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400 Schweine/Stunde

10.12.2007 12:07 Uhr

Die internationale Messe der Fleischwirtschaft zeigt jedes Jahr neue HIGH-TECH-SCHLACHTMASCHINEN, die dem Menschen viel Arbeit abnehmen.

von Kathrin_Hartmann

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»Bis jetzt war noch Händearbeit nötig, von jetzt aber arbeitet der Apparat ganz allein.«
Franz Kafka, »In der Strafkolonie«

Messeneuheit CO2-Anlage bis 50 Schw./S. Die Maschine ist aus glänzendem Stahl, die Buchstaben kleben auf der Plexiglasfront. Durch sie hin durch kann man in Gespräche vertiefte Männer in Anzügen sehen. Sie wissen, was die Abkürzung bedeutet: Schweine pro Stunde. Was eine dieser Maschinen mit wie vielen Schweinen, Rindern, Schafen oder Vögeln/S. machen kann, das ist die wichtigste Leistungseinheit für die Fachbesucher der Internationalen Messe der Fleischwirtschaft in Frankfurt am Main (IFFA). Technische Daten, entscheidend wie Stundenkilometerangabe und Benzinverbrauch beim Autokauf. Die Maschinenfabrik Banss Austria, Halle 9.1 A 06, gehört zu den 900 Ausstellern.

»Fachliches Know-how, innovative Systemlösungen und die hohe Qualität prägen den Erfolg von BANSS. Von der Planung bis zur Realisierung, ob Kleinbetrieb oder Großschlachtanlage, mit BANSS haben Sie einen kompetenten Partner für jede Anforderung.« (Katalog)

Die Messeneuheit, die CO2-Betäubungsanlage, fährt 50 Schweine pro Stunde in einer Gondel in einen Schacht, der mit Gas gefüllt wird. Dort bleiben die Tiere, bis sie das Bewusstsein verlieren. CO2-Betäubungsanlage Typ 120 schafft 120 Schweine pro Stunde, Typ 150 150. An den Messestellwänden hängen Fotos von Schweinen, Rindern und Schafen. Enthauptet, aufgeschlitzt, blutend. Darunter sitzen Banss-Kunden an Tischen und essen Würstchen. »Es ist immer die erste oder zweite Frage: Wie viele Tiere pro Stunde macht das Gerät?«, sagt Thomas Renner, Geschäftsführer von Renner Schlachthaustechnik, Halle 9.0 C 06. Er schaut, als wollte er den Kopf schütteln. Es gebe Hersteller, sagt er empört, die würden Maschinen bauen, mit denen 1800 Schweine pro Stunde betäubt und geschlachtet werden könnten. An seinem Stand steht eine Elektrobetäubungsfalle (200 Schw./S.), CO2-Betäubungsanlagen von Renner schaffen 40-400 Schw./S.

»RENNER ist der Spezialist für individuelle und flexible Schlachthaustechnik – und das bereits seit zwei Generationen. Egal ob Handwerksbetrieb oder großer Schlachthof – RENNER entwickelt die passende Lösung für Ihren Betrieb.« (Katalog)

Herr Renner, war das Ihr Traumberuf? Herr Renner windet sich, er schaut auf den Notizblock und sagt: »Ich möchte jetzt nicht als Schlachthausverfechter dastehen.« Es sei nicht sein Traumberuf gewesen, nein. Als er das erste Mal in einem Schlachthaus war, da habe er wackelige Knie bekommen. Und dann? »Ich sag mal: Man stumpft ab. Von irgendwas muss man ja leben.« Die Renner Schlachthaustechnik GmbH feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Herr Renner sagt: »Ich möchte, dass die Tiere, wenn sie schon geschlachtet werden, anständig behandelt werden.«

Die Tiere. Wo sind sie bloß, zwischen all den An lagen aus glänzendem Stahl, zwischen den Messern und gigantischen Wurstkesseln, den ergonomischen Elektroschockmaschinen, den roboterbetriebenen Rektumschneidern, Nackenkneifern, Brustöffnern, Vorderfußabschneidern und Schweinespaltern, den Blutauffangwannen, Blutförderanlagen und Bluttanks, den Flammöfen, Kühlschränken und Räucherkammern, den ratternden Förderbändern und zischenden Verpackungsanlagen?

