SteveStitches 20.06.2008, 19:13 Uhr 2 0

im Gedenken Bukowski ähnliche Gedichte, Texte

Kein GedichtIch möchte immer mit ihr schmusen,denn sie hat so einen prächtigenMund.Aber kuscheln will sie nur in Maßen,nie will sie mir einenKuchen backen.Sie will immer nur shoppen,ich würde aber lieber mit ihr reden.Oft wird sie zur üblen Zicke,nur weil ich mit anderen Frauenein Bier trinken gehe.

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    • 0

      @Sal_Paradise du hast nicht gründlich genug recherchiert...
      ...zwischendurch hat er auch mal gekackt...ganz selten was gegessen...und ab und zu war da noch was mit frauen.
      ...aber das ist eher nicht erwähnenswert.

      ohhhh....moment...
      ...und er hat irgendwann nen computer gehabt. das war abgefahren.

      18.01.2009, 02:09 von Der-Steppenwolf
    • Kommentar eines gelöschten Benutzers
    • 0

      @Sal_Paradise nee nee....den computer hat er echt geil gefunden...
      ...den hat er nur noch benutzt -ausser als der mal ein problem gemacht hat und der technick-futzi erst wann anders kam.
      ...da hat er doch nochmal die schreibmaschine benutzt.

      ....und die katzen hab ich zu erwähnen vergessen.

      18.01.2009, 02:14 von Der-Steppenwolf
  • 0

    Hallo Brüderchen,
    hier ein Text für deinen Thread:

    Buschfeuer

    In mir
    glüht es.
    Komm zu mir,
    bring mir dein Feuer.
    Entfache mein Geschlecht
    mit deiner Geschicklichkeit.
    Lodern will ich von den Zehen
    zu den Brustspitzen und weiter.
    Wir werden beide brennen.
    Schüre diese Flammen
    mit deiner Fackel.
    Inferno unserer Körper.
    Auch wenn unsere Liebe
    Morgen nur noch Asche ist.

    21.06.2008, 11:05 von SteffiStitches
    • 0

      @SteffiStitches Danke Schwesterchen, aus purer Dankbarkeit der nächste Text:

      Hefeweizen

      Das Modell
      erklärt ihm:
      Ihr Busen
      wird dadurch fülliger.
      Sie grinst entschuldigend.
      Der Terminkalender ist voll,
      er kann das Shooting mit
      ihr nicht verschieben.
      Sie lacht:
      "Auf den Bildern
      ist es ja nicht zu sehen."
      Er würde gerne mitlachen,
      aber es stinkt
      und der Sound,
      wie ein Pferd.

      23.06.2008, 00:52 von SteveStitches
    • 0

      @SteveStitches BLASPHEMIE

      Demütig kniet sie nieder,
      ergreift den Hirtenstab.
      Er beschwört sie:
      Lass ab von diesem Teufel,
      verschone unsere Seelen.
      Doch sie hält ihn in ihrer Faust,
      nimmt sich seiner an.
      Chöre erquicken seine Sinne,
      während sie andächtig
      ihr Haupt im Rhythmus wiegt.
      Da erschallt die Posaune,
      er jauchzt.
      Danach bittet er sie:
      Komm zur Beichte
      auch nächste Woche.
      Sie zählt die Scheine,
      nickt und geht.

      29.06.2008, 00:11 von SteveStitches
    • 0

      @SteveStitches DAS PROBLEM DAS AUCH HENRY MILLER HATTE
      (ein alter Mann sitzt auf dem Rand seiner Badwanne)

      Mensch Junge laß dich nicht so hängen,
      da hab ich Autos, Knete jede Menge,
      daß die Mädchen davon schon feucht werden
      (von was denn sonst ?)
      und du läßt mich im Stich.
      Ich dachte der Tod meldet sich in Herzkrämpfen,
      aber jetzt erschlägt er erst mein bestes Stück:
      Da hängt er ledern,
      sein einst so stolzes Haupt - runzelig wie ein Boskoppapfel,
      baumelnd, seine haarigen Vasallen daneben
      (Schaut so traurig aus wie Lametta an Weihnachten).
      Um zehn kommt Camelita ,
      die macht Sachen, daß ich schon vorher
      fünf von diesen Kreislaufdingern schlucken muß.
      (Camelita klingt wie Kaffeefilter,
      können junge Spanierinnen überhaupt Kaffee kochen?)
      Da sitz ich am Rand der Badewanne,
      wie am Rand meiner Jahre,
      und hab die Dinger in den Händen
      wie ein Imam seine Gebetskette.
      Beten?
      Ob er davon härter wird?
      Religion und Sex,
      die alten Griechen wußten noch was göttlich war!
      Ja, Okay, ich probier’s aus:
      „Camelita, komm und reich mir deine Hand.”

      02.07.2008, 00:28 von SteveStitches
    • 0

      @SteveStitches Wenn du am Boden bist,
      trink Eigenurin.
      Wenn du dich völlig verlassen fühlst,
      trink Eigenurin.
      Wenn du so erschöpft bist,
      dass du sterben könntest,
      trink Eigenurin.
      Wenn du zutiefst enttäuscht bist,
      trink Eigenurin.
      Wenn du so müde bist,
      dass du nie wieder aufwachen willst,
      trink Eigenurin.
      Wenn dir so elend ist,
      dass du aufgeben willst,
      trink Eigenurin.
      Wenn du solche Schmerzen hast,
      dass du denkst, du verreckst,
      trink Eigenurin.
      Ich kenne Leute, die behaupten,
      Eigenurin hilft bei allem.
      Ich meine,
      man muss schon ziemlich am Arsch sein
      um Eigenurin zu trinken.

