Literatur
Das erste Buch veröffentlichen
18.08.2006 12:08 Uhr
„Es sieht aus wie ein richtiges Buch“, sagte Danni, „und hinten ist ein Foto von dir drauf.“ „Und wie sieht das aus?“ „Wie du halt.“
Na toll. Eigentlich sollte ich ja die erste sein, die das erste frisch gedruckte Exemplar meines ersten Romans in die Hände bekommt. Aber meine Mitbewohnerin war schneller. Als ich es dann zum ersten Mal selbst anfassen konnte, da dachte ich eigentlich genau dasselbe: Sieht aus wie ein richtiges Buch. Aber vorne steht mein Name drauf. Und auch der Text sah gedruckt und gesetzt ganz anders aus, als im Word-Dokument auf meinem Laptopbildschirm. Irgendwie als wäre es nicht mehr nur meins, sondern eine offizielle Version davon, herausgegeben von einem richtigen Verlag, der es damit auch wirklich ernst meint. Das klingt jetzt vielleicht albern, aber ich hab mich tatsächlich hingesetzt und es noch mal gelesen. Der Weg zu meinem ersten Roman fühlte sich ähnlich irreal an wie die erste Begegnung mit dem fertigen Buch. Noch vor zwei Jahren hätte ich gelacht, wenn mir jemand gesagt hätte, dass mein Name mal auf einem Rowohlt-Taschenbuch stehen würde. Bis dahin hatte ich nur ein paar kleinere Textchen für die Schublade geschrieben, über Themen, die mich beschäftigt oder aufgeregt haben. Ein paar dieser Texte fanden dann auch ihren Weg auf NEON.de. Und einer von ihnen wurde dann auch in NEON abgedruckt, ganz klein, aber damit fing alles an. Es ging darin um meinen damaligen Hass auf Pärchen, den ich eines Abends mit Frust und Neid aus aktuellem Anlass in die Tastatur gehackt hatte. Aber er hatte seine Wirkung: Ein Redakteur des SPIEGEL wurde darauf aufmerksam, und schrieb mich auf NEON an, ob sie ihn auch im UniSPIEGEL abdrucken dürften. Ich dachte erst, dass mich jemand verarschen wollte. Aber die Email-Adresse sah echt aus, also hab ich geantwortet. Und dann ging’s irgendwie los: Der Text hatte schon auf NEON.de ziemlich polarisiert, aber offensichtlich auch einigen Leuten aus der Seele gesprochen. Nachdem er dann einen Tag auf SPIEGEL online stand, war die Resonanz überwältigend. Knapp 500 Emails habe ich bekommen, zum Teil wüste Beschimpfungen, aber auch viel Lob, Date-Anfragen, sogar drei Heiratsanträge. Plötzlich unterhielten sich mir unbekannte Menschen in diversen Foren darüber, wo man meine Telefonnummer herkriegen könnte. Absurd.
Tollerweise bot mir der SPIEGEL daraufhin an, eine regelmäßige Kolumne zu schrieben – und plötzlich eröffneten sich ganz neue Welten: Jemand bezahlte tatsächlich Geld für das, was da in meinem Kopf und auf meiner Tastatur entstand und es gab wirklich Leute, die es regelmäßig lesen wollten. Das machte richtig Spaß.
Als dann nach ein paar Kolumnen plötzlich ein Lektor vom Rowohlt Verlag bei mir anrief, dachte ich zunächst wieder an einen Witz. War aber auch keiner. „Frau Liere, könnten Sie sich vorstellen, einen Roman zu schreiben?“ Ich, äh, öh, hab ich noch nie drüber nachgedacht, das kann ich doch gar nicht – das schoss mir als erstes durch den Kopf. Es sollte in den Bereich Frauenunterhaltung gehen, klar, Probleme zwischen Männern und Frauen, wie in der Kolumne, das schien irgendwie zu meinem Thema zu werden. Um einen Eindruck davon zu bekommen, was die von mir wollten, bekam ich ein kleines Buchpaket vom Verlag mit entsprechenden Titeln aus dem Programm – und musste erst mal schlucken. Ich wollte keinen Tussi-Roman schreiben, wollte kein Caipi-trinkendes Schickimicki-Mädchen, das sich mit den Freundinnen über die perfekte Bodylotion und Weltprobleme wie abgebrochene Nägel unterhält. Das musste doch auch anders gehen. Ich schrieb ein Exposé, steckte meine Heldin Cobra, eine Studentin, in eine Hamburger Schanzenviertel-WG mit einem finnischen Akkordeonspieler, einem dauerkiffenden Jurastudenten und einem Romanistik-Mäuschen, mischte eine gute Portion Liebeskummer, peinliche Onenightstands, den Golden Pudel Club und eine Vorliebe für Mafia-Filme dazu – und der Verlag fand das super. Das Schreiben selbst ging auch viel besser als gedacht, zwar wurde meine Magisterarbeit auf unbestimmte Zeit verschoben und mein Umzug nach Wien hat die Sache auch nicht entspannter gemacht, aber trotzdem: in gut fünf Monaten konnte ich meine 204 Seiten abliefern.
Das war 2005. Der Roman lag also fast ein Jahr beim Verlag, zwischendurch passierte nicht viel – aber ab nächster Woche gibt’s ihn jetzt plötzlich in den Buchläden. Vor den ersten Rezensionen hatte ich ein bisschen Schiss, Kritik ist ja nie schön, aber die zwei, die ich bis jetzt im Netz gefunden habe, waren ganz wohlwollend. Was jetzt noch so passieren wird? Wer weiß. Vielleicht gar nicht viel. Aber ein bisschen hoffen darf man ja...




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sailor
RE: Das erste Buch veröffentlichenMeinen Glückwunsch.
Ich finde den ja Titel super.
Ist der von Dir oder redat da der Verlag auch ein Wörtchen mit...
18.08.2006 12:19 Uhr
Saha
RE: Das erste Buch veröffentlichenTip Top, Astrein! *neidisch guck* Aber rein ziehen werd ich mir das gedruckte Wunder auf jeden Fall!
18.08.2006 14:43 Uhr
Sal_Paradise
RE: Das erste Buch veröffentlichenHerzlichen Glückwunsch!
21.08.2006 00:17 Uhr
GroteskeAder
RE: Das erste Buch veröffentlichenAuch wenn ich das Buch nich kaufen werde (trifft halt nich meinen Geschmack) wünsch ich dir viel Erfolg für deine Arbeit.
21.08.2006 09:20 Uhr
ulfsch
RE: Das erste Buch veröffentlichenBuch, cool, Glückwunsch! Und jetzt? Auftritte auf der Frankfurter Buchmesse? Lesereise durch die Goethe-Institute in Europa, Amerika und Fernost? :o)
21.08.2006 11:06 Uhr
ulfsch
RE: Das erste Buch veröffentlichenHmmm... meine neue Mitarbeiterin hat mal Praktikum bei Herrn Goethe in Boston gemacht, und ich könnte mal alte Paris-Kontakte rauskramen, vielleicht geht ja was in der Maison 'einrisch 'eine...
Ab wann verdienst du denn was an dem Werk?
21.08.2006 12:45 Uhr
Coogar
RE: Das erste Buch veröffentlichenMeinen Glückwunsch, das muss ein klasse Gefühl sein!
21.08.2006 12:07 Uhr
the_steppo
RE: Das erste Buch veröffentlichendas buch sieht super aus! tolles cover. freut mich, das du es so weit geschafft hast. nicht etwa, weil ich dir den erfolg gönne - nein! ich denk da nur an mich...jetzt hab ich rechtzeitig ein underground-empfehlu ngs-buch-g eschenk für meine schwester : )
viel erfolg für dein buch!
enjoy the sun
steppo
21.08.2006 12:53 Uhr
aiko
RE: Das erste Buch veröffentlichencool! ich werds kaufen! geil!
vor allem ein buch von einer geschrieben die nicht schickimicki ist., das gefällt mir!
und herzlichen glueckwunsch! =)
21.08.2006 14:06 Uhr
acid_else
RE: Das erste Buch veröffentlichenIch freu mich sehr drauf!
21.08.2006 15:36 Uhr
Tania
RE: Das erste Buch veröffentlichenherzlichen glückwusch! :)
21.08.2006 15:58 Uhr
goldi1973
RE: Das erste Buch veröffentlichenHerzlichen Glückwunsch!
Ich kann den 1.September kaum abwarten.
Ich freue mich auf dein Buch!
