fairytalecookie 30.07.2008, 12:00 Uhr 3 0

Warum Glaube ich (nicht) an Gott

Ich glaub nicht an Gott so wie die meisten Menschen "ihn" sich vorstellen! Für mich ist das, was von anderen "Gott" genannt wird einfach das Leben..! Wir wissen nicht genau wo wir herkommen und wo wir nach dem tot hinkommen werden... Was mich so richtig böse macht ist, dass viele Menschen sich einbilden wenn sie religiös sind müssen sie alle anderen Glaubensrichtungen verachten.Außerdem entstehn aufgrund falscher interpretation der verschiedenen Religionen viele Konflikte wobei die Religion doch eigentlich unter anderem zum Konflikte lösen erschaffen wurde oder etwa nicht??Religionsmissverständnisse wurde auch oft als Vorwand für einen Krieg verwendet.. Traurig aber Wahr!Aus diesem grund bin ich froh Ohne Bekenntnis zu sein.. aber Glauben tun wir doch alle an irgendwas oder?! ;)

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    Nun ich glaube nicht an Gott.
    Es ist nicht so, dass ich gar nichts glaube aber ich denke, dass Gott und Religion nichts weiter sind als der Versuch die Frage nach "dem Sinn des Lebens" und "dem Leben nach dem Tod" zu beantworten.
    Um diese Gedanken loszuwerden, hat die Menschheit sich ein paar Möglichkeiten einfallen lassen um diese uns quälenden Fragen zu vertreiben.
    Das traurige ist, dass unser Leben doch eigentlich gar keinen Sinn hat. Wir sind so kurz hier auf dieser Welt und unsere eigentliche Bestimmung liegt darin zu fressen und die weitere Existenz unserer Rasse zu sichern. Im Prinzip sind wir doch nur Tiere, welche mit einem "zu großen" Wissen gestraft sind. Deshalb erkennen wir leider die Sinnlosigkeit dieses ganzen Kreislaufes und fragen uns, ob das wirklich alles sein soll.. Naja ja.
    Das "Leben nach dem Tod" im klassischen Sinne ist nach meiner Meinung stumpfsinn. Der Himmel ist nichts weiter, als die Ausrede die man verwendet wenn ein Kind fragt wo die Oma plötzlich hin ist. Es ist eine Geschichte, die dazu da ist die Angst vor dem Tod zu vertreiben. Auch Wiedergeburt im Sinne von einem weiteren Menschenleben klingt für mich unglaubwürdig. Warum sollten wir ausgerechnet wieder ein Mensch werden?
    Was ich jedoch glaube, ist dass wir im ewigen Kreislauf der Natur weiterexistieren. Wir sterben, werden zu Erde und unsere "Atome" in die wir zerfallen, werden wieder zu etwas neuem. So geht es ewig weiter...

    Ganz wissen werden wir es wohl erst im Tod oder überhaupt nie.
    Deshalb sollten wir uns auch nicht so ernst nehmen, und die Zeit die wir in diesem Stadium der Existenz haben, einfach genießen.

    21.04.2009, 20:04 von schwarzkeappchen
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
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      @[Benutzer gelöscht] Ich glaube nicht an Gott.
      Ich denke den meisten ist die "Theodice-Frage" ein Begriff.
      Warum lässt Gott (wenn er existiert) das Leid auf der Welt zu?
      Warum sterben in China fast 100 Kinder bei einem Erdbeben, warum über 200.000 Menschen bei einer Flutwelle, warum...
      Die Diskussion dieser Frage könnte Bücher füllen, deshalb belasse ich es hierbei:
      So lange niemand denkt, er müsse seine Mitmenschen zu seinem Glauben bekehren oder "Ungläubige" in irgendeiner Weise verletzen, kann er von mir aus auch an das heilige Karnickel glauben (das ist jetzt keine Beleidigung an alle Gläubigen - ich respektiere jeden, der seinen Glauben lebt, welcher auch immer es sei.)
      Fanatismus ist auf jeden Fall nicht unbedingt nur religiös, doch in letzter Zeit taucht er oft in dieser Beziehung auf, leider.

      07.11.2009, 00:34 von kino.im.kopf
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      @kino.im.kopf Ja, mir ist die Theodizee-Problematik ein Begriff, dir auch? Diese Frage stellen sich nicht nur Ungläubige , sondern auch zwingend Gläubige. Kierkegaard sagt sogar, dass gerade das Leid der Welt einen in den Glauben treibt.
      So what. Die Theodizee-Frage sollte dazu führen, dass Gottesbild zu verändern und unbedingt lebendig bleiben, um den Glauben lebendig zu halten. Als Schippsel "Theodice" hinzuschemeißen finde ich dann doch ein wenig schwach und zeugt nicht gerade von großer Kenntnis...

