Freundschaft

Lass uns Freunde bleiben!
15.06.2007 16:05 Uhr
Wie man das Kunststück schafft, eine Liebe zu beenden … ohne alles kaputt zu machen
Verlegen steht er im Treppenhaus, eine Tasche voll mit letzten Sachen. Ein Abschiedskuss, der zwischen Mund und Wange verrutscht. Und dann, zerknirscht, der Satz: »Lass uns Freunde bleiben.« Die Worte hallen länger nach als seine Schritte auf der Treppe, sie knallen lauter als die Tür, die hinter ihm ins Schloss rast, und brutaler als der Teller, der an ihr zerschellt. Lass uns Freunde bleiben. Frisch verletzt ist der Satz ein Skandal, er ist demütigend. Freundschaft? Wieso Freundschaft? Wir haben uns durchs Kamasutra geliebt und uns Namen für unsere Kinder ausgedacht. Du kennst jeden Millimeter meines Körpers, und ich habe dir meine Seele geöffnet. Du warst das Wichtigste in meinem Leben! Und jetzt? Minigolf spielen? Als wäre nix gewesen?
Als könnte Freundschaft ein Kompromiss zwischen Liebe und gar nichts sein. Als ob man die Liebe, dieses Nonplusultra, nicht wert gewesen wäre. Aber genau das ist die Logik unserer Beziehungen. Wir haben allergrößte Ansprüche, seit der Wunsch nach romantischer Liebe das allgemein anerkannte Ideal geworden ist und ökonomische Zwänge abgelöst hat. Wir müssen längst niemanden mehr heiraten, damit wir finanziell versorgt sind und moralisch einwandfrei da stehen.
Und weil wir maximale Freiheit in der Auswahl der Partner haben, wollen wir auch das Maximum. Leidenschaft und Innigkeit, perfekten Sex und totales Verständnis, Freiheit und Exklusivität, Alltag und Abenteuer. Für immer. Jedes Mal.
Wir geben uns nicht mit der ersten großen Liebe zufrieden. Auch nicht mit der zweiten, dritten oder vierten. »In jeder Partnerschaft ist auch die Möglichkeit ihres Endes angelegt«, schreibt der Paarpsychologe Mathias Jung in seinem Buch »Trennung als Aufbruch«. Und gleichzeitig nimmt »die Tendenz, mit dem Expartner locker und freundlich umzugehen, mit der Liberalisierung der allgemeinen Lebensverhältnisse zu«, stellt Jung fest. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts FORSA von 2002 zufolge sind 44 Prozent der Deutschen mit ihrem Expartner befreundet, 43 Prozent telefonieren noch häufig miteinander.
»Lass uns Freunde bleiben.« Der Satz ist eben auch ehrlich und wahrhaftig. Was soll man schon sagen, wenn man jemandem, den man sehr gern hat, das Herz herausgerissen hat? Wenn man ihn aber nicht genauso verlieren möchte wie die Liebe, die einem abhandengekommen ist? Ist es nicht eher absurd, zu jemandem den Kontakt abzubrechen, mit dem man mal sein Leben verbringen wollte?
»Eine Partnerschaft gehe ich aus Liebe und Zuneigung ein - die verschwindet doch nicht einfach, nur weil aus unterschiedlichsten Gründen die Beziehung zu Ende ging«, sagt die Berliner Sozialpsychologin Ann Elisabeth Auhagen. »Warum sollte man kein Interesse daran haben, eine Form von Zuneigung über die Beziehung hinaus erhalten zu wollen?«
Es mag eine traurige Wahrheit sein, dass die Trennung die Qualität der Beziehung spiegelt. Denn Liebe und Freundschaft haben vieles gemeinsam. Darum kann eine Freundschaft nach der Trennung ganz fantastisch funktionieren - oder eben überhaupt nicht.
Das mag für manche vielleicht paradox klingen: Aber je inniger, ehrlicher und vertrauensvoller die Liebesbeziehung war, desto wahrscheinlicher bekommt man eine gute Freundschaft irgendwann danach hin. Man trennt sich, weil man als Paar nicht mehr weiterkommt. Weil man sich auseinandergelebt hat. Weil man sich in unterschiedliche Richtungen entwickelt hat und die in der Beziehung nicht miteinander vereinbar sind: Er möchte gern im elterlichen Betrieb in seinem Heimatort arbeiten, und sie eine Kunstgalerie in Berlin eröffnen. Sie will Kinder, und er seine Freiheit. Er ist Workaholic, ihr bedeutet das Privatleben mehr als Arbeit. Vielleicht lebt man nur noch nebeneinander her, weil es so schön bequem ist und vertraut. Auch wenn man nicht mehr miteinander schlafen mag, von der großen Leidenschaft bloß noch träumt und sich eine erlösendes »Es ist aus« insgeheim schon oft gewünscht hat.
Sicher wird man auch leiden, wenn man sich freundschaftlich trennt. Weil ein Scheitern in der Liebe, diesem ultimativen Glücksziel, einfach schwer zu akzeptieren ist. Man wird noch über alten Fotos heulen und eifersüchtig auf Affären des anderen sein. Man wird sich vielleicht über Vergangenes streiten und sich sogar wehtun. Aber man wird in Kontakt bleiben. Weil einen mehr verbindet als trennt. Und je zufriedener sich beide in ihre Richtung entwickeln, je glücklicher sie in einer neuen Beziehung sind, desto einfacher gelingt die Freundschaft.
Wenn er sie jedoch mit dem besten Freund im gemeinsamen Bett erwischt hat, wenn sie ihm gesteht, dass das gemeinsame Kind nicht von ihm ist, wenn er sie vor dem Traualtar stehen lässt, wenn also die Trennung oder der Grund dafür besonders hässlich war und die Verletzung entsprechend tief, dann braucht man sich eher nicht darüber zu wundern, dass der Betrogene kein gesteigertes Interesse an einer echten Freundschaft hat.
Denn die beruht, genauso wie eine Liebesbeziehung, auf Vertrauen, Respekt und Ehrlichkeit. Wer mit dem Ex statt im Kino oder in der Kneipe nur im Bett landet, der muss vielleicht erkennen, dass Sex die Hauptrolle in der Beziehung gespielt hat. Vermutlich war das auch der Grund, warum sie zu Ende ging. Und eine Freundschaft wird daraus kaum entstehen. Dann nimmt eine zermürbende Daueraffäre, ein Eigentlich- sind- wir- ja- nicht- mehr- zusammen- aber- irgendwie- halt- doch den Platz ein, den vielleicht ein neuer Partner haben könnte.
Es gibt keine Anleitung, wie man eine Freundschaft nach der Trennung hinbekommen kann. Aber es gibt zwei Regeln. Regel Nummer eins Die Beziehung muss wirklich beendet sein und die Trennung verarbeitet. Je länger man zusammen war, je enger und intensiver die Beziehung, je tiefer die Verletzung, desto länger dauert es, bis die Trauer überwunden ist. Schnell geht das nur, wenn sich beide bald eingestehen, dass die Sympathie nicht für eine Liebesbeziehung reicht und es besser gewesen wäre, gleich nur eine enge Freundschaft einzugehen. Das ist zwar auch keine besonders schöne Erkenntnis. Aber immer noch besser als schlechter Sex und Pflichtgefühl.
Nach längeren Beziehungen kann es allerdings Monate dauern, vielleicht sogar Jahre, bis die Scherben zusammengekehrt sind. Richtiger Liebeskummer ist eine traumatische Erfahrung. In der psychologischen Stressskala steht eine Trennung auf Platz zwei nach dem Tod eines Angehörigen. Und wenn das Verhältnis unklar ist und noch Gefühle im Spiel sind, ist eine Freundschaft nicht möglich.
Denn, Regel Nummer zwei: Es müssen beide eine Freundschaft wollen, nichts anderes. Wer noch etwas für den anderen empfindet oder mehr investiert hat, der wird »Lass uns Freunde bleiben« völlig anders verstehen. Für den heißt Freunde bleiben: »Bleibe bitte in meiner Nähe und in meinem Leben.« Der wird jedes Treffen, jedes freundliche Wort überbewerten und als Hoffnungsschimmer wahrnehmen. Dann geht es in jedem quälenden Gespräch um die vom anderen längst beendet geglaubte Beziehung. Und weil der damit abgeschlossen hat und seine Ruhe will, endet das im Krach und in noch schlimmeren Verletzungen. Auch schlimm: Der Expartner nutzt eine vermeintliche Freundschaft dazu, dem anderen ein schlechtes Gewissen zu bereiten. Weil er den anderen dafür verantwortlich macht, dass alles schiefgeht, seit er weg ist: neue Wohnung scheiße, nur Idioten kennen gelernt, dick geworden, Konto überzogen - während der andere wieder glücklich ist, am Ende sogar mit einem neuen Partner. Ein Anruf mit den Worten: »Wollen wir am Wochenende was machen?«, heißt eigentlich übersetzt: »Ich weiß genau, dass du am Wochenende lieber deine neue Schlampe triffst. Aber ich bin Samstag und Sonntag alleine, weil du mich verlassen hast. Kümmere dich gefälligst um mich. Arschloch!«
Freundschaften entstehen nicht aus schlechtem Gewissen oder gar Pflichtgefühl heraus. »Das Grundprinzip einer Freundschaft ist Freiwilligkeit. Man kann ein freundliches Angebot machen, aber niemanden dazu zwingen«, sagt Ann Elisabeth Auhagen. Eine Freundschaft soll einen schließlich glücklich machen und nicht das Leben noch schwerer. Drum sucht man sich seine Freunde ja aus. Jetzt kann man fragen: Wieso muss es denn ausgerechnet der Ex sein? Gibt es nicht genügend andere nette Menschen auf der Welt? Eine Menge, ganz bestimmt. Und eine Menge eifersüchtiger Partner und Partnerinnen würde sich freuen über diese Einstellung. Aber es mag Liebe auf den ersten Blick geben. Freundschaft nicht. Und niemand kennt einen so gut wie der Expartner. Mit allen Macken, Ängsten und Sorgen. Den liebenswerten Seiten und den abscheulichen. Und er muss sich damit nicht mehr rumärgern, sondern kann, ganz objektiv, Lebenshilfe geben. Er kann raten, was zu tun ist, wenn es Krach in der Familie gibt. Weil er sie schon lange kennt. Er kann besser beurteilen, ob es mit dem neuen Partner wirklich was werden wird. Weil er weiß, was man ertragen kann und was nicht. Der Expartner kann einem den Kopf waschen, wenn die neue Flamme sauer war, weil man ihr einen Toaster zum Geburtstag geschenkt hat. Und man selber darf sich darüber freuen, dass der Verflossene weiterhin keine Blumen verschenkt.
