Marc_Schuermann 06.12.2012, 16:12 Uhr 76 0

Diplomatt

Habt Ihr schon mal eine Verhandlung im Job so richtig verpatzt?

Ein Einzelbüro. Ein Firmenauto. Mehr Geld. Dienstreisen auf die Malediven. Noch mehr Geld. Eine Beförderung. Viel mehr Geld. Ja, es wäre schön, im Job zu bekommen, was man will, einfach so.

Da das nicht so ist, muss man verhandeln können. Wie, beschreibt unsere Autorin Dela Kienle in ihrem Artikel „Bürodiplomaten“. Zum Beispiel soll man versuchen herauszufinden, ob der, mit dem man verhandelt, gerade einen Einwand vorgebracht hat – oder einen Vorwand. Man soll nicht einfach drauflos verhandeln, sondern mit einer Strategie: wenn A, dann B. Man soll bei jeder Verhandlung an die nächste denken – und deswegen auch mal andere gewinnen lassen.

Doch auch wenn man sich noch so gewissenhaft anstellt, sind Verhandlungen natürlich nicht vollständig berechenbar. Habt Ihr eine Verhandlung im Job denn schon mal so richtig verpatzt? Was ist passiert – und wie kamt Ihr aus der Sache wieder raus?

76 Antworten

Kommentare

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    Hm, Ich hatte bisher fast nur Erfolgreiche Verhandlungen... Dank Gewerkschaft kriege ich aber sowieso eine Jährliche Lohnerhöhung und einen Arbeitvertrag mit diversen Boni, auch wenn das Gesamte gerade Landesdurchschnitt ist...
    Ich hab in den 2 1/2 Jahren, die ich im Norden arbeite nur noch nicht durchbringen können, dass die Firma mir die Kurse für unser Auslese-/Diagnoseprogramm bezahlt. Eigentlich ein NoGo. Hab meinem neuenWerkstattleiter neulich mal wieder Druck gemacht. Ich hoffe, das klappt 2013 mit den 2 Göteborg-Reisen :D
    Ansonsten sind Verhandlungen an sich immer erfolgreich. Es ist ein großes Miteinander. Man arbeitet mal länger, kommt mal auf nem Samstag vorbei oder opfert seinen freien Schichttag und bei Urlaubsanträgen gibts dafür immer ein OK :)

    13.12.2012, 21:26 von Truckdoktor
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    Bim ersten persönlichen Treffen mit meinem höchstverehrten Arbeitgeber habe ich, mit Verweis auf unsere sanatisch freie Satzungsordnung, unsbezüglich um Gleichstellung naja, nicht wirklich gebeten, eher geschossen. Wir diskutieren das leider bis heute aus, was seine Position gefährdet - und mich leider sehr langweilt.

    13.12.2012, 19:27 von Boahmaschine
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    wie wohl die Verhandlungen gelaufen sind, dass manche Neon Redakteure häufiger und andere sehr selten Neon-KläTäglich zu schreiben haben ..

    13.12.2012, 17:48 von schauby
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    Das geilste, was ich mal erlebt hab:

    Chef meinte, wir könnten die gleiche Arbeit in weniger Zeit schaffen. Natürlich gäbe es dann auch die dazu fällige Gehaltsanpassung nach unten, da wir ja auch weniger Stunden arbeiten würden. Somit ar mein Bruttolohn dann so um die 1000 Euro. Und er meinte dann so zu mir: "Sie wohnen ja mit Ihrem Freund zusammen, also haben Sie ja nicht so hohe Lebenshaltungskosten. Das ist dann ja nicht so schlimm bei Ihnen." Ach, und mit solchen Ankündigungen kam er grundsaätzlich immer am Stichtag, also am Monatsletzten an.
    Ich war dann noch ein halbes Jahr dort.

    13.12.2012, 16:43 von Tanea
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      einganzes halbes Jahr? ich wär ja aufgestanden und gegangen mit den Worten "ich geh dann mal zum Sozialamt"

      13.12.2012, 17:26 von Schmalzstulle
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      Ich liebe diesen preußischen Effizienzirrtum, der Leistung nach Zeit berechnet und für weniger Zeit weniger Geld lockermacht, obwohl es ja eigentlich mehr sein müsste, weil die Leistung ja steigt.

