Schrumpftopf
Warum schrumpeln Hände und Füße in der Badewanne?
Duschen? Pah. Nichts als schnödes Saubermachen, die reine Zweckhandlung. Altar der Sinnlichkeit ist die Badewanne – in der Waagerechten. Nicht bloß ein mickriger Strahl, sondern Wasser überall, so heiß am besten, dass es einen beim Eintreten schmerzt und beim Rausgehen schwindelt. Dazu Frank Sinatra aus der Anlage, Kerzen, Schaumwölkchen. Kein Ort sonst macht so entspannt, so sauber, so schön. Mit einer ärgerlichen Ausnahme: Während selbst die Achselhöhlen plötzlich nach Vanille duften, schrumpeln Hände und Füße wie alte Äpfel – die Hände einer 90-Jährigen würden jeden Schönheitswettbewerb gegen uns gewinnen. Denn leider zieht unsere Haut das Duschen vor. Beim Baden nimmt die Hornhautschicht so viel Wasser auf, dass sie sich dehnt und dann Faltenwellen wirft. Hände und Füße trifft es besonders hart: Hier ist die Hornhaut am dicksten, gleichzeitig kann das Wasser nicht so großflächig aufgenommen werden; sie quillt und wellt sich – oft weit über die Ästhetikgrenze.






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