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Beste Freundschaft & Das Perfickte Dinner

25.11.2009 11:20 Uhr

Ausschnitte aus einem abschweifenden Gespräch. Mit Anmerkungen, Anspielungen und Nebensächlichkeiten. Und richtig gutem Sex, als Liste. (ab 18)

von Alternativen

Wir sprechen über Beste FreundeInnen-Casting und ich beschwere mich, dass mir dieses umsichtige ‘Gendern’ nicht richtig beigebracht wurde, dafür aber jeder andere grammatikalische Schickschnack, den ich zugunsten meiner künstlerischen Faulheit latent ignoriere, seitdem mir klar geworden ist, dass ich nie wieder an eine Tafel muss, um zu konjugieren, deklinieren oder dann plötzlich aufs Klo müssen. Diskrekte Rede, Indiskrete Rede. ‘Habe’, ‘hatte’ und ‘habe gehattet’. ‘Würde’, ‘wöllte’ und ‘würgte Gewölle’. Wir schimpfen auf Fotografie und Fantasie, sie regt sich über Delfine auf, ich frage, ob man Thunfisch jetzt eigentlich auch ohne ‘h’ schreiben muss, und ob dann nicht Machenfisch der korrekte Ausdruck sei, was damit endet, dass ich mich, wie so oft, über meinen eigenen Wortwitz lauter und länger amüsiere, als es angebracht ist. Eine halbe Minute verstreicht, in der wir zurückspulen und Schlagworte und Gesprächsfetzen noch einmal in den Raum werfen, auf der Suche nach der Abzweigung, bei der wir vom Thema abgekommen sind: Beste FreundeInnen-Casting.


Dem zugrunde liegt meine Idee von vor mindestens zwei Jahren, irgendwann einmal einen Text zu verfassen, ähnlich dem ‘Das hier ist ein Liebesbrief’-Erstentwurf(*), den ich dann doch nie überarbeitet habe, weil das Konzept sich beim zweiten Ansehen und Durchdenken als unansehnlich und undurchdacht herausgestellt hatte, einen Text jedenfalls, der eine Suchanzeige, eine Art Kontaktanzeige, für eines dieser ‘Beste Freunde’-Konstrukte ist, die sich mir nie als langfristig erfolgreich erschlossen haben, weil ich mit den Frauen irgendwann hatte schlafen wollen, aber nicht hatte schlafen können, und mit den Männer hätte (und manchmal auch hatte) schlafen können, aber nicht hatte schlafen wollen… oder nicht hatte schlafen können, weil sie nicht hatten können, weil sie nämlich nicht mit Männern hatten schlafen können, jedoch durchaus mit mir hatten schlafen wollen, was immer zu einem großen Durcheinander bei ihnen geführt hatte, bis ich mich irgendwann immer genervt abgewandt hatte, immer heißt in diesem Fall zwei Mal. Und das eine Mal hat es (er) mir noch genau das Herz gebrochen, was ich behaupte und ansonsten auch sicher bin, nicht zu besitzen.
Ich hatte schon immer meine Mitmach-Probleme mit diesem ganzen biochemischen Krempel, der die fühlenden und denkenden Fühler zum Schwärmen und die denkenden und fühlenden Denker zum Belächeln inspiriert. Dennoch, mir gefiel der Gedanke, mich an der Konstruktion eines solchen Textes zumindest zu versuchen, ungeachtet meiner Ansichten zu dem, was andere Menschen an den Formen von Zweisamkeit so formidabel finden. Manche Texte schreibt man (ich) wirklich nur aus dem Grund, aus dem man (ich nicht) dem Familienvater auf diese gewisse Art zulächelt.