22.08.2006 10:53 Uhr
Charlottex
RE: Das erste Buch veröffentlichenab in die waffen-ss mit dieser weiblichen benjaminstuckradbarr e!!!!! wird zeit, dass dieser göre mal literarisch der a... versohlt wird.
oder gehts noch langweiliger und lauer? ich habe es schon fünfmal gesagt, jetzt schreibe ich es halt öffentlich: hit-single?? - [zensiert]-kringl!! und leider zehn jahre zu spät mit dem buchtitel.
21.08.2006 20:31 Uhr
Klute
RE: Das erste Buch veröffentlichenEin guter Verriss ist ja auch ein kleines Kunstwerk, aber das da ist leider nur Gepöbel. Es würden Dir viel mehr Leute zuhören und recht geben, wenn Du bessere Argumente hättest, aber dazu musst Du natürlich erst mal das Buch lesen.
21.08.2006 21:52 Uhr
liebe_mueh_dann_maeh
Häppchenkau...f.Verriß? Ok.
(Zur Kurzfassung, nach unten scrollen - siehe Pfeil! Bitte. Danke.)
Eines vorweg: Ich liebe diese Geschichte!
Erinnert sie mich doch ein wenig an ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel’. Am Ende kriegt Libuse-Judith ihr Prinz-Bilderbuch gleich ans Bett geschickt, zieht ins Schloß Rowohlt ein, wird ‚Gala’ gekrönt – es war einmal, dreimal Hoch! Was will man mehr! Was diese Märchen allerdings nie bis selten erzählen: Geht der Hof anschließend an Lieblosigkeit oder Oberflächlichkeit ein? Es folgt: Homestory, zahllose Affären mit Leseweberknechten, Papas Razzies, Blitzlichtgerassel auf dunkelnasser Straße im Alkohohlnebel sichtbar geschossener Ausdünstungen von Retina-Netzhautdegen eration bis Rum-Cola-Exkremente- Experiment en, Ausnüchterungszelle in der Gazetto dello Bild, die falschen Zitate, Kleider, Ordnung, Wörter: Negerkuß statt Schaumküsse – Rassist!
Ich wünsche der Autorin viel Glück.
Nun, ich wünsche der Autorin viel Glück. Dem Buch indes nicht.
Das allerdings hat exemplarische Gründe, die weder mit ‚Drei Nüssen’, der Autorin, dem Genre, noch dem Titel etwas zu tun haben – mehr mit der Typisierung eins 200 Seiten Werkes in... ‚Roman’.
Hole ich tief Luft und steige ich – plitsch-platsch – knietiefer (Merk!) bei Perlentaucher oder ‚der kleinen Seejungfrau’ ein (wegen der Traurigkeit), so bestätigt sich mir ein Eindruck von ‚wässriger Land-Schaft’ (Merk jetzt!), daß es wohl der deutschen Belletristik schwerfällt, den Boden unter ihre zumindest im Morast versunkenen Schwitzeschweißfüße zu schieben, Werder-Standort der deutschen Literatur, und den Standard eines Romans auf über 300, selten 400 Seitenzentimeter über Normalnull zu heben. ...192, 266, 283 Seiten... Wat-Tiefe sind da die triefendtraurige Pegel-Regel – stummes Mädchen, dummes Mädchen. Von 800 oder 1000 Seiteninseln oder Bergen ganz zu schweigen. Und stelle mir gleichsam die Frage, ob wir, wir Leser (ich möchte mich da ausnehmen), es verlernt haben, uns Zeit für A u s s c h w e i f u n g zu nehmen, ja, Ausschweifung – eben für 800 oder 1000 Seiten Genuß – und sei es auf ein Haselnuß-Märchenschl oß begrenztes Fest und wundere mich mehr noch ob der Widrigkeiten der individuellen Zielordnungen – „in times of love and science” (…and fanatic devotion to appendicle explosions: blowjob! Meanwhile: i por-n, i-pod, I fuc-k my brain for good and gods and goods and google for bungee jumps on the synapses: whoosh! “I don’t believe it! I did it – I am standing on a chair!” Or boom! – blowing air/p and trains to tears) – sprich Ziellosigkeiten der heute 20 bis 30jährigen Western-Helden, daß dem nicht so ist. Bieten diese doch die besten Voraussetzungen für Märchen: Ausflüchte wegen/vor Realität. Nichts bereitet einen größeren, nachhaltigeren Kick – außer Frauen, Autos natürlich (...nun, je mehr ich darüber nachdenke: Autos ohne Frauen...) – als der Raaauuuusssch einer langen, gelungenen und vielfältigen Erzählung, die dann am gelungensten ist, wenn man seinen Zeh nicht ins Seichtgewässer des Erwarteten, sondern ins unscheinbare dahinplätschernde Flüßlein steckt und sich dann von der unerwarteten Strömung mitreißen läßt.
Da stört mich das Wort ‚Roman’ auf dem Cover eines ...Essays oder einer Kolportage, Kolumne (?), eines Romänchens – ich drücke mich hier vor dem Wort ‚Erzählung’ (dazu müßte man wenigstens zum ‚Erzählen’ in der Lage sein, was ich anhand der Textbeispiele der Autorin bestreite – nein, kolportieren oder gackern ist n i c h t erzählen), doch schon sehr. So sehr, um wenigstens Mißerfolg zu wünschen, was ja immerhin höflich ist und das schlechteste nicht, wenn es heißt, wenigstens e t w a s zu wünschen, fernab von Begrifflichkeiten, Genre, Titten, Text oder Talent. Nein, nein. Mit Begrifflichkeiten hat das nichts zu tun. Vielmehr mit Ablehnung einer Kultivierung der Kultur der Häppchen(knabberei) im Stehen oder Vorbeihasten ähnlich des Fingerkauens und nachgleichzeitigem, stolzen Präsentieren der nichtsattmachenden Hornhautschnipsel unter lauten Ahhs und Ohhs der eitelversammelt, aber hektisch zur Nächsten-Ecke-Gammel nden-Hunge rhakenmäuler als Leckerei, Rumkugel oder Pansenbrot – kauf! ...statt wollüstiger und wärmender Einladung zum Gemütlichmachen bei ausschweifender und füllender und erfüllender Freßgelage oder Orgie mittels der Vorspeise, der Hauptspeise, Nachspeise und Ausscheide eines zur Blähe fähigen, auch große Räume bestinkenden, fettleibigen, dicken R O M A N E S !
Ach, fressen kann so wunderbar sein...
*zahnstocherstoch*
--> Kurzfassung:
Was war? Ach so: Ich wünsche der Autorin viel Glück. Exemplarisch indes nicht.
22.08.2006 09:46 Uhr
Charlottex
RE: Das erste Buch veröffentlichen@Klute: Habe das mit Judith schon geklärt und nehme sie mir persönlich zur Brust;)
21.08.2006 21:56 Uhr
Charlottex
Persönlichkeit ist ihr gutes Rechtan die vermeintlichen zwei leser des buches: sch... mainstream-konsument en! aber judith hat sich ihr zuckerl verdient, weil man die seiten im rowohlt-haus wenigstens als tapezierunterlage nutzen kann.
21.08.2006 22:29 Uhr
JungeJunge
Persönlichkeit ist ihr gutes Rechthm, was ist eigentlich dein problem, frag ich mich gerade...
schreib doch einfach eine literaturkritik hier, sobald du das buch auch gelesen hast
21.08.2006 23:03 Uhr
susa
Persönlichkeit ist ihr gutes RechtWas das Problem ist fragt ich mich hier allerdings auch... Charlottex, entweder klärst du uns verwunderten Mitleser deines Schaum vorm Mund mal über deine persönlichen Gründe für diese Attacken auf, oder du hälst dich in der Tat an Argumente, bzw. wenn das nicht geht, den Ball flach. Wirkt jedenfalls auf einen Außenstehenden sehr albern, mehr noch: Es klingt nach purem Neid.
21.08.2006 23:23 Uhr
susa
RE: Das erste Buch veröffentlichenWow! Das ist ja eine supercoole Geschichte, wie das so alles kam. An den Text mit den Pärchen erinner ich mich sogar noch :-).
Da kann man dir nur von Herzen viel Erfolg wünschen und dass dein Erfolgsrezept das Gleiche bleibt! Konsequent einfach du selbst zu bleiben und keinen Schmuh zu schreiben, nur weil der vielleicht gewünscht erscheint... Holla! Wirklich cool gelaufen! :)
Viel Glück und ne Menge Leser wünsch ich dir!
