manao 13.07.2010, 12:23 Uhr 2 0

Blut gegen Geld?

Letztens habe ich in einem Forum gelesen, dass einige Mitglieder des Forums nur Blutspenden würden, wenn sie Geld dafür erhalten.Meiner Meinung nach ist das arm. Wieso muss man Geld dafür nehmen? Das Blut bekommen wir kostenlos wieder. Und der halbe Liter, der gespendet wird, sorgt bei den wenigsten für gesundheitliche Probleme. Wie ist es bei euch? Macht ihr es auch nur für Geld, wie gewisse Damen aus dem Rotlichtmilieu? Oder spendet ihr, weil es euch ein gutes Gefühl giibt, etwas Gutes getan zu haben?

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    In Österreich ist es so, dass man freiwillig Blutspenden gehen kann. Ich gehe auch, auch wegen dem Gefühl, dass man weiß etwas Gutes getan zu haben. Bei uns gibt es danach eine Süßigkeit oder Würstel zu essen, damit man nicht ohnmächtig wird, viele gehen nur wegen dem gratis Essen hin.

    27.07.2010, 18:33 von ichbinsowieichbin
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      @ichbinsowieichbin Ich kenne es so, dass man etwas zu essen und zu trinken danach bekommt und sich ein Geschenk aussuchen darf.

      In einigen Unikliniken kann man wohl gegen Geld Plasma bzw. Thrombozyten spenden.

      Ich spende, weil's mir ein gutes Gefühl gibt und nicht, weil ich mich über das 10. Handtuch so tierisch freue... :-)

      Auch wenn das Blut zum Teil auch wieder verkauft wird vom BRK (bei denen spende ich Blut) so finde ich es trotzdem wichtig und richtig, dass es eben KEIN Geld für die Spender gibt. Schon allein deswegen, weil dann vielleicht der eine oder andere lügen würde, was seinen eigenen Gesundheitszustand anbelangt, damit er auf jeden Fall spenden "darf", was u. U. gefährlich werden kann (für den Empfänger). Bei Entgeltung wären vielleicht mehr Menschen bereit, zu spenden, aber es würden dann vielleicht auch manche Menschen um jeden Preis spenden wollen, obwohl sie aus gesundheitlichen Gründen nicht dürfen.

      27.07.2010, 19:05 von Sheep84
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      @Sheep84 Das Blut wird noch äußerst gründlich untersucht keine Sorge. So schnell geht das nun auch nicht, dass man sich da was einfängt. Zu mindest ist das in Deutschland so.

      27.07.2010, 19:08 von Dendroaspispolylepis
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      @Dendroaspispolylepis Das schon, aber ich denke mir, dass es der eine oder andere mit der Beantwortung des Fragebogens dann vielleicht nicht mehr so genau nimmt, wenn Geld im Spiel ist...

      Hinzu kommt, dass man meiner Meinung nach manche Dinge einfach nicht mit Geld aufwiegen kann.

      27.07.2010, 19:11 von Sheep84
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      @Sheep84 Ich spende im Blutspendezentrum und erhalte Geld dafür. Ja und? Es gibt kein Geld für das Blut, sondern Geld als Aufwandsentschädigung.
      Wie Dendro schon gesagt hat, sind die Regeln ziemlich strickt.
      Vor jedem Spenden (egal was, ob Blut, Plasma, etc) muss ein Formular ausgefüllt werden; über Krankenverlauf (also Krankheiten in Kindheit oder aktuell), über Sexualverhalten, über Kontakt mit sog. Risikogruppen und so weiter. Danach muss man zu einem im Nebenraum sitzenden Arzt, der Fragen zum Formular klärt und auch ab und an eine Art Gesundheitscheck macht. Zuvor wird noch Temperatur und Blutdruck gemessen (Bei mir auch das Gewicht, weil man erst mit 50kg spenden darf).

      Beim Spenden selbst wird, bevor irgendein Spendebeutel voll gemacht wird, erst mal Blut entnommen für die Untersuchung.

