Besser als jede Droge!
Ich hab zwar noch nie welche probiert, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es ein erhabeneres Gefühl gibt!
Ich bereitete mich vor, aß eben noch etwas Gehaltvolles, aber nicht zu viel, damit es einem nicht unnötig schwer im Magen lag, stellte den Teller und das Glas in die leere Spüle und ging Richtung Kleiderschrank. Ich stellte meine Sporttasche auf die Truhe die immer noch vor dem Bett steht. Niemand außer mir weiß, was sich darin befindet. Ich steckte meine Hände in die Tasche um ihre Wände nach außen zu drücken und ihr einen stabileren Halt zu geben.
Automatisierte Griffe in den Schrank sorgten dafür, dass sich die Tasche rasch mit dem Nötigsten füllte.
Eine Hose, ein Shirt, frische Unterwäsche, Schuhe, Sport BH, Haargummi und Spangen. Das Wichtigste, die Bandagen. Ohne die ging nichts!
Ich zog den Reißverschluss der Tasche zu. Schwang ihren Tragegurt auf meine Schulter und machte auf dem Weg zum Auto noch eben den Mp3 Player an. Noch etwas ruhiges, um auf dem Weg dorthin noch etwas durchzuatmen.
Ich fuhr mit meinem Auto durch einen offenstehenden, etwa 2,50 Meter hohen Maschendrahtzaun und parkte es vor einem Lagergebäude. Ich stieg aus, holte meine Tasche aus meinem Kofferraum, sperrte das Auto mit einem Druck auf den Schlüssel ab und ging in Richtung Tür, die man von Weitem nicht herrausblicken konnte, da ein Großteil der Wand mit Graffiti besprüht war. Selbst Fenster konnte man nur bei genauerem hinsehen ausmachen.
Ich öffnete die Tür und ein muffliges, staubiges und mit einem Hauch von Leder getränktes Luftgemisch strömte mit einem tiefen Atemzug in meine Lungen. Es war noch früher Vormittag, die Sonne stand noch nicht recht hoch und drängte sich unverhohlen durch die großen, schmutzigen Fenster, um die große Halle halbwegs auszuleuchten. Ein paar ihrer Strahlen schienen sich auf dem einen oder anderen, im Weg stehenden Equipment auszuruhen.
Niemand war da, ich war allein. Mein Onkel meinte, ich kann jederzeit hier rein, wenn mir danach wäre, allein zu trainieren. Mir war danach. Es herrschte eine gespenstische Ruhe, man konnte meinen, die Welt stand still. Auf dem Weg zur Umkleide hörte ich jeden meiner Schritte durch den Raum hallen. Ich stellte die Tasche auf die Bank, öffnete einen Spind, zog meine Jacke und Schuhe aus, um sie darin zu verstauen. Wechselte die Kleidung. Dabei gefiel mir der Gedanke, dass mir mal keiner der Kerle auf den Arsch glotzte, da es nur diese eine Umkleide gab. Auch zum Duschen gab es nur einen großen Raum mit 10, im gleichen Abstand (man konnte bequem seine Arme nach links und rechts ausstrecken) angebrachten Duschköpfen, die man mit einem Druck auf den metallenen Knopf, mit dem man auch die Temperatur einstellen konnte, anstellte.
Ich zog mir meine Sportkleidung an, band mir meine Haare straff zu einem Zopf, strich mich dir Strähnen, die zu kurz waren, um sich zum Zopf zu gesellen, aus dem Gesicht und befestigte sie mit Spangen, setzte mich auf die Bank, um in aller Ruhe meine Bandagen anfänglich ums Handgelenk und dann Finger für Finger und letztendlich um die Knöchel zu wickeln. Anfangs hatte ich so meine Probleme damit, mir die Bandage für die rechte Hand mit der Linken zu wickeln. Ich stellte mich etwas ungeschick an, aber es war, wie so vieles, eine Sache der Übung.
