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Musik

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knabencore.
[Artikel] [Musik]

Von Kirschen und Zwiebeln.

25.01.2007 23:33 Uhr

Kirsch-Spange in den Haaren, Vans Slip-Ons an den Füßen, schwarzer Pony über einem Auge und Tränen im Gesicht. Das ist Emo. Oder etwa nicht?

von knabencore.

Früher war alles besser. Früher - das ist jetzt mittlerweile knapp ein Vierteljahrhundert her. Die Subkulturen wuchsen und wuchsen, doch mit ihnen wuchsen auch die Szene-Streitereien. So machten sich Homophobie und Chauvinismus in der Hardcore-Szene breit. Wer ein Mann war, dem war es eben in gewissen Kreisen untersagt, zu weinen, homo- bzw. bisexuell zu sein oder eben emotional zu werden. Doch mit diesen Gegebenheiten kamen ebenfalls Leute zusammen, die sich das nicht gefallen lassen wollten. Und so entwickelte sich das, was wir heute als "Emo" bezeichnen.
"Emo", das war früher nur eine Abkürzung für "Emotional Hardcore". Doch es steckte mehr dahinter als lediglich ein Musik-Genre. Es entwickelte sich eine Szene, die sich Emanzipation als Minimalkonsens gesetzt hatte. Die Lieder dieser Subkultur handelten fast ausschließlich von - wie war es anders zu erwarten - Emotionen. Oftmals hörte man am Höhepunkt eines Liedes eine weinende Person. Doch sind Emotionen bekanntlicherweise nicht nur negativ. Und so musste man selbstverständlicherweise nicht dauerhaft depressiv sein, um in dieser Subkultur zu verkehren.
Innerhalb der Emo-Szene entwickelte sich nach und nach ein Kult unter den weiblichen Szene-Mitgliedern, welche sich in Anlehnung an das US-amerikanische Aktmodell Betty Page als "Betties" bezeichneten. Sie fingen an, sich die Haare schwarz zu färben, übernahmen Rockabilly-Symbole, wie beispielsweise Spielwürfel oder Kirschen und kleideten sowie schminkten sich im Allgemeinen düster.
Doch wirft man einen Blick in die Gegenwart, ist das Bild ein anderes. Eine wirkliche Szene existiert nicht mehr, Bands bezeichnen sich selbst praktisch gar nicht mehr selbst als Emo und das Wort "Emo-Kid" ist heute eine gängige Beleidigung. Genau wie fast jede andere Subkultur wurde auch Emo kommerzialisiert, ausgenommen und ist so zu einer weiteren Mode verkommen.
Emo ist heute nicht mehr Toleranz, Verständnis, Emanzipation oder gar eine Revolution in den Köpfen. Emo ist heute nichts weiter als Mode, Dauer-Depressivität, My Chemical Romance und Haarschnitt. Eben genau das, was dabei herauskommt, wenn die Industrie eine Szene missbraucht und zu dem macht, was kleine, pubertäre Mädchen brauchen. Hört man sich heute neuere Musik von Bands wie AFI, Moneen oder Funeral For A Friend an, so sind diese kaum noch zu vergleichen mit "klassischen" Bands, wie beispielsweise Rites Of Spring, welche von vielen als die erste "richtige" Emo-Band angesehen werden. Die Parallelen zu heute scheinen versteckt und man kann sie nur erahnen.
Die Musik wurde runder, stilvoller, sauberer - eben ganz einfach massenkompatibler. Und so sieht man heute in fast jeder Stadt modeorientierte kleine Mädchen und Jungs, die ihre Vans Slip-Ons, ihre Kirsch-Haarspangen, ihren "Emo-Cut" und ihre Ringelpullis stolz wie Oscar tragen und dabei möglichst miesgelaunt und depressiv wirken. Das ist Emo. Das ist halt Mode. Mehr Bedeutung hat dieses Wort für sie nicht. Die Gegenseite geht drauf ein. Menschen, die von diesem "Trend" genervt sind, reduzieren Emo auf ein Klischee, was den Umgang mit diesem Thema schließlich erheblich leichter macht. Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich einen Bekannten fragte, ob er wüsste, was Emo denn überhaupt ist. Er antwortete kalt: "Na diese ganzen psychisch gestörten Kinder, die dauernd 'rumheulen und sich die Arme aufritzen."
Schade, dass eine so tolle Idee mit einer obendrein so tollen Musik einfach den Bach heruntergeht.
Schade drum.

Links:

von knabencore.


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Kommentare

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Reancanator

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Wenn ich heulen will, schneid ich Zwiebeln ... ne ;)
Nein, klasse Text.
Da ich dich persönlich kenne und weiß, dass du dich in der Szene auskennst, auch sehr objektiv geschrieben.
Nur leider treffen die Faktoren an sich ja nicht nur auf die Hardcoreszene zu.
Man schaue sich "punk" an ;)

24.01.2007 21:23 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Da hast du sicherlich recht.
Nur sollte der Text explizit über Emo aufklären und der ist nunmal aus der Hardcore-Szene entstanden.

24.01.2007 21:25 Uhr

Wuestensand

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Jep, manchen sollte "Emo[ti]Core" als Zusammensetzung ein Begriff sein.

Allerdings hab ich mit einer Sache ein Problem: ich kann auf Grund der Harmonien und des Rhythmusses Hardcore und Emoticore nur schwerlich zusammen bringen - es unterscheidet sich zu sehr. Aber wegen der Entstehungsszene Punk/Hardcore sei die Begrifflichkeit erlaubt :D

Ein letztes noch: das "emo" alleine find ich irgendwie unpassend, da man, wenn man es nur als kurzfassung für emotional sieht, dieses auf den größten Teil der Künstler ausweiten könnte. Kelly Klarkson "emo"?

27.10.2007 21:28 Uhr

girasole

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

jetzt weiß ich endlich woher das mit den kirschen kommt :)
danke :)

26.01.2007 09:59 Uhr

Alex15

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

also ich weiß ehrlich gesagt immernoch nicht, wo die herkommen, nur woher die übernommen wurden...aber warum das ein "rockabilly symbol" sein soll..keine ahnung...

ach ja, guter text, bei mir auf der schule liegen sich die armen dinger auch täglich in den armen.

26.01.2007 23:26 Uhr

Toronto_Kid

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Hey Alex!

Also so weit ich weiss sind die Kirschen im Rockabilly ein Zeichen für die Unschuld und Reineit, bzw Jungfräulichkeit. Im Englischen,speziell im amerikanischen Englisch gibt es auch den Begriff "cherry poppin' " was grob übersetzt so viel heisst wie, die Kirsche zum Platzen zu bringen, was wiederum metaphorisch für eine Entjungferung steht.

Wie esjetzt aber ganz genau im Rockabilly oder im früherenRock 'nRoll nun zum Symbol der Kirsche kam, kann ich Dir auch nicht sagen.

27.01.2007 05:25 Uhr

Respect

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Sehr gut geschrieben: Kompliment
Das musste doch mal angesprochen werden.

26.01.2007 15:22 Uhr

S.Schunck

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Tja, wie du schon geschrieben hast: Emo ist zu einer Mode-Erscheinung verkommen, wie es bei vielen Musikstilen der Fall ist. Aber seien wir ehrlich: der "Emo-Look" ist einer der peinlichsten, die je erfunden wurden - vor allem die Frisuren... ;-) Sicherlich gibt es unter diesen Bands wirkliche Perlen - aber vieles ist einfach nur kopiert, und man merkt, dass viele nur auf den Zug aufgesprungen sind. So war es schon mit Crossover und Nu-Metal & das gleiche Schicksal hat Emo nun auch erlitten.

Ansonsten schöner Text. Hättest vielleicht noch den "Screamo" erwähnen können... :-)

26.01.2007 15:51 Uhr

Flipi

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Applaus.

Unsere Kneipen sind überfüllt von eben diesen Personen, gegen die ich zwar keinen Groll hege, aber doch etwas erstaunt bin inwiefern sich dieses Thema vor allem, bei uns, auf Deppression und "Ritzen" reduziert hat. Und das sollten definitv keine modischen Erscheinungen sein.
Was die Musik angeht, höre ich mir hin und wieder auch gerne mal was davon an.

26.01.2007 15:56 Uhr

mitSinn_ohneVerstand

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

am schlimmsten sind ja wohl diejenigen, die durch die gegend rennen und lauthals verkünden "boah ich bin ja sooooo emo." einfach zum kotzen. danke für diesen text.

26.01.2007 16:03 Uhr

armando

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

was bin ich froh, dass ich mittlerweile alt genug bin, um die musik zu hören, die ich richtig gut finde, ohne darauf achten zu müssen, ob ich beim konzert ins bild reinpasse oder nicht...

26.01.2007 16:11 Uhr

kingoftherocketmen

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

dito ;)

26.01.2007 16:57 Uhr

Romeo_Flausch79

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Immer wieder witzig:

http://www.flowgo. com/index. cfm?action=view& id=12937&a mp;scid=0

und

http://www.headinj urytheater .com/emo emu jared hindman.jpg

26.01.2007 16:15 Uhr

Sarana

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Endlich wurde sowas mal angesprochen. Man kann die Kids einfach nicht mehr sehen die sagen "Mir geht es ja so schlecht, und ich muss immer depri sein damit ich ein Emo bin" Boah, zum kotzen. Sowas regt einen auf wenn man durch die Straßen geht und nur so was sieht/hört.
Guter Text

26.01.2007 17:06 Uhr

NeonBlond

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

wen interessiert das? subkulturen sind nur etwas für langweiler, die sonst nichts drauf haben.

26.01.2007 17:55 Uhr

cosima.van.tutte

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

hab ich da die ironie einfach überlesen?

26.01.2007 23:24 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Keks?

27.01.2007 03:04 Uhr

HeavenKnowS

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Auch Musik entwickelt sich weiter, ob dir diese Entwicklung passt oder nicht ist eine andere Sache.

Schlimm nur das Bands wie "Tokio Hotel" alles vermarkten und dabei ganz gezielt auf die Emoszene und ein Androgynes dingens als Frontwesen hinstellen.

Ich höre selbst viel von den Bands die du kritisierst, allerdings sehe ich es nicht ein mich nach meinem Musikgeschmack zu kleiden, oder mich gar zu Schminken und sonstige Eskapaden zu veranstallten.

Ich hoffe du kannst die Kehrseite der Medallie verstehen ;).

26.01.2007 17:57 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Klar entwickelt sich Musik weiter. Das war schließlich das, was ich in dem Artikel klargestellt habe. Jedoch - und deshalb ist der Text auch nicht unbedingt objektiv - habe ich die Wertung vorgenommen, dass sich diese Musik bzw. Subkultur sehr stark zum meiner Meinung nach Schlechten entwickelt hat.
Zum Anderen: Ich wollte diese Bands auch nicht von Grund auf verteufeln, es sind nur einfach die, die in das Klischee hineinpassen, welches die ganzen Kiddies ausleben. Ich selbst höre die Bands auch zum Teil sehr gerne.

Und nebenbei: "HeavenKnowS"? Rise Against? :)

27.01.2007 02:54 Uhr

HeavenKnowS

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Jap, Rise Against ist sowieso die beste Band der Welt :).

Leider habe ich das "S" bei HeavenKnowS hinten groß, jetzt sehe ich so "pseudo-kiddie"-mäßi g aus ;).

Naja das wäre wohl auch mal einen Artikel wert.

Schön wenn du die Bands nicht verteufelst, als "Rocker" sollte man tolerant sein und nicht Leuten, die um jeden Preis aufallen wollen, "Scheiß Emos" hinterherrufen.