Susa
21.08.2006 23:18 Uhr
Charlottex
kulturdie kolumnen sind basis? mir fehlt die persönlichkeit dahinter, das ringen mit sich selbst und dem text, die schichten, die neuschöpfungen, das hungrige. zuviel blabla (schon der titel), dafür dass die popliteratur schon vor beinahe zwanzig jahren ausgehaucht wurde.
vielleicht bin ich einfach von rowohlt enttäuscht? weil der verlag für mich ein unantastbarer genie-schrein war? vielleicht muss ich auch noch viel toleranz lernen gegenüber den glücklichen dummen?
also ab in die waffen-ss!;)
21.08.2006 23:48 Uhr
JungeJunge
kulturhihi, du bist putzig... und hauptseminar-geschäd igt :-)
22.08.2006 00:02 Uhr
susa
kulturOkay... so wird das etwas klarer, was dich daran so stört.
Ich denke, es ist vielleicht das Bild, das du von einem Schriftsteller hast, der bei einem renomierten Verlag landen kann. Er muss gekämpft haben, etwas können, am Besten eine kritische und zerrissene Seele haben und zuweilen an sich und der Welt verzweifeln, richtig? Ein echter Künstler eben. Vielleicht hast du selbst schon Manuskripte eingesendet, irgendwo? Vielleicht bist du aber auch viel zu kritisch und schreibst und schreibst ohne je irgendetwas für gut genug zu halten, es abzuschicken? Und plötzlich liest du hier diese Glückskäfer-Geschich te. Da kommt eine daher, schreibt n paar bissige, singlezeitgeistige Wort über Pärchen, einfach so frei raus in die Tastatur gehackt, wird von nem Spiegelredakteur angequatscht, darf dann auch noch im für den _Spiegel_ über allsowas schreiben und plötzlich kommt da einer von ROWOLT und will nen ROMAN! Holla!
Tja, offensichtlich fangen Schriftstellerkarrie ren oft ganz anders an, als man sich das so vorstellen mag, ganz ohne viel Schweiß, Tränen, Neurosen und Selbstzweifel, sondern einfach so... ganz von allein.
Hey, es scheint eben auch diesn Weg zu geben, was sicher die Existenz des anderen Wegs nicht ausschließt... Manche sind halt Glückskäfer :-). Warum es ihnen nicht gönnen?
22.08.2006 00:14 Uhr
susa
kulturRowohlt... nat.
22.08.2006 00:17 Uhr
liebe_mueh_dann_maeh
Widerrede...Nicht alles, was zwischen zwei Buchdeckeln steht, ruft Neid hervor.
Ein Käfer ist halt kein Porsche. Auch wenn der von einem Porsche erdacht wurde.
Ist nun mal so: Diese Texte sind nicht literarisch und dieses Buch ist kein Roman. Selbst wenn das Wörtchen drauf steht. Nicht kompliziert. Ganz einfach. Trotzdem kannst Du ein liebenswürdiger Mensch sein. Und: Ich wünsche Dir Glück.
Und Du weißt es auch und sagst es ja selber: Es war nie Deine Absicht, literarisch zu wirken. Nur. Wurde da vielleicht ein schmutziger Finger in die Wunde der zarten Autorenseele gelegt? Hm?
Werfe dem Kritiker bitte nicht vor, daß D u den Weg des geringsten Widerstandes beschreitest. Und damit meine ich nicht, daß Du das Angebot eines Verlages annimmst. Das würde jeder tun. Nein, der Weg des geringsten Widerstandes ist, daß Du nicht versuchst, literarisch zu werken, zu denken, zu handeln und danach zu leben, liebe Autorin. Bitte. Jedem das seine. Aber werfe fürderhin anderen nicht vor, daß sie genau das tun: Literarisch werken, denken, handeln und danach leben. Oder es dem unterordnen. So, wie man einem Picasso – um es anschaulicher zu machen – auch nie raten solle, streng figurativ oder naturalistisch zu malen. Oder einem Monet, er solle bitte diese alberne Farbenpracht unterlassen. Oder einem Matisse, er solle bitte seine Schnittcollagen nicht als Gemälde verkaufen. Niemand würde bestreiten, daß alle diese Herren – sind leider nur Herren, diese Liste ließe sich beliebig, auch mit femininen Touch, fortführen – nicht auch figurativ, pre-raphaelistisch, naturalistisch oder photorealistisch hätten malen k ö n n e n.
Dennoch taten sie es nicht.
Warum?
Weil sie i h r e Version von Malerei betrachtet wissen wollten. Ihre Umwelt mit ihren Werken gestalten, um die Gesellschaft in i h r e Sicht der Dinge einzuführen. Das ist Kunst.
Und so gibt es auch Autoren, die ihre Literatur als ebensolche, ihrer Version der Realität oder Illusion entsprungen betrachtet sehen wollen. Obschon sie es auch anders könnten. Kannst Du es ebenso anders?
Ich widerspreche vehement der Behauptung, hohe Literatur verkaufe sich schlecht. Im Gegenteil. Sie verkauft sich sogar hervorragend. Es steht nur kein deutscher Name drauf.
Ob die Buchpreisbindung doch schadet? Mit dicken Hosen läßt sich gut stinken ...und ausländische Lizenzen erwerben. Die dazu benötigten Übersetzer ‚sourct’ man gleich mit aus. Fertig ist der Häppchenteller, Hackfleischigel oder Wurstsalat. Aus ‚Abendessen’ wird ‚Dinner’. Ob genmanipulierter, importierter Mais schmeckt? Klar. Genauso wie unveränderter. Aber wollen wir mit den Nebenwirkungen leben? Und der Abhängigkeit von diesen Importen? Und was hat es mit einer ehemaligen Kulturnation im Herzen Europas auf sich, die ihren wenig nachwachsenden ‚Rohstoffen’ – Kindern – nicht mal mehr den Unterschied zwischen Kunst und Bla nachhaltig erklären kann?
Sich überall bei Häppchen und Dip und Smoahll-Gerede sprich ‚gute Unterhaltung’ zu bedienen füllt auch den Magen. Sicher. Satt macht das allerdings nicht, mal vom bon goût, Geschmack, ganz zu schweigen. Und wie bitte soll man einem 15jährigen Teeny den Unterschied zwischen Kunst und Bla, gerade so einer Pommes-Rotweiß und einem knackfrischen Salat, näher bringen, wenn dieses Kind nicht mal mehr über die Geschmackrezeptoren verfügt, den Unterschied überhaupt mehr erkennen zu können?
Beim Durchstöbern dieser Seite bin ich auf einen Text gestoßen, dessen zentraler Satz so irgendwie lautete: „Die Stille hängt zerbrochen in der Luft.“ Und eben so ein geschmacksresistente r Teeny meinte, das wäre ‚Literatur’. Nein. Das ist keine Literatur, das ist eine Phrase, die an Banalität kaum mehr überboten werden kann und deshalb myriadenfach und in den unterschiedlichsten Wendungen für alles, nur nicht literarische Stille Verwendung findet. Das konnten Szeimonn und Furunkel damals schon besser und taten das einzig richtige, was man mit dem ‚Sound of Silence’ hatte anstellen können: Die Stille zu vertonen.
Und um nichts anderes geht es mir: Die Stille zu vertonen und zu zeigen, daß ein Buch nur weil es ein Buch ist und gedruckt wird, nicht zwangsläufig auch ein Roman, geschweige denn Literatur ist. Diese Kategorisierung stammt übrigens von Dir. Schau mal, oben steht es sogar. Ganz exemplarisch. Deine Anspielung, man dürfe nichts kritisieren, was man nicht selbst schon gemacht hat, ist zwar verständlich – wer mag sich schon mit Kritik, zumal negativer auseindersetzen? – aber auch kindisch. Und wenn man – so wie von einigen erwähnt wurde –nicht mehr das kritisieren darf, was einem nicht paßt, dann solle man sich eben selbst daran halten. Sei es in der Kunst, der Politik oder der Gesellschaft:
„Was? Das Buch gefällt Dir nicht? Was soll’s. Dann schweig!“ – „Was? Die Anhebung der Mehrwertsteuer gefällt Dir nicht? Was soll’s. Dann schweig!“ – „Was? Der Krieg im Nahen Osten gefällt Dir nicht? Was soll’s! Dann schweig!“
So eine Einstellung ist in ihrer Dummheit sehr gefährlich. Denn das Hinterfragen des ‚status quo’ sichert unsere Fähigkeit, sich mit sich und der Umwelt auch über das Morgen hinaus auseinanderzusetzen. Und gilt mehr noch in der Kunst aufgrund ihrer exponierten Lage.
Aber eines zeigt diese Diskussion doch wunderbar. Und somit etwas Positives: Wie wir von einer institutionellen Gesellschaft in eine interaktive driften. Zum Glück! Daß Autoren sich nicht mehr hinter ihren Buchdeckeln verklappen können, unangreifbar, unfassbar, sondern sich in Echtzeit mit einem Klick, des Betatschens ihrer Haut erwehren müssen – intellektuelle Nötigung in Anlehnung an sexuelle Nötigung ist ein treffender Vergleich. Weil beides so eng mit der Würde und eben der Verletzlichkeit dieser verbunden ist.
