Warten auf den Knall
19.01.2010 13:22 Uhr
Wo bleibt der europäische Jugendaufstand?
Es ist schon ein Jahrzehnt her: Hunderttausende marschierten durch die Straßen von Seattle (1999) und Genua (2001) und skandierten Slogans wie “Eine andere Welt ist möglich.” Heute, in Zeiten der Finanzkrise, bleibt der Protest seltsam still – obwohl doch die Folgen einer falschen Wirtschaftspolitik noch wesentlich offensichtlicher und für den einzelnen spürbarer sind als damals.
Für den Beitrag “Warten auf den Knall” in der neuen NEON-Ausgabe haben wir fünf junge europäische Polit-Aktivisten an einen runden Tisch eingeladen. Wir haben mit ihnen darüber diskutiert, was die Bilder von Straßenschlachten in Athen und von Uni-Besetzungen in Deutschland miteinander zu tun haben, was die heutige Protestkultur von jener der 1960er und 1970er Jahre unterscheidet - und woran es fehlt für eine europaweite Protestbewegung, die skrupellosen Bankern und ihren Erfüllungsgehilfen in der Politik Respekt einflößt.
Ja, woran fehlt es? Konkrete Forderungen, langfristige Utopien? Geht es zu vielen Leuten immer noch zu gut, als dass sie es für nötig hielten, sich politisch zu engagieren – oder geht es zu vielen schon so schlecht, dass sie resigniert haben? Kann es überhaupt so etwas wie eine europäische Jugendbewegung geben – oder sind dafür, trotz Facebook und Billigflieger-Verbindungen, die Distanzen einfach zu groß?




Wenn du angemeldet bist, kannst du hier einen Beitrag zu diesem Text schreiben
Eintrag schreiben »
MisterGambit
RE: Warten auf den KnallWenn ich wüsste, woran es fehlt, und wie man es bekommen kann, wäre ich sicher auch schon einer Partei beigetreten.
14.01.2010 17:49 Uhr
Rayon
RE: Warten auf den KnallPffft....alte, doofe Diskussion.
Die historischen Protestbewegungen hatten den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass sie all das Schlechte in der Welt auf ein (teilweise herbeiimaginiertes) Feindbild projezieren konnten.
Das Ding ist doch: die meisten von uns sitzen mittendrin im System - ein "wir" gegen "die" lässt sich so schlecht aufbauen. So schustern die, die sich engagieren, ganz pragmatisch-graswurz elmäßig an kleinen Dingen herum, bei denen man wenigstens noch ein bisschen das Gefühl haben kann, was zu erreichen. Das ist dann ganz sympathisch, am großen Ganzen ändert das aber wenig.
Es bildet sich doch keine handlungsfähige Mehrheit mehr ein, in diesem unübersichtlichen Wust der ineinander greifenden Systemfaktoren noch so etwas wie eine große Alternative präsentieren zu können (Diethmar Dath oder Sarah Wagenknecht mal ausgenommen)
Wirklich große Umwälzungen werden in Naher Zukunft (wenn überhaupt) durch die initiiert werden, die ihren Unmut ohne großen ideologisch-intellek tuellen Überbau, dafür aber mit ordentlich blinder Wut im Bauch auf die Straße tragen werden.
Die Abgehängten, die momentan noch staatlich alimentiert ihre Tage im Media-Markt verbringen können, werden die freie Zeit, die ihnen der Zusammenbruch des Sozialstaates bescheren wird, schon zu nutzen wissen. Da is dann aber nix mit Facebook und Netzwerken, das wird schön primitiv mit brennenden Fackeln und Mistgabeln und ungemütlich dazu (auch für die Hobby-Linken aus der Mittelschicht, da ist es dann auch ganz egal, ob man brav in Internetforen Texte gegen böse Banker oder für ein gerechteres Bildungssystem verfasst hat, das Auto sollte man dann trotzdem besser in der Garage parken)
14.01.2010 19:43 Uhr
Guelle
RE: Warten auf den KnallVon Intellektuellen würde ich sowieso keinen Marsch auf der Straße erwarten..
;)
15.01.2010 07:56 Uhr
Rayon
RE: Warten auf den KnallAch, in Kambodscha hat es unter den Roten Khmer gereicht, eine Brille zu tragen, um als Intellektuell durch zu gehen - klingt für den auf Status bedachten Typen erst mal verlockend, hatte aber den Nachteil, dass man dann aber auch erschossen wurde ;)
15.01.2010 12:34 Uhr
faux
RE: Warten auf den KnallMann kann nicht jedes Jahr irgendwelche Aufstände anzetteln, oder große Massenbewegungen erwarten. Die Triebe dafür müssen jahrelang, ja jahrzehntlelang knospen ...
Haben Sie also ein wenig Geduld Herr Zick, auch Sie werden noch von wilden, vagabundierenden Horden gelyncht werden.
14.01.2010 20:14 Uhr
Batida72
RE: Warten auf den Knallhihi
...
19.01.2010 19:54 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDie Fragestellung impliziert, dass eine Jugendbewegung planbar wäre.
Das ist falsch. Keine Ahnung, wo du das her hast, aber die Motivation einer Jugendbewegung leitet sich aus vielfältigen Faktoren ab, die nicht planbar sind.
Wenn die benötigte Kraft vorhanden sein sollte, dann ist die Organisation sicher so einfach wie nie zuvor.
Das ist doch die "Tragik": Die Möglichkeiten werden vielfältiger, schneller und besser - aber dadurch sinkt auch die Bereitschaft zur Mobilisierung.
15.01.2010 08:41 Uhr
oceaneyes
RE: Warten auf den KnallWieso sollen die Distanzen jetzt größer sein als 1968? Sie sind doch viel kleiner geworden.
Und ich gestehe, ich kann zwar die Frage nach der heutigen unpolitischen Jugend nicht mehr hören, aber warum so wenig protestiert wird, weiß ich auch nicht. Vermutlich (das wäre zumindest der Grund, warum ich selber nicht auf der Straße rumlaufe), weil es keine allgemein verführerische Utopie mehr gibt, von der man noch nicht weiß, dass sie nicht funktioniert. Damals (1968) hat der Sozialismus sehr viele mitgerissen, heute hat ebendieser sich ja als ebenso wenig überlegen wie andere Systeme erwiesen. Und bis eine neue massentaugliche Ideologie erfunden wird, dauert´s vielleicht noch.
15.01.2010 11:57 Uhr
Rayon
RE: Warten auf den KnallDas ist doch n bisschen ein zu teleologisches Geschichtsbild....al s ob - hokuspokus - mal eben ne "neue" Ideologie so aus dem Ärmel geschüttelt wird.
In unserem westlichen Staatsverständnis arbeiten wir uns doch jetzt schon ne ganze Weile an den Polen Freiheit vs.Gleichheit ab. Was wesentlich Neues wird sich da erst mal nicht ergeben.
Als Idealist könnte man hoffen, dass wir uns in einem stetigen Prozess befinden, den Mittelweg auszuhandeln, der ein möglichst hohes Maß an Freiheit bei gleichzeitig möglichst hohem Maß an Gleichheit bedeutet (es hat sich ja schon ein bisschen was getan seit 1789, nicht wahr)
Etwas zynischer könnte man aber auch sagen, dass Freiheit und Gleichheit eben nicht zusammen passen, wobei sich dann aber auch wieder die Frage stellt, was für einen Freiheitsbegriff man eigentlich bemühen möchte (damit wendet man sich dann wohl am besten an romeo_flausch)
Eines aber ist relativ klar: immer wenn sich große Massen für die utopischen Versprechen von Ideologien begeistern lassen ist es an der Zeit, sich sein persönliches "Cabaret Voltaire" zu suchen. Die geistige Atmosphäre wird dann nämlich eher ungeil.
15.01.2010 12:31 Uhr
oceaneyes
RE: Warten auf den KnallDas, was du hier teleologisch findest, war ironisch gemeint. Ich meine bloß, dass man die 68er gut mobilisieren konnte,weil es etwas gab, was fast alle wollten, das war als Gegenstück zum Kapitalismus der Sozialismus. Heute wissen alle nur, was sie nicht wollen. Dass man dafür keine Ideologie aus dem Ärmel schütteln kann, weiß ich.
15.01.2010 13:26 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallSehe ich anders. Die 68er hatten eher jemanden, von dem sie sich abgrenzen konnten und wollten: Die altnazistische Elterngeneration, die immer noch Verbrechen und Mitschuld leugnete. Das war damals ein gesellschaftspubertä rer Akt.
Heutzutage ist die jugend schon mit 14 erwachsen, analsexerfahren und frisch raus aus der Reha und die elterngeneration leb immer noch in der WG und braucht kein Viagra um dreizehn horny chicks pro Tag zu knallen.
Soll sagen: Die schleichende Individualisierung und der Jugendwahn und die Neigung zur Reflektionsverweiger ung bietet keine gesellschaftsweite Rebungsfläche mehr an.
15.01.2010 13:34 Uhr
oceaneyes
RE: Warten auf den KnallOk, quatzat, teilweise hast du recht. Ein klares "Feindbild" ist aber meiner Meinung nach nicht immer ausreichend, sonst würden die Banker auch mehr abbekommen - man braucht manchmal eben auch eine Gegenideologie.
15.01.2010 13:41 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDamit eine Bewegung entsteht auf jeden Fall.
Aber damit eine Motivation um sich greift und die Leute in Massenhypnose versetzt - dazu brauch man ein kollektives, greifbares Feindbild.
Die Banker - die 'gibts' ja gar nicht. Die sind ja quer durch die Gesellschaft verteilt.
15.01.2010 13:46 Uhr
Rayon
RE: Warten auf den Knallquazat
Diese ganzen post-modernen Aspekte (Pluralisierung, Individualiserung ect.) sind ja aber meiner Meinung nach an sich ein Fortschritt.
Das Problem dabei ist nur, dass sie durch eine pervertierte Fokussierung auf den ökonomischen Bereich ad absurdum geführt werden. Diese immer größer werdende Kluft zwischen "oben" und "unten" führt nämlich dazu, dass die Freiheiten, die dieses Gesellschaftssystem ohne Zweifel für den Einzelnen bereithalten kann, nur für einen bestimmten Teil der Bevölkerung zur Verfügung stehen. Wer sich andauernd Gedanken darüber machen muss, wie er über die Runden kommt, ist eben genau das Gegenteil von frei.
15.01.2010 13:56 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDa siehst du doch schon, das gleichverteilte individuelle Freiheit eine Utopie ist.
Solange sich der Bodensatz der Gesellschaft nicht organisiert oder es nicht kann, so lange wird es so weiter gehen.
Ich stehe den Individualisierungsb estrebunge n inzwischen sehr skeptisch gegenüber, weil sie pervertieren (wie du richtig sagtest). Aber eben nicht nur in ökonomischer Hinsicht. Sie sind prinzipiell pervers.
Der Mensch vereinigt nunmal ein eigenständiges _und_ ein soziales Wesen. Individualisierung auf Teufel-komm-raus kann nicht gut sein.
15.01.2010 14:03 Uhr
Rayon
RE: Warten auf den KnallWeil man Individualisierung mit Egoismus verwechselt. Natürlich ist der Mensch auch ein soziales Wesen. Genau das meinte ich damit, als ich weiter oben davon schrieb, dass es eines ständiges Aushandelns zwischen Freiheit und Gleichheit bedarf.
Dem Menschen zuzugestehen, nach seiner Facon glücklich zu werden, sehe ich nicht prinzipiell als pervers an. Es kommt nur auf das Regel-Korsett an, das diesem Streben angelegt wird. Ein hobbes'scher Urzustand kann ja nicht der Sinn von Pluralismus und Freiheit sein.
Die europäische Demokratie hat ja schließlich auch mit robbespierre'schem Blutsaufen begonnen, und trotzdem betrachte ich sie als einen recht positiven Meilenstein der Menschheitsgeschicht e. Die gottgegebene Ständegesellschaft ist nun mal fürs erste vorbei, und deswegen ziehe ich (bei allen Mängeln) jedes pluralistische Gesellschaftskonzept denjenigen vor, die mit Ideologien und Utopien auch immer ins totale abgleiten werden.
Die Natur des Menschen wird man eh nicht ändern können.
15.01.2010 14:27 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDu meinst natürlich die moderne europäische Demokratie :P
16.01.2010 08:38 Uhr
Rayon
RE: Warten auf den Knallnö. lieber will ich in kalter Erde lebendig begraben werden, als Griechenland als Teil Europas zu akzeptieren - da können notgeile Avatar-Stiere Frauen entführen, wie sie wollen ;)
16.01.2010 11:35 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDie sind in der EU!
Wenn man die rausschmeissen kann, dann Österreich gleich mit!
16.01.2010 11:51 Uhr
Rayon
RE: Warten auf den KnallAch, echt? Was is denn die EU?
Zum Thema Österreich kann man eigentlich nur immer Erwin Wurm zitieren: "Österreicher immer und grundsätzlich für Österreich verantwortlich machen!"