Ein-zweimal testete ich, ob die Bandagen auch nicht zu fest oder zu locker waren, indem ich eine Faust machte. Ok, passte...Reißverschluss zu, ich mochte das Geräusch. Für mich war es so eine Art Signal, dass es jetzt losging.
Ich ging in die Halle, stellte mich aufs Laufband um mich warmzulaufen. Manchmal ne halbe Stunde, manchmal ne Stunde. Mein Onkel meinte öfter, es sei nicht nötig, so lange zu laufen. Das wusste ich. Aber das Gefühl, mich zu verausgaben, pushte mich. Ich wischte mir mit der bandagierten Hand den Schweiß von der Stirn.
Manchmal gelang es einer salzigen Perle, sich den Weg in mein Auge zu bahnen. Das brannte dann ein wenig, war aber kaum der Rede wert.
Im Anschluss sprang ich noch etwas Seil, ich merkte im rechten Handgelenk bei jeder Umdrehung ein leichtes Knacken. Damit treibe ich immer noch die Leute um mich herum in den Wahnsinn, weil sie es eklig finden, wenn ich ihnen sage:" Hör mal!" und es dann im Kreis drehe.
Beim Springseil springen hörte ich es nicht, ich fühlte es lediglich, weil die Musik zu laut war. Nicht laut genug, um die ganze Halle auszufüllen, aber laut genug, um in mir den Kampfgeist zu wecken.
Nach einigen dieser typischen Aufwärmabläufe ging ich zur Musikanlage, um sie noch ein wenig aufzudrehen und die Foo Fighters anzumachen.
Nun durfte ich. Zwei Stunden Vorspiel und nun durfe ich. "So müssen sich Männer beim Sex fühlen!" dachte ich mir. Anfangs zögerlich, im Verlauf aber immer kraftvoller, aggressiver malträtierte ich im Takt zu Dave Grohl´s Gegröhle, des Schlagzeugs und der E-Gitarre den Sack mit einigen Schlagkombinationen. Ich achtete auf meine Beinarbeit und meine Atmung und stellte mir abwechselnd, wie in einer Diashow vor, wer hier so alles vor mir stehen könnte. Wem ich liebend gerne mal mit einem Undercut...aber nein, außerhalb des Trainings bin ich ja ein sanftes Gemüt. Im Allgemeinen. Zumindest kam mir noch nie in den Sinn, jemanden körperlich anzugreifen. Bis auf eine Ausnahme, in der ich mich lediglich vertreidigt hatte.
Mein Ex-Partner, er wusste noch nichts von meiner Boxer-Vergangenheit. Als er mal mit dem Finger über meinen Nasenrücken fuhr, fragte er mich, ob sie mal gebrochen war. "Ja!" sagte ich, aber wie, hab ich ihm nicht verraten.
In seinem Wahn aus Eifersucht und Machtlosigkeit konnte er wohl seinen Jähzorn nicht mehr im Zaum halten, holte aus. Mein Reflex schütze mich vor seiner kraftvollen Hand. Ich sah die Hand fast in Zeitlupe auf mich zuschnellen. Mein linker Arm wehrte sie ab, meine Hüfte drehte sich ein wenig ein, meine Beine bewegten sich mit ihr, sodass meine Füße nun etwas schräg standen und ich mit meinem Körper nicht mehr frontal zu ihm stand. Während des Bewegungsablaufes ballte ich eine Faust und zielte lediglich auf seine Schulter. Der Schlag reichte aus, um ihm seine Standfestigkeit zu rauben. Er sah mich an, als hätte ihm gerade ein Riesenvogel auf den Kopf geschissen, fasste sich an seine Schulter, wankte einige Schritte zurück, bis er das Sofa in den Kniekehlen spürte, die nachgaben und er sich unwillkürlich setzte. er wusste erstmal nicht, wie ihm geschah. "Du wagst das nicht noch einmal!" sagte ich mit einer süffisanten Ruhe die seinesgleichen suchte, griff nach meiner Tasche und verlies seine Wohnung.