Nur wäre es mir – persönlich – lieber, diese ‚Sofort-„Hier!“-und- „Neid!“-Sc hreier’ würden ihren konformen Arsc-h wieder dahin setzen, wo er nicht stört: Auf den Boden der Tatsachen. Damit die hinteren Reihen auch etwas von dem Schauspiel mitbekommen. Und dann endlich anfangen... zuzuhören und zu zweifeln.
Was das schlechteste nicht ist, wenn es darum geht:
Zu sein.
Nicht gemacht zu werden.
Ob in der Kunst. Oder im Irgendwo.
PS
Nicht mehr, nicht weniger...
;)
22.08.2006 21:41 Uhr
liebe_mueh_dann_maeh
Keine Widerrede!'Mittwoch' und 'Donnerstag' sind schon aus.
Möchtest Du 'Freitag' sein?
*lieblächelumkehrz winkern*
24.08.2006 11:34 Uhr
susa
Keine Widerrede!Na toll.
25.08.2006 00:17 Uhr
liebe_mueh_dann_maeh
Die Woche ‚rumkriegen’......kann ich mir auch geiler vorstellen. Stimmt.
Steh’ nicht so auf Meinungsgroupies.
Die hängen sich so seltsam an alles dran, was ‚echt’ ist.
Um hochzukommen.
Ohne selbst je die Füße auf den Boden zu kriegen.
*abschüttel*
PS
„Ich bin ein Mensch, der...“-Bla-Gesülze zwei Profile weiter. Bitte. Danke.
Die müssen das wie ein Mantra vor sich hersummen, damit sie wenigstens in dem Echo einen Sinn-Sinn-Sinn... erkennen.
*zapp*
25.08.2006 02:11 Uhr
susa
Die Woche ‚rumkriegen’...Ach Herrje... wird ja immer besser.
Dein Ego scheint ein sehr empfindliches Pflänzchen zu sein. Mit Zynismus und Sarkasmus lässt sichs dann anscheinend aber auch leben...
Schwierig, da einen sachlichen Gesprächsansatz zu verfolgen... Besser gesagt unmöglich. Deshalb lass ich es auch jetzt...
25.08.2006 14:14 Uhr
designedfor
kulturIch glaube ja Neid ist die ehrlichste Form von Anerkennung.
22.08.2006 13:43 Uhr
Antonia
kulturHi Charlotte, ich finde auch gut, dass du so mutig bist und mal deine Meinung sagst. Irgendwie tut das hier keiner. Finden die denn wirklich alle das Buch gut? Versteh ich nicht.
Ich fand die Kolummne auch ziemlich oberflächlich von judith. Einfach nur aufgewärmte Mann sucht Frau oder Frau sucht Mann Geschichten. Gibt es da nicht schon hundertfünfzigtausen d von?
Versteh den Verlag Rohwolt auch nicht. Aber schließlich verkauft sichIldiko von Kürty auch super. Der Stil ist ja schon ähnlich.
26.08.2006 19:00 Uhr
jacksgirl
kulturIch glaube, hier gehts gar nicht mehr darum, das Buch gut zu finden oder nicht, sondern dass Judith vorgeworfen wird, etwas nicht erreicht zu haben, was sie gar nicht erreichen WOLLTE, und das find ich ehrlich gesagt auch unverständlich.
Ich hab das Buch nicht gelesen (den Pärchenartikel aber schon, wenn ich mich nicht irre, und da dachte ich die ganze Zeit nur "Sie hat so Recht... SO Recht!" ;)), und ich weiß nicht, ob ich's noch lesen werde, aber ich finds wirklich sinnlos, sich drüber aufzuregen, dass es keine Weltliteratur sei bzw. die Autorin nicht "literarisch leben" würde (WTF ist eigentlich "literarisch leben" - ist das derselbe Quatsch wie "Es gibt kein richtiges Leben im falschen."?).
Ich find die Geschichte, wie das Buch entstanden ist, irgendwie toll (auch wenn mich zu allererstmal ein bisschen der "Ja, toll, sowas passiert immer nur den anderen."-Neid gepackt hatte ;)) und gönne es Judith, dass es so gelaufen ist.
04.10.2007 14:21 Uhr
grond
RE: Das erste Buch veröffentlichenIch schließe mich den allgemeinen Glückwünschen an.
Allerdings kann ich für mich weiterhin nicht verstehen, dass Menschen Deine nun auf 200 Seiten ausgedehnten, jederzeit durchschaubaren und happy-endigen Geschichten, die es niemals zur Schilderung einer echten Krise schaffen, die irgendwie als Versuch von "Sex and Studi-Hamburg" wirken und Dich bzw. Deine Heldin am Ende immer gut dastehen lassen, auch abendfüllend haben möchten. Aber ich habe es immer gut gefunden, Leuten ihr Geld auch für schlichte Unterhaltung abzunehmen, denn das ist die eigentliche Kunst. Als jemand, der selbst schon zweimal über das Schreiben von mehreren Hundert Seiten (wissenschaftlichen Inhalts) beinahe verzweifelt ist, hast Du meine Solidarität. Und tiefe Bewunderung dafür, dass Du das tatsächlich mit *Word* durchgestanden hast!
22.08.2006 11:35 Uhr
junge_mit_ideen
RE: Das erste Buch veröffentlichenHmm...hab' ich mir auch schon überlegt, ob ich ein Buch schreiben soll, aber ich weiß nicht. Nach zehn, zwanzig Seiten findet man es dann auf einmal scheiße...
Find ich deshalb extrem annerkennenswert, dass du dich das getraut hast und sogar Erfolg damit hast.
Werd's vielleicht auch kaufen...
22.08.2006 11:54 Uhr
bosch
RE: Das erste Buch veröffentlichenHi Judith,
herzlichen Glückwunsch - bin ja auch schon sehr gespannt darauf, Dein Buch im Laden zu entdecken (Schanzenbuch oder Cohen und Dobernigg?).
Und wenn es mir mal sehr schlecht gehen sollte, kann ich dann ja Deine Telefonnummer gegen ganz viel Geld weitergeben ...
Also, ich drück Dir die Daumen, dass Du endlich Frau von Kürthy von Platz 1 der Bestseller-Liste verdrängst und Du beim 90. Geburtstag von Siegfried Lenz statt des Kehlmanns neben Günter Grass auf dem Podium sitzt (falls er bis dahin nicht vom Sockel gestürzt wird).
Viel Erfolg und herzliche Grüße aus dem Tor zur Welt
bosch
22.08.2006 15:39 Uhr
AlexJott
RE: Das erste Buch veröffentlichenein fetten respekt auch von meiner seite hier! ein eigenes taschenbuch in einem richtigen, großen verlag - und dnan auch noch bei rowohlt! meiner einer musste sich mit bod zufrieden geben...
22.08.2006 16:05 Uhr
AlexJott
RE: Das erste Buch veröffentlichenund jetzt antworte ich mir auch noch selbst, um etwas anzufügen: natürlich macht es manchmal spaß, so richtig was zu verreißen und von diesen spielchen lebt ja auch der betrieb vermutlich, aber ich schließe mich doch eher der autorin an, wnen es um werke geht, die man nicht mag: wegsehen sei die einzige verneinung.
herzlichst,
euer alexander janke
22.08.2006 16:12 Uhr
horst-kevin
RE: Das erste Buch veröffentlichenLiebe Frau Liere,
Sie sehen ja anhand der Beiträge einer gewissen "Verreißerin", dass Sie (und vor allem ihre zahlrlosen VerehrerInnen, Ganzdollvielglückwün scherInnen etc.) sich von nun an - denn Sie gehören ja jetzt quasi zur belletristischen Elite in Deutschland - auf unbequeme Schmähungen dieser Art einstellen müssen. Ich habe Ihr Buch nicht gelesen, nicht weil ich Sie nicht mag, ich lese generell keine Bücher (allerhöchstens mal den Kulturteil der Bild-Zeitung und Erotikmagazine, aber selbst da nur die BIlder) - nein, das ist es nicht, die Sache ist erstaunlich simpel: ein Buch mit dem Titel "Hitsingle" würde ich auch unter Androhung einer Dauerfolter mit der "Verliebt in Berlin"-DVD-Edition nicht mal anrühren. Why? Ganz easy:
HITSINGLE!!!!! - Da dampft ja, liebe Frau Liere, der Mainstream-Muff ja schon aus dem ungeöffneten Buchdeckel, und wenn Sie dann in ihrer Anmoderation zu diesem Thread auch noch unverblümt zugeben, nicht totzuschriftstellern de Schanzenviertel-Schu bladenchar aktere wie die sexuell unterversorgte Romanistin oder den chronisch cannabinolisierten Jura-Boy aus der Klischeekommode zu prügeln, dann muss ich sagen: Uff, bis jetzt hatte ich Glück. Meine lieben Hände, macht etwas Sinnvolles, geht einer gutaussehenden, unterversorgten Romanistin im zweiten Semester unters Beatsteaks-Fanshirt, leert eine Tasse mundwarmen Wodkas, strickt einen Gute-Laune-Pulli für notleidende Schlittschuh-Großhän dler in Kirgisistan, oder weiß der Geier - aber rührt, liebste Hände, dieses potentielle MACHWERK nicht an!!!