:P

God bless Rise Against :D

29.01.2007 14:17 Uhr

LostIdeal

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Hehe, wollt ihr mal nen geschmacklosen Emo-Witz
hören? Also ...

Woran erkennt man ein Emo-Schnitzel?
- Es schneidet sich selbst.

Hilfe, jetzt wollen mich wahrscheinlich alle hauen ... ^^
Ich fands unter der Einwirkung von Wodka ziemlich witzig.

26.01.2007 18:28 Uhr

lasagne

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Das musste ganz eindeutig mal gesagt werden!

Danke! :-)

26.01.2007 18:51 Uhr

dieJudith

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

sehr bezeichnend auch: im neuen skype gibts ein emo-smiley. ein emo-emoticon.
so viel zum thema subkultur...

26.01.2007 19:52 Uhr

dieJudith

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ach ja, du hast noch was vergessen: ROTE HAARREIFEN!!!! arggghhhh. in den schwarzgefärbten pony-frissies.

26.01.2007 19:53 Uhr

DieFaengerinIMRoggen

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

erst einmal: toller text!
und nicht nur emo ist so zur modeerscheinung geworden: heutzutage kaufen sich "punks" auch fertig zerissene hosen und hören greenday.
subkulturen sind hier und heute so nicht mehr überlebensfähig und die kläglichen überreste werden dann zu mode kommerzialisiert.
und das traurigste ist dass der sinn verloren geht, den die bewegungen hatten.
jetzt ist aber individualität gefragt und indem man sich ein che guevara t-shirt anzieht ist man noch lange kein revoluzzer, denn mit dessen antlitz wird heutzutage kommerz gefördert! und um ihn tut es mir immer noch am meisten leid.

26.01.2007 20:17 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Sehr schön gesagt.
Komplette Zustimmung meinerseits.

27.01.2007 02:57 Uhr

oveja_negra

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

dito!

27.01.2007 20:46 Uhr

Sofie_Amundsen

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Interessant finde ich auch, dass die Emojungs sich zwar vom harten Männlichkeitsklische e gelöst haben, das aber nicht etwa zu ner aktiveren Integration von Mädels in der Szene geführt hat. Nenn mir mal bitte auch nur eine Emoband, bei der ne Frau auf der Bühne steht? Mir fällt nur die Sängerin von Walls Of Jericho ein, aber da sind wir ja schon wieder beim guten alten Hardcore.
Offensichtlich funktioniert der Mythos von der perfekten Romanze nur mit klar definierten Geschlechterrollen.

Lest mal hierzu folgenden Text (der Link war kaputt, deshalb in voller Länge):

EMO: Where the Girls Aren't by Jessica Hopper from PP56
A few months back, I was at a Strike Anywhere show. The band launched into ?Refusal?; a song offering solidarity with the feminist movement and bearing witness to the inherent struggle in women?s lives. It is not a song of protection; there is no romantic undertow. It?s a song about all people being equally important. Everyone was dancing, fanboys and girls at the lip of the stage screaming along?like so many shows at the Fireside. By the first chorus of the song, I was in tears. I have often been so moved to shed small wet tears at Strike shows, but this time was for AN entirely different reason?A mournful new awareness: I am here, at the Fireside Bowl probably 75 times a year for the last five years. The numbers of times I have genuinely felt, or even sensed my reality or the reality of the women I know portrayed in a song sung by male-fronted band? that number was at zero and holding. The ratio of songs/shows/expresse d sentiment-to-affirma tion of feminist struggle/girldom is staggering. This song was the first.
No wonder most of my girlfriends and I have being growing increasingly alienated and distanced from our varying scenes, or have begun taking shelter from emo?s pervasive stronghold in the cave-like recesses of electronic, DJ or experimental music. No wonder girls I know are feeling dismissive and faithless towards music. No wonder I feel much more internal allegiance to MOP songs, as their tales of hood drama and jewelry theft FEELS far less offensive than yet another song from yet another all dude band giving us the 411 on his personal romantic holocaust. Because in 2003, as it stands, I simply cannot conjure the effort it takes to give a flying fuck about bands of boys yoked to their own wounding AKA the genre/plague that we know as E-M-O. Songs and scenes populated with myopic worldviews that do not extend beyond their velvet-lined rebel-trauma, their bodies, or their vans. Meanwhile, we?re left wondering how did we get here?
As hardcore and political punk?s charged sentiments became more clich頴owa rds the end of the ?80s?as we all soon settled in to the armchair comfort of the Clinton era?Punk began stripping off its tuff skin and getting down to its squishy pulp heart. Forget bombs and the real impact of trickle down economics, it?s all about elusive kisses and tender-yet-undeniabl y-masculin e emotional outbursts. Mixtapes across America became soiled with torrential anthems of hopeful boy hearts masted to sleeves, pillows soaked in tears, and relational eulogies. Romance of the self was on.
I think somewhere right around the release of the last Braid record, is where we lost the map. Up until then, things seemed reasonable, encouraging, exciting?thus far we were sold on vulnerability, there was something revivifying in the earnestness. New bands cast their entire micro-careers from bands we all liked: Jawbox, Jawbreaker, Sunny Day Real Estate etc. In those bands, there were songs about women, but they were girls with names, with details to their lives, girls who weren?t exclusively defined by their absence or lensed through romantic-spectre. Jawbox?s most popular song, ?Savory? was about recognizing male normative privilege, about the weight of sexualization on a woman (?see you feign surprise / that I?m all eyes?). In Jawbreaker songs women had leverage, had life, had animus and agency to them. Sometimes they were friends, or a sister, not always girl to be bedded or pursued or dumped by. They were accurate, and touched by reality.
And then something broke?And it wasn?t Bob Nanna?s or Mr. Dashboard?s sensitive hearts. Records by a legion of done-wrong boys lined the record store shelves. Every record was a concept album about a breakup, damning the girl on the other side. Emo?s contentious monologue?it?s balled fist Peter Pan mash-note dilemmas?it?s album length letters from pussy-jail?it?s cathedral building in ode to man-pain and Robert-Bly-isms?it?s woman-induced misery has gone from being descriptive to being prescriptive. Emo was just another forum where women were locked in a stasis of outside observation, observing ourselves through the eyes of others. The prevalence of these bands, the omni-presence of emo?s sweeping sound and it?s growing stronghold in the media and on the Billboard chart codified emo as A SOUND, where previously there had been diversity.
Girls in emo songs today do not have names. We are not identified. Our lives, our struggles, our day-to-day-to-day does not exist, we do not get colored in. We span from coquettish to damned and back again. We leave bruises on boy-hearts, but make no other mark. Our existences, our actions are portrayed SOLELY through the detailing of neurotic self-entanglements of the boy singer?our region of personal power, simply, is our breadth of impact on his romantic life. We are on a short leash in a filthy yard?we are mysteries to be unlocked, bodies to be groped, minimum wage earners of fealty, harvesters of sorrow, repositories for scorn. Vessels redeemed in the light of boy-love. On a pedestal, on our backs. Muses at best. Cum rags or invisible at worst. Check out our pictures on the covers of records?we are sad-eyed and winsome and well cleaved ?Thank you Hot Rod Circuit, The Crush, Cursive, Something Corporate?the fantasy girl you could take home and comfort.
It is a genre made by and for adolescent and post adolescent boys, who make evident, in their lyrics and dominant aesthetic that their knowledge of actual living, breathing women is tiny enough to fit in a shoebox. Emo?s characteristic sensitive front is limited to self-sensitivity, it runs in a fanciful maze of reflexive self pity, rife with a vulnerability that is infinitely self-serving. It is a high stakes game of control?of ?winning? or ?losing? possession of the girl (see Dashboard Confessional, Brand New, New Found Glory and Glassjaw albums for prime examples) Yet, in the vulnerability there is no empathy, no peerage or parallelism. Emo?s yearning is not to identify with, or understand, but rather to enforce sexual hierarchy and omit women?s power via romanticide.
As Andy Greenwald notes in his forthcoming book about emo culture Nothing Feels Good: PUNK ROCK, TEENAGERS, AND EMO, lyrically, emo singers ?revel in their misery and suffering to an almost ecstatic degree, but with a limited use of subtlety and language. It tends to come off like Rimbaud relocated to the Food Court.? Women in emo songs are denied the dignity of humanization through both the language and narratives, we are omnipresent, but our only consequence is in romantic setting; denying any possibility or hope for life outside the margins, where they express a free sexual, creative or political will.
***
On a dancefloor in Seattle, a boy I know decides to plumb the topic,
?I heard you?re writing a column about how emo is sexist?
?I am.?
?What do you mean ?emo is sexist?'? Emo songs are no different than all of rock history, than Rolling Stones or Led Zeppelin.?
?I know?I?d rather not get into right now.?
?How are songs about breaking up sexist though? Everyone breaks up. If you have a problem with emo, you have a problem with all of rock history!?
?I know. I do.?
And to paraphrase words of Nixon sidekick HR Haldeman, ?History is wack.?

There must be some discussion, at least for context, about the well-worn narrative of the travails of the boy rebel?s broken heart as exemplified in the last 50 years of blues-based music. There must be some base acknowledgement that in almost every band since the beginning of time, most songs are about loving and losing women. Granted, broken hearts are a part of human existence. Songs about women but not written by women, practically define rock n roll. And as a woman, as a music critic, as someone who lives and dies for music, there is a rift within, a struggle of how much deference you will allow, and how much you will ignore because you like the music.
Can you ignore the lyrical content of the Stones ?Under my Thumb? because you like the song? Are you willing to? How much attention can you sacrifice to the cock-prance of Led Zeppelin or cheesy humpa-humpa metaphors of AC/DC or the heaping pile of dead or brutalized women that amasses in Big Black?s discography? Is emo exceptional in the scope of the rock canon in terms of treatment of women or in it?s continual rubbing salute to it?s own trouble-boy clich頩mag e? Is there anything that separates Dashboard Confessional?s condemnation of his bedhopping betrayer and makes it any more damning than any woman/mother/whore/e x-girlfrie nd showing up in songs of Jane?s Addiction, Nick Cave, The Animals or Justin Timberlake? Can you compartmentalize and not judge the woe towards women readily exemplified in most of the recorded catalog of Zeppelin because the first eight bars of ?Communication Breakdown? is, as the parlance goes, total fucking godhead? Where do you split? Do you bother to even care, because if yr going to try and kick against it, you, as my dancing friend says ?have a problem with all of rock history.?, and because who, other than a petty, too serious bitch dismisses Zeppelin?! Do you accept the circumstances and phallocentiricites of the last 50 years of music, as it exists in popular culture and in your ?punk rock community? as simply how it is?

