Viola_Diem 30.11.-0001, 00:00 Uhr 189 4
NEON täglich

Pleiten, Pech und Pannen

Wann habt ihr euch mal so richtig blamiert?

Ein paar NEON täglichs, Konferenzen, kleine Interviews, ein paar Mal Spinatlasagne, Salatbar und Nogger-Eis in der Kantine und zack sind sie rum, die drei Monate bei der NEON. Dafür, dass ich sonst gerne verschlafe, Schlüssel verliere oder Menschen duze, die ich nicht duzen sollte, konnte ich bis vor ein paar Wochen sagen: es ist alles ziemlich glatt gelaufen.

Doch dann, als sich bei mir schon frühzeitige Begeisterung darüber einstellte, dass ich bisher größeren Fettnäpfchen und Peinlichkeiten aus dem Weg gehen konnte, kam, was kommen musste:

Beim Versuch um kurz vor 19 Uhr an einem Freitag von einem Bürotrack zum anderen zu gehen, spielte plötzlich meine "Türöffner-Karte" nicht mehr mit. Dieses miese, kleine, weiße Kärtchen war zwei Monate völlig verlässlicher Begleiter, um von einem Teil des Gebäudes in den anderen zu kommen. Und ausgerechnet an diesem Freitag, als niemand in der Redaktion war, der mich hätte retten können, machte sie schlapp. Wenn ich die Karte vor den Scanner hielt, kam ein rotes Licht und ein jämmerliches Krächzen nach dem Motto: „Sorry Baby, es ist Freitag, 19 Uhr, ich habe Feierabend. Und da stand ich dann im Foyer, keine Menschenseele weit und breit. Meine Jacke, der Regenschirm, Handy und Geld eingesperrt auf der anderen Seite der Glastür.

Auf dem Tresen der Rezeption lag ein Zettel mit Notrufnummern. Ich rief alle durch, doch die Menschen am anderen Ende der Leitung waren von der Tiefgarage bis zu den Überwachungskameras für alles zuständig -  nur nicht für die Verlassene im Foyer. Nach fünf Minuten ohne neue Idee dachte ich kurz darüber nach, laut zu weinen. Was war ich für ein armes Schwein und außerdem natürlich die dämlichste Praktikantin auf dem gesamten Praktikantenmarkt.

Doch dann kam ER: In einem weißen Licht trat dieser wunderbare dickbäuchige Herr durch die Tür, die zum Treppenhaus führt. Das erste, was der arme Mann in seinem wohlverdienten Journalisten-Feierabend sah, war ich. Ich rannte auf ihn zu, den Tränen nahe (ernsthaft) und sagte, bevor er irgendwas von sich geben konnte: „Oh man, bin ich froh, dass du  - äh, ich meine Sie, da sind! Ich bin eingesperrt, also eigentlich ausgesperrt, meine Karte funktioniert nicht mehr, ich bin die Praktikantin, aber schon über zwei Monate, also eigentlich kenne ich mich schon aus, aber so was ist mir noch nie passiert, ich habe schon alles Notfallnummern angerufen, niemand wusste, was zu tun ist. Vielleicht ja du... Sie... meine ich. Bitte.

Ich denke ich kann das so stehen lassen. Die ganze Situation, dieser jämmerliche Monolog, das alles hat mich einen Teil meiner Praktikantenehre gekostet.

Was waren eure peinlichen Ausrutscher und Pannen auf der Arbeit/im Praktikum/ in der Studienwelt?

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189 Antworten

Kommentare

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  • 0

    Beim Praktikum bei einem Fotografen bin ich gegen den Fotodrucker gekommen mit meinem Po..er ist runtergefallen, aber ich hatte Glück, war alles noch ganz, er war auch gerade noch neu gekauft worden.
    Er fand das dennoch nicht so amüsant, wie ich hingegen, die die Situation auflockern wollte. :D

    04.09.2013, 15:59 von --dreamdancer
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  • 1

    Ich mache derzeit auch ein Praktikum in einer Redaktion einer Zeitschrift und musste vor ein paar Wochen zu einem Außendiensttermin. Ich hatte meinem Chef bereits den Tag vorher angekündigt, dass ich wahrscheinlich etwas zu spät komme, da das von den Zugverbindungen anders nicht passen konnte. Dass ich dann aber in den Stau komme, dadurch meinen Zug verpasse und dann aus den "bisschen später" fast 2 Stunden wurden konnte natürlich keiner ahnen. Weil ich dann so aufgeregt war und schon so ein riesiges schlechtes Gewissen hatte, habe ich meinen Chef von Zug aus nochmal angerufen. Im selben Moment kam die Durchsage für die nächste Station. Anstatt noch einmal auf die Anzeige zu schauen, renne ich mit Telefon in der Hand aus dem Zug raus, wundere mich noch, woher denn aufeinmal das zweite Gleis kommt, das war letztes Mal noch nicht dort und sehe dann, dass ich eine Station zu früh ausgestiegen bin. Der nächste Zug sollte erst in einer Stunde wieder fahren, also musste mien Chef die 7 km extra zu der Station fahren, wo ich dann total betröppelt und verpeilt stand und gewartet habe. Ich wäre am liebsten weg gerannt und nie mehr wieder gekommen!

    30.08.2013, 09:36 von chiwagne
    • 0

      Organisation ist nicht immer doof...

