine Kraft, mich mit irgendwem in der Kneipe zu unterhalten.« Mobilität, Flexibilität, Einsatzbereitschaft - so lauten die neuen Imperative der Arbeitswelt. Darunter leidet ein starres Konstrukt wie die Freundschaft.
Von Braindrain redet man, wenn zu viele gut ausgebildete Menschen ihre Stadt oder ihr Land verlassen, um in der Ferne Glück und Reichtum zu suchen. Aber es verlassen ja nicht nur kluge Sachbearbeiter die Stadt, sondern auch Seelenverwandte: ein Heart- & Souldrain. In weißen Mercedes-Sprintern fuhren Thorsten Austs Freunde aus seiner Heimatstadt und seinem Leben, er blieb zurück, man verlor sich aus den Augen, aus der geografischen Distanz wurde eine emotionale, er kann das nicht erklären, es ist über ihn gekommen wie eine Naturkatastrophe. Jetzt ist Thorsten, 25, Grafiker, allein. Ganz allein. Einsamkeit, das ist die Zeit zwischen Freitagabend und Montagmorgen. 62 Stunden, in denen er nicht weiß, was er machen soll. 62 Stunden, die umso zäher sind, weil er weiß, dass es da draußen schon Menschen gibt, die zusammen ins Kino gehen, lachen oder einander Anoraks ausleihen. 62 Stunden soziales Vakuum.
Auch Martina Kix hatte an ihren Kölner Wochenenden viel Zeit, zum Beispiel zum Fernsehen. Aber das war nicht immer ein Trost. Unter Serien wie »Scrubs« oder »Sex and the City« sollte der Schriftzug »Dauerwerbesendung « aufleuchten, so wie früher bei »Der Preis ist heiß«. Das Produkt, das hier mit Weichzeichner und Cellocrescendo beworben wird, heißt: Freundschaft. Es ist ja nicht so, dass Serienfiguren immer ein schönes Leben haben, sie werden schwanger, verlassen und vom Bus überfahren. Aber fünf Minuten nach jeder Kollision mit den Widrigkeiten des Alltags ist immer der Freund da, der nicht nur eine hübsche Föhnfrisur trägt, sondern auch die richtigen Worte und das nötige Kleingeld parat hält. Hollywood propagiert nicht mehr die wahre große Liebe. Die Lebensgefährten wechseln mehrmals pro DVD-Staffel, die einzige Konstante im Leben der Serienfigur ist der perfekte Freund. Dieses mediale Idealbild steigert unsere Anspruchshaltung gegenüber unserem Sozialapparat - und vergrößert die »gefühlte Einsamkeit«.
Vielleicht hat sich Martina mit ihren Kölner Bekanntschaften so schwer getan, weil sie permanent Vergleiche mit alten Freunden und Fernsehbeziehungsmodellen anstellte. Vielleicht hatte sie zu große Erwartungen, war ungeduldig beim psychochemikalischen Experiment, mit dem wir Fremde in Bekannte umwandeln und Bekannte in Freunde.
Thorsten Aust, der einsame Grafiker, traut sich nicht einmal mehr ins Labor der Freundschaft. Wenn er hört, wie sich Kollegen verabreden, fragt er nicht, ob er mitkommen kann, sondern nutzt die Gelegenheit, um über seine Einsamkeit zu trauern. Und das macht ihn erst recht mutlos. In Extremform macht Thors ten eine Erfahrung durch, die wohl jeder kennt: Es ist verdammt schwer, neue Freunde zu finden. Wieso darf man eigentlich nur dann einen fremden Menschen anlächeln, wenn ein erotisches Interesse besteht? Warum kann man nicht sagen: »Ich will dein Freund werden. Gehen wir ein Bier trinken?«
Thorsten war schon früher nicht der Typ, der die halbe Schule zur Hobbyraumfete ein lud, »aber bis zum Abitur hatte ich halt meine Kumpels.« Die Schule organisierte seinen Tag von acht bis dreizehn oder sechzehn Uhr und strukturierte seine freundschaftlichen Beziehungen. Der Pausenhof als Kontaktbörse. Früher war alles besser. Mit wem man auch über Einsamkeit und Freundschaft redet, immer bekommt man Geschichten aus der guten alten Zeit in Schule oder Uni zu hören: das Wochenende als Party-Kater-Party-Kontinuum; Telefongespräche, die um zwölf Uhr nachts beginnen und aufhören, wenn es blau wird vor dem Fenster; das Gefühl, unschlagbar zu sein in der Gruppe.
Auch Jasmin Riethmüller, 26, kann viele solche Geschichten erzählen. Jasmin arbeitet bei MySpace, hat 308 digitale Freunde und öfter mal wechselnde Affären. Das klingt nach einem ziemlich guten Lebensentwurf - zufrieden ist Jasmin trotzdem nicht. In letzter Zeit kommt sie sich wie eine Ärztin vor, die diagnostiziert, dass sich im Freundeskreis ein gefährliches Virus ausbreitet: Pärchen ziehen zusammen, planen den Kauf einer Immobilie und einer Katze, denn klappt es mit dem Tier, wird es auch mit dem Baby funktionieren. Man trifft sich nicht mehr Freitagnacht in der Kneipe, sondern Sonntagfrüh daheim zum Brunchen (Essen ist plötzlich sehr wichtig). Und Jasmin kaut Lachsbrötchen, guckt sich die Leute an, mit denen sie so viele Erinnerungen verbin - den und fragt: Sind das wirklich noch meine geistigen Zwillinge? Sie wüsste auch gerne, warum sie als Einzige gegen das Katzenvirus immun ist. Oder ist es umgedreht, und mit ihr stimmt etwas nicht?
»In der Jugend funktionieren Freundschaften nahezu automatisch«, erklärt die Soziologin Ursula Nötzoldt. Man hat Zeit, hält sich in ähnlichen Lebenswelten auf, der Partner ist keine Konkurrenz zum Freundeskreis. Mit dem Älterwerden ändert sich das. Je individueller wir werden, je genauer wir wissen, was wir wollen und was nicht, desto schwieriger ist es, einen seelenverwandten Freund zu finden. Nötzoldt rät von Nostalgie und übersteigerten Erwartungen ab und glaubt in Zeiten von Individualisierung und Mobilität an ein »System differenzierter Freundschaften«. Mit dem einen verbindet uns ein gemeinsames Hobby. Mit dem anderen gehen wir ein Feierabendbier trinken, weil er ein netter Kollege ist. Und den Dritten sehen wir selten, weil er 800 Kilometer entfernt wohnt, dafür teilen wir mit ihm Sandburganekdoten. Der Freund als hochspezialisierter Gefühlsdienstleister.
Natürlich gibt es Menschen, denen der Weg aus der Einsamkeit nicht gelingen kann, etwa weil sie psychische Probleme haben. Glaubt man dem Philosophen Harald Lemke, sind viele allein, obwohl sie es nicht sein müssten«, (siehe auch Interview auf S. 52) Wir verbuchen unsere Freunde in den Tabellen von Entourage, ohne weitere Gefühle zu investieren. Beobachten als passiver Teilhaber den Zerfall des Sozialkapitals, anstatt aktiv zu werden. Finden keinen Mut, neue Freundschaften zu schließen. Lemke glaubt nicht an konkrete Tipps zur Freundschaftsanbahnung, die funktionieren genauso wenig wie Flirttricks. Stattdessen appelliert der Philosoph an unsere Einstellung: »Wir müssen wieder lernen, für die Freundschaft zu leben.«
Vielleicht wäre Lemke mit Martina Kix? Entscheidung zufrieden. Die Volontärin hat es in Köln nicht mehr ausgehalten, hat gekündigt und ist jetzt nach Berlin gezogen, wo sie viele Leute kennt. Es war eine Entscheidung gegen den Beruf und für das Leben - und Martina hat sie keinen Tag bereut. Nicht immer kann man aus der Einsamkeit einfach wegziehen. Aber man kann von Martina lernen, dass man nicht immer nur für die Arbeit flexibel, mobil und proaktiv agieren sollte - sondern auch ein mal für die Freundschaft.