Während mir dieses Szenario so durch den Kopf ging, schlug ich weiter auf den Sack ein. Langsam kam ich gedanklich wieder etwas zu mir. Ich merkte, wie meine Schultern und Oberarme langsam anfingen zu brennen. Mein Shirt war an Bauch und Rücken durchnässt und überall, wo kein Stoff war, suchte sich der Schweiß einen Weg nach unten. Immer mal wieder musste ich ihn mir von der Stirn wischen. Er tropfte mir von der Nase. Jede hastige Bewegung erzeugte einen Windzug in meinem Nacken, er fühlte sich nass und kalt an. Ich fühlte meinen Puls, wie er meine Halsschlagader mit jedem Schlag zum Vorschein brachte. Mit jedem Fausthieb entwich meinem Mund ein kraftvolles:"Pfuh! Pfuh!" und mit jedem `Pfuh!´ spannte sich mein Bauch noch mehr an. Ich merkte langsam, dass sich meine mittlerweile bleiernen Arme nicht mehr lange halten ließen. Also kreisten sie in meinem Kopf, die Gedanken: "Noch einer, komm schon, du schwaches Stück Fleisch! Reiß dich am Riemen! Aufgeben ist was für Verlierer! Komm schon, Komm schon!" Irgendwann realisierte ich, dass ich es mitterweile laut vor mich herschrie. Ich brüllte mich selbst an.
Aus! Schluss! Ende!...ich konnte sie nicht mehr oben halten, meine Arme. Auch meine Beine widersetzten sich mir langsam. Ich ging beschwert und doch befreit ein paar Schritte rückwärts und parkte meinen nassen Hintern auf der Kante des Rings, griff nach meinem Handtuch, ließ meinen Oberkörper nach links fallen, zog meine Beine hoch und winkelte sie an, legte das Handtuch auf mein Gesicht. So lag ich ein paar Minuten unter dem Ringseil. Atmete ein paar mal tief durch.
Ich ging in die Umkleide. Wickelte mir die Bandagen ab, die Abdrücke auf den Händen hinterliesen, krallte mir ein frisches Handtuch, Duschgel, Shampoo. Duschen! Kalt duschen!
Ich hab zwar noch nie Drogen probiert, aber ich kann mir einfach nicht im geringsten vorstellen, dass es ein erhabeneres Gefühl gibt!






Kommentare
Ich finde die Beschreibung des Schlags auf den Ex sehr gelungen.
12.07.2012, 08:00 von halbkindmfDanke!
12.07.2012, 08:22 von konsTanteDank Deines Kommentares hab ich meinen eigenen Text (und die haltlosen Kommentare des mömömöm) auch mal wieder gelesen :)
Oh, tut mir leid.
12.07.2012, 08:25 von halbkindmfich hab auch alles gelesen und es hat ganz schön genervt.
Da muss Dir sicher nichts leid tun!
Respekt;)
12.07.2012, 08:31 von halbkindmfman muss selbst Sport machen um den Titel nachzuvollziehen. Ich kann es... aber ich hätte mir mehr Gefühle und Emotionen gewünscht. Z.B. das Gefühl der Freiheit und Losgelöstheit danach, dass man alles so klar sieht usw.
07.04.2011, 13:41 von domifizzlealso ich versteh diesen rauschzustand schon ganz gut.
22.02.2011, 20:38 von IceIceFriedhelmmir gehts dagegen aber eher generell immer ums abschalten.
so nach dem motto kopf aus, beine an.
dieser "schwaches stück fleisch" teil wirkt da schon nen bisschen besessen.
aber gut...jedem das seine.
Sport ist gut...da macht die Pumpe das mit den Drogen noch n paar Jahre länger mit
21.02.2011, 00:53 von holo...the natural high is the best high you can get.
