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Beziehung zu den Eltern

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kryptonite

Mein Vater und die Filipina

23.05.2007 11:02 Uhr

Mein Vater hat mir eine philippinische Stiefmutter offenbart, die mit Glück zehn Jahre älter ist als ich.

von kryptonite

Mein Vater hat nach langem Hin und Her mit diversen Frauenentwürfen, die in mir allesamt nur Widerwillen auslösten, seinen vorläufigen heiligen Gral gefunden. Eine Filipina soll es sein, und zwar eben jene, die er glücklicherweise schon kennen gelernt hat, die so wunderschön, jung und bescheiden ist.

Ich sitze in einem verrauchten Haus auf einer abgewetzten Couch, die ich in einem anderen Leben mit ausgesucht habe und höre mir seine Erzählungen an.
Ich kämpfe meinen Widerwillen nieder, und werde nacher meinem Freund, nicht meinem Vater sagen, dass ich mich noch nie so als Unterschichtenkind gefühlt habe wie in diesem Moment, als mein Vater mir eine philippinische Stiefmutter offenbarte, die mit Glück zehn Jahre älter ist als ich.

Ich habe sogar schon mal mit ihr telefoniert, damals, als er sie besucht hat, morgens um sechs rief er mich an, um mich an sie weiterzureichen. Sie sagte nicht viel und ihr Englisch war dürftig, was kein Problem ist, das meines Vaters ist es auch. Sie sagte mir, dass ich auf den Fotos aussähe wie irgendwer anders. Das sagen mir meines Vaters Frauen immer. Dass ich aussehe wie irgendjemand anderes, wie ein Filmstar oder sonstiges. Und ich denke mir jedes Mal, dass ich mir wünsche, diese Frauen wären jemand anderes. Wären weniger geschminkt, weniger neurotisch, weniger das Geld meines Vaters aufzehrend, und in ihrere ganzen Verfassung mehr so, dass mein Vater auch wirklich glücklich mit ihnen werden könnte. Damit wäre ich nämlich auch glücklich.

Nun also eine Filipina, über kurz oder lang musste mein Vater bei dieser Entscheidung ankommen, denn die Frauen seines Alters sind ihm ja zu alt.
Ich habe vor Jahren schon aufgehört. an dieser Stelle vernünftig argumentieren zu wollen. Ich habe auch den Versuch aufgegeben, ihm etwas von Globalisierung und Ausbeutung zu erzählen, dialektische Erörterungen, inwieweit die Beziehung dieser Frau zu meinem Vater von ökonomischen Aspekten beeinflust sein könnte, wurden im Keim erstickt.

Und irgendwie habe ich ja auch selbst keine Ahnung, ich war dort nicht, ich kenne sie nicht, aber ich musste zumindest einige verzweifelte Ansätze unternehmen, mich gegen diese sich öffnende Klischeeschublade zu wehren.

Nach einer Woche gesunden Selbstmitleids und innerlichem Wehklagen ob meines schrecklichen sozialen Hintergrundes habe ich mich entschieden. Ich weiß, dass - sollte mein Vater diese Frau wirklich zur Frau nehmen - die ganze Geschichte nie normal sein wird, in dem Sinne, in dem ich sie gerne als normal erachten würde. Ich weiß, dass meine Mutter im besten Fall einen hysterischen Anfall bekommt, wenn ich ihr endlich offenbare, was ihr geschiedener Mann und ihre halb erwachsene Tochter seit Monaten hinter ihren Rücken erörtern.

Ich weiß, dass mein Umfeld schräg schauen wird, und dass die wenigsten Leute sagen werden "dein Vater und seine Freundin" sondern dass es in den meisten Fällen ein "dein Vater und seine Filipina" bleiben wird. so wie man "dein Vater und sein Hund" sagen würde. Aber ich weiß auch, dass mein Vater einsam ist. Furchtbar einsam, dass er in diesen Jahren, allein in einem viel zu großen Haus, nächtelang schlaflos seine gescheiterte Ehe umgewälzt hat, dass er sich immer und immer wieder gefragt hat, warum er so wenig Zeit mit mir verbracht hat, und warum er nie die Probleme gesehen hat, die unter der Oberfläche schwelten. Ich weiß, dass es in seinem Alter und vor allem mit seinen überzogenen Ansprüchen nicht einfach ist, eine Frau zu finden.