Ein Partner wird immer Teil des Lebens bleiben, egal, ob man ihn nie wiedersieht, ihn jahrelang hasst, ihm nachtrauert oder gelegentlich telefoniert. Wie viel schöner ist das, wenn er als echter Freund bleibt. »In der Partnerschaft war das Ziel, den Partner zu lieben. Das kann auch ein umfassenderes Ziel sein: ihn als Menschen zu lieben «, sagt Auhagen. Denn er ist außerdem der Einzige, der auf die Frage »Bin ich dicker geworden? « ehrlich antworten wird. Und darf.
So kann?s gehen
?
»Ich lernte Jan bei Freunden kennen. Sofort gab es etwas zwischen uns,
ich wusste nicht recht was. Jan war ein toller Typ, aber nicht meiner, ich
war nicht verknallt und trotzdem wollte ich ihn dauernd treffen. Immer
waren wir die Letzten, die nachts aus der Kneipe gekehrt wurden, dabei
hatten wir schon den Tag miteinander verbracht. Dann kam der Abend,
an dem die Unbeschwertheit übermütig wurde, die riesige Welle der
Sympathie spülte uns in mein Bett. Es war schön, aber es fühlte sich
komisch an. War das ein Ausrutscher? Hatten wir die Liebe verkannt?
Vorsichtshalber wurden wir ein Paar, zwei Monate lang. Aber die Liebe
kam nicht, und unsere Nächte waren ohne Sex besser. Jetzt legte sich
über alles ein Schatten aus Ernsthaftigkeit. Zum Glück ging es Jan
genauso. Wir wollten es wieder wie früher haben und beendeten die
Beziehung. Das war zwar etwas peinlich, weil wir nun Dinge übereinander
wussten, die man in einer Freundschaft nicht erfährt. Aber es wurde
wieder wie vorher, vielleicht sogar besser. Heute sehe ich seine Freundinnen
kommen und gehen und freue mich, dass ich ihn für immer
haben werde. Ich bin froh, dass wir es probiert haben. Sonst hätten wir uns
immer gefragt, ob wir die große Liebe verpasst haben. Dann wären wir keine
Freunde, sondern ein Konjunktiv-Liebespaar.« Charlotte Hoffmann
Und so leider auch
?
»Die Wochen mit Lars waren toll: Herzklopfen vor den Verabredungen,
heimliche Küsse im Auto. Bis ich seinetwegen meinen Freund verließ und
Zweifel kamen, ob ich mich richtig entschieden hatte. Ich begann meinen
Freund zu vermissen. Als Lars merkte, dass sich meine Verliebtheit auflöste,
redete er von Freundschaft. Das fand ich absurd. Liebe gibt es nicht,
dann nimmt er Freundschaft? Ich entwickelte eine tiefe Abneigung gegen
ihn. Wie er redete, wie er sich kleidete, alles fand ich furchtbar. Er schrieb
lange E-Mails: Er verstehe meine Unsicherheit, er könne warten. Als er
nicht locker ließ, warf ich ihm Gemeinheiten an den Kopf: dass ich mich
nur mit ihm eingelassen hätte, weil es in meiner Beziehung nicht gut lief.
Und dass ich mir nicht erklären könne, warum ich ihn anziehend gefunden
hätte. Ich war sauer, weil ich meinen Freund betrogen hatte. Diese
Wut wälzte ich auf Lars ab. Er wollte sich zum Kuchenessen treffen. Ich
blockte ab, wollte ihn am liebsten nie wiedersehen. Lars war total enttäuscht,
er fand mich unsouverän. Vielleicht war ich das. Heute frage ich
mich, ob es richtig war, Lars so radikal aus meinem Leben zu streichen.
Wir hatten ja eine tolle Zeit. Lars und ich sind uns seit damals ein paarmal
zufällig begegnet. Ein verklemmtes »Hallo« war bisher alles, was wir
uns zu sagen hatten.« Lisa Zimmermann
Vom Hot Dog in meinem Hals
NEON-Userin Abo hat sich von ihrem Freund getrennt. Jetzt steht sie mit ihm bei Ikea und merkt, dass sie ihn noch liebt. Doch sie kaufen Möbel für ihn und seine Neue.
Wir können uns nicht entscheiden, nehmen wir Malm in Weiß oder doch lieber in Birkenfurnier? Du hast dich entschieden, für Birke und für Lena. Ich schweige und schreibe mit dem Bleistift Regal 7 Fach 13 auf den Zettel. »Die kleine Antonia möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden.« Ich möchte mit Antonia tauschen, jemand soll mich hier abholen. Hier aus meinem Leben. »Ich brauche noch ein Bett«, sagst du. Richtig, nach vier Jahren brauchst nun du ein Bett, nicht wir. Mir wird schlecht, doch du merkst es nicht. Ich dackel dir in die Schlafzimmerwelt hinterher und überlege, ob ich es schaffe, mich in der Büroabteilung zu übergeben.
»Das Bett hier, das ist doch schön!«, rufst du laut. Mit dir und mir drin wäre es noch schöner. Ich kritzel: Hopen, Regal 2, Fach 5. Sie wird mit dir in diesem Bett liegen. Sie wird von dir gestreichelt, während sie fast schon schläft. Sie wird morgens aufwachen in Hopen, und du wirst sie küssen. Vier Jahre war ich Lena und ich will es wieder sein. Wir laufen durch die Schnickschnackabteilung. Kerzen brauchst du nicht. Gut. Wenigstens kein Kerzenschein. Als wir uns in die Samstagnachmittagschlange gereiht haben, schaust du mich an, und ich möchte mich an dich lehnen. Du sollst mir über meinen Rücken streichen und mir einen Kuss aufs Haar drücken, doch du sagst: »Tausend Dank, dass du mir hilfst, Lena muss kellnern. « Du legst deine Hand auf meine Schulter. Dann sagst du, wie schön du es findest, dass wir uns gut verstehen. Dass du froh bist, dass wir Freunde seien. Es gibt noch ein »Wir«. Wir sind Freunde.
»Ich hole uns einen Hot Dog«, sagst du und lässt mich mit Malm und Hopen zurück. Ich bin einsam. Ich möchte dir sagen, dass du mir fehlst. Möchte sagen, dass es ein Fehler war, mich von dir zu trennen. Ein schrecklicher Fehler ist es auch, dass ich nun hier stehe und Freund spiele. Als du zurückkehrst, nicht zu mir, sondern zu Malm und Hopen, liegen auf meinem Hot Dog zwei Gurken. Ich liebe zwei Gurken. Ich liebe dich. Wir schieben uns und die Möbel zum Auto. Wir laden ein und du fährst los. Dein Handy klingelt, und du gibst mir deinen Hot Dog. Es ist Lena. Die Tränen kommen, ich habe keine Hand frei, um sie zu verwischen. Ich drehe den Kopf zur Seite und starre auf die Lärmschutzwand. Du legst auf, forderst deinen Hot Dog zurück und siehst meine Tränen. »Es tut mir leid«, sagst du. »Mir tut es auch leid«, sage ich schnell. Wir schweigen zum Klappern von Malm und Hopen.
Du setzt mich zu Hause ab. Ich winke dir kurz und lasse mich auf die erste Treppenstufe fallen. Mit einem kalten Hot Dog in der Hand sitze ich da und weine. Ich warte auf die Stimme, die verkündet: »Die kleine Anna möchte aus der Hölle abgeholt werden. « Doch diese Stimme existiert nur im Kinderparadies.
»Eine Pause hätte uns gutgetan«
Elke Brauweiler und Berend Intelmann sind das Popduo PAULA. Ausgerechnet ihr Durchbruchalbum »Himmelfahrt« entstand in extrem mieser Stimmung: Die beiden waren frisch getrennt. Interview: Patrick Bauer
Elke, Berend, ihr müsst wissen, wie es klappen kann, sich mit dem Expartner gut zu verstehen. Zwei Mal habt ihr euch schon getrennt.
Elke: Stimmt. Vor sieben Jahren haben wir unsere Beziehung beendet und trotzdem weiter Musik gemacht. Und vor zwei Jahren war erst mal Schluss mit Paula. Jeder ist musikalisch seinen Weg gegangen.
Ihr habt gerade begonnen, ein neues Album aufzunehmen. Das müsst ihr erklären.
Berend: Unser Rezept heißt Musik. Ohne sie hätten wir es uns sicher erspart, weiter so viel Zeit miteinander zu verbringen.
Elke: Wir tun aber nicht so, als wäre das problemlos gelaufen. Es war schlimm und tragisch, für beide. Anfang 2000 haben wir uns getrennt, direkt danach ging der Trubel los: Pressetermine, Konzerte, Videodrehs, Fotoshootings - wir hingen ständig miteinander rum. Die ganzen Jahre, das war nicht gut.
Warum nicht?
Elke: Weil wir dadurch lange kein normales Verhältnis zueinander aufbauen konnten. Vielleicht hätte uns ein halbes Jahr Pause gutgetan. Andere Paare sehen sich erst mal nicht oder nie mehr.
Berend: Es war anstrengend. Wir waren verkrampft und entwickelten eine sehr oberflächliche Beziehung zueinander.
Wie lange hat es gedauert, bis ihr wieder befreit miteinander umgehen konntet?
Berend: Ungefähr bis jetzt. (Elke lacht)
Aber ihr habt euch doch während der Paula- Pause regelmäßig auf einen Kaffee getroffen?