An manchen Messeständen demonstrieren Plüschtiere die Funktion der Maschinen. Man sieht lebensgroße Plastikkühe mit Firmenlogos beklebt und Schweine aus Papp mache mit aufgeklebten Wimpern. Es gibt riesige Monitore, auf denen in Endlosschleife gezeigt wird, wie betäubte Schweine auf Fließbänder purzeln, an denen ihnen die Kehle aufgeschlitzt wird. Wie ihre Körper abgeflammt werden, wie sie vom Förderband hängen, wo ihnen Köpfe und Pfoten abgeschnitten werden. Trauben von Menschen stehen davor, sie schauen sich die Schlachtmaschinen mit einer Faszination an, als würden dort Sportwagen gezeigt. Die sekundenschnelle Abfolge wird untermalt von dramatischer Synthesizermelodie: Abenteuer Technik!

Technik ist Zivilisation, sie unterscheidet den Menschen vom Barbaren und manifestiert ihn als Beherrscher der Welt. Die Technik hilft ihm, die Welt seinen Bedürfnissen anzupassen, sie ist der Ursprung der Maschine. Die Maschine ist die kleinste Einheit der Industrie, deren Wesen Effizienz, Rationalität und Gewinnorientierung ist. Durch das industrielle Schlachten mit technisch hoch entwickelten Maschinen distanziert sich der Mensch vom barbarischen Akt des Tötens. Nicht nur, weil er den Prozess so weit wie möglich seinen dafür entwickelten Maschinen überlässt. Er neutralisiert es, indem er seine eigene Verrohung zur Zivilisation verklärt. Das echte Tier, es existiert nicht in dieser Maschinenlogik. Die Produktionsgeschwindigkeit macht es zur Ware, sie spricht dem Tier sein Leben und Leiden ab. Sein Sterben verkommt zur zynischen Maßeinheit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit: 1300 Schw./S., 50 Mio. Schw./Jahr, 1,25 Euro/kg Schlachtgewicht.

»Bedingt durch die besonderen Eigenschaften des empfindlichen Rohstoffs Fleisch sind die Anforderungen an die Technik sehr hoch, doch die Hersteller haben mittlerweile eine ganze Palette interessanter Lösungen für die Fleischverarbeitung entwickelt.« (IFFA-Zeitung)

Wenn der Rohstoff durch Spitzenköche veredelt wird, ist die Entfernung zum Tier maximal: Wer fühlt Angst und Leid, wer riecht das Gedärm, wer hört die Schreie hinter Kalbsbraten in Barolosoße? Wer wollte die Kultur, die Krone der Zivilisation, in Frage stellen?

In einem Schlachthof schneidet ein Arbeiter alle paar Minuten einem Tier die Kehle auf, in Großbetrieben alle paar Sekunden. Es ist der einzige Arbeitsschritt, den der Mensch erledigt. Auch er ist Teil der Routine, der reibungslose Ablauf verhindert das Nachdenken, die Entscheidung ist durch die Automatisierung getroffen. »Der Mensch sah sich zum bloßen Komplizen gemacht, der sich dem Tempo und den Vorgaben des Fließbandes anzupassen hatte«, beschreibt der US-Ökonom Jeremy Rifkin die Beschleunigung des Massenschlachtens in seinem Buch »Das Imperium der Rinder«. Rifkin hat herausgefunden, dass viele bedeutende technische Erfindungen nicht, wie oft behauptet, in der Stahl- und Autoindustrie erstmals zum Einsatz kamen, sondern in Schlachthöfen: Das erste Ding, das auf einem Fließband transportiert wurde, war ein totes Schwein.