      Ist man mit dem Spenden fertig, bekommt man seine Quittung und ein Blatt mit zwei Punkten zum ankreuzen: Grün heißt: keine Bedenken über die Spende. Rot ist eben das Gegenteil. (sollte man also vorher irgendwo geflunkert haben, hat man hier die Möglichkeit anonym seine Spende in die Tonne zu werfen).

      Ich hoffe, ich hab nun deutlich gemacht, dass sicherlich KEINE Gefahr besteht, wenn Geld im Spiel ist. Zumal ich auch nie irgendeinen "Assi" oder sonst wen gesehen hab, dem ich noch nicht mal die Hand schütteln wollte.


      So. Und nun zu dem Aspekt, dass man dafür kein Geld geben / nehmen sollte.
      Wie ihr diesen Sommer vielleicht mitbekommen habt, sind die Blutreserven ziemlich zur Neige gegangen. Ich spende also Blut, und bekomm Geld dafür, ein Ansporn, der meinen faulen Arsch bewegt. Und womöglich auch andere Menschen auf die selbe Idee bringt. Fazit: Mehr Spenden, mehr Blut. Also wo ist das Problem?

      Ich möchte noch einen kurzen Vergleich bringen: Oma besucht man auch gerne, und ab und an steckt sie einem auch was zu. Also, warum nicht einfach ein bisschen Taschengeld mit einer guten Sache dazu verdienen?

      (wenn alles etwas sinnfrei sein sollte, bitte ich um verzeihung, bin tot müde aber kann net einschlafen. Also konzentration ist relativ :P )

      02.09.2010, 02:24 von MRDatHexe
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      @MRDatHexe Von mir aus kann man ja Geld bekommen. Aber mir gehts darum, dass manche sagen: nur gegen Geld.
      Aufwandsentschädigung?
      Ich gehe zu Fuß zum DGH, mehr Aufwand habe ich nicht. Danach bekomm ich sogar noch was zu essen, obwohl ich nichtmal auf nüchternen Magen hingegangen bin. (Ja, ich weiß, warum es was zu futtern gibt, hab das genannt, um ein Hungerleiden für den Tag auszuschließen)
      Für mich stellt sich kein Aufwand dar.
      Allerdings kenne ich eine, die extra 35km fährt, zum nächsten Krankenhaus, in dem man spenden kann, damit sie Geld bekommt. Dass das eigentlich total schwachsinnig ist, weil sie ja auch hin und zurück fahren muss, ewig im Auto hockt und Sprit verbraucht, kapiert sie nicht.
      Die kommen doch extra hier aufs Dorfe, damit man nicht groß durch die Weltgeschichte fahren muss.
      (Ich bitte auch um Verständnis bei sinnlosen Argumenten, aber auch ich leide unter Müdigkeit)

      17.09.2010, 20:57 von manao
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      @manao *nicht 35km, 35km ist ein Weg, also 70km.
      Klar, dann brauch ich eine Aufwandsentschädigung. Aber wenn sie doch keine 10 Minuten Gehzeit von hier hier her kommen?

      17.09.2010, 21:01 von manao
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      @manao für studenten ist es doch klasse die schmale kasse aufzubessern und was gutes tun...find ich super

      17.09.2010, 21:05 von krankkey
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      @krankkey Danke krankkey, ich stimmt dir zu.

      26.09.2010, 14:08 von MRDatHexe
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    Ich mache es aus dem guten Gefühl heraus und um mal wieder lachen zu können. Ich hab normalerweise Venen, wo kein Medizinstudent oder SchwesternschülerIn danebenstechen könnte. Aber bei der Blutspende treffen die wenigsten beim ersten Mal. Irgendwie komisch.

    Aber wenn man den Geldaspekt weglassen würde, würden sicher noch sehr viel weniger spenden gehen... ich nehm dann lieber ein Buch oder sowas, zu mindest wird das bei uns so angeboten.

    13.07.2010, 12:27 von Dendroaspispolylepis
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