Elke: Nee! Nie. Wir brauchten Ruhe. Ich weiß auch nicht, ob man uns heute als Freunde bezeichnen kann. Meine Beschreibung ist: Wir kennen uns lange und gut. Und wir schätzen uns, weil uns etwas verbindet.
Berend: Musik kann man als Freundschaft bezeichnen. Wenn man eine Woche zusammen im Studio ist und sich total einig wird, dann verbindet einen verdammt viel.
Wie lange wart ihr eigentlich ein Paar?
Elke: Zweieinhalb Jahre.
Berend: Echt? Ich dachte eher anderthalb ?
Elke: Wir haben uns kennen gelernt im September 1997 und haben uns getrennt im Januar 2000. Also wirklich ?
Ähm, Themenwechsel ? In unserer Titelgeschichte beschreibt ein Autor, wie er beim ersten Wiedertreffen mit seiner Ex feststellt, dass Sex nicht nur der Mittelpunkt der Beziehung war, sondern auch das Problem. Statt Sex war es bei euch die Musik?
Elke: Nein, das war nicht das entscheidende Problem. Aber klar: Die Musik hielt uns zusammen. Ich habe früh angefangen, Berends Songs zu singen. So ist dann unsere erste Platte entstanden.
Da ihr bis heute musikalisch nicht voneinander lassen könnt, war die Musik auf Dauer offensichtlich stärker als die Liebe?
Berend: Ich habe mal gelesen, dass sich das Musikempfinden in denselben Hirnregionen abspielt wie die Liebe. So fühlt es sich auch an: Beides geht in den Bauch. Deswegen kann man es vielleicht nicht so recht auseinander halten. Ein großer Wirrwarr.
Bewundernswert, dass ihr als Band weiterfunktioniert habt.
Elke: Na ja. Wir haben eine Zeit lang nicht mal richtig miteinander geredet. Nur über unsere Kollegen. Die Musik von Paula war da die gemeinsame Freundin, die vermitteln musste. Mir hat man das damals bestimmt angemerkt, Berend konnte besser mit der perversen Situation umgehen.
Berend: Schön war das nicht. Man verspürt tausende Verletzungen. Und selbst wenn für beide Seiten klar ist, dass es vorbei ist, legt keiner die gewohnten Rollen ab - deshalb bricht die Leidenschaft immer wieder durch, und der Streit wird umso härter ?
Elke: Oh ja, innerhalb von Sekunden! Tief in einem lauert noch diese große Enttäuschung und bricht als Wut manchmal aus einem heraus, ohne dass man weiß, warum das so ist.
Berend: ? weil die Grenzen, die zwischen normalen Arbeitspartnern herrschen, zwischen uns nie geherrscht haben.
Aber Berend darf dich sicher offener kritisieren als andere Produzenten. Kein Vorteil?
Elke: Im Gegenteil! Ich kann mit Kritik umgehen - solange sie nicht von Berend kommt.
Wenn es damals so schwer war, warum habt ihr euch dann selbst gequält und das zweite Album »Liebe« genannt, dazu auf Fotos eng miteinander posiert?
Berend: Liebe hat eben mit Trennung zu tun.
Elke: Das ist doch Zufall gewesen und nicht programmatisch. Ich bin da einigermaßen plump veranlagt.
Berend: Man könnte unsere Texte sicher analysieren und erkennen, in was für einem Zu - stand wir waren. Aber ich möchte das gar nicht wissen.
Gleichzeitig habt ihr allen erzählt, »Paula« wäre der Name für euer Kind geworden, wenn ihr eines bekommen hättet ?
Berend: Das war die tausendste Antwort auf die Frage: »Wie kam es zu dem Namen?« Ein Scherz, den alle abgeschrieben haben.
Elke: Eine sehr schöne Lüge!
Nach dem ersten Erfolg hast du, Berend, dich von Paula zurückgezogen.
Elke: Das war schwer für mich. Es fühlte sich wieder so an, als würde mir alles abhandenkommen. Ich war plötzlich allein. Damit hatte ich zu kämpfen, aber dann habe ich verstanden: Man geht Wege zusammen und man geht sie auch wieder alleine.
Wie kam es denn jetzt zum Neuversuch?
Elke: Da ich gemerkt habe, dass ich für mich keinen besseren Produzenten finde als Berend, habe ich ihn einfach gefragt. Er fand die Idee auch äußerst komisch, aber dann sind wir doch wieder zusammen im Studio gelandet. Und es fühlt sich sehr jungfräulich an.
Berend: Mit uns haben sich zwei gefunden, die tolle Sachen zusammen machen können. Da ist uns wieder klar geworden: Der andere ist nicht zu ersetzen. Künstlerisch. Das ist doch das Beste, was passieren konnte. Wir haben die Konflikte ausgesessen und sind jetzt offen miteinander.
Berend, du bist gerade in einer Beziehung, Elke hatte nach dir auch schon neue Partner. Die sind ja oft eifersüchtig, wenn zum Ex noch solch eine Bindung besteht.
Berend: Das war anfangs sicher ein Problem, so viel wie wir noch zusammen machen mussten. Aber heute ist das vollkommen locker.
Elke: Absolut. Das Lustige ist: Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ist, mit Berend zusammen zu sein. Das ist so lange her. Und es kommt immer jemand Neues. Das ist nicht der Untergang der Welt. Wenn in der Beziehung eine wahre Bindung steckte, ist eine Freundschaft mit dem Ex möglich. Ich habe das mit mehreren Männern und genieße es.
Berend: Trennungen sind nur scheiße, wenn ich im Moment des Scheidens weiß: Das war?s. Die sehe ich nie wieder. Wenn man es schafft, dass die Beziehung bestehen bleibt, nur anders, ist es gar nicht so traurig.
Lass uns Freunde bleiben ?
Berend: Den Satz kann man kaum noch bringen, da lachen doch beide gleich los!
Elke: Ey, ich habe das schon mal gesagt! ?
Paula galt zur Jahrtausendwende als Soundtrack zum Latte-macchiato-Trinken in Berlin-Mitte. Etwas ungerecht, denn ihre Musik war nie nur leicht, sondern auch melancholisch. Wie wohl das neue Album klingen wird? Noch in diesem Jahr soll es fertig werden.




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WildeKirsche
RE: Lass uns Freunde bleiben!Noch nie was von "Scheiß auf Freunde bleiben" gehört???
Freundschaft nach einer Beziehung geht immer schief weil immer einer mehr liebt als der andere.
Auser es war eine Fernbeziehung ist nur noch durchs Telefon und Internet befreundet...das geht.
Aber im Allgemeinen einfach scheiß auf Freunde bleiben, vorallem ist es einfach eine Mitleidsfloskel und sich die Trennung nicht so schwer zu machen und man die Hoffnung noch hat sich wieder zu sehen, obwohl man es im sletensten Fall wirklich macht und es auch gut geht mit ner Freundschaft. Spätestens wenn es neue Partner gibt fängt die Eifersucht an.und dann ist sowieso vorbei mit freundschaft, oder man spielt nur eine freundschaft vor um einfach immer noch Kontakt zu haben weil man noch immer nicht über die Trennung hinweg ist.naja...
15.06.2007 12:07 Uhr
Latinorose
RE: Lass uns Freunde bleiben!im Großen und Ganzen stimme ich dir zu
aber ich denke es gibt viele Aspekte die das " Lass uns Freunde bleiben!" beeinflussen, zum Einen kommt es erst einmal darauf an, wie lange man zusammen war und wie die Beziehung aufgebaut war und zum Anderen kommt es natürlich im Vordergrund auf die beiden Menschen an. Dazu kann man nur sagen, dass einer der beiden immer mehr liebt als der andere, einer macht schluss und versucht den anderen mit dem Satz :" wir können ja Freunde bleiben" vertrösten...viellei cht will derjenige das ja auch wirklich, aber Garantie hat man nie. Ich kenne das selbst, ich bin seit 1 1/2 Monaten alleine...mein Ex hat genau dies zu mir gesagt, doch jetzt merke ich , dass es einfach nicht funktioniert, weil ich zu sehr an ihm hänge und er dann noch meinte, dass ich alles viel zu eng sähe...er weis garnicht wie weh das tut und angeblich geht es ihm ja so blendend seit schluss ist, so kommt es für mich jedenfalls rüber. Naja jetzt bin ich etwas abgetrifftet, jedenfalls KANN eine Freundschaft danach funktionieren und wenn das der FaLL ist- herzLichen Glückwunsch, das gibt es sicherlich nicht sehr oft, zumindest wahre Freundschaften finden sich sicherlich sehr sehr selten darunter....
20.06.2007 13:05 Uhr
Alatariel
RE: Lass uns Freunde bleiben!funktioniert nicht...kann einfach nicht funktionieren....
gerade nach einer trennung ist mindestens einer total verletzt...freunde bleiben ist total beschissen...das verletzt doch nur noch mehr. kenne keinen, wo das wirklich funktioniert hat.
und wie soll man über den anderen hinwegkommen, wenn man ihn immer wieder und ständig sieht? dann war das ganze auch keine wirklich trennung...
ich glaube nicht an freundschaft nach liebe. aus freundschaft kann liebe werden...aber in den aller wenigsten fällen aus liebe freundschaft...
15.06.2007 12:43 Uhr
Zornkoenig
RE: Lass uns Freunde bleiben!Bei meiner Ex und mir hats geklappt... Und wir machen uns in dem Fall auch nichts vor. Wir sind richtig gute Freunde - geblieben. Ausserdem sehen wir uns regelmässig und keiner leidet dabei. Die Vorstellung, den anderen Menschen als Mensch zu verlieren erschien uns zu schrecklich. Vielleicht haben wir deswegen das letzte von sechs Jahren eine beschissene Beziehung geführt. Mit Tränen und Wut und trotzdem einem starken Verlustgefühls, wenns ums Schluss machen ging... Also haben wir die Verpflichtungen und den Sex wegrationalisiert und das hat bestens funktioniert. Jetzt können wir endlich ehrlich miteinander reden...
15.06.2007 13:03 Uhr
estreja
RE: Lass uns Freunde bleiben!@Wildkirsche: Ganz klar kann das funktionieren!