16.01.2010 12:05 Uhr
Cyro
RE: Warten auf den KnallDer Vergleich mit den Korsettstangen gefällt mir. Einige dieser Korsettstangen wurden uns bei Gründung der BRD massiv aufgezwundgen, sehr zu unserem Glück, wie ich finde. Ein paar Korsettstangen wurden in den 70ern verstärkt und ausgetauscht. Danach wurden viele gebrochen ... manchmal mit roher Gewalt. Wie viele Korsettstangen können wir noch brechen, bevor das Korsett zusammenbricht ?
19.01.2010 11:49 Uhr
Rayon
RE: Warten auf den KnallSorry, hatte ich falsch verstanden.
Ich muss zugeben, dass meine Ironiesensoren besonders dann dazu neigen, verklebt zu sein, wenn ich die Begriffe "Ideologie" und "Jugendbewegung" höre. Spricht nicht für mich, ich weiß ;)
15.01.2010 13:36 Uhr
rolfradolfski
RE: Warten auf den Knalldie Sache ist doch die, dass jeder seine Probleme privatisiert und glaubt das habe alles nichts mit Politik zu tun. Wer seinen Arbeitsplatz verliert macht sich vornehmlich selbst dafür verantwortlich, auch wenn er weiß, dass z.B. die Branche gerade einbricht. Dann denkt man sich: Warum passiert das gerade mir? Habe ich mich nicht genug angestrengt? War ich nicht flexibel genug um mich vorzeitig neuzuorientieren? usw. Gerade junge Leute haben doch diese Vorstellung im Kopf man müsse sich ständig neu erfinden für die Anforderungen der Wirtschaft, für den Konsum....
In der Soziologie würde man das wohl als negative Folge der Individualisierung verbuchen, aber was nützt diese Diagnose? Was nützen Utopien, wenn man sich nicht auf diese einigen kann?
Meiner Meinung nach fehlt ein politisches Bewusstsein bei der Bevölkerung, weil man sich nicht unnötig aufregen will, weil man Angst davor hat einer Gruppe anzugehören und somit auch negative Entscheidungen mittragen zu müssen.
Dass eine europäische Jugendbewegung zustandekommt ist meiner Meinung nach wahrscheinlicher als eine nationale.
16.01.2010 20:46 Uhr
DamNeckAnnex
RE: Warten auf den KnallAlso Aufstand is hier jeden Tag...
@Red: Seid ihr dabei?
19.01.2010 10:20 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den Knall"Abstand" ist der neue Aufstand.
Daheim ist man zumindest mal nicht unmittelbar direkt irgendein durchzubilanzierende s Humankapital, dass für dumm verkauft wird.
Zuhause kann man sich wenigstens noch sowas wie "Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein" einreden.
Zuhause und im "persönlichen Umfeld" hat man noch so´n bisschen den Überblick und ggf. auch ein wenig die Kontrolle über das, was da so passiert.
In der großen weiten Welt zerlabern einem irgendwelche statistikschmeissend en Schlaumeier jegliche Wahrnehmung, spannen interessenvertreterb etriebene Volkszertreter Schirme über jede sich bietende gute Gelegenheit, während Ottonormalverbrauche r gar nicht mal so sehr selten darüber nachdenken darf, ob er sich überhaupt noch einen Schirm leisten könnte.
Was Wunder, dass so manches Heim da zur Trutzburg wird und sich die Interessenlage zu den Dingen hinverschiebt, die nicht zwangsfrustran sind oder gleich kriminalisiert werden.
Und das goldene Kalb der "Wirtschaftspolitik" muss erst ganz elend vor die Wand fahren, damit diese netten machterhaltenden Strukturen in aller Deutlichkeit ihre Wirksamkeit verlieren. Vor diesem Zeitpunkt ist jeder entweder käuflich oder einfach zu "entschärfen".
19.01.2010 11:00 Uhr
nureinlaecheln
RE: Warten auf den Knalldie leute die beständig das gemeinwohl zerstören um ihren individuellen reichtum oder persönliche vorteile zu mehren, sollten konsequenzen zu spüren bekommen. mir ist egal ob das ne europäische oder ne nationale bewegung ist... :-0
19.01.2010 11:14 Uhr
Cyro
RE: Warten auf den KnallDas Schlimme ist: Das werden sie nie.
Eher werden diese Geschäftemacher dem Volk die Waffen zum Aufstand verkaufen - gegen Bares. Und durch Propaganda die Bevölkerung gegeneinander aufhetzen ... um nach dmem Aufstand den Überlebenden Kredite anzubieren und gegen ordentliche Bezahlung für alle, die es sich dann noch leisten können, Grundnahrungsmittel liefern.
19.01.2010 11:42 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den Knall"Wo bleibt der europäische Jugendaufstand?"
Der beliebt solange zu Hause, solange die dazugehörige Jugend vorm Rechner sitzt, in NEON-Threads pseudo-soziologische s und politisches Halbwissen austauscht und sich darüber wundert, wo der Aufstand bleibt. ; )
19.01.2010 11:25 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallWar ja klar, dass du alter Knacker sowas los lassen musst.
19.01.2010 11:28 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallWenn die dazugehörige Jugend auf die Straße geht, schimpft man sie "Autonome" und beschießt sie mit Wasserwerfern.
Da ist die dazugehörige Jugend mit ihrem Halbwissensaustausch vorm Rechner ganz gut aufgehoben. Da können sie das Halbwissen auch ggf. gleich mal irgendwo vertiefen...und wenn´s irgendwo mal anfängt loszugehen, dann bekommt man´s wenigstens sofort getwittert.
Jäi. Los...hopphopp...all e vor die Rechner.
Und nich auf den alten Miesepeter Kemp hören...
19.01.2010 11:30 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallHast Du den ; ) übersehen? Fühltest Du dich ertappt? Bin ich dir auf den Pixel getreten? Ich hab doch nur schon mal für später als alter grantelnder Rentner geübt...und wenn dir das nicht passt Bürschchen, dann gibts gleich was mit dem Krückstock...!
19.01.2010 11:35 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallVielleicht hatter ja seine Brille verlecht.
chrchrchrchr
19.01.2010 11:42 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallNeee...hab ich schon gesehen.
Ich wollte Dir nur den Statler zu Deinem Waldorf geben :)
19.01.2010 11:55 Uhr
MisterGambit
RE: Warten auf den Knallso leute wie paul_kemp, die meinen, dass ihre revolution, bestehend aus der benutzung von jute-taschen beim einkaufen, die welt in den grundfesten erschüttert hat
19.01.2010 12:04 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallAus Jutetaschen kann man ganz passable Pflastersteinschleud ern bauen, würde ich behaupten.
19.01.2010 12:11 Uhr
Lenulitschka
RE: Warten auf den KnallTja... ICH hab ja letztens mit der Mistgabel aufm Alex gewartet... kam aber keiner.
19.01.2010 11:30 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallMit ner MISTGABEL ?
Und Dich hat keiner verhaftet ?
Abgefahren.
19.01.2010 11:31 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallMein Gott, das ist halt Berlin...als ob sowas da jemanden auffallen würde...
19.01.2010 11:39 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallDie Berliner Polizei bringen ganz andere dinge aus der Fassung. Ein Freund von mir arbeitet für
www.entega.de/denk anstoesse/ rettet-den-schneeman n
und organisiert gerade eine Schneemann-Demo. Dazu berichtete er Folgendes (kein Scherz!):
"Bisheriges Highlight: Die Berliner Polizei hat geprüft, ob die Demo genehmigt werden muss. Ergebnis: Schneemänner gelten nicht als Menschen, darum können sie auch ohne Genehmigung demonstrieren..."
19.01.2010 11:45 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallIch kenn Berlin. Ich hab da mal gewohnt.
Zugestanden...es is nich München :)
Die Berliner Pol is aber auch nich abgebrühter als anderswo, glaub das mal nich.
19.01.2010 11:53 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallSeit der Schneemann-Geschicht e glaub ich Dir das sofort.
19.01.2010 11:59 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallNa...ich wette aber, dass es eine Ordnungswidrigkeit ist, wenn irgendwo Schneemänner herumstehen und Schilder in die Luft halten.
Btw.: Wogegen wollen die Schneemänner demonstrieren ? Globale Erwärmung ? Den Winterdienst ? Hopphopphopp - "Schneepinkler Stopp !" ? Fragen über Fragen. Ich erkläre mich jedenfalls schonmal solidarisch mit Schneemännern und biete mein Eisfach als Versteck für politisch Verfolgte an.
19.01.2010 12:11 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallJa..geht natürlich in Richtung Klimawandel..näheres auf der erwähnten Website. Das Asyl-Angebot werde ich weiter leiten, das wird bestimmt Anklang finden, zumal ich vorschlug in die Demo auch einen schwarzen block autonomer Schneemänner einzubauen, um die Berliner Polizei so richtig ins Grübeln zu bringen ; )
19.01.2010 14:42 Uhr
Cyro
RE: Warten auf den KnallDas Problem sehe ich darin, dass die Politik des Sozialabbaus, der Verschlechterung der Lebensumstände, des Neids auf HatzIV-Empfängers, der Jobs, bei denen der Verdienst nicht mehr zum Leben ausreicht, die Zeit der Milliardenbetrügerei , auch Reformen genannt, in der Bevölkerung breite Unterstützung haben.
Schon zu Kohls Zeiten habe ich mich gefragt, warum keiner gegen so manche asoziale Maßnahme protestiert. Statt dessen wird es immer schlimmer. Heute höre ich mir bei Youtube den Song „Wer hat uns verraten – Sozialdemokraten“ immer noch enttäuscht an, und verfluche die Politiker, die Auslandseinsätze als „deutsche Normalität“ fordern. Der Staat stellt alle Bürger unter Generalverdacht und will alles überwachen ... Misstrauen, wo früher Vertrauen war, Angst und Neid und Hass, Fremdenfeindlichkeit ... aber Protest ? Iwo. Die einzige Zeit, wo wirklich mal mit Erfolg protestiert wurde, liegt gut 3 Jahrzehnte zurück ..... doch diese Zeit wird seit den 90ern öffentlich verteufelt, in Talkshows, in... ja, generell in Medien. Ich bin erstaunt, wie die heutige Generation teilweise Hass auf die 68er Generation empfinden kann. Gut, ich bin erst 67 geboren, und ich finde nicht alles aus den 70ern toll, doch wenn man jene Genreration und deren Willen zur Verbesserung der Gesellschaft und den damit verbundenen Protest verteufelt (alles vom Ausland gekaufte Staatsfeine oder unrettbare irre Psychos, die da protestieren) dann kann die Lehre für die heutige Zeit nur sein: Alles hinnehmen. Größtes Verständnis für alle haben, die an der Macht sind. Durck, schleimen, denunzieren. Hingegen alle, die im System die Verlierer sind muss man hassen, und wenn sie vom Staat Geld zum Überleben bekommen, muss man sie um jenes Geld beneiden und ihnen missgönnen. Ganz aktuell aus der Tagespolitik: Jene Leute sollen zu 1 Euro-Jobs gezwungen werden. Generell sollten Menschen zu wenig zum Leben verdienen, dafür muss man ja Verständnis haben. Und die breite Bevölkerung hat Verständnis. Darum werden ja korrupte Politiker gewählt ... die Lobby, die die entsprechenden Parteien am meisten schmiert, bekommt die Gesetze so geliefert, wie sie sie wünschen.
Protest ? Nie im Leben. Lieber massive Unterstützung durch Wählerstimmen und Bewunderung für das Durchsetzungsvermöge n eben jener Politiker.
Nein, Protest erwarte ich schon lange nicht mehr. Wenn alles zu spät ist, ja ... wenn die Zahl der Arbeits- und geldlosen Looser (Looser wohl gemerkt aus sicht der Machthabenden) auf mehr als 50 % steigt. .. vielleicht. Aber nur vielleicht.
Ändern könnte sich nur etwas, wenn man sich der Ungerechtigkeiten bewusst wird, statt sie zu begrüßen, weil man niemanden auch nur einen Cent Kohle gönnt. Oder eine Ausbildung, die man selber nicht hat. Oder irgendetwas gönnen.
So wie ich das sehe werden wir in Deutschland ein paranoider Kontrollstaat, mit neid- und Hasserfüllten Denunzianten, die sich gegenseitig das Leben schwer machen.
Rechtsstaatlichkei t, Freiheit, soziale Werte, alles Dinge, die nicht mehr selbstverständlich sind. Weil man gegen die protestieren muss, die eben jene Werte einschränken wollen.
Och wie soll eine Gesellschaft protestieren, die diejenigen, die diese Werte einschränken will, vergöttert ?
Das kann und wird nichts werden.
Schade eigentlich. Jeder denkt für sich: Mir geht’s doch gut. Und die Verlierer des Systems haben eh nichts mehr zu melden. So kann das noch gemütlich weitergehen, bis wirklich alles zusammenbricht. Und heute kann ich schon sagen:
Schuld werden dann offiziell die sein, die nichts haben, die Looser des Systems. Wie immer. Notfalls auch die Geringverdiener. Niemals aber die Machthaber oder irgendwer, der die Möglichkeit hatte oder (noch) hat, die Dinge zum positiven zu ändern. Doch bei den Machthabern scheint mir einfach der Wille zu fehlen etwas positives für die Mehrheit des Volkes zu tun. Vielmehr scheint die Definition von Bevölkerung sich bei einigen Politikern auf Lobbyisten, Unternehmer und Wohlhabende zu beschränken, und irgendwelches Stimmvieh, das man vor Wahlen durch irgendwelche Versprechen ködern muss.
