mmmmanu 28.10.2009, 16:31 Uhr 2 0

Warum diese Gruppe

Klassicherweise sind in marktförmig organisierten Gesellschaften Produzent und Konsument eines Guts voneinander getrennt. Mit dem Phänomen Prosuming wird diese Trennung aufgehoben, Prosuming ist das Teilhaben des Konsumenten am Produktionsprozess, allgemeiner: der Konsument wird in Entwicklung, Produktion und/oder Verkauf und Vertrieb eines Produktes mit einbezogen, jedoch ohne in Form von Geld entlohnt zu werden.Beispiele hierfür sind Selbsbedienungskassen (wie bei Ikea) oder Mitgestaltungsmöglichkeiten bei Modeprodukten (wie bei Nike-Turnschuhen). Auch im WWW ist Prosuming weit verbreitet. So bedienen sich etwa Unternehmen Online-Communities um Informationen für die Optimierung ihrer Produkte zu erhalten. Auch Online-Rollenspiele können als Prosuming-Phänomen begriffen werden, da diese aktiv von den spielende KonsumentInnen mitgestaltet werden.Prosuming ist keine Besonderheit mehr, aber trotzdem eine relativ neue moderne gesellschaftliche Erscheinung. Doch was bedeutet Prosuming überhaupt für die Beteiligten? Ausbeutung? Selbstverwirklichung? ...Habt ihr Erfahrungen gemacht? Was denkt ihr darüber?

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    Wenn wir ehrlich sind, sind wir alle Teinehmer des sogenannten Phänomens Prosuming.
    Stellt sich die Frage warum wir in einer selbsterschaffenen Welt von Individualisten, einem solchen streben hinterher eifern.
    Im Endeffekt bewegt sich die individuelle Gestaltung des zu erwerbenden Produktes trotz allem in einem Massenkompatiblen Rahmen. Also ist es keineswegs eine Art der Selbstverwirklichung, meiner Meinung nach.
    Der Hersteller gewinnt Informationen über den einzelnen und gleichzeitig uber die breite Masse und kann so das Produkt "Kundennah" gestalten. Dies können aber auf Dauer auch nur Großunternehmen leisten.Kleinere Unternehmen , werden bei dieser Art von Vermarktung auf der Strecke bleiben....zumindest wenn der Preis für den Verbraucher im erschwinglichen Rahmen bleiben soll.

    05.11.2009, 16:16 von Stranded
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      @Stranded > Wenn wir ehrlich sind, sind wir alle Teilnehmer des sogenannten Phänomen Prosuming...

      'neon.de' ist als Online-Äquivalent zur Printausgabe ein Paradebeispiel. Das macht die Diskussion auf dieser Plattform auch besonders spannend.
      Während Artikel der Printausgabe von bezahlten RedakteurInnen geschrieben werden, sind es bei der Online-Ausgabe unbezahlte UserInnen. Die Artikel erscheinen unter dem Label 'neon'.
      'neon.de' UserInnen sind demnach ProsumentInnen. D.h. alle, die nicht nur die Community-Funktionen nutzen, sondern aktiv Beiträge verfassen, welcher Art auch immer.

      Für nicht angemeldete NutzerInnen der Seite mag womöglich noch nicht einmal unbedingt klar sein, dass die Beiträge nicht von den RedakteurInnen der Printausgabe verfasst sind...

      30.11.2009, 12:53 von mmmmanu
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      @[Benutzer gelöscht] ....was genau soll das denn heißen?

      Ich denke das du mit deiner Prognose gar nicht so verkehrt liegst, nur... ist die Verkreuzung,Verstrickung (what ever) von Konsum und Produktion nicht evtl. eine Schleichende Vorstufe zu den Kollektiven Formen die du fokussierst?
      Das Gleichmachen von Privater und Produktiver Sphäre? Ist das nicht bereits die urdeutsche Vereinsmeierei...nur bisher ohne Institution, weil es diese eben gar nicht (noch nicht?Nicht mehr?) braucht? Weil die Menschen sich freiwillig hergeben und auf die Arbeitsplätze anderer eh pfeifen.... ?? **

      03.11.2009, 19:19 von LocoRiots
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