Warum auch nicht, eben weil der andere dich so genau kennt, weil er/sie weiß, wann du wie reagierst, wäre es unsagbar schade sich solch eine zwischenmenschliche Beziehung zu zerstören.
Klar geht das nicht von jetzt auf gleich, und solange einer liebt, ist es eher schwerer. Aber hey, einmal hast du denn Menschen geliebt und es war dir nichts wichtiger als ihn/sie glücklich zu sehen.
Meiner Meinung geht wahre Liebe weit über die eigene Person hinaus. Wenn ich liebe, will ich alles mögliche tun, damit dieser Mensch glücklich ist. ImZweifel auch ohne mich...
DAS ist meiner Meinung nach ein Teil von Liebe und nicht der alltägliche Egoismus *ich-will-ihn/sie-be i-mir-habe n*!
Ganz im Ernst, Liebe ist was wunderbares und kann auch weit über einen gescheiterten Versuch des Zusammenseins hinausgehen...
15.06.2007 18:42 Uhr
HonigBiene
RE: Lass uns Freunde bleiben!Bei meinem Ex und mir funktioniert es nun auch. Nach unserer Trennung haben wir aber auch total lange gebraucht bis sich unser Verhältnis wieder normalisiert hat. Und nun können wir uns, wenn wir uns mal sehen, richtig gut unterhalten.
15.06.2007 21:21 Uhr
anschi
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich denke, ob das mit der Freundschaft nach einer Beziehung funktioniert, hängt sehr von der Art der Beziehung ab, aber auch von der Art der Trennung bzw auch stark von den beteligten Personen. Ich würde nicht pauschalisieren und sagen es geht oder es geht nicht. Es hängt beispielsweise auch davon ab, wie intensiv die Beziehung war und worauf sie im wesentlichen basierte. Es hängt auch davon ab, wie lange man zusammen war, und natürlich ,egal wie gut die Vorraussetzungen für eine Freundschaft sind, braucht es trotzdem eigentlich nach jeder Beziehung erstmal einen klaren Schlussstrich, eine Aussprache und genügend Zeit, bis beide Seiten wieder alleine zurecht kommen und somit überhaupt bereit sind eine Freundschaft einzugehen. Manche werden vielleicht nie mit dieser Trennungssituation fertig, mit diesen funktioniert auch eine Freundschaft nicht, aber mit anderen schon. Dazu braucht es im Allgemeinen Zeit, Geduld und auch sehr viel Vertrauen. Sowas ist sehr kompliziert und hängt von vielen Faktoren ab, aber vorallem auch von sich selbst. Bei mir hat das bisher noch nicht funktioniert und grade merke ich wie es erneut scheitert. Dagegen kann man dann auch selten etwas machen.
15.06.2007 23:41 Uhr
BigBandLeader
RE: Lass uns Freunde bleiben!Also, dazu kann ich nur Folgendes sagen:
PACK DEINE SACHE EIN UND RAUS DU BIST HIER JETZT NICHT MEHR ZU HAAAAUUUUSSSSS, UND SCHEIß AUF FREUNDE BLEEIIIIBBEEEENNNNNN ...
Wer diese Meinung mit mir teilt, bitte antworten!!!
16.06.2007 01:21 Uhr
kamikaze21
RE: Lass uns Freunde bleiben!geteilt. :-)
16.06.2007 06:39 Uhr
DavidG.
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich denke der Weg einer Freundschaft ist, wenn überhaupt, nur nach einer langen Zeit möglich. Außerdem müssen sich beide Partner auseinandergelebt haben. Spürt der eine mehr Liebe als der andere ist eine Freundschaft unmöglich. Der Kontakt zur / zum Ex wird wie eine Droge. Sie berauscht im ersten Moment, hinterlässt als Langzeitwirkung jedoch Traurigkeit und Zerstörung...
Ich denke ein jeder sollte nach einer Trennung erst einmal begreifen, dass er eben doch ohne die Person leben kann, die man einmal für alles auf der Welt hielt. Nur so kann man sich selbst heilen und einen eventuellen Weg in eine Freundschaft ebnen, in der man wieder das schätzt was man zu Beziehungszeiten niemals missen wollte.
16.06.2007 03:54 Uhr
highly_evolved
RE: Lass uns Freunde bleiben!Freundschaft nach einer Beziehung? Bei mir klappt das irgendwie nie. Ist halt dann immer zu viel passiert vorher...
16.06.2007 09:04 Uhr
acid_else
RE: Lass uns Freunde bleiben!hmm..seltsam,also ich habe damit keine Probleme.
Ich bin mit 2 meiner Exfreunden immer noch sehr gut befreundet , man geht auch ab und zu mit dem Ex und dem Neuen weg.
Ist doch auch nur verständlich ,schließlich hat man sich mal geliebt und das nicht aus Langeweile sonder n weil da eine innige Bindung war.
das ist teilweise immer noch so,sicherlich braucht man seine zeit um sich nach einer Trennung zu aklimatisieren und alles zu verarbeiten aber diese Zeit nimmt man sich und befindet sich dann gemeinsam auf einer neuen Ebene.
16.06.2007 14:30 Uhr
sailor
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ach, Else...!
Schön zu merken, daß man mit seiner Meinung nicht alleine ist...
18.06.2007 18:19 Uhr
Juli.
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ja! Ja! Ja! Wenn ich das hier lese, ist offenbar jeder Ex auch gleich ein halber Serienmörder *zwinker*...
Gut zu wissen.... :)
18.06.2007 21:06 Uhr
voguette
RE: Lass uns Freunde bleiben!einfach perfekt,der text spricht mir aus der seele,ja,er könnte sogar extra für mich geschrieben sein.
17.06.2007 00:13 Uhr
Die_kleine_Hexe
RE: Lass uns Freunde bleiben!Funktioniert in den aller seltensten Fällen! Allerdings muss ich sagen, dass es bei mir DANN gut geklappt hat, wenn wir beide der Meinung waren, dass es nicht mehr das Wahre ist. Kenn ich so auch von meinen Freunden... ist die Trennung einvernehmlich funktioniert meist das Freunde bleiben auch ganz gut! Das hat zumindest meine Erfahrung gezeigt!
17.06.2007 12:54 Uhr
PaperBird
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich stecke zur Zeit in so einer heiklen Situation. Mein Freund hat nach einer sehr kurzen Zeit, sagen wir aufgrund von Bindungsängsten, Schluss gemacht. Nun habe ich ihm erzählt, mir geht es blendend seit ich endlich weiß, was Sache ist und ich damit abschließen kann. Wir haben schon lange geplant eine Band zu gründen und uns gemeinsam Musiker gesucht. Aber jetzt kurz vor unserer ersten Probe, weiß ich nicht, ob es das richtige ist sich gleich nach einer Woche Trennung in ein solches Projekt zu stürtzen. Ich hoffe die Gefühle ausblenden zu können, aber Musikmachen ist natürlich auch eine sehr emotionale Sache....Was meint ihr? Ist es jetzt wichtiger diese sehr wichtige Projekt, auf das ich mich tierisch freue anzufangen oder mich doch lieber nach jemand anderen umzuschauen?
17.06.2007 14:28 Uhr
Alatariel
RE: Lass uns Freunde bleiben!hm...wenn du wirklich noch so viele gefühle für ihn hast, dann würde ich dir ehrlich gesagt von diesem projekt abraten. gefühle kann man längerfristig nicht ausblenden und irgendwann wird das ganze dann einfach aus dir herausbrechen! du musst schon ehrlich zu dir selbst sein...
andererseits kann es ja auch sein, dass ihr euch wieder näher kommt und es später noch einmal versuchen könnt, da er dich dann näher kennen lernen kann und vielleicht seine bindungsängste überwinden kann...allerdings ist die wahrscheinlichkeit dazu nicht so groß, glaube ich.
ich denke, ich würde das mit der band erst noch mal eine weile ruhen lassen, bis es dir wirklich besser geht...und bis keine gefühle mehr im spiel sind!
lg
Alatariel
17.06.2007 16:58 Uhr
voguette
RE: Lass uns Freunde bleiben!es funktioniert eig.schon,wenn auch schwierig.
wenn jedoch einer der beiden noch gefühle hat,
ist das Unmögliche vorprogrammiert.
17.06.2007 16:58 Uhr
Spiritofthenight
Lass uns Freunde bleiben...... ist nichts weiter als eine zweitklassige Floskel des schlechten Gewissens, bevorzugt ausgesprochen von demjenigen, der die Trennung initiiert hat. Sie soll ein lauer Trost für den Zurückgebliebenen sein, damit der das Gefühl hat, dass "der Faden nicht ganz gekappt ist. Im schlimmsten Fall ist diese Floskel ein "Warmhalten" - denn wer weiß, ob man den Verlassenen nicht später noch einmal für "Sex mit dem/der Ex" gebrauchen kann...
"Lass uns Freunde bleiben" ist nicht machbar, nicht wenn die Gefühle noch frisch sind. Der Satz stammt ursprünglich aus US-Serien, mit denen wir aufwuchsen. Plötzlich wurde es "Mode", "Freunde" zu bleiben, wer sich dem nicht unterordnen konnte oder wollte, weil der Schmerz der Verletzung noch zu nah gesessen hat, galt als "unreif".
Nein, es ist nicht machbar. Nicht, solange die Verletzung frisch ist. Nicht, solange noch eine gewisse Hoffnung mitschwingt, die uns unser Gehirn zum Überleben vorgaukelt und uns damit einlullt, damit wir keine Dummheiten begehen. Trennungen laufen in Phasen ab, die Abkopplung vom Partnergehirn geht nicht per Knopfdruck. Wir brauchen Hoffnung, erst recht wenn uns alles hoffnungslos erscheint.
Aber "aus den Augen - aus dem Sinn" und "Nein, keine Freundschaft!" lassen die Wunden in uns wohlmöglich schneller heilen.
"Lass uns Freunde bleiben" verlängert nur das Leiden, besonders wenn die Liebe voller Leidenschaft gewesen ist. Sie gibt uns der unsinnigen Hoffnung auf "Alles-wird-vielleic ht-wieder- gut" nur noch länger hin.