Who do you excuse and why? Do you check your personality and your politics at the door and just dance or just rock or just let side A spin out? Can you ignore the marginalization of lady-lives that line your record shelves, and give yrself where you can to where you identify, bridging the sometimes massive gulf, because it?s either that or purge yr collection of everything but wordless free jazz / German micro house 12?s and/or Mr. Lady Records releases.
It is almost too big of a question to ask. I start to ask this of myself, to really start investigating, and stop, realizing full well that if I get an answer I may just have to retire to an adobe hut on some Italian mountainside and not take any visitors for a long time. Or turn into the rock critical Andrea Dworkin, and report with ruthless resignation that all male-manufactured music is in service of the continual oppression and domination of women. Sometimes I feel like every rock song I hear is a sexualized sucker punch towards us. And I feel like no one takes the breadth of that impact seriously, or even notices it most days.
My deepest concerns about the punishing effects of the emo-tidal-wave is not so much for myself or for my immediate-peer lady friends who can fend and snarl from the safety of our personal-political platforms and deep crated record collections, but rather, for the girls I see crowding front and center for the eem shows. The ones who are young, for whom this is likely their inaugural introduction to the underground, who?s gateway may have been through Weezer or the Vagrant America tour or maybe Dashboard Confessional?s Unplugged sesh on the MTV. The ones who are seeking music out, who are wanting to stake some claim to punk rock, or an underground avenue, for a way out, a way under, to sate the seemingly unquenchable, nameless need?the same need I know I came to punk rock with. It becomes a very particular concern because Emo is the province of the young, their foundation is fresh-laid, my concern is for people who have no other previous acquaintance with the underground aside from the shadowy doom and octave chords that the Vagrant Records roster hath wrought.
When I was that age, I too had a rabid hunger for a music that spoke a language I was just starting to decipher, music that affirmed my faith, my ninth grade fuck you values, and encouraged me to not allow my budding feminist ways to be bludgeoned by all the soul crushing weight of mainstream culture?I was lucky I was met at the door with things like the Bikini Kill demo, or Fugazi or the first Kill Rock Stars comp, or Babes in Toyland shows. I was met with polemics and respectful address. I was met with girl heroes in guitar squall, kicking out the jams under the stage lights. I was being hurtled towards deeper rewards, records and bands were triggering ideas and wrenching open doors of interminable hope and inspiration. I acknowledge the importance of all of that because I know I would not be who I am now, doing what I do, 12 years down the line, if I had not had gotten those fundamentals, been presented with those ideas about what music, or moreover, what life can be about.
And so I watch these girls at emo shows more than I ever do the band. I watch them sing along, see what parts they freak out over. I wonder if this does it for them, if seeing these bands, these dudes on stage resonates and inspires them to want to pick up a guitar or drum sticks. Or if they just see this as something dudes do, because there are no girls, there is no them up there. I wonder if they are being thwarted by the FACT that there is no presentation of girls as participants, but rather, only as consumers?or if we reference the songs directly?the consumed. I wonder if this is where music will begin and end for them. If they can be radicalized in spite of this. If being denied keys to the clubhouse or airtime will spur them into action.
I know that, for me, as an auto-didactic teenaged bitch, who thought her every idea was a good idea worthy of expression and audience, it did not truly occur to me to start a band until I saw other women playing music (Babes in Toyland, early 1990). Up until then?seeing Bloodline chugga-chugga it up 97 times on local hardcore bills had not done it for me. Dinosaur Jr?s hairwaving and soloing had not done it for me. The dozens of bands, bands who?s records I knew all the words to, who were comprised of 25-30 year old dudes, with nothing much to say, did not feel like punk rock with it?s arms open wide to me. It took seeing Bikini Kill in an illegal basement venue to truly throw the lights, to show me that there was more than one place, one role, for women to occupy, and that our participation was important and vital?It was YOU MATTER writ large.
I don?t want these front row girls to miss that. I don?t want girls leaving clubs denied of encouragement and potential, quietly vexed and clad in the burka of emo?s male dominance. Because as fucking lame as punk rock can be, as hollow as all of our self serving claims ring?that punk rock?s culture is something TRULY DIFFERENT (sic) than median society?at it?s gnarled foundations still exists the possibilities for connection, for exposure to radical notions, for punk rock to match up to the elaborate idea of what many kids dream, or hope for it to mean?for all of that to absolutely and totally exist ?I believe?much of that hinges on the continual presence of radicalized women within the leagues, and those women being encouraged, given reasons to stay, to want to belong?rather than punished or diminished by the music which glues the various fractious communities together.
Us girls deserve more than one song. We deserve more than one pledge of solidarity. We deserve better songs than any boy will ever write about us.

Da schreit doch der Protest. Und zwar lauter als Romeos gebrochenes Herzchen.


26.01.2007 20:23 Uhr

Schindlude

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

schade, den mit dem schnitzel wollt cih auch grad bringen...naja wie wärs mit dem hier:

warum gehen emos schon um elf aus der bar raus?

-----na, weil dann die HAPPY hour beginnt!!

haha jaja ich weiß ;)

26.01.2007 20:47 Uhr

Q-co

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

also hier musste ich dann doch lachen... ;D

27.03.2008 21:41 Uhr

frau_rakete

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ich mag das, was heutzutage als "Emo-Musik" bezeichnet wird, nicht.
Allerdings mutmaße ich, dass ich da optisch in die Schublade gesteckt werde. Ich hab Vans-Slip-Ons mit Kirschen...aah. Oh Gott, dann kommt noch hinzu, dass ich alle paar Jahre tatsächlich in einer depressiven Episode stecke und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen muss...
Ja, heutzutage ist das ein Schimpfwort, aber früher kannte ich den "Lifestyle"-Begriff "Emo" noch nicht, früher war das einfach Pienz-Musik.
Komisch, wie sich die Zeiten geändert haben. Die frühere Emo-Musik war mir zu anstrengend und zu nervtötend, die heutige ist mir zu anspruchslos.
Sehr interessant, wie das zum Mode-Selbstläufer wurde; gottseidank bin ich heute nicht mehr ganz zu jung. Mir geht das nämlich vollkommen am Arsch vorbei.

26.01.2007 23:33 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Es ist ja logischerweise auch nicht jede/r gleich ein Emo-Kid, nur weil er/sie besagte Kleidungsstücke trägt oder auch mal depressiv ist. Das wollt ich auch gar nicht ausdrücken mit dem Text.

Songzitate sind unkreativ und das Genre passt auch nicht, aber dennoch meine Meinung dazu geschrieben durch "Dendemann":

"Denn manche schwimmen mit, manche gegen den Strom, doch ich frag: Schwimmen wir noch oder leben wir schon?"

27.01.2007 03:02 Uhr

aramsamsam

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Leider immer die selbe unnötige Diskussion. Ja du hast Recht und eindeutig die Wahrheit geschireben, nur bringt es wie so oft nichts.
Nur sehe ich das Ganze irgendwie von zwei Seiten. Es gibt selbstverständlich Dinge ( von mir aus deine Kirschhaarspangen), die von einer bestimmten Szene bevorzugt werden. Aber da wir alle ja so tolerant sind, dürfte es kein Problem sein über Mädchen, die eben diese Haarspangen gerade bei H&M gekauft haben.
Ich glaube einfach, dass diese ganzen Diskussionen die Welt weder weiterbringen noch diese Jungs und Mädchen irgendwie interessieren. Im Gegenteil sie werden wahrscheinlich noch bestärkt, denn man will ja, gerade in diesem Alter, provozierren.
Wie gesgat, im Grunde genommen die Wahrheit, allerdings eine viel zu häufig geführte Konversation, die noch niemandem viel gebracht hat.
Trotzdem, schön geschriebener Text.

27.01.2007 09:45 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Danke erstmal.

Wenn die Diskussion schon so oft geführt wurde, warum gibt es dann keinen anderen informativen Beitrag zu dem Thema auf Neon.de?
Alles, was ich da gefunden habe, ging inhaltlich nicht über "Scheiss Emos, die heulen die ganze Zeit nur!" hinaus. Und damit war das Thema für die meisten abgehakt, ohne dass sie auch nur ein paar Hintergrundinformati onen hatten.

Und wenn wir nur über Sachen diskutieren würden, die die Welt weiterbringen, würden der Großteil aller Themen entfallen und das Leben wäre ganz schön langweilig. ;)

27.01.2007 14:08 Uhr

aramsamsam

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Nicht die Diskussion über Emo im speziellen, aber über solche "Szenenprobleme" ( ich nenn sie einfach mal so) im Allgemeinen. Das gibts nämlich uüberall, sei es nun Punk oder Emo oder sonstwas.
Ich denke man sollte einfach drüberstehen und es als Kompliment sehen, wenn andere unbedingt so sein wollen, wie man selbst- vorausgesetzt man zählt sich selbst zu der Szene.
Und nen kleinen Kommentar nebenbei: das Alter spielt in solchen Fällen nicht immer eine Rolle. Ist mir eben noch eingefallen. ;)

27.01.2007 16:28 Uhr

scoop

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ich verstehe dieses ganze szenegetue nicht. gleichgesinnte bauen sich eine schublade und unterwerfen sich nen gruppenzwang. und wehe jemand zieht ne andere farbe an, der ist dann raus. ist szene nicht immer auch ne mode? warum muss man sich so anpassen? ich will es auch gar nicht verstehen.

27.01.2007 14:20 Uhr

ImaginaryHero

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Gut geschriebener Text! Ich mag auch Vans würde mich aber niemals als "Emo" bezeichnen. Erstens ist mir das viel zu blöd, zweitens gehöre ich keiner Gruppe an & drittens ist das wirklich eine riesiege Massensache geworden. Schade drum & schade für die Ursprungshelden würde ich da doch mal sagen. Ich kenne jemanden, der das Gleiche als "Gothic" durchzieht.. peinlich. oO

27.01.2007 14:28 Uhr

die.sandra

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

cooler text, das mal zuerst. bei youtube gibt es ein video, das wohl besonders die klischee-mode-emos lächerlich machen soll, ich bin nicht sicher, ob das hier, das Original ist: http://www.youtube.c om/watch?v =RHTAT_UPm18&mod e=related& amp;search=
Mir gehts so, dass ich bei Älteren durchaus ernstnehme, wenn sie ihre karierten Vans anhaben, weil sie das wohl schon immer hatten. Die Klischeekids belächel ich auch eher, aber ja...es is ja auch nur was, um sich zu identifiziern, diese junge Neu-Emo-Generation glaubt doch auch, sehr echt rüberzukommen, ehrlich zu sein, aufzuhören mit dem sonnig -in -die Zukunft-Gucken...und dieser Stock- im -Arsch-Tanz ist auch was ganz Typisches. Letztendlich ist natürlich schade, wenn eine Generation aussieht wie Emo, aber nicht weiß, was das eigentlich ist. Andererseits ist es ein einziges leben und leben lassen. Bin ja auch kein Revoluzzer, nur, weil ich Sterne am Gürtel trag.. :)

27.01.2007 14:35 Uhr

sailor

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Tja, schade drum.
Wie immer.

Aber toller Nick...

27.01.2007 15:23 Uhr

emel

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ich hab nur kurz eine frage, aber bitte nicht falsch verstehen! es hat einfach nur mit dir als artikel-verfasser zu tun.

wie bist du als 17jähriger in der lage den o.g. artikel schreiben zu können?
und wo siehst du den unterschied zwischen dir & den "teenies", die emo nur als mode inszenieren?

ich frage dich nur um zu erfahren, ob du denn auch nicht durch den "mode"-gedanken an emo herangetreten bist aber im anschluss (vielleicht im unterschied zu den "teenies") dich einfach mehr mit dem thema auseinandergesetzt hast..

für mich ist es ein wenig schwer verständlich, dass jemand, der zu zeiten der entstehung einer stilrichtung noch gar nicht in der lage war sich bewusst dafür zu entscheiden, so schreiben kann wie du es oben getan hast..

wie gesagt, bitte nicht falsch verstehen. diesen fragen sind mir einfach aufgrund deiner argumentierungsart in den sinn gekommen..

27.01.2007 18:05 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

"wie bist du als 17jähriger in der lage den o.g. artikel schreiben zu können?"

Ich habe irgendwann mal Gefallen an der Musikrichtung entwickelt. Und dann kommt halt eins zum anderen. Man hört, das sei "Emo" und informiert sich halt, um zu erfahren, was das ist und was es da noch so für Bands gibt usw.. Dadurch kam ich logischerweise auch schnell in die Problematik des heutigen Emo rein (,was sich - wie schon oft gesagt - ja kaum von der Problematik des Punk o.ä. unterscheidet, aber whatever).