Fräulein Liere, mir ist der Inhalt ihres Buches herzerweichend EGAL, den kann ich auch in nahezu jedem Buch von Ildiko v. Kürthy nachlesen, was mich um meinen Restverstand bringt (und davon habe ich bei Gott nicht mehr viel) ist die Tatsache, dass sie die Krönung ihres literarischen Schaffens betitelt haben wie die Fortsetzung eines Megasellers des von Ihnen heiß verehrten Koksliteraten Benjamin v. S.-B.!!! Fräulein Liere, ach scheiß drauf, ich gehe jetzt erregt wie ich bin zum DU über - liebe Judith, hättest du dir nicht ein bisschen mehr als 2,5 Sekunden Zeit für die Titelwahl nehmen können? Judith, Baby! Die Wahl eines Buchtitels, hast du das im Germanistikstudium nicht gelernt, ist doch ESSENTIAL für jeden angehenden Autor!
Siehe Judith, die Welt ist voll von abermilliarden sonnenblumiger, hyperorigineller Buchtitel, und du, mein Schatz, was tust du??? Wirfst bei der Wahl für dein Erstlingswerk - und man veröffentlicht nicht jeden Tag sein erstes Buch, das weißt du genauso gut wie ich - sowas von megawenig Elan, Hingabe und kreativen Style in die Waagschale, dass am Ende nur soetwas wie "HITSINGLE" dabei rauskommt. Liebe Judie (sorry, darf ich dich so nennen?) , DAS war nichts - das war weniger als nichts, das war für die Kunst der Buchbetitelung in etwa soviel wie eine Moderation von Johannes B. Kerner für ein Rhetorikseminar mit anschließender Diskussionsrunde.
Aber, Frau L., (ich habe mich dank gezielter opiatinjektion wieder abgeregt und gehe daher wieder in die Höflichkeitsform über), machen Sie sich keinen Kopf, rennen Sie jetzt nicht durch die Talkshows und erzählen was von "Gebrauchsliteratur" oder Pärchenstrandurlaube n auf Gran Canaria, wo sich ihre papiergewordene Studentenklamotte doch so elegant in den Beach-Bag von H&M fügt - Hand aufs Literatenherz, Madame - Sie als studierte Germanistin, die zudem noch den Umzug in die Stadt ihrer Kaffeehäusschenträum e plant (Wien, wo sie dann süßen Schwarzkaffee schlürfen und über Kafkas Sexualneurosen sinnierend dem goldenen Bohemien-Lifestyle der débile epoque frönen dürfen) - Sie wissen natürlich, was man als Geisteswissenschaftl erin in Deutschland tun muss, um nicht dereinst im Callcenter auf 440-Euro-Basis begraben zu werden: Jeden Job annehmen, der auch nur das kleinste bisschen mit dem zu tun hat, was man sich gefühlte 100 Semster lang an einer Universität angetan hat. Ich sage bewusst "das kleinste bisschen", denn dass Ihre 200-seitige Abhandlung über kiffende Studienversager, Schanzenviertelroman tik und Orgasmusschwierigkei ten (upps, das habe ich jetzt gemutmaßt - zuviel Ildiko von Kürthy!!!) mit Literatur in etwa soviel zu tun hat wie Eisstockschießen mit Extremsport wissen Sie als studierte Literaturwissenschaf tlerin vermutlich besser als ich, der eine Uni ja noch nicht mal von außen gesehen hat. Um jetzt qualifizierten Kommentaren bezüglich meines Neidpotentials vorzubeugen: Nein, ich habe noch nie versucht, irgendwo ein Buch zu veröffentlichen, geschweigedenn versucht eins zu schreiben.
Wissen Sie, Frau Liere, warum? Kommen Sie ganz dicht an den Monitar, ich flüstere es Ihnen, Cherie: Weil mir bis jetzt noch kein passender TITEL eingefallen ist. Genau, ein GUTER Titel fehlt mir. Denn damit beginnen Bücher gemeinhain. Besonders die guten, Frau Liere. Ich wünsche Ihnen weiterhin recht viel literarischen Erfolg, erfüllende Kaffee-Erfahrungen in Wien und auf Ihrem weiteren Lebensweg alles Gute. Amen.
22.08.2006 17:12 Uhr
kuhmilchexplosion
RE: Das erste Buch veröffentlichenSchön. Und dafür hast Du Dich nun heute extra neu hier angemeldet?
22.08.2006 18:23 Uhr
NummerNeun
RE: Das erste Buch veröffentlichenhey hey hey, habt ihr da 'ne persönliche sache am laufen, oder so?
ansonsten verstehe ich nicht, warum du dir sechs absätze zeit nimmst, für etwas, das dich sowieso absolut überhaupt gar nicht interssiert.
lies das buch doch einfach nicht und lass mal das arme mädchen in ruhe, zecke.
22.08.2006 19:22 Uhr
Playa
Dein Beitrag ist ganz lustig*lach*
22.08.2006 20:26 Uhr
phili
RE: Das erste Buch veröffentlichenNa, wenn du selbst gelesen werden willst, musst du aber auch noch ein bisschen arbeiten. Ich bewundere jeden, der es schaffst, selbst wenn mir das Werk nicht gefaellt,
24.08.2006 06:14 Uhr
nicht-wie-du
RE: Das erste Buch veröffentlichenHoppla... Da hat wohl jemand n Knoten im Höschen, was? Naja, ich bin immer wieder überrascht wie wenig man mit viel Worten von sich geben kann.
Würd mich interessieren was hinter dem Dünnsch... Monolog von Onkel Horsti steckt!
22.08.2006 19:59 Uhr
Playa
RE: Das erste Buch veröffentlichen:) Also von dem Buch kann man ja halten was man möchte. Ich gebe offen zu, dass ich es nicht lesen werde, weil es mir von der Thematik wenig sagt (aber immer noch mehr als 90% der erzwungenen hochliterarisch-küns tlerischen Pose mancher Jungautoren) und die Tatsache, dass die Autorin dasselbe Internetforum besucht für mein Interesse nicht ausreicht. Trotzdem alles Gute dafür, dass du einen guten Verlag gefunden hast. Anscheinend gibt es also doch ein gewisses Publikum für diese Art der Unterhaltungsliterat ur, deswegen finde ich diesen herablassend-arrogan ten Ton mancher Kritiker unangebracht. Schreiben sollte meiner Meinung nach in erster Linie eines bringen: Spaß und Interesse, der Anspruch oder eventueller Erfolg kommt danach.
22.08.2006 20:22 Uhr
S.Schunck
RE: Das erste Buch veröffentlichenTja, dann Glückwunsch! Hoffe, mir wird bald auch das gleiche Glück zuteil... Weiter so!
22.08.2006 21:25 Uhr
Claud187
RE: Das erste Buch veröffentlichenAlso, als ich deinen Artikel las rotierten in meinem Kopf Buchtitel - welcher davon würde der deines Buches sein?
Ich hoffte natürlich, dass es eines der besseren war, die ich in den letzten Monaten gelesen habe, aber da kam schon so eine dunkle Ahnung auf, dass es auch ein ganz schlechtes, einfaches, voraussagbares Buch sein könnte...
Nun, als Rowohlt auftauchte, keimte auch in mir Hoffnung -- ich schätze den Verlag; tolle Autoren, schöne Cover... aber am Ende wars halt doch nur "Hitsingle", welches ich vor ungefähr 2 Monaten gelesen hab, in der Badewanne, und auch nur deshalb, weils in dem Stapel von Leseexemplaren das einzige TB war. Ich hätte es nach dem ersten Kapitel ins Wasser schmeissen sollen...
Nun, um dich ein bisschen zu beruhigen: es gibt diesen Herbst wenig gute Bücher, es gibt viel schlechtere als deins, und auch für dein Buch gibts dankbare Leserschaft...
C!
22.08.2006 22:59 Uhr
Apollon
RE: Das erste Buch veröffentlichentja, einem solch erlesenen geschmack, wie ihn mein gutes claudchen besitzt, kann man es nicht immer recht machen ... wohin kämen wir denn da auch - doch wohl in des teufels küche, wa?