Sie meint, dass der Text lustig sein müsse. Ich stimme ihr zu. Beste Freundschaft im dem von uns angestrebten Sinne ist eine Verbundenheit im Lachen, nicht in Ernsthaftigkeit. Ich überlege laut, ob man eine Person suchen sollte, die einem selbst ähnlich ist. Sie nickt, zögert, nickt, sagt Nein. Sagt Ja. Sagt Kommt Darauf An. Das sehe ich ähnlich.
„Meine beste Freundin sollte zwei unterschiedlich große Brüste haben“, sagt sie dann und ich weiß wieder, warum ich mit ihr über so etwas rede. „Und einen Alkoholiker in der Familie, aber nicht im engsten Familienkreis. Einen Onkel. Oder so. Aber keinen Bier-Alkoholiker.“ Sie sagt, sie muss sich wiedererkennen können, jedoch ohne das Gefühl zu haben, vor einem Spiegel zu stehen. Zu ähnlich, meint sie, sei auch nicht gut. Ich nicke noch immer.
„Ich möchte auch keinen Autisten als besten Freund“, sage ich. „Das wäre, als ob man zwei Steine nebeneinander legt und sagt: ‘Feiert ‘ne Party, Jungs!’ Aber Geisteskrankheiten sind schon von Vorteil, die werden mir nicht langweilig. Außer Persönlichkeitsspaltungen oder paranoide Persönlichkeitsstörungen, die stelle ich mir sehr anstrengend vor.“
„Borderline ist gut“, meint sie. „Aber nicht so der Hit, wenn man shoppen gehen will.“
„Borderline habe ich durch. Am Anfang sind die super, aber sobald man eine Basis gefunden hat, kippt das leicht auf ihrer Seite um und sie glauben, dass Du sie so siehst, wie sie sich selbst sehen. Irgendwann hast Du dann das Messer in der Hand, mit dem sie sich schneiden. Da hört der Spaß auf. Shoppen wäre für mich auch ein Ausscheidekriterium, ich will gammeln.“
Sie sucht unter meinem Sofa nach ihrem Tabak. Ich überlege, ob sie Asthma hat. „Keinen Schwulen also“, schlussfolgert sie und fördert ein angestaubtes, rotes Feuerzeug mit der Aufschrift ‘Montag’ zutage.
„Auf keinen Fall… Obwohl. Ich mag Menschen, die ‘No way!’ sagen und die mit weit aufgerissenen Augen und Mündern wortlos die Hitze aus der Hölle lästern können. Und ich finde es witzig, ‘Darling’ genannt zu werden, solange dabei keine Hand durch die Luft schwingt. Ein abgewrackter Schwuler, damit könnte ich mich anfreunden. Einen, der zu Rock Am Ring geht und sich unter einem Darkroom etwas mit Schwarzmarkt in London vorstellt.“
„Also einen Schwulen wöllte ich nicht. Nichts für ungut. Ich will eine Frau!“ Sie schaut mich über den Rand ihrer Brille an. Sekretärinnenporno.
Ich lache. „Eine Lesbe?“
Sie schweigt, dann lacht sie plötzlich, es klingt wie ein Bellen. „Ha! Nein. Da ist die Versuchung zu groß!“
„Also was dann? Emo-Mädchen mit roten Strähnchen und dem obsoleten Blume-, Sterne-, Kirsche-Tattoo am Oberarm?“
Wir starren uns lauernd an. Wer zuerst blinzelt, der hat verloren. Doch bevor wir lachen können, huscht ein Einfall in ihr Gesicht. Erst lenkt er ihre Augen ab, dann enspannt er ihre Gesichtszüge bis zur Verblüffung. „Eine Hausfrau, eine Mutter“, sagt sie und klingt von sich selbst überrascht. „Eine, die fest im Leben steht. Eine von diesen Powerfrauen, die reizende, schwer erziehbare Jungs haben und einen treuen, aber doofen Ehemann, der nie zuhause ist. So eine, die alles im Griff hat, und für die ich so eine Art…“
„Kleine, bekloppte Schwester sein kann?“, frage ich.
„Ja. Sowas in der Art. Und ich bin dann Tante, raufe mit den Jungs, gehe mit ihnen Fußball spielen und schenke ihnen Süßigkeiten und Comichefte und fahre mit ihnen zum Zelten, wenn Mama und Papa mal Zeit für sich brauchen. Ansonsten ziehe ich mit der Mama um die Häuser, wenn sie mal Ausgang hat. Aber meist treffen wir uns bei ihr, ich bringe Kuchen mit und Teilchen für die Racker, wir trinken zusammen Tee, reden über Bücher und ihren Alltag. Sowas. Das wär’ was! Aber nur, wenn sie Sabine heißt! So eine muss Sabine heißen!“
Ich habe das selten bei Menschen, aber in diesem Moment möchte ich sie gern in den Arm nehmen. „Weißt Du wie das klingt?“
„Wenn das eine Psychoanalyse-Antwort wird, dann will ich es nicht wissen.“ Sie lächelt nicht.
„Oke. Willst Du dann eine andere Antwort wissen?“
„Gib’ her!“
„Schön. Es klingt schön.“
„Ja. Aber die verschieden großen Titten sind trotzdem Pflicht!“