"Lass uns Freunde bleiben" - eine mögliche Antwort hierauf wäre: "Ein andermal vielleicht. Jetzt nicht!" "Nimm Deinen Krempel und verzieh' Dich jetzt. Ich habe ein Recht auf meinen Schmerz, meine Fassungslosigkeit und darauf, auf Dich wütend zu sein. Freunde vielleicht irgendwann - aber NICHT JETZT! Adios und gehab Dich wohl!"
:-)
17.06.2007 19:13 Uhr
sunnysky
Lass uns Freunde bleiben...Das was Du schreibst, kann ich gut nachvollziehen, besonders das „Warmhalten“. „Freunde-bleiben“ zu wollen, das wollte er auch. Heute weiß ich, dass er sich dann an mich erinnert bzw. meldet, wenn er mal wieder solo ist. Die Hoffnung auf „Alles-wird-wieder-g ut“ ist dann wieder da, aber die Wunden reisen nur wieder auf. Ob er sich dessen bewusst ist?
Ich kann nur hoffen, dass mein Verstand beim nächsten mal stärker ist als die Gefühle für ihn und ich mich auf dieses Spiel nicht wieder einlassen werde.
21.07.2007 21:42 Uhr
neonina
RE: Lass uns Freunde bleiben!also ich habe im Bekanntenkreis gleich zwei " wir sind jetzt nur noch Freunde" - Beziehungen, eine läuft seit einem Jahr, die andere seit drei Monaten. In beiden Fällen hoffen die Frauen, daß irgendwann ihr Ex entdeckt, dass er einen fehler gemacht hat und dass er sich zu dem Menschen ändert den die Frauen wünschen... Die eine berichet über jede Geste und jedes Wort, das man in diese Richtung deuten könnte, die andere tickt total aus als sie erfährt, daß sich der Ex in eine Internet-Partnerbörs e eingetragen hat... Ich selbst habe noch nie diese Art von Freundschaft versucht, weil es mir immer so richtig schlecht geht nach den Treffen, auch wenn ich Schluß gemacht habe und mir der andere dann so leid tut. Ich glaube Freundschaft geht bestenfalls nach längerer zeit und wenn beide bereits wieder Partner haben
17.06.2007 23:06 Uhr
sailor
RE: Lass uns Freunde bleiben!"In beiden Fällen hoffen die Frauen, daß irgendwann ihr Ex entdeckt, dass er einen fehler gemacht hat und dass er sich zu dem Menschen ändert den die Frauen wünschen...
*höhö*
In welchem geistigen Paralleluniversum leben die denn?
Haben die schonmal ernsthaft darüber sinniert, warum die Beziehung zuende ist?
18.06.2007 18:23 Uhr
Arne1975
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich denke schon, dass eine Freundschaft mit dem/der Ex möglich ist - wenn auch nicht unbedingt gleich nach der Trennung. Empfehlenswert ist sicherlich, dass erst einmal ausreichend Zeit vergangen ist, dass beide ehemaligen Partnter die Trennung verarbeiten können.
Allerdings hängt meiner Ansicht nach viel davon ab, wie die Beziehung zu Ende gegangen ist bzw. wie die Trennung erfolgte. Nach einer Trennung per SMS o. ä. wird bei dem so Verlassenen wohl kein gesteigerter Bedarf mehr für eine Freundschaft mit dem/der Ex aufkommen.
Schlimm finde ich immer nur den "Lass uns Freunde bleiben"-Spruch von Personen, die ihn überhaupt nicht ernst meinen bzw. gar nicht dahinter stehen. Da fühlt man sich als Verlassener doch gleich doppelt verarscht und verkohlt. Ich bin der Meinung, dass man diesen Spruch bitteschön nur dann verwenden sollte, wenn man es auch wirklich ehrlich und ernst meint. Alles andere ist nur völlige Verarschung des ehemaligen Partners!
Hinterfragen sollte man allerdings trotzdem, weshalb man unbedingt eine Freundschaft mit dem/der Ex haben möchte. Ist es wirklich nur der Kontakt zum ehemaligen Partner als Mensch oder stecken auch (vielleicht unbewußte) andere Absichten dahinter? Dann geht es sicherlich nicht (lange) gut!
18.06.2007 01:04 Uhr
Allie21
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich habe den Artikel ehrlich gesagt noch nciht gelesen, werde es aber sehr bald tun!
Ein Punkt, an dem es bei mir absolut nicht ging, dass man "Freunde bleibt", war, als der Typ, in den ich so verliebt war, mir das angeboten hatte. Er wollte nicht mehr als Freundschaft von mir, ich konnte es aber nicht ertragen, ihn einfach nur so zu sehen - ich wollte mehr als Freundschaft. DAS ist das Hauptproblem: Wenn unterschiedliche Erwartungen im Raum stehen. Also habe ich einen klaren Schnitt gemacht und ihn gar nicht mehr sehen wollen. Also keine Freundschaft, ohne vorher ein Paar gewesen zu sein. Es hat zu sehr wehgetan.
18.06.2007 13:00 Uhr
sailor
RE: Lass uns Freunde bleiben!@WildeKirsche
"Freundschaft nach einer Beziehung geht immer schief weil immer einer mehr liebt als der andere."
Schwachsinn!
Es ist immer die Frage, warum man sich trennt.
Ich bin mit allen meinen Exen nach der Beziehung befreundet (gewesen).
Es gibt zwei Ausnahmen: Die eine hatte aber nix mehr mit der Beziehung zu tun. Und mit der anderen hätte das auch funktioniert, aber da habe ich mich (leider leider leider) nicht drum gekümmert...
18.06.2007 18:08 Uhr
nilpferd13
RE: Lass uns Freunde bleiben!Wenn Leute sowas schaffen, find ich das immer total beeindruckend; ich könnt mir jetzt net vorstellen noch mit einem meiner Exfreunde befreundet zu sein - ok, wir grüßen uns noch, wenn wir uns sehen, aber großartig was mit einander machen bzw, befreundet sein kann ich mir ehrlich nicht vorstellen. Aber es geht tatsächlich; eine Freundin von mir war zweieinhalb Jahre mit ihrem Freund zusammen, bis beide gesagt haben, sie fühlen nicht mehr mehr als Freundschaft - nun sind sie immernoch gut befreundet. Naja, wie gesagt - ich könnte das nicht; aber den Artikel werd ich mir auf jeden Fall durchlesen, das interessiertmich jetzt mal... <.<
18.06.2007 20:32 Uhr
Juli.
RE: Lass uns Freunde bleiben!Es sagte Woody Allen über Freundschaft:
"Wenn es sich biegt, ist es komisch-
wenn es bricht, ist es nicht komisch..."
Ich denke, dass die ganzen äußeren Umstände berücksichtigt sein müssen, um zu beurteilen ob die Liebe zugunsten einer Freundschaft einen Schritt zur Seite machen kann.
Bei mir hats geklappt. Jedes Mal, bis auf einen- und darum tut es mir auch nicht leid...
Ob da unterschwellig noch Liebe mit zwischen hängt?
Ganz entschieden nein!
Nur, weil ich erkenne (oder der andere... meistens aber über kurz oder lang beide), dass ein Mann/eine Frau nicht als Partner/In zu mir passt- so ist mir derjenige vielleicht als Mensch zu wichtig, um ihm/ihr komplett aus meinem Leben entlassen zu wollen...
Was natürlich ein "wollen" auf beiden Seiten voraussetzt... :)
Plötzlich macht man mit dem gleichen Menschen ganz andere -weder bessere, noch schlechtere aber andere- Erfahrungen und teilt andere Erlebnisse als zu den Paareszeiten... Eine Frage des Blickwinkels...
Ich kann Menschen nicht verstehen, die es einfach von vornherein glauben be, resp. verurteilen zu können...
Sie verpassen etwas. Schade.
Da fehlt eindeutig Gelassenheit...
18.06.2007 21:02 Uhr
sailor
RE: Lass uns Freunde bleiben!Die fehlt ja meistens...
18.06.2007 21:09 Uhr
LudwigMartin
RE: Lass uns Freunde bleiben!"Aber genau das ist die Logik unserer Beziehungen."
Ganz genau!
Und das ist das Desaster unserer Beziehungen, unserer neuen Religion, unserer überhoffnungsvolles Verderben.
Wann endlich sehen wir im geliebten Menschen von Beginn an den Freund, dem wir Gutes für's Leben wünschen, welche Wege er auch immer ziehen mag?
Auch wenn seine Wege nicht meine Wege sind.
Liebe, wo Freundschaft ein Ende der Beziehung nicht aushalten kann, ist es verdammt nochmal nicht wert, sondern ein sich gegenseitig (bestenfalls) in die Tasche lügen.
Geht doch bitte alle wenigstens einmal durch eine tiefe Krise und testet es aus, ohne gleich alles zu beenden. Ihr habt doch irgendwo mal JA gesagt vor irgend einem inneren Altar. Und schaut, ob da Freundschaft ist oder nur reine Abhängigkeit und Emotionsbasar.
Danke Kathrin für die wenigen klaren Worte in diesem kleinen Abschnitt. Vielleicht sollte ich mal wieder eine NEON kaufen...
19.06.2007 00:12 Uhr
chessige
RE: Lass uns Freunde bleiben!Hach!
19.06.2007 12:35 Uhr
goamieze
RE: Lass uns Freunde bleiben!Dieser Meinung kann ich nur SOWAS von zustimmen!!! :) Schön geschrieben!
20.06.2007 09:34 Uhr
Borussia
RE: Lass uns Freunde bleiben!ich denke, es hängt stark mit von art der beziehungsführung ab. wenn man offen, fair, ehrlich, auge in auge miteinander umgeht, kann man auch befreundet sein, wenn der schmerz einer trennung verflogen ist. wenn man sich belügt und gegenseitig (oder auch einseitig) anarscht, ist natürlich auch keine basis für eine freundschaft gegeben.
mein ältester, bester freund ist ein ex von mir. wir waren 5 jahre zusammen - so lange hält mit niemandem aus ohne eine richtige basis. warum so was in die tonne treten?