18.02.2011, 17:11 von felix_frohboeseund wer glücksgefühle nur mit chemischen zusammensetzungen herbeiführen kann ist eine arme wurst. wer sie dazu nutzt schönes als noch schöner zu empfinden vielleicht ein bischen schlauer.
aber wer sich nach hartem training mit schweren armen und beinen sich ins bett fällen lässt, weiss jedenfalls, dass er für das gute innere gefühl auch was gutes getan hat.
@felix_frohboese was gutes. für die menschheit, oder nur für sich?
19.02.2011, 07:57 von moemmoemmoemdas interessanteste an drogen ist vielleicht, wie das leben sich verändert. es ist nicht nur feeling usw., es ist praktisch (!) intellektuell. eine tür in die welt ausserhalb der medialen inszenierung, in die universale welt. der zufall, gerade in großstädten oder aktiven settings, bekommt eine tw. frappierend neue qualität und direkte ansprache. es ist ein bißchen, als würde sich gott bei dir für deinen mut bedanken.
diese bestätigung hab ich beim sport eher selten, das ist maximal ein kleines stadtfest. gut, wenn man nationalmannschaft spielt sicherlich etwas mehr, aber im grunde ist sport nackter, primitiver egoismus.
@moemmoemmoem das KANNST du nicht vermitteln.
19.02.2011, 12:22 von derHerrMitDemPixelbestimmte drogenerfahrungen sind völlig gleichwertig mit brennenden büschen oder steintafeln mit geboten.
das kannst du aber nicht vermitteln, wenn du mit menschen redest, die "realität" und "wahrheit" für etwas absolutes halten.
allein wer entsprechende erfahrungen als "unecht" abqualifiziert hat, hat einen derart unterschiedlichen zugang zur welt (oder vielleicht auch gar keinen), dass man da überhaupt nicht miteinander reden kann.
in dem moment, wo man substanzen nicht "konsumiert" sondern wie werkzeuge benutzt, hat man da extrem mächtige tools in den fingern.
@derHerrMitDemPixel wobei ich schon finde, dass die macht und schwere der drogen trotz aller epischen tiefe imme reine sehr spielrische bleibt. das ist ja der von mir propagierte kultivierungseffekt, der den meisten mühsam institutionalisierten methoden schlicht überlegen ist. manchmal denk ich gar, die drogen warens, die den kopf des affen haben explodieren lassen.
20.02.2011, 00:18 von moemmoemmoem@moemmoemmoem es gibt zumindest anthropologische überlegungen, die entsprechend herumspekulieren, dass dem so sein könnte.
20.02.2011, 11:15 von derHerrMitDemPixelwie auch immer : es wird schon seinen grund haben, warum kunst, kultur und droge in einem gewissen zusammenhang zu stehen scheinen.
ansonsten würde ich sagen : substanzen vermitteln schlicht spezifische eigene erlebnisse, die ich nicht als "substitut" für etwas "echtes" ansehen kann.
deswegen scheitert imho der versuch auch drogen als gefühls/erlebnisersatz missbrauchen zu wollen.
ein echtes problem der konsumgesellschaft :)
@derHerrMitDemPixel substanzen vermitteln schlicht spezifische eigene erlebnisse, die ich nicht als "substitut" für etwas "echtes" ansehen kann.
20.02.2011, 11:57 von moemmoemmoemsicherlich nicht 1:1, aber an und für sich bieten drogen zwar erfahrungswelten, die für sich stehen, aber durchaus zum einen auch konkurrieren können mit angeboten der gesellschaft, sich zum entscheidenden aber vielmehr damit verknüpfen. nur eben auf einer ebene, die um einiges losgelöster ist, als sich leute gegenseitig einreden, die mit drogen "vernünftig" umgehen, unter anleitung und nur solange nix wehtut usw., und am ende von denen überrollt werden, die vielleicht von grund auf über mehr distanz zu vereinfachten moralvorstellungen verfügen. insofern: "all the drugs in this world won´t save us from ourselves."