      17.02.2010, 19:23 von Ben_Chof
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    Gibt es Gott ? Ich denke ja, auch wenn ich keine Beweise vorlegen kann, darum heißt es ja auch Glaube und nicht Wissen.
    Wir wissen nicht wo wir herkommen und wo wir hingehen, richtig. Aber auch hier habe ich eine Vorstellung, an die ich glaube. Nein, ich glaube nicht an die Orte Himmel und Hölle, aber dass es mit dem Tod einfach aus sein soll, glaube ich nicht. Denn dann würde in meinen Augen das ganze Leben keinen Sinn machen.
    Zu 100% stimme ich mit Dir überein, dass Religionen völlig missbraucht werden von Machthabern, um sich zu bereichern und Krieg zu führen. Egal welche Religion, besonders extrem menschenverachtend finde ich die Sorte, die alles wörtlich nimmt. Als Christ (und als solcher bezeichne ich mich) kann ich da beispielsweise auf allseits bekannte Texte aus der Bibel Bezug nehmen: „Macht Euch die Erde untertan“ diente scheinbar dazu, Kreuzzüge zu führen, andere Menschen zu ermorden und zu unterdrücken und sich einzubilden, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein. Dass man seinen nächsten aber lieben soll wie sich selbst, eines der Gebote, und unzählige Stellen in der Bibel, die alles andere besagen als dass man als mordende Bestie durch die Weltgeschichte reisen soll, werden da dann völlig unwichtig. Im Gegenteil, die Institution des Papstes nimmt für sich in Anspruch, im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, dass also alles was der Papst sagt direkt von Gott kommt und somit unumstößlich und ewig Wahr ist. Das galt zu Zeiten der Kreuzzüge und der Hexenverbrennungen genauso wie heute, wo der Papst Kondome verteufelt und propagiert, dass Aidskranke ohne Kondom mit ihrer Ehepartnerin Verkehr haben sollen.
    Aber auch andere Religionen können das gut, auch wenn sie keine Institution wie den Papst haben, dafür aber einen „heiligen Krieg“, fast so wie das Christentum ihn auch mal hatte.
    Seiten könnte man mit dem Thema füllen ... dass das aber nichts mit der Religion zu tun hat, wie sie mal gedacht war und ist, ist glaube ich in diesem Thread unstrittig.

    Ohne Bekenntnis sein ... nun, formal einer Kirche angehören ist eine Sache, persönlich zu glauben eine andere. Trotzdem, ich bin noch in der Kirche und ich glaube an Gott.
    Kirchengänger bin ich nicht bzw. extrem selten, und ich glaube bei weitem nicht alles was in der Kirche gesagt wird. Bei einem Test, der kurz vor der Konfirmation anstand, habe ich den Pfarrer geschockt: Wie bekamen einen Zettel mit ein paar Fragen zur Religion, wo wir die richtigen Fragen per multiple choise beantworten mussten. Eine der antworten war „ich glaube an die Wiedergeburt“. Natürlich war offensichtlich, dass das eine falsche Antwort war, aber ich habe sie bewusst angekreuzt. Nicht um zu verhindern dass ich konfirmiert werde, sondern mal ein Gespräch mit dem Pfarrer zu führen. Konfirmiert wurde ich übrigens trotzdem.
    Im Erwachsenenalter habe ich mich entschieden mich mit dem Gauben auseinanderzusetzen. Das kann man am Besten mit anderen Leuten, aber die Kirchengänger schienen mir eher ihre vorgefasste Meinung zu haben. Doch bevor ich wirklich bereit war an Gott zu glauben, brauchte ich ein par Antworten. Beispielsweise auf die Frage, wie Gott das Elend zulassen kann, was auf der Erde geschieht. Was sind Himmel und Hölle ? doch sicherlich keine Orte .... und was hat das mit dem ewigen Gericht auf sich ? wiges Feuer, ewige Strafe ... was hat es überhaupt mit der Ewigkeit auf sich ? Worin besteht denn nun der Sinn unseres Daseins, unseres Lebens ? Wozu ist der Glaube gut, und was kann er überhaupt bewirken ? Gibt es eine Seele, die nach dem Tode weiterexistiert ? Und sind die Christen nicht eigentlich völlig irre, wenn sie behaupten dass Gott aus 3 Teilen besteht, nämlich Vater, Sohn und heiliger Geist, die wie eigene Persönlichkeiten handeln ?
    Auf all diese Fragen habe ich für mich persönlich glaubwürdige Antworten gefunden. Seitdem nenne ich mich bewusst evangelischer Christ, auch wenn ich nicht in allen Punkten mit der Kirche in Glaubensfragen einer Meinung bin. Meinungsverschiedenheiten sind für mich kein Grund auszutreten, sofern man sich in den Grundlagen einig ist: im Glauben an Gott. An Jesus. An Gottes Wort. Wie man Gottes Wort, die Bibel, nun interpretiert, ist eine ganz andere Frage.
    Doch grundsätzlich gilt für mich: Ohne Bekenntnis, also ohne Glaube, würde mir heute etwas fehlen.