Auch Susanne Wetzel, 37, Steuerberaterin, hat Mut zur Freundschaft bewiesen. Bekannte hatte sie schon immer genug, aber nur eine gute Freundin. Als sie die verlor, wegen eines dummen Streits, hatte Susanne den schlimmsten Liebeskummer ihres Lebens: »Ich habe mich gefühlt, als wäre mir ein Arm amputiert worden. Das war der Mensch, mit dem ich alles machen konnte. Die Einzige, die meine Witze verstanden hat.« Irgendwann hatte sie dann aber keine Lust mehr auf Heulkrämpfe und Selbstgespräche und hat eine Kontaktanzeige geschaltet: »Beste Freundin gesucht.«
Noch wartet Susanne auf Antworten. Man kann über ihre Aktion schmunzeln, weil die impliziten Regeln der Freundschaft verlangen, dass sich die Beziehung langsam und organisch entwickelt, ohne Absichtserklärung. Oder weil man mit so einer Annonce doch maximal nach einem Ehepartner Ausschau hält. Aber darum geht es ja: Wir müssen die Freundschaft mit der gleichen Energie suchen wie die große Liebe. Susanne Wetzel jedenfalls sagt: »Ich will mir nicht vorwerfen, nicht alles ausprobiert zu haben. Dafür ist mir die Freundschaft viel zu wichtig.«




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oceaneyes
RE: Allein unter FreundenGuter Artikel, und die wichtigsten Gründe sind drin: häufigeres Umziehen und Jobwechseln als frühere Generationen, das zwangsläufige Auseinanderlaufen der Interessen (und Wohnorte) nach dem Studium. Was fehlt, ist die Tatsache, dass man oft so viele unverbindliche Bekanntschaften pflegt (u.a. dank neuer Medien und Kontaktmittel), dass man versäumt, sich auf die wichtigen Beziehungen zu konzentrieren.
15.05.2009 12:44 Uhr
climbing
RE: Allein unter Freundenabsolut korrekt.
16.05.2009 00:49 Uhr
Alphamaedchen88
RE: Allein unter FreundenAm aller tollsten fand ich die Essay von David Pfeiffer...
[..] Und man selbst blickt durch Fensterscheiben in das Gefängniss der Unendlichkeit [..] mag man kitschig finden, ich habe es in meine Lieblingszitate bei studi aufgenommen ^^
Sehr schön..auch das ein Walter Moers Zitat drin war *hihi*
23.05.2009 20:46 Uhr
SinaGlobetrotter
RE: Allein unter Freunden..wir erwarten zu viel...
..so ist es jedenfalls bei mir..
Vielleicht glaubt man...Freunde zu haben..man wird enttäuscht und merkt...für sie ist man nicht mehr als...eine Bekanntschaft...und schon..stehen sie bei einem selbst auch auf der "Bekannten Liste"..und die Freundeliste..wird.. leerer..le erer..und ist irgendwann nicht mehr vorhanden.
15.05.2009 14:56 Uhr
Lag
RE: Allein unter Freunden@Sina
Stimmt.
Erwartungen sind ein Freundschaftskiller.
Egal, welcher Art Beziehung man beginnt - tut man es aus einer Position inneren Überschusses, läuft es meist prächtig.
Ist man hingegen auf der Suche nach etwas, was man nicht hat, will man eigentlich eine Art Handel eingehen - und daraus dann vielleicht eine Freundschaft konstruieren.
Klappt oft, hat aber viele Verbindlichkeiten.
Ich bin da simpel: Je unkomplizierter und ehrlicher, desto echt.
Echte Freunde trifft man vielleicht nur alle paar Jahre - und dann ist alles wie gehabt. Oder auch nicht. Das muss man dann auch abkönnen.
Ich finde es aber wirklich erstaunlich, wie sehr manche Menschen Dinge unbedingt oder nie in einer Freundschaft tun würden.
So beispielsweise ist es für viele völlig abwegig, mit Freunden zusammenzuziehen.
Für mich ist es normal. So hat sich ein Cluster von 50 Leuten gebildet, die in der selben Strasse wohnen.
Umzug? Klar, kein Problem: Transporter, 20 Leute, Kette, ab dafür. Der Rekord liegt bei 42 min von Ladeklappe auf, einladen, fahren, ausladen, Klappe zu. 1 Mann mit Sohn, anderthalb Zimmer. Geht alles.
Und glaubt bloß nicht, dass hier rumgeklettet wird. Alles Individualisten.
15.05.2009 22:04 Uhr
maengelexemplar
RE: Allein unter FreundenDa geb ich Dir auch absolut recht. Ich habe immer den Fehler gemacht zu viel zu erwarten und wurde immer enttäuscht. Aber meistens habe ich auch das Gefühl, dass ich viel mehr für eine Freundschaft gebe, als die andere Person. Am Ende bin ich immer die, der der Verlust der Freundschaft am meisten weh tut. Ich habe schon so viele Freunde (auch gute Freunde) verloren, dass ich jetzt die Einstellung habe, nichts mehr von anderen Menschen zu erwarten und somit kann ich auch nicht mehr enttäuscht werden. Logischerweise tuts dann auch wieder weniger weh. Ist traurig, aber die Wahrheit. Ich frag mich ehrlich, ob meine Freunde sich so sehr verändern oder ich mich? Denn irgendwann merkt man tatsächlich, dass man nichts mehr gemeinsam hat und sich wundert, wo die guten alten Zeiten geblieben sind.
06.06.2009 18:31 Uhr
Lag
RE: Allein unter FreundenTschuldigung, Jakob, aber das klingt wirklich schräg.
Man tut etwas für Menschen, man gibt.
Um "eine Freundschaft zu kämpfen" klingt, wie sich einen Platz an der Sonne sichern zu wollen.
Wer so an Freundschaften herangeht, ist immer in der Position geistiger Armut.
Ich denke, dass es vielen Freundschaften an verbindenden, übergeordneten Werten fehlt. Die gleichen Serien zu sehen, ist keine Basis, kein Wert, es ist nur der Stoff für den abendlichen Smalltalk.
Wenn ich meine Freundschaften so vor dem geistigen Auge angucke, sind die stärksten Bände diejenigen, wo wir zusammen irgendwas für andere gearbeitet haben. DAS verbindet.
Denn wann ich mir mit wem nur einfach die Nase begossen habe, habe ich schneller vergessen als die Nummer meiner Lohnsteuerkarte. Meist unbedeutend.
Instinktiv komme ich so dazu, Menschen als meine Freunde zu empfinden, die ich nur selten getroffen habe. Aber erstaunlicherweise ist, wenn ich sie dann doch irgendwann wiedersehe, das Band meist sofort wieder da.
Wieviele Nummern ich in meinem Handy gespeichert habe, ist dagegen sowas von schnurz.
15.05.2009 22:18 Uhr
oceaneyes
RE: Allein unter FreundenStimmt! Das Gleichsetzen von Adressbucheinträgen und Freundschaften ist momentan ja sowas von beliebt. Wenn man sich mit jemandem verkracht, sagt man anscheinend jetzt nur noch "ich hab seine Nummer gelöscht"...
17.05.2009 11:24 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Allein unter FreundenAuch wenn ich das Wort "Freund" extrem inflationär behandle : Die Beobachtung habe ich ebenfalls gemacht. Da gibt es irgendeine diffuse Bindung intuitiver Art.
20.05.2009 15:18 Uhr
pateng
RE: Allein unter FreundenHm. Ganz gut der Artikel.