Protest ?
Nö, im Gegenteil, ob nun rot, gelb, schwarz, grün ... wir wählen inhaltlich eindeutig den gleichen Mist und erfreuen uns dran statt zu protestierten.
19.01.2010 11:38 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallIch glaube eher nicht, dass "die Bevölkerung" großes Verständnis hat, oder das asoziale Gebaren das uns die wunderbare Welt nichtgehaltener Leistungsversprechen beschert hat widerspruchslos übernommen hat.
Wenn ich mich umschaue, sehe ich allerorts Leute, die sich in überschaubaren Grüppchen zusammenfinden und sich -wenn nötig- gegenseitig über die Runden helfen.
Freunde, Nachbarn, Kollegen. Irgendwie läuft das doch.
Wozu großangelegter Protest ? Wer soll das denn weitertragen ? Unsere Politikerkaste ? Wohl kaum...deren PR-Berater und Parteistrategen haben das Profil und Image "der Politik" recht nachhaltig geschädigt. Warum Protestieren, wenn man dazu gefühlterweise nur in unehrliche, selbstgefällige und sowieso käufliche Ohren schreit. Und was "das Volk" will, dass kann "die Wirtschaft" mit ihrer Fixierung auf wenig Nachhaltigkeiz zu Gunsten der Gewinnmaximierung schonmal gar nicht wollen.
Und natürlich wählen wir den gleichen Mist. Anderer Mist wird doch gar nicht erst angeboten, weil "anderer Mist" zwangsläufig eine andere Ideologie sein muss.
Da aber die "freie Marktwirtschaft" (oder was man eben als solche bezeichnet) das Einzig Wahre und Gute auf der Welt ist - allein, weil die anderen Systeme ja so eindeutig versagt haben und wir ja alle Lebensqualität im Mediamarkt kaufen können- hat "anderer Mist"
eben gar keine Chance. Sich gedanklich von
der Doktrin zu verabschieden, dass ´ne freie
Wirtschaft Glück und Wohlstand für alle sein soll ist ja quasi ein Gedankenverbrechen.< br />
19.01.2010 12:09 Uhr
Cyro
RE: Warten auf den KnallJain ... darum halte ich den Kompromiss, der schon mal mehr als 2 Jahrzehnte funktionierte, für gut und realisierbar. Eben die soziale Marktwirtschaft. Soll heissen: Den sozialen Aspekt übernimmt der Staat, der der Wirtschaft aber einen weiten Rahmen lässt, in dem sie ihren Gewinn machen kann. Werden alle Mitarbeiter angemessen (und Hungerlöhne sich NICHT angemessen) entlohnt, habe ich auch nichts gehen Monatslöhne, die dem Jahreseinkommen von ganzen Familien entsprechen. Statt dessen aber verkauft sich der Staat (zumindest bestimmte Teile des Staates) lieber an die Wirtschaft. Dass die Wähler das ganz toll finden, entnehme ich dem letzten Ergebnis der Bundestagswahl. (Eigentlich auch den Ergebnissen davor, aber das letzte war ja nun mehr als deutlich).
Es war einmal eine Zeit, wo die Politiker den Willen des Volkes vertreten sollten. Formal bzw. offiziell schwören die heute ja noch drauf .... doch leider pfeifen einige auch gleichzeitig drauf.
Was ich verlange ist, dass Politiker ihre Aufgabe ernst nehmen. Dass sie ein Gewissen haben. Ich verlange moralische und ethische Werte von den Staatsdieneren. Denn sie sind Staatsdiener und nicht irgendwelche Könige oder Kaiser, die tun und lassen können was sie wollen.
Dass sie dennoch voller Begeisterung eine Kurs fahren, bei dem nicht nur Verarmung, Abzocke, Lügerei und Spitzelei groß geschrieben werden, kann nur mit Rückhalt der Bevölkerung geschehen. Unsere Daten sind uns Scheißegal, dem asozialen Grinsepolitiker, der finanzielle Hilfe für Arme verspricht und die gegenteilige Politik betreibt glauben wir, nein, wir loben ihn sogar für die (vermeintlich notwendige harte) Politik, die er betreibt, und Leuten, die auf Hilfe angewiesen sind, treten wir hinterher auf dem Weg nach unten.
Vermutlich haben wir genau die Politik die wir verdienen, mit Sicherheit aber die, die wir wählten.
Ich bin kein Revoluzzer, alles was ich will sind, wie gesagt, verantwortungsvolle Politiker, die nicht nur Gutes versprechen, sondern auch tun. Nachweislich tun. Auf alles andere kann ich gern verzichten.
Vor allem aber wäre ein Umdenken eines jeden Einzelnen nötig. Neid und Hass bringen einfach nichts, und nicht jeder Arbeitslose muss gleich selber Schuld sein an seiner Situation. Auch wenn uns das eingeredet wird. Verständnis für Aussteiger verlange ich ja nicht, aber Protest gegen Löhne, die nicht ausreichen um von ihnen zu leben, schon. Und Verständnis für Leute, die meinen dass man von Sozialhilfe bequem leben kann, fehlt mir auch. Auch wenn irgendeine austauschbare Pappnase alle paar Wochen im Fernsehen auftaucht und das behauptet. Aber gut ... das ist alles zuviel verlangt.
Was bleibt ist Frust.
Protest gibt es einfach nicht, und der große Knall wird erst dann kommen, wenn wir finanziell sowohl als Staat als auch millionenfach als jeweilige, vermeintlich selber Schuld habendes Individuum, ausgeblutet sind.
Dabei könnte man jetzt gerade noch etwas retten. Beispielsweise den Zerfall der Gesellschaft in Superreiche und wirklich Arme, ohne etwas dazwischen, zu stoppen. Oder, um mal detaillierter zu werden, könnte der Staat auch wieder seine Aufgaben in Sachen Bahn, Post, Straßenbau, etc, anfangen wahrzunehmen. Es könnten auch Gesetze geschaffen werden, die Hungerlöhne verbieten. Dass Arbeitsverträge geschaffen werden, die arbeitswilligen eine langfristige Zukunft bieten. Doch die Politik ist eine völlig andere. Privatisierung, alles an Geld abschöpfen und Trümmer hinterlassen. Nach mir die Sintflut. Sagte sich übrigens auch die private Firma, die Atommüll entsorgte. Man karre die Fässer in irgend eine Stollen, kassieren ein paar Millionen oder Milliarden und mache sich aus dem Staub. Wenn dann an die Öffentlichkeit kommt dass da mit der Entsorgung ein Fake war, darf die Bevölkerung für die fachgerechte Entsorgung durch den Staat aufkommen (man kann die arme Atoimindustrie doch nicht mit der Entsorgung von Atommüll belasten). Die Menschen dürften vor Freude strahlen ... oder wenn sie nicht zahlen wollen, eben nicht nur aus Freude : )
Was mich einfach aufregt, dass die Abzocker und unverantwortlich handelnden Politiker seit mehr als 1 Jahrzehnt so manches gegen die Wand (egal ob rot schwarz gelb oder grün ) fahren, und niemand etwas unternehmen will. Ok, weitestgehend habe ich mich damit abgefunden. Doch immer wieder mal, so wie in diesem Moment, stößt mir dieses unverdauliche Thema sauer auf.
Es geht in diesem Thread um Protest. Protest kann es nur geben wenn man etwas ändern will. Doch mir scheint dass zumindest die Mehrheit der Deutschen nichts ändern will ... ganz im Gegenteil.
19.01.2010 13:25 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallDu hast zuviel Freizeit.
19.01.2010 14:13 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallResignation ist keine Unterstützung.
19.01.2010 15:21 Uhr
Cyro
RE: Warten auf den KnallUnd Alkohol ist auch keine Lösung .. ich weiss ...
19.01.2010 16:55 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den Knallstimmt...is´n destillat.
HAHA...jaja...ich schlag mich schon selbst :)
19.01.2010 17:24 Uhr
MisterGambit
RE: Warten auf den KnallWir sind ja auch alle permanent Überfordert mit der Masse an Informationen und Daten und dem Risiko der eigenen Lebenssicherung. Da gibt es keine Vorbilder, keine großen Redner, die eine Idee haben, der man sich anschließen kann. Nur bescheuerte Wichser wie Lafontaine, die 20 Kilometer weit nach Napoleonkomplex stinken.
Kommt einer wie Obama hofft man nicht mal mehr, davon zu träumen, dass dessen Ansätze sofort im Sumpf von Lobbyisten und Strukturen erstickt wird.
Dann ist da die permanente Unsicherheit und der Verlust von traditionellen Werten, durch den wir unsere scheinbare Individualisierung erkaufen. Damit der Traum, uns wie ein Hund nach oben durchzubeißen oder durchzumogeln, wenn wir nur genug von uns zur Seite schubsen, ignorieren oder verarschen, eine reele Chance ist.
Und damit wir abends gut schlafen können, trällert es in der Werbung "Ich will so bleiben wie ich bin. Du darfst!"
19.01.2010 12:11 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallInteressanterweise setzen sich gerade die traditionellen Werte "bei der Jugend" wieder durch. Stabilität, Familie, Arbeit, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit...dies er ganze Krempel steht wohl nach Studienlage gerade bei den fiesen Jugendlichen ziemlich hoch im Kurs.
"Das persönliche Umfeld" halt. Riesending.
Kein Wunder, dass Ikea so gut rennt.
Traditionelle Werte harmonieren ganz gut zu "Homing-Konzepten".< br />
Natürlich werden immer noch die Ellbogen ausgefahren. Aber -zumindest in meiner Wahrnehmung- werden die Leute, bezogen auf ihren unmittelbaren Wahrnehmungsbereich, ´n bischen kuscheliger. Irgendwie auch logisch...wenn´s kälter wird, macht man´s halt wie die Pinguine und rückt bischen näher zusammen.
19.01.2010 12:19 Uhr
nureinlaecheln
RE: Warten auf den Knalljugendliche werden kuscheliger und wenn schon?! dafür werden kinder immer bekloppter. aufgestachelt von ihren eltern versuchen sie schon in der grundschule sich für was besseres zu halten. bloß nicht gemeinsam mit den hartz4-kindern lernen - könnte ja abfärben.
19.01.2010 12:39 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den Knallokay. wir sind verdammt.
die ganze gesellschaft erodiert und rettungslos verloren. vergrößert man den betrachtungszeitraum schaut doch alles gar nicht so schlecht aus - weiss gar nicht, was das ganze rumgeheule immer soll.
19.01.2010 12:49 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knall... und bloß nicht mit den ungebildeten ausländerkindern in eine klasse! "die sophie hat heute nachmittag kinder-yoga!" man zu.
19.01.2010 12:52 Uhr
MisterGambit
RE: Warten auf den KnallSetzt sich das wirklich wieder durch? Das sehe ich weniger.
Ikea steht nicht für traditionelle Werte. Ikea ist für mich der Inbegriff der Wechselhaften Biographie. Möbel die günstig und nicht nachhaltig sind, standartisiert, die man jederzeit schnell austauschen kann, ohne sie zu vermissen. Die kaputt gehen, wenn man sie das erste mal auseinander baut.
Ich treffe Menschen, die sagen, dass sie Kinder hassen, weil die einen zwingen, langfristige Planungen ins Auge zu fassen, weil sie einen langfristig festlegen und sie so nicht Variable genug für den Arbeitsmarkt sind.
Kuschliger wird es nicht untereinander sondern eher zu den Metaebenen. Man hasst den Staat nicht, man hat kein großes Feindbild. Das Feindbild ist das Arschloch da vorne im BMW, dass einem die Vorfahrt genommen hat. Oder der Türke, der in der Sbahn laut Musik hört.
Wenn ich tradionelle Werte meine, meine ich damit Verzicht, Integrität, Nachaltigkeit, Respekt.
Wieviel Respekt und Integrität kann man erwarten, wenn man seinen Mitarbeitern 1-2 Jahresverträge aufbrummen muss, wenn jeder weiß, dass er gerade mal nur eben die nächsten drei Monate vorausplanen kann. Wenn man sich irgendwo bewirbt und nicht mal eine Absage bekommt.
Wenn es in der Wirtschaft darum geht, dass Quartalsziele erreicht werden und nur der Gewinn gemessen wird und nicht die langfristige Qualität.
19.01.2010 14:42 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallNaja...ist halt immer ne Frage, was man jetzt gerade als "traditionellen Wert" definiert.
Ich halte mich da so´n bischen an die Shell-Jugendstudie. Soweit mir bekannt sind thematisch ähnlich gelagerte Studien deckungsgleich. Das, was ich da gefunden habe, ist dann auch Grundlage für das, was ich gesagt habe. Imho -eigene Interpretation- werden da einige traditionelle Werte abgedeckt...und natürlich zeitlich angepasst.
Ikea ist da imho dann tatsächlich ein extrem guter Indikator für neue und bezahlbare Häuslichkeit mit dem nötigen Bisschen Style
und Individualität. Klar - man kann sich jetzt natürlich furchtbar an der Ironie dieser letzten Aussage hochziehen...aber Ikea macht einfach und günstig einen verhältnismäßig hohen Wohnstandard möglich.