08.09.2006 01:25 Uhr
Individualistin
RE: Das erste Buch veröffentlichenHerzlichen Glückwunsch! Aber wie heißt das Buch überhaupt?
22.08.2006 23:05 Uhr
schiheim
RE: Das erste Buch veröffentlichenHerzlichen Glueckwunsch!
Ich denke, dieser Text hier ist als Erfahrungsbericht gedacht - oder?! Und dass du dich einfach nur der Neon-Gemeinschaft mitteilen wolltest. Oder als Auszug aus einem Mail an eine Freundin genommen...Weil dann ist alles gut.
Ich will dir ja nicht den Teufel an die Wand malen, aber wenn man von vornherein, ohne, dass der ganze Prozess ueberhaupt in die Gaenge gekommen ist, schon ueberall (und hier ist Ueberall!) die "frohe Botschaft" verkuendet, dann, ja dann wird das Glueck wahrscheinlich auf sich warten lassen.
Eine grosse Autorin wirst du nie werden, denn dazu ist allein dieser Text hier viel zu schlecht konzipiert bzw deine Herahngehensweise und die kleine Narzistin in dir etwas hinderlich.
Das ist nicht boes gemeint, aber ehrlich.
Freu dich einfach nur mal ueber die Tatsache, dass du diese Moeglichkeit ueberhaupt bekommen hast!
Viel Glueck!
23.08.2006 01:00 Uhr
aiko
RE: Das erste Buch veröffentlichendu bist wirklich zu nett fuer diese welt, und vor allem viel zu klug!
25.08.2006 04:42 Uhr
liebe_mueh_dann_maeh
Bianca......Wege zum Glück?
26.08.2006 11:48 Uhr
kleine-steffi
RE: Das erste Buch veröffentlichen
ich habs grad gekauft und bin sehr gespannt
23.08.2006 08:03 Uhr
sebastjan
RE: Das erste Buch veröffentlichen
heee j. bin so alt wie du, hab auch zwei bücher draußen. bei lust auf erfahrungsaustausch - meld dich! es wir nämlich nicht alles nur schön und aufregend - bestimmt nicht! ansonsten: muchos erfolgos!
23.08.2006 09:31 Uhr
Sisa
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Auch von mir herzlichen Glückwunsch!
Dein Buch ist übrigens auch in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrit "Women" empfohlen worden... hab ich gestern erst gelesen und heute sehe ich deinen Artikel hier..., schon witzig. Fand deinen ersten Text, mit dem alles anfing, auch schon super. Mach weiter so. Ich wünsch dir alles Gute.
23.08.2006 10:07 Uhr
sayeah
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Na herzlichen Glückwunsch ;)
23.08.2006 11:40 Uhr
lube-reloaded
RE: Das erste Buch veröffentlichen
ich ziehe vor jedem den hut, der es schafft zwischen zwei buchdeckeln zweihundert seiten geschichte zu packen. da mag die geschichte gut oder schlecht sein. ich weiß nicht, ob ich überhaupt in der lage bin, alleine diese quantität zu erlangen.
23.08.2006 16:09 Uhr
liebe_mueh_dann_maeh
"ich ziehe vor jedem den hut..."
Das tun Portiers auch.
24.08.2006 11:35 Uhr
lube-reloaded
wegbereiter
und von menschen, die anderen menschen türen öffnen, kann es nicht genug geben
24.08.2006 15:31 Uhr
liebe_mueh_dann_maeh
„Nicht alles auf einmal ausgeben!
Hier. Haste zwanzig Cent.“
*klimper*
Kommt darauf an, in welche Häuser man will:
Villa oder Absteige – Snob..?
Mhm, rote Lampenschirme, gedämpftes Licht, ein Ruch von Laster und Läßlichkeit liegt in der Schwebe. Herr Robääärr empfängt im Flur der Eitelkeit...
„Auf welche Besetzungscouch soll ich mich legen? Hier? Oder gleich im Stehen? Spreize Beine in jedem Winkel wie Meinungen. Ich kann auch auf den Knien rutschen. Hier... schon Hornhaut dran. Das gibt dem Begriff Lederhaut eine neue Wendung. Ich kann auch Witze. Soll ich raspeln? Stehen..? Ok. Gut... Mache ich. Nein. Kein Problem. Ist nur so. Ich muß kurz... Ok. Kann losgehen. Dann schieb’ ich mir halt das Lineal nur noch tiefer in den Arsc-h. Jetzt ist Platz. Was dagegen, daß ich mir die Finger in die Ohren stecke? Ich mag doch nicht so mein Wimmern hören. Aber das Gefühl des Eindringens. Ja, das mag ich wohl. Wir wollen doch ergründen.“
Kein Problem. Im Stehen ist mir auch viel lieber. Mein schlimmer Rücken, Du verstehst?
Verstehst Du doch, oder? Verstehst Du mich? Hallo, verstehst Du mich? Du kannst nicht hören, ach so...
*zipp*
Faß den Knauf nicht an, wenn Du schwitzige Finger bekommst. Noch dazu mit Ohrenschmalz. Selbst wenn ich Trinkgeld gebe.
Türen öffne ich mir lieber selbst. Aber – um ehrlich zu sein – mehr noch interessieren mich die Wände:
Wozu gebrauche ich schließlich meinen Kopf?
25.08.2006 02:09 Uhr
El
RE: Das erste Buch veröffentlichen
lube, es geht doch nicht um Quantität....sonst kannste auch ein Telefonbuch bewundern...
18.10.2006 20:20 Uhr
ela_hase
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Hey!
Cool, dass du jetzt auch ein Buch geschrieben hast, das werd ich mit nach Italien nehmen und dort am Strand lesen! Ich war nämlich schon von Anfang an ein großer Fan von deiner Kolumne im UniSpiegel, hab alle Episoden gesammelt in einem Ordner und lese die immer wieder gerne!
Aber dass ich hier, auf dieser Website, darauf stoße, hätte ich echt nichtgedacht...
Mach weiter so!
23.08.2006 20:03 Uhr
phili
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Schreiben kann gelernt werden, Kritik ueben auch.
24.08.2006 06:17 Uhr
blondi
RE: Das erste Buch veröffentlichen
ich hab deine kolumne im unispiegel soooo gern gelesen und mich jedesmal drauf gefreut! also wenn das buch hält, was die kurzen texte versprechen, freu ich mich schon drauf :o)
24.08.2006 17:12 Uhr
taekwon
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Im September 2006 werde ich auch starten.
Titel: Erfolgsspur durch den Körper - Ein Körper voller Liebe
---
Es geht um das Kenenlernen des eigenen Körpers
24.08.2006 20:19 Uhr
Charlottex
no no no
mein mitbewohner arbeitet bei rowohlt und was bringt er heute ins haus???? dein buch???!!! weil ich ihm von der waffen-ss und der überheblichen gehirnleeren autorin erzählt habe. ich glaube es ja nicht. möchtest du an meiner kleinen privaten bücherverbrennung teilnehmen, judith? lol.
24.08.2006 23:55 Uhr
Rattfink
Fahr zur....
h...!!
25.08.2006 14:28 Uhr
S.Schunck
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Meine Fresse... ist ja abartig, wie so mancher hier vor Neid regelrecht zerberstet... Ich wäre wahrscheinlich genauso stolz, wenn mir sowas widerfahren würde. Und davon mal abgesehen, braucht die Welt nicht noch mehr hochtrabende "Weltliteratur" & ich bin ohnehin ein Fan von Geschichten über "ganz normale Menschen", die vielleicht so realitätsnah gezeichnet sind, dass man sie selbst im Freundeskreis haben könnte. Mal schauen... Wenn's die Kohle erlaubt, zieh ich mir das Buch auf jeden Fall rein! Viel Glück weiterhin!
25.08.2006 02:06 Uhr
Kiyan
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Hi, Judith,
wie war das doch gleich?:
"Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen."
Offensichtlich hast Du ihn Dir verdient, wenn ich hier so einige Kommentare lese...
;-)
In diesem Sinne, Glückwunsch, laß sie brabbeln und viel Erfolg!
Grüße
Kiyan
25.08.2006 06:36 Uhr
Rattfink
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Mein Gott, seid Ihr alle erbärmliche Neidhammel!
Naja, fast alle. Das Buch ist mir auch herzlich egal (gratuliere nebenbei), aber was IHR hier abzieht, ist KRANK!
25.08.2006 14:25 Uhr
susa
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Ich muss mich den letzten Vorrednern nochmal mit Nachdruck anschließen: Es ist erbärmlich und traurig, was hier in den Kommentaren teilweise passiert.