@moemmoemmoem hehehe..."vernünftig umgehen" verstehen dann die einen gar nicht...und die anderen denken, dass es darum geht sich einzureden substanzgebrauch mit sicherungsseil zu haben. darum geht´s (mir) gar nicht. unter "vernünftig" verstehe ich nur, dass ich etliche dinge weiss...und mir trotzdem bewusst bin, dass das letztlich auch nur die wahrscheinlichkeit reduziert planiert zu werden. das is alles.
20.02.2011, 16:43 von derHerrMitDemPixelletzter satz : ahja klar. find ich jetzt ziemlich ba-s/n-al.
zum abschluss habe ich noch etwas zu sagen, danach enthalte ich mich.
18.02.2011, 11:21 von konsTanteich danke für die rege beteiligung, selbst wenn es im grundstein nicht um drogen geht. ich habe wohl eine etwas unglückliche überschrift gewählt und damit den zorn der drogengötter geschürt. vielleicht liegt es aber auch daran, dass der text zu belanglos ist, als darüber etwas zu sagen zu haben. wie auch immer.
eins finde ich allerdings wichtig. menschen, die sich über kleinkariertheit echauffieren und die intoleranz der gesellschaft an den pranger stellen, sollten sich erstmal von ihrer eigenen borniertheit befreien! das ist heuchlerei!
@konsTante "menschen, die sich über kleinkariertheit echauffieren und die intoleranz der gesellschaft an den pranger stellen, sollten sich erstmal von ihrer eigenen borniertheit befreien! das ist heuchlerei!"
18.02.2011, 11:26 von ...niemand...nur zwei Sätze...und so viel besser und gehaltvoller als der eigentliche Text. Das würde ich empfehlen! ; )
@...niemand... naja ich find "nööö!!! selber!"-finger bissi naja, billig. ich denke nicht, dass ich borniert bin, nur weil es mir möglich ist, klar und trotz stilistischer varianz auch sachlich zu widersprechen.
18.02.2011, 11:31 von moemmoemmoem@sailor:
18.02.2011, 10:56 von Heartwritinghast ja recht. mein gehirn ist vermutlich vom ellenlangen lesen einegschlafen und habs den Äpfel-Birnen-Vgl deshalb nicht wahrgenommen.
Aber trotzdem btw:
Keine Ahnung, iwie macht mich dieser dank momemmo
DrogensindjadereinzigeWeg-umzurebelieren-und"waszuerleben"-Nachgeschmack aggressiv.
aber vllt bin ich auch nur ein Spiesser
@Heartwriting @heartwritng
18.02.2011, 11:29 von sailorDas schreibt der mömmömmöm doch garnicht.
Sport IST gesünder als Drogenkonsum
18.02.2011, 10:44 von Heartwriting@Heartwriting Nachts ist auch kälter aus Draussen.
18.02.2011, 15:12 von derHerrMitDemPixelxcvgvgckemmmmabztbzzzzzzzzzzzzzreaaaaafg z iuz..... oh sorry, bin beim Lesen wohl eingepennt und mit dem Kopf auf die Tastatur geschlagen....
18.02.2011, 10:44 von ...niemand...Ok, Sport ist geil , aber Text ist Müll, damit kannste keinen Wettbewerb gewinnen, höchstens eben die Startseite. Absolut belanglos, langweilig geschrieben, überfrachtet mit Details, die wohl Atmosphäre schaffen sollen, letztlich aber nur nerven.
Die Kernaussage steht bereits in der Überschrift und du brauchst x-Zeilen, um den gefesselten Leser mit der nun vollkommen überraschenden Erkenntnis am Schluss vollends aus dem Häuschen zu bringen. "Die Spannung bis zum Schluss gehalten", hat ihr eine geschrieben. Ja, wenn man Redundanz gepaart mit viel heißer Luft, mit spannender Erzählung verwechselt, dann findet man natürlich auch solche Texte toll
Krönend garniert mit der plakativen Selbstbeweihräucherung als ach so tolle und toughe Sportsfrau.