"und wo siehst du den unterschied zwischen dir & den "teenies", die emo nur als mode inszenieren?"

Der Unterschied liegt darin, dass ich mich so einschätze, dass ich über solchem Schubladen-Scheiss stehe, und eben Emo nicht als eine Mode ansehe.
Sicherlich war ich vor 2 bis 3 Jahren in der Hinsicht noch völlig anders drauf, aber ich habe Erfahrungen gesammelt und mich informiert, was ich bei vielen anderen Menschen, die ich kenne, vermisse.

27.01.2007 18:25 Uhr

lescheroese

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

... und damit hast du vollkommen recht .
der artikel ist dir sehr gut gelungen .

27.01.2007 18:38 Uhr

emel

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

der kommentar oben richtet sich an knabencore..

27.01.2007 18:51 Uhr

emel

kacka!

oops.. ich verklick mich hier permanent. sorry..
also nochmal: der UNTEN gesetzte kommentar richtet sich an knabencore & nicht (wie mein verklicken vermuten lassen könnte) an lescheroese..

ach, wo wir doch dabei sind:
@ lescheroese: bist wohl'n fan von knabencore? keine sorge. ich hatte nur paar fragen an ihn. wollt ihn nicht kritisieren..

27.01.2007 18:54 Uhr

lescheroese

kacka!hoch2

also auch mal ,/ auch wenn ichs relativ peinlich von dir finde/ mein kommentar richtete sich nicht an dich , sondern an mein "idol" knabencore /von dem ich hier übrigens das erste mal etwas höre/ und ...und wieso darf ich hier nicht etwas dazu äußern, was 1. meine eigene erfahrung anbelangt & 2. was ich für musikverständnis essentiell halte? ...

steck mal mitm alter etwas zurück.

27.01.2007 19:08 Uhr

emel

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ok, soll's ja auch geben..

ich z.B. habe eine starke affinität zur beat-musik. das war ja auch nicht "zu meiner zeit". ich habe jedoch sehr sehr interessante erfahrung gemacht, was das generationsübergreif ende anbelangt. die wertvollsten unterhaltungen führe ich zu diesem thema mit knapp 50jährigen, denn die können viel dazu erzählen.

genau da ist für mich der punkt, wo ich denke, dass ich eigentlich nichts kompetentes zur beat-musik äußern darf (egal wie viel ich darüber lese).
denn was mir fehlt ist der zeitgeist, den diese musik hervorgebracht hat.
und genau das ist der grund, weshalb ich dir diese fragen gestellt habe..

27.01.2007 18:50 Uhr

Junge_Helden

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

nennt sich auch alterskomplex. eins der dämlichsten kommentare, die ich je gelesen habe. und dann irgendwas bezüglich "argumentation" sagen.

bitte nicht falsch verstehen.

27.01.2007 18:53 Uhr

emel

hä?..

was geht denn jetzt ab?
alterskomplex? sei mir bitte nicht böse aber das musst du mal weiter ausführen, denn vielleicht bin ich schon ein wenig zu alt für solche knappen formulierungen..

was hat das mit argumentation zu tun?
und wieso darf ich hier nicht etwas dazu äußern, was 1. meine eigene erfahrung anbelangt & 2. was ich für musikverständnis essentiell halte?

es steckt über haupt keine wertung in dem, was ich zu knabencore geschrieben habe! außer in dieser äußerung:
"genau da ist für mich der punkt, wo ich denke, dass ich eigentlich nichts kompetentes zur beat-musik äußern darf (egal wie viel ich darüber lese).
denn was mir fehlt ist der zeitgeist, den diese musik hervorgebracht hat."
und diese äußerung bezog sich schlichtweg auf mich selbst..

27.01.2007 19:00 Uhr

knabencore.

hä?..

So langsam wird's hier unübersichtlich.

"genau da ist für mich der punkt, wo ich denke, dass ich eigentlich nichts kompetentes zur beat-musik äußern darf (egal wie viel ich darüber lese).
denn was mir fehlt ist der zeitgeist, den diese musik hervorgebracht hat."
Nun, demnach kann ich mich also zu keinem "historischem" Thema, wie der Geschichte von irgendetwas bzw. etwas, das "vor meiner Zeit" war kompetent äußern?

27.01.2007 19:05 Uhr

Junge_Helden

...

Einen guten Text zu schreiben, hat ÜBERHAUPT nichts mit dem eigenen Alter zu tun.

"und diese äußerung bezog sich schlichtweg auf mich selbst.." das ist cool von dir, aber irgendwie recht unangebracht, weils hier nicht so um dich geht. Könntest ja mal einen "Gegegntext" zu diesem Thema schreiben. Mit 22 hast du da bestimmt ne Menge zu erzählen.

27.01.2007 19:14 Uhr

emel

...

ich merke schon. ich bin auf der abschussliste..

ich versuch's einfach nochmal, mich verständlich zu machen.

ich habe knabencore nicht KRTISIERT und erst recht nicht, weil er erst 17 ist & erst mal einen bart kriegen sollte! NEIN, ihr versteht mich falsch! ich finde nur, dass er im ersten moment vermutlich ähnlich reagiert hat wie diejenigen, die er in seinem artikel kritisiert. für ihn war es vermutlich auch im ersten moment "mode", der er nachgehen wollte & ERST DANN hat er sich vermutlich entschieden einen lebensstil daraus zu machen.

warum das so wichtig zu wissen ist:
was ist, wenn unter diesen "teenies" zwei oder drei dabei sind, die zuerst blind nach der mode gehen & dann erst merken "scheiße mann, diese musik bedeutet mir viel mehr.."?
wenn knabencore diese "teenies" kritisiert, dann möchte er im prinzip nicht, dass emo für alle zugänglich ist. und das betrachte ich als unfair..

"und diese äußerung bezog sich schlichtweg auf mich selbst.." -> diesen satz habe ich gesagt, um deutlich zu machen, dass ich keine deutende äußerung in meinem kommentar gemacht habe AUSSER zu meiner eigenen person. daher finde ich deine reaktion, dass es "hier nicht so um [mich] geht", junge_helden, bisschen unpassend & nicht ganz durchdacht. ebenso die forderung einen gegentext zu schreiben & auf mein alter aufmerksam zu machen. ich verstehe gar nicht, was du damit bewirken möchtest. aber egal..

ich hoffe, ich habe meine stellungnahme ein wenig deutlicher gemacht.
vielleicht habt ihr ja lust mal meinen artikel über "musikfaschismus" zu lesen, denn da geht es genau darum, was in diesem moment hier abgeht..

27.01.2007 19:33 Uhr

Junge_Helden

...

1. ist das nicht der passende ort werbung für seinen text zu machen, auch wenn man unerklärlicher weise der meinung ist, dass "musikfaschismus" hier gerade "ab geht".

2. heißt es nicht, dass mein kommentar undurchdacht ist, nur weil du ihn nicht verstanden hast.

28.01.2007 14:08 Uhr

LudwigMartin

...


@Junge Helden

Schön, wie Du ne interessante Diskussion kaputtmachst. Toll!

emel hat ne sehr interessante Anfrage gestartet und ich war gespannt, wie es sich zwischen ihm und knabencore (übrigens wirklich ein schöner nick) argumentativ entwickelt.

Aber nein, da muß sich jemand als Stelltreter und Schutzengel reinhängen und Fronten aufbauen, die aus emels Anfrage überhaupt nicht hervorgehen.

Vielen Dank, das hast Du fein hinbekommen.

29.01.2007 13:43 Uhr

sailor

...

Meine Zustimmung auf breiter Front, Lou...

29.01.2007 18:14 Uhr

Junge_Helden

@ ludwigmartin

1. bin ich von niemandem der schutzengel (ich kenne knabencore nicht mal)

2. ist es emels schuld, wenn sie sich aufhört zu rechtfertigen

3. habe ich genauso ein recht zu kommentieren wie du auch

4. ist es extrem peinlich, dass die achso erwachsene emel und du ebenso mir unterstellen hier jemanden in schutz nehmen zu müssen, der es meiner meinung nach nicht nötig hat.

30.01.2007 17:00 Uhr

emel

@ ludwigmartin

ach du scheiße..

sorry, das wird mir zu kindisch hier.
"rechtfertigen".. du wärst die letzte, vor der ich das tun müsste!

ich bin raus.

30.01.2007 17:37 Uhr

Junge_Helden

@ emel

kindisch? :)
kindisch ist eigentlich nur, sich nach so einer kurzen unterhaltung "wirklich frustriert" zu sein. zeigt viel reife und auch die eigenschaft, mit kritik umgehen zu können.

"aber mit verlaub, nicht von fundamentalisten in kinderschuhen.." alles klar, weil du für deine 22 jahre bestimmt richtig weit bist :)

30.01.2007 18:46 Uhr

LudwigMartin

meine helden aber auch!


1. natürlich bist Du kein Schutzengel, aber Du tust so (selbsternannt eben)

2. Wenn es nur um's Rechtfertigen ginge, würde ich hier gar nicht lesen. Es ging um eine interessante Anfrage, die Du zerhackt hast.

3. Natürlich. Nur sind Deine Beiträge hier unproduktiv.
Recht und Sinn sind zwei Paar Schuhe.

4. "achso Erwachsene" - ich wüßte nicht, wo ich das herausgestellt hätte. "der es nicht nötig hätte" - wir sind uns hierin also einig.

---

Du greifst permanent an, ohne auf Inhalt einzugehen.
(alterskomplex, dämlichste Kommentare, Werbung für seinen Text)
Du bist von Anfang an gereizt, obwohl Dir ja keiner was getan haben kann.
Du wirst permanent persönlich und ignorierst, daß emel überhaupt nichts über die Qualität des Textes oder des Autoren hat verlauten lassen.
Du bist einfach nur: destruktiv.

30.01.2007 18:23 Uhr

Junge_Helden

meine helden aber auch!

so viel zum thema schutzengel.
wirklich zuckersüß :)

30.01.2007 18:47 Uhr

sailor

meine helden aber auch!

Geil!

Ein pissing contest...

31.01.2007 09:47 Uhr

Tjorvens

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Klar versteh ich, dass es dich nervt, wenn Leute sich der Szene so oberflächlich bedienen, mit der du dich identifizierst. Aber lassen wir ihnen doch ihren Spaß! Später, wenn sie mit Mitte 40 daheim sitzen, werden sie ihren Kindern sagen "wir waren nicht in der Szene, wir waren die Szene!" und sich mit diesen Erinnerungen das Herz wärmen. Ich kenn auch `ne Menge Leute, die sich da dazu zählen. (Und die Skaten dazu auch noch, sowas kann schon seltsame Ausmaße annehmen...)
Aber was soll`s.

27.01.2007 19:12 Uhr

schlupu

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ok, ich gebs zu: bis zum lesen deines artikels keine ahnung gehabt, was emo ist.

mag aber gerne puenktchenblusen, streifenshirts und schraege ponys.

mir erschliesst sich mode eben schneller als irgendwelche unterschubladen von musikstilrichtungen - und ich habe auch nicht vor, mich dafuer zu schaemen :-)

27.01.2007 20:49 Uhr

Miss-Aufziehvogel

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

wie schon mehrfach erwähnt trifft eine solche Wahrnehmung wohl auf jede Szene zu.
Ich habe keine Ahnung davon, was Emo ist, dein Artikel hat mich zumindest ein bisschen aufgeklärt. Aber du könntest diesen Text praktisch wortwörtlich stehen lassen und Emo durch Gothic ersetzen...da hat dieser Prozess in den letzten Jahren sehr ähnlich stattgefunden

27.01.2007 22:14 Uhr

rain-is-for-dancing

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

toller text, sehr detailgetreu und objektiv geschrieben.
lässt mich vielleicht ein bisschen anders denken.