Kann man von halten, was man will - klappt aber ganz offensichtlich ganz gut. Und der Ikeakatalog hat zwar ´ne Generation mit wechselhaften Biographien im Blick...aber damit liegen sie halt auch goldrichtig.
Und "Eiche rustikal" geht halt auch nichmehr.
Das Ding bekommste mit Deinen 2-3 Durchhangeljobs ggf. auch nicht abbezahlt.
Dann doch lieber "Expedit" hacken, mit ein bischen Licht und ein bischen Lack-Pinsel-Action das Teil individualisieren und fertig is
das Styleteil für den Homing-Homie von heute.
Traditionell 2.0, denn auch alte Werte gehen irgendwie mit der Zeit.
Yeehaw.
(Dennoch habe ich gerade das Bedürfnis mir wieder FightClub anzusehen, für die mutmaßlich beste Eröffnungsszene ever...)
19.01.2010 17:45 Uhr
MisterGambit
RE: Warten auf den KnallOkay, so kann man es sehen, ich sehe es aber nicht so.
[und die beste Eröffnungsszene ever gehört "Halloween" :D]
20.01.2010 12:41 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knall"ich möchte teil einer jugendbewegung sein". ja. damit kann man platten verkaufen. wut hingegen muss man erstmal kriegen können. wer wird denn hier noch wütend? das geht doch gleich in eine handfeste depression über. weil man bei "faeces-book" keine freunde mehr hat, harharhar.
die jugend von heute - die haben doch nicht mal mehr arsch in der hose. da quillt ein bisschen heiße luft aus der ausgebollerten boxershort, die hose an sich ist beim gehen eher hinderlich - DAS ist jugendbewegung. es hat nur mehr buchstaben als "stillstand".
19.01.2010 12:23 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den Knallgnä´ frau ?
ist das ihr rollator dort hinten ?
den haben sie wohl vergessen, als sie rabulierend und armewedelnd hier hinter
den jugendlichen hergerannt sind.
ja, genau...die, die dort hinten in der ecke kauern und weinen, weil man sie zusammengefaltet hat, weil sie die frechheit hatten ihren besoffenen kumpel ins krankenhaus zu bringen.
kackblagen
19.01.2010 12:31 Uhr
Pilades
RE: Warten auf den Knallirgendwie ist die frage schwer ernst zu nehmen. denn beschränkt sich das doofe zustände doof finden allein auf die jugend? ist dann das dagegen sein auch nur eine phase? oder "leidet" wirklich nur die jugend?
19.01.2010 12:39 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knallwenn all die "jugendlichen" (wo ist da eigentlich die grenze?) für ausbildungsplätze o.ä. demonstriert hätten, anstatt z.b. debil grinsend auf dem ev. kirchentag letzten jahres mit umgehängten schildern da zu stehen, auf denen sie "free hugs oder quatschen:-)!" angeboten haben, dann wäre das zumindest ein statement gewesen:-)!
aber ich will nicht undankbar sein: die jugend hilft mir im bus, wenn ich mit dem elektronischen fahrkartenautomat nicht zurecht komme. da wissen die echt gut bescheid, da schlackere ich schon mit den ohren.
19.01.2010 12:48 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den Knallwenn man all den jugendlichen nicht von kindesbeinen an angst in die rübe drücken würde, wär´s vielleicht anders.
ausserdem sind doch laufend bildungsstreiks usw. aber wenn sich dann jugendliche auf ne kreuzung setzen ist das auch wieder nicht toll, sondern dumm. wenn sie unis besetzen ist das auch dumm. wenn jugendliche demonstrieren gehen ist das entweder lächerlich oder dumm. oder beides.
was "die jugend" auch macht - sie macht es in jedem fall falsch. macht "sie" nix - dann ist das auch falsch.
als ich noch "die jugend" war, war das auch schon so :).
19.01.2010 12:56 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knallbei mir auch:-). aber ich wäre aufm uni-streik nie im leben auf die idee gekommen, vegan zu kochen, obwohl NIEMAND veganer ist, um mich hernach darüber zu beklagen, dass ein tiramisu mit tofu nicht schmeckt. es fordert andererseits auch opfer, wenn man ubiquitär gut sein will. hier zeige ich einsicht.
19.01.2010 13:05 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallUbiquitärrrrrr.
Welche feines Wortwählchen :D
19.01.2010 13:19 Uhr
LudwigMartin
RE: Warten auf den KnallNeulich haben sie in Potsdam eine Uni-Festveranstaltun g gestürmt und Rederecht eingefordert.
Ans Mikro ist dann aber keine gegangen, sonder sie sind wieder abgezogen.
Demonstrierte Sprachlosigkeit?
19.01.2010 13:29 Uhr
Cyro
RE: Warten auf den KnallSo nach dem Motto "wir müssen mal protestieren, aber wissen nicht so recht warum ?"
19.01.2010 13:35 Uhr
LudwigMartin
RE: Warten auf den KnallWeiß auch nicht. Hab das nur aus den Meldungen.
Aber paßte hier irgendwie ganz gut rein. ;-)
19.01.2010 14:28 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den Knallhey :). ich würd auch nie sagen, dass die leuts keine bekloppten dinge tun. oder dumme oder unnötige.
aber die dollen berufsrevolutionäre der 68´er haben sich mitunter blumen an die geschlechtsteile gemalt und sind mit´m tambourin im kreis herumgehüpft um das establishment zu verschrecken.
ich schätze mal, dass sich -damals wie heute- die...kuriosen randerscheinungen...
nicht allzuviel tun.
(diese ganzen beknackten antifaantisexismusve ganer würd ich freiwillig und gerne mit ´nem porsche cayenne umfahren...mit kaputtem kat und mit leck in der ölwanne...und mit nem "cäp´n ahab owns
ya whales, pussy"-tshirt bekleidet...nur um diese spaten zu ärgern. vermutlich würde ich auch die ganze zeit "gentech-supermensch en sind euch überlegen, ihr müslis" schreien wollen. harr.)
19.01.2010 14:47 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den Knall"diese ganzen beknackten antifaantisexismusve ganer würd ich freiwillig und gerne mit ´nem porsche cayenne umfahren...mit kaputtem kat und mit leck in der ölwanne...und mit nem "cäp´n ahab owns
ya whales, pussy"-tshirt"
Applaus! Was für eine geile Vorstellung : ) Wo gibts das Shirt?
19.01.2010 14:52 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den Knallich könnte so´n ding auf spreadshirt reinstellen :). für absurd viel geld, damit ich mir diesen beknackten porsche kaufen kann.
(der mich gar nicht interessiert...aber wenn ich leute mit übertriebenem sendungsbewusstsein damit ärgern kann...)
19.01.2010 15:01 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallIch würds kaufen, aber nur, wenns garantiert aus Kinderarbeit stammt und aus chlorhaltig gebleichten Stoffen ist...komm mir ja nicht mit so ner gewaltfrei-gepflückt en-100%-Ba umwoll-Fair-Trade-Ka cke!
19.01.2010 15:05 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallWir haben Inderkinder als Nachbarn.
Unter uns wohnen Chinesen. Die Kinder von denen sind aber schon älter und gehören schon zur faulen Generation dieser, hier ausgemachten, Systemertrager.
19.01.2010 15:15 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallInderkinder sind Ok, die haben feine Hände..aber pass auf, dass die faulen Chinesen uns nicht die Idee klauen und noch günstigere Markenkopien auf den Markt werfen!
19.01.2010 15:18 Uhr
faux
RE: Warten auf den KnallPutzig diese verlogene Sehnsucht nach irgendeiner Art von Revolution: Wenn einem langweilig ist, kann man doch immernoch an sich rumspielen ...
Jedenfalls ist doch ganz klar, dass Revolutionen nur dann Sinn machen, wenn irgendeine neue Idee die Herzen der Menschen erfüllt (und die Köpfe verdunkelt).
Und selbst dann führen sie im Grunde nie zu den Ergebnissen, die man sich erträumt, erhofft, und gewünscht hat.
Um die europäische Jugend zu einem Aufstand zu bewegen, müsste sie erst einmal wissen was sie will; was bei weitem nicht der Fall ist.
Und was für ein Aufstand würde das sein! Lauter, verlogene, verwöhnte, neurotische, depressive, oberflächliche Spinner, die sich zusammenrotten, um ihre Vorstellungen von Freiheit und Gerechtigkeit durchzusetzen? Disgusting!
19.01.2010 13:20 Uhr
LudwigMartin
RE: Warten auf den KnallUm kollektiv zu protestieren, muß man erstmal kollektiv leiden. Manchmal leiden europäische Jugendliche... temporär, isoliert... dann aber nicht kollektiv. Manchmal verbünden sich europäische Jugendliche... dann aber selten leidend, eher freizeitmäßig.
Schaut man sich die Welt an, dann ist kollektives Leiden in Europa dort nicht mehr zuhause, eher in anderen Regionen.
Regionen, die wirtschaftlich von den mächtigen Nationen abhängig sind und durch Rebellion und Krieg ihre Situation nur verschlimmern.
Oder Regionen, die eine starke ideologische Gemeinschaft bilden, z.B. durch religiöse Strukturen. Von dort geht dann auch wirklich ernstzunehmender Protest aus - in Form von Krieg und Terror.
"Warten auf den Knall" ist Anachronismus, der Kalte Krieg ist vorbei.
19.01.2010 13:23 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallJo, ohne echten Leidensdruck finden sich nur neurotische Berufsprotestierer Marke "Asta-Schnuffi" zum Dauerprotest. Der Rest macht mal mit, überlegt sich dann aber irgendwann, daß die Verhältnismäßigkeit angesichts des Jammerns auf hohem Niveau nicht mehr stimmt und springt wieder ab. Der Asta-Schnuffi wird sauer und demoliert ein bißchen die Uni, um seine Wut über den Geldmangel zum Ausdruck zu bringen und das wiederholt sich dann. Bis irgendwann echter Leidensdruck akkumuliert wurde.
19.01.2010 14:13 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knall@romeo_flausch//
...und das sagt genau der richtige. du hast dich wahrscheinlich bei deinen prof's immer artig für die guten noten bedankt:-)
19.01.2010 17:27 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallHast Du überhaupt mal ne Uni von innen gesehen? Der Kommentar zeugt nämlich von Ahnungslosigkeit.
Mit Schleimen sticht man nicht sonderlich aus der Menge und wenn man keine Titten hat, ist das auch verschwendete Liebesmüh.
Die meisten Profs sind hingegen dankbar für jeden Studenten, der einen deutschen Satz formulieren, eine Quelle im Original lesen oder die Bibliothek ohne fremde Hilfe finden kann. Und wer noch die Grundregeln der Körperhygiene beherrscht, kontrastiert hervorragend mit den ganzen Zottelbären.
19.01.2010 19:16 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallDein Kommentar zeugt dagegen von purer Niveaulosigkeit, darüber täuschen weder akademische Ausbildung noch wohlformulierte "deutsche Sätze" hinweg.
19.01.2010 19:30 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallAch Gott, jetzt hab ich glatt noch was vergessen: Die in Deiner Aussage enthaltene Arroganz ist auch recht widerlich.
19.01.2010 19:32 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knall@r_flausch
dieses statement ist ein mahnmal: wendet euch ab von der elitebildung! wer die genießt, wird ungenießbar.
doitsche studenten formulieren korrekte doitsche sätze für doitsche professoren. wie schön. und die verplempern dann ihre doitsche freizeit am d... du hast doch nie im leben einen DEUTSCHEN pc!
ach, junge, dann roll dich mal in deine flagge ein. das ist doch zeitverschwendung.
19.01.2010 22:32 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallIch bin Franzose und selbst Dein weißer Ritter aus dem off legt Wert auf Rechtschreibung. Ich vermute mal, daß Du Dich am "deutsch" hochziehst, weil Du den Rest des Statements nicht verstanden hast.
Wie auch, wenn man keine Ahnung von der Uni hat. Es ist nicht schwierig zu erraten, daß Du nie eine höhere Bildungseinrichtung besucht hast. Dafür dümmelst Du zu sehr und trägst Deine Minderwertigkeitskom plexe gegenüber Studenten allzu auffällig vor Dir her.
Lies ein bißchen, dann legt sich beides.
19.01.2010 23:31 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallBischen dick aufgetragen.
Was´n bei Dir los ? Ego-Enhancer eingeschmissen ?
19.01.2010 23:45 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallNe, einfache Menschenkenntnis. Die Kombination aus Dümmelei und Minderwertigkeitskom plexen ist mir schon häufiger untergekommen. Das sind arme Leute, die sich nicht akzeptieren, wie sie sind bzw. deren schwaches Selbstwertgefühl ihnen einen Makel einredet, wo keiner ist. Das führt dann zu verbalen Quereinstiegen. Erinnert an traumatisierte Hunde aus dem Tierheim, die vor Aufregung entweder furzen oder beißen
20.01.2010 08:43 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallDie Art und Weise wie Du mit und über Menschen redest scheint sich auch in konstantem Fall zu befinden.
Oder ich bin heute extrasensibel.