In seiner Autobiografie »Mein Leben und Werk« schrieb der Automobilpionier Henry Ford 1923, dass er die Anregung zur Einführung der Fließbandproduktion bei dem Besuch eines Schlachthofs in Chicago erhalten habe, dort, wo Mitte des 19. Jahrhunderts das industrielle Töten von Tieren nicht gekannte Ausmaße annahm. Von der Eröffnung der ersten Union Stock Yards 1865 bis zum Jahr 1900 wurden 400 Millionen Tiere geschlachtet. In Deutschland werden jedes Jahr 50 Millionen Schweine, 3,7 Millionen Rinder und Kälber und 480 Millionen Hühner geschlachtet. 60 Kilo Fleisch isst der Deutsche im Schnitt pro Jahr.
Halle 8.0 D 54. Die Firma Banss Germany zeigt einen Film über den Automatischen Betäubungsrestrainer BRT (BRT-1-T: bis 350 Schw./ S., BRT-2: bis 500 Schw./S., BRT-3: bis 650 Schw./S.). Darin wird Schwein an Schwein auf einem Förderband (»stufenlos verstellbare Geschwindigkeit«) fixiert und durch einen langen dunklen Tunnel (»Beruhigungsstrecke«) zum automatischen Elektroschock (»Überwachung mit digitaler Datenaufzeichnung«) geschoben, dort in Position gebracht, von einer automatischen Betäubungszange (»Optimale Erkennung der Tiere durch Kombination Lichtgitter und Ultraschallsensoren«) unter Strom gesetzt. Man sieht ein Schwein nach dem anderen aus dem Tunnel kommen und in die Stromzange genommen, sein Entsetzen vermischt sich mit dem Aufbäumen seines Körpers. Ein Mann von Banss grinst und sagt, man müsse ein Schwein nur anderen Schweinen hinterherlaufen lassen, dann läuft es in den Tunnel. »Schweine«, sagt er und lacht, »die sind eben dumm.« Schweine, das haben Forscher herausgefunden, haben vergleichbare kognitive Fähigkeiten wie Primaten. Sie sind schlauer als jede Katze, aber geschenkt, der Mensch hat beschlossen, dass Katzen anmutig und klug sind und Schweine dumm und schmutzig.

Zwei Frauen schlendern durch den Messegang. Eine sagt: »Gut, dass hier keine Tierschützer sind.« Die andere lacht. Eine andere Frau steht gelangweilt vor einem Bildschirm und schaut zu, wie im Sekundentakt kleinen Kälbchen ein Metallbolzen ins Hirn geschossen wird, man kann die Angst in ihren Augen sehen, bevor sie leblos zusammenbrechen. Neben ihr quengelt ihr kleines Kind im Kinderwagen. »Was ist denn schon wieder? Du kannst es doch sehen!« Am nächsten Stand wird das Kind eine Wurst probieren, die von einer Messeneuheit mit einer Tigerente aus Fleisch verziert wurde.

Wo bleibt das Entsetzen? Wo bleiben Empathie und Mitgefühl? Wo bleibt die Tierliebe, die ein Eisbärenbaby im Berliner Zoo in den deustchen Herzen entfacht hat? Was unter scheidet Knut von fünf Monate alten Kälbchen, sechs Wochen alten Spanferkeln, acht Wochen alten Milchlämmern? Gar nichts. Nur die Tatsache, dass der Mensch das Eisbärenbaby so willkürlich aus der anonymen Masse der Tiere gehoben hat, wie er andere millionenfach züchtet, einsperrt, tötet und isst. Einen winzigen Augenblick gesteht der Mensch, die Krone der Schöpfung, einem Tier ein individuelles Leben zu – wie sonst seiner Katze oder seinem Hund. Die anderen fasst der Mensch als »Nutztiere« zusammen, sie sind in dieser Logik nur nachwachsender Rohstoff. Würde der Mensch das Tier als Individuum anerkennen, er müsste sich beunruhigende moralische Fragen stellen. Doch die Kluft, die der Mensch seit Jahrhunderten zwischen sich und das Tier gelegt hat, seit er sie zu seinem Zweck domestiziert und sich selbst damit zivilisiert hat, »war die bislang beste Rationalisierung der Ausbeutung der Tiere durch den Menschen«, schreibt der amerikanische Historiker Charles Patterson in seinem Buch »›Für die Tiere ist jeden Tag Treblinka.‹ Über die Ursprünge des industrialisierten Tötens«. Der Mensch ernannte sich zum Herrscher der Erde und alle Wesen zu seinen Untertanen. Er stufte Tiere als niedrige Lebensform ein, je kleiner, desto minderwertiger. Er bezeichnete sie als Ding und sein Eigentum. Er sprach ihnen die Unsterblichkeit ab, die er sich zulegte, die Seele, den Schmerz, den Verstand, den Lebenswillen und sowieso die Vernunft. »Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen«, steht in Paragraf eins seines Tierschutzgesetzes. »Vernunft« ist das Wesen menschlichen Denkens. Der Mensch erklärt sich mit dem Begriff in einer totalitären Logik selbst zum obersten Prinzip: Nur er entscheidet, was vernünftig ist. Tiere jeden Tag zu zigtausenden zu töten, um sie zu essen, gehört unbedingt dazu. In Paragraf vier steht: »Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden.« »Humanes Töten« ist das Moralmodul im Schlachtprozess. »Humanes Töten« heißt, dass es den Tieren am Abend vor dem Tod schön gemacht wird im großen Stall auf dem Schlachthof, damit sie nicht gestresst sind. »Humanes Töten« ist ein Spiegel am Ende des letzten Ganges, auf den Schweine zurennen, weil sie denken, dort wären ihre Freunde. »Humanes Töten« heißt, dass viele Schweine gemeinsam in die Gasgrube gefahren werden. »Humanes Töten« heißt, dass sie mindestens 70 Sekunden in der Grube bleiben. Das will die Tierschutzschlachtverordnung, der Mensch kann nicht sehen, wie sich tief unten die Tiere in Panik winden, weil sie keine Luft bekommen. Wenn dieser Begriff der Nächstenliebe und Barmherzigkeit für eine Methode des Tötens gebraucht wird, geht es immer darum, es zu rechtfertigen. Die Giftspritze bei der Todesstrafe. Den »Nahschuss ins Hinterhaupt« von DDR-Delinquenten. Chemische Waffen. Die Massenvernichtung im Dritten Reich. »Humanes Töten« soll heißen, die Opfer leiden nicht. In Wahrheit erleichtert es den Tätern das Töten und macht es für die Gesellschaft akzeptabel.