      30.08.2013, 10:10 von sailor
    • 0

      es geht hier um pleiten, pech und pannen ;) dir ist wahrscheinlich noch nie was doofes passiert?

      30.08.2013, 10:16 von chiwagne
    • 0

      Nö...

      :D


      30.08.2013, 10:21 von sailor
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  • 0

    Ich neige leider dazu sehr laut zu Niesen. Auf der Arbeit kenne alle mein Niesen, aber das es einer der ersten Tage an der Fachhochschule war, habe ich wohl verdrängt. Wenn ich irgendwo neu bin, dann versuche ich den Nieser zu unterdrücken oder wenigstens den Mund zu  zu machen. Leider hab ich das an dem Tag vergessen und ein sehr sehr lauter Nieser, der von den Wänden wiederhallte, rutschte mir raus. Alle 70 Augenpaare waren nun auf mich gerichtet, da Mädchen mit dem roten Kopf und den Händen vor dem Mund. Selbst die Dozentin unterbrach ihre Erklärung und schaute ich an. Das war für mich echt peinlich, vor allem da kurz darauf eineige anfingen zu lachen. Ich wäre am liebsten im Boden versunken, vor so viel Aufmerksamkeit.

    30.08.2013, 08:16 von Pyjama_Bannana
    • 1

      ich habe mir angewöhnt nach jedem Nieser laut "Danke!" zu sagen auch wenn mir keiner Gesundheit gewunschen hat. Ist mir auch schon in einem Praktikum passiert dass ich ganz laut "Danke!" durch das totenstille Büro rief..

      04.09.2013, 16:19 von helenaderneuzeit
    • 0

      Okay ;D Auch sehr gut ;D

      05.09.2013, 07:39 von Pyjama_Bannana
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      Aber, morgen ist sie doch noch da, oder?

      Da sieht man mal, wie gut ihre Geschichte von den harten Fakten ablenken konnte...

      29.08.2013, 21:04 von Tanea
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    • 0

      Duuu bist ja auch Superwoman!!!

      29.08.2013, 21:08 von Tanea
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    • 1

      Jaja... auch gut... Hauptsache... ich muß mir dieses Lied da nicht anhörn.

      Faaantaasiiiiiiigööööööörrrrllllllllll

      30.08.2013, 08:22 von Tanea
    • 0

      So heute ist  mein letzter Tag.
      Danach bleib ich der NEON aber wohl noch mit kleinen Texten erhalten ... oder sie mir. Und ich stürze mich wieder ins Bewerbergewimmel. Da kenn ich mich super aus.

      30.08.2013, 10:31 von Viola_Diem
    • 0

      Tschüsssss!

      Und viel Glück beim bewerben... !!!

      Man liest sich dann ja sicher!

      30.08.2013, 10:37 von Tanea
    • 0

      Danke!!

      Ja, bestimmt!

      30.08.2013, 11:14 von Viola_Diem
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  • 1

    Ich kam am ersten Tag meines Praktikums über ne Stunde zu spät, weil ich eine Stecke von 16 km mit dem Fahhrad fahren wollte, die ich glaubte zu kennen. Hab mich total verheddert und bin mitten durchs Dickicht gefahren. Meine weiße Hose war dann auch nicht mehr weiß.

    29.08.2013, 17:14 von konsTante
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  • 3

    Da es sich um eine Geschichte mit einem Arbeitskollegen handelt, erzähle ich sie mal.

    Vor Jahren habe ich mal am Tag vor Heiligabend ordentlich gefeiert und konnte mich am folgenden Tag nur noch an recht wenig erinnert. Halt an Bruchstücke, unter anderem auch, dass ich mich mit der Freundin eines Arbeitskollegen unterhalten habe. Worüber? Keine Ahnung. Irgendwann am folgenden Tage habe ich dann folgende Sms erhalten.

    "Es reicht! Ich habe heute etwas erfahren. Weißt du eigentlich was du mir damit antust? Von dir hätte ich gedacht, dass du ehrlich bist und dass man mit dir über alles reden kann. Weißt du wie weh mir das tut? Ich will dich nie wieder sehen und du brauchst mir auch nicht mehr schreiben! Was denkst du überhaupt? Mit so einem Geheimnis könnte ich nie leben. Aber bitte! Ich bin echt enttäusch, ehrlich. Hättest mir ruhig sagen können, dass du den Weihnachtsmann überfahren hast!!

    Ich weiß nicht, ob es an meinem Zustand lag, jedenfalls habe ich überhaupt nicht verstanden, dass es sich um eine Scherz-sms handelte. Das "Weihnachtsmann überfahren" habe ich so interpretiert, dass ich ihm das Weihnachtsfest nun versaut habe. Nach stundenlangen Gewissensbissen und unzähligen vergeblichen Versuchen den Abend zu rekonstruieren, habe ich dann irgendwann meinen ganzen Mut zusammen gefasst, um ihn mit zitternder Stimme zu fragen, was er denn gestern erfahren hat.

    29.08.2013, 16:42 von Matsumoto
    • 1

      uuuuuuuuuund?

      29.08.2013, 17:26 von MaasJan
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  • 7

    Mir is nüscht peinlich, nich ma meine eiserne Mitgliedschaft auf Neon.de. 

    29.08.2013, 16:40 von schauby
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    • 1

      Gut, dass es keine Darmstätte war.

      29.08.2013, 18:00 von EliasRafael
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NEON fürs Tablet: iOS und Android!

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