27.01.2007 23:48 Uhr

SisterofEvil

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Oh man. Alle hier waren doch sicher auch mal 14 und ob ihr's glaubt oder nicht, da haben die 24-Jährigen auch auf euch "Kinder" herabgeschaut.

Früher war alles besser.... mmmh. Seit den ollen Griechen und heute schon mit 17. Wenn ihr die Mucke scheiße findet, hört was besseres und lasst den anderen ihren Spaß.

28.01.2007 01:50 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Lies den Text nochmal und versteh ihn diesmal bitte auch.

28.01.2007 12:50 Uhr

ic2163

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ich denke das das ganz normal ist. Lasst euch nicht beirren, beharrt auf dingen, lass dinge los und entwickelt euch weiter.

Jeder Szene, oder Subkultur, droht irgendwann das aus durch den Massenerfolg. So werden dinge geboren, und so sterben dinge.
Es macht keinen Sinn sich für derartige Erhaltungen "alter Werte" einzusetzen: Es funktioniert nicht!
Schließt euch einer neuen Szene an, oder werdet Ihr selbst!

28.01.2007 10:04 Uhr

-fey-

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

DANKE dass das mal gesagt wurde

28.01.2007 11:05 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ok, so langsam verstehen mich so einige Leute hier völlig falsch.

Ich will nicht der große Retter und Verfechter der Emo-Szene sein, das wär mir viel zu hoffnungslos und anstrengend. Ich finde die Grundeinstellung, die durch Emo ursprünglich vermittelt wurde mehr als unterstützenswert, ebenso gefällt mir die Musik - ich kann mich schlichtweg mit Emo identifizieren. Aber: Ich bin kein Emo. Denn das, was Emo ursprünglich war, ist heute praktisch tot. Und ich möchte mich nicht in eine Schublade mit den Leuten stecken, die sich heutzutage als Emos bezeichnen.

Ich hatte auch nicht vor, die "Teenies" in dem Artikel zu verteufeln, weil sie letztenendes auch mehr Opfer als Täter sind. Sie sind das, was dabei herauskommt, wenn die Industrie zuschlägt und kommerzialisiert. Ich will sie nicht dazu verurteilen, sich bis auf alle Ewigkeit von Emo fernzuhalten, sondern ganz im Gegenteil: sie sollten sich meiner Meinung nach damit auseinandersetzen.
Ebenso möchte ich nicht jedem, der sich wie ein Emo-Kid kleidet, unterstellen, er gehöre zu diesen Teenies, solange er sich nicht selbst (oder auch andere) auf Grundlade der Kleidung als Emo bezeichnet. Aussehen ist Nebensache und erst recht kein Privileg für Szenemitglieder. Und genau dieses Bewusstsein haben die vermeintlichen Teenie-Emos heute nicht. Sie sehen Emo als eine Mode, als einen Kleidungs- und Modestil an. Und das ist in meinen Augen schlichtweg zu oberflächlich und zu falsch.

Eine letzte Klarstellung:
Schubladen sind für'n Arsch. Niemand sollte zu solch einem Klischee verkommen, dass man ihn mit einem Etikett definieren könnte.

Und nein, das alles wiederspricht nicht meinem Artikel, auch wenn's für einige auf den ersten Blick so erscheinen mag.

28.01.2007 13:15 Uhr

hardcorefan

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Toll geschriebener Artikel =)
Ich wuste bis vor kurzem nicht wirklich was Emo ist. Wirklich, es ist an mir vorbeigegangen. Doch ich hab auch Vans und ohh Schande ich finde Sachen von P.a.t.D. nicht schlecht. Und dann hieß es "Wie du bist Emo? Scheiß Emo-Kids"

Das hat mich irgendwie überrumpelt, daher danke für den Text. Jetzt weiß etwas mehr darüber was Leute als Emo bezeichnen und was es wirklich ist.

Dumm nur, dass man nicht mehr Klamotten tragen kann oder Musik hören ohne in eine Schublade gesteckt zu werden (Beispiel: Vans muss man einfach nicht schnüren, der einzige Vorteil - sind nämlich überteuert für die miese Quali^^).

Scheint als hätten viele Menschen Angst, wenn sie jemanden nicht in eine Schublade stecken können...

28.01.2007 13:33 Uhr

anneliseSchmidt

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

GEHT MAL AUF YOUTUBE.COM UND GEBT "EMO" EIN

da kommt ein geiler song der super zu deinem artikel passt ;) ist gleich der erste eintrag...

28.01.2007 14:25 Uhr

fever

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Super Text !!Großes Lob!Endlich mal jemand der den Begriff EMO gut zusammenfasst und analysiert.Ich habe nämlich in letzter Zeit viel mit dem Begriff zu tun gehabt und gemerkt ,dass die meisten ,auch wenn sie so tun ,keine Ahnung haben was das wirklich bedeutet.Ich konnte bisher auch nicht genauere Definitionen geben.Irgendwie etwas verwirrend das ganze.Und mit dem Ritzen ???Was hat es damit auf sich?Das gab mir dann meine Schwester immer als Antwort.Ich habe von Künstlern gehört(in einem Interview)das es EMO bald nicht mehr geben wird.Was ich mir auch vorstellen kann,da der wirkliche Lebensstil nichts mehr mit dem Wort zu tun hat.Daneben bemerkt werde ich bald zu einem Konzert von My chemical romance gehen,weil ich die Musik einfach mag.Mal schauen was ich da so entdecken werde.

28.01.2007 14:32 Uhr

alltgsueberlebende

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

So ist nunmal das Leben...teitweise liefen alle teens in kaputten Klamotten rum um den Grunge-stil nachzuahmen, dann kam wohl die techno und hiphop-mode dran...nun ist es die punk und emo szene! Ich bezweifle ob sich überhaupt jemand mit der Musikrichtung auseinandergesetzt hat!
Schlimm dabei finde ich nur das sich diese Leute für soooo unglaublich individuell empfinden, dabei sehen sie aus wie xy!!!

28.01.2007 14:59 Uhr

cherrykid

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

My Chemical Romance ist KEINE-EMO-BAND !!!

ich find dieses gerede über "emo" einfach nur noch lächerlich ...

28.01.2007 15:23 Uhr

onemelody

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Net schlecht, du kennst dich echt aus!

28.01.2007 15:26 Uhr

Guelle

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Wen stört´s?

Leute, die wirklich Bezug zur Musik und zu ihren Freunden haben, brauchen sowas wie "das Angesagte" nicht.

Ich stör mich nicht an den Mode-Emos.
Sollen sie doch.
Kann ihnen ja keiner verbieten.

Und das "Wahre" als solches gibt´s auch nicht.
Jeder nach seiner Facon.

Wenn sich eine Kultur ausbeuten lässt, ist sie selbst schuld.
Mir kann aber keiner erzählen, dass hier irgendwas ausgebeutet wurde.
Die guten Bands, die gibt es immer noch. Ne schöne Szene ist immer aktiv und das wird auch so bleiben.

Es ist nämlich in Subkulturen immer das Gleiche: sie lebt vom Mitmachen und es gibt genug Leute, die mitmachen.

Insofern: who cares?
Mach eine Anlage an, leg deine Platten auf, die dir wichtig sind und das ist dann deine "Szene" ;)

Mir fällt bei sowas immer nur Sick of it all ein. Die Jungs gibt es schon soooooo ewig und nicht ein einziges Mal ham sie sich drauf eingelassen, auch nur eine Kleinigkeit anders zu machen, als es ihnen passt.
Und in das Schema passen noch tausende andere Bands. Große Namen, Nachwuchstalente, kleine Namen...eben alles. Und da sind mir die Emos sowas von wurscht.

Subkulturen wird´s immer geben und das ist was wunderbares. Wenn andere sich was rausgreifen, ist das deren Ding, aber nicht mehr das Ursprüngliche.

Und wer sich unbedingt davon abheben will, der kann sich ja da drauf berufen.
Ich für meinen Teil behandle Hardcore auch jetzt noch, nach knapp 12 Jahren, immer noch so wie am Anfang: dat größte auffe Welt. Und das wird so bleiben. Egal, wie viele Chemical Romances jetzt was von blabla singen.

:)


Ach, und Emotionalität wird auch großgeschrieben bei den absoluten Meistern der guten Laune:

GOOD CLEAN FUN!!!!!

28.01.2007 20:17 Uhr

kleinchen

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

warum deren bloßer anblick mich so ärgert, weiß ich selber nicht, aber ich kann diese emoklone einfach nicht ertragen

28.01.2007 20:31 Uhr

3cstAtic

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Wundervoller Text =) super geschrieben..
Wenn man in der heutigen Zeit beispielsweise durch die Fußgängerzone geht, sieht man wahnsinnig viele Mädchen, mit Emily-Tshirts oder eben den bekannten Ringelpullis von H&M, Würfelohrringen, Vans und gaaanz wichtig mit der sogenannten "Emo-Strähne". Meine beste Freundin, deren Schwester überzeugte "Emo" ist, hat mir letztens erzählt, sie würde gerne an einem typischen Emotot sterben.
Nachdem ich sie gebeten habe, mir zu erklären, was sie meint, hat sie nur gesagt, sie legt sich dann, wenn es soweit ist, in die Badewanne, macht Kerzen an, und schneidet sich die Pulsadern auf.


Man kann sich bei soetwas tatsächlich fragen, was mit der heutigen Jugend abgeht ...

28.01.2007 21:42 Uhr

theend

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Das Problem hats ja glaube ich bei fast jeder Musikrichtung. Dass durch die Komerzialisierung einfach der Grundgedanke (der ja oft sogar das Gegenteil von Kommerz war) verloren geht. Sehr schade. Ich bin immer sehr beeindruckt, wenn ich sehe, dass Bands auch ohne große Promo viele Fans haben und geile Konzerte geben.

28.01.2007 22:47 Uhr

Jule.R.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Nur, weil man irgendwelche Schuhe trägt, ist man meiner wohlgeschätzten Meinung nach, noch lange nicht irgendeiner ehemalgien Grundidee zu- oder abgetan.


Außerdem, finde ich, hat derjenige Bekannte, mit den aufgeschlitzten Emo-Kindern ganz schön recht. Finde ich.


28.01.2007 23:04 Uhr

Jule.R.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Und selbst wenn das alles nur eine Modeerscheinung ist, dann muss ich mal gganz subjektiv sagen, dass das meiner Meinung nach eine sehr schöne Modeerscheinung ist.

Und ich fahre jeden Tag an ihr vorbei.
An einer Mädchenschule.

28.01.2007 23:05 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Lies dir den Artikel bitte nochmal durch und überleg dann, ob ich diese Dinge überhaupt behauptet habe.

28.01.2007 23:58 Uhr

Jule.R.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Es ist mir egal, was du gesagt hast. Ich sag das so und fertig.

29.01.2007 15:43 Uhr

LudwigMartin

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.


Schön informative Zusammenfassung, damit man endlich mal weiß, wovon die Rede ist.
Es gab hier mal nen Text "You're so fucking emo", den ich überhaupt nich kapiert hab. Würde mir jetzt evt. anders gehen.

Dankeschön. :-)

29.01.2007 14:00 Uhr

funkyDarmzotte

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

hehe,Ludwig Martin,du bist n dufter Typ =)

und emo,punk oder whatauchimmer,ich kann das gar nicht unterscheiden.gibts so weit ich weiß alles bei H M.Ich setze einen neuen Trend: Animals,heute als Hühnchen und morgen als Krokodil verkleidet.