      Aber solche Pfeifen haben in Füsick nicht aufgepasst, weshalb sie jetzt ein bedauernswertes Dasein als 'Abteilungsleiter' fristen müssen...

      13.12.2012, 17:39 von sailor
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      Naja, meine Kollegin ist immer noch dort und statt Gehaltserhöhungen gibt es regelmäßig irgendwas abgezogen oder gestrichen wird. Da find ich mein halbes Jahr dort noch ziemlich ok. Sozialamt ist keine Alternative.

      13.12.2012, 17:40 von Tanea
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      @sailor

      Die Devise war ja sparen, sparen, sparen, wahrscheinlich, damit für den Chef ein dickerer Karren drin ist.

      13.12.2012, 17:41 von Tanea
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      Ja...

      Geld sparen wollen sie alle. Komischerweise heulen gleichzeitig alle rum, daß niemand mehr Geld ausgeben will.

      Und der nächste, der mir erzählen will, 'Wirtschaft' sei eine rationale Angelegenheit, dem klau ich seinen Adsventskalender...

      13.12.2012, 17:43 von sailor
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      ...wo is mein Adventskalender?!


      14.12.2012, 10:39 von Schmalzstulle
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      *träller*

      14.12.2012, 11:44 von sailor
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    nein, hab ich noch nie.

    nicht ganz zum Thema: Ich hab mal in nem Job Interview nach dem Alter des Kandidaten gefragt, was man natürlich nicht darf. Ich hatte da aber keinerlei böse Gedanken dabei, ich war nur drum bemüht dass der Kandidat sich dann auch wohlfühlt in der Position. Hat der sofort der Personalabteilung gemeldet. zum glück wollte der aber nen Umzugspaket (also Flug und Unterkunft) haben was wir grundsätzlich nicht anbieten, damit war das dann vom Tisch. Trotzdem peinlich

    13.12.2012, 16:41 von Schmalzstulle
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    Auf die Argument "Sie verdienen schon am meisten..."  oder "Bei ihrem Alter..." werde ich nie wieder hören. Muss ich zum Glück auch nicht.

    13.12.2012, 16:31 von Philantrop
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    Da ich jeden Tag 30min zu früh auf der Arbeit war, dachte ich es wäre an der Zeit dem Cheffe mal vorzuschlagen, mich doch dann auch 30min eher nach Hause gehen zu lassen. War aber nix. Das tolle, die 30min zu früh da sein darf ich mir nicht als Überstunde aufschreiben, weil ich laut dem Vertrag halt erst ab 9 arbeite. Naja...aufgehört, früher zu kommen, habe ich auch nicht. Deshalb aber als Kompromis sagt Cheffe immer "Ok" wenn ich um Urlaub frage, oder mal eher weg will. Hat auch was. Und Kompromisse sind scheisse geil.

    13.12.2012, 15:19 von LeyluraLegbreaker
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      Ich bin auch der Meinung, solange sich geben und nehmen im Gleichgewicht halten, braucht man wirklich kein Fass aufzumachen. Wenn das nicht mehr der Fall sein sollte, Tja, dann gibts eben Zoff.

      13.12.2012, 15:24 von Tanea
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      Naja, ich finde so wirklich nach Gleichgewicht hört sich das für mich nicht an, wenn der Chef mal zu was sein OK gibt, aber auf der anderen Seite jeden Tag 30 Min. quasi für lau gearbeitet wird.
      Wenn man das mal hochrechnet...

      Also, das wär mir echt zu doof.

      13.12.2012, 16:02 von Pixie_Destructo
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      Ja, da muss ich mich anschließen - selbst dran Schuld.

      13.12.2012, 16:18 von Tora
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      wird ja niemand gezwungen früher anzufangen als die Bezahlung.

      13.12.2012, 16:33 von Schmalzstulle
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      eben.

      13.12.2012, 16:34 von Tora
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      ich handhabe das aber ähnlich mit meinen Untergebenen. Wer nicht immer Punkt 6 den Stift fallen lässt darf auch mal früher gehen. Und andersrum.