Weiss man ja nich.
20.01.2010 08:55 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallIch rede abfällig über Menschen, die mich schief von der Seite anquatschen, weil sie aus ihrer Beschränktheit heraus die falschen Schlüsse ziehen.
20.01.2010 09:21 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallOk, go on...das ist super, wenn Du dich so selbst entblößt! : )
20.01.2010 09:29 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knall@romeo
ach gottchen - die uni, die schöne studentenzeit, ach ja... wenn das so prima war, dann frage ich mich, warum du das permanent durch die gegend pusten musst. die größten deppen haben studiert. und wer nach einem studium nix anderes auf die reihe bekommt, als breitbeinig dasitzend herumzuschnöseln, "ich war auf der uni", hat dann wohl die einzige eins im bereich "arschgeigenkunde" bekommen. und den "bachelor of würstltum".
lies du mal schön deine "wk II"-bellestristik und bewirb dich als assistent bei guido knopp. von dem kannst du noch ne menge lernen.
20.01.2010 10:28 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallIch widerspreche Deiner Analyse nicht. Die größten Deppen studieren. Aber wenn selbst die größten Deppen das packen können, was ist dann Deine Ausrede, es nicht getan zu haben? Hast Du selbst diese niedrige Latte noch gerissen?
Interessant ist auch, daß Du mir vorwirfst, mein (Ex-)Studententum "rumzupusten", wenn Du mich doch darauf angesprochen hast.
Du wirkst echt neidzerfressen. Oder warum hast Du unvermittelt von der Seite provoziert?
20.01.2010 11:52 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knall@ flausch
warum studieren? ich hab eine fünfjährige ausbildung inkl. zwei staatsexamina hinter mir und wüsste nicht, warum ich in der uni hätte herumhängen sollen.
wenn man deine postings querliest, lässt sich locker herausdestillieren, dass es für dich von unsagbarer wichtigkeit ist, studiert zu haben. das ist schön für dich.
deine art der auseinandersetzung aber, die als hauptsächliches augenmerk arrogantes geschwafel à la "hast du überhaupt schon mal eine uni von innen gesehen?" sowie die wortwahl "deppen" etc. trägt, lässt mich zweifeln, ob du das warme plätzchen in deutschlands bildungselite wirklich verdient hast. oder ob du nicht vielleicht doch einfach nur ein frustrierter vergnatzter bock bist, der sich schwarz darüber ärgert, dass er selbst hier nichts großes an land ziehen kann.
das totschlagargument, dass jeder mensch, der nicht dein weltbild hat, "neidzerfressen" sein muss, ist kinderkram.
nimm zur kenntnis, dass es auch hier nicht so läuft, wie du es gerne hättest. ich für meinen teil finde das ganz gut und damit ist diese "auseinandersetzung" für mich beendet.
20.01.2010 13:30 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallDann lies nicht quer, sondern intensiv. Das Studium ist zweitrangig und außer Dir und Deiner blühenden Phantasie behauptet das auch niemand. Wichtig ist im Scheriftverkehr ist es, Fakten und Rechtschreibung im Griff zu haben.
Ich schreibe jedenfalls keine Artikel, in denen ich mich über Nichtstudierte erhebe. Das Wort "Deppen" hast Du in den Artikel eingebracht. Ich habe Dir nicht vorgeworfen, ein unterwürfiger Schleimer zu sein. Faß Dir an die Nase und beende diese "Auseinandersetzung" nicht, bevor Du etwas daraus gelernt hast. Wäre sonst schade um die Zeit gewesen.
20.01.2010 13:51 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knalldu solltest beizeiten etwas für deinen blutdruck tun, im alter rentiert sich das.
20.01.2010 14:57 Uhr
Guelle
RE: Warten auf den KnallÄhem, also ich finde, der Herr Flausch hat mit seiner Argumentation Recht.
20.01.2010 15:01 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallMir machts Spaß. Ist wie Robbenbabys kloppen.
20.01.2010 15:04 Uhr
MisterGambit
RE: Warten auf den Knalldie quietschen so niedlich, wenn man drauf haut
20.01.2010 15:04 Uhr
Guelle
RE: Warten auf den Knallhttp://tinyurl.com /yd35msm
20.01.2010 15:07 Uhr
MisterGambit
RE: Warten auf den Knallwüfe robbenbabiefs im woefter foo
20.01.2010 15:26 Uhr
Romeo_Flausch79
I'd hit ithttp://tinyurl.com/y juegzs
20.01.2010 16:22 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallDas glaub ich Dir sofort!
20.01.2010 15:22 Uhr
Guelle
RE: Warten auf den KnallSchapo.
:D
20.01.2010 14:59 Uhr
sailor
RE: Warten auf den KnallAlso ein Studium war zumindest in meinem Alter nicht zwingend notwendig, um die deutsche Sprache unfallfrei bedienen zu können und trotzdem einen vernünftigen Beruf zu lernen.
Wobei es auch in meiner Branche schwerwiegende Ressentiments gegen die Akademiker der Branche gibt...
20.01.2010 13:31 Uhr
Romeo_Flausch79
RE: Warten auf den KnallEs geht hier nicht darum, ob man die deutsche Sprache nur mit Studium meistern kann. Im Gegenteil. Ich schrieb weiter oben, daß man mit einer solchen Sprachgewalt bereits positiv unter den Studenten hervorsticht.
20.01.2010 13:54 Uhr
sailor
RE: Warten auf den KnallIch bin überqualifiziert!
:D
20.01.2010 15:43 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallIrgendwann kommt einer mit´m Schlauch und bläst euch aus´m Sandkasten, ihr zänkischen Trollkinder.
20.01.2010 08:38 Uhr
RedSonja
RE: Warten auf den Knall*lautes lachen*
pixelmann..hier ist der hydrant!
20.01.2010 08:48 Uhr
sailor
RE: Warten auf den KnallRechtskonservativ?
Radikalliberal!
20.01.2010 13:32 Uhr
soislbagger
RE: Warten auf den Knalldas warten auf den knall scheint zeitgemäß. der knall wird immer anachronistischer. ansonsten teile ich deine auffassung.
19.01.2010 14:23 Uhr
shedaew
RE: Warten auf den KnallIch denke der Revolutionäre Geist der Jugend wurde in Europa nahezu zum ersticken gebracht. Und das kotzt mich an. All
es was passiert ist ein bisschen meckern und zukucken wo sind die Denker hin. Die Revolutionäre. Die Menschen denen eben nicht alles passt. Tot? Ermordet? Nein durch Diskretion und falsche Meinungsfreiheit zum schweigen gebracht.
19.01.2010 14:10 Uhr
shedaew
RE: Warten auf den KnallIch denke der Revolutionäre Geist der Jugend wurde in Europa nahezu zum ersticken gebracht. Und das kotzt mich an. All
es was passiert ist ein bisschen meckern und zukucken wo sind die Denker hin. Die Revolutionäre. Die Menschen denen eben nicht alles passt. Tot? Ermordet? Nein durch Diskretion und falsche Meinungsfreiheit zum schweigen gebracht.
19.01.2010 14:13 Uhr
shedaew
RE: Warten auf den KnallIch denke der Revolutionäre Geist der Jugend wurde in Europa nahezu zum ersticken gebracht. Und das kotzt mich an. All
es was passiert ist ein bisschen meckern und zukucken wo sind die Denker hin. Die Revolutionäre. Die Menschen denen eben nicht alles passt. Tot? Ermordet? Nein durch Diskretion und falsche Meinungsfreiheit zum schweigen gebracht.
19.01.2010 14:19 Uhr
LudwigMartin
RE: Warten auf den KnallDas hätt ich ja gern etwas genauer erläutert...
19.01.2010 14:32 Uhr
Cyro
RE: Warten auf den KnallNun denn ... wer die breite Öffentlichkeit nicht erreicht (aus diversen Gründen) , der wird in seiner Meinung nicht wahrgenommen. Wer aber eine unbequeme Meinung hat und doch die Öffentlichkeit erreicht, dem wird so mancherlei unterstellt. Wie weit das geht ist im Einzelfall zu unterscheiden, aber das Ergebnis ist immer eindeutig.
Diskretion in dem Sinne, dass eine breite Öffentlichkeit nicht erreicht wird (ähm, jetzt sag bitte nicht dass Neon die breite Öffentlichkeit erreicht :)), und falsche Meinungsfreiheit in dem Sinne, dass jede nicht genehme Idee so lange zerredet wird, bis sie nicht mehr umzusetzen ist (jedoch andere Ideen sehr wohl ohne Diskussion umgesetzt werden .... Stichwort "Basta-Politik", aber auch Politik, wie sie aktuell zu beobachten ist).
Mein Verständnis von Demokratie ist ein anderes: Nämlich dass alle Ideen gleichermaßen diskutiert werden und mehrheitlich abgestimmt wird. Ich weiss, möglicherweise eine komische Idee, die ich da habe.
19.01.2010 16:40 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallBei solchen Diskussionen fehlt mir proffi....
19.01.2010 14:45 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den Knall*schnief*
der gute alte proffi.
19.01.2010 14:51 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallJoa, wär genau sein Thema gewesen..hatte ja auch nen Knall..
19.01.2010 14:54 Uhr
Guelle
RE: Warten auf den KnallIch zelebriere in jeder Vollmondnacht ein Ritual, um ihn zurückzuholen.
Aber bisher hat sich nichts getan, außer dass die doofe Puppe in Flammen aufgegangen ist.
19.01.2010 15:07 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallDu warst vermutlich nicht nackt und mit alten, konservativen Parteiprogrammen behangen.
19.01.2010 15:13 Uhr
paul_kemp
RE: Warten auf den KnallDas ist die Flamme der Revolution...kann aber auch sein, dass du immer nur diese leichtentzündlichen Billigteile aus Fernost nimmst ohne TÜV und GS Siegel...
19.01.2010 15:13 Uhr
Mentzo
RE: Warten auf den KnallJeder, der früher seine Meinungsäusserung auf die Strasse trug, tut dies heute in Internetforen. Ist bequemer und bietet mehr inhaltlichen Platz als Transparente oder Sprechchöre. Bringt bloss nicht so viel. Schade.
Internet kills the Jugendaufstand.
Ich glaube aber tief in meinem Inneren, dass auch an diesem Dilemma wieder nur die Videospiele schuld sind.
19.01.2010 15:08 Uhr
Cyro
RE: Warten auf den KnallJau, Brot und Spiele ... funktioniert seit über 2000 Jahren. Früher in der Arena, heute auf dem Computer. Schuldig ... ich stehe auch auf Spiele.
Vielleicht gibts ja nen Knall, wenn man sich die Spiele nicht mehr leisten kann. Oder erst dann, wenn mehr als 20% der Deutschen zu einem Spiel gezwungen werden, das da heisst: Lebe von ca 300 Euro im Monat in Deutschland. Überlebe ohne Job und ohne Dach über dem Kopf. Wieviel Prozent der Deutschen müssen in dieser Lage sein, damit es knallt ? 40% oder 50% ? Wer weiss ... und wie heisst dann das neue Spiel: Wir ziehen in den Krieg ? Oder: Diktatur leicht gemacht ? Oder: Assi-Jagd - Kill die Arbeitslosen und alle anderen Sozialschmarotzer ... für ein sauberes Deutschland ?
Oder.... ach ... ich bin so phantasielos. Mal schauen was passiert. Die richtigen Spielleiter haben wir ja schon gewählt.
19.01.2010 16:53 Uhr
sailor
RE: Warten auf den KnallNach Bahrenfeld im Bus...
19.01.2010 16:50 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knallich nicke der "handy-schmuck"-gene ration freundlich zu und geh für zuwenig kohle alten herzkrnaken die hintern abputzen. ich hab noch ideale: saubere ärsche.
19.01.2010 17:28 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallDer Aufstand ist doch der Aufstand gegen den Aufstand. Und das FÜR haben die meisten eh nicht selbst erlebt, insofern bleibts bei bemühten Wehklägchen und Förmchenschuakeln bei "politischen" "DIskussionen". Es wenns richtig knallt, bricht alles auf. Mit einem Schlag.
19.01.2010 17:56 Uhr
soislbagger
RE: Warten auf den Knallneulich im bus: junger mann trägt t-shirt mit der aufschrift "rebel" im glitter-look.
19.01.2010 18:01 Uhr
purloined
RE: Warten auf den Knalldie Shirts gibts seit 30 Jahren, Punk etc wird seit den späten Siebzigern vermarktet. Vereinnahmung ist die die Grundstrategie, früher nannte man es Infiltrierung. Ach nein, Moment, James Dean war weit vor den 70ern.
Das ist eh der Gag der Wohlstandsgeneration en, dass Revolution eher als Selbstbefreiung von den bösen letzten Pflichten, den als Kampf für irgendeine Utopie gesehen wird. Daher bleibt das auch auf dem Fight Club/Stammtisch-Leve l. Eine gigantische Kulturrevolution wie die Technokratisierung der letzten 50 Jahre wirds so schnell nicht geben, eher fügen sich in den Nischen der Wissenschaft ein paar Puzzlestücke zusammen,die alles inneuem Licht erstrahlen lassen. Aber völkische Revolution ist so nörglerischer Pre-Hitler-Käse.