Ich weiß, dass die Einsamkeit ihn auffrisst, und das ist etwas, was man nicht möchte, nicht den eigenen Vater, nicht so. Ich habe gesehen, dass er sich verändert hat, er hat diesen trarigen Zug um den Mund bekommen, er sagt sehr oft dasselbe, und er bereut, er büßt, er büßt bis heute.

Ich habe diese ganzen Frauen gesehen, die nach meiner Mutter kamen, und irgendwann bekamen sie in meinem Kopf nur noch Nummern. Ich habe stundenlang, nächtelang mit meinem Vater über seine Beziehungsprobleme geredet, gehadert, wieder und wieder das Gleiche, habe versucht, ihm differenzierte Sichtweisen beizubringen, habe versucht ihn von Frauen wegzuzerren, die - außer gut aussehen- nur sein Geld ausgeben konnten.

Und ich habe eingesehen, dass es nicht um meinem emfpindlichen Sozialstolz geht. Es geht nicht darum, dass die Leute sagen werden "DEIN Vater hat eine Filipina?" Es geht darum, dass mein Vater einsam ist, dass er hadert, mit sich, seinem Alter und der Welt, und dass er glücklich sein will, und dieses Glück jetzt eben in dieser philippinischen Frau gefunden haben zu meint. Und nach all diesen Jahren, in denen ich mich gequält habe, weil er sich gequält hat, sage ich: gut.

Gut, er soll glücklich werden, ich weiß nichts von den Lebensbedingungen, von den Schwierigkeiten dieser Generation 50 plus, ich bin 20 und die Suche nach einem Partner gestaltet sich in diesem Alter denkbar leicht. Also werde ich seine philippinische Frau, sollte sie es werden, willkommen heißen, und sie kennenlernen. Ich werde meine Mutter nach ihrem emotionalen Kollaps wieder vom Boden aufkratzen, und hoffen, dass sie auch jemanden findet. Ich werde sagen "das ist nicht seine Filipina, das ist seine FRAU".

Es geht hier nämlich nicht um mich, mein Selbstmitleid oder mein kränkelndes Weltbild. Es geht hier um meinen Vater, und deswegen helfe ich ihm gerade mit dem Visum, ich übersetze sehnsuchtsvolle Liebesbriefe ins Englische, ich google mir die Finger wund. Ich will, dass mein Vater glücklich wird. Das ist alles.

von kryptonite


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Kommentare

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Wolkenschaf

RE: Mein Vater und die Filipina

Ich verstehe deine Zweifel und die leise Stimme des Schams...und finde dass sich dein Vater schon allein deshalb glücklich schätzen kann, weil er dich hat!

23.05.2007 11:54 Uhr

TeresaP

RE: Mein Vater und die Filipina

Genau, dein Vater kann echt stolz auf dich sein! Und ich kenne viele Paare, die sich auf diesem Weg "kennengelernt" haben und bis heute glücklich sind!

23.05.2007 12:26 Uhr

taekwon

RE: Mein Vater und die Filipina

Der letzte Satz reicht.

gruss,

23.05.2007 12:45 Uhr

Zauberformel

RE: Mein Vater und die Filipina

Schrecklich wie du von der Sehnsucht deines Vaters nach der Liebe denkst.
Gut ist, dass du ihm zur Seite stehst, ihr hoffentlich auch, denn dein Selbstmitleid ist meiner Meinung nach völlig unberechtigt und deine Kurzsicht kann ich nicht nachvollziehen.

23.05.2007 13:23 Uhr

LaBrit

RE: Mein Vater und die Filipina

Du liebst deinen Vater bestimmt sehr, das beschreibt der Text sehr schön.
Respekt.

23.05.2007 13:34 Uhr

mueckennetz

RE: Mein Vater und die Filipina

dein vater hat echt großes glück mit dir und ohne dich wäre es bestimmt auch um einiges schwerer und wie du sagst geht es dir dadurch ja auch irgendwie besser... viel glück.... !

23.05.2007 15:17 Uhr

Mephy

RE: Mein Vater und die Filipina

sehr menschlich, sehr reflektiert, klare gedankengänge. glatte eins.

23.05.2007 16:38 Uhr

PlainVanilla

RE: Mein Vater und die Filipina

gefällt mir gut... zur weiteren Verteifung des Themas empfehle ich: "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch." von Marina Lewycka und Elfie Hartenstein.. sehr kurzweiliges Buch zum gleichen Thema.