Ich hatte auch eine wahnsinnige Angst, als meine beste Freundin vor ein paar Jahren nach Kanada gezogen ist. Ich dachte, wir müssten uns irgendwann zwangsläufig entgleiten. Sie mir vielleicht mehr als ich ihr. So ein anderer Kontinent ist eben doch ne größere Nummer als ein anderes Bundesland. Wegen der Zeitverschiebung können wir nicht mal spontan telefonieren, geschweige denn uns besuchen. Aber auch wenn wir manchmal wochenlang nichts voneinander hören, ändert sich kaum etwas an unserer Beziehung, zumindest nicht an ihrer Festigkeit, an dem Vetrauen und der Verbundenheit. Und nichts gibt einem mehr Sicherheit als das.
15.05.2009 23:02 Uhr
wheelman
RE: Allein unter Freundenmehr als 3-5 wahre freunde findet man im leben nicht. aber die sollte man auch pflegen. und freundschaften im netz sind not real.
16.05.2009 00:27 Uhr
Ciaosu
RE: Allein unter Freundentoller artikel.. daeumchen hoch !
16.05.2009 01:26 Uhr
maraynn
RE: Allein unter Freundenach dieser artikel spricht mir aus der seele. ich frag mich nur wo diese vielen einsamen menschen eigentlich sind. ich hab den eindruck um mich herum sind nur leute die, mit ihren lebenspartnern und familien glücklich und ausgelastet sind. und ich denke auch dass das zum älterwerden dazugehört. dass man sich nicht mehr so schnell öffnen mag oder etwas riskieren, oder einfach mal jemandem vertrauen. vielleicht weil man schon zu oft enttäuscht wurde, vielleicht weil man es sich beweisen will dass man gewisse dinge auch alleine hinbekommt. in der jugend sind solche gedanken noch kein thema... und außerdem braucht heute das kennenlernen viel mehr zeit.... weil man eben schon einiges mehr erlebt hat, vielleicht eine entwicklung durchgemacht hat die der potenzielle neue freund nicht mitbekommen hat, es gibt viel mehr zu erzählen... und die zeit dafür ist oftmal viel zu knapp
16.05.2009 09:33 Uhr
puppenmutti
RE: Allein unter FreundenIch bin selbst erst 16 und für mich ist das durchaus ein Thema. Es gibt einige Menschen mit denen ich viel geteilt habe, mit denen ich sowohl fröhliche als auch tieftraurige Abende verbracht habe. Und auch in meinem Alter tut es weh, solche Menschen zu verlieren. Jugendliche entwickeln sich sogar noch viel schneller in unterschiedelichere Richtungen, denke ich. Vor ein paar Wochen hat es noch gereicht, gemütlich zusammen auf dem Ballkon zu sitzen und zu quatschen und jetzt will ein Teil der Clique plötzlich jedes Wochenende auf Party gehen. Meine beste Freundin geht jetzt für ein Jahr nach Dänemark und ich bin mir nicht sicher, ob die Freundschaft danach noch die selbe ist - auch wenn wir es beide wollen.
In zwei Jahren steht unser Abi an. All die Leute, mit denen ich jetzt mein Leben teile, werden dann früher oder später ihren eigenen Weg gehen, genau wie ich. Der Kontakt zu den meisten wird wahscheinlich abbrechen und dann...? Klar, ich werde neue Leute treffen, vielleicht Freunde finden und wahrscheinlich auch merken, dass die meisten meiner jetzigen "Freunde" gar keine sind. Bei einigen weiß ich es jetzt schon aber trotzdem werden sie mir fehlen, als Wegbegleiter. Und die Angst niemanden zu finden ist einfach da. Dabei spielt das Alter keine Rolle.
24.05.2009 22:37 Uhr
sanne08
RE: Allein unter FreundenIch habe vor ein paar Wochen meine "beste" Freundin losgelassen. Nicht weil sie weggezogen ist oder weil ein Kerl des Weges kam, nein nur wegen eines kleinen belangloses Satzes. Total belanglos, aber er hat einige Paradigma der Freundschaft ins rollen gebracht - zum Beispiel wie viel Energie ich aufbringen musste für sie und wie sie diese Energie bedingungslos von mir erwartet. Und ich. Ich habe plötzlich verstanden, dass die Freundschaft darauf beruht hat. Traurig ist das, traurig für mich und trauriger für sie.
Und mit dem Loslassen von ihr sind wieder Menschen von früher in mein Leben getreten, solche , die man immer gerne mochte, mal ne tolle Zeit hatte und sich dann nicht mehr so viel sah oder telefonierte. Nun sind sie wieder da und die Freundschaft fühlt sich ganz neu und dann auch wieder total alt an. Und da frage ich mich: Ist es manchmal nicht auch notwendig Freundschaften sein zu lassen, um sie vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt im Leben wieder intensiver zu spüren.
16.05.2009 15:20 Uhr
maraynn
RE: Allein unter FreundenWürde mich sehr interessieren was das für ein Satz war, vor allem weil ich gerade dasselbe mit meiner ehemals besten Freundin durchmache... Verrückt....
16.05.2009 17:11 Uhr
Claud187
RE: Allein unter FreundenGuter Artikel, aber irgendwas ist mitm Layout schief gelaufen, oder?
16.05.2009 19:52 Uhr
phab
RE: Allein unter FreundenYep, isses wohl...
18.05.2009 13:03 Uhr
Christian_Helten
RE: Allein unter FreundenDeswegen auch der Hinweis zu Beginn des Artikels...
18.05.2009 15:50 Uhr
Claud187
RE: Allein unter FreundenJa, nach meinem Hinweis.
18.05.2009 15:58 Uhr
sophie_ruedinger
RE: Allein unter FreundenDer Hinweis steht da bereits seit letzten Freitag ;) LG Sophie
18.05.2009 23:27 Uhr
hali
RE: Allein unter FreundenDie Einsamkeit ist in der heutigen Zeit so was wie der Aussatz im Mittelalter.
Überall sieht man gut gelaunte Menschen, die in Rudeln unterwegs sind und die rund um die Uhr mit wichtigen und spannenden Dingen beschäftigt sind.
Wer wenig Freunde hat und seine Wochenenden vor dem Fernseher/PC oder mit Büchern verbringt, gilt als komisch und wird erst recht gemieden.
Je länger man mit dem Stigma der Einsamkeit behaftet ist, desto schwieriger wird es, wieder Anschluss zu finden und neue Leute kennen zu lernen.
Die Entfernung zu den anderen wird immer größer.
16.05.2009 22:25 Uhr
schlaue.fuechsin
RE: Allein unter FreundenTraurig, aber wahr: die Erwartungen an andere Mitmenschen ensprechen genauso wenig der Realität wie zahlreiche "Freundschaften" im Netz.... Aber welchen Erwartungen der anderen wird man eigentlich selbst gerecht?
Mag sein, dass man mit zunehmenden Alter immer mehr zum Individualist wird, aber das kann manchmal sehr anstrengend sein... Es stellt sich auch die Frage, ob man wirklich individuell ist oder ob man nur einem Egozentrismus, der mitunter auch von der Gesellschaft gewollt ist und gefördert wird (Job, Umzüge, berufliche Aufstiege nutzen usw.), folgt?! Wo bleibt die Zeit und die Muse für einfache zwischenmenschliche Dinge? Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang auch gern an den Artikel der NEON vom 04/09: "Passen wir zusammen?" Zu wenig wird mehr dem Zufall überlassen. Man sehnt sich nach Sicherheit und selbst Beziehungen, aber auch Freunde finden sich demnach zu wenig durch zufällige Begegnungen. Alles muss irgendwie zusammen passen, wie in Form gepresst. Und wehe nicht, dann war's das eben. Der Freund/die Freundin entspricht nicht meinen Vorstellungen und - oh Gott - denkt nicht so wie ich?! Na dann, auf Wiedersehen... trotz der schönen und lustigen, mitunter auch tiefsinnigen Gespräche, obgleich man auch Meinungsverschiedenh eiten hatte (--> sowas könnte sogar den eigenen Horizont sogar erweitern, solange man sich gegenseitig respektiert und die andere Meinung akzeptiert)...