An einem Stand steht ein Modell einer Anlage zur Tierfutterherstellung. Was der Mensch nicht gern isst, Innereien, landet im Hunde und Katzenfutter. »Je mehr sich der Mensch entwickelt, desto mehr entwickelt sich das Tier, drum kriegt das Tier das Beste«, sagt der Mann am Stand. Eine Dose Katzenfutter kostet im Supermarkt zum Teil mehr als ein Schweinerücken. »Das Tier«, sagt der Mann, »das geht dem Menschen eben über alles.«

von Kathrin_Hartmann


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Kommentare

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Polle

RE: 400 Schweine/Stunde

mir ist schlecht

20.10.2007 16:51 Uhr

07erLeichtert

RE: 400 Schweine/Stunde

Ich schließ mich an... KOTZ

20.10.2007 17:01 Uhr

MattiB

RE: 400 Schweine/Stunde

Ein sehr einseitiger Bericht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Autorin Veretarierin oder Veganerin ist und kategorisch die Fleischindustrie ablehnt.
".. der Mensch kann nicht sehen, wie sich tief unten die Tiere in Panik winden, weil sie keine Luft bekommen" (aus dem Artikel) .
Natürlich nicht, schließlich winden sich die Tiere nicht in Panik! Es ist CO2, die Tiere werden müde und dann bewusstlos. Von keine Luft bekommen kann hier keine Rede sein. Die Tiere Atmen, nur eben ein anderes Gas. Davon merken sie aktiv nichts (genau wie Menschen).
Unverschämt finde ich dann den unterschwelligen Bezug zu Tötungsmaschinerien im dritten Reich. Bei der Fleischindustrie geht es um Nahrung, nicht um die Ausrottung von Ethnischen Gruppen.
Der Autorin ist wohl der Vergleich zwischen der heutigen "humanen Tötung" und dem schlachten vor dieser Zeit nicht ganz klar. Früher wurden die Tiere bei vollem Bewusstsein fixiert, ihnen wurde der Hals aufgeschnitten, der Kopf abgeschlagen, usw. Ganz anders, als die heutigen Methoden!
Der Mensch lebt nun mal in einer Gesellschaft, die nicht mehr Landwirtschaftlich geprägt ist. Eine Industrialisierung der Schlachtarbeit ist da die natürliche Konzequenz, um Bedarf zu befriedigen.
Die Beurteilung der Absurdität liegt selbstverständilch im Auge des betrachters.