      05.07.2008, 22:34 von SteveStitches
    • 0

      @SteveStitches Farmerboy
      war ein recht seltsamer Freund,
      aber gerade deshalb verstanden sie sich.
      Sie redeten über völlig irre Dinge
      mit einer Nüchternheit und Klarheit,
      wie Professoren,
      ganz ohne Teenagergekicher.
      Farmerboy lebte
      auf einem geerbten Aussiedlerhof,
      völlig alleine,
      das macht einen ein bisschen fertig.
      Irgendwann dachte sein Freund,
      Internet würde Farmerboy helfen.
      Aber da suchen sich die Abgedrehten
      nur Gleichgesinnte.
      Farmerboy lud seinen Freund
      zum Essen ein,
      das Fleisch schmeckte süßlich,
      und erst beim Nachtisch
      verriet Farmerboy,
      dass der Hauptgang
      Georg hieß.
      Sein Freund hat noch nie so gekotzt.
      Farmerboy verstand nicht,
      was daran falsch war.
      Deshalb sperrte sein Freund ihn ein
      und ließ ihn hungern.
      Als es Zeit war,
      schnitt er Farmerboy ein Bein ab
      und gab´s ihm mit Zwiebeln zum Fressen.
      Manchmal muss es eben wehtun,
      damit´s einer kapiert.

      09.07.2008, 21:12 von SteveStitches
    • 0

      @SteveStitches (F ührerschein, F rauen)

      Er rast
      durch die Nacht.
      Er war so stolz,
      sein neuer GTI,
      passend zum Führerschein,
      für sie Rosen auf dem Rücksitz.
      Im Tränenschleier
      sieht er noch immer
      die Beiden,
      knutschend in einem BMW.
      Den Gurt gelöst,
      den Fuß aufs Gaspedal gestemmt,
      der Drehzahlmesser zittert
      über viertausend,
      so schießt er
      über die A 9.
      Mit ihr hatte er
      zum ersten mal Sex,
      für sie machte er
      sich zum Narren,
      wegen ihr will er
      nicht mehr.
      Er weiß nicht,
      dass es noch genug Andere gibt,
      die lachen, küssen, streicheln können,
      mit denen er sich trösten könnte,
      die es wert sind.
      Im Fernlicht die Brücke,
      er nimmt Kurs,
      schließt die
      Augen.

      11.07.2008, 23:50 von SteveStitches
    • 0

      @SteveStitches Steige aus meinem Körper,
      schwebe über dem Bett,
      seh aus der Vogelperspektive
      uns beide.
      Sie immer noch
      im wilden Ritt,
      hat nichts bemerkt.
      Wie ein Sog zieht es mich
      in eine Röhre aus Licht,
      in einen Tunnel aus
      wärmenden Sonnenstrahlen.
      An dessen Ende jemand,
      eine Lichtgestalt,
      auf mich wartet.
      Jetzt begreife ich,
      jetzt muss ich mich entscheiden,
      vor oder zurück?
      Es ist so schön hier,
      so friedlich, so geborgen,
      wie in einer warmen
      schwerelosen Fruchtblase.
      Aber das kann ich
      meinem Mädchen nicht antun,
      so ein toter Schwanz
      kann schlimme Traumata
      verursachen.

      19.07.2008, 00:21 von SteveStitches
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      @SteveStitches Er hatte Geld, hatte Macht, Frauen, Autos – er hatte alles und noch mehr…
      Er hatte Untergebene, die ihm in den Arsch krochen und ihn danach für ihn abputzten…
      Es fehlte ihm an nichts – und genau das war er auch…

      Nichts – als ein fauler, verwöhnter, selbstgefälliger, arroganter Geldsack.

      Er wurde 105 Jahre alt…starb im Schlaf an Alterschwäche, auf seiner Privatinsel in der Karibik…

      …mit einem Lächeln im Gesicht.

      18.01.2009, 00:58 von Der-Steppenwolf
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      @Der-Steppenwolf ...wenn morgens die Sonne aufging.

      Jeden Morgen vor dem Frühstück, stellte er sich hin und betrachtete das Bild der Morgensonne.
      Jahr um Jahr präsentierte sie sich ihm, in all ihren unterschiedlichen Facetten.
      Mal war es strahlend Blau, mal Trübe und Nass, Hitzeschwanger oder Kalt – doch die Sonne schien immer.

      Er liebte diesen Anblick so sehr, man könnte mittlerweile meinen, ohne dieses Ritual wäre er nicht mehr fähig zu überleben – weitermachen zu wollen.
      Er ließ den Anblick ein Weile auf sich wirken…
      Dann setzte er sich auf seine Holzpritsche…
      Nahm die alte Bibel von dem kleinen Tisch – und begann zu lesen…

      …bis der Schließer seine Zelle aufschloss und ihm sein Essen brachte.

      18.01.2009, 00:59 von Der-Steppenwolf
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