Buddismusbücher ohne Eso-Mief
Hallo, gibt's eine Möglichkeit, ein junger Mensch zu sein und sich in spirituellen Gefilden einen Weg zu bahnen, der Räucherstäbchenesoterik und CVJM-Gesprächskreise elegant umkurvt? Ja, aber wenn man sich z.B. für Buddhismus interessiert, muss man sich oft durch Bücher kämpfen, die in den immergleichen salbadernden Worthülsen übers Loslassen faseln. Das geht aber auch anders! Es gibt Buddhismus, der mitten im Alltag stattfindet, es gibt buddhistische Lehrer, die Tatoos tragen, mit dem E-Bass Punk-Musik machen und sich in japanische Monsterkostüme stecken. So ein Autor ist zum Beispiel Noah Levine und wer darüber mehr wissen mag, findet einen kleinen Artikel unterhttp://www.neon.de/kat/freie_zeit/literatur/317179.htmlAndreas

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Danke für den Tipp!
31.08.2010, 10:00 von sabrina1980Also, wenn man zum Thema Buddhismus-bücher was schreibt... nunja, kümmert man sich um eine schwierige Sache, wenn man dabei "Eso-Mief" weglassen will. auch ich finde, dass es durchaus fragwürdige Bücher zum Thema buddhismus hier in Deutschland gibt - aber das sind nicht nur und nicht alle esoterischen Bücher (esoterisch bedeutet ja, dass es sich um Wissen handelt, dass für eine bestimmte Gruppe bestimmt ist, ein auserwählter Kreis - im Gegensatz zum exoterischen - wenn ich mich recht erinner) Und es gibt auch heututage noch sehr viele Buddhismus Schulen, die sehr eigen sind, was Informtionen und Wissensweitergabe angeht (ab nem bestimmten Grad machen das ja fats alle Religionen und Schulen - der Vatikan macht ja auch nichts anderes...) berühmte Schule mein ich könnt man zB die Yamabushi aufzählen... japanische Buddhisten, die eigentlich hauptsächlich von Person zu Person lehren, wenn überhaupt (da ist auch viel Eigenentwicklung wichtig, wie in sehr vilen buddhistischen Schulen). Jedenfalls ist es von großer Wichtigkeit, darau zu achten, welcher Buddhismus dem ein oder anderen buch zugrunde liegen sollte. Erstens mal das Land (indischer, chinesisch, japanischer oder tibetanischer wären die größten und wichtigsten meine ich...) und dann die Schul-richtung... am Japanischen Buddhismus verdeutlicht, da gibts ne Menge Unterschiede, sowohl beim glauben als auch bei der Praxis - Amida-Buddhisten zB glauben an die Gande des Amida-Buddha, erhalten also Erlösung durch fremdes zutun (die Gnade Amidas) und Zen-Buddhisten hingegen entwickeln sich selbst weiter, erarbeiten sich ihr Heil also selber... (Eigen-Erlösung sozusagen) so ist die Praxis der Amida-Buddhisten beispielsweise die zahlreiche Anrufung des Amida Buddha (namu amida butsu), nach manchen Schulen reicht auch schon einmal dieser Ausruf, wenn er im glubigsten Zustand erfolgt - die Zen-Buddhisten hingegen meditieren sehr viel (manchmal mit Themen und Gedanken, manchmal vollkommen "leer")... so beeinflusst die Schulrichtung natürlich auch, ob man Askese betreibt, in Mnchsgewand herumpilgert und als Berufung nur udn ausschliesslich Mönch ist (wie man das bei vielen Yamabushi annehmen sollte) oder ob ein Mensch nen ganz normalen Job hat, Alkohol trinkt und furtgeht, meinetwegen wie im Beispiel oben Tattoos, Punk und Monster cosplay mag - was man sich bei den meisten heutigen Schulen vorstellen könnte (zB tendai-shu)...
28.08.2010, 18:12 von NieselhauchWenn übrigens jemand etwas vom indischen und chinesischen Buddhismus erzählen möchte, daran wär ich sehr interessiert - also zur heutigen Situation :)