Warum machen wir es uns so schwer? Der Preis für ein individuelles Dasein sollte nicht Einsamkeit sein. Vielleicht wäre es angebracht zu überlegen, dass ein Freund ja auch - wie man selbst - individuell ist; alleine das könnte verbinden: anstatt zu erwarten, wie andere sein sollen, müsste man mal selbst überlegen wie man ist... Dann kann man sich auch mit der einen oder anderen Macke der anderen arrangieren und Menschen um sich herum anders wahrnehmen.
Loslassen, um neue Freiheiten und wiederum neue Freundschaften zu entwickeln, gehört zum Leben dazu, genau wie für den anderen dasein, egal wo er/sie wohnt oder ob man den Job oder sonst was miteinander teilt. Das funktioniert, wenn man nur will und ab und an auch mal über seinen eigenen individuellen Schatten springt... ohne sich dabei selbst zu verlieren.
17.05.2009 13:04 Uhr
m23
RE: Allein unter FreundenIch stimme ueberein. Ich denke, Individualisierung bedeutet, dass mehr Variablen des eigenen Lebens (Beruf, Freundschaften, PartnerInnen) der eigenen Kontrolle unterliegen. Dies bedeutet jedoch, dass wir in zunehmenden Masse fuer unser eigenes Leben verantwortlich sind und daher die Erwartungen steigen, das eigene Leben zu optimieren. Wer das nicht schafft, versagt. Und dieser Erwartungsdruck wird vielleicht fuer viele zum Problem.
Ein Weg heraus aus diesem Dilemma waere die Einsicht, dass diese Entscheidungsfreihei t nur scheinbar ist. Denn viele Entscheidungen lassen sich nun mal nicht als Kosten/Nutzen Rechnung darstellen, sondern koennen nur emotional/instinktiv getroffen werden. Das heisst Loslassen von dem Kontrollzwang und Oeffnen sich selbst und damit, dies ist der springende Punkt, auch anderen gegenueber.
17.05.2009 17:57 Uhr
schlaue.fuechsin
RE: Allein unter Freundenda hast du recht und es wohl besser und präziser auf den punkt gebracht als ich. aber genau das hab ich gemeint ;)
18.05.2009 16:17 Uhr
JonnyChiron
RE: Allein unter Freunden< br />
Dem stimme ich absolut zu. Dazu gehört vor allem Toleranz und Lebenserfahrung, um es so betrachten zu können. Und auch Nächstenliebe.
28.05.2009 15:39 Uhr
DesolateMan
RE: Allein unter FreundenEin schöner Artikel :) Habs mir gestern Abend (bzw. streng gesehen heute früh) in der Druckausgabe durchgelesen. Geht ganz gut, da man nur die komplette Spalte von Seite 49 zwischen den zweien von 46 lesen muss. Der Zusatzartikel "Verlassen" regt auch gut zum Denken an, ebenso das Interview mit dem Philosophen. Nur ist das alles leichter gesagt als getan.
Freundschaft
ist nicht
nur ein Gefühl,
sondern
Arbeit. Und eine
Kunst, die
wir ständig
verfeinern
müssen.
Ich beneide Martina um ihre Entscheidung - zumal es dann auch noch so eine schöne Stadt ist :) Habe auch einen gewissen Respekt vor diesem Schritt, aber keinen allzu großen. Hätte ich die Möglichkeit, würde ich mich wohl kaum anders entscheiden.
17.05.2009 14:21 Uhr
KartoffelSocke
RE: Allein unter FreundenAn die Redaktion: Beim nächsten mal bitte etwas mehr Sorgfalt, bei "Was wird überschätzt ?", war ja auch nen Fehler und es sollte unterschätzt heißen.
Kann mal passieren, aber man bezahlt ja auch Geld dafür.
Ansonsten weiter so ;)
17.05.2009 19:40 Uhr
Dina-Lisa
RE: Allein unter FreundenSupper ;)
17.05.2009 22:47 Uhr
NeonBlond
RE: Allein unter Freunden''Auch Jasmin Riethmüller, 26, kann viele solche Geschichten erzählen. Jasmin arbeitet bei MySpace, hat 308 digitale Freunde und öfter mal wechselnde Affären. Das klingt nach einem ziemlich guten Lebensentwurf''
ja,sicher. klingt beneidenswert.
das alles klingt wie eine sozialkunde-klausur aus der 11. klasse.
18.05.2009 00:05 Uhr
Onkeljuersche
RE: Allein unter FreundenOb das wirklich ein "ziemlich guter Lebensentwurf" ist ? Das klingt nach Oberflächlichkeit, Ichbezogenheit und Sprunghaftigkeit. Hedonismus pur. Vom Leben immer mehr zu fordern und das Wesentliche aus den Augen zu verlieren: wahre Freundschaft und Verlässlichkeit!
03.06.2009 22:03 Uhr
Kuchenkind
RE: Allein unter FreundenEinsamkeit ist sicher etwas schlimmes. doch wenn man sich mal in seinem umfeld umschaut findet man jemanden mit dem reden kann. kein mensch muß unbedingt einsam sein. wenn man auf andere menschen offen zugeht wird man sehr selten abgewiesen. und trotz umzuges muß man auch alte freundschaften nicht aufgeben.
18.05.2009 15:07 Uhr
1_Squillion_Fragen
RE: Allein unter FreundenEndlich mal wieder ein Artikel, der perfekt zu meiner Lebenssituation passt... bin grad aus Baden-Württemberg nach Berlin gezogen, raus aus 'nem gutbezahlten Job rein in die (hoffentlich nicht mehr lange) Arbeitslosigkeit. Und warum? Der FREUNDSCHAFT, nicht der Liebe wegen. Weil man einfach mehr Zeit mit angenehmen Menschen verbringen sollte.
18.05.2009 17:54 Uhr
sweetheart32
RE: Allein unter Freunden@Kuchenkind:
Nicht jeder kann das und nicht jeder möchte sich "irgendwem" öffnen.
Je nach Art der Unterhaltung, die man gerne hätte, ist das ohne Weiteres auch nicht möglich.
Sehr traurig, wenn man in so einem Moment feststellt, dass es niemanden gibt, dem man erzählen könnte, was man auf dem Herzen hat...
18.05.2009 18:06 Uhr
DesolateMan
RE: Allein unter FreundenDu nimmst mir die Worte aus den Fingern - denn das war genau das, was ich dazu schreiben wollte :)
Es gibt genügend Themen, die man bei gewisser Vertrauensbasis besprechen kann. Und Freunde unterstützen einem ja nicht nur durch Gespräche/Zuhören.
18.05.2009 22:23 Uhr
Kuchenkind
RE: Allein unter Freundenirgendwem nicht das ist mir wohl klar. natürlich ein mensch der einem nahe steht. wenn es den nicht gibt dann sollte man spätestens jetzt in die Pötte kommen und das soziale Netzwerk ausbauen.wasn das los. so schwer ist das nicht.wenn man sich dann noch immer nicht die gefühlslast vom herz laden kann, sollte man das mit sich selber ausmachen. seid etwas positiver:-)
30.05.2009 08:36 Uhr
RonjaRoevardotter
RE: Allein unter Freundenund ich dachte schon, mit meinem Hirn sei was nicht richtig. wie konnte ich nur auf so einen abwegigen Gedanken kommen?
18.05.2009 22:47 Uhr
Fruehstuecksstulle
RE: Allein unter FreundenSehr sehr guter Artikel. Die Neon ist zwar erst in den letzten Monaten zu meinem Begleiter geworden, aber schon jetzt bin ich hellauf begeistert von ihr!