    04.03.2009, 12:59 von Cyro
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    Um deine letzte Frage zu beantworten, ja, es gibt wirklich Menschen die an nichts glauben. So einfach ist das. Die nennt man dann in ihrer schwachen Form Agnostiker, oder in ihrer ausgeprägteren Form Atheisten. Ich persönlich bin Zweiteres. Leider ist es sehr schwierig anden Menschen begreiflich zu machen dass man "an wirklich nix glaubt", und damit ein sehr ausgefülltes und schönes Leben führen kann.

    Ich persönlich finde dass gerade im "nicht glauben" sehr viele Antworten finden kann, vorausgesetzt man macht sich die Mühe und denkt ein bisschen nach.

    Zum Beispiel deine Frage nach dem Leben nach dem Tod, hat für mich eine ziemlich einfache und einleuchtende Antwort: Du bist nicht mehr da! Diesen Zustand müsstest du eigentlich ziemlich gut kennen, denn du warst schon mal tot. Das war die Zeit bevor du geboren wurdest, da warst du nämlich schlicht und ergreifend nicht existent. Ende der Geschichte, traurig aber wahr. Ich persönlich finde den Gedanken (irgendwann wieder) nicht existent zu sein nicht sonderlich erschreckend, da mir dieser Zustand vor meiner Geburt nicht das Geringste ausgemacht hat.

    Deine nächste These mit den Kriegen finde ich nicht schlecht, und lässt sich noch ein bisschen ausweiten: Mir ist noch nie zu Ohren gekommen, dass irgend ein Mensch jemals etwas schlechtes getan hat, weil er an NICHTS glaubte.
    Das bedeutet natürlich nicht, das Bekenntnisslose nur Gutes tun, aber ein Motiv dafür andere zu diskriminieren, zu verfolgen oder zu verurteilen wäre aus dem Weg geräumt.

    Würde mich über mehr Beiträge oder Kritiken freuen...

    11.11.2008, 16:08 von RobivanKenobi
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      @RobivanKenobi Zunächst ist deine Definition von Agnostiker schlichtweg falsch und die von Atheist im klassischem Sinne auch :).
      Agnostiker sagen lediglich es gibt keine Erkenntnis, weder über die Existenz noch über die Nichtexistenz Gottes (recht liberal). Ein Atheist hat lediglich kein anthropomorphes Gottesbild, aber der Begriff ist ja bereits trivialisiert.
      So what, die Behauptung Religion sei schlecht, weil in ihrem Namen böses getan wurde und wird, ist falsch. Der Mensch wird immer jegliches Machtpotential ausnutzen, um zu manipulieren oder sich zu bereichern. Das Problem ist aber der Mensch und nicht die Religion. Auch im Namen der Wissenschaft wurden und werden grausame Dinge getan. Ohne Rechtfertigung vor G`tt oder den Menschen, sondern nur dem vermeintlichen Fortschritt.

      An nichts zu glauben, bedeutete den Sinn des Lebens zu verleugnen. Der Glaube an den menschl. Verstand oder die Vernunft oder das Leben nach einem Ideal, kann durchaus auch diese Funktion einnehmen. Oder bist du Nihilist?

      Im Übrigen halte ich mich für religiös und bedarf dafür keiner Jenseitsvorstellung. G`tt beschenkt mich im jetzt genug.

      Entschuldigt, aber eure Argumente sind alles andere als tiefsinnig. Ich will bestimmt Niemanden bekehren, Fundamentalisten sind das Schlimmste , was es gibt. Dies muss aber auch für areligiöse Fundamentalisten gelten.

      Shalom

      06.12.2008, 11:50 von Ben_Chof
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