23.05.2007 17:51 Uhr

carlia

RE: Mein Vater und die Filipina

Fühl mal in Dich rein, kryptonite!
In der Regel fühlt es sich schlecht an, wenn man sich in die Angelegenheiten der Eltern einmischt. Du stellst Dich über sie und nimmst ihnen ihre Würde.
Werde wieder zu ihrem Kind und lass sie in Ruhe ihr Leben leben.
Wenn Du Dich rausziehst aus dem Ganzen, geht's Dir wieder besser. Und Deinen Eltern sicher auch.

23.05.2007 19:06 Uhr

yuna

RE: Mein Vater und die Filipina

weinend las ich deinen artikel... wie kann ein so junger mann nur so viel selbstaufopferung bringen? ich hasse unsere generation dafür, dass kinder plötzlich zum erwachsenen werden MÜSSEN! ich hasse unsere generation fürs nuransichdenken! ich hasse unsere generation für die neue definition der liebe!... du als mensch wirst entzweit von liebe zum vater und idealismus, glaube an die wahre liebe... vielleicht eines tages?! es ist einfach nicht fair für dein junges herz, solch ein "liebe" definieren zu müssen - vater, mutter, und du selbst? ich bin wütend auf deine eltern, da sie dich zu früh zum erwachsen gezwungen haben, da sie nicht in der lage sind, die beizubringen, was liebe bedeutet, sondern nur wie man einsamkeit bearbeitet, zumal einsamkeit nicht unbedingt etwas schlechtes ist: die einsamkeit kommt immer zu einem, wenn dieser jenige sie im unterbewussten braucht. ich weine für dich, für deine jungen jahren und dafür, dass du über dessen definition der liebe wahrscheinlich hinwegkommen wirst...

23.05.2007 22:08 Uhr

chessige

RE: Mein Vater und die Filipina


Als Tochter Deines Vaters solltest Du vielleicht auch in Betracht ziehen, daß ihm Deine Zustimmung zu seiner neuen Frau Nr. X wichtig sein könnte. Von daher wird die Entscheidung, die Dame willkommen zu heißen, sie nicht von ihm wegzuzerren zu versuchen, keine nächtelangen Diskussionen über die möglichen Beeinflussung durch Ökonomie und sonstigem irrelevanten Scheiß mit ihm zu führen, sondern seine Wahl, seine Entscheidung zu akzeptieren, ihm Deinen Segen zu geben, den er Dir für Deinen nächsten Partner sicherlich auch geben, was Dir dann etwas bedeuten wird, die einzig richtige Entscheidung sein. Bin ich mir ganz furchtbar sicher.

Mitunter ist uns unser "eigen Fleisch und Blut" fremder, als ein beliebiger Passant auf der Straße.

Und: Hier bekommt "Ehre und achte Deine Eltern" eine ganz neue Bedeutung. Niemals würde ich meinem Vater in seine Beziehung reinreden, allenfalls auf ihn eingehen, wenn er darüber das Gespräch mit mir sucht, was er durchaus gern und mit Vertrauen tut. Gelegentlich bin ich tatsächlich überrascht, beeindruckt, gar verstörrt, weil ich dies oder das nicht erwartet hätte. Die erste war ähnlich meiner Mutter, was er aber selbst sehr schnell merkte und ein ebenso schnelles Ende herbeiführte. Und die zweite ist verheiratet und trennt sich nicht aus Angst vor Repressalien ihres Noch-Mannes. Aber es muß Liebe sein, die jede Sprachbarriere und die daraus resultierenden, manchmal fatalen Mißverständnisse überwindent und meinen Vater zu einem strahlenden Menschen macht, dessen Tränensäcke auf wundersame Weise verschwunden sind und dessen einstmal gebrochenes Herz wieder gesund und zuverlässig schlägt. Niemals würde ich ihm da reinreden. Ich liebe meinen Vater.

24.05.2007 00:34 Uhr

kairaba2

RE: Mein Vater und die Filipina

tut mir wirklich leid fuer dich. aber fuer deinen vater hab ich 0 verstaedniss, wegen solchen l**** gucken mich leute teilweise dumm an auf der strasse wenn ich mit meiner asiatisch aussehenden freudin ueber die strasse gehe. die ganzen ekeligen europaeer und sonstige trottel die hier nach asien kommen um sich eine frau zu suchen sollte man alle in einen sack stecken und mal bisschen draufhauen, man kann nur den richtigen treffen.

