Annabel_Dillig 09.04.2009, 10:05 Uhr 10 1
NEON täglich

Mentor

Braucht man einen Karrierehelfer?

Von Pierer war es für Kleinfeld, F.J. Strauß war es für Stoiber. Und der Ex-Nationalspieler Holger Geschwindner war es für Dirk Nowitzki. Fast alle erfolgreichen Menschen verdanken ihren Aufstieg Förderern, die ihre Karriere begleitet und vorangetrieben haben. Oft sind ihre Mentoren selbst bekannt, manchmal bleiben sie als graue Eminenz im Hintergrund.

Ob in Unternehmen, an der Universität oder in Organisationen - Mentoren werden heute immer häufiger sogar gezielt eingesetzt, um Berufsanfängern und jüngeren Mitarbeitern in ihrem Berufsleben zu helfen. Sie geben Erfahrung weiter, beraten bei beruflichen Weichenstellungen, können einen anspornen, nach Höherem zu streben, oder einen bei Misserfolgen aufs Neue ermutigen.

Heute, wo aufgrund der demographischen Entwicklung immer mehr ältere, erfahrene Arbeitnehmer in den Büros, Universitäten und Kliniken arbeiten, wird ihr Rat auch immer wertvoller. Vor allem Frauen sind die Gewinner von Mentoren-Programmen. Ihnen erleichtern solche Strukturen den Aufstieg: Sie können durch gezielte Förderung in Führungsebenen, die ihnen durch die so genannte gläserne Decke verwehrt bleiben, denn: Männer (in Führungspositionen) wählen vor allem Männer (für Führungspositionen) aus.

Was ist eure Meinung zu solchen Förderern? Sind sie Vitamin B mit oder ohne faden Beigeschmack? Habt ihr schon einmal Erfahrung mit Menschen gemacht, die euch gezielt gefördert haben? Oder bei denen ihr euch dachtet: der kann mir in Sachen Job wirklich weiterhelfen, an den halte ich mich mal?

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10 Antworten

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    manchmal kann es schon ganz hilfreich sein, wenn man von den erfahrungen anderer profitieren kann. wir haben bei uns im studiengang so eine art mentoren-programm ins leben gerufen. ich habe mich gefreut, dass ich dass ich den semestern unter mir bei fragen zur seite stehen konnte, da der informationsfluss zwischen fh und studierenden nicht immer unbedingt der allerbeste ist. somit konnten gewisse fragen und anliegen schneller geklärt werden. jedoch gibt es auch grenzen. gewisse dinge muss man sich auch selbst erarbeiten - ohne vitamin b.

    12.04.2009, 21:39 von de_Sese
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    Das Peter-Prinzip beschreibt das doch eindeutig,um erfolgreich zu sein,braucht man einen,der in der Hierarchie höher als man selbst steht um schneller erfolgreich zu werden...also sollte man sich durchaus mit höheren Angestellten gut stellen...aber es ist auch zu erwähnen, dass es auch ein Umkehrung der Peterpyramide gibt,die hier aber nicht hingehört;-)

    10.04.2009, 11:52 von kimiko85
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    ganz außer acht gelassen wurde bisher der aspekt, dass auch ein sog. "förderer" vorteile einer solchen beziehung hat: er zeigt, dass er nicht nur mit zahlen führen kann, sondern sich auch aktiv im unternehmen für den führungsnachwuchs einsetzt und sich um frischen wind kümert. derart eingespielte tandems sind erfolgreich, weil sie stärken bündeln.

    09.04.2009, 18:53 von Kocmonabt
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    Ach, so ist das gemeint. Bei "Karrierehelfer" dachte ich jetzt zuerst an diese -bezahlten- Coaches, die momentan so im Trend sind, die Tipps zum Bewerben und zur Karriereplanung geben. Kenne mittlerweile einige, die das in Anspruch genommen haben und damit sehr zufrieden waren. Ist aber wohl noch zu früh, um zu beurteien, ob's der Karriere wirklich auf die Sprünge geholfen hat.

    09.04.2009, 15:39 von Maibowle
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      @Maibowle Klar kann das unangenehme Situationen erzeugen - allerdings lieber ein bisschen Neid von anderen, als auf der Stelle zu treten.
      Von daher ist ein Mentor oder Förderer natürlich von Vorteil. Vorausgesetzt, dieser fördert dich, weil er an dein Talent glaubt.

      09.04.2009, 15:46 von sophie_dezlhofer
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    Nicht nur für Berufsanfänger, auch für Leute, die nach einem Jobwechsel neu in einer Firma anfangen, ist es auf jeden Fall gut, wenn sie von einem erfahrenen Mitarbeiter profitieren können.
    Dabei denke ich jetzt eher an die fachliche und die soziale Integration in die Gruppe / Firma. Für den Fall, dass es nicht klappt, gibt es ja die ersten Monate Probezeit.
    Also, in der Probezeit, und auch in den ersten Monaten danach, finde ich die Idee mit dem Mentor gut. Ausserdem sollte es immer, auf fachlicher Ebene, Ansprechpartner geben.