Judith, dein Buch ist gekauft! Ich werde es noch heute bestellen. Eine trefflichere Antwort fällt mir auf diese extrem gequirlte Scheiße hier nicht mehr ein...
25.08.2006 23:31 Uhr
Eintagsfliege
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Danke für Deinen interessanten Artikel. Ich könnte wetten, jeder zweite NEON-Autor träumt von einem ähnlichen Verlauf.
Ich gönne es Dir und drücke Dir die Daumen. Genieß die schöne Zeit.
Und keine Promi-Beziehungen wie Stucki anfangen ;-)
26.08.2006 01:04 Uhr
dondada
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Sehr spaßig, wie hier die verkappten Jungautoren Galle spucken. Hab gar nicht gewußt, daß neon.de ein Sammelbecken für Literaturbetriebsasp iranten ist.
Ich fand Frau Lieres Texte hier auch nicht so dolle aber, daß man von einem Buch mehr gelesen habe sollte als den Titel, bevor man es verreißt, müßte eigentlich eine Selbstverständlichke it sein.
Ach, und ich hoffe wir müssen nicht auch noch ein Buch von liebe_mueh_dann_maeh erwarten. Das ist ja schon auf Kommentarfeldlänge nicht zu ertragen. Steht das "liebe-mueh" für bemühten Stil, oder was ?
26.08.2006 18:29 Uhr
El
RE: Das erste Buch veröffentlichen
..der Klappentext liest sich, als wäre Hera Lind in einen Jungbrunnen gefallen..
schade nur, liebe Judith, dass du mit deinem Romänchen genau die Zielgruppe ansprichst, die gerne Milchkaffee trinkt und bei Bernd Begemann Konzerten kleine Rucksäcke trägt...
Geld stinkt nicht, gell ?!
26.08.2006 22:23 Uhr
chaosmagnet
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Hi Judith:-)
Hab jetzt durch zufall mal wieder auf der NEON-Seite gekramt und bin mehr oder weniger durch Zufall über disen Artikel gestolpert...beim lesen viel mir dann nach und nach auf - das Buch kennst du doch...hab es schon vor einer ganzen Weile gelesen - oder soll ich sagen verschlungen?Bin Buchhändlerin und daher in der glücklichen Lage viele Bücher schon eher als Leseexemplar lesen zu können. Habe oft das Gefühl das man sich nicht Bücher aussucht, sondern die Bücher einen oft genau im Richtigen Moment finden...das war damals jedenfalls so - es sprach mir in dem Moment aus der Seele und ich werde es ab September fleißig einkaufen und meinen Kunden weiterempfehlen...ve rsprochen: -)
Wünsch dir ganz viel Erfolg - und schreib weiter...!!
27.08.2006 17:07 Uhr
DieNin
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Da kommt man ja ins träumen, mal selbst ein Buch zu veröffentlichen. Herzlichen Glückwunsch!
27.08.2006 21:09 Uhr
k.janeway
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Viel Neid, viel Idealismus, viel Unsinn hier.
Laß' Dich davon nicht unterkriegen. Sollte Dein Buch halbwegs erfolgreich sein, mußt Du Dir ein dickes Fell zulegen. Mainstream hin oder her, es wird gelesen. Und ob Ildiko von Kürthy mit dem Stempel "seichtes Lesevergnügen" glücklich ist, sei dahingestellt.
Fakt ist, daß Dich ein Verlag haben wollte! Und mit jeder Veröffentlichung wächst der Anspruch - gerade auch an sich selbst.
Also weiterschreiben und viel Erfolg!!!
27.08.2006 21:50 Uhr
velniukas
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Wie kann man nur so neidisch sein?
Ihr "Kritiker" merkt schon, dass ihr euch ziemlich lächerlich macht, oder?
Das Leben ist nun mal recht banal, werdet ihr auch noch merken.
Man kann auch alles überintellektualisie ren, ich lese solche Bücher sehr gerne, einfach weil es Spaß macht! Ich wünsche Dir noch viel Erfolg!
28.08.2006 11:52 Uhr
dondada
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Angenommen das Leben wäre banal (vielleicht gilt das ja für deins), dann ist das ein umso schlechterer Grund dafür, auch noch Bücher banalen Inhalts zu lesen (womit ich ausdrücklich nicht das hier diskutierte Buch meine, das ich nicht gelesen habe).
28.08.2006 14:14 Uhr
sailor
RE: Das erste Buch veröffentlichen
"Leben ist trivial" Erdmöbel, 1996
31.08.2006 19:45 Uhr
runner_ch
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Das sind doch mal endlich wirklich interessante und aufschlussreiche Reaktionen auf einen Neon-Beitrag. Was hier so von aufgeplusterten Pseudo Kritikern/Schreiberl ingen (?) an neiddurchtränkten Kommentaren abgesondert wird, ist Unterhaltung erster Güte.
Was mich anbelangt, so werde ich Dein Buch wohl kaum erwerben, weil es einfach nicht mein Genre ist. Aber Gratulation zu Deinem Erfolg. Und es ist wirklich eine Wahnsinnsleistung, dass ein Verlag überhaupt ein Manuskript eines "Newcomers" veröffentlicht, völlig egal, ob es mal in den Bestsellerlisten auftauchen wird oder nicht.
Dass Du Deinem Buch einen kleinen kleinen Beitrag widmest, sollte Dir auch niemand vorwerfen, denn etwas Werbung schadet bekanntermassen nie.
Weiter so
30.08.2006 21:24 Uhr
greentea
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Glückwunsch! Ich glaub, das Buch werde ich lesen. Geschichten, die in Städten spielen, die ich kenne, finde ich total interessant und bei HH ist es ja so.
05.09.2006 21:22 Uhr
die_dattel
...mal ganz grundsaetlich...
ganz unabhaengig von dem buch!
warum wird in unserem kulturkreis (negative) kritik immer als neid gewertet???
(manchmal mag das ja stimmen, aber immer????)
-----ok immer stimmt nicht ganz. niemand wueder glauben ich bin auf tokio hotel neidisch, weil ich deren musik nicht mag.-----
dd
06.09.2006 11:30 Uhr
sailor
...mal ganz grundsaetlich...
Warum glauben in diesem Kulturkreis eigentlich alle, daß negative Kritik irgentjemanden weiterbringt, vom Kritiker selbst mal ganz abgesehen.
Wieso ist niemand der hier versammelten Kritiker (die teilweise sehr nach Neid klingen) in der Lage, zu sagen: "Ein Buch, das die Welt nicht braucht, aber egal."
Warum ist jemand so hirnerweichend dämlich wie Charlottex, seine/ihre "persönliche Bücherverbrennung" anzuregen...
Mal ganz unabhängig vom Buch.
Und warum haben sich "so viele" auf die Autorin persönlich eingeschossen.
Das ist doch mal das Allerletzte.
Mal ganz unabhängig von der Autorin.
Fragen über Fragen an den Kulturkreis...
06.09.2006 18:24 Uhr
sailor
...mal ganz grundsaetlich...
Und Tokio Hotel are the new Beatles.
Mal unabhängig von allem.
Ich muss weg...
06.09.2006 18:26 Uhr
Dean_Reed
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Es sollten nur die schreiben, welche was zu sagen haben und keine Hausfrauen !
09.09.2006 22:22 Uhr
ccellardoor
RE: Das erste Buch veröffentlichen
wow, was für eine diskussion!!!
ich fand die geschichte von judith toll, ist doch super, hier einen text zu schreiben, und am ende bekommt man ein verlagsangebot, ein buch zu schreiben! kann man doch nichts gegen sagen.
inwieweit das verdient ist, kann ich nicht sagen. offensichtlich war auch eine gehörige portion glück dabei.
die leute, die sich über das vielleicht tatsächlich niedrige niveau des buches aufregen, kann ich wirklich nicht verstehen, sollen sie was besseres schreiben, das veröffentlichen und dann auch hier mit ihrem werk gerade stehen!
werde mir das buch nicht kaufen, weil mir die geschichte der autorin sympathisch ist oder weil die auch bei NEON schreibt, sollte es mir aber jemand mit empfehlung leihen, dann würde ich es auch lesen, viel zeit wird bei der seiten anzahl ja nicht verschwendet. so habe ich es bei von kürthy auch gemacht, und ich habe es nicht bereut - war ja ganz witzig! Normalerweise ist das aber auch nicht mein Genre.
außerdem: der erste roman, da gibt es noch steigerungsmöglichke iten.
und um ehrlich zu sein, könnte ich jemanden, der so ein angebot von rohwolt ablehnt, nicht verstehen!