Irgendjemand schrieb hier was von gelungener Reportage.....man möchte weinen...
P.S.: Nicht das Du denkst, mir würde nur das Sportlerherz fehlen...ich hab 10 Jahre Leistungssport gemacht und noch heute gucke ich jeden Samstag die Sportschau!
@...niemand... endlich mal konstruktive kritik und dann sogar auf den inhalt des textes bezogen. gefällt mir sehr!
18.02.2011, 10:50 von konsTanteman kann eben nicht jedermanns geschmack treffen. auch wettbewerbe will ich nicht gewinnen. wäre ich eine überragende schreiberin, hätte ich dies sicherlich zum beruf gemacht. so reichts eben nur für die neon-startseite. soll mir recht sein.
die sache mit der selbstbeweihräucherung passt hier denke ich allerdings unter jeden artikel.
-oh guckt mal wie toll ich lieben/jammern/leiden/ depressiv sein/schreiben/witzig sein kann.
@konsTante "Wettbewerbe will ich nicht gewinnen"
18.02.2011, 11:00 von ...niemand...Na, na wo bleibt der sportliche Ehrgeiz? ; )
Ja stimmt, die Geschmäcker sind verschieden. Insofern ist meine Kritik natürlich auch sehr subjektiv (und einem spontanen emotionalen Ausbruch beim Lesen geschuldet).
Aber es gibt einfach auch ein paar objektive Kriterien, nach denen man Texte bewerten kann. Und es it z.B. sicher nicht die beste Lösung, die Kernaussage oder Pointe in der Überschrift vorweg zu nehmen. Und der Versuch atmosphärischer Beschreibungen ist für mich hier gescheitert.
"die sache mit der selbstbeweihräucherung passt hier denke ich allerdings unter jeden artikel.
-oh guckt mal wie toll ich lieben/jammern/leiden/ depressiv sein/schreiben/witzig sein kann."
Einerseits ja, wenn damit gemeint ist, dass jemand über seinen Text etwa vermitteln will, wie gebildet, witzig, wortgewandt er/sie ist. ABER: es kommt schon eher selten vor, dass eine Autorin in einem biografischen Text sich so distanzlos grandios darstellt, wie Du es tust. Vielleicht war das aber auch gar keine Absicht, sondern liegt nur an stilisitischen Mängeln, aber auf mich hat der Text eben diese Wirkung.
@...niemand... den sportlichen ehrgeiz heb ich mir für den sport auf.
18.02.2011, 11:06 von konsTanteich hatte nicht das gefühl, mich grandios darzustellen, zumal ich alles sehr wertfrei geschildert habe. ich habe nicht mit erfolgen geprotzt oder dergleichen. ich habe lediglich einige stunden geschildert, wie ich sie aus meinen augen gesehen habe.
ich kann nicht widersprechen, dass es an den stilistischen mängeln liegt, bin ein laie in sachen schreiben.
@konsTante schreiben ist wie reden nichts als lautes denken.
18.02.2011, 11:08 von moemmoemmoem@moemmoemmoem Da möchte ich vehement widersprechen.
18.02.2011, 11:27 von sailor'Schreiben' ist harte Arbeit im Sprachbergwerk...
@sailor harte arbeit? nicht auf drogen!
18.02.2011, 11:30 von moemmoemmoem@moemmoemmoem
18.02.2011, 11:32 von sailor:D
Mit Musik geht alles besser.
@sailor womöglich, sobald ich & ich läuft tankt mein füller hass für hass-schrift.
18.02.2011, 11:38 von moemmoemmoem@moemmoemmoem
18.02.2011, 11:44 von sailorAutschn... 'Ich&Ich'?
Jetzt ist mir schlecht.
Ich geh erstmal'n büschen arbeiten.