19.01.2010 18:55 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallSchreibt es durch das Medium, dass die neue Revolution schon seit 15 Jahren einleitet.
Aufmerksam, purloined, nur ist erstens Technik nicht gleich Technik und zweitens Wissenschaft nicht gleich Wissenschaft. Wenn du dich mit geistigen Ströumgen in beiden Gebieten auseinandersetzen würdest, sähest du das Revolutionspotential .
Ob es sich durchsetzt, wird die Zeit zeigen.
19.01.2010 22:40 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallNicht für jeden ist jeder Eckenfurz wie das Internet gleich revolutionär. Was hat das Internet gebracht, ausser ein bisschen mehr Gleichschaltung und Restweltabbau? Ich sehs nicht, sorry. Die Leute sind allenfalls banaler geworden. Wenn das revolutionär ist,bitte.
19.01.2010 22:56 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallAlso 1998-2004 etwa, als es wirklich noch nicht so komplett durchgetrafft wurde zwischen Youporn, Amazon, Google, Ebay, Youtube und deinen persönlichen drei X-en,als man sich echt die ganze Zeit ungestört von Shopping Versuchung usw verlief auf dubiosen, liebevollen Seiten zu irgendwelchen Sachen, die man einst heimlich für sich entdeckt hatte, als das ganze noch dieses Matrix und Hacker Flair besaß,also FTP und maximal Emule statt Massendownloads auf Torrents, auf denen es kaum mehr gibt als die dümmste langweiligste Grütze der Welt, da hatte das wie so vieles für kurze Zeit einenHauch von Anarchie und Spannung. Aber die ist seit 5 Jahren komplett raus.
19.01.2010 23:03 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDas Internet ist die Plattform fuer das, was (in der Wissenschaft) als OpenAccess bezeichenet wird. In der Software und Technikwelt wuerde man es als OpenSource bezeichnen.
Das sind _wirklich_ revolutionaere Gedanken. Zwar nicht neu - aber in ihrer Umsetzung greifbar. Wissen fuer alle. Die Devise gibts zwar schon seit Jahrhunderten, scheiterte aber an der Umsetzung. Wenn sich OpenAccess und OpenSourrce durchsetzen, ist das freie Wissen fuer jedermann erreichbar.
Neoliberalisten kriegen hier fruchte Windeln, aber denen sei gesagt, dass das Geschaeft mit freiem Wissen hervorragend floriert.
Und den ganzen Muell, den du dort oben erwaehnt hast - zu dem sei gesagt, dass er zu 90% auf der Bedingung basiert, dass Wissen proprietaer geschuetzt wird/wurde.
19.01.2010 23:15 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallMeine Güte, Open Source und Open Access sind doch keine revolutionären Ansätze. Shareware gabs seit dem ersten Homecomputer du Stussi. Das Internet ist die Übertragung vom Netzwerkgedanken auf die Massen, das mag wahnsinnig aufregend klingen,ist aber im resultat eher ernüchternd. Wie eben 99% der Open Source Programme, die man sich für sein Achso revolutionäres Liinux aka PseudoUNIX laden kann. Einfach wertlos, unausgegoren. Und dieses Gefasel vom Netz als Mediem der wahren Demokratie ist doch Polemik und falsche Hoffnung, das man mit seienr Durchschnittlichkeit doch noch irgendwie irgendwo punkten kann.
Das Wesen des Netz ist die Beschleunigung der Zugänglichkeit. Es produziertt nix Neues, läßt aber alles enorm schnell abgreifbar erscheinen. Das Resultat ist dannaber mindestens ambivalent, die potentielle Informationsflut stösst bei den meisten auf Abwehrreaktion und übertreiebner Vereinfachung. Wär das anders,und das Internet tatsächlich progressiv, international und wissenschaftlich und Open Source so voll das geile Ding, warum hat dann die FDP soviele Stimmen, gerade unter 20-30 Jährigen, wie noch nie? Hm? Weil all dieses Wissen, dadurch dass es für jeden zugänglich wird, wertlos geworden ist und die intuitive Reaktion auf Freiheit nunmal die Sehnsucht nach Verkleinerung/Einsch ränkung ist. Und das ist, was ich sehe: Banalisierung/Verhäs ulichung. Statt in Clubs die Sau rauszulassen, klickt man heute zuhause am Wochenende ein bisschen seine Zeit kaputt. Revolution? Haha, ich lach mich tot. Im Arsch.
Und wenn in 10 Jahren die Dinge neue Gestalt angenommen haben, das Internet verarbeitet wurde , dann wird man es vermutlich als letzte Konsequenz einer sehr viel weitgreifenderen, aber immerhintatsächliche n revolution einordnen. Mittendrin im Wald ist es halt noch ein bisschen dunkel.
19.01.2010 23:33 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallUnd von wegen die Heilige Umsonstkultur/Open Source. Geld zu verteufeln, nur weil man keines hat,statt zu begreifen,wie wichtig differenzierte Abbildungen und Schaffung von Werten und hierbei Geld als Medium ist, um tatsächlich demokratische Strukturen bei Menschenmassen von Milliarden-Ausmaß zu erhalten, ist sicher nicht der ideale Weg, um aus einem pseudowissenschaflti chen, rein kontra-ideologischen Gestus eine fruchtbare Argumentation zu entwickeln. Genau das, diese verlogene "Abneigung" gegenüber Markt und Handel, steht der Linken so schlimm im Weg dass es weh tut. Die lachen sich doch tot über euch, die haben ihre Wertsachen gehortet und denen gehört auch euer Netz, finally.
19.01.2010 23:48 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallNun mal halblang, bevor du dich noch verschluckst.
Ich habe _nirgends_ den Markt in Frage gestellt.
Ich plaediere nur fuer die Abschaffung der Strategie, Wissen als eigenen Vorteil fuer sich zu beanspruchen. Sondern Wissen frei zu stellen. Nicht gezwungenermassen, sondern freiwillig. Ala GPLv3 (z. B.).
Es gibt naemlich - und das wird dich evtl. ueberraschen - schon technische Projekte, die nicht Software sind, und trotzdem auf die GPL setzen.
Ich verstehe kein bisschen, wie du hier auf "links" kommst. Das sind freiheitliche Gedanken - und damit gehoeren sie ins Repetoire der Liberalen.
19.01.2010 23:59 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallDie Liberalen haben sich nur so genannt, damit Deppen wie du drauf reinfallen. Das ist wie Punk und "Punk". Die "Liberalen" sind einfach die politischen Diener alter Aristokratien, ohne Verwurzelung in völkisch/religiösen Strukturen wie es etwa die anderen Konservativen sind. Eure Freiheit ist denen scheissegal, die kaufen sich frei, und das wollen sie liberalisiert haben. Die Liberalen sind die ersten, die sich Wissen für ihre Zwecke aneignen.
Du hast ja noch weniger Durchblick als befürchtet.
20.01.2010 00:09 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDie Liberalisten und der Liberalismus ist nochmal ein Unterschied.
Du unterscheidest nicht zwischen Idee und Implementierung.
20.01.2010 00:13 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallNa eben doch, genau das mach eich ja. Du aber nicht. Du glaubst, eine Idee, die dir gefällt, würde durch alle Widerstände gesellschaftlicher Eigenlogik hindurch implementiert werden. Am besten noch von der FDP.
Daran hab ich einfach Zweifel.
20.01.2010 00:20 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallFür Dich fliegen die Nazis auch in Vrilscheiben durch die Gegend, hm ?
Hast Du mal´n Geschichtsbuch in der Hand gehabt, dass nicht eine abenteuerliche Verschwörungstheorie zur Hand hat ? Oder hast Du Dir das mit der "Liberalenverortung" so ganz allein zusammengefingert ?
So rein historisch ist das halt völliger Schwachsinn.
20.01.2010 00:19 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallIch meine mit "die Liberalen" nicht den klassischen Liberalismus, sondern den Marktradikalismus, den "die Liberalen" bis vor wenigen Jahren so vehement vorangetrieben haben. Daß sie jetzt im Licht der Öffentlichkeit,und wo die Sache eh durch ist, so niedlich und nett wirken, und passend so politisch korrekte, klassisch liberale Motive wie Homoehe betonen, ist natürlich auch keine große Sensation sondern entspricht ihrem üblichen, plumpen Kalkül.
20.01.2010 00:23 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallUnd daß ich je mit Leuten reden muss, die der FDP tatsächlich blin deren Beschwörungstaktik auf das ach so unanfechtbare liberale , freiheitliche abkaufen, statt zu kapieren, dass es darum geht, sich Privilegien zurückkaufen zu dürfen, die durch die ursprünglichen Liberalisierungsgeda nken verloren ging, häät ich auch nie gedacht. Meine Güte, was ist aus mir geworden. Scheiss Internet.
20.01.2010 00:27 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den Knall"Shareware gabs seit dem ersten Homecomputer du Stussi."
Du hast nichts begriffen, purloined.
Es geht hier nicht um Shareware. Shareware gibt es tatsaechlich schon seit langem - OpenSource eben auch. Nur ist die Synergie der OpenSource und OpenAccess Gedanken mit dem Internet der wahre revolutionaere Vorgang.
Und nochmal: Es geht hier _nicht nur_ um Linux. Bei solchen Behauptungen wird erst klar, wei wenig du von der MAterie weisst. Es geht um die freie Bereitstellung von Wissen jedweder Art. Wissenschaftliche Papers und Daten, technisches KnowHow und Datenblaetter, Quellcode von Software usw.
Es mag fuer dich zwar nicht vorstellbar sein, wie eine Welt, in der das Wissen wirklich frei ist, funktionieren mag - ich kann es mir gut vorstellen. Und in Teilen des Softwaremarktes funktioniert das Prinzip schon.
Ich schrieb nie etwas vom Netz als Medium der wahren Demokratie, sondern eher als Chance zur Beseitigung der Logokratie.
"Wär das anders,und das Internet tatsächlich progressiv, international und wissenschaftlich und Open Source so voll das geile Ding, warum hat dann die FDP soviele Stimmen, gerade unter 20-30 Jährigen, wie noch nie? Hm?"
Was willst du mit diesem wirren zusammenhang? OpenAccess und OpenSource stehen einer liberalen Partei gut zu Gesicht. Ich sehe hier eher eine Abkehr vom Neoliberalismus des zwanzigsten Jahrhunderts.
Aber anscheinend hat es keinen Wert mit dir darueber zu diskutieren, weil du nicht praepariert bist. Tipp: Lies dir doch mal ein wenig Wissen an.
Frei.
Im Internet.
19.01.2010 23:52 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallIch mag eher experimentell/flapsi g ausschmücken und daher fahrig bis leichtfertig wirken, aber immerhin behalte ich meine Aussagen-Logik einigermassen im Griff:
"OpenAccess und OpenSource stehen einer liberalen Partei gut zu Gesicht. Ich sehe hier eher eine Abkehr vom Neoliberalismus des zwanzigsten Jahrhunderts."
Hä? Die FDP eineliberale Partei, die gegen den Neoliberalismus anarbeitet? Das ist ja, wenn das deine Aussage ist, fast zu putzig. Und bei all deinen netten, weltfremden Konstrukten von wegen "Teilen der Software-Brache (heißt in Echt: Amatuerprogrammierer ?)" bist du vmtl derart verästelt in abseitigen, der großen Unfreiheit weiter fleissig untergeordneten, und sich sehr bald erschöpfenden Bereichen, dass ich mir fast nicht traue, die Stellungnahme der bösen Werte-Kapitalisten zu dieser Revolution Internet auszusprechen: Ach, laßt sie spielen, laßt sie lachen. Dann hören sie nicht die Bagger umihre kleinen Twitterzellen herum. Denn da wird die Welt gerade umgegraben, jedoch eher in Richtung Diktatur als irgendwas anderes. China spielt dasselbe Spiel. Open Source? Ja,in China arbeitet man fast kostenlos für alle, also das Volk. Wenn das das Ziel der Revolution ist, gute Nacht.
20.01.2010 00:01 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den Knall"Hä? Die FDP eineliberale Partei, die gegen den Neoliberalismus anarbeitet? Das ist ja, wenn das deine Aussage ist, fast zu putzig"
Der Neoliberalismus gruendet sich auf der Annahme, das Wissen unfrei ist. Das ist sein Fehler. Nur dadurch koennen Firmen mit schlechten Produkten Weltmarktstatus erhalten. Wenn man das beruecksichtigt kann man auch erkennen, das der Neoliberalismus ein Dogma wie jedes andere ist und damit hinterfragbar.
"Und bei all deinen netten, weltfremden Konstrukten von wegen "Teilen der Software-Brache (heißt in Echt: Amatuerprogrammierer ?)" "
Schau dir global Player wie Sun, IBM, Intel, Red Hat und HP an: Die setzen inzwischen _alle_ auf OpenSource und arbeiten am Quellcode mit. Soviel zu deinem Wissen ueber die Branche.
"China spielt dasselbe Spiel."
China hat ganz andere Probleme. Unterhalte dich mal mit frei denkenden (was bedeutet mit freiem Wissen in Kontakt stehenden) Chinesen ueber China. Dann erzaehlst du nich so einen Schwachfug.