      13.12.2012, 16:43 von Schmalzstulle
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      Ich bin gezwungenermaßen immer früher da. Scheiß ÖPNV.

      Meinem Abteilungsleiter fiel das auf und meinte, ich solle einfach eine Bahn später nehmen, die 10 Minuten tun keinem weh, andere machen ja auch Raucherpause...

      Jetzt fange ich 10 nach 9 an und kann ganze 40 Minuten länger liegenbleiben :]

      13.12.2012, 17:21 von independentdreamer
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      Ach, wie geil. Der is ja nett.

      13.12.2012, 17:37 von Tanea
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      Ich mach auch Rauchpausen, und mir tut es gut früher da zu sein, die Chance, auch mal kurz nach 6 wegzukommen steigert sich erheblich (trotz Rauchpausen) wenn man morgens schon was umgerissen kriegt. Ehrlich, dass ich das für Lau mache stört mich nicht, und wenn Chef "Nein" zu einem früheren Abgang sagt (was selten genug vorkommt) dann auch immer Begründet. Ist halt ein hektischer Job..

      13.12.2012, 21:37 von LeyluraLegbreaker
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    ich warte darauf, dass die nächste tarifverhandlung mal wirklich zu meinen gunsten ausgeht. wenns soweit ist, bin ich wahrscheinlich berentet und stehe vor einem neuen haufen probleme.

    13.12.2012, 15:12 von lavish
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    Es kommt immer darauf an, wie alt man ist, wie lange im Job, in welcher Gegend.

    Ich frag dann bei Freunden und Kollegen nach wieviel ich verlangen kann. Dann mache ich meinem Arbeitgeber ein Angebot, der kann dann mitziehen oder nicht. Man sollte sich aber nicht drücken lassen, denn man hat sich ja bei der Lohnvorstellung was gedacht. Man sollte seine Lebenshaltungskosten schon locker bezahlen können. Sehr viel leichter ist es, wenn man der Geschäftsführung im Arbeitsalltag positiv auffällt.

    13.12.2012, 14:48 von beccilein
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      Wobei ja immer die Frage ist, wie sich 'positiv auffallen' äussert...

      13.12.2012, 15:29 von sailor
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      naja, ich versuche immer pünktlich zu sein und höflich,ohne dabei zu schleimen,igitt

      13.12.2012, 15:33 von beccilein
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      Aber das ist für mich nicht positiv. Sondern selbstverständlich...

      13.12.2012, 17:22 von independentdreamer
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      Das ist dann eher nicht negativ auffallen.

      13.12.2012, 18:19 von Dalek
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      bratet euch n ei drauf

      14.12.2012, 02:27 von beccilein
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      hör' ich da ein "mimimi"?

      14.12.2012, 09:04 von independentdreamer
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      gar nicht, geht mir am arsch

      14.12.2012, 09:08 von beccilein
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    Habe mehrere Jahre in Suedfrankreich immer uebern Sommer gearbeitet. Also jedes Jahr neuen Vertrag. Beim ersten Mal meinte die Chefin danach, ich haette mich schlecht verkauft, haette mehr rausholen koennen. Habe dann ueber die Saison hinweg viel von ihr gelernt.
    Im Jahr drauf habe ich dann verhandelt. Sie schaute mich an mit einer Mischung aus Schock und Stolz...

    Im vierten Jahr war ich die teuerste Angestellte, die sie je hatten...

    Danke, habe viel von der Frau gelernt!

    13.12.2012, 14:41 von miss_mel
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  • Haben wir sie noch alle?

    Burn-Out, Internetsucht, Depression - immer mehr Deutsche lassen sich therapieren. Braucht es all diese Therapien wirklich?

  • Apokalypse Wow!

    Die Mode ist die Message: Die pro-russischen Kämpfer in der Ukraine sehen mit Macheten, Masken usw. aus wie Figuren aus den »Mad Max«-Filmen.

  • Der Witz geht nicht mehr weg!

    Jeder kennt den Moment, in dem der Send-Balken hochgeht und man noch denkt: Stop! Was würdet Ihr gern aus dem Netz löschen?

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