24.05.2007 08:21 Uhr

RedSonja

RE: Mein Vater und die Filipina

das ist ein seltsames verhältnis, das du zu deinem vater hast.

du verhälst dich, wenn das so ist, wie du schreibst, wie eine mischung aus therapeutin, mutter, freundin.... aber wo ist die tochter? ich meine, du nimmst da zuviel last auf dich.

die andeutung, wie du deine mutter wieder vom boden aufkratzen wirst, sagt mir, dass du auch an der front mehr einbringst, als dir "zukommt"

ich als mutter würde so ein verhältnis mit meinem sohn nicht haben wollen. und ihm nicht zumuten.

just my 2 cents

davon ab, deine entschluss, die entscheidung deines vater akzeptieren zu wollen ist in letzter konsequenz nur selbstverständlich. es ist sein leben, nicht deines.

stells dir mal umgekehrt vor
(meine damit, wenn er deinen freund nich "angemessen" fände).

24.05.2007 09:20 Uhr

RedSonja

RE: Mein Vater und die Filipina

@ karaiba

aber sonst gehts dir gut, oder was?

*kopfschüttel*

24.05.2007 09:47 Uhr

retrowalter

RE: Mein Vater und die Filipina

Mein Papa ist am 28. Mai des letzten Jahres mit nur 56 Jahren verstorben. Er war immer der Meinung er ist nicht auf der Welt um für andere Entscheidungen zu treffen, sondern diese bei ihren Entscheidungen zu unterstützen. Daher finde ich die Erkenntnis zu der Du gekommen bist sehr gut. Es ist die Entscheidung Deines Vaters und Du unterstützt ihn dabei. Respekt, das finde super von Dir.

24.05.2007 11:53 Uhr

LudwigMartin

RE: Mein Vater und die Filipina


Na, da haste ja die Kurve noch gerade so gekriegt.

Übrigens: Dein Vater heiratet ne Filipina, Du warst noch nie da - und Du willst ihm was von der Globalisierung erzählen? ;-)

Jedenfalls würde ich - im Gegensatz zu Deinem Vater - das mit der Ausbeutung in dem Fall nochmal genauer erklärt bekommen haben.

25.05.2007 09:48 Uhr

EROSS

RE: Mein Vater und die Filipina

ist wirklich nicht leicht damit umzugehen und den wunsch deines vaters zu akzeptiern ..wünsche dir viel glück ....

25.05.2007 16:48 Uhr

ktty

RE: Mein Vater und die Filipina

absolut tolle haltung gegenueber so einer schwierigen situation! ! respekt~!

28.05.2007 13:49 Uhr

fishy-in-da-house

RE: Mein Vater und die Filipina

Hi.
Mein Vater hat sich auch eine Asiatin geangelt und ich kann es darum gut nachvollziehen, wie Kryptonite sich fühlt.
Es ist sicher erstmal gewöhnungsbedürftig und man muss sich all die Klisches anhören: Man ist dein Vater aber verzweifelt... die nutzt ihn doch nur aus ... die will ja nur aus dem Kommunismus raus... usw.
Es ist schon nicht gerade einfach.

Und die Diskussion ob sie ihrem Vater "reinreden" soll oder nicht finde ich auch blöde: wenn ihr Vater sie um Rat bittet und es ihm so wichtig ist dass sie ihre Meinung dazu abgibt, was er so für Beziehungen hat, dann ist es so durchaus berechtigt dass sie auch ihren Senf dazu gibt.
Ich finde es eher erbärmlich seinerseits, dass er sein Leben nicht ohne die Hilfe seiner Tochter auf die Reihe kriegt.
Mein Vater hat auch erst die Frau aus China eingeladen, sie mir vorgestellt, mich gefragt ob ich sie als Mutter akzeptieren würde und deren Tochter als Schwester ...
ich bin der Meinung dass manche Menschen nie erwachsen werden und dass es irgendwie traurig ist, wenn sie von ihren Kindern eine Entscheidung verlangen da sie selber dazu unfähig sind.
Ich fühlte mich dadurch immer sehr belastet und parentifiziert: was weiss eine 15-jährige schon davon, ob sie mit einer chinesischen Ersatzmutter glücklich wird?
Zumal ich ja nicht meinen Lebensabend mit ihr verbringen muss...
ich finde da wird zu viel von den Kindern erwartet.
Und es ist sicher nicht deine Pflicht @Krypt. dich um die Beziehungen deines Vaters zu kümmern.