Purloined, du wirst immer mehr zur fahrigen Labergestalt. Viel Getoese und nichts dahinter.
Vielleicht solltest du dich weiter mit dem Sammeln von Pornobildchen aeh Kunst beschaeftigen.
20.01.2010 00:09 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallDas mit China war zweifelhaft formuliert, es geht darum, dass China auf dem gleichen Markt agiert und das bei der Umsonst/Freikultur äh fortschrittlich entsprechenden Bedingungen.
Eine Firma mit schlechten Produkten ist bei dir wahrscheinlich Microsoft? Was Sun, IBM und Co machen ist klassische Vereinnahmung, deren Strategie ist schätzungsweise langfristiger. Denen blieb im Moment nichts anderes übrig, allerdings eher dadurch, dass die Computerbranche nicht ewig weiterboomt und manhalt die Fühler etwas ausstreckt.An ihrer grundsätzlichen Unternehmungsstrateg ie ändert das allerdings nen Scheiss, Geschäft bleibt Geschäft und die Revolution somit mal wieder aus. Der Rest ist Verlagerung, wie eh und je.
Da kann ich wirklich weiter hübschen Frauen beim Vögeln zuschauen und verpasse nicht das Geringste.
20.01.2010 00:47 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallUnd für mich siehts so aus, als ob IBM Sun eher weggekauft hat. Wie gesagt, Infiltrierung/Verein nahmung/Au fkauf. Capitalism as usual und eher ein schlechter Tag für die kleine Open Source Sekte.
20.01.2010 00:52 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDas interessante ist aber:
Im Gegensatz zu dem Einkaufen von kleinen Softwareklitschen kann kein Konzern GPL lizenzierte Produkte "kaufen" oder "vereinnahmen" oder "toeten".
Das Geschaeft mit dem GPL-Quellcode bringt beiden etwas: Der Firma, die so ihre Dienstleistungen anbieten kann und dem Quellcode, der von den Kontributoren profitiert.
Du denkst noch in den alten Strukturen.
20.01.2010 00:58 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallNa weiß ich nicht, es sind einfach Zweifel an der Durschlagskraft neuer, sicherlich auch richtiger und für sich in ihrem EInflußgebiet auch wichtiger Impulse. ich sag ja nicht, dass es NIX bringt, aber die so genannte alte Welt ist relativ fest in ihren wesentlichen Strukturen. Nebenschauplätze schön und gut, aber die Tagesfrage widmet sich einem etwas allgemeineren Prozeß.
20.01.2010 01:05 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallIch hab ja nicht gesagt, dass die Revolution schon wirklich begonnen oder etwa schon gewonnen haette. Scheitern kann sie z. B. auch.
Ich sehe das Potential dazu und eine wirklich konstruktive Umwaelzung braucht immer Zeit, weil sie in den Koepfen ankommen muss.
20.01.2010 01:12 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallEs sind Milliarden Köpfe. Und die meisten wollen davon nix wissen. Aber okay, ich setze auch alle Hoffnung auf die Kids, die mit dem ganzen Quatsch groß werden.
20.01.2010 01:22 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallShareware ist nicht OpenSource. Schon per Definition nicht.
Das
Internet ist die
Übertragung vom
Netzwerkgedanken auf
die
Massen, das mag
wahnsinnig
aufregend
klingen,ist aber im
resultat eher
ernüchternd.
Wär das
anders,und
das Internet
tatsächlich
progressiv,
international und
wissenschaftlich und
Open
Source so voll das
geile Ding,
warum hat dann die
FDP soviele
Stimmen, gerade
unter 20-30
Jährigen, wie noch
nie?
Kommt sicher auf die Erwartungshaltung an.
Ich halte das tatsächliche Vorhandensein dieses Kommunikationswerkze ugs "Netz" für überaus praktisch. Nicht per se revolutionär.
Das ist ähnlich dem Buchdruck. Der war auch nich so wahnsinng revolutionär...aber er hat ziemlich revolutionäre Dinge möglich gemacht. Denselben Stellenwert nimmt imho
das Netz ein.
Sorry. Du laberst einen solchen Mist daher, dass ich mal ausnahmsweise echt nur ganz unfreundlich sage : Das ist in so dämlicher Weise durchgeneralisiert, dass es mir wehtut.
Mein Internet ist jedenfalls wissenschaftlich, häufig Open Source und irgendwo bietet es mir ganz persönlich auch die Möglichkeit "progressiv" zu sein...weil ich nämlich Fan von Creative-/ScienceCom mons bin...und das für durchaus progressiv halte.
Wenn ich für jedes dumme kleine Gen, für jede Klassifikation der IUPAC, für jeden Fachartikel und wasweissichwas für ´ne Quelle ich gerade mal brauche in die Unibibliothek rennen müsste, könnte ich nachher zwar ganz doll mit meinem überaus exklusiven und sicherlich noch fundierterem Wissen angeben...aber ich hätte bei weitem nicht den Grad an Vernetzung mit anderen Wissensgebieten, den ich allein durch Netzrecherche erwerbe.
Sicherlich...das Netz ist auch belangloser Mist. Sicherlich zu 95%. Ja und ? Es vernetzt trotzdem die Welt.
20.01.2010 00:05 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallDie war vorher eventuell vernetzter als jetzt, im Grunde wird sie in Milliarden kleiner verblendeter Zellen wie dich fragmentiert.
20.01.2010 00:53 Uhr
purloined
RE: Warten auf den Knall"aber ich hätte bei weitem nicht den Grad an Vernetzung mit anderen Wissensgebieten, den ich allein durch Netzrecherche erwerbe. "
Verstreuung statt Vertiefung. Ist klar. Substanz ist allerdings der Weg in die andere Richtung.
20.01.2010 00:56 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDas ist so kurz gedacht:
Bei erhoehter Vernetzung ist die vermehrte Verstreuung vollkommen irrelevant. Sie hat sogar Vorteile, weil weniger angreifbar.
Was Substanz oder nicht ist - das entscheidet keine Instanz. Das waere ein dogmatischer Denkansatz. Der Wissensempfaenger alleine entscheidet ueber den Wert des empfangenen Wissens.
Insofern habe ich kein Problem damit, dass im Internet 95% "Muell" rumliegen sollen. Fuer igrendjemanden mag das vielleicht wertvoll sein. Ist wie in der realen Welt.
Aber gerade im wissenschaftlichen Bereich war das Internet revolutionaer. Das Arbeiten hat sich _komplett_ veraendert. Selbst in meiner Zeit als Wissenschaftler (wenn ich das Studium dazuzaehle, also vom Anfang der ersten Einblicke bis heute sind das ca. 12 Jahre), ist der Wandel klar und deutlich.
20.01.2010 01:04 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallJa dagegen sag ich nix, dass es für eine gewisse Klientel, eben Studierende, Wissensuchende, ökonomische Vorteile bietet. Und sicher auch ein bisschen die Leute naja, nähetbringt. Aber es hat seinen preis, auch beim wissenschaftlichen Arbeiten. Natürlich ist das Wissen schneller ausgetauscht und angefertigt, aber gerade daurch eben auch weniger kritisch hinterfragt und in sich ausgearbeitet. Wenn man an Dingen arbeitet und lästige Pausen hat durch Informationsdefizit, birgt das bspw. die Möglichkeit, das bisherige nochmal zu durchdenken statt weiter aufzufüllen, Non Stop. Es wird als resultat wahnsinnig viel produziert, der Filter der Beschränkung fehlt. Und am Ende verliert die Qualität.
20.01.2010 01:12 Uhr
purloined
RE: Warten auf den Knall"Bei erhoehter Vernetzung ist die vermehrte Verstreuung vollkommen irrelevant."
"Vollkommen irrelevant" ist doch Unfug, das weißt du selbst. Stichwort ZEIT. Prioritäten,man muss sich entscheiden, konzentrierter und offener. Es geht nicht beides und Kompromiß ist halt immer ein Kompromiß, was gerade bei Wissenschaffung, also Forschung, uninteressant ist.
"Was Substanz oder nicht ist - das entscheidet keine Instanz." - Doch: die Zukunft.
20.01.2010 01:17 Uhr
purloined
RE: Warten auf den Knall"konzentrierter ODER offener", sorry.
20.01.2010 01:18 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallDass viel mehr produziert wird - weiss ich nicht - dass mehr veroeffentlicht wird - ja.
Ob da mehr oder weniger Muell drunter ist - keine Ahnung. Die Filter gibt es naturelich. Alle Journale haben anonyme Reviewing-Systeme, die oft sehr rigide arbeiten. Aber auch hier kommt wieder OpenAccess mit neuen Reviewing-Ideen ins Spiel.
Ich sehe durch die Beschleunigung nicht unbedingt einen Qualitaetsverlust. Warum? Wenn das Wissen offen waere (und beim Arbeiten an der Uni ist es quasi offen), kann man selbst das herauspicken, was man braucht. Ich finde oft genug Paper, die absoluter Schrott sind. Die verwende ich dann nicht.
"Vollkommen irrelevant" ist doch Unfug, das weißt du selbst. Stichwort ZEIT."
Das ist eine Gleichung, purloined. Je mehr ich verstreue, desto mehr muss ich vernetzen und die Geschwindigkeit erhoehen (das ist fuer mich ein und dasselbe - passiert ja auch im Netz). Oder eben andersherum: Wenn ich ausreichend GEschwindigkeit und Vernetzungssicherhei t habe, kann ich auch mit verstreutem Wissen schnell und gut arbeiten.
""Was Substanz oder nicht ist - das entscheidet keine Instanz." - Doch: die Zukunft. "
Das ist ein Kalenderspruch ala sailor. Die Wertung von Information im Nachhinein interessiert bei der Entwicklung doch gar keinen. Es geht darum, Information im Jetzt einzuschaetzen - sonst braucht man gar nicht zu entwickeln.
20.01.2010 01:25 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallIch sehe durch die Beschleunigung nicht unbedingt einen Qualitaetsverlust. Warum? Wenn das Wissen offen waere (und beim Arbeiten an der Uni ist es quasi offen), kann man selbst das herauspicken, was man braucht. Ich finde oft genug Paper, die absoluter Schrott sind. Die verwende ich dann nicht.
"Das ist eine Gleichung, purloined. Je mehr ich verstreue, desto mehr muss ich vernetzen und die Geschwindigkeit erhoehen (das ist fuer mich ein und dasselbe - passiert ja auch im Netz). Oder eben andersherum: Wenn ich ausreichend Geschwindigkeit und Vernetzungssicherhei t habe, kann ich auch mit verstreutem Wissen schnell und gut arbeiten."
Ja, in der Theorie schön, aber gesetzt war, dass die Geschwindigkeit nicht erhöht werden kann. Bei erhöhter Datenmenge steigt die Notwendigkeit der Sichtung und Strukturierung, das kostet mehr Zeit, die das Zusammenfügen von Informationen wichtig wäre. Dieser Schritt kommt zu kurz, ist aber für den schaffenden Prozeß beinahe wichtiger als das meiste Wissen, das nach der Sichtung ohnehin irrrelavant ist. Man bildet sich ein, alles habe miteinander zu tun, hat es auch, nur bei konzentrierter Sichtweise fällt das meiste Äussere wieder weg, es konzentriert sich von selbst zu 90% auf das, was man in weniger Zeit in der Bibliothek vorsortiert gefunden hätte. Ich sage NICHT, dass diese 10% egal wäre. Aber: es sind nur 10% und so in etwa seh ich den Beitrag des Netz zur Revolution der Welt durch das Wissen an sich.
20.01.2010 01:39 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallÄh das ist jetzt abhängig von den verfügbaren Bibliotheken der Einrichtung bzw. Stadt. Als ich noch in Thüringen gelebt hab, schien mir das Netz auch sowas wie ewig andauerndes Ejakulat. Aber spätestens als ich für eine Freundin deren Diplomarbeit schrieb (aus Eigeninteresse), fiel mir auf, wieviel sortiertes Wissen in Berliner Bibliotheken relativ direkt zugänglich ist und vor allem wie wenig man davon im gesellschaftlichen Alltag spürt.
20.01.2010 01:48 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den Knall"Bei erhöhter Datenmenge steigt die Notwendigkeit der Sichtung und Strukturierung, das kostet mehr Zeit, die das Zusammenfügen von Informationen wichtig wäre."
Nein. Mal als Beispiel die Sichtung von wissenschaftlichen Journalen. Frueher ging man in die Bibliothek und suchte in Karteikartenregister n nach Stichworten. Oder man suchte nach Referenzen aus einem Paper. Oder man suchte nach Reviews oder Buechern, um ueberhaupt mal an Referenzen zu kommen. Das hab ich noch gemacht. Das ist abartig aufwaendig.
Heute hat jede Wissenschaft seine "Suchmaschine". Z. B. PubMed oder Scifinder. Hier kann man in Sekundenschnelle (!) die komplette Journalwelt nach Stichworten durchsuchen. Im Moment nur Titel und Abstract aber ich bin mir sicher, dass bald die Volltextsuche dazukommt. Man hat alle Moeglichkeiten, weiter zu verfeinern oder Suchen zu kombinieren.