19.06.2007 11:55 Uhr
nuebi
RE: Lass uns Freunde bleiben!ich muss jetzt auch "eine Freundin" für den werden, den ich immer noch liebe. von einem Tag auf den anderen. es ist eine verdammt komplizierte geschichte, aber ich glaube nicht dass es unmöglich ist. er muss ja nicht mein bester freund werden, aber in einer guten beziehung is es doch so, dass der andere geliebter, beschützer, bester freund und ratgeber zugleich ist. das finde und empfinde ich zumindest so. das was estreja geschrieben hat, spricht mir aus der seele. die frage ist nur, ob es wirklich funktioniert, dass der mensch seinen egoismus wegschiebt....
mal sehen
19.06.2007 14:01 Uhr
spassdabei
RE: Lass uns Freunde bleiben!Pure Zeitverschwendung,wa rum soll ich Zeit mit einer EX verbringen?
Das Alte ist tot,es lebe das Neue.
Mal Hallo auf der Strasse sagen ist Ok,aber nicht mehr.
20.06.2007 02:58 Uhr
sailor
RE: Lass uns Freunde bleiben!Genau! Wer braucht schon Freundschaften.
Hauptsache spassdabei, ne.
20.06.2007 08:34 Uhr
goamieze
RE: Lass uns Freunde bleiben!Also ich finde, teilweise seid ihr ganz schön eingeschränkt in eurem Denken, was diese Sache angeht! Ich kann nur sagen: Es KANN klappen, es muss ja nicht sofort sein!
Also mein Ex und ich sind mittlerweile die besten Freunde und machen mehrmals in der Woche was zusammen, obwohl ich sogar jetzt mit nem guten Freund von ihm zusammen bin.
Auch, wenn ich ihn noch geliebt habe, als wir auseinandergegangen sind und er mich nicht...es hat funktioniert, man sollte die Dinge einfach mal lockerer/nicht so kompliziert sehen!
Und warum sollte man so plötzlich auf jemanden scheissen, der so lange ein Teil des eigenen Lebens war, nur weil man sich vielleicht nichtmehr so liebt wie vorher?!
20.06.2007 09:25 Uhr
shroom-facture
RE: Lass uns Freunde bleiben!Richtig! Sehe ich genauso. Respekt: daß du mit deinem Ex noch so viel zusammen machen kannst. Ich würde das auch tun, doch im Moment noch nicht.
Shroom-Facture
01.07.2007 16:54 Uhr
estreja
RE: Lass uns Freunde bleiben!@nuebi: Das funktioniert auf jeden Fall, also seinen Egoismus auf die Seite schieben. Klar ist, dass das eine Frage der Reife ist und nicht bedeutet, wer das nicht kann ist unreif, sondern nur, dass man das noch nicht gelernt hat.
Sicherlich gibt es Menschen, die das (leider) nie lernen, aber dann nur, weil man es nicht wirklich möchte.
Jeder Tod (auch der einer Beziehung) ist immer ein Neuanfang. In diesem Fall für eine hoffentlich wunderbareFreundscha ft!
Alles Gute dir, nuebi!
;)
20.06.2007 09:33 Uhr
Latinorose
RE: Lass uns Freunde bleiben!Okay darüber lässt sich streiten, ich denke es gibt viele Aspekte die das " Lass uns Freunde bleiben!" beeinflussen, zum Einen kommt es erst einmal darauf an, wie lange man zusammen war und wie die Beziehung aufgebaut war und zum Anderen kommt es natürlich im Vordergrund auf die beiden Menschen an. Dazu kann man nur sagen, dass einer der beiden immer mehr liebt als der andere, einer macht schluss und versucht den anderen mit dem Satz :" wir können ja Freunde bleiben" vertrösten...viellei cht will derjenige das ja auch wirklich, aber Garantie hat man nie. Ich kenne das selbst, ich bin seit 1 1/2 Monaten alleine...mein Ex hat genau dies zu mir gesagt, doch jetzt merke ich , dass es einfach nicht funktioniert, weil ich zu sehr an ihm hänge und er dann noch meinte, dass ich alles viel zu eng sähe...er weis garnicht wie weh das tut und angeblich geht es ihm ja so blendend seit schluss ist, so kommt es für mich jedenfalls rüber. Naja jetzt bin ich etwas abgetrifftet, jedenfalls KANN eine Freundschaft danach funktionieren und wenn das der FaLL ist- herzLichen Glückwunsch, das gibt es sicherlich nicht sehr oft, zumindest wahre Freundschaften finden sich sicherlich sehr sehr selten darunter....
20.06.2007 13:03 Uhr
bangbag
RE: Lass uns Freunde bleiben!wenn die beziehung nicht im totalen krieg auseinander bricht und ein bisschen zeit vergangen ist können die besten freundschaften daraus entstehen
meiner erfahrung nach
20.06.2007 19:36 Uhr
Arne1975
RE: Lass uns Freunde bleiben!Aber leider ist es doch meistens so, dass Beziehungen seltenst "im gegenseitigen Einvernehmen" und damit friedlich auseinander gehen.
Mindestens immer einer der beiden ist anschließend ziemlich verletzt und gekränkt. Und ob das sich einfach so nach "einiger" Zeit in Wohlgefallen auflöst, mag ich bezweifeln.
Und je länger kein Kontakt zwischen den ehemaligen Partnern mehr bestand, umso mehr entfernt man sich auch. Will heißen: Zwar ist vielleicht nach ausreichendem zeitlichen Abstand eine Freundschaft zum/zur Ex theoretisch möglich, aber ob sie dann noch sinnvoll, gewünscht ist, steht dann ja auf einem ganz anderen Blatt.
Beide ehemaligen Partner entwickeln sich weiter und das meist nicht unbedingt in die gleichen Richtungen. Dann stehst Du vielleicht nach einigen Jahren vor Deinem/r Ex und vor einem völlig neuen Menschen, mit neuen Interessen, Hobbys, Ansichten.... und kannst Dir eine Freundschaft dann wohl auch nur noch sehr schwer vorstellen.
Also aus Erfahrung kann ich sagen, dass es, je länger Zeit vergangen ist, zwischen Trennung und einen Wiedersehen, umso schwieriger wird, wieder eine freundschaftliche Basis aufzubauen. Hat man sich z. B. nach 5 Jahren ohne Kontakt noch viel zu sagen? Jeder lebt sein eigenes Leben und das ohne den ehemaligen Partner. Warum sollte man dann nach dieser Zeit wieder Bemühungen unternehmen, daran etwas zu ändern und wieder "einen" auf "Freundschaft zu machen", wo meist doch sowieso fast nichts bis gar nichts mehr vorhanden ist?
Ich bin daher stark am zweifeln, ob sich eine Freundschaft nach längerer Kontaktabbruch noch so ohne weiteres umsetzen und realisieren lässt!
20.06.2007 21:56 Uhr
S.Schunck
RE: Lass uns Freunde bleiben!Also, ich hab den Artikel jetzt auch mal komplett gelesen und fand ihn schon gut geschrieben. Allerdings werden auch nur Sachen erzählt bzw. Weisheiten zum Besten gegeben, die wahrscheinlich jeder schon lange weiß.
Von daher fand ich den Artikel wenig informativ und auch nur bedingt unterhaltsam.
20.06.2007 22:29 Uhr
Chestra
RE: Lass uns Freunde bleiben!schöner artikel.... irgendwie....
aber irgendwie auch nich... diese regeln.... himmel, wer kann ich denn an das halten... nur freundschaft? geht denn das, nach sich- lieben?
ich glaube nicht an sowas... vielleicht aus eigenerfahrung, vielleicht aus beobachtungen... irgendwoher kommt dieses misstrauen, dass der eine doch immer mehr will als der andre... und sei es erst, wenn ein neuer partner ins spiel kommt... die eifersucht wird sich melden!... denn alte liebe rostet nichts; einmal meins, immer meins, oder so ähnlich..
auch an den neuen an seiner seite denken... wie fühlt der oder die sich dabei.... ?!
beschissen, misstrauisch, auf der strecke geblieben.... so ist das nämlich
20.06.2007 23:43 Uhr
Fr1zzo
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich habs nie gesagt und nie gehört. Einmal hat mir eine Ex gesagt, nachdem sie mich betrogen hat, dass ich wohl auf eine Freundschaft keinen Wert mehr lege. Das habe ich bestätigt, aber trotzdem verstehe ich mich mit meinen Exen alle noch gut. Auch mit der oben genannten.
Es braucht nur Zeit, die Beziehung zu verarbeiten und den Willen eine Freundschaft aufrechtzuerhalten. Schliesslich kennt man diese Person in und auswendig und man hat sie einmal geliebt. Wie Else gesagt hat, Die Bindung haben wir ja nicht aus Langeweile aufgebaut.
21.06.2007 11:02 Uhr
Rozumim
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ein schöner Artikel und es stimmt schon. Wenn ein Mensch lange Zeit so wichtig und nah war, ist der Verlust der Beziehung nicht so schlimm, wie der Verlust ebendieser so wichtigen Person. Aber WildeKirsche hat Recht, einer liebt immer mehr als der andere. Und deswegen weiß ich nicht so Recht ob es klappt, Freunde zu bleiben.
Es gibt da ein schönes Lied von den Fantastischen Vier, das mir letzte Woche geschenkt wurde. Der Text ist ja so passend, aber das tröstet nur wenig im Moment.
Was bleibt
dann geh ich mal jetzt wir können uns ja sehen
wenn wir das alles verstehen wenn sich das alles mal setzt
das kommt irgendwann wir kriegen das hin
und ich hoffe bis dann
fühlt sich das was wir ab jetzt im nächsten Leben erleben
nicht mehr ganz so hoffnungslos an
leb wohl und wünsch uns Glück
es gibt so viel das uns bleibt
wir sehn uns und ich denk zurück
und mein Herz ist so leicht
21.06.2007 16:06 Uhr
eichhoernchn
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ja es geht. Das erlebe ich grade... Wir finden es gut und wir fühlen uns wohl dabei... Wichtig ist doch das man weiter gut miteinander reden kann. Denn das Vertrauen ist immernoch da, und ich brauche ihn als Freund und Ratgeber und das weiß er. Für mich beweißt unsere "Beziehung" zueinander das es geht!