29.01.2007 14:26 Uhr

basswelle

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

also ich muss sagen, so leid es mir tut, ich habe lange jahre über diese strömung gelacht.
jetzt nicht mehr, denn jetzt lache ich über nu-rave und die deren anhänger. : )

um es aber mal zu relativieren: jeder wie er will und überhaupt. und ein bißchen lachen darf man ja schließlich auch mal. ; )

29.01.2007 14:39 Uhr

ghost86

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

vielleicht schweife ich vom thema ab aber egal....

irgendwie finde ich es herrlich in einem von kurgästen verseuchten drekskaff im schwarzwald zu wohnen. da kann man unbeschwert sachen von h&m anziehen, ja fast sogar ohne das man drauf achten muss, dass es schon jemand anders besitzt. genauso mit der musik. ich kenne nur wenige die "meine" musik hören. und das finde ich toll.

doch werde ich seit neustem von "kumpels" auch als "emo" bezeichnet. vielleicht ist youtube schuld. oder aber meiner meinung nach, die leute selber. weil sie einfach keine ahnung haben. ich habe also eine emobrille, einen "schrägen" haarschnitt, enge hosen. achja und mia höre ich auch.
hallo?! was hat mia damit zu tun? ich bin einfach ich. ich mag die mode von h&m, wenn ich sie mit meinem früheren kleidungsstiel vergleiche. ich werde schließlich auch älter, kann mir selber meine sachen aussuchen.
mein cousin soll ja nun auch ein emo sein. der hört ja auch so "andere" musik, zu sentimentales zeug, indiebands. studentenmusik wird sie genannt bei diesen leuten, dummschwätzern in meinen augen. ja nicht tocotronic sollte es sein, sondern chefdenker. und man hat ihn gesehen, als er im juz weinend, ganz allein in der ecke saß. scheiß gerüchte. ich kannte die gründe.

scheiß trends, dumme behauptungen. ich hab einfach nur meinen musikstil gefunden, nicht durch mode, nicht durch einen trend. nein über meinen vater. und das wird sich jetzt auch nicht mehr ändern.

was ich sagen wollte, alles was schlecht geredet wird, hängt meißtens von vorurteilen ab und das regt mich auf. akzeptiert die leute so wie sie sind und macht sie nicht zu was anderem.

29.01.2007 15:48 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

dito.

29.01.2007 16:12 Uhr

cell44

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Man könnte sich auch drüber muckieren, dass Wasser immer so verdammt nass ist.

29.01.2007 16:45 Uhr

Stinkesocke

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

jo mei, ich bin ja so froh, dass ich unabhängig von dem, wie ich rumlaufe, musik hören kann.
so kann ich eine große bandbreite erreichen ohne mich in einem gebiet zu verfahren und verkrampfen.

*gemütlich zurücklehn*

29.01.2007 21:20 Uhr

Sofie_Amundsen

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

@ knabencore:
Eigentlich ist es nicht meine Art, nach Aufmerksamkeit zu heischen. Aber ich möchte doch noch mal speziell auf die "Betties" eingehen.
Siehe längerer Comment oben.

29.01.2007 23:26 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Gerne doch.
Das Thema klingt auf jeden fall interessant.
Ich konnt mich nur noch nich aufraffen, den Text zu lesen, weil er verdammt lang und auch noch auf englisch ist, aber les ich noch.

Ja, ich gebe zu: Ich bin eine verdammt faule Sau. ;D

31.01.2007 23:50 Uhr

DyingBeauty

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Recht wem Recht gebührt. Danke für den Text, besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Für mich ist der sogenannte "Screamo" das was der "Emo" (Emotional Hardcore) früher war.
Ich liebe Bands wie Aclys die für mich eine grandiose "Emocore" Bands sind. Als solche wurden die früher bezeichnet heute nennt man das aufgrund von Musikeraustausch mit Caliban (Gitarrist von Aclys spielt bei Caliban) nun auch Metalcore.

Primär liegt die schuld natürlich bei der Industrie - Stichwort Vermarktung. Es ist nicht alles Emo was entsprechend etikettiert wird.

01.02.2007 09:18 Uhr

casedy.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ich weiß nicht warum, aber all jene, die sich mit einem augenrollenden schulterzuckend diesem phänomen annehmen, die sind mir ein ebenso stechender dorn im auge wie all jene, die diese musik (die sich, so wie die zeit es ihr und allen anderen musikstilen nun mal gebietet, NATÜRLICH gewandelt hat) nun so feiern wie ihrerzeit die backstreet boys.

trotzdem, oder vielleicht gerade weil du recht positionslos einen leichten anschnitt des themas gibt, geb ich dir ne empfehlung.

und allen anderen empfehle ich, sich weder über derartige phänomene zu mokieren noch in den lustig schwarz-pinken szenefluss zu hüpfen.

amen.

;)

01.02.2007 22:06 Uhr

hape

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

von bash.org:

"I wish my lawn was emo so it'd cut itself."

:)


irgendwie krieg ich das mit den emos gar net mit, an der uni laufen kaum welche rum und als ich noch auf der schule war (was eigentlich gar net mal lang her ist) sind mir kaum welche bzw. gar keine aufgefallen (da ich damals das wort emo net kannte).

02.02.2007 02:57 Uhr

Silva

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ich finde du hast es auf den Punkt gebracht. Die ganzen Kiddies und selbst viele ältere laufen in diesem Style rum und das nur aus modischem Grund anstatt aus tieferen Beweggründen. Es geht auch in den Ska mit über...das wird auch immer mehr zur Modeerscheinung, anstatt das man wirklich die Leidenschaft zur Musik hegt...schade.

02.02.2007 13:16 Uhr

Jaba

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Nur mal so eine Frage am Rande, die äusseren Attribute, die hier genannt werden, lassen die sich nicht auch den Leuten zuordnen, die Rockabilly hören??? So von wegen Kirschen, schwarzer Pony etc...?
Image ist nichts, vielleicht nur eine Modeerscheinung?!

02.02.2007 13:16 Uhr

Idontpop

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Langweilig und nicht nicht mal interessant dabei. Einheitsbrei ist Einheitsbrei. Egal ab Emo, Hip Hop, Heavy Metal oder Schlager. Dieses Geheule ist das überflüssigste der Welt.

Wenn sich Leute schon zu einer Szene bekennen müssen, um eine Identität in einer Gesellschaft zu finden, von der sie sich bewusst ab- und ausgrenzen wollen, haben sie es nicht anders verdient, dass die Szene ausgeschlachtet wird.

Denn diese Einstellung ist einfach nur hohl. Einfach mal man selbst sein ist vielleicht mal ne ganz klasse Idee... da können einem diese Cliquen, Szenen etc Gedanken auch Pizza-breit am Arsch vorbeigehen. Und man kann sich auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben konzentrieren... anstatt Dingen hinterher zu heulen, die früher mal anders waren...

Zitat: "Emo auf ein Klischee, was den Umgang mit diesem Thema schließlich erheblich leichter macht." Vielleicht interessierts auch niemanden? Schon mal daran gedacht?

So, viel Spass noch beim heulen.

02.02.2007 13:42 Uhr

telchen

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ich verstehe schon, dass es Dich stört, wenn diese "Kinder" herumlaufen wie Fans von einer Musikrichtung, die anscheinend nicht mehr so ist, wie sie einmal war.
Was mich allerdings stört, ist diese Arroganz mit der Menschen behaupten, nur sie dürften eine Art von Kleidung tragen und "dazugehörige" Musik hören, weil sie die auserwählte und erleuchtete kleine Elite sind, die den "wahren" Hintergrund der Bekleidung kennt... in meinen Augen ist das albern. Mode wurde schon immer von Musik beeinflusst und auch Musik ist irgendwie Mode. So läuft der Hase nun mal. Was wäre es denn für eine Welt, in der sich nichts weiterentwickeln würde? Diese "Back to the roots"-Mentalität ist deshalb nicht immer wirklich angebracht.
Erfreut Euch doch an eurer Kenntnis über die "richtigen" Musikgruppen und lasst die Mädels tragen was sie wollen... sie werden älter und tragen dann keine Einheitshaarreifen mit Pony mehr!

02.02.2007 13:48 Uhr

ChokDee

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ich hab noch eine Modeerscheinung:
Die ewig lästernden Die-Mode-Teenies-Zer stören-Mei ne-Indie-Vidualität- Die-Unreif erweise-Von-Meiner-M usik-Abhän gig-Ist-Nörgler.
Ich war auch mal dabei, schaff den Absprung bevor jeder dieses Klischee kennt und du auch in eine Schublade kommst und jemand einen Artikel über dich schreibt.

02.02.2007 15:09 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Überleg du lieber erstmal, ob du mich überhaupt gut genug kennst, um mir so einen Scheiss zu unterstellen.
Der Artikel gibt nämlich keinerlei Informationen in der Richtung.

03.02.2007 01:34 Uhr

kingoftherocketmen

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

"nothing is any good, if other people like it!"

indie rock pete
www.dieselsweeties .com

02.02.2007 15:13 Uhr

princess_foo

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

naja ich weiß nicht - irgendwie kommt mir das spanisch vor ... willst etwas davon erzählen, dass man komerziell ist, wenn man sich ne kirsche an die jacke pint und gleichzeitig darauf aufmerksam machen, dass man die wahren EMOs wiederentdecken soll ... hallo .. aber was ist bitte schön für dich das wirkliche bild dieser subkultur ... nur weil man vans trägt heißt das doch nicht gelich, dass man jeden tag nach dem aufstehen erstmal heult ... es sind erstens einfach bequeme schuhe und 2. enthalten die texte von den"neuen emo-bands" auch keine schlechten fakten .. und gefühle sidn nie etwas verkehrtes - oder ? und wenn man nun mal so sein will - dann bitte ... man muss doch nicht alles schlecht machen - außerdem wirst du nie einen menschen finden, der etwas verdammt einzigartiges an sich hat ,,, natürlich ist im gesamten winkel betrachtet jeder für sich ein kunstwerk und keiner gleicht dem anderen .. aber jemand ist jemand andern in irgendeiner hinsicht gleich ... und fühlt sich z.bleistift. mit den texten und dem lebensgefühl der emos halt verbunden ... basta ... wenn du emos so in frage stellst warum dann nicht auch all die anderen gruppen ... ???? oder soll das wieder so ein akt von trotz sein : "ja ich fand die emos am anfang wo sie noch unbekannt (UNDERGROUND) waren toll, aber jetzt sind mir die alle zu komerziell und scheiße" - ich glaube, dann hast du die botschaft - sei wie su bist und lass deine gefühle andere wissen- verpasst ...
sorry für diese harten worte - aber das musste mal sein .. und nicht jeder hat in der szene schwarze haare ... blond rockt nämlich viel mehr :)

02.02.2007 22:27 Uhr

knabencore.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

So langsam hab ich das Gefühl, dass hier kaum jemand auch nur ansatzweise meinen Artikel versteht. Die Dinge, an denen du dich hier stößt, waren absolut nicht die Aussage des Textes und entsprechen auch nicht meinem Standpunkt.
Aber ich lass doch gerne - wenn auch zu unrecht - auf mir rumhacken. ;)

03.02.2007 01:39 Uhr

Fabilara

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Tja, für mich alles etwas strange. Ich bin mit 17 etwas dem Nu Metal verfallen um dann später gute Rockmusik für mich zu entdecken ( ganz gleich in welche Untersparte sie denn eingeordnet werden könnte). Emo, ein Begriff, den ich seit einem halben jahr so ca. ums Ohr gehauen bekomme, Rockabilly seit ca. 1 1/2 Jahren .
Rockabilly ist für mich nichts anderes als tanzbare Musik , die an die 60ties angelehnt ist. Wozu all die neuen Begriffe und Unterscheidungen ? Da wird zwanghaft was konstruiert ein Lifestyle drangehängt. Gehts denn noch ums Tanzen/Sich Bewegen/Genießen der Mucke ? Klar kann man nicht bei allem Spaß haben, aber ist es nicht ein bischen verbohrt sich nur einer Sache zu verschreiben und dabie den Blick für all das Andere zu verlieren.? Für mich ist es durchaus okay auch mal in eine Reggae-Bar zu gehen u.Ä. Ich genieße auch diese Musik. Musik als Wissenschaft ? Ja, wenn man Musiker ist und aktiv Musik gestaltet. Ansonsten?

