Dicht wie Löcher eines Siebes stehn Fenster beieinander, drängend fassen Häuser sich so dicht an, daß die Straßen Grau geschwollen wie Gewürgte sehn. Ineinander dicht hineingehakt Sitzen in den Trams die zwei Fassaden Leute, ihre nahen Blicke baden Ineinander, ohne Scheu befragt. Unsre Wände sind so dünn wie Haut, Daß ein jeder teilnimmt, wenn ich weine, Unser Flüstern, Denken... wird Gegröhle... - Und wie still in dick verschloßener Höhle Ganz unangerührt und ungeschaut Steht ein jeder fern und fühlt: alleine. [Alfred Wolfenstein]


Kommentare
"Städter" war immer eines meiner liebsten. Und du hast mich gerade daran erinnert, dass es das immer noch ist.
10.12.2011, 19:58 von augenblicklichtEin wunderbares Bild!
(Gänsehaut.)
17.11.2011, 02:38 von Moogle