Besonders interessant und noch ausbaufähig fand ich die die These, dass mit zunehmenden Alter Beziehungen mit Freundeskreisen konkurrieren. Das ist ein Problem, welches ich leider nur allzu gut kenne..
19.05.2009 10:35 Uhr
kathapulte
RE: Allein unter Freundenhat mir wirklich gut gefallen der artikel .. das einzige problem: wie kann ich meine einsamkeit ändern? ich lern relativ schnell leute kennen aber heute ist sich jeder selbst der nächste da fällt es schwer wirkliche freunde zu finden... ich fänds gut ein forum zu öffnen indem sich "betroffene" treffen könnten und man sich ausstauschen und eventuell auch richtige freunde finden kann.
19.05.2009 15:05 Uhr
Killererbse
RE: Allein unter Freundensehr passender Artikel für eine Generation, die in Ihrer Arbeitswelt leistungsstark, intellektuell, zielstrebig und erfolgreich sein soll. Und das alles unter Druck und in 12h Schichte im Büro. Ich habe festgestellt, dass ich das sein kann, aber nur über einen kurzen Zeitraum.Wenn keine sozialen Kontakte ausserhalb des Berufslebens stattfinden, geht man irgendwann unter. Die Kraft, das Selbstbewusstein und Stabilität, die einem Freundschaften geben und ich meine Menschen, die einem auch mal klar sagen, dass der rosa Minirock wirklich scheisse an einem aussieht oder fragen, warum man Weihnachten nicht bei seiner Familie verbringt und nicht die Kontakte in meinem Handy. Dafür muss man sich Zeit nehmen im Leben. Allerdings habe ich festgestellt, das die meisten Menschen auch mit dem Thema Freundschaft oder Bekanntschaften extrem locker umgehen. Bei der ersten Meinungsverschiedenh eit wird die Nummer gelöscht und man bekommt gesagt, dass man wohl nicht wirklich auf eine Wellenlänge liegt. Wir sind alle völlig verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Lebensläufen und Lebensumständen. Sollte da auch nicht eine wenig Respekt und Toleranz angemmessen sein. Und sich eine Freundschaft über einen längeren Zeitraum entwickeln ? Und nicht diese Wegwerfmentalität stattfinden oder im Hinterkopf Berechnungen stattfinden, was kann ich auch durch diese Freundschaft bekommen ? Natürlich müssen Gemeinsamkeiten vorhanden sein und man keine Freundschaften erzwingen. Aber man sollte sich einfach Zeit nehmen und sich auf Menschen einlassen und Ihnen Vertrauen entgegen bringen ...immer wieder neu......
19.05.2009 23:47 Uhr
francesinha
RE: Allein unter Freunden** Mir gefällts! Es trifft den Nagel auf den Kopf. Und ich dachte schon ich wäre nicht "normal", aber dabei hab ich nur eine temporäre Freundschafts-Vakuum -Grippe. :) Merci Jakob
20.05.2009 14:59 Uhr
circaviolett
RE: Allein unter FreundenMir gefällt der Artikel zwar, kann mich aber irgendwie garnicht damit indentifizieren.
Vielleicht muss ich dazu auch einfach älter werden.
20.05.2009 16:00 Uhr
Globetrottel
RE: Allein unter FreundenIch hab diesen Artikel sehr gemocht. Viele Stellen, bei denen ich mir gedacht habe: "Wow, das trifft meine Erfahrungen haargenau auf den Punkt."
Vor allem den Teil über die Einsamkeit inmitten von glückbeseelten Menschen.
20.05.2009 23:55 Uhr
tee-liebhaberin
RE: Allein unter Freundenich dachte die letzten 3 jahre auch das ich Freunde hab.. Dann hab ich mich vor 2 monaten von meinem freund getrennt- und aufeinmal war da nichts mehr. Ich war nur die böse-und jetzt steh ich alleine da..
In solchen Situationen merkt man wer seine wahren Freunde sind. Bei mir waren es anscheinend keine...
21.05.2009 18:13 Uhr
dark_gwen
RE: Allein unter FreundenSehr schöner Artikel!
21.05.2009 22:38 Uhr
Deborah
RE: Allein unter FreundenIch fand den Artikel auch ziemlich gelungen, auch wenn ich beim ersten Lesen ein wenig verwirrt wurde. :)
Ich denke auch, dass es nicht zuletzt an solchen Erfindungen wie Studivz/Facebook usw. liegt, dass man das Wort "Freund" sehr viel öfter und unüberlegter benutzt als vorher. Ich habe selbst nur maximal fünf "wirkliche" Freunde, die ich in allen Lebenslagen anrufen würde. Die Freundschaft mit ihnen aufrechtzuerhalten fällt mir allerdings nicht schwer. Dann doch eher, seine Kontakte zu pflegen und auch die Bekannten und Nur-mal-so-Freunde nicht aus den Augen zu verlieren. Die sind nämlich auch wichtig, z.B. für die Uni-oder Freizeitgestaltung.. ..
22.05.2009 22:37 Uhr
Putxet
RE: Allein unter FreundenPunktlandung!
23.05.2009 13:09 Uhr
DanseArdemment
RE: Allein unter FreundenHmm. Also ich hab schon mehrere gute Freunde die mir viel bedeuten und nicht diese berühmten ein bis zwei Personen die mir alles bedeuten.
Das hat für mich weniger damit zu tun, wieviel ich ihnen erzähle oder wie oft ich sie sehe, sondern mit einem Gefühl der Verbundenheit.
Diese Verbundenheit lässt mich Konflikte und und dergleichen überwinden.
Wenn ich jeden, der einen anderen Lebensentwurf hat, sich gerade fehl-verhält, den ich gerade für längere Zeit nicht sehe, abhaken würde...Prost Mahlzeit.
Freundschaften sind wirklich Arbeit. Man muss kompromissbereit sein und versuchen das beste im Gegenüber zu sehen.
Und dennoch kann ich mich auch einsam fühlen und isoliert. Deswegen sind meine Freunde dennoch meine Freunde. Freunde zu haben ist eben kein Garant dafür niemals Einsamkeit zu verspüren.
23.05.2009 13:11 Uhr
JonnyChiron
RE: Allein unter Freunden@DanseArdemment
Zitat: "Wenn ich jeden, der einen anderen Lebensentwurf hat, sich gerade fehl-verhält, den ich gerade für längere Zeit nicht sehe, abhaken würde..."
Ich kann deinen gesamten Text unterschreiben. Ich denke genauso.
LG
28.05.2009 16:22 Uhr
backbeatsurfer
RE: Allein unter FreundenErstmal ein großes Lob an euch, dass ihr den text hier online stellt, obwohl man ihn mit etwas nachdenken auch selbst zusammen setzen konnte.
Ich habe den Text leider in einer zu passenden Situation gelesen, da ich am Vortag gemerkt hatte, dass ich mich wirklich einsam fühle und dauernd von meinen Freunden vergessen und zu nichts eingeladen werde.
Also musste ich wirklich beim Lesen schrecklich weinen und habe mir (Achtung, jetzt wird es echt krank) mit einem Stift die Passagen unterstrichen, die mich getröstet haben in diesem Moment. Ich fühlte: ich bin nicht alleine mit meinem Gefühl! allerdings war ich am Ende auch nicht schlauer. Was soll man denn tun, wenn man eben keine Lust hat ne Kontaktanzeige aufzugeben oder irgendwelche fremden leute anzusprechen?freunde zu finden ist nicht einfach, freunde zu verlieren irgendwie schon. Nach dem Abi ging einfach alles bergab bei mir, alle meine freunde studieren nun, ich mach eine ausbildung und dadurch denken sie glaube ich, sie wären was besseres. Zudem lernt man in der uni bestimmt viel mehr leute kennen als in der ausbildung.
naja also insgesamt ein super artikel, der mich zutiefst getroffen hat, aber letztendlich doch auch keine antwort wusste auf das Problem der einsamkeit.