21.06.2007 16:18 Uhr
Mino1986
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich kann es mir nicht vorstellen...wenn man lange mit jemandem zusammen war dann muss schon viel Zeit vergehen damit die Wunden heilen können. Außerdem glaube ich wenn man sich trennt weil man sich auseinandergelebt hat dann hat auch eine Freundschaft nicht mehr viel Sinn...
21.06.2007 17:11 Uhr
Bendinski
RE: Lass uns Freunde bleiben!Muss dir beipflichten, dass es schwer ist, Freunde zu bleiben. Aber bevor man sich ein endgültiges Resümee erlaubt, muss jeder für sich zunächst definieren was er unter "Freunde bleiben" versteht. Bedeutet es, dass man regelmäßig noch etwas unternimmt? Oder bedeutet es, dass man sich nicht gleich die Augen auskratzt und immer noch vernünftig miteinander reden kann, wenn man sich über den Weg läuft? Vor allem hast du Recht, dass es in der ersten Zeit sehr schwer ist. Derjenige, der die Beziehung beendet hat, möchte meist erstmal Abstand halten, derjenige, der verlassen wurde, möchte allerdings verständlicherweise den Kontakt aufrechterhalten, um evtl. doch noch eine 2., 3., etc..Chance zu bekommen. Und in dieser Zeitspannen den Grundstein "Freunde bleiben" zu legen ist nur in den seltensten Fällen möglich.
Sers
21.06.2007 17:54 Uhr
Arne1975
RE: Lass uns Freunde bleiben!Also ich weiß nicht, ob alleine die längere vergangene Zeit nach der Trennung ausreicht, anschließend wieder eine Freundschaft aufzubauen bzw. wieder freundschaftlich miteinander umzugehen.
Bei mir liegt die eine Trennung bereits über 5 Jahre zurück und ich habe noch heute, keinen sonderlich großen Bedarf, meine Ex-Freundin zu treffen oder mit ihr freundschaftlich umzugehen - von einer Freundschaft mal ganz zu schweigen. Ich denke aber auch, dass nach der Trennung so viele unschönen Dinge vorgefallen sind, die jegliches Wieder-aufeinander-z ugehen fast unmöglich machen. Da würden einem freunschaftlichen Umgang so viele unschönen Dinge nach der Trennung und ungekläre Fragen entgegenstehen, dass die freunschaftliche Beziehung bereits von vornherein belastet, wenn nicht gar vergiftet, wäre.
24.06.2007 19:54 Uhr
Duracellhase
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich kenne genug Exemplare da geht sowas gar nicht, aber da ist auch nicht der Wille und die Bereitschaft vorhanden...
Auf mich persönlich hat es voll und ganz gepasst. Ich befinde mich auch derzeit in so einer situation und muss sagen, ihr habt mich echt nachdenklich gestimmt.
Dickes Lob! Weiter so lebensnahe Sachen! :)
22.06.2007 13:10 Uhr
ginger.schwarz
RE: Lass uns Freunde bleiben!Was ich mich an dieser Stelle fragen muß, ist: Warum zum Teufel heißt es 'Freunde BLEIBEN'? Setzt ja eigentlich voraus, daß man schon befreundet ist/war.
22.06.2007 16:02 Uhr
steam
RE: Lass uns Freunde bleiben!hmm, was haette er sagen sollen?
Lass uns Feinde werden??
22.06.2007 17:11 Uhr
ginger.schwarz
RE: Lass uns Freunde bleiben!Freunde WERDEN?
24.06.2007 22:46 Uhr
genickstarre
RE: Lass uns Freunde bleiben!Stell ich mir schwierig vor, das mit dem "Freunde bleiben". Aber unter bestimmten Vorrausstezungen sicher möglich.
Wenn man schon sehr gut befreundet war, bevor man sich in eine Beziehung gestürzt hat, ist es vielleicht einfacher. Man wägt ja ab, ob man das Risiko eingehen soll und demkt sich womöglich sowas wie: "Wenn es nicht klappt, müssen wir Freunde bleiben", weil man den anderen als Freund nicht verlieren will. Man ist also vielleicht eher darauf eingestellt.
Oder natürlich, man hat sich auseinander gelebt und die Trennung ist gar nicht so schmerzhaft.
Aber, wenn der eine noch liebt und der andere nicht, ist Freundschaft wohl schlimmer als vollkommene Distanz.
Erinnert mich an diesen Artikel, der vor Ewigkeiten mal ganz oben stand; "Der Hotdog in meinem Hals" (????), egal, passt jedenfalls zum Thema.
25.06.2007 01:16 Uhr
Mollina
RE: Lass uns Freunde bleiben!Freunde trotz Trennung: Für die ZDF-Doku-Reihe "37 Grad" sucht eine renommierte Dokumentarfilmproduk tion Paare, die sich getrennt, aber nicht aus den Augen verloren haben: Weil sie noch die besten Freunde sind, weil sie zusammen arbeiten, weil sie ein großes Hobby immer wieder zusammen bringt oder weil sie doch irgendwie nicht voneinander lassen können.
Gefühlvoll und humorvoll zugleich möchte der Film einen Einblick in die heutige Beziehung von ehemaligen Lebensabschnittspart nern geben: Kann die große Liebe zum besten Freund werden? Wie funktioniert das? Wie reagiert die Clique und was sagen mögliche neue Partner dazu?
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25.06.2007 17:22 Uhr
MissJ
RE: Lass uns Freunde bleiben!ich bin der festen Überzeugung, dass man es schaffen kann, die Liebe in Freundschaft zu wandeln. Als Voraussetzung dafür steht eine friedliche Trennung.
Vier Jahre lang waren wir ein Paar, mein Exfreund und ich. Wir haben so viel erlebt und durchgemacht, sind zusammengezogen, hatten den gleichen Freundeskreis. Auf einer Wellenlänge waren wir fast immer, ich war in manchen Zeiten noch nie so glücklich wie mit ihm...
Doch dann kamen häufige Streitereien um ein und das selbe. Immer wieder. Und immer wieder Schmerzen und das Gefühl, nicht verstanden zu werden. Doch trennen konnte ich mich nicht.
Eines Nachts kam der Knall und es war aus und vorbei. Von seiner Seite aus, doch ich hatte schon länger gespürt, dass es so kommt. Die Zeit die kam, war hart , noch nie hatte ich zuvor solch eine Traurigkeit gespürt. Wir konnten uns keinen Abstand voneinander geben, da wir wegen der dreimonatigen Kündigungsfrist noch zusammenleben mussten. Mir ging es noch nie so schlecht wie damals, obwohl wir uns ganz gut verstanden. Alles tat weh, die Bilder im Kopf, die Gerüche zuhaus, die Lieder, die Gedanken und vor allem die Erinnerungen.
Nach dem Umzug entspannte sich alles, wir sehen uns nun sehr oft, unternehmen viel, reden wie früher. Anfangs war es schwer, den Freunden, oder der Familie zu erklären, warum man sich immer noch so oft sieht ("läuft da nicht wieder was zwischen euch..."), denn es mag auch sehr ungewöhnlich sein, doch nach einiger Zeit werden auch sie verstehen, dass eine Trennung nicht heißt, den anderen aus seinem leben zu sterichen.
Die Liebe, wie sie einmal war, ist weg, hat sich verändert in tiefe Freundschaftsliebe. Ich liebe ihn nun auf andere Art und Weise und bin jeden Tag so dankbar, dass wir uns nicht verloren haben, dass wir immer noch zusammen lachen können und die Gespräche manchmal nicht enden wollen, dass diese tiefe Verbundenheit nicht aufgehört hat zu existieren.
Ich schreibe das als Beispiel und als Hoffnung für die, die es sich nicht vorstellen können, dass es geht....
25.06.2007 22:31 Uhr
Kalisa
RE: Lass uns Freunde bleiben!Der Artikel hat mir aus der Seele gesprochen...
bin grade in der Situation, also habe einen ganz guten freund, der mehr jetzt will also ne Beziehung und wir kennen uns schon 4 Jahre, aber ich denke mir und wenn die Beziehung in die Hose geht, ist die Freundschaft futsch. Dazu muss man noch sagen, ich gehe in Berlin zur Schule und er studiert in Amsterdam, ob das so eine gute Basis für eine Beziehung ist bezweifle ich.
Jetzt kommt er erstmal für zwei monate wieder hierher für die semesterferien und dann sehen wir weiter....
26.06.2007 09:42 Uhr
Knetsch
RE: Lass uns Freunde bleiben!Auch wenn viele Menschen (vor allem Jungs) daran zweifeln oder es für ganz und gar unmöglich halten: es IST möglich. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen, bei mir und meinem Ex hat es geklappt, sogar ganz wunderbar geklappt. Klar gab es anfangs Probleme, und es hat seine Zeit gedauert bis wir beide vollkommen neutral und normal miteinander umgehen konnten. Klar gab es Eifersucht, wenn der eine jemand neues hatte, klar gab es auch zwischen uns beiden die ein oder andere Bettgeschichte, aber irgendwann habe ich gemerkt wie froh ich bin, ihn als Freund zu haben.
Wie das bei uns entstanden ist? Anfangs war es eigentlich nur sein Wunsch, mit mir befreundet zu bleiben, damals habe ich auch gedacht, du egoistisches Arschloch, denkst mal wieder nur an dich, was ich will interessiert dich garnicht... Da wir in die gleiche Schule gingen und ich mit seiner Schwester auch sehr gut befreundet war, ließ es sich nicht vermeiden, dass wir uns regelmäßig sahen. Und so, mit der Zeit...
Er ist einer meiner besten Freunde geworden, ohne jeden Vorbehalt oder irgendwelche falschen Hoffnungen. Wir sind beide neue, ernste Beziehungen eingegangen und kamen - zumindest wir selbst - wunderbar damit klar. Ein Problem damit hatten höchstens die jeweils neuen Partner, aber das ist irgendwo auch logisch und verständlich.
Vor knapp 2 Monaten ist er völlig plötzlich und unerwartet gestorben.
