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Um hier mal einen Anfang zu schaffen:Wie seid ihr zur "dunklen Seite der Literatur" gekommen?Ich habe irgendwann einen Lovecraft in die Finger bekommen. Welche Geschichte das war, weiß ich nicht mehr. Habe viel von ihm gelesen, entgegen dem Rat einer anderen Leserin, die sagte, dass man sich verändere, wenn man viel Lovecraft lese. Das habe ich nach einigen Romanen ohne Zwischenlektüre auch bei mir feststellen können. Habe dann wieder anderes gelesen, aber ich komme immer mal wieder auf Lovecraft zurück. Konntet ihr an euch Ähnliches beobachten?

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Genau kann ich nicht mehr datieren, ob mich zuerst Poes Raven in seinen Bann gezogen und ich dann auf den noch dunkleren Pfad des Howard Phillips kam, oder andersherum... aber auch mir wurde von Lovecraft abgeraten - ich war jung und mein Bruder besorgt - ich solle doch nicht von kannibalistischen, kranken Lovecraft-Geschichten lesen :) mit so einer Aufmunterung konnte ich natürlich nicht anders, als seine Werke zu verschlingen (liebe übrigens seine Kurzgeschichten mehr, wenngleich seine langen Geschichten einen ganz anderen Zauber zu kreieren vermögen). Und verändern tut man sich vielleicht, das ist möglich... oder die anderen Menschen verändern sich: bin ich schliesslich Schuld, wenn die anderen meine Besorgnis nicht verstehen, WAs wir wecken könnten, wenn Bill Gates seine Temperatur verändernde Uterwasserstationen (geplant gegen Stürme) in Betrieb setzt und das in der Tiefe Liegende damit stört...
23.08.2010, 22:40 von NieselhauchMag sein, dass wir Kultisten uns verändern haben, aber irgendwann werden sie alle erkennen müssen, spätestens wenn die Sterne wieder richtig stehen ;) Übrigens, auf wen ich noch verweisen wollte, wenn du schon von Poe ->Lovecraft sprichst (dem übrigens King folgen könnte - ich halte king zwar niht annähernd begabt wie die beiden ersteren, aber so wie H.P. in seinem Aufsatz Poe würdigt, so pries King Lovecraft als eines seiner Vorbilder an!) jedenfalls wer nach Richtung Poe geht, aus der viktorianischen Linie allerdings, ist der untergegangene Autor Algernon Blackwood... wie der genau reinpasst? Neben dem, dass er ein Großmeister der schauderhaften Literatur ist (nicht so krass wie Lovecraft, mehr subtil und Grundlegend für Späteres, er schuf sozusagen den Übernatürlichen Horror) neben diesem Faktum preist ihn eben auch Lovecraft in eben dem selben Werk wie auch Poe an (wie heisst es noch gleich? Supernatural Horror?) Nur o am Rande erwähnt, weil ers mehr als verdient hat :)