14.09.2006 17:59 Uhr
Thelonious
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Ich hab die ersten 30 Seiten gelesen. Das geht ja auch ganz locker-flockig. Aber nun? Warum soll ich da weitermachen? Am Ende kriegt Cobra eh den schönen Mann, wie im Kino. Dass die Schauplätze 200 Meter von meiner Wohnung entfernt liegen, wäre gerade noch ein Anreiz. Aber sonst?
Verletzt es dich eigentlich, mit Ildikó von Kürthy verglichen zu werden? Materiell wäre das ja nicht das schlimmste Los, das einen treffen könnte ...
17.09.2006 21:32 Uhr
AlexJott
RE: Das erste Buch veröffentlichen
h habs auch gelesen und muss sagen: die ersten 100 seiten kann man es ganz problemlos flüssig weglesen, leichte unterhaltung, wie erwartet. aber dann wird es doch etwas haarsträubend, die charaktere bisschen übertrieben und die zufälle arg unglaubwürdig. insgesamt aber lesbar.
18.09.2006 20:59 Uhr
Thelonious
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Hallo, Judith,
ich bin jetzt auf Seite 132 und nehme alles, na ja, fast alles zurück, was ich bisher Herablassendes über dein Buch geäußert habe. Für einen ersten Roman, der keine großen literarischen, sondern nur unterhalterische Ambitionen verfolgt, ist das ein ausgesprochen elegant konstruiertes und stilsicher aus der "ich lerne das Leben erst noch kennen"-Perspektive verfasstes Werk.
Eben aß ich allein eine Pizza beim "L'incontro da Cosimo" und las derweil wieder 20 Seiten weiter. Das Ristorante verließ ich danach sehr beschwingt!
Ich bleib dran und liefere dann noch eine abschließende Kritik ...
23.09.2006 21:44 Uhr
Thelonious
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Das passt ja ... Herzlichen Glückwunsch nach Wien!
Also, wie versprochen mein Schlusskommentar. Du hattest mich ja vor dem Schluss deines Buchs gewarnt, und stimmt, der zerfloss leider ein wenig in Sat.1-mäßigen Komödienkitsch.
Trotzdem gefällt mir gut, dass du die Perspektive des "Huch, was geschieht mir?" bis zum Schluss durchgehalten hast. Das Buch ist in sich stimmig und elegant.
Ein bisschen seicht? Ja, vielleicht. Aber man kann ja hoffen ...
26.09.2006 07:47 Uhr
eichhammer
RE: Das erste Buch veröffentlichen
5 Monate nur? Ich hab für meinen 34 Jahre gebraucht ;-)
02.10.2006 23:10 Uhr
aexel
RE: Das erste Buch veröffentlichen
das ist mal gute Werbung. Ich habe Lust auf das Buch.
05.10.2006 16:08 Uhr
Camel1985
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Auch von mir Glückwunsch, muss wirklich ein tolles Gefühl sein *neid*
31.10.2006 11:02 Uhr
PostScriptum
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Es ist ein wunderbarer Artikel, der auf jeden Fall zeigt, dass es noch schöne "Fügungen" im Leben gibt, um die man sich aber auch bemühen muss.
Macht auf jeden Fall Mut!
23.11.2006 14:11 Uhr
serve
Und mein Buch ?
Ich hab auch den Traum ein Buch zu schreiben weiß aber nicht wie. Ich hab schon einrmal angefangen. Hat aber irgendiwe nie ganz geklappt. Vielleicht bin ich einfach zu jung. Vielleicht bin ich einfach zu dumm. Aber vielleicht fehlt mir auch einfach nur ein Konzept. Ich würde voll gerne meine Lebensphilosophhien( auch wenn ich den Begriff "Philosophie" hiermit dermassen verunglimpfe, sorry an Aristoteles, Freud, Hobbes und Co.)niederlegen. Einfach um in ein paar Jahren mal zu sehen, was ich gedacht hab und dann junge Leute zu fragen ob das immer noch halbwegs akuell ist. Vielleicht will ich aber auch nur wissen ob ich normal bin.
Also wer eine Idee oder ein Konzept für mich hat. Bitte melden.
Aber um nochmal aufs wesentliche zurückzukommen: Alles gzute zu deinem Buch. Freut mich echt für dich. Viel Erfolg
03.01.2007 01:56 Uhr
Neyne
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Herzlichen Glückwunsch! Mir gefällt das Cover sehr gut und der Titel ist auch genial. Ich wünsch dir viel Erfolg mit dem Buch, und bestimmt bekommst du noch mehr positive Kritik!
Die Beschreibung bei Amazon hört sich ja schonmal gut an ;)
07.01.2007 17:07 Uhr
Nordkind
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Herzlichen Glückwunsch!
Das Buch hat mir super gefallen!
17.01.2007 17:00 Uhr
oceaneyes
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Irgendwie finde ich diese enstandene Diskussion ziemlich krass. Gut, ich werde das Buch vermutlich auch nicht lesen, da es nicht das Genre ist, das mich interessiert. Aber ich finde es einfach unverschämt, mit welchem Hass manche Leute hier kommentieren. Ich will ja niemandem das Kritisieren ausreden, Kritik ist gut, sofern sie konstruktiv und sachlich begründet ist. Wenn aber diverse Leute hier ihre giftigen Ausbrüche inszenieren, macht mich das wirklich ziemlich wütend. Es ist ja nicht mal so, dass die Kommentare wenigstens inhaltlich qualifiziert wären, auch wenn die Schreiber das durch einen komplexen und herablassenden Stil sowie lange Texte suggerieren wollen. Z.B. ist es absoluter Schwachsinn, dass ein Buch von 200 Seiten kein Roman sein kann. Die Definition eines Romans hat mit der Seitenzahl absolut nix zu tun!
Und wenn sich hier manche erdreisten, der Autorin Besetzungscouchmetho den etc. zu unterstellen und sie wutschäumend zu beleidigen, dann ist das schlicht kindisch und niveaulos. Abgesehen davon verstehe ich auch nicht, woher dieser Hass kommt, der reine Neid kann das doch schlecht sein?
04.02.2007 20:42 Uhr
fami_05
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Das klingt ja ganz einfach. Ich warte mit meinem Manuskript schon über ein Jahr auf Antwort. Ich werde aber weitermachen, liege grad in der Vorbereitung zu einem neuen Buch. Mit dem könnte es ja klappen. Leider kommen No-Name-Autoren nicht so leicht durch, wie jemand, der eh schon in Zeitungen oder so veröffentlicht!
Aber trotzdem Glückwunsch!
11.02.2007 15:11 Uhr
cornflake_girl
RE: Das erste Buch veröffentlichen
ach mensch, das liegt bei uns als leseex rum. das werde ich mir dann morgen mal schnappen ;0)
19.03.2007 00:15 Uhr
Freitag
RE: Das erste Buch veröffentlichen
wow! davon habe ich auch mal geträumt, aber mir fallen nie die richtigen geschichten ein. meine schwester meinte ich müsste einfach nur meine spontanen gedanken aufschreiben, aber das ist auch noch keine geschichte. hast du journalismus studiert?
17.07.2007 21:56 Uhr
NeonPeon
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Erstmal herzlichen Glückwunsch. Dir ist das gelungen, worin ich auch mal gelegentlich einen Traum oder zwei investiere. Wie bist du das Romanschreiben angegangen? Hast du Notizen gemacht, bevor du angefangen hast zu schreiben? Hattest du so ein ungefähres Handlungsmuster im Kopf bevors mit dem Tippen losging? Diese und ähnliche Sachen interessieren mich sehr. Wäre echt nett, wenn du vielleicht antworten könntest :)
Liebe grüße bis dahin!
10.09.2007 14:03 Uhr
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Hey.. Rowohlt ist ja keine schlechte Adresse.-) Die haben auch meinen Erstling angefordert. Vielleicht sind wir ja bald Kollegen. *zwinker*
Und ich wünsch dir natürlich mehr Lob, als Kritik. Jedem kanns nicht gefallen, das muss man sich immer vor Augen halten.
26.02.2008 06:48 Uhr
RE: Das erste Buch veröffentlichen
So einen Erfolg muss man erstmal haben. Daumen hoch!
Gruß Heiko
02.08.2009 11:16 Uhr
RE: Das erste Buch veröffentlichen
Oh wie toll-davon träume ich auch :-) Dass mich jemand bezahlt für das was ich am liebsten tue, nämlich schreiben*neid*Und:H erzlichen Glückwunsch!!!
27.02.2010 19:06 Uhr
RE: Das erste Buch veröffentlichen
als muschi muss man doch gegenwärtig nur eine kleine fickgeschichte zwischen shopping und "philosophischen" randgedanken irgendwie zusammenkleben und das wars. macht doch nicht so ein fass auf. wer nicht denkt, ist willkommen.
27.02.2010 19:34 Uhr