Wir landen auf dem Fußboden und blickfliegen durch die Zimmerdecke. Auf dem Weg in die Welt hinter unserem Gespräch bemerke ich, dass die ungezählten Zigaretten, die ich seit meinem Einzug auf der Suche nach tieferem Sinn, Trost und Tippfehlern verpafft habe, sepiafarbene Spuren um die Deckenlampe herum hinterlassen haben. Das geht nicht wieder ab. Das werde ich irgendwann weiß überstreichen müssen.
Sie setzt ihre Auflistung fort, wir wechseln uns ab. Sie nennt unterschiedlich große Brüste, ich sage Biertrinker oder trockener Rotwein. Sie sagt, darf keine Krimis von Henning Mankell lesen. Ich füge Warcraft III-Spieler hinzu. Muss kochen können, meint sie. Muss gern essen, aber dennoch mäßig sein, sage ich. Keine angewachsenen Ohrläppchen. Darf sich von mir nicht immer abwimmeln lassen. Muss Schweden gut finden. Darf nicht die BILD lesen. Wodka-Cocktails. Mandelschokolade. Keine Window-Color-Bilder. Keine Window-Color-Bilder und keine Muffin-Backformen. Zuverlässig. Chaot. Raucher. Raucher, aber Selbstgedrehte. Muss massieren können, sagt sie.
In meinem Kopf sitze ich mit einem Unbekannten vor irgendeinem Kamin, wir haben Lockenwickler in den Haaren, rauchen Selbstgedrehte, überall brennen Kerzen, er massiert mich. Wir sind nackt. Moment mal, warum brennen da überall Kerzen?
„Massieren? Geht das nicht zu weit?“
„Nicht unter Mädchen“, meint sie trocken.
„Mist!“