Klar ist es für sie sicher der HImmel auf Erden, dass sie endlich die Chance bekommt aus der Armut zu entkommen und einen reichen Westler zu heiraten...
aber ist es denn nicht genau wie mit den Frauen davor?
Will sie denn nicht auch bloss sein Geld?
Ich bezweifle fast dass er mit ihr besonders viel glücklicher wird als mit den Ausbeuterinnen davor.
Ich kann nur sagen: die Frau die mein Vater geheiratet hat ist schon vorher sehr reich gewesen.
Sie ist die Tochter eines chinesischen Polizeioberdirektors und einer Richterin.
Von ihr kann ich behaupten, dass die nicht nur des Geldes wegen meinen Vater geheiratet hat.
Sie hatte sogar früher mehr Geld als jetzt in Deutschland und sie geht arbeiten.

Aber lass den Kopf nicht hängen!
Wer weiss: vielleicht wird deine potentielle Stiefmutter ja auch berufstätig und selbstständig...
Ich würde an deiner Stelle nicht ganz so pessimistisch in die Zukunft blicken Kryptonite.
Ich bin zum Bespiel sehr glücklich darüber, dass diese Frau in unserem Haus wohnt.
Ok. Ich selber bin ausgezogen, weil ich mich mit meinem Vater verkracht habe, aber wenigsens brauche ich jetzt kein schlechtes Gewissen haben, dass ich ihn ganz alleinen gelassen hätte....also noch ein Vorteil!
Sie hat einigermassen Harmonie in meine Familie gebracht und ich verstehe mich mit ihr sogar besser als mit meinem Vater und meiner richtigen Mutter zusammen. Auch die Tochter ist unheimlich lieb, lernfähig (sie konnte schon nach einem halben Jahr fast richtig deutsch sprechen) und sie lacht immer.
Ich war noch nie so zufrieden mi irgendwelchen Familienmitgliedern wie mit ihnen.

Auch wenn du jetzt noch wahnsinnig Angst davor hast, was dann auf dich zukommt...vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm wie du erwartest. Ich wüsche es dir.

29.05.2007 09:24 Uhr

afristern

RE: Mein Vater und die Filipina

so viel toleranz find ich echt klasse. nicht viele würden so ein dilemma so differenziert und ausgewogen betrachten. und die intensivität zu deinen eltern find ich sehr nachvollziehbar und nicht schlecht. du scheinst mehrere rollen auf einmal zu spielen. kinder dürfen auch ruhig eltern halt geben und auf diese 'aufpassen'. wozu werden wir denn sonst erwachsen?... deinem vater, dessen freundin/frau und dir also ein harmonischesx miteinander. lg

30.05.2007 03:50 Uhr

NeonBlond

RE: Mein Vater und die Filipina

ich verstehe nicht ganz, was du mit der ''sozialen schicht'' ständig meinst? was hat denn eine filipina mit der schicht-zugehörigkei t zu tun oder habe ich etwas überlesen?

30.05.2007 06:20 Uhr

takeurmeds

RE: Mein Vater und die Filipina

bin total baff.

menschlich, ehrlich.

..

super geschrieben

30.05.2007 16:44 Uhr

GottimHimmel

RE: Mein Vater und die Filipina

super!!!!

12.06.2007 17:51 Uhr

schokosucht

RE: Mein Vater und die Filipina

Oh Gott, ich dachte beim Lesen nur: Ja. Ja. Ja. Ich bin in der gleichen Situation und versuche gerade, es genauso zu sehen wie du. Auch wenn es schwer fällt. Werde den Text empfehlen!

17.08.2007 15:09 Uhr

EllaBleu

RE: Mein Vater und die Filipina

Ich finde, Du hast eine die richtige Einstellung zu dem ganzen. Wen interessiert schon, was die anderen denken... Alles Gute!

18.08.2007 15:02 Uhr

pocahontas

RE: Mein Vater und die Filipina

dein vati kann sich glücklich schätzen,denn er hat eine tolle tochter!

18.08.2007 21:37 Uhr



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