21.10.2007 14:35 Uhr

Nachtschattenartige

RE: 400 Schweine/Stunde

"Schweine werden zunehmend in sogenannten CO2-Anlagen betäubt (Backloader). Die Schweine werden in kleinen Gruppen (mind. 2 max. 8 Tiere) in sog. Gondeln (Paternostersystem) in die Tiefe einer Grube befördert, in der sich das Gas befindet, das schwerer als Luft ist. Hauptsächlich an Schlachthöfen mit schnellen Bandgeschwindigkeite n, wird CO2-Betäubung eingesetzt. In dieser Grube verlieren sie dann das „Bewusstsein“. Anschliessend werden die bewusstlosen Tiere wieder hochgefahren und automatisch aus der Gondel gekippt. Diese Methode ist umstritten, da die Tiere noch mehrere Sekunden mit Atemnot nach Luft schnappen, bevor durch die Einatmung des Betäubungsgases eine Absenkung des pH-Wertes im Blut und damit auch im Gehirn bewirkt wird, woraus ein Verlust des Wahrnehmungs- und Empfindungsvermögens („Bewusstlosigkeit“) resultiert. Sie werden anschließend im Hängen durch Schnitt durch die Halsschlagader entblutet, was dann zum Tod führt. Untersuchungen haben ergeben, dass der Kontakt mit dem CO2 Stress bei den Tieren auslöst, welcher durch Verwendung des Edelgases Argon, welches genauso gut betäubt, vermieden werden könnte."
http://de.wikipedi a.org/wiki /Schlachtung

Wenn du nicht schon selbst dabei warst und es besser weißt, dann red nicht so einen Müll.
Von wegen die merken gar nichts...

Außerdem viel besser als humane Tötung und das Töten von früher wäre folgendes: Überhaupt nicht mehr töten.

Was für ein Recht haben wir denn wehrlose Lebewesen auszunutzen?

10.11.2007 11:18 Uhr

NeonBlond

RE: 400 Schweine/Stunde

na, jetzt sind einige wieder erschüttert, essen einen tag kein fleisch und dann geht es weiter. mhh.

21.10.2007 18:30 Uhr

herzklappe

RE: 400 Schweine/Stunde

nein. sie essen eine woche lang kein fleisch und halten sich anschließend für "buddhisten".
wir wissen ja nun alle, wie das läuft mit der massentierhaltung, profit und daß tierquälerei lediglich "sachbeschädigung" ist. entweder verhalten wir uns dazu oder wir lassen es bleiben. das ist der lauf der dinge in einer vollgefressenen wohlstandsgesellscha ft. die leute wollen fressen. schnell und billig. das ist auch schon alles. wer sich vorgestellt hat, daß das alles ganz soft und liebevoll abgeht, ja, wo hat der nur gelebt?

24.10.2007 00:21 Uhr

Portfolio

RE: 400 Schweine/Stunde

Sehr interessanter Artikel. Ich persönlich esse kein Fleisch. Ich habe auch eine sehr lange zeit keine Milch getrunken, keine Eier gegessen, auf Käse verzichtet, Jogurt und all den anderen Kram. Einfach aus Respekt.
Diesen Respekt hab ich immernoch, auch wenn ich ab und zu ne Scheibe Käse auf mein Brot nehme.

Aber ich danke der Verfasserin, die vielleicht den gleichen Respekt vor Tieren pflegt und hilft denjenigen die Augen zu öffnen, die einfach zu schwach für ein Gewissen sind.

23.10.2007 18:36 Uhr

haihappen6

RE: 400 Schweine/Stunde

Das ist wirklich das erste mal das ich mich wirklich über einen Artikel in der Neon ärgere!
Was soll denn die Konsequenz sein? Kein Fleisch mehr essen, weil die Armen Scheien geschlachtet werden? Mein Gott, würden sie nicht gezüchtet werden, würde es die Schweinerassen vermutlich gar nicht mehr geben! In freier Wildbahn würden sie sich nicht halten können und aussterben. Ganz einfach.
Und wenn die Autorin die heutige Zivilisation anklagt, mein Gott, in der Steinzeit war es doch nicht anders! Da wurden auch Rinder und Schweine gehalten und die wurden sicherlich nicht besser behandelt.
Und dann noch dieser Vergleich zwischen der Schlachtung der Tiere und dem Holocaust... unglaublich.
Bitte in den nächsten Ausgaben nicht solche absurden Artikel!

24.10.2007 17:22 Uhr

Portfolio

RE: 400 Schweine/Stunde

Natürlich ist der Bericht etwas pareiergreifend geschrieben. Das sollte ja auch keine Werbung für ne Schlachterei werden. Diskussionen sind auch erwünscht oder? Geht es nicht eher darum, Menschen an das Thema heranzuführen, die sich einen Dreck darum scheren was sie essen?