„Mir ist noch was eingefallen“, sage ich. „Das ist wichtig: Muss mir ein Rätsel sein und bleiben!“
„Soduku oder Bilderrätsel?“
„Sudoku ist ein Spiel… passt aber.“
„Darf keine Mädchenfilme mögen.“
„Zählt ‘Sex and the City’ auch?“
Verachtung in ihrer Stimme. „Sowas von!“
„Dann ziehe ich mit. Obwohl… romantische Komödien mag ich manchmal.“
„Beispiel?“
„Ähm… weiß gerade nicht.“
„Notting Hill?“ Sie spricht es ‘Nutting Höll’ aus.
„Nein?“
„Ist das eine Frage?“
„Ja… Eigentlich nein. Nein“
„Du tanzt gerade über ein Minenfeld, Du Fummeltrine!“
Ich weiß, dass ich den Film seinerzeit mochte. Lange her. Was ich aber auch noch weiß: „Ich hasse Hugh Grant!“
„Aber ‘About a boy’ war gut!“
„Nein, der war scheiße! Hugh Grant spielte mit.“
„Was meintest Du eigentlich mit dem Rätsel?“
„Rätsel? Ach so. Ich darf nicht herausfinden, wie er tickt. Wie er funktioniert. Wenn ich das erst einmal rausgefunden habe, kann er mich nicht mehr überraschen, ich kann ihn berechnen, und dann wird er langweilig.“
„Wie sonst baust Du Vertrauen auf?“
„Brauche ich nicht. Ich brauche nur Interesse. Mehr kann man von mir auch nicht bekommen.“
„Du hast zu hohe Ansprüche, Flo!“
„Sprach die Frau, die unterschiedlich große Möpse möchte.“
„Das ist gar nicht so selten. Überleg’ doch mal…“
„Lieber nicht… Fällt das eigentlich auf? Ist es Timo aufgefallen?“
„Hör’ mal, so groß ist der Unterschied auch nicht!“
„Also ist es?“
„Du fragst mich, ob er gut im Bett ist?“
„Was? Nein! Ich meine, ob…“
„Ja, ich weiß. Aber das merken nur die Kerle, die es drauf haben!“
„Verstehe. Und?“
„Ob er’s drauf hat?“
„Ja, wenn mir das eine Antwort bringt.“
„Hängen Eier immer unterschiedlich hoch?“
„Ähm… Kommt drauf an, in welchen Zustand. Soweit ich aber weiß: Ja. Hat er es nun bemerkt oder nicht?“
„Soweit ich weiß: Ja. Das mit dem Zustand passt übrigens gut zu der ‘Ist er gut im Bett’-Frage.“
„Kommt drauf an?“
„Jepp. Ist er gut im Bett? – Kommt drauf an! Eigentlich ja.“
„Ich kenne jemanden, der behauptet, noch nie ‘richtig guten Sex’ gehabt zu haben!“
„Dein Freund, Darling?“
„Halt’s Maul, Du Wankeltitte! Natürlich nicht! Dann hätte er den ständig!“
„Richtig gut, hm?“
„RICHTIG gut!“
„Traurig. Wie kann man nie richtig guten Sex haben? Ist er Katholik? Ist doch ein Mann, oder?“
„Kein Katholik, soweit ich weiß. Natürlich ein Mann. Das ist ja das Seltsame an der Sache!“
„Ja. Ist es eigentlich schwer, wenn man gar nichts fühlt?“
„Als Frau? Ist das nicht normal?“
„Nein. Als Du! Dass DU gar nichts fühlst, Flo!“
„Beim Sex? Natürlich fühle ich da was!“
„Schon klar. Aber kein Glücksgefühl. Liebe. So Zeug. Gefühle. Wie ist das eigentlich mit der Nähe?“
„Sex ist eine andere Nähe. Ist das eine Autistenfrage? Da läuten jedenfalls auch keine anderen Alarmglocken!“
„Müssten aber doch gerade da… Oder nicht?“
„Meinst Du wegen… der Sache? – Solange er mir nicht ‘Du willst es doch auch!’ ins Ohr keucht, habe ich kein Problem.“
„Und wenn doch? So im Eifer des Gefechts?“
„Dann… Dann raste ich aus. Den Satz darf man mir nicht sagen. Da fange ich an zu triggern.“
„Ich stelle mir das schwer vor. Ich könnte das nicht. Also, wenn ich ein Mann wäre. Und dann mit Dir… wenn ich das wüßte… Nein.“
„Ja. WENN.“
„Du sagst es nicht?“
„Warum sollte ich?“
„Na… ich weiß nicht. Damit er den Satz vielleicht nie sagt?“
„So oft hört man den auch nicht! Sagt Timo den zu Dir?“
„Nein. Muss er nicht. Ich mache freiwillig… Ich meine… Scheiße!“
„Was?“
„…“
„Oh. Du bist zu empfindlich. Ihr seid alle zu empfindlich. Mir geht es gut!“
„Mir ginge es nicht gut damit.“
„Und mir ginge es nicht gut, wenn ich eine Riesen- und eine Schrumpftitte hätte! Dann sei einfach froh, dass das bei Dir nicht so ist. Aber gleich geht’s mir wirklich nicht mehr gut! Ich hatte noch nie ein Problem deswegen! Ehrlich! Nie! Und ich habe richtig guten Sex. Ich bin ein gottverdammter Sexgott. Kannste jeden fragen… Patrick, Daniel, Mama, Oma… Ende.“
„Okay. Tut mir leid.“
„Nicht nötig. Siehst Du, ich lache. Schluckst Du oder spuckst Du?“
„Bitte?“
„Du hast angefangen!“
„Das geht Dich einen Scheißdreck an! Fickst Du oder lässt Du Dich ficken?“
„Was denkst Du?“
„Ich denke…“
„Willst Du Pizza?“
„OH JA! Thunfisch?“
„Machfisch!“