03.02.2007 13:21 Uhr

Struwwel

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ist doch müßig.
Ich bin genervt von gewissen Erscheinungen und rege mich gern mal über Gestalten auf, auch wenn dass nun musik- und toleranztechnisch inkorrekt ist. Es gibt Dinge, über die rege ich mich gelegentlich auf - auch wenn man über Geschmack nicht streiten kann -und peng.
Meine Kleidung hat mit meinen Musikvorlieben nix zu tund und doch wird es sicher auch irgendeine Schublade geben, in die auch ich reinpasse. Banane.

Da beißt sich doch der Hund in den Schwanz und hüpft am Ende im Kreis.

Trotzdem ein gut geschriebener Artikel (und ja, ich weiß, er handelte nicht von Musiktoleranz).

04.02.2007 00:56 Uhr

pie

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ich mus sagen- toll. toll. toll. -geschrieben.
mein mitbewohner sagt immer, wenn ich mich schon wieder aufrege, wer denn gerade wieder meinen musikgeschmack in den dreck zieht durch komerzielle dinge, (wie zum beispiel bandshirts werden bei h&m verkauft und die kleinen jungs und mädchen denken sich- hach das sieht ja toll aus und wissen gar nicht, dass das was auf dem shirt ist, ne band war und keine marke- traurig)- "mädchen, irgendwann wird dir egal sein was andere über dich denken und dann ist auch dir egal was die anderen machen"- und er hat recht, aber vielleicht fehlen mir da wirklich noch ein paar jahre ruhe.
aber wirklich toll, dass jemand mal was darüber geschrieben hat.

04.02.2007 16:10 Uhr

Engin

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

"Emo ist heute nichts weiter als Mode, Dauer-Depressivität, My Chemical Romance und Haarschnitt."

Tja... richtig.
Ich muss sagen, dass ich kein Problem mit bestimmten Bands habe. Wenn mir Musik und Text irgendwie gut gefallen und es während des hörens einfach *klick* im Kopf macht, dann höre ich es eben.

Ich frag mich nur, warum die meisten Mode-Emos die, auch wenn es blöd klingt, richtigen Emos nicht so gern in ihren Cliquen haben. Was soll man denn machen, wenn man schon immer mehr der Typ war der zu melancholischer Gitarrenmusik neigte, vielleicht wirklich depressiv ist oder das Leben echt beschissen ist? Wenn man eben gern mit Band T-Shirts rumlief und schon immer Vans oder Converse Schuhe hatte? Die gibts auch nicht grad erst seit gestern solche Klamotten.

In dieser Lifestyle-Subkultur gibt es nämlich keinen Platz für jene, die sich einfach so entwickelt haben und nicht dachten: "Boah, wenn ich auch so bin kann ich mir die Haare auch in die Augen fallen lassen. Jetzt muss ich nur die richtigen Emo-Cliquen finden, in denen auch die heißesten Myspace-Emo-Girls sind".

Aber na ja, Kapitalismus zerschlägt halt nicht nur den Planeten, sondern auch den Charakter. Daher kann ich mich auch nur deinem letzten Satz anschließen und finde deinen Text hiermit super und empfehlenswert ;-) !

04.02.2007 18:35 Uhr

Idontpop

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

"Schade, dass eine so tolle Idee mit einer obendrein so tollen Musik einfach den Bach heruntergeht."

Das stimmt doch gar nicht. Dieses Phänomen tritt nunmal immer auf bei allen Sachen, die nunmal massenkompatibel sind. Ob dieses Genre den Bach runtergeht hängt nunmal nicht in erster Linie damit zusammen, on H6M die Shirts verkaufen, sondern ob sich die Bands treu bleiben und die "Fäns" den "Bänds".

Es gibt genügend Genres, die eine aktive Pop- aber auch Undergroundkultur geniessen. Deswegen finde ich diesen Artikel einfach beneidenswert einfach gestrickt. Davon auszugehen, das der "wahre Emo" ausstirbt und dem trend-orientierten Teenie weichen muss. Schon traurig, dass man sich selbst an Kids misst, die wohl gemerkt keine Ahnung haben.

Aber naja, kann ja jeder selbst entscheiden, wo die Maßstäbe für sich zu setzen sind udn mit wem er sich in einen Topf stecken lässt...

05.02.2007 11:58 Uhr

ramazotti-orange

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ja, emo ist eine modeerscheinung, die so schnell wieder verschwinden wird wie sie auf der bildfläche erschienen ist.

07.02.2007 14:24 Uhr

Schnittlauchschnitte

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

sehr schön geobachtet.

empfehlung

07.02.2007 20:20 Uhr

chrissie.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Du hast vollkommen recht. Bei einer Sache bin ich aber etwas empfindlich: My Chemical Romance. Meiner Meinung nach haben die nämlich nichts mit Emo zu tun, außer eben den Fans. Wenn man sich MCR mal anhört, kann man schnell feststellen, dass sie sich nicht nach der Klischee Emo-/Screamoband anhören. Vielleicht hätte es besser "Emo ist heute nichts weiter als Mode, Dauer-Depressivität, HAWTHORNE HEIGHTS und Haarschnitt." heißen sollen. Denn diese Band schändet wirklich alles an der ursprünglich guten Idee: Emo.


Man sollte vielleicht noch die ganzen "Scene Kids" beobachten, die sich aus den Emos rauskristallisiert haben. Das sind sozusagen "happy Emos". Die tragen eben statt schwarz T-Shirts mit Regenbogenprint und Hello Kitty. Emo ist inzwischen out, die Scenes kommen.

14.02.2007 15:20 Uhr

singendeskleinhirn

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Super Text! Ich selbst habe eine Freundin, die sich seit einer Zeit jetzt schon als EMO bezeichnet.... Ich fan d es sehr komisch, dass sie plötzlich sehr "depressiv" und nur noch schlecht gelaunt war.
Jetzt ist sie wieder mit ihrem Ex-Freund zusammen, der eigentlich der Auslöser der ganzen "Mir-gehts-so-scheiß e" Sache war.. Das erste was sie dazu sagte war: "Jetzt kan nich ja gar nicht mehr EMO sein"...:)
Also ich finde viele Dinge einfach absolut übertrieben von diesen Leuten.. Unnötig... Es gibt Leute, denen es schlechter geht und die evtl. mehr Grund hätten, depressiv zu sein/werden.
Mann hat mich ihr ewiges Selbstmitleid genervt... Aber jetzt ist es ja endlich vorbei.....:) Hoffentlich!

20.02.2007 16:16 Uhr

Suckowski

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Dieser Link trifft es genau.

http://www.youtube .com/watch ?v=mbdh0Qm_5A0&m ode=relate d&search=

09.03.2007 17:01 Uhr

Tragedy

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

also, ich finde, das ist ausnahmsweise mal ne ganz nette modeerscheinung. wenn ich da an diese hiphop-hosen denke, die fast in den knien hingen. da find ich die schwarzhaarigen emomädchen- und jungs viel süßer. und immerhin hören sie rockmusik :-) ich finds generell ein bisschen albern, sich nach seiner bevorzugten musikrichtung zu kleiden, aber vielleicht mag ich dafür einfach viel zu viel unterschiedliches. wie auch immer. mach dir da doch nciht solche sorgen, diese mode ist bald wieder vorbei, und ich weiß nciht wieso das der musik oder deinem lebensgefühl schaden sollte.

11.03.2007 02:25 Uhr

sayuri-san

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ja, ich schließe mich an, der Text war wirklich toll.
Eigentlich habe ich mich ja immer derer angeschlossen, die "Emo" als das betrachten, was heute so als "Emo" durch die Straßen stolziert.
Insofern habe ich meinen Horizont etwas erweitern können.
Und ja, schlimm, überall nur Kirschen und Würfel...
Bäh.
Schade um die Grundidee.
Dem Indie geht es aber momentan ja nicht anders, die britischen Bands werden ja eine nach der anderen nach oben in die Charts gehyped.
Schade, das alles.
Und traurig.

16.03.2007 21:47 Uhr

ItsMeGod

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Danke für diesen Artikel! Wenigstens bin ich nicht der einzige dem diese Emus auf die Nerven gehen. Nieder mit dem Laufvögeln!

24.03.2007 20:00 Uhr

FiqqBarbie

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Alsou erstmal ><
zur zeit gehn mir die wannabe kiddies so aufen sack..
und dass emos depressiv & sich ritzen stimmt ja mal n scheiß.
klar, es kommt bei emos iwie öfters vor, aber heißt dass das sich alle emos ritzen?
alsou bitte
und herzlichen glückwunsch, alle emos die ihr kennt & immer auf "ouhh mein gott ich bin sou derpressiv.." machen, das sind einfach nur welche die emo sein wollen & es nach dem klischee machen..
das bedeutet so viel wie, ihr kennt keine richtigen emos, eben nur die pseudos...
warum ich das sage?
weil ich selber emo bin und sou gut wie nie schlecht drauf bin !
außerdem kenn ich genug emos, die besser drauf sind als sou hippi hoppo kiddies... die mit ihren hässlichen baggies..
aber entschuldige...
ich nimm mir nicht die freiheit hopper zu beleidigen, nur ist es einfach scheiße, dass ihr alle emos in schubladen steckt!
die leute, die schon lange emos sind werden plötzlich als pseudos benannt & die wo gestern noch hopper kiddies warn sind "wahre" emos...
super könnt ihr das unterscheiden
außerdem ist emo nicht nur musik, sondern auch einstellung
aber ihr kommt immer aufs klischee zurück ><

hier noch witze, an denen ihr euch aufheitern könnt v.v

Was ist das Lieblingsgemüße eines Emos?
-Schnittlauch

Warum gehen Emos immer vor 11 Uhr aus der Disco?
-Weil da die Happy Hous anfängt

wuhhee freut euch & seit stolz auf eure falsche Meinungsbildung!
Außerdem wette ich, dass 50% von euch Hopper sind & den Emo Style toll finden.
Nach einer Woche kommt ihr mit nem Forenbeitrag..
Wie kann ich Emo werden?!
pfff ihr lacht jetzt vielleicht über mich, aber ich lache über euch :D

25.04.2007 18:32 Uhr

curekeeper

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ähem ja.
Schubladendenken ist doof.
Menschen die sie nicht mit der Musik beschäftigen, die sie hören sind ...nä, nicht doof. Aber ich kann es nicht nachvollziehen. My Chemical Romance und Konsorten finde ich scheisse. Nicht wegen dem Image, das ist mir scheissegal. Wie schon jemand geschrieben hat, die Musik ist einfach zu seicht. Aus der Emo-Ecke höre ich nur Fugazi, Rites of Spring habe ich mir auch schon mal reingehört, aber die Begeisterung blieb eher aus.
Ich kann nicht nachvollziehen, warum so viele Kids in der Pubertät das Bedürfnis haben, sie selber in einer Schublade zu stecken ("Ich bin Emo"). Warum braucht man das?
Ich bin übrigens Mensch. Und meine eigene Subkultur. Amen.

