Und ich hatte gedacht: Es zählt der Mensch!
... und das ist der Grund warum ich so furchtbar menschlich enttäuscht bin.
Als ich 2008 in der Firma anfing war es der Hammer. Es war gut, es machte Spaß und ich hatte das Gefühl ich werde akzeptiert, so wie ich bin und ich kann alles schaffen.
Doch 2011 fing es an, etwas über einem Jahr nachdem mein Vater starb. Was so richtig schlimm war, war dass er einer von den zwei wichtigsten Personen in meinem Leben war. Die erst Person starb als ich 13 war.
Aber von vorne.Ich wuchs behütet auf, nur leider mit einer Mutter die mir nicht gewachsen war und die mich auch nicht verstand. Also versteht mich nicht falsch, meine Mutter ist nicht dumm, meine Mutter wurde dumm und hilflos gemacht, in dem ihre Familie ihr über Jahre hinweg erzählte sie sei dumm und sie würde es eh nicht schaffen, egal was sie tut.
Somit hatte ich als ich klein war eine Mutter die total verunsichert war. Wir wohnten damals in einem Hochhaus, im 7. Stock, meine Oma, die Mutter meines Vaters im 4. Stock. Während ich es liebte das meine Oma immer für mich da war und mich förderte. (Ich konnte mit 3 MauMau spielen, und alle meine Pixie Bücher auswendig, inklusive der Seite auf der was stand, so dass es aussah als würde ich lesen, wenn ich nicht das Buch falsch herum gehalten hatte.)
Doch für meine Mutter war es die Hölle, weil meine Großmutter ihr immer sagte was sie tun sollte, was lieb gemeint war, jedoch meine Mutter überforderte. Ich In meiner Oma hatte ich aber jemanden der immer da war, der nur ein paar Meter wegwohnte und mich förderte und heraus forderte, es war toll und sie war jemand der mich verstand (sogar die einzige die das tat). Meine Mutter hingegen machte aus meinem Wunsch einen Elefanten zu haben (Ich sagte Eletant, Eletant) ein Fashion Wunder in dem sie verstand, dass ich Elegant, elegant sagte.
Als ich 7 war zogen wir jedoch weg, ans andere Ende der Stadt, meine Mutter war zu dem Zeitpunkt schwanger, verlor jedoch kurze Zeit später das Kind. Also war ich alleine und wurde zum Schlüsselkind, zu der Zeit setzte sich in meinem Kopf fest, dass
1. mir alle weggenommen werde die ich liebe
2. dann keiner mehr da ist der mich versteht
Ich hätte Nachmittags zu meiner Oma fahren können, aber die meiste Zeit war ich bei Jessi und ihrer Familie, das war damals meine beste Freundin. Jedoch während ich am liebsten in der Ecke saß und einfach lass, wollte sie das ich mit ihr spielte, worauf ich aber keine Lust hatte weil ich das langweilig fand.
Teilweise verbrachte ich auch die Nachmittage damit daheim auf dem Sofa zu liegen und an die Decke zu starren. In der Schule war auch doof, das Lernen nicht, nur die Kinder. Ich fühlte mich einsam, aber ich sagte nichts, es hört ja eh keiner zu und interessieren tat es auch keinen.
Also war ich daheim alleine und lesen und meine Spielkameraden waren Kinder die überhaupt nicht verstanden womit ich mich beschäftigte (Chemie Baukasten, programmieren, lesen, .., die andern fanden das langweilig) und ich konnte mich mit niemanden austauschen.
Als ich 13 war starb meine Großmutter nachdem sie jahrelang gegen den Darmkrebs gekämpft hatte.
Was machte ich?
Ich versteckte mich im Altenheim und ging mit den Herrschaften dort spazieren und wieder machte ich alles mit mir aus. Keiner hörte zu und es interessierte auch keinen, keiner tröstete mich, weil keiner sah wie es mir ging. Dazu fing noch das mobben in der Schule wieder an. Streber sagten sie und fett sei ich und eckelig und kein Mädchen sondern hässlich. Zu der Zeit bekam ich das erste Mal Neurodermitis, zum Glück an einer Stelle an der man es nicht sah, aber das es seelisch war, auf die Idee kam keiner.
Doch ich sagte nicht, ich wollte nicht hilflos und jämmerlich erscheinen wie meine Mutter. Doch innerlich zerriss mich ihr Tod, das Loch in mir wurde immer größer.
Für ein paar Wochen hatte ich einen Freund, doch der verließ mich, nachdem die “richtigen” Mädchen aus meiner Klasse mit ihm geredet haben, warum er auf sow as wie mich steht das wäre ja peinlich. Eine der Mädchen erzählte mir das brühwarm.
Er sagte damals nichts, er machte nicht Schluss, er ignorierte mich und redete kein Wort mehr mit mir, alshätte ich ihm was getan.
Und wieder sagte ich nichts.
Daheim stieß meine Mutter ins selbe Horn, den Stress den sie mit anderen hatte ließ sie an mir raus.
Als ich mich dann mal einer Freundin anvertraute, sagte sie, dass sie gar nicht wüsste was ich hätte, ich hätte doch tolle Eltern. Nur was keiner sah war, dass außen anders aussah als innen. Es kümmerte sich niemand um mich. Mit 14 fing ich an selber zu kochen, weil nichts warmes da war wenn ich nach hause kam.