    Negativ wird es erst dann, wenn jemand von der Chefebene aus bevorzugt wird, oder noch anderes Ungemach droht. In dem Fall mag ich Zzebra zitieren:
    Es gibt genug Leute, die mit Vitamin Soundso erfolgreicher wären; es ist nur kein Platz für derart viele Erfolgreiche da. Da bleiben viele Gute auf der Strecke und ein paar Pappnasen schaffen es deswegen dennoch. Aber wer hat gesagt, die Welt wäre fair?
    Wobei ich deutlich meine, dass an der Fairness dann zu arbeiten ist. Und dass nur die fähigen Leute Chefs werden sollten. Dass nicht die Regel gilt "Man wird so lange befördert, bis man überfordert ist". Aber das ist ein anderes Thema.

    09.04.2009, 14:39 von Cyro
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      @Cyro Aber gerade für Berufsanfänger können aus der Förderung durch einen Kollegen, der schon länger dabei ist, auch blöde Situationen entstehen: Ein Freund erzählte kürzlich, dass er mit zwei anderen Volontären gleichzeitig angefangen hat, aber von einem erfahrenen Kollegen gleich in Beschlag genommen wurde: er darf jetzt Sachen, die die anderen nicht machen dürfen und wird gezielt gefördert. Die anderen sehen dumm aus der Wäsche. Eine gewisse Bevorzugung hat der Schützling eines Mentors schon... Wie seht ihr das? Habt ihr damit Erfahrungen?

      09.04.2009, 15:10 von Annabel_Dillig
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      @Annabel_Dillig Der Mentor wird einen Grund haben, warum er Deinen Freund unter seine Fittiche nimmt - ob der nun professionell ist, sei mal dahin gestellt.

      Aber was will Dein Freund denn? Ein Volontariat, bei dem er was lernt und mehr macht als Kaffee kochen und kopieren oder dass ihn die anderen Volontäre lieb haben und zum Kindergeburtstag einladen. ;-) Ich denke, es gibt wirklich schlimmeres im Berufsleben zu ertragen.

      Um im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes zu handeln, wäre es natürlich gut, wenn der für die Volontäre Verantwortliche sich um ein institutionalisiertes Mentorenprogramm bemüht.

      09.04.2009, 15:18 von T-A
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      @T-A institutionalisierten mentorenprogramme fehlt häufig der grip, weil der soziale kitt aus seilschaftsschmalz fehlt.

      ein bis aufs unterste durchgezogener gleichbehandlungsgrundsatz kann gerade in kleinen organisationen viel ungemach säen, weil es eben und vor allem auch die persönliche sympathie ist, die über karrieren entscheidet.

      09.04.2009, 18:57 von Kocmonabt
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      @oceaneyes Ich stimme dem Ozeanauge zu. Ein Mentor ist auch aber sicherlich nicht ausschließlicher Karierehelfer. Er ist in erster Linie ein Ratgeber, der - weil meist weniger involviert - aus einer neutraleren Perspektive Ratschläge für bestimmt Probleme geben kann. Es gibt ja beispielsweise das sogenannte Peer-Mentoring, wo beide Partner jeweils Mentor und Mentee gleichermaßen sind und sich gegenseitig zu Seite stehen. Mit Vitamin B hat das ganze wenig zu tun.

      09.04.2009, 13:54 von T-A
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      @T-A Zudem ist es schwierig, zu entscheiden, ob ein Mentor gleich Vitamin B ist, nur weil er dich mit entsprechenden Leuten bekannt macht.
      Wie gesagt - beide Seiten profitieren in solchen Fällen: der Empfohlene wie die andere Seite, die davon ausgehen kann, dass sie einen guten Mann/ Frau eingestellt hat.

      09.04.2009, 14:08 von sophie_dezlhofer
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    Es gibt genug Leute, die mit Vitamin Soundso erfolgreicher wären; es ist nur kein Platz für derart viele Erfolgreiche da. Da bleiben viele Gute auf der Strecke und ein paar Pappnasen schaffen es deswegen dennoch. Aber wer hat gesagt, die Welt wäre fair?
    *schulterzuck*
    zz.

    09.04.2009, 12:46 von zzebra
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    Wenn man solche Förderer hat, die einen empfehlen, weil sie wissen, dass man gut, ist das für mich kein Vitamin B mehr.
    Firmen/ Vereine/ Institutionen sind ja oft auch froh darüber, eine Empfehlung zu bekommen, um sich nicht ausschließlich auf Bewerbungsschreiben verlassen zu müssen.

    09.04.2009, 11:18 von sophie_dezlhofer
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