23.05.2009 15:58 Uhr
lindalindalein
RE: Allein unter Freundendieser artikel spricht über themen wie:
entfernung, arbeit, streit...
gründe für den verlust einer freundschaft sind jedoch auch:
unterschiedliche werte, die einem trotz der langandauernden freundschaft, bewußt werden und sich nicht mehr ausblenden lassen.
23.05.2009 21:31 Uhr
Steifschulz
RE: Allein unter FreundenIch hab´ gar keine Feunde. Nicht mal im Netz.
23.05.2009 22:38 Uhr
Killererbse
RE: Allein unter Freundenoh..... eine Runde Mitleid für STEIFSCHULZ......was soll denn so eon Kommentar ?!
24.05.2009 22:16 Uhr
suvi
RE: Allein unter FreundenIch habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich immer alleine Gefühlt habe- egal wieviel und welche Personen ich um mich herum hatte, bis ich verstanden habe, dass ich mich mit mir selber einsam und verlassen fühle! Seit ich daran arbeite und die Zusammenhänge begriffen habe, mein inneres, trauriges und einsames Kind tröste, geht es als endlich ERwachsene viel besser und weniger einsam in ein neues Lebensgefühl. Und siehe da, ich lerne ganz von selbst tolle und liebenswerte Menschen kennen und kann mich aber auch ohne schlechtes Gewissen von anderen distanzieren, die in meiner jetzigen Lage mir nicht guttuen.
24.05.2009 13:16 Uhr
keizu
RE: Allein unter FreundenHabe mich noch nie so gut in einem Artikel wiedergefunden wie diesem. Gerade jetzt wo sich meine Zeit im Ausland zu Ende neigt und wo mir dieses Wochenende genau die Sache mit "alle sind happy auf der Party, nur ich fühl mich mies" passiert ist.
24.05.2009 13:34 Uhr
Saturnous
RE: Allein unter FreundenIch belaste beliebige Skype/ICQ Kontakte mit meinen Problemen - am besten jene von denen man weis die Chance ihnen persönlich über den Weg zu laufen sind 0.
24.05.2009 15:21 Uhr
ladyunknown
RE: Allein unter FreundenIch bin stark beeindruckt von dem Artikel, erkenne mich stark wieder in der Rolle der Frau, die es nie wirklich schafft, intakte und intensive freundschaften zu frauen und männern auf dauer zu führen. es ist ein problem, dass die freundschaften oft aus einem streit heraus beendet werden und dann die oder der freund/in nicht weiter bereit ist, nochmals an diese freunschaft anzuknüpfen. so wechseln die oft virtuell geschlossenen freundschaften und beziehungen im monatstakt und ich bin nicht wirklich glücklich darüber.
24.05.2009 18:03 Uhr
Tansu
RE: Allein unter FreundenOhne irgendwem auf die Füße treten zu wollen, aber das meiste vom Inhalt in gequirlte Mäusekacke. Freundschaften ändern sich nunmal und wenn man mal ganz ehrlich ist, dann war während der Schulzeit wirklich nichts besser als danach. Heutzutage kann man sich die Leute mit denen man sich umgibt aussuchen und in Schule/Uni nicht. Und wer es nicht erträgt mal einsam zu sein, der sollte wirklich darüber nachdenken ob nicht ein Stück Blei durch die Hirnlappen für ihn das Richtige wäre. Außerdem ist jeder Mensch nur auf seinen eigenen Vorteil aus und deshalb kann man niemandem vertrauen. Und Freundschaft wird viel zu häufig ausgenutzt und deshalb lieber keine Freunde als immer wie der Depp dazustehen.
25.05.2009 07:18 Uhr
Gaul
RE: Allein unter Freundenjo, bistn hatter typ..
25.05.2009 07:53 Uhr
Paradigmenwechsel
RE: Allein unter Freunden@Tansu
Ja, so ungefähr sehe ich es auch, allerdings ohne das so extrem herausgestellte negative....
28.05.2009 12:12 Uhr
sailor
RE: Allein unter Freunden»Außerdem ist jeder Mensch nur auf seinen eigenen Vorteil aus und deshalb kann man niemandem vertrauen.«
Armes Tutu... Hat Dir mal jemand das Förmchen geklaut?
Und mit der Einstellung bist Du ja der erste Vorkämpfer, der dafür Sorge trägt, das es irgendwann mal wirklich so ist, wie du es dir vorstellst...
28.05.2009 12:43 Uhr
Firewall
RE: Allein unter FreundenDu bist ja toll drauf... Ist das ein Scherz? So brauchst du dich auch nicht zu wundern, wenn die Freunde ausbleiben. Ansonsten stimme ich aber zu, Freundschaften verändern sich, da braucht man nicht solch ein Drama draus zu machen.
22.07.2009 12:09 Uhr
Elodie85
RE: Allein unter FreundenIch finde mich in diesem Artikel (leider), wie viele andere wahrscheinlich auch. Ich habe ihn als Stein des Anstoßes genommen, um hier die Gruppe "GemEINSAM" zu gründen. Wer denkt, dass er zwar viele Bekannte, aber so gut wie keinen Menschen hat, über die er über wichtige Dinge und nicht nur Oberflächliches reden kann, ist dort herzlich willkommen.
27.05.2009 08:38 Uhr
Hexmec
RE: Allein unter FreundenSehr ehrlicher und treffender Artikel. Es ist wahr, dass niemand sich gerne eingesteht, einsam zu sein. Das hört sich dann so an, als sei man ein Unsympath. Niemand thematisiert gerne seine Einsamkeit.
27.05.2009 22:38 Uhr
Britgirl
RE: Allein unter FreundenIch glaube die Neon kennt mein Leben...bin grad absolut in der "Alleinfühlphase". der Artikel passt perfekt und ist auch sehr treffend. Hab viel daraus gelernt und denke es ist wichtig für Freundschaft viel zu tun, wie es der Artikel beschreibt.
Danke dafür =)
28.05.2009 11:08 Uhr
Paradigmenwechsel
RE: Allein unter Freunden^^
28.05.2009 12:10 Uhr
sun-chan87
RE: Allein unter FreundenIch hatte leider schon in der Schule Probleme, Bekanntschaften zu schließen. Deswegen hat mir der Text nicht gerade Mut gemacht. Aber diese Dinge wusste ich schließlich schon voher. Und hohe Ansprüche bei Bekanntschaften habe ich selten :)
Vllt sollte ich auch mal eine Kontakt-Anzeige schalten^^
28.05.2009 12:05 Uhr
JonnyChiron
RE: Allein unter Freunden
Das Thema Freundschaft bewegt mich schon seit ich denken kann. Als verträumter, idealistischer, sehr begeisterungsfähiger Mensch habe ich Freundschaft früher völlig überhöht und hatte dann auch entsprechend überhöhte Erwartungen...
Ich dachte, meine Freunde, das ist meine Familie. Die sind alle wie meine Geschwister, wenn nicht noch(!) besser. Dem ist nicht immer so; das musste ich lernen einzusehen... ;) Schmerzvollst.
Meine Bereitschaft zu *Freundschaftsliebe* war so extrem hoch!! Ich war stets dafür bereit, immer alles zu geben. Und ich bin es noch. Ich habe einen festen u. ganz treuen Freundeskreis seit vielen, vielen Jahren. Unsere Freundschaften haben sich bewährt, auch in Krisen. Meine Freunde gehören zu mir und ich zu ihnen. Wir sind inzwischen richtig miteinander verwachsen. Kennen gegenseitig unsere Eltern, Geschwister und unsere Kinder. Wir teilen unsere Freude und FreuNde, unsere Träume, Enttäuschungen, Freizeit und Geheimnisse miteinander. Wir sind alle zusammen untereinander befreundet. Wir halten alle die gute Balance zwischen Nähe und Distanz. Vor allem gehen wir miteinander sehr respektvoll und warmherzig um und es wird nicht gelästert und missgönnt.