Und ich bin grenzenlos dankbar dafür, dass wir es geschafft hatten, diese wunderbare Freundschaft aufzubauen, die uns weit mehr verbindet als die Beziehung, die wir davor hatten.
26.06.2007 14:24 Uhr
skaha
RE: Lass uns Freunde bleiben!Alles ist moeglich, auch Freunde bleiben.
Ich uebe das nun, zwar bin ich mit einem von meinen Exfreunde noch gut befreundet - aber der andere und ich wollen es nun auch versuchen. Also ' Scheiß, auf die Vergangenheit'
26.06.2007 19:29 Uhr
da_boss
RE: Lass uns Freunde bleiben!Aber was ist schlimmer?
Wenn es nicht klappt oder
Wenn eine Freundschaft besteht, aus der Liebe werden könnte. Aber einer hat Angst, dass es, wenn es mal vorbei ist, keine Chance mehr auf Freundschaft geben könnte?!
30.06.2007 15:20 Uhr
shroom-facture
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich bin mit meiner Ex 6 Jagre zusammen gewesen. Im Mai kam dann der Knall. Es ist vorbei! Mir war gleich klar, ich alleine bin nicht der Grund dafür. Ein anderer Mann. Doch meine Ex gab es erst nicht zu. Tief verletzt und enttäuscht, bekamm ich die Worte: ..."laß uns freunde Bleiben!" zu hören. Ich wollte es eigentlich nicht, doch wer kennt mich so gut, wie sie? Also warum sollte man es nicht versuchen. Früher oder später läuft man sich eh über den Weg. Wäre es nicht besser, mit dem Ex dann, wie mit einer normalen Freundin zu reden, als das die Erinnerungen an etwas Unverständliches wieder hochkommen, nicht darüber reden kann und sich nur blöd anstarrt? Ich glaube, daß es schwierig ist, doch wenn derjenige, der seine Ex noch lieb, als Mensch war nimmt, und nicht als Sündenbock darstellt, hat eine reelle Chance das zu meistern. Also: das Leben geht weiter. schöner vielleicht mit der Ex als beste Freundin, mit der man über alles reden kann!!! Sie wird einen verstehen. So hoffe ich....
01.07.2007 16:48 Uhr
DrehRummBumm
RE: Lass uns Freunde bleiben!Absolut unmöglich, geht nicht kann nicht gehen und verletzt einen Part immer zu sehr....
05.07.2007 21:23 Uhr
GoodCharlotte
RE: Lass uns Freunde bleiben!Der Artikel lässt doch hoffen, dass es zu schaffen ist. Ich persönlich hege diese Hoffnung auch. Vielleicht klappt's nicht immer, aber unmöglich ist es sicherlich nicht.
10.07.2007 17:55 Uhr
blueberrypie79
RE: Lass uns Freunde bleiben!Der wichtigste Satz des ganzen Artikels:
Beide müssen eine Freundschaft wollen.
Nichts anderes!
Aller Hass muss vergeben sein, alle Enttäschung verziehen...
Bei mir hat es funktioniert! Und er ist der beste Freund den ich habe, denn nur er kennt mich wirklich!
Ich bin dankbar, dass er noch "anwesender" Teil meines Lebens ist! Danke...
10.07.2007 23:38 Uhr
Arne1975
RE: Lass uns Freunde bleiben!Wobei es mit dem "Freundschaft wollen" es alleine aucht nicht getan ist. Man muss dafür auch etwas tun, denn auch Freundschaften müssen gepflegt werden und bedeuten "Arbeit"! Jedenfalls, wenn man eine ernsthafte Freundschaft erreichen möchte!
Meist scheitert es aber daran, dass die vorherige Beziehung so unschön mit Ereignissen und Vorkommnissen zu Ende gegangen ist, die eben nicht mehr so einfach und ohne weiteres entschuldbar und hinnehmbar sind. Da sitzt dann der Hass und die Enttäuschung schon so tief, dass an eine Freundschaft nicht mehr so einfach zu denken ist. Da ist oft von der Beziehung nur noch ein Scherben- und Trümmerhaufen vorhanden, aus dem auch keine Freundschaft mehr zusammengekittet werden kann. Meist ist da nichts mehr zu retten - Totalschaden eben! Ist zwar im Nachhinein betrachtet dann ziemlich schade, dass man aus der Beziehung dann überhaupt nichts mehr retten konnte, aber so ist das eben leider meist :-(! Außer Erinnerungen, Erfahrungen und einem Karton mit Resten und Überbleibseln aus der Beziehung bleibt einem nichts mehr übrig!
15.07.2007 21:57 Uhr
rili
RE: Lass uns Freunde bleiben!ich und mein exfreund sind schon lange nicht mehr zusammen aber wir haben uns nach einer pause des schweigens wieder getroffen und uns immer noch gut verstanden...
vor einer kurzen weile telofonierten wir mal wieder wie so oft. ich erzaehlte ihm, ich moechte auf urlaub nach hause kommen, hab aber kein geld, also wird daraus wohl nichts...
eine woche spaeter war auf meinem konto geld eingezahlt worden und es war nicht von meiner familie... es war natuerlich mein ex und eine riesen grosse menge geld...
was kann man da sagen? natuerlich wollte ich das geld nicht. nicht, weil ich nicht nach hause wollte, sondern weil mir wieder mal klar wurde, dass einer des getrennten paares immer noch lange zeit gefuehle fuer den anderen hat und deshalb auch mal tief in seinen etwas groesseren geldbeutel greift, nur um den "vermissten" mal wieder nach langer zeit zu sehen?!?
11.07.2007 00:11 Uhr
tomie
RE: Lass uns Freunde bleiben!kenn sowohl das eine als auch das andere! mal funktioniert mal nciht...kommt immer drauf an wie die partnerschaft war und wie das ende ist.....
der text bringt es für mich sehr gut auf den punkt, leider ist mein letztes ende auf der negativseite zu verbuchen...aber nun gut, kann damit leben,....
12.07.2007 11:53 Uhr
sophistic
Wieder Freunde werden...ist doch das Geheimnis.
Schließlich gab es meist keine Freundschaft in der Beziehung.
Da heisst es dann Erfahrungen sammeln und die MAcken in der Beziehung nicht im Freundschaftsalltag auf den Anderen knallen.
A
18.07.2007 19:51 Uhr
Arne1975
Wieder Freunde werden...Leider ist das meist nicht mehr so einfach möglich, da bei Trennungen oft jeglicher Resekt, Anstand bzw. Menschenwürde auf der Strecke bleibt. Da ist dann anschließend hinterher ein freundschaftlicher Umgang meist nicht mehr möglich, weil zuviel vorgefallen ist, was "unter die Gürtellinie ging". Da ist dann (leider) meist nichts mehr zu retten!
06.08.2007 01:10 Uhr
moebel
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ich denke es kommt nur darauf an, wie die Trennung aussah. Wenn die einvernehmlich ist, ist eine Freundschaft kein Problem. Wenn sie nicht einvernehmlich ist, ist eine Freundschaft einfach nur Hoelle fuer den, der noch mehr will und verdient auch den Namen Freunschaft nicht.
29.07.2007 13:36 Uhr
mondial
RE: Lass uns Freunde bleiben!Ein Lebensabschnittspart ner ist ein Partner, der in der Lage ist einem ein Stück seines Lebens abzuschneiden.
Heutzutage wachsen ja Äpfel, Birnen, Tomaten und so weiter nur so nebenbei noch an Sträuchern oder Bäumen. Heutzutage werden Äpfel, Birnen, Tomaten her-gestellt. Das ist modern. Der Wachstumsprozess wirkt eigentlich nur störend, da das erklärte Ziel das fertige Produkt ist. Den Verbraucher interessiert das alles nicht mehr. Er kauft das fertig-gemachte und her-gestellte Produkt ein und verbraucht. Er muss verbrauchen, ansonsten wachsen die Tomatenhalden und Saft kann man auch nicht auf ewig konservieren. Es muss auch Menschen geben die Tomatensaft lieben, sonst würde niemand ihn kaufen und verbrauchen. Wenn jemand Tomatensaft probiert und ihn dann doch nicht mag, kann er aber trotzdem ein freundschaftliches Verhältnis zum Tomatensaft haben. Man macht einfach die Flasche wieder zu und stellt sie in den Kühlschrank. Da ist es kühl und meistens dunkel. Er hält sich dann so noch ne Weile. Vielleicht mag man ihn später.
16.08.2007 00:21 Uhr
Kiivi
RE: Lass uns Freunde bleiben!habe deinen hauptartikel gelesen und fand den wirklich klasse.
ich kann sagen die zwei Partnerin die ich bis her hatte, mit diesen habe ich auch eine gute bis sehr gute Freundschaft aufgebaut. Wo man sich auch hin und wieder mal trifft oder anruft.'
Doch ich stimme zu, dies ght nur wenn beide mit den Gefuehlen abschliessen und beide Seiten einsehen das die Beziehung ein ende genommen hat, und jeder muss Zeit fuer sich bekommen um mit seinen Gefuehlen abzuschliesen. Erst dann kann sich aus der vieleicht entstandenen Funkstille, eine echte Nach-Beziehungs Freundschaft entwickeln.
Schöner Artikel :-)
28.08.2007 17:59 Uhr
FraeuleinFeechen
RE: Lass uns Freunde bleiben!dieser text ist meinermeinung nach der beste, den ich je in eurerzeitschrift gelesen habe.
und immer wenn ich ihn wieder herauskrame berührt er mich wie beim ersten mal.
unheimlich gut geschrieben, unheimlich wahr.
müsste ich schulnoten vergebn würdet ihr eine 1 dafür bekommen. ohne mit der wimper zu zucken.
17.10.2007 20:14 Uhr
Hannakonda
RE: Lass uns Freunde bleiben!vielleicht sogar eine 1 !:)
so eine freundschaft ist doch genau der richtige ansporn, immer ehrlich und respektvoll zu bleiben, sollte man den partner nicht verlieren wollen, aber die beziehung nicht mehr zu retten sein. ;)
06.12.2009 22:35 Uhr