Lisa_Zimmermann 13.02.2008, 14:46 Uhr 0 0

Hochgekocht?

Wer sich auf Partys über Käsekuchenrezepte austauschen kann, schindet Eindruck.

Ein solides Hintergrundwissen über Rinderrassen gehört zum guten Ton. Und fast jeder Fernsehsender hat seine eigene Kochshow. KOCHEN IST LIFESTYLE. Und du mittendrin? Der NEON-Test verrät, wie du zur Küchenhysterie stehst.

1. Du bist zum Essen bei Freunden eingeladen. Was bringst du mit?
a) Äh, gute Laune? Spaß beiseite. Du hältst noch schnell an der Tankstelle und holst ein Sixpack Becks.
b) Du hast dir bereits vor einigen Tagen den Menüplan zufaxen lassen. Beim Weinhändler deines Vertrauens entscheidest du dich für einen 2005er Fumé Blanc aus dem Nappa Valley – zu Krustentieren harmoniert dieser Sauvignon Blanc nämlich perfekt. Und eine Flasche Champagne Taittinger Brut Prestige Rosé nimmst du auch noch mit – sehr schön als Aperitif.
c) Kurz vor Ladenschluss hetzt du in den Supermarkt neben deinem Büro und suchst den Wein aus, der das schickste Etikett hat. War Rivaner nicht der neue Riesling? Das hast du doch neulich irgendwo gelesen. Zumindest kannst du das später bei der Übergabe großspurig be haupten. Die Lidl-Tüte knüllst du natürlich dezent in deine Tasche, bevor du klingelst.
d) Den italienischen Rotwein, von dem du auf dem Wochenmarkt immer gleich eine Kiste kaufst – für solche Gelegenheiten. Denn privat trinkst du zum Essen eher Apfelsaft.
2. Freitagabend
a) Du bist auf dem Weg zur WG-Party eines Kommilitonen. Dort tanzt die eine Hälfte der Gäste ausgelassen zu »It’s Raining Men«, die andere Hälfte drückt sich in der Küche herum. Auf dem Tisch stehen einige Plastikschüsseln mit Nudelsalat, der jeweils mindestens zwei der folgenden Zutaten enthält: Dosenmais, Dosenerbsen, Schinkenwurst, saure Gurken, Goudawürfel, Mayonnaise.
b) Bei deinem Stammfranzosen ist immer ein Tisch für dich reserviert. Der Wirt schlägt dir zur Begrüßung auf die Schulter und zerrt dich erst mal in einen Nebenraum, um mit dir seine neueste Weinlieferung zu verkosten. Herrlich. Du ziehst schon lange einen gemütlichen Abend mit einem guten Tropfen den wilden Clubnächten vor.
c) In dem hippen Viertel, in dem du wohnst, hat doch neulich dieser Pommessalon aufgemacht. Oder du gehst in die Schwarzwaldstube, wo ihr Tannenzäpfle trinkt, vor einer Bergpanoramatapete sitzt und Spätzle bestellt. Weitere Möglichkeit: Du stehst eine halbe Stunde im Flur eines winzigen, total angesagten Vietnamesen, wo du dein Essen hingeknallt kriegst und nach zwanzig Minuten das Gefühl bekommst, unerwünscht zu sein. Das erträgst du eisern. Schließlich geht hier die ganze Stadt hin.
d) In der Gipsgrotte des »Venezia« schmeckt die Holzofenpizza so lecker – da lohnt es sich wirklich, ausnahmsweise auswärts zu essen, um das Wochenende einzuläuten.

DEN GANZEN ARTIKEL FINDEST DU IN DER AKTUELLEN AUSGABE VON NEON. WENN DU SIE GELESEN HAST, KANNST DU UNS HIER SCHREIBEN, WIE SIE DIR GEFALLEN HAT.

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