Über so viele Jahre, leben wir glücklicherweise auch in der selben Stadt oder näheren Umgebung, so war uns diese intensive Freundschaftspflege leichter möglich. Ich weiß das sehr zu schätzen.
Als Kinder geboren wurden, kamen die Freundschaften nochmal ganz arg auf den Prüfstand, denn es blieb nicht mehr die Zeit ,wie in ganz jungen Jahren, füreinander übrig. Und die Kinder wurden jedem wichtiger als die Freunde!!! Davor möchte ich alle Nochnichteltern warnen. Verlachnässigt bitte, trotz allerliebster Babys und frühkindlichen Musikerziehungsunter richt und Zahnspangen-Arztterm inen, nicht eure Freunde!!! Man verliert sonst schnell die Nähe zueinander. Ehepartner tun das ja auch häufig. Also bitte gut aufpassen.
Jetzt könnte man meinen, ich sei zusammen mit meinen Freunden in den Schmusetopf gefallen. Stimmt nicht!
Ich habe meine Freunde alle sehr gern und schätze jeden für seine Einzigartigkeit. Aber jeder von ihnen hat mich auch schon zum Heulen gebracht und mich unabsichtlich irgendwann verletzt. Trotzdem haben wir uns wie in einer guten Familie immer wieder verziehen und uns die Hand gereicht.
Intensive, gute und tragfähige Freundschaft setzt absolutes Vertrauen voraus und die Fähigkeit, auch für Freunde (und deren Kinder) Verantwortung zu übernehmen. Ganz besonders, wenn es denen schlecht geht. Dann benötigt man den Zusammenhalt besonders.
Meine Enttäuschungen, die ich eingangs erwähnte, nehmen deutlich ab, seit ich meine Freunde als normale, fehlerhafte Menschen sehe und ihnen keinen "Heiligenschein" mehr verpasse, wie ich das in jungen Jahren oft machte, weil ich so begeistert von dem einen oder anderen war.
Ich sehe jetzt etwas nüchterner, gereifter und das ist gut so. Missgunst hat in Freundschaften nichts verloren!!
Freundschaft ist sehr, sehr wertvoll. Man sollte stets gut mit seinen Freunden umgehen und sich auch trauen, Frustrationen ehrlich anzusprechen. Offenheit ist wichtig.
Wer das nicht bereit war zu investieren, den habe ich nach Jahren des "Abschiednehmens" endgültig aus meinem Leben entfernt. Ich habe mir das nie leicht gemacht und es tat weh. Mir und den Freunden, die ich verabschiedete. Aber ich mag keine halbherzigen Freundschaften. Dann lieber keine.
Mein Motto: EINER FÜR ALLE - ALLE FÜR EINEN.
28.05.2009 12:34 Uhr
Intelligenzbestie
RE: Allein unter Freunden
Ein guter Artikel.
28.05.2009 15:04 Uhr
Kocmonabt
RE: Allein unter Freunden
jetzt gerade ist mir endlich eingefallen, an wen genau du mich immer erinnerst, lieber jakob: an ferris mc.
28.05.2009 18:16 Uhr
Vasco-Da-Gama
RE: Allein unter Freunden
viel zu wenige bemerken oder wollen es wahr haben, dass sie einsam sind...
besonderst gut entlarven sich diejenigen durch das extreme im "mittelpunkt stehen wollen".
traurig aber wahr... der Hauotartikel in der Neon hat mir wieder richtig lust verschafft die ganze neon zu lesen!
28.05.2009 19:35 Uhr
Rote_Liebe
RE: Allein unter Freunden
Freundschaft ist sehr wichtig, aber ich denke darum kämpfen soll man nicht. Zumindest nicht wenn man sich aufdrängt in das Leben des anderen, die Grenzen/ Entscheidung des anderen nicht akzeptiert oder ihn gar verfolgt. Das ist dann keine Freundschaft mehr, das ist eine Sammenzelle die sich um sich selbst dreht.
29.05.2009 07:56 Uhr
iRoes
RE: Allein unter Freunden
Dass eine Freundschaft in der Jugend nahezu automatisch funktioniert stimmt meiner Erfahrung nicht.
In der 5. - 7. Klassen entsteht der Freundeskreis - in dieser Zeit vermutlich noch fast von selbst. Aber wenn man nun aus irgend einem Grund, z.B. Schulwechsel, den alten Freundeskreis zurück lassen muss, ist es schwierig in diesen "Gruppen" integriert zu werden.
Hinzu kommt, dass man viele Veränderungen durchmacht (so war es zumindest bei mir) und dann sind die ehemals besten Freunde plötzlich ganz weit weg.
Ein anderes Problem ist einfach, dass wahre Freundschaften sehr rar werden. Jeder meint jeden über z.B: Messanger zu kennen, aber wirklich wissen, was in dem Anderen vor geht, das tun nur wenige.
29.05.2009 14:38 Uhr
kirsch-lila
RE: Allein unter Freunden
Ich finde der Titel "Allein unter Freunden" ist ein Widerspruch in sich. Entweder hat man Freunde oder nicht - und ist somit allein.
Trotzdem, der Artikel spricht viel Wahres aus. Leider.
29.05.2009 15:31 Uhr
JonnyChiron
RE: Allein unter Freunden
@kirsch-lila
Das soll ja auch ein schmerzhafter (!)Widerspruch sein, denke ich mal. Zeigt es doch den Wahnsinn. Man ist zusammen mit anderen Menschen, FREUNDEN (!! ) und fühlt sich dennoch allein, weil UNVERSTANDEN oder nicht bewußt wahrgenommen, bzw. angehört. Wenn Menschen gegenseitig nicht genügend Interesse aneinander haben, kann sich jeder u.U. so fühlen. Alle möchten immer nur von sich reden und suchen Leute, die ihnen zuhören sollen. Aber man sollte beides können. Man darf nicht unablässig von sich quatschen, aber das machen fast alle.
JEDER möchte mal reden und zugehört bekommen. Auch die stilleren Menschen. GEGENSEITIGES Interesse aneinander haben. Es gibt Menschen, die reden ununterbrochen von sich selbst. Ich bekomme da echt Wut.
Wenn jeder jedem interessiert und aufmerksam zuhört, dann ist man nicht allein.
Niemand.
29.05.2009 17:47 Uhr
anvesch
RE: Allein unter Freunden
Kann es sein, dass der Artikel in der Zeitschrift in einer völlig falschen Reihenfolge abgedruckt wurde? Oder war ich einfach nur zu blöd, um mich zurechtzufinden? Irgendwann hatte ich jedenfalls keine Lust mehr, weiterzulesen. An sich war der Artikel aber ganz okay. Kein weltbewegendes Thema imo.
29.05.2009 16:43 Uhr
kirsch-lila
RE: Allein unter Freunden
@anvesch: ja das war so. fands auch total nervig :-(
05.06.2009 20:32 Uhr
akmsu74
RE: Allein unter Freunden
Zeit ist irrelevant.
Geografie ist irrelevant.
Ein echter Freund ist auch noch ein Freund, wenn man sich 20 Jahre nicht mehr gesehen hat.
Zerwürfnisse kann man wiederherstellen - ein bisschen Abstand zu "Streitgründen" ist auch ein Merkmal von wirklicher Freundschaft.
Wirklich verlorene Freunde sind nur die Toten. Das werden immer mehr. Gewöhnt Euch dran.
