"Hass entspringt immer aus Liebe." ???
oder "Man kann nur jemanden hassen, den man einmal geliebt hat."Sowas steht tatsächlich bei einem Mädel unter "Vom Leben gelernt...".Was ist das für eine Weisheit???Wie lassen sich diese zwei extremen Gegensätze - Hass u. Liebe - zu dieser Aussage vereinen? Was hat Hass mit Liebe zu tun? Wie kann es sein, dass eine einstige Liebe Hass ermöglicht?Bezieht man es auf die Verletzbarkeit des Menschen, der geliebt hat?Drückt sich der Schmerz aufgrund einer Verletzung in Hass aus? und -wenn ja: Ist das nicht purer Egoismus?!Habt ihr Erfahrungen damit gemacht?Ich nicht, deshalb kann ich diese Aussage aus der Überschrift auch nicht nachvollziehen. Es steht einfach im Widerspruch zu meiner vielleicht etwas idealistischen Vorstellung von Liebe....

Antworten
…ist der erste Begriff, der mir dazu einfällt. Wie jeder weiß ist es bei der Hassliebe so dass man weder mit noch ohne die eine Person kann. Aber meiner Meinung nach ist es kein wirklicher Hass. Der Begriff wird also nur benutzt um zu verdeutlichen wie verschieden die Emotionen in solch einer Situation sind.
28.04.2008, 20:35 von auras_traumAber vielleicht lassen sich Hass und Liebe doch vereinen. Schließlich setzen beide ein starkes Gefühl voraus. Bei der Liebe positiv, bei dem Hass negativ.
Dennoch finde ich sollte man mit dem Begriff Hass vorsichtig umgehen. Es kommt schon mal schnell vor, dass Sätze gesagt werden wie zum Beispiel „Ich hasse Insekten" oder „Ich hasse Ketchup“. Floskeln, völlig bedeutungslos. Und da ist auch Hass nicht als Hass gemeint. Wenn man aber Hass in Verbindung mit eine Person bringt, dann finde ich sollte man das nur tun wenn man die Person wirklich kennt, sich also zuvor eingehend mit ihr beschäftigt hat.
Insofern kann ich dem Satz "Man kann nur jemanden hassen, den man einmal geliebt hat" zu stimmen.
Denn erst wenn man jemanden fast genauso gut kennt wie sich selber, hat man das Recht ihn zu „hassen“ denn alles andere wäre nur aufgebaut auf Vorurteilen. Und solch ein Hass entsteht so wie ich es sehe aus der Verletztheit heraus. Man will als Schutz die Person, die man zuvor geliebt hat, hassen damit einem alles nicht so belastet wie wenn man die Person noch lieben würde. Der so genannte Hass ist also eine Schutzmaßnahme.
Deswegen bin ich dem Begriff „Hass“ auch etwas kritisch gegenüber. Ich meine man verachtet vielleicht dann die Person, sieht nur noch die schlechten Seiten. Aber hassen? Kann man tatsächlich jemanden hassen, den man einmal geliebt hat? Wenn der Hass also eine Schutzmaßnahme ist, dann ist er nicht aus sich selbst entstanden somit also gar nicht richtig vorhanden sondern eben nur teilweise.
Also ich hoffe, ich konnte meine Gedanken etwas klar machen. Ich kann verstehen weshalb das Mädchen denkt, dass es so wäre. Jedoch selber nachvollziehen kann ich es nicht, weil für mich die Erinnerung an gute Zeiten zu präsent wäre als dass ich diese total ausklammern konnte, damit ich eine Person hasse.
@auras_traum auras_traum, ich zitiere dich mal: "Wenn man aber Hass in Verbindung mit eine Person bringt, dann finde ich sollte man das nur tun wenn man die Person wirklich kennt, sich also zuvor eingehend mit ihr beschäftigt hat.
07.05.2008, 19:20 von Innocencely18Insofern kann ich dem Satz "Man kann nur jemanden hassen, den man einmal geliebt hat" zu stimmen."
Ja, aus der Perspektive kann ich dem auch zustimmen. Vor allem sprichst du mir aus der Seele bei deinen Gedanken zur Nutzung des Wortes "Hass". Ich versuche mich immer zu verbessern, wenn ich vielleicht manchmal aus Gewohnheit oder weil ich die Gewalt und die Bedeutung dieses Wortes unterschätze, damit verbal um mich werfe. Prinzipiell finde ich nichts, was ich wirklich hasse...
Und ich glaube nicht, dass man in der Lage sein kann, eine Person, die man einmal geliebt hat, aufrichtig zu hassen.