Und ach ja.. Nur weil man etwas schon immer macht / glaubtheißt das nicht dass es richtig ist. Natürlich unterscheide ich auch zwischen Mensch und Tier, aber dein ignorantes Gewäsch grenzt wirklich an Absurdität.

25.10.2007 10:47 Uhr

herzklappe

RE: 400 Schweine/Stunde

der unterschied besteht darin, daß die menschen in der steinzeit keine profitable massentierhaltung praktiziert haben. sie haben nicht zig tiere in einen fetten laster gepfercht, die tiere nicht mit psychopharmaka vollgeballert (schweine sind hochgradig stressanfällig) und sog. "gammelfleisch für einen satten batzen kohle verhökert.
bei dieser holocaust-geschichte kann ich mir allerdings auch nur noch an den kopf fassen.

26.10.2007 11:52 Uhr

turninto

RE: 400 Schweine/Stunde

du tust mir weh..

08.11.2007 05:49 Uhr

turninto

RE: 400 Schweine/Stunde

ach, das steht jetzt am falschen platz... schade und tut mir leid.

08.11.2007 05:57 Uhr

VectorLove

RE: 400 Schweine/Stunde

ja ja, da weint die neon leserschaft dann...
und wetten dass dann doch jeder abends wieder die salami aufs brot nimmt, mcdonalds besucht und da ist das auch nicht mehr sooo schlimm..
pervers finde ich dass sich dann 4 seiten später wieder ne werbung von mcdonalds befindet...

aber der artikel war interessant, wenn auch nicht neu aber schön dass es mal in der neon war...
leider äusserte die sich in den letzten jahren immer wieder anti-vegetarisch bzw hat diese ins lächerliche gezogen....

29.10.2007 10:40 Uhr

turninto

RE: 400 Schweine/Stunde

oh maaaaaan, was für ein artikel!!!
das ist einer der besten artikeln, der ich in meinem leben je gelesen habe, überhaupt. echt, der sollte einen preis bekommen.
ach... und dann noch mit kafka zitat, einfach GENIAL!!! danke! danke! danke!


wisst ihr, in der schweiz, da gibts eine armee und die haben mal eine überlebenswoche gemacht, will heissen, man hat die rekruten in den wald geschickt, damit sie dort eine woche überleben können. damit sie nicht verhungern müssen, gab man ihnen ein schaf mit. nach einer woche waren die rekruten dünn wie noch nie und das schaf war noch am leben. es war kein vegetarier unter ihnen, sie haben es einfach nicht geschafft, dass schaf zu töten, nicht übers HERZ gebracht, sagt man.

und darum geht es, finde ich, ich habe nichts gegen fleisch essen, wenn man denn das tier auch eigenhändig getötet hat. so verdammt viele idioten, will sagen arschlöcher, fressen jeden tag schweine und hühner und würden es nie im leben schaffen, auch nur eines zu töten und das ist einfach... ach... das ist einfach so.

08.11.2007 05:47 Uhr

ronzo

RE: 400 Schweine/Stunde

man merkt einfach mal wieder, dass viele Leute einfach keine Ahnung mehr haben was sie essen. Jeder sollte bewusst für sich die Entscheidung treffen was er isst. Ich hab als Kind schon mal einem Bauern beim schlachten zugesehen und war etliche Male angeln. Leute denen schlecht wird , wenn sie sehen was sie essen, sollen halt Vegetarier werden. Man könnte grade meinen unsere Schneidezähne seien zum Karoffeln schälen gedacht.
Wir sollten alle froh sein, dass wir uns den Luxus leisten können zu wählen, ob wir Fleisch essen, oder nicht.(Solche Sätze gehen auch nur im deutschen)
Es hat wahrscheinlich keiner ernsthaft erwartet, dass die Schweine totgekuschelt werden.

12.11.2007 22:40 Uhr

nicsa

RE: 400 Schweine/Stunde

Von wegen die sind betäubt und merken nichts, wie naiv oder ignorant kann man sein...
http://vegetarisch -geniessen .com/0401/artikel/ex schlaechte rpacktaus/index.html

04.02.2008 10:10 Uhr



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