29.05.2009 22:00 Uhr
zeitlichbegrenzt
RE: Allein unter Freunden
Ich finde krass wie viel Wahrheit doch darin steckt, was geschrieben wird in diesem Artikel. Und ich frage mich auch, woran das liegt, dass man echt kaum einen guten Freund finden kann, Vertrauen leidet und so weiter. Man ist echt überall allein, egal wo man ist. Kaum jemand gibt es zu, dass er sich allein fühlt.
29.05.2009 22:08 Uhr
Lolomie
RE: Allein unter Freunden
Wer aktiv werden möchte: Eva Wlodarek: "Jetzt geh ich's an. Besseren Kontakt zu sich und anderen finden"
02.06.2009 16:41 Uhr
gruene_paradeiser
RE: Allein unter Freunden
Ein sehr schöner Text, der sicher auf jeden schon mal zugetroffen hat. Da weiß man, dass man nicht allein ist.
Leider war gabs hier einen Fehler in der Druckerei (Nur in meiner Ausgabe?) Der Text war ein bisschen zusammengewürfelt, aber ich hab den Anschluss trotzdem gefunden ^^
03.06.2009 00:54 Uhr
dark_gwen
RE: Allein unter Freunden
Sehr schöner Artikel. Ich momentan auch das Gefühl, dass sich mein Freundeskreis verliert. Jeder geht seinen eigenen Weg. Echt traurig.
03.06.2009 10:26 Uhr
wasserschildkroete
RE: Allein unter Freunden
Der Artikel ist gut, mir fehlt jedoch ein weiterer Grund fürs Freundschaftslos sein:
Freunde muss man akzeptieren und sie mit all ihren Macken annehmen. Das fällt einigen jedoch schwer, wenn sie zunächst neue Bekannte treffen.
03.06.2009 12:39 Uhr
samael
RE: Allein unter Freunden
toller artikel! ich ertappe mich auch dabei, wie ich viel an früher denke. an meine sogenannten "besten freundinnen", die mich dann, kurz nach dem wohnortswechsel, vergessen haben...und trotzdem habe ich das gefühl, dass es früher irgendwie inniger war, dass man sich mehr mühe gegeben hat. es ist alles so schnelllebig heute. ob das gut ist...ich bezweifle es
05.06.2009 08:34 Uhr
Mueckenschnitzel
RE: Allein unter Freunden
Meine Ansprüche an meine Freunde habe ich sehr hochgesetzt. Ich bin - mit 17 Jahren - schon so oft enttäuscht, sitzengelassen und hintergangen worden, dass mir oft der Mut fehlt, wirklich noch Freundschaften auszubauen.
Wenn ich jetzt auf größere Treffen gehe, wo sich schon einige Freundeskreise gebildet haben, kriege ich immer wieder meine "emotionalen fünf minuten", in denen ich mich nach draußen verkrieche, um diesen glücklichen Menschen nicht mehr ins Gesicht blicken zu können. Ich habe einfach nicht den Mut, mitzumischen. Ich könnte ja zu Aufdringlich sein.
06.06.2009 00:17 Uhr
binbinbine
RE: Allein unter Freunden
Ser guter Artikel. Alte Freunde muss man pflegen. Ich habe das große Glück, viele alte Freunde zu haben. Nach zwei Umzügen wird es jedoch immmer schwieriger neue Freunde am Ort zu finden. Es ist anstrengend, dieses ständige abtasten und kennenlernen. Außerdem hat man ja eigentlich genügend vertraute Menschen. Da erscheint es viel verlockender wieder dorthin zu gehen, wo man bereits Freunde hat.
07.06.2009 10:08 Uhr
Suat7
RE: Allein unter Freunden
Herzlichen Glückwunsch,
das Essay von Herrn Pfefier war das schlechteste, was ich in drei Jahren Neon gelesen habe. Selbst die guten Zitate macht er durch Unverständnis der Thematik gleich wieder kaputt, weil er Alleinsein mit Einsamkeit gleichstellt oder verwechselt. Empfehlung: warten, bis Sie das mal gefühlt haben, worüber sie schreiben. Bis dahin Rilke und Proust lesen um zu erahnen, welche Dimensionen hinter der Einsamkeit stecken.
08.06.2009 09:56 Uhr
SicSue
RE: Allein unter Freunden
Also ich war gespannt den Artikel zu lesen ...wurde aber vom Inhalt total enttäuscht.
Zu viel BlaBla, was man auch auf eine Seite hätte kürzen können. Immer wieder Füll-Kommentare und Bläh-Beispiele. Der Artikel hilft noch nicht mal weiter, geschweigedenn kann man sich in ihm wiederfinden.
Als Cover-Story hätte ich da echt mehr erwartet.
10.06.2009 11:00 Uhr
pingpongpeng
RE: Allein unter Freunden
wie wäre es mit einer ehrlichen Kontaktanzeige fürs Freunde finden?
12.06.2009 22:01 Uhr
RE: Allein unter Freunden
Die Idee hatte ich heut auch! Fände das wirklich sehr begrüßenswert!
27.07.2009 22:11 Uhr
RE: Allein unter Freunden
Gerade saß ich im Restaurant am Weißenhäuser Strand.Dienstreise. Ich habe den Artikel gelesen und habe mich gerade selber erkannt. Ich kann nur allzugut die Geschichten nachvollziehen. Auch ich habe Freunde, gute Freunde und Freunde die ich durch meine Frau kennengelernt habe. (Ich muss dazu sagen, das ich für sie von Hamburg nach Köln "ausgewandert" bin) Bis zur Eröffnung der Absicht zur Scheidung. Plötzlich sind auch meine Freunde nur ihre Freunde. Nun sitz ich in Köln und habe Freunde aber keinen "den Freund" dem ich auch meine Gefühlslage erzählen kann. Oder mich auch einfach mal auskotzen kann,ohne das mir vorgeworfen wird, meiner ExFrau unrecht zu tun. Man bleibt wer man ist. Ich würde nie in das benachbarte FitnessCenter laufen um Freunde kennenzulernen.
Schlimm sind gerade Situationen wie heute. Gerne würde ich erzählen das ich nur 5 Stunden gebraucht habe, bis an die Küste, das das Meer hier toll ist, das Hotel spiessig aber schön. Ich schau ins Handy und habe keine Ahnung wem ich das erzählen sollte. Verdammt...vielleich t muss ich doch ins FitnessCenter..
16.06.2009 21:30 Uhr
RE: Allein unter Freunden
Sicher, das Thema Alleinsein betrifft wenn nicht jeden doch sehr viele Leute. Aber es wird hier sehr oberflächlich dargestellt und enorm aufgebauscht, schade. Schon der einleitende Satz ist einfach langweilig. Auch falsch: Man kann nicht um eine Freundschaft kämpfen. Höchstens sie pflegen und lebendig erhalten. Normal ist, dass sich Freundschaften entwickeln und verändern, und einige halten, andere nicht. Manchmal kann es auch wie ein Sich-Blättern sein, wenn eine Freundschaft zu Ende geht. Es bietet eine neue Sicht auf die Welt und die Dinge, denn alte Freunde sehen einen ja immer so, wie man früher schon war. Das hat etwas Beruhigendes, weil ich mich mit Schulfreunden so fühle, als wäre ich wieder 18 und nix ist anders. Aber mit neuen Freunden lernt man neue Ansichten und auch andere Seiten an sich kennen. Außerdem ist es wichtig, in jeder Lebensphase Leute zu haben, die sie teilen, egal ob Uni, Prüfungen, Job, Ausbildung etc. Der Autor hätte sich dann lieber auf einzelne Aspekte konzentrieren können - z Bsp. ständiger Ortswechsel, der heute gang und gebe ist. Das führt oft zu Einsamkeit und ist nicht einfach.
22.07.2009 13:51 Uhr
RE: Allein unter Freunden
Super Artikel! Habe mich - leider- sehr gut widererkannt. Zumindest weiß ich jetzt, daß ich nicht die einzige bin, die sich oft allein fühlt.
27.07.2009 22:10 Uhr