Wenn ich eine Literaturecherche starte, dann kriege ich auf den ersten Hit vielleicht 1000 Papers. Dann verfeinere ich die Suche und muss vielleicht nur noch 40 wirklich durch Sichtung der Titel und Abstracts selbst raussuchen oder nicht. Davon sind dann 5-10 relevant.
Das dauert fuenfzehn Minuten. Vor 40 Jahren haette ich dafuer laenger als einen ganzen Tag gebraucht.
Ich weiss, was du sagen willst, du meinst, dass sich durch die leichte Moeglichkeit der Publikation mehr Muell ansammelt. Das stimmt in der Wissenschaft so nicht ganz. Es wird weit mehr veroeffentlicht - das Potential zum veroeffentlichen war frueher auch schon da - aber der Prozess war zu langsam.
Frag dich mal, warum das Leben an der Uni heute nich mehr so lasch ist wie frueher? Weil man selbst ploetzlich der zeitlimitierende Faktor ist.
20.01.2010 01:59 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallDarauf will ich hinaus. Wie x-mal gesagt, die potentielle Datenmenge die abrufbar ist, stieg natürlich gigantisch. Und 10% Mehrwert ergibt sich daraus auch bei Sachen, die nicht erst in den letzten 20 Jahren entwickelt wurden, die eben vorsortiert im klassischen Print vorliegen. Bei neuen Technologien und eher aktuellen Quellen usw. mag das anders sein, da liegt diese Prozentzahl etwas höher. Dennoch werden weiterhin die wichtigsten Papiere auch gedruckt und klassisch archiviert, mit etwas Verzug. Und darin ist das meiste dann eben bereits vorsortiert, die Prioritäten im besten Fall perfekt abgestimmt. Das nimmt einem die Arbeit als wenn man 1000 Quellen selbst ausgearbeitet, weil das hat ja dann schon jemand getan und zusammengefasst. Und bei solchen Sachen bin ich mir nicht sicher, ob die in den offenen Archiven des Netz verfügbar sind. Da gehts ja auch wieder um Rechte usw.
Und den gezielten elektronischen, wissenschaftlichen Austausch zähle ich nicht wirklich zum Internet, diesbezügliche EDV-Netzwerke gibts länger und wie gesagt, EDV allgemein ist natürlich eine Revolution gewesen. PubMed etc.sind da sicherlich konsequente und nützliche Fortführungen/Erweit erungen.
Journalismus stützt sich hingegen meist auf Tagesereignisse, da bestimmt die Realität und die politische Ausrichtung/Filterun g des Autors 95% des Inhalts. Was da nach hinten ins Archib hinein recherchiert wird ist meist eher dekorativ, der Nutzen dadurch insgesamt vernachlässigbar.
Ich will den Einfluss des Internet nicht kleiner machen als er ist, nur bringts auch nicht sich einzureden, das Netz mache alles besser und habe darin keine Schattenseiten bzw. manche Hoffnungen würden nicht einfach bald wieder eingeholt. Gegenwärtig dominiert das Netz den Alltag vieler Leute,aber ich denke,das relativiert sich wie sich alles bisher relativiert hat. Pop-Musik oder Hollywood dachten auch, sie waren das Ende bzw. Zentrum eines ewigen Traums und waren am Ende einfach nur Zwischenstationen, nach denen vieles im Grunde wieder genauso war wie vorher auch. Ein Trip.
20.01.2010 03:22 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallGut, wir sind hier etwas am Thema vorbei.
Zur Erinnerung: Ich halte nicht das Internet an sich, sondern in Verbindung mit OpenAccess und OpenSource fuer revolutionaer. Und zwar nicht, weil sich dann jeder meinetwegen einen Artikel reinziehen kann oder Linux kostenlos runterladen kann.
Ich denke mit Blick z.B. auf die erwaehnten Softwarefirmen, dass sich die Art und Weise des Umgangs mit Wissen aendern kann. Wissen (oder die Vorenthaltung) ist nicht mehr die Legitimation zur Preisbildung, sondern Qualitaet. Wenn der Martk wirklich qualitaetsabhaengig waere, wuerde ich ihm wesentlich freundlicher gegenueberstehen.
Ausserdem kann das "Wissen" an sich davon profitieren, weil jeder es lesen und evtl. verbessern kann. Das wird in der Natuwissenschaft groesstenteils nicht unbedingt stattfinden, aber es sind etliche andere Szenarien denkbar (wenn ich mir nur alleine die abertausenden Ideen, Verbesserungen und Gimmicks auf einer meiner favorisierten VW-Luftboxer Seiten anschaue, wird mir schwindlig).
Das kann (muss natuerlich nicht) Auswirkung auf das gesamte heutige Wirtschaftssystem haben. Das meine ich als Revolution.
Achso, falls du den Link noch nicht kennen solltest:
http://open-access .net/de/st artseite/
20.01.2010 03:57 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallKurz noch wegenMarkt/Qualität, ich denke am Anfang eines Produktmarkt setzt sich das durch, das den Standard im Voraus entwickelt und definiert. Ob der Standard höchste Qualität oder einKompromiß aus Qualität und Zugänglichkeit ist,geschenkt. Das problem sind eher verfestigte Marktsituationen, also wenn Vormachtstellung nicht mehr relativiert werden kann und von betreffendem Konzern gegen den Fortschritt und die allgemeine Teilhabe ausgespielt werden. Das genau ist allerdings ab einem gewissen Punkt das Wesen des Kapitalismus, Verdichtung der Konkurrenz bis zum Monopol,aus dem heraus dann Schrott unter anderem Namen veröffentlicht bzw. nach unten lizensiert wird, aber der entscheidende Hebel in einer Hand bleibt und den Fortlauf blockiert.
20.01.2010 05:30 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallAuswirkungen auf Wirtschaftssystem etc., das übersteigt meine bescheidenen prophetischen Talente. Mir scheints, als läge das Kapital immer in den Händen von dessen Verwaltung (einschließlich der Halter von Stammressourcen) und die sorgt für die ihnen dienliche Rechtslage. Der ist ist Spielraum deomkratischer Hoffnungen, damit das Volk nur nicht drauf kommt, dass die ganze Sache doch eher abgekartet ist. Eine Revolution wäre eine recht drastische Erhöhung von Individualität und Dynamik rechtlicher Bestimmungen und auch eine steuerliche Progressivität, aber das alles ginge wenn nur global und dafür ist die alte Welt leider zu alt.
Wenn uns die Medizin aus dem allgeminen Zeitdruckdilemma beizeiten loseisen sollte, wäre natürlich alles möglich und wieder offen. Vis dahin sitzen wir in der Endlosschleife immer wiederkehrender Musterprobleme aus gesellschaftlicher Ökonomie und privater Fürsorge/Lebensgesta ltung.
"We´re tired of our race" (Phantom/Ghost)
20.01.2010 05:42 Uhr
purloined
RE: Warten auf den Knall"Der REST ist Spielraum demokratischer Hoffnungen", sorry.
20.01.2010 05:43 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallSo in etwa seh ich das auch.
20.01.2010 06:44 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallAhh, jetzt wird Neons Thread-Struktur zur Qual. Das eben war auf deinen Markt/Qualitaet-Post gemuenzt.
Zur deinen eigenen prophetischen Ansagen: Ich sehe es nicht so negativ. Zumindest in der westlichen Welt sind Strukturen nie ganz zusammengebrochen sondern haben sich entwickelt. Deswegen denke ich nicht, dass da was zu alt ist. Und ich will meine "Prophezeiung" nicht als radikalen Bruch betrachten, sondern nur als eine Verschiebung der Werte bzw. Weiterentwicklung.
Alle warten immer nur auf den ganz grossen Zusammenbruch ala Roemisches Reich. Aber selbst damals wurden die entwickelten Strukturen regional behalten und angepasst um spaeter wieder miteinander in Konkurrenz zu treten.
Ich schweife mal wieder ab. Wollte nur sagen, dass wir uns _beide_ im Bereich der Spekulation bewegen.
20.01.2010 06:53 Uhr
quatzat
RE: Warten auf den KnallUnd hier mal was fuer Architekten:
http://tinyurl.com /ybx22zs
21.01.2010 09:00 Uhr
derHerrMitDemPixel
RE: Warten auf den KnallIn den Naturwissenschaften (mindestens) ist die Menge an verfügbaren Informationen so groß, dass Vertiefung in ein spezielles Gebiet zwangsläufig zur Betriebsblindheit führt.
Fachlich betrachtet bist Du dann tatsächlich eine kleine verblendete Zelle. Das muss nicht schlecht sein...aber "Substanz" erhält das dann auch erst so richtig in Verbindung mit anderem Wissen.
Das scheint so´n Dogma der Gesellschafts-/Liter aturwissen schaftler und Philosophen zu sein, wo (teilweise) "Substanz" im Kopf entsteht, dass Wissen unter Schweiss und Tränen erworben werden muss um "Substanz" zu haben.
Was ein Quatsch. Rollt man unnötigerweise Steine irgendwelche Berge rauf. Es sei denn man bezeichnet das Denken um des Denkens Willen als substantielle Beschäftigung. Das macht den Output zwar auch nicht notwendigerweise besser - aber, hey, was solls.
Für die Naturwissenschaften ist ein Grad hoher Vernetzung mehr als nur hilfreich.
Und für die Substanzen, die da im Labor entstehen ist die Streuung und zugänglichkeit von Expertenwissen von ganz enormer Bedeutung.
20.01.2010 08:36 Uhr
RedSonja
RE: Warten auf den Knallwenn man den begriff "revolution" wertfrei betrachtet kann man das internet und seine auswirkungen als umwälzung bezeichnen.
19.01.2010 23:04 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallMich interessiert wertfreie Betrachtung nicht, aber entwertend ist die Wirkung stellenweise tatsächlich. ich denke aber eher, dass Radio und TV die grossen revolutionen waren, das Internet hat nur alles zusammengefügt und den Leuten die Möglichkeit gegeben aller Welt zu zeigen, dass sie es einfach nicht daruf haben. Aber revolutionär? Naja, eher belustigend.
19.01.2010 23:14 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallRadio, TV, Computer/EDV. Aber Internet definitiv nicht.
19.01.2010 23:17 Uhr
sailor
RE: Warten auf den KnallDas Internet ist die logische Konsequenz von TV, Telefon, Computer, Radio (naja... auch).
Und der nächste Schritt ist, das all das in einem einzigen mobilen Gerät zusammengefasst wird.
Revolutionär (und nach wie vor faszinirend) ist für mich die sofortige Omnipräsenz all dessen, was auf diesen Kanälen verfeuert wird.
20.01.2010 13:19 Uhr
Cu1Time
RE: Warten auf den KnallErst wenn wir alles verloren haben. Haben wir die Freiheit alles zu tun...
(Fight Club )
19.01.2010 18:20 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallSüß. 28 und das farblos autoräre Gewichse "Fight Club" als messianische Offenbarung vergötzen.
19.01.2010 18:45 Uhr
Cu1Time
RE: Warten auf den Knallwas meinst du mit "autoräre" kenn ich nicht vielleicht autoritär? Und ich gehöre auch keiner messianischen Bewegung an. Ferner vergöttere ich jenige welche nicht.
Und was bitte hast du an der Aussage von Fight Club nicht verstanden?
Mir fiel dieses Zitat nur passend zum Aufruf ein! mehr auch nicht
19.01.2010 19:58 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallNen Plepp bist du. Mehr nicht.
19.01.2010 22:32 Uhr
sailor
RE: Warten auf den KnallFreedom's just another word for nothing left to loose
(Kris Kristofferson)
19.01.2010 19:14 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallDas Lustige ist, beide waren gern Truckerfahrer (Palaniuk wohl Hauptberuflich, Kristofferson in "Convoy", als Jungsromantik noch Charme hatte). On the Freeeeway... fast schon wie im Bon Jovi "Song". Oder Bryan Adams.
Tyler Durden Spruch aus Fight Club 67: "Der Schweiß der Männer wanderte von den Achseln indie Pantoffeln! Männer, so geht das nicht!"
Am Ende bleibts bei soviel Altherrentum wohl nur der ewig junge Oscar: "Es gibt nichts im Leben, ausser der Jugend."
19.01.2010 19:34 Uhr
purloined
RE: Warten auf den KnallUnd die Jungend ist tot, ab 12 ist man Business.
19.01.2010 19:34 Uhr
RedSonja
RE: Warten auf den Knallisch dacht des wäre vun dat janis.
19.01.2010 19:34 Uhr
sailor
RE: Warten auf den KnallDat Janis hat's jesunge... Und der Kris hat's geschrieben...
AFAIK
20.01.2010 12:27 Uhr
teleneo
RE: Warten auf den Knallnaja, der grund ist eben so simpel wie logisch. wenn ich mich in meinem umfeld so umsehe und meiner mutter zuhöre, dann wird mir bewuust in welche lethargie wir jugendlichen verfallen sind. wir bekommen nicht sehr viel auf die reihe milde gesagt. wir liegen auf den kläglichen resten des wirtschaftswunders. und es wird die zeit kommen, wo uns ein ganz scharfer wind entgegenweht.
so ist das.
19.01.2010 20:22 Uhr
lavish
RE: Warten auf den Knalledel sei der mensch, hilfreich und gut:-).
19.01.2010 22:34 Uhr