Als ich 15 war fing ich das Rauchen an, mit 16 das Trinken und kurz da drauf das Kiffen. Das Einzige was mich halbwegs auf Kurs hielt war der Umstand, dass ich für die Schule nicht viel tun musste.
Als ich 19 war, brach ich ein Studium ab, kurz drauf lernte ich Konsti kennen. Als wir zwei Monate zusammen waren zog ich aus Verzweiflung bei ihm ein. Ich bekam kein Bafög, meine Eltern wollten mich nicht unterstützen. Ich wollte nicht bei meinen Eltern bleiben, doch ich hatte keinen Pfennig, sogar vom Kindergeld behauptete mein Vater das es ihm gehöre und ich keinen Anspruch drauf hätte. Ich bekam es erst plus einen kleinen Aufschlag als ich mit dem Jugendamt drohte, doch es war einen Tropfen auf den heißen Stein. Ich fing an zu arbeiten und finanzierte mir mein Studium komplett selber.
Das erste halbe Jahr war toll, wir frühstückten im Bett, nahmen uns Zeit füreinander und genossen diese Zeit auch. Das erste Mal veränderte sich die Beziehung als er erfuhr, dass sein Vater nicht sein biologischer Vater war. Er schloss mich bei der Bewältigung des Problem komplett aus, lies sich nicht helfen, und danach war dieses Thema tabu. Immer wenn ich mit ihm darüber reden wollte machte er zu, blockte ab.
Er fing an größer zu dealen, fuhr einmal im Monat nach Holland und kam mit Mengen wieder, von denen ich nicht mal im Traum daran gedacht hätte jemals zu sehen. Nach eineinhalb Jahren fuhr er nicht selber, er lies einen Kumpel mit Dennis fahren, und der wurde erwischt. Dennis saß zwei Monate in Untersuchungshaft, der Fahrer kam mit einem blauen Auge davon, und nach einem weiteren Monat marschierte die Polizei bei uns rein. Alles was verdächtig erschien hatte Konstantin, nachdem zwei Tage vorher ein weiterer Kumpel von ihm verhaftet wurde, auf dem Dachboden versteckt, also fand die Polizei nichts und er kam mit einem blauen Auge davon. Sie nahmen aber Konstantin und und seinen Bruder mit. Mir ging es an diesem Tag dreckig, doch ich ging zur Uni, um die Mittagszeit brach ich bei der Vorlesung zusammen, ich konnte das alles nicht fassen und Henning ein damaliger Kumpel von mir tröste mich.
Wiegelte alles ab, es könnte nicht so schlimm sein, aber aus Angst was er denken würde sagte ich ihm nicht alles. Als ich an diesem Nachmittag nach hause kam, waren alle betrunken, alle waren da und alle waren Sturz blau. Es wurde wieder schlimmer, haben wir vorher noch zusammen eingekauft, oder alltägliches zusammen erledigt, musste ich das alleine machen.
Zwei Jahre später brachte sich eine gute Freundin von mir um, und ich fing an mein Leben zu überdenken. Und nachdem ich aufgrund meiner Situation zusammen gebrochen war, trennte ich mich von Konsti und brach mit meinen alten Freunden und Gewohnheiten. Ich arbeite für Job und Uni und schaffte genau 14 Tage vor meinen 30. Geburtstag mein Diplom.
Und dann nach 22 Absagen fand ich diese kleine Firma, die Menschlichkeit und Freundlichkeit predigte und ich verliebte mich in sie.
Doch dann als ich Schwierigkeiten hatte, ließ mich meine “Familie” im Stich. (Siehe andere Texte) Sie ließen mich allein mit Mobbing und dem Tod meines Vaters, und mit meinem Schmerz, mit meiner Mutter die wollte, das ich ihre Entscheidungen treffe und einer zerstörten Beziehung. Und wieder als ich mich beschwerte hieß es ich sollte mich nicht so anstellen und es vorallem nicht persönlich nehmen obwohl mein Gegenüber es längst persönlich gemacht hatte.Ich hatte Kampf an allen Fronten und alle meine Vorschläge zur Entlastung wurde abgewiegelt. Sie sagten ich sei wichtig, aber mein gefühl gemobbt zu werden ignorierten sie und wiegelten sie ab, wieder verstand keiner und wieder hörte keiner zu.
Diese Doppeldeutigkeit zerstörte mein Vertrauen in die Menschen erneut, das ich meine ersten 2 Jahre hier mühesam augebaut hatte.
Und das ist der Grund warum ich so furchtbar menschlich enttäuscht bin und ja auch das gehört zum Job, seinen Mitarbeitern zuzuhören und ich hätte liebend gerne auf das Erlassen der Minusstunden verzichtet eine Karte hätte mehr ausgedrückt und jetzt fragt euch nochmal warum ich gegangen bin.







Kommentare
Du hast eine sehr wichtige Lektion gelernt.
15.07.2012, 09:58 von MadElaineja, das habe ich
15.07.2012, 10:52 von chontay