30.04.2007 21:04 Uhr

alternative_barbie

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

absolute zustimmung!
ich kann zwar mit "old school" emo auch nicht immer etwas nafangen, aber du hast so recht.
frag mal irgendein sternenkirschentoten köpfchenmä dchen nach rites of spring (& at the drive-in..?) etc..
es ist deprimierend. allerdings ist es auch paradox. ein begriff "wandelt" sich mit seiner verwendung. ich denke mal, es ist unmöglich, allen klarzumachen, was emo einmal war. aber was jetzt?

ich hab ünrigens schiss dass dasselbe mit hardcore passiert. irgendwann ist minor threat vergessen und föhncore regiert die welt.

18.05.2007 21:47 Uhr

Schnutengepetzeltes

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

oh ja wie gut du kirschmädchen beschriebst, hervorragend, leider werde ich selbst in diese sparte gepackt nur bin ich weder depressiv noch sonst was, ist nur meine musik, emo bis hardcore aber auch nicht nur das!
was ich aber sagen wollte ist das ich den text super finde und dieser es direkt auf den punkt bringt.
mir ist gestern zum beispiel wieder klar geworden was für ein trend das ist und den meisten kids es nicht einmal um die musik geht sondern nur um diesen style bzw trend, denn wer diese sparte von musik vom herzen her hört würde dann zu techno und hip hop nicht so steil gehen und sich nen keks darüber abfreuen!

20.05.2007 14:30 Uhr

enfant.terrible

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

@FiqqBarbie: also dass du 14 bist und dich als echter emo bezeichnest finde ich ganz schön mutig. ich hab mich mit 13 oder 14 auch für nen echten Punk gehalten und erst nach einiger zeit geschnallt dass das der größte quatsch war.

@knabencore (ich steh auf deinen nick): guter text. ich versuche schon seit ewigkeiten meinen möchtegern-gothic-bi lly-talent -freunden zu erklären, dass man mit nem blazer und schwarzem kajal nicht gleich emo ist aber man glaubt mtv mehr als mir.

ich hab ne frage: würdet ihr (sofern ihr ernsthaft szene-wissen habt) quicksand und rival schools bzw das neuere walter schreifels-zeug als emo bezeichnen? also emo in der ursprünglichen bedeutung. darüber grüble ich schon eine ganze weile..antwort wär nett.

01.06.2007 12:58 Uhr

enfant.terrible

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

oha ich sehe grad in deinem profil dass du billy-talent hörst. nenn mich musik-faschist aber billy talent ist ja wohl der totale emo-ausverkauf. so viel dazu.

01.06.2007 13:02 Uhr

DieLiebeCaro

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

echt toller text, vor allem, weil er sich auf die meisten musikgenres übertragen lässt (man siehe die klamotten bei tally weijl etc, die ja soooooo punkrock sind) mich nervt es ziemlich an, wenn sich iregendwelche tussis so anziehen, als wenn sie rock hören, dabei aber noch nicht mal wissen, wer die Ärzte sind, geschweige denn wie man rock überhaupt schreibt!!!
Das emo für irgendwelche depressiven kinder im moment genau das richtiege ist, um ihre eltern zu schocken, finde ich echt schade, da die musik gut ist!!

29.06.2007 11:17 Uhr

LaPhilanthrope

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Vielen Dank für diesen Artikel. Ich (als komplett emo-szenen-fremde Person... wenn mans so nennen kann) hab einiges gelernt! Was ich jedoch beurteilen kann (und worin ich dir zustimme) ist, dass heut zu Tage so ziemlich alles zu Geld gemacht wird, was sich irgendwie attraktiv verkaufen lässt. Eine immer dankbare Zielgruppe sind Teenager, da die sich (a) mit allen Mitteln von der Elterngeneration distanzieren wollen und (b) stärker von Gruppenzwang beeinflusst sind als Erwachsene. Nun sind Subkulturen immer reizvoll verboten und unbekannt. Da das grundlegende Ideengut einer solchen Subkultur allerdings selten massenkompatibel ist muss dann eben aus verkaufsstrategische n Gründen abstrahiert und vereinfacht werden.

Der Prozess an sich ist ein ganz natürlicher, aber natürlich immer traurig mitzuerleben für die "alten" Anhänger aus Subkultur-Tagen.

29.07.2007 20:25 Uhr

december

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

WOW. Einfach perfekt! Es gibt doch noch jemanden, der so denkt!

21.08.2007 01:08 Uhr

FightFireWithHigher

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Habt ihr absichtlich versucht emel moeglichst falsch zu verstehen oder ist es mit euren synapsen echt nicht so weit her?
*
ich find das Thema voll wurscht.
Dieses ganze Szenegeratter ist doch echt mal schnuppe³. Und ganz abgesehen davon kann ich's nicht mehr hoeren.


20.01.2008 18:42 Uhr

joke1337

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

wie bei jeder ehemals coolen subkultur.

01.03.2008 18:18 Uhr

lealifeless

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Oh, ich bin sehr erfreut darüber,
endlich mal den Ursprung dieses,
fraglos fabelhaften, Textes kennen zulernen.
Schon oft konnte ich diesen Text lesen
und war immer wieder begeistert.
Gut auf den Punkt gebracht, Fakten absolut korrekt.
Sehr fein !

18.03.2008 02:17 Uhr

es_ist_wie_es_ist

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

also ich kann dir da nur voll und ganz zustimmen ... nur leider passiert dies heutzutage mit fast allem ... es wird zur mode gemacht , es entsteht ein klische, die einne leiben es, die andern sind genervt und hassen es, ohne wirklich zu wissen, was es ist ... also echt klasse text ^^

liebe grüße
anna

19.03.2008 22:09 Uhr

Maximi

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

i stop my breath and cut my throat..i must be emo.

01.04.2008 10:43 Uhr

LunaTicTac

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ich finde den Text wirklich interessant.

Relativ objektiv darzustellen, wie eine Szene sich entwickelt ist zwar schwer, aber hier ziemlich gut gelungen. Und ich wusste tatsächlich vorher nicht, was "Emotional Hardcore" ist und bin jetzt auch froh, dass mein Denken von diesem Klischee befreit ist.

An sich finde ich es gar nicht schlimm, dass eine Szene plötzlich im Mainstream landet... es ist teilweise viel schlimmer, was der Mainstream aus dem Ganzen macht... viele Dinge verlieren dadurch das, was sie ursprünglich einmal ausgemacht hat. Das ist enfach schade.

Vielen Dank jedenfalls für diese Informationen. =)

16.04.2008 17:15 Uhr

NancyGirlxXx

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Das lustige ist ja das plötzlich jeder zum "Emo Experten" wird. Damit will ich dich jetzt nicht ansprechen@knabencor e.
Aber Leute die davon null Ahnung haben, geben auf einmal ihre Meinung ab von wegen " scheiß mainstream, emos ritzen bla bla" Ich glaube das hatten wir jetzt schon oft genug und auch mitbekommen.
Emo kenne ich jetzt seit drei vier Jahren und seit drei Jahren latsch ich so rum. Damals war ich eher noch `Einzelgänger´ damit. Da haben die Leute immer gedacht ich wäre ein punk oder manchmal auch ein "grufti". Ich möchte mich aber absolut nicht als Emo bezeichnen.. ich hör noch so viel anderes zeug.( Und wenn man Mcr fan ist, ist man gleich emo? Ich kenn punks die die hören.)das ist ja wirklich letztes Jahr total zum Trend geworden! Ich freu mich schon so wenn das nicht mehr in ist, dann verschwinden endlich die ganzen modeemos. Trotzdem find ich diesen "Musikfaschismus" echt zum Kotzen. Besonders Hip Hop Fans finden immer wieder gründe auf sogenannte "Emos" (oder auch Leute die nur so aussehen aber keiner sein wollen, die musik aber mögen, ach ihr wisst schon) rumzuhacken.
Sry ich hab mich grad wirklich unklar ausgedrückt aber ich hab das grad in 1 minute oder weniger geschrieben weil ich meine kleine schwester ins bett bringen muss
anyway

21.04.2008 19:30 Uhr

bunteWollsocke

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Ich mag den Text.

11.06.2008 16:11 Uhr

JoannaStarlette

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

guter text!
ich gehöre auch zu den leuten,die diese mitläufer emos mächtig ankotzen.ich finde es nämlich richtig dumm,einfach nur vollkommen dumm,anzufangen, depressiv zu sein oder sogar sich selbst zu verletzen,um zu einer "szene" zu gehören.pfui.wer will sich denn schon absichtlich probleme bereiten?
wirklich heftig,wenn man mal drüber nachdenkt,was menschen alles machen.

14.06.2008 18:34 Uhr

Aenna.

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Dankeschön.

11.07.2008 23:12 Uhr

gurke_

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

danke. gut zu wissen das es auch noch menschen gibt, die wissen was emo eigentlich ist, naja besser gesagt war...

15.08.2008 13:22 Uhr

nadzzundpsyche

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

aber ich meine generell die szene wird ausgenutzt und ausgeschöpft bis zum bitteren ende.
und plötzlich fühlen sich alle individuell.

2004 hat mich die modewelle auch überrollt,
aber wäre es nicht so gewesen,
wär ich heut auch ein ganz anderer mensch mit viel weniger erkenntnissen auf dem gebiet musik und mode etc.
von daher.

danke emotrend.



dass mychem oder ffaf früher definitiv besser waren ist aber fakt.


aber im grunde bleibt zu sagen, dass eigentlich jedes genre breitgefächert werden kann, um auf jeden zu passen.
ich finds aber bewundernswert, dass manche menschen sich noch wirklich mit dem wahren inhalt der sache auseinandersetzen,
hut ab.

24.12.2008 15:05 Uhr

Buntgestreift

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Der Text ist dir wirklich gut gelungen. Endlich wird man einmal über die Ursprünge des Emo-seins aufgeklärt..
Und ich wette, dass höchtens 3% dieser Möchtegern-Emos wissen, was das mit den Kirschen auf sich hat.
Tja, man sagt ja nicht umsonst: Lesen bildet :)

29.12.2008 18:57 Uhr

lila.limette

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

du sprichst mir aus der seele! total schade drum, dass emo nurnoch auf klamotten reduziert wird. Leider ist das ja heutzutage wirklich fast ausschließlich mode...
klasse geschrieben!

06.03.2009 22:28 Uhr

MadameSorglos

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

Echt guter Text, tatsache ist, dass es ja jetzt nicht nur bei dem "Emos" so zugeht.
Es ist nur so, dass jetzt irgendwie jeder gleich aussieht, alle mit dem Trend gehen und "echt cool" sind.
Warum denn?
Jeder rast in den selben Laden, alle haben das gleiche an.
Wo bleibt denn da das, was einen Einzelnen ausmacht..
Ich finde es einfach komisch und kanns nicht nachvollziehen, man wird einfach zugeordnet und basta. Hey tut mir Leid, ich mag Jazz UND Metal.
Tja, und jetzt?
Sonderfall oder wie.
Ich blicke da einfach nicht durch..
Warum lässt man nicht jeden sein wie er will, Musikrichtungen bleiben Musikrichtungen und bleiben von der Kommerzgier verschont und alles ist gut.
Toller Text, gut das sowas mal gesagt wurde!

13.06.2009 20:17 Uhr

cornflake_girl

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

ja, schade drum, aber wir haben immer noch die Musik. Und wenn ich heute meinen "Indie-auf-kein-fall -emo" freunden was von cross my heart / last days of april / texas is the reason etc. vorspiele, sage ich immer "DAS war emo als ich jung war" ;0)

07.08.2009 12:58 Uhr

derdickebaer

RE: Von Kirschen und Zwiebeln.

heul doch

04.12.2009 20:04 Uhr



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