Richtig guter Sex. Zuerst richtig gute Pizza. Sie lutscht gerade das zweite Viertel, ich habe erst gar nicht geschnitten. Wir teilen auf: Vor dem Koitus, Koitus, Koitus Endphase, Nach dem Koitus. Ich beantrage, das Wort ‘Koitus’ durch ‘Akt’ zu ersetzen. Sie meint, ‘Akt’ klinge nach Arbeit. Ich reiße den ‘Es heißt ja auch nicht Blowholiday’-Spruch, wir grunzen, einigen uns auf ‘Voll dabei’, sprechen dann aber doch von Vorspeise, Hauptgang, Hauptgang mit Beilage und Dessert. Sie fragt, ob ich immer den Hauptgang bestelle. Ich frage zurück, ob Timo immer noch am Tisch sitzt, wenn das Dessert kommt. Ich sage, ich bin mehr der Vorspeisenplatte-Typ. Suppe, verschiedene Salate, Schnittchen, Brot. Sie meint, ohne ein fettes Steak mit Pommes wird sie nicht satt. Ich nenne sie eine Frittenbuden-Fickerin, sie mich einen Diät-Ficker. Wir einigen uns auf die Wichtigkeit von Vorspeisen und entdecken dann, dass das Restaurant und die Einladung mindestens ebenso wichtig sind wie das Essen. Spontane Einladungen zum Restaurantbesuch, wir schreiben es auf. Sie schlägt vor, die Liste als Anleitung zum ‘perfickten Dinner’ zu verbloggen. Ich sage, dass ich den ganzen Abend bloggen werde, woraufhin sie verlangt, dass ich statt ‘Marius’ ‘Timo’ schreibe und das mit den unterscheidlich großen Brüsten und den Dehnungsstreifen verschweige. Ich lasse mich breitschlagen, den Dehnungsstreifen-Abschnitt zu unterschlagen und Marius Timo zu nennen, verlange jedoch freie Hand in der Ausgestaltung der indirekten Rede. Im Gegenzug verzichtet sie auf einen ergänzenden Kommentar zu den Stellen, die ich aufgrund meiner Aussagen auslassen werde. Wir skizzieren den Gesprächsverlauf nach, daneben steht unsortiert:

Keinen Blumenkohl im Hauptgang! Keinen Spargel!
Vorspeisen bitte dekoriert. Nicht nachlässig zusammengestellt. Variationen!
Überraschungsdinner ist für Gewinner! Richtige Festessen nur mit Kerzen! Restaurant wohl temperiert, nicht zu warm. Musik bei Bedarf, lieber selbst.
Keinen Sekt! Niemand spült Meeresfrüchte mit Milch runter!
Vorspeise mit in den Hauptgang nehmen ist das Beste! Vorspeise nicht schlingen! Hauptgang darf bei Heißhunger geschlungen werden!
Niemand mag Hackbraten!
Hausmannskost ist kein Restaurantessen.
Belegte Brote sind was für’s Zeltlager!
Ein Snickers ist auch ein Dessert, wird nicht geteilt! Ein Dessert ist kein Schlummertrunk! Dessert kann wegfallen, je nach Hauptgang.
Hauptgang: Leicht, gerne scharf, Rollbraten in Ausnahmefällen, nicht zu trocken. Steak nicht blutig!
Papierservietten wirken billig. Stoffservietten sind elegant.
Beilage zum Hauptgang darf aus der Pfanne gekratzt sein, aber keinen Belag mit abkratzen.
Vom Gesundheitsamt geprüfte Küchen, wichtig! Vorsicht vor Schädlingen und Parasiten! Nicht vom Boden essen! Alles eintüten lassen (für den Hund)!
Gespräche am Tisch: Wenn, dann nur übers Essen! Keine Spitznamen! Keine Heiratsanträge während des Essens!
Ganz wichtig: Nie daran denken, wie man am nächsten Tag aussieht, sonst schmeckt es nicht!

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Kommentare

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frl_smilla

RE: Beste Freundschaft & Das Perfickte Dinner

"„Borderline habe ich durch. Am Anfang sind die super, aber sobald man eine Basis gefunden hat, kippt das leicht auf ihrer Seite um und sie glauben, dass Du sie so siehst, wie sie sich selbst sehen. Irgendwann hast Du dann das Messer in der Hand, mit dem sie sich schneiden. Da hört der Spaß auf. Shoppen wäre für mich auch ein Ausscheidekriterium, ich will gammeln.“

An dieser Stelle mach ich mal ne Lesepause und drücke als akute Biochemie-Hasserin mal das Knöpfchen...

25.11.2009 11:26 Uhr

AnnaEcke

RE: Beste Freundschaft & Das Perfickte Dinner

„Borderline habe ich durch. Am Anfang sind die super, aber sobald man eine Basis gefunden hat, kippt das leicht auf ihrer Seite um und sie glauben, dass Du sie so siehst, wie sie sich selbst sehen. Irgendwann hast Du dann das Messer in der Hand, mit dem sie sich schneiden.[...]"

Großartigst!

Rest: auch.

25.11.2009 11:37 Uhr

JekaterinaDB

RE: Beste Freundschaft & Das Perfickte Dinner

Toll, wie gewohnt. Ich empfinde großen Dialogneid.

25.11.2009 11:45 Uhr

Farun

RE: Beste Freundschaft & Das Perfickte Dinner

Ich find den Text große klasse.
Vorallem gefallen mir die am Anfang auftauchenden Monster zätze, die mal eben so die Hälfte eines abschnittes einnehmen.

Großes Lob
Farun

25.11.2009 12:13 Uhr

Ozelotte

RE: Beste Freundschaft & Das Perfickte Dinner

sehr schön. gespräche über sex mit guten freunden sind ja auch sehr schön.

25.11.2009 13:54 Uhr

meerisch

Augenkrebs-

aber es hat sich gelohnt. Ähnliche Gespräche, wie ich sie mit meinem abgewrackten Schwulen führe. ;)

Essens-Metaphern sind natürlich immer spitze.

28.11.2009 14:13 Uhr

Alternativen

RE: Beste Freundschaft & Das Perfickte Dinner

 
Vorallem gefallen mir die am Anfang auftauchenden Monster zätze, die mal eben so die Hälfte eines abschnittes einnehmen.
 


Üblicherweise stecke ich für die immer die meiste Kritik ein, ich mag solche Sätze aber zu gern. Schön, dass ich da mal nicht allein bin.

29.11.2009 10:44 Uhr

Pinzepu

RE: Beste Freundschaft & Das Perfickte Dinner

Gefällt ausgesprochen gut. Die Länge zieht sich nicht. :